Donnerstag, 11. Februar 2016

Marissa Doyle: Betraying Season (Leland Sisters #2)

Nach "Bewitching Season" und "Courtship and Curses" ist "Betraying Season" der dritte Roman von Marissa Doyle, den ich gelesen habe. Während sich die anderen beiden Geschichten mit der ersten Londoner Saison der jeweiligen Protagonistin beschäftigen, ist Pen (Penelope) schon vor einem Jahr in die Gesellschaft eingeführt worden und nimmt sich nun eine Auszeit, um in Irland mit ihrer ehemaligen Gouvernante zu studieren. Doch so ganz läuft dieses Studienjahr nicht nach Pens Vorstellungen ab, da Ally zu krank ist, um sie zu unterrichten, und ihr "Ersatzlehrer" zwar sehr versiert im Umgang mit Magie ist, aber seine Schüler sind nicht gerade davon begeistert, dass nun eine Frau und dann auch noch eine Engländerin an ihrem Unterricht teilhaben soll.

Für Pen ist das eine schwierige Zeit. Sie hat niemanden, mit dem sie sich wirklich austauschen kann, was dazu führt, dass sie ihrer frischverheiratete Zwillingsschwester Persy umso mehr vermisst, und sie fühlt sich minderwertig, was auch eine ganz neue Erfahrung für sie ist. Ihr Leben lang war sie immer der Zwilling, der mehr Aufmerksamkeit bekam und mehr Erfolg hatte. Doch nach den Ereignissen im letzten Jahr, als ihre schüchterne Schwester die Einzige war, die einen Anschlag auf Prinzessin Victorias Leben verhindern konnte, hat Pen das Gefühl, sie müsse ihren Wert beweisen, in dem sie genügend Magie lernt, um mit ihrer gebildeten Schwester gleichziehen zu können.

Doch da das Leben nicht aus Unterricht allein besteht, nimmt sie dankbar die herzlichen Einladungen ihrer neuen Bekanntschaft Lady Keating an - wobei es auch nicht schadet, dass die Dame einen attraktiven und sympathischen Sohn hat. Niall Keating hingegen wird von seiner Mutter, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgt auf Pen angesetzt und soll das einsame Mädchen in sich verliebt machen. Dabei sahen die Pläne seiner Mutter allerdings nicht vor, dass auch Niall sich verlieben könnte - und seine Zuneigung zu der jungen Engländerin deutlich größer ist als seine Angst vor seiner überaus bestimmenden Mutter.

Wie schon in den anderen Geschichten ist die Handlung von "Betraying Season" relativ vorhersehbar, aber dafür gibt es wunderbare (Neben-)Figuren - inklusive Geist, Kobold und Göttin(nen) -, amüsante Dialoge und viele kleine Szenen zum Genießen. Bei dieser Autorin reicht es mir wirklich, dass ihre Romane nur "nett" sind, da ich sie wirklich entspannend, unterhaltsam und erholsam finde. Außerdem mochte ich bei diesem Band, dass sich die Handlung mal nicht um die erste Saison dreht, sondern um Pens Unterricht und - wenn auch nur oberflächlich - die Spannungen zwischen Irland und England.

Dazu kommt noch, dass sich die Magie, so wie Pen sie in Irland kennenlernt, etwas von der bislang von Marissa Doyle dargestellten Zauberei unterscheidet, was zu einigen hübschen Szenen führt. Auch lernt Pen einen Clurichaun kennen, der bei ihren Gastgebern im Keller lebt und für die Verwaltung der Spirituosen verantwortlich ist - und den ich sehr mochte, gerade weil er etwas bodenständiger war, als die meisten anderen Figuren in dieser Geschichte. Insgesamt gibt es in diesem Band eine Menge neuer Facetten der magischen-historischen Welt, die Marissa Doyle für ihre Geschichten entworfen hat, und die Atmosphäre unterscheidet sich deutlich von den anderen beiden Teilen, ohne dabei an Unterhaltungswert zu verlieren. So hat es mir wieder großen Spaß gemacht, eine der beiden Leland-Schwestern bei ihrer Suche nach dem richtigen Weg und dem richtigen Mann zu begleiten.

