Donnerstag, 21. Mai 2015

Von alten Katzen ...

Unsere Katzen werden alt, das ist eine Tatsache, die wir in den letzten Monaten einfach nicht mehr ignorieren konnten. Shandy wird in diesem Jahr 15, Christie 14 und die Coon-Brüder werden 16 Jahre alt. Im Alltag macht sich das mit so mancher Eigenheit bemerkbar. So wird Shandy immer dickköpfiger und grummeliger, und wenn er seinen Willen nicht durchsetzen kann, kann es sein, dass die ganze Familie darunter leidet. Bei Christie ist es die Arthrose, die spätestens im Herbst zeigt, dass unser - ansonsten fittes und lebhaftes - Kätzchen nicht mehr so jung ist. Sie ist der Grund, warum wir deutlich früher und deutlich länger heizen, als wir es für uns tun würden, und sie ist es auch, die im Prinzip die gesamte Heizperiode auf dem Heizkörper verbringt, um sich zu wärmen.

Bei Logan bin ich mir oft nicht sicher, ob sein Kopf nicht mehr durchgehend die übliche Denkleistung vollbringt oder ob einfach nur die Ohren versagen und der Schlaf deutlich tiefer geworden ist. Er reagiert regelmäßig nicht auf Geräusche und oft genug muss ich ihn wecken und zu seinem Napf tragen, wenn es Fütterungszeit ist, weil er nichts mitbekommen hat. Ist er aber erst einmal wach und aufmerksam, dann benimmt er sich eigentlich wie immer. Baltimore hingegen ist vom Kopf her noch fit, neugierig bis zur Selbstzerstörung und will nicht so recht begreifen, dass sein Körper dafür nicht mehr ganz so leistungsfähig ist wie früher. Er war immer ziemlich tollpatschig, aber inzwischen hat er häufig Probleme damit, relativ einfach Sprünge auf die Reihe zu bekommen oder das Gleichgewicht zu halten, wenn er dabei seine Hinterbeine belasten muss.

Auch den Tierarzt sehen wir immer häufiger. Die Zähne - vor allem der Coon-Brüder - werden nicht besser und so gab es die eine oder andere Zahnoperation in den letzten zwei Jahren. Außerdem ist Christies Leber nicht so fit und wir müssen regelmäßig die Werte überprüfen lassen, während Shandy in diesem Jahr schon zwei Blasenentzündungen hatte. Immerhin sind seine Nierenwerte, die Anfang des Jahres besorgniserregend waren, deutlich besser geworden (etwas, das laut unserem Tierarzt bei ihm in der Praxis noch nie passiert wäre Oo). Wir sind dankbar für diese kleinen positiven Nachrichten, denn es gibt noch genügend andere Dinge, die uns Sorgen machen können.

So hat Logan, der im Frühling immer ein paar Tage hat, in denen er nicht so viel frisst, inden letzten Wochen so wenig zu sich genommen, dass er zwischen zwei Tierarztbesuchen ein halbes Kilo abgenommen hat. Das ist grundsätzlich schon viel, aber bei einem eher schlanken älteren Kater besonders alarmiert. Eine Diagnose gab es bislang nicht, die Blutergebnisse ergaben allerdings, dass eine Entzündung vorlag - und die Nieren in den letzten Monaten schlechter geworden sind. Also gab es entzündungs- und schmerzstillende Mittel und wir sind in den letzten Tagen hinter dem Kater hergelaufen und haben ihm seine Lieblingsleckereien unter die Nase gehalten, um ihn zum Fressen zu animieren. An manchen Tagen hat es geklappt, an manchen nicht. Und da gestern wieder ein Tag war, an dem er nicht fressen wollte, befindet er sich jetzt gerade zur Beobachtung beim Tierarzt ...

Das Schlimme daran, alte Katzen zu haben, sind weniger die "normalen" Alterserscheinungen. Schlimm ist, dass von einem Moment auf den anderen alarmierende Symptome auftreten, die für eine dramatische Entwicklung stehen können. Das führt dazu, dass man alle paar Wochen aufgefordert wird, sich mit der Sterblichkeit der Katzen auseinanderzusetzen. Ich habe jetzt schon Angst vor dem Moment, an dem ich entscheiden soll, ob noch ein Therapieversuch unternommen wird oder nicht. Und obwohl ich kräftig fluche, wenn ich mal wieder eine von Shandys Pfützen aufwischen muss, wenn Baltimore mir mal wieder in seinem Ungeschick Schmerzen zufügt, Christie mir beim Schmusen Kratzer verpasst oder Logan uns mitten in der Nacht mit seinem Gesang weckt, so bin ich doch dankbar für die Zeit, die wir noch gemeinsam haben.


***

Und dann hat er uns die Entscheidung abgenommen ...


September 1999 - Mai 2015

Montag, 18. Mai 2015

Mary Roberts Rinehart: The Album (Hörbuch)

"The Album" wurde von Mary Roberts Rinehart schon im Jahr 1933 geschrieben - und schon damals galt die von ihr dargestellte Gesellschaft als altmodisches Überbleibsel einer vergangenen Zeit. Dass ihr Leben nicht so ganz normal ist, ist auch der Protagonistin Louisa Hall in den vergangenen Jahren immer wieder klar geworden. Sie lebt mit ihren 28 Jahren noch immer bei ihrer Mutter und ist ebenso im alltäglichen Trott verfangen wie die anderen vier Familien, die in der kleinen abgeschiedenen Sackgasse leben. Aufgrund der jahrelangen Vertrautheit miteinander, kennt man einander sehr gut und akzeptiert die Eigenheiten der Nachbarn kommentarlos.

Erst als ein Mord im Nachbarhaus geschieht und die Polizei anfängt zu ermitteln, wird Louisa bewusst, wie ungewöhnlich ihr Lebensstil ist und wie seltsam es ist, dass zum Beispiel die eine Nachbarin darauf besteht, dass absolut alles ständig abgeschlossen wird und sie die Schlüssel hütet, oder das Ehepaar in dem anderen Nachbarhaus seit über 20 Jahren nicht mehr miteinander geredet hat. Als dann noch Louisas ehemaliger Verlobter Jim Wellington sich verdächtig macht und ihr bewusst wird, wie wenig sie letztendlich über die Menschen weiß, mit denen sie aufgewachsen ist, versucht sie mehr über ihre Nachbarn herauszufinden.

Es ist sehr lange her, dass ich "Das Album" gelesen habe und ich mochte sowohl dieses, als auch "Die Wendeltreppe" von Mary Roberts Rinehart, das Buch, das ich danach gelesen hatte. Leider sind die deutschen Ausgaben nur noch gebraucht zu bekommen und als ich früher danach suchte, musste ich feststellen, dass auch die englischen Ausgaben zum Großteil vergriffen waren - und so habe ich damals nicht mehr Romane von der Autorin lesen können. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich vor kurzem mehrere Hörbücher mit ihren Titeln fand und da mir beim Anhören der Hörprobe die Sprecherin von "The Album" am Besten gefiel, habe ich da zugegriffen. 

Inhaltlich hat mir die Geschichte immer noch so gut gefallen wie beim ersten Lesen. Louisa ist vielleicht naiver als andere Frauen ihres Alters und hat sich jahrelang von ihrer Mutter kleinhalten lassen, aber da ihr Jims Verteidigung wirklich wichtig ist, entwickelt sie bei der Suche nach der Wahrheit (und somit auch dem Mörder) einen überraschenden Dickkopf. So tauscht sie sich immer wieder mit dem Kriminologen Herbert Dean aus, der ebenfalls von Jims Unschuld überzeugt ist, und teilt ihr Wissen über die Gewohnheiten und Hintergründe der Nachbarn mit ihm. Aber auch ihre Nachbarn kommen immer wieder auf Louisa zu, um ihr ihr Herz auszuschütten und ihre Erlebnisse mit einer "neutralen" Partei zu teilen.