Dienstag, 9. Februar 2016

SuB-trahiert (1): Oktober, November und Januar

Irgendwie hatte ich wohl Ende 2015 das Gefühl, dass ich mit dem Veröffentlichen des Oktober-/November-Beitrags noch warten sollten - vermutlich hoffte ich, dass ich im Dezember auch noch einen Titel auf die Reihe bekommen würde. Da dem aber nicht so war, wird das nun ein 3-Monats-Beitrag inklusive Januar-Titel.

1. Jim Butcher: Codex Alera 2 - Im Schatten des Fürsten

Ich mag diese Reihe wirklich gern, aber mir ist bewusst, dass ich für die einzelnen Bände etwas Zeit und vor allem genügend Aufmerksamkeit für die vielen Figuren und die Perspektivwechsel benötige. Also lag dieser Teil schrecklich lange auf dem SuB und wartete darauf, dass ich den ersten Band noch einmal las - was ich im Januar 2014 gemacht habe. Dummerweise kam es dann nicht dazu, dass ich gleich zur Fortsetzung griff, aber glücklicherweise hatte ich mich noch an genügend Details erinnert, um im Oktober endlich "Im Schatten des Fürsten" genießen zu können. Wenn Jim Butcher über politische Intrigen schreibt, macht es mir Spaß, und wenn er einen Sprung von zwei Jahren macht, dann ist es auch stimmig, dass sich der Protagonist Tavi in der Stadt so gut auskennt. Es hat mir gefallen, wie sich die Handlung in diesem städtischen Umfeld entwickelt und dass ich als Leser trotzdem nicht auf die Welt der Wehrhöfe verzichten musste. Ich mag das Magiesystem, ich mag die Gesellschaft (die ich nach diesem Band deutlich besser durchschaue als nach dem Lesen des Auftaktbandes) und ich mag die verschiedenen Figuren und die Tatsache, dass es Jim Butcher gelingt, ihre Motive nachvollziehbar zu gestalten. :)


2. Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
3. Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

"Jack Flint und der Bann des Herzsteins" hatte mir gut gefallen, als ich ihn das erste Mal gelesen habe, aber als die Fortsetzungen bei mir ankamen, habe ich trotzdem nicht gleich dazu gegriffen. Irgendwie habe ich auf die richtige Stimmung für diese Romane gewartet und dann sind sie etwas in Vergessenheit geraten. Nachdem ich aber Ende Oktober den ersten Band noch einmal gelesen und so meine Erinnerungen an die Geschichte aufgefrischt hatte, habe ich mir im Anschluss gleich Band 2 und 3 vorgenommen und die Handlung sehr genossen. Ich mag es, wie Joe Donnelly mit keltischen Motiven umgeht, und ich finde seine Figuren sympathisch, außerdem lassen sich die Geschichten mit ihrem gradlinigen Aufbau zügig lesen, was ich auch angenehm fand.


4. Elizabeth Woods: Caras Schatten

"Caras Schatten" gehörte zu den Büchern, die ich beim Durchschauen des Verlagsprogramms interessant fand und dann habe ich direkt nach Erscheinen so viele Meinungen dazu mitbekommen, dass ich den Roman nicht mehr lesen mochte. Im November habe ich ihn endlich mal aus dem Regal gezogen, da ich mich kaum noch an all die Rezensionen erinnern konnte, und nach den ersten Kapiteln das Buch zur Seite gelegt, weil ich nicht weiterlesen mochte. Ich war mir schon nach dem Prolog sicher, dass ich die Hintergründe durchschaut hatte und unter dieser Voraussetzung machte mir das Lesen einfach keinen Spaß. Nach einigen vergeblichen Versuchen mit der Geschichte habe ich dann aufgegeben, nur noch die letzten zwei Kapitel quergelesen, um herauszufinden, dass ich mit meinem Verdacht richtig lag, und den Roman dann aussortiert.


5. Daniel Holbe: Giftspur

"Giftspur" habe ich in den letzten 1,5 Jahren mehrfach angefangen und dachte dann immer, dass der Zeitpunkt nicht richtig sei. Im Januar habe ich den Roman jetzt endlich mal von Anfang bis Ende gelesen und kann nun sagen, dass es weniger am Zeitpunkt als an der Geschichte lag. Ich war beim Lesen wirklich genervt von  der Erzählweise, von diesem - gefühlt sehr deutschen - Bedürfnis, die Charaktere zu konstruieren, die Umgebung zu beschreiben und ständig jede Aussage (auch zwischen den beiden sich gerade kennenlernenden Kollegen oder gar vollkommen allgemeiner Natur wie bei einem Leserbrief in einer Zeitung, an den sich die Polizistin erinnert) zu (be-)werten. Die künstlich wirkenden Gegensätze der beiden Ermittler (sie fährt ein winziges Elektro-Auto, er einen alten Lada-Geländewagen; sie versucht bei den Befragungen empathisch zu sein, er ist knapp und wirkt unfreundlich; sie ist in der Gegend aufgewachsen, er kennt sich noch nicht in der Stadt aus) gingen mir schon nach den ersten Kapiteln auf den Geist. Der Fall ging - vor allem am Anfang - zwischen all den übermäßigen Beschreibungen, Bewertungen und dem ständigen Hinterfragen der Polizistin regelrecht unter. Außerdem gab es immer wieder Nebensätze, die von einer Weltsicht zeugen, die mich geärgert haben. So fragt sich die Protagonistin, wieso sie es noch nicht zu einer Familie gebracht hat, wenn doch ein anderer Kollege, der zwar sympathisch, aber "weder ein Krösus noch ein Adonis" (S. 21) ist, es geschafft hat, eine Frau abzubekommen, die ihn geheiratet hat und nun das zweite Mal von ihm schwanger ist. Am Ende kann ich nur sagen, dass das Buch nicht so schlimm war, dass ich es abbrechen musste, aber gefallen hat es mir nicht.

Sonntag, 7. Februar 2016

Robin McKinley: Chalice

Robin McKinley lese ich schon sehr lange und kenne doch bislang erstaunlich wenig von der Autorin, obwohl ich jeden Roman von ihr, den ich gelesen habe, sehr mochte. So wurde es zu Weihnachten dringend Zeit mal wieder ein weiteres Buch von ihr auf den Wunschzettel zu setzen und nachdem mir in den letzten Tagen nach ungewöhnlicher Fantasylektüre war, habe ich zu "Chalice" gegriffen.

Von Anfang an fällt bei "Chalice" die ungewöhnliche Erzählweise auf, die nicht nur durch viele zeitliche Sprünge, sondern auch die Perspektive etwas ist, worauf man sich erst einmal einlassen muss. Überhaupt lässt Robin McKinley sehr vieles offen, wenn es um die Welt, die Magie und die Traditionen geht, die in "Chalice" eine Rolle spielen. Aber ich fand es sehr angenehm, dass ich mir so beim Lesen sehr viele Gedanken um all die Kleinigkeiten machen musste, die mir eben nicht auf dem Silbertablett präsentiert werden. Selbst Elemente, die relativ einfach erklärt werden könnten, musste ich mir als Leser selber erarbeiten. So habe ich mich lange gefragt, wie groß wohl das Gebiet ist, um das es sich hier dreht. Die Menschen kennen einander und stehen sich so nah, dass es wie ein Dorf oder größeres Gut wirkt. Aber wenn man sich überlegt wie viele Personen an der Verwaltung des Gebietes beteiligt sind und wie wichtig die einzelnen Positionen sind, dann dreht es sich wohl eher um eine Art kleines Fürstentum. Ich mag es, wenn ich mich so mit den Hintergründen einer Geschichte beschäftigen kann, ohne dass dabei die Figuren oder das Geschehen zu sehr überlagert werden.

Die Handlung dreht sich um ein Gebiet, in dem zeitgleich der "Master" und die "Chalice" gestorben sind ohne einen Erben zurückzulassen und nun durch zwei Personen ersetzt werden müssen, die keinerlei Ausbildung für ihre neue Aufgabe erfahren haben. Die neue "Chalice" wird durch den "Circle" gefunden, in einem Auswahlverfahren, das angeblich keinen Raum für Irrtümer zulässt - und so steht die Imkerin und "Waldhüterin" Mirasol von einem Tag auf dem anderen vor einer großen Herausforderung. Als Chalice ist es ihre Aufgabe das Land zusammenzuhalten, mit dem Circle zusammenzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass es allen Lebewesen gut geht.