Ich mag es, wie sich die Geschichte entwickelt. Es kommt zu überraschend vielen Todesfällen, es gibt einen Haufen Leute, die theoretisch einen Grund für die verschiedene kriminelle Taten hätten haben können - und doch scheint keiner der Verdächtigen wirklich für all die Verbrechen in Frage zu kommen. Es gibt immer wieder den einen oder anderen Punkt, der darauf hinweist, dass eine Person vielleicht doch - mehr oder weniger - unschuldig ist oder vielleicht gar nicht erst für eine Tat verurteilt werden kann, wenn sie sie denn überhaupt begangen hat. Dabei bleibt man die ganze Zeit in Louisas Perspektive und erfährt erst nach und nach von den verschiedenen (vergangenen und aktuellen) Ereignissen und kann sich so seine Gedanken zu dem Gehörten machen.

Allerdings hat mir die Sprecherin Lucy Scott nicht ganz so gut gefallen. Bei der Hörprobe kam vor allem ihre Stimme als Erzählerin (also Louisa), die im Nachhinein von den Ereignissen berichtet, zu tragen und da fand ich die Stimme angenehm und gut verständlich. Aber an den Stellen, an denen sie Dialoge spricht, hat mich Lucy Scott häufig geärgert. Nicht nur, dass ihre Interpretation stellenweise schlecht verständlich war (gerade wenn es um die Dienstboten geht, verwendet die Autorin immer mal wieder Dialekt), sie hat auch nicht zu den Figuren gepasst. Obwohl Louisa eine eher zurückhaltende Frau ist, habe ich sie im Roman immer als eine Person empfunden, die Haltung bewahrt und die aufgrund ihrer Erziehung und ihrer Umgebung Gefühle für sich behält. Bei Lucy Scott hingegen klingt Louisa in so gut wie jedem Gespräch während der ersten acht von über elf Stunden jämmerlich und kindlich - sie winselt regelrecht, wenn sie über die dramatischen Ereignisse redet, und das ist wirklich unangenehm zu hören. Ich verstehe nicht, warum an diesen Stellen überhaupt die Stimme verstellt werden musste, wenn Louisa doch in Dialogen problemlos genauso hätte klingen können wie als Erzählerin. Zum Glück hielten sich diese Passagen in Grenzen, aber es hat mich trotzdem geärgert.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Ava Stone: A Scandalous Past (Scandalous 4)

Vor ein paar Wochen habe ich noch steif und fest behauptet, dass ich gerade keine Lust auf historische Liebesromane habe - und nun lese ich einen nach dem anderen und finde die Geschichten wunderbar erholsam. Nachdem ich die fünf Julia-Quinn-Romane, die noch auf meinem SuB lagen, in den letzten Tagen gelesen habe, habe ich beim Stöbern durch meine eBooks am vergangenen Wochenende eine Sammlung von neun (ungekürzten) Historicals entdeckt und den ersten Roman davon direkt am Sonntag gelesen.

"A Scandalous Past" von Ava Stone ist der vierte Band einer ganzen Reihe mit "Scandalous"-Titeln, aber ich hatte keine Probleme in die Geschichte reinzukommen. Protagonistin dieser Geschichte ist Cordelia (Cordie) Avery, deren beste Freundin Olivia vor kurzem einen Wüstling geheiratet hat, nachdem die beiden in einer verfänglichen Situation ertappt wurden. Da Olivia eindeutig sehr glücklich mit der Wahl ihres Ehemanns ist, auch wenn die Gesellschaft sie seit ihrer Heirat nicht gerade höflich behandelt, überlegt Cordie, ob ein (gezähmter) Wüstling nicht auch für sie der geeignete Ehemann sein könnte. Die junge Frau hat in den vergangenen drei Jahren mehrere Heiratsanträge bekommen, aber da diese von Mitgiftjägern, von deutlich älteren Herren oder sehr dominanten Männern kamen, hat Cordelia bislang jeden Antrag abgelehnt. Dabei möchte sie nichts mehr als endlich heiraten und so ihrer despotischen (und sie regelmäßig schlagenden) Mutter entkommen. Doch ihr ist bewusst. dass sie gut wählen muss, um das eine "Gefängnis" nicht gegen das andere zu tauschen.