Auch der Master ist auf magische Weise mit dem Land verbunden und entstammt normalerweise der Blutlinie des vorhergehenden Masters ab. Doch aufgrund der Tatsache, dass der verstorbene Master sich nicht gut mit seinem jüngeren Bruder vertrug, wurde dieser zu den Priestern des Feuers geschickt und ist nun eigentlich nicht mehr für seine neue Aufgabe geeignet. Er ist tief mit dem Feuer verbunden und weniger Mensch als Element, trotzdem will er alles versuchen, um dem Gebiet die Unruhe zu ersparen, die mit einem Wechsel der Blutlinie einhergehen würde. So sind sowohl Chalice als auch Master sehr unsicher in ihrer neuen Aufgabe und es hilft nicht, dass die Menschen in ihrer Umgebung ihnen kein besonders großes Vertrauen entgegen bringen. Zu sehr hängt die Sicherheit aller und das Wohl des Landes davon ab, dass die beiden wichtigsten Positionen von Menschen gehalten werden, die dafür sorgen können, dass das Land ausgeglichen ist und die Magieflüsse gleichmäßig fließen.

Mir hat vor allem die ruhige Erzählweise gefallen und die Tatsache, dass mir die Geschichte Raum und Zeit zum Nachdenken gelassen hat. Ausnahmsweise konnte ich das Buch gut aus der Hand legen, weil so viele Kleinigkeiten in mir nachhalten und die Langsamkeit der Handlung mich nicht drängte noch eine und noch eine Seite zu lesen bis ich wusste wie es endete. Dann sind da auch all die kleinen Szenen zwischen Master und Chalice, die beide auf ihre Weise das Beste für ihr Land wollen und doch so unsicher sind, ob sie ihrer Aufgabe gerecht werden. Obwohl auch Mirasol immer wieder Angst vor dem Feuer in ihrem Master hat, so ist er es doch, mit dem sie sich relativ offen über all die Dinge austauschen kann, die sie beschäftigen.

Aufgrund der Perspektive ist man als Leser sehr nah bei Mirasol, bekommt ihre Selbstzweifel mit, ihre Unwissenheit und all die großen und kleinen Unannehmlichkeiten, die mit ihrer neuen Position einhergehen. Ich mag es immer wieder, dass Robin McKinley bei solchen Beschreibungen ein Händchen für Details beweist, die meinem Gefühl nach sonst oft untergehen. So bemerkt Mirasol an einer Stelle an, dass sie mit allen möglichen Problemen gerechnet hat, aber nicht mit den Rückenschmerzen, die die Arbeit als Chalice mit sich bringen. Als Waldhüterin ist sie nicht gerade untrainiert, aber das lange Stehen während der Sitzungen - da sich die Chalice bei der Ausübung ihrer Pflichten traditionsgemäß nicht hinsetzen darf - beansprucht ihren Körper ganz anders als ihre frühere Arbeit.

Und dann gibt es noch all die Szenen rund um die Bienen, den Gewinn von Honig und die Beschreibungen des unterschiedlichen Geschmacks der verschiedenen Honigsorten. Mirasol ist die erste Chalice, deren Magie mit Honig verbunden ist, und dementsprechend wichtig sind die Bienen und die Imkerei für sie. Dabei ist ihr schon bewusst, dass kaum jemand sich in der Nähe ihrer Bienen wohlfühlt und die meisten Menschen Angst vor den Insekten haben. Doch für sie bedeuten die Bienen und ihr stetiges Summen Geborgenheit - und so ist es auch passend, dass die Chalice und ihre Bienen sich im Laufe der Zeit ungewöhnlich entwickeln und eine immer größere Rolle bei der Erhaltung ihres Landes einnehmen.

Da eigentlich relativ wenig in dem Roman passiert und die Geschichte von den kleinen Momenten und Entwicklungen lebt, ist es schwierig mehr über die Handlung zu schreiben. Aber wer von euch sich mal auf eine etwas andere Fantasygeschichte einlassen mag, sollte einen Versuch mit "Chalice" wagen.

Freitag, 5. Februar 2016

Dies und Das (2)

Es ist schon einige Jahre her, da habe ich ein Buch gelesen mit einem Mann, der ein Regengott war, ohne es zu wissen. Egal, wo dieser Mann hinging, Regenwolken folgten ihm auf Schritt und Tritt. Ich kann mich nicht mal mehr erinnern, von welchem Autor das Buch war, aber dieser Regengott ist bei mir hängengeblieben. In den letzten Tagen musste ich recht oft an diese Figur denken, denn egal wie gut das Wetter war, solange ich im Haus war: Sobald ich einen Fuß vor die Tür setzte, fing es an, in Strömen zu regnen.

Am Mittwoch hatte ich das Glück, dass ich auf den Pannendienst, der meinem Auto Starthilfe geben sollte, noch im Sonnenschein warten konnte. Sobald ich aber auf der Autobahn war, zogen tiefdunkle Wolken auf und ich fand mich inmitten eines zwischen Hagel und Starkregen schwankenden Wolkenbruchs wieder. Nicht gerade mein liebstes Wetter, um einige Kilometer durch die Gegend zu düsen, damit die Batterie sich wieder aufladen kann.

Auch am Donnerstag ging ich aus dem Haus und alles war trocken und friedlich - nur um wenige Minuten später (natürlich war ich zu dem Zeitpunkt schon wieder auf der Autobahn) dicken Regen zu bringen. Dummerweise lerne ich ja nicht aus meinen Fehlern, so dass ich weiterhin im T-Shirt aus dem Haus gehe und dann schnell bis auf die Haut nass werde, wenn ich mein Auto verlassen muss. (Bei Busfahrten ist es in den letzten Wochen übrigens ähnlich gewesen: Zum Bus komme ich noch bei trockenem Wetter, nach der Busfahrt lande ich im strömenden Regen ... ) Mit zwei Katzentransportkörben in den Händen gibt es natürlich auch keine Gelegenheit, einen Regenschirm zu tragen, so dass ich so langsam wirklich darüber nachdenke, ob ich nicht doch eine Regenjacke benötige. Auf der anderen Seite ist dieses "Winterwetter" ja bald auch vorbei und wir landen bei dem deutlich berechenbareren Aprilwetter, das dann wieder ein halbes Jahr andauert. ;)

Apropos Katzentransportkörbe: Unsere beiden Samtpfoten durften gestern mal wieder einen Ausflug zum Tierarzt machen. Nach einem freundlichen "Ich dachte schon, Sie hätten den Tierarzt gewechselt, weil ich Sie so lange nicht gesehen habe!" durfte mir der Doktor bestätigen, dass es Baltimore zur Zeit erstaunlich gut geht. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem der Tumor verhindert, dass er weiter fressen kann, und an dem er so geschwächt sein wird, dass wir eine endgültige Entscheidung treffen müssen, aber noch scheint dieser Tag überraschend weit weg zu sein. Baltimore frisst relativ gut, auch wenn er nur bestimmte Futtersorten ohne große Anstrengungen aufnehmen kann und es für ihn das einfachste ist, wenn wir ihm Sachen in die Schnauze stecken. Und der Tumor hat sich in den vergangenen acht Wochen auch nicht so radikal entwickelt, dass wir alarmiert sein müssten. Wenn ich überlege, wie schlecht es dem Kater im vergangenen Jahr teilweise ging, so ist es wirklich unglaublich, wie gut er sich zur Zeit hält!

Christie hingegen fühlt sich momentan nicht ganz so wohl, sie hat irgendwelche undefinierbaren Hautprobleme und hat sich an inzwischen vier Stellen blutig gekratzt. Der Tierarzt vermutet, dass es eine Futterallergie ist, aber da wir in den letzten sechs Monaten in der Hinsicht eigentlich nichts verändert haben, können wir nicht so schnell den Finger darauf legen, was diese Allergie ausgelöst haben könnte. Erst einmal hat sie einen Medikamentencocktail bekommen, der den Juckreiz unterdrücken und die Heilung der Haut beschleunigen soll. Wenn es damit in den nächsten Tagen gut verheilt, müssen wir sie in den nächsten Wochen nur im Auge behalten, ob es wiederkommt. Es könnte theoretisch aber auch sein, dass wir Glück haben und es nur eine einmalige Sache ist. Wir werden sehen ... Abgesehen von dem Juckreiz geht es der Madame allerdings gut. Sie ist so rund wie nie zuvor, liegt den Großteil des Tages auf der Heizung, wo sie sich die Wampe wärmt, und mischt ab und an den armen Baltimore auf, der zu gutmütig ist, um sich gegen sie zu wehren.