Cordelias Gegenstück ist Brendan Reese, der Earl of Clayworth. Brendan ist seit sieben Jahren verwitwet und denkt nicht daran sich wieder zu verheiraten. Seine Ehe war nicht sehr glücklich und seitdem seine Frau Miranda gestorben ist, konzentriert er sich darauf, sich um seine kleine Schwester und den illegalen Sohn seiner älteren Schwester zu kümmern. Außerdem hat ihm seine Frau Miranda vor ihrem Tod anvertraut, dass sie in den Sachen seiner verstorbenen Mutter verfängliche Briefe gefunden hat, die die gesamte Familie ruinieren können - und so jagt er seit Jahren diesen Briefen hinterher, ohne einen Hinweis zu haben, wo sie sein könnten.

Bei einem Ball lernen sich die Cordie und Brendan kennen - und als Brendan erfährt, dass Cordelias ältere Schwester die beste Freundin von Miranda war, bemüht er sich um die junge Frau, um so Zutritt zu ihrem Haus zu bekommen, in dem eventuell die verfänglichen Briefe sein könnten. Gleichzeitig trifft Cordie bei diesem Ball auf den stadtbekannten Wüstling Lord Haversham, der sehr an ihr interessiert zu sein scheint, und somit von ihr als potenzieller Ehekandidat in Betracht gezogen wird.

Ich muss gestehen, dass ich die Grundidee sehr nett fand. Cordie konzentriert sich die ganze Zeit darauf Lord Haversham näher kennenzulernen und Brendan möchte nur irgendwie die Briefe seiner Mutter wieder in seinen Besitz bringen. So benutzten sich die beiden gegenseitig und lernen sich dadurch natürlich so gut kennen, dass sie sich verlieben. Cordelias Besessenheit einen Wüstling zu heiraten, weil sie denkt, dass nur so ein Mann ihr die von ihr gesuchte Freiheit gewähren kann, ist zwar etwas extrem, aber ich glaube, wenn ich mit der Mutter unter einem Dach leben würde, wären meine Gedankengänge auch nicht besonders logisch.

Mir ist beim Lesen der Geschichte mal wieder aufgefallen, dass ich die Nebenfiguren besonders reizvoll fand. Lady Staveley, die sich sehr engagiert in die Angelegenheiten ihrer Freunde einmischt, während ihr Mann eine (für Außenstehende) erstaunlich gelassene und distanzierte Haltung zu ihren Aktionen einnimmt, und natürlich Lady Astwick die obligatorische gefürchtete ältere Dame, die in der Gesellschaft den Ton angibt, und Lord Haversham, dessen Bekehrung mir etwas zu schnell ging, auch wenn zum Glück bis zum Ende etwas von seiner skrupellosen Seite durchschimmert. Doch, das war nett und genau passend für einen erholsamen Sonntag.