Ansonsten gibt es eigentlich gar nichts zu erzählen. Ich wusel so vor mich hin, mein Mann und ich testen an den Wochenenden immer wieder Carsharing-Autos, weil unser Wagen den TÜV-Termin am Ende des Jahres nicht mehr überleben wird und wir schon mal überlegen, wie es dann weitergeht, und die ersten Leute kündigen ihre Besuchsabsichten für dieses Jahr an und wollen Termine absprechen. Langweilig wird es vermutlich in den kommenden Monaten nicht ... ;)

Mittwoch, 3. Februar 2016

SuB-Zuwachs Januar 2016

Nach all den Jahren, die ich nun meine Neuzugänge hier dokumentiere, kann ich wohl behaupten, dass ich im Januar grundsätzlich relativ viele SuB-Zugänge habe. Wahrscheinlich weil es sich auf der einen Seite nach zwei Monaten mit wirklich vielen neuen Büchern seltsam anfühlt, wenn es keine weiteren Romane zu mir schaffen, und auf der anderen Seite gibt es trotz all der Geschenke im November und Dezember immer noch den einen oder anderen Titel, den ich gern hätte - und sei es nur, um eine Reihe zu vervollständigen.


Marissa Doyle: Betraying Season (Leland Sisters 2)

Der einzige Roman, der mir von der Autorin noch fehlte, der in einem leicht magisch angehauchten viktorianischen England spielt und sich um ein Mitglied der Leland-Familie dreht. Nachdem ich diesen Teil schon gelesen habe, kann ich auch demnächst endlich die kurze Geschichte rund um den Bruder der beiden Leland-Schwestern lesen, die schon länger auf meinem eReader ruht.

Mira Grant: Blackout (Newsflesh 3)

Der Abschluss der Newsflesh-Trilogie. Wenn ich nach dem Lesen des zweiten Bandes also wieder so fertig bin wie nach dem ersten Teil, kann ich gleich zur Fortsetzung greifen. ;)

Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion (Darkbeast 2)

Die Fortsetzung von "Darkbeast" - jetzt muss ich nur noch irgendwann rausfinden, ob es sich damit auch um den Abschlussband handelt oder nicht. Auf jeden Fall bin ich damit jetzt auf dem aktuellen Stand.

Seanan McGuire: Indexing Reflections (Indexing 2)

Ebenfalls eine Fortsetzung und in diesem Fall eine besonders ungeduldig erwartete, weil mir "Indexing" so gut gefallen hatte.

Holly Webb: Emily Feather and the Enchanted Door (Emily Feather 1)
Holly Webb: Emily Feather and the Chest of Charms (Emily Feather 3)

Band 1 und 3 ... nun ja ... das kommt davon, wenn man sich beim schnellen Bestellen auf die erste Liste verlässt, die auf der Autorenseite angegeben ist. Ich hasse es wirklich, wenn bei einer Reihe keine Reihennummern auf den Büchern zu finden sind ... Immerhin habe ich den ersten Teil schon gelesen und sehr genossen! Vor allem mochte ich das Haus, in dem Emily mit ihrer Familie lebt ...

Montag, 1. Februar 2016

Februar-SuB 2016

Aus gleich mehreren Gründen hat es im Januar mit mir und dem Lesen nicht so gut geklappt, trotzdem habe ich in zwei intensiven Leserunden insgesamt acht (relativ dünne) Bücher - und die meisten davon auf Englisch - gelesen. Ich vermisse immer noch die Manga, Comics und Hörbücher ... Der Februar bringt dafür hoffentlich wieder mehr Zeit. Mal schauen, wie sich die kommenden Wochen so entwickeln.

Deutscher SuB:
  1. Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
  2. Tim Akers: Das Herz von Veridon
  3. Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
  4. Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
  5. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  7. Brom: Krampus
  8. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  9. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  10. Melissa Fairchild: Weltenwanderer
  11. Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
  12. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  13. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  14. John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
  15. Tove Jansson: Winter im Mumintal
  16. Tove Jansson: Geschichten aus dem Mumintal
  17. Celine Kiernan: Schattenpfade
  18. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  19. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  20. Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund
  21. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  22. Silvia Roth: Querschläger
  23. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  24. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  25. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  26. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  27. Charles den Tex: Die Zelle
  28. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  29. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  30. Xinran: Gerettete Wort
  31. Xinran: Wolkentöchter
  32. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

32 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:
  1. Holly Black: The Darkest Part of the Forest
  2. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  3. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  4. Patricia Briggs: Bone Crossed (Mercy Thompson #4)
  5. Patricia Briggs: Silver Borne (Mercy Thompson #5)
  6. Gail Carriger: Etiquette and Espionage (Finishing School #1)
  7. Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
  8. Diana Pharaoh Francis: The Black Ship (Crosspointe Novel #2)
  9. Mira Grant: Deadline (Newsflesh #2)
  10. Mira Grant: Blackout (Newsflesh #3)
  11. Tanya Huff: The Silvered
  12. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  13. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  14. Lynn Kurland: Star of the Morning
  15. Seanan McGuire: Indexing Reflections
  16. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  17. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
  18. Cindy Pon: Serpentine
  19. Philip Reeve: Larklight
  20. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  21. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  22. Holly Webb: Emily Feather and the Chest of Charms (Emily Feather #3)
  23. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

23 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Mittwoch, 6. Januar 2016

Dies und Das (1)

Nachdem Feier- und Urlaubstage nun so gut wie vorbei sind und wir diese Tage wirklich sehr gemütlich verbracht und rundum genossen haben, wird es Zeit wieder in den Alltag hineinzufinden. Lustigerweise habe ich - abgesehen von dem letzten Sachbuch für die Challenge - zwischen Weihnachten und dem 3. Januar keine einzige Buchseite gelesen. Dafür ging es dann am ersten Montag in diesem Jahr mit "Untold" von Sarah Reese Brennan los - und ich musste feststellen, dass es ganz seltsam ist, dass ich in diesem Jahr meine gelesenen englischen Titel nicht separat auf meiner Challenge-Seite zähle.

Neben dem ganz normalem Alltag, gibt es ein paar Dinge, die ich in diesem Jahr (ernsthaft) in Angriff nehmen möchte und weil ich es eigentlich ganz angenehm finde, wenn ich eine Liste habe, an der ich mich orientieren kann (und die nicht in meinem üblichen Notizzettel-Stapel untergeht), gibt es hier eine Aufstellung dazu:

- Das kleine Zimmer streichen.
(Was bedeutet, dass ich wieder einige Buchstapel und viele andere Dinge herumräumen darf.)

- Drei Schränke für Comicboxen für das kleine Zimmer bauen, damit ich den Platz im Balkonzimmer anderweitig nutzen kann..
(Diese Schränke dienen gleichzeitig als Testläufe für meine geplanten Bücherregale.)

- Die Näharbeiten an dem großen Quilt beenden und das eigentliche Quilten in Angriff nehmen.
(Da mir immer kleinere Projekte dazwischen kommen, zieht sich dieser Quilt schon seit Jahren hin.)

- Das große Beet im Garten weiter bepflanzen.

- Ein gutes Sauerteigbrot backen.

- Vorhänge für das kleine Zimmer nähen.

- Endlich mal wieder eine Zeichnung in Angriff nehmen (- was auch bedeutet, dass ich vorher meine Materialien rauskramen und sichten sollte).


Damit sollte ich in den nächsten Monaten ganz gut beschäftigt sein, denn jede mit der Hand genähte Naht benötigt ja auch so ihre Zeit. Ich habe auf jeden Fall versucht nicht zu viele Punkte auf die Liste zu setzen. Mal schauen, was Ende des Jahres davon verwirklicht wurde. ;)