Sonntag, 10. Mai 2015

Mary Roberts Rinehart: The Circular Staircase

Nachdem ich gerade ein Mary-Roberts-Rinehart-Hörbuch ("The Album") höre, habe ich in den letzten Tagen ein paar Sachen für die dazugehörige Rezension recherchiert und dabei festgestellt, dass es so einige Titel von der Autorin bei Gutenberg.org zu finden gibt. Die Gelegenheit habe ich dann gleich genutzt, um mir "The Circular Staircase" zu besorgen. Um mit diesem vertrauten Titel auszuprobieren wie gut ich mit der Sprache und der Erzählweise zurechtkomme, wenn ich die Geschichten im Original lese. Sowohl "The Album" als auch "The Circular Staircase" kenne ich übrigens schon auf Deutsch, so dass ich im Zweifelsfall durch mein Vorwissen eventuelle Verständnislücken hätte überbrücken können - was aber zum Glück nicht nötig war. Dafür habe ich den Roman wieder sehr genossen und fand es dieses Mal auch sehr faszinierend, wie unterschiedlich die beiden Geschichten von der Autorin angelegt wurden, obwohl die chronologische Erzählweise und die Perspektiven der Hauptfiguren sehr ähnlich sind.

Erzählt wird die Handlung in "The Circular Staircase" von Miss Rachel Innes. Wie alt die Dame ist, wird nicht ausdrücklich gesagt, aber sie merkt an, dass ihr Dienstmädchen Liddy behauptet um die 40 Jahre alt zu sein - und dass das lachhaft wäre, denn das Mädchen müsste mindestens so alt wie sie selber sein. Vor einigen Jahren starb Rachels Bruder und hinterließ ihr zwei Kinder (Gertrude und Halsey), die sie liebevoll aufzog. Inzwischen sind die beiden alt genug, um das Erbe ihrer Mutter anzutreten und ihr eigenes Leben zu führen. Trotzdem verbringen die beiden gemeinsam mit Rachel einige Zeit in dem (von der Familie Armstrong) gemieteten Sommerhaus auf dem Land, während Rachels Stadthaus renoviert wird.

Doch schon in den ersten Nächten im Sommerhaus gibt es einige ungewöhnliche Vorkommnisse und als dann noch der junge Mister Arnold Armstrong erschossen wird, während zur selben Zeit Halsey und sein Freund Jack Bailey verschwinden, steht endgültig fest, dass Rachels Zöglinge in mysteriöse Ereignisse verwickelt sind. Ich muss gestehen, dass der Fall deutlich schneller gelöst hätte werden können, wenn Halsey und Gertrude und ihre Freunde nicht alle Geheimnisse gehabt hätten, die sie weder der Polizie noch Rachel anvertrauen wollten, aber das macht die Geschichte in meinen Augen nicht schlechter.

Rachel erzählt die Handlung Tag für Tag, so wie sie geschehen ist und mit dem Wissensstand, den sie zu dem jeweiligen Zeitpunkt hat - auch wenn sie hin und wieder andeutet, dass etwas anders gelaufen wäre, wenn sie damals schon über einige Dinge Bescheid gewusst hätte. Ich mag ihre Perspektive, ihr praktisches Wesen und die Kabbeleien mit ihrem - deutlich fantastiebegabteren - Dienstmädchen, das gern mal den ganzen Haushalt in Aufruhr bringt, weil es steif und fest behauptet, dass ein Geist für all die Vorkommnisse verantwortlich sein muss. Ich mag auch den Kriminalfall, der trotz des einen oder anderen Toten eigentlich recht gemütlich erzählt wird, und vor allem von einer Atmosphäre des Misstrauens lebt und davon, dass jeder Beteiligte sein eigenes Süppchen kochte, während Rachel im Dunklen tappt, obwohl sie sich regelmäßig mit dem Polizisten Jamieson austauscht.

Laut dem englischen Wikipedia-Eintrag wird Mary Roberts Rinehart wohl häufig mit Agatha Christie verglichen. Aber mal abgesehen davon, dass Mary Roberts Rinehart deutlich früher ihre Bücher veröffentlichte, finde ich, dass die Atmosphäre und die Herangehensweise an eine Geschichte bei den beiden Autorinnen sehr unterschiedlich ist. Mich erinnert sie aufgrund der beschriebenen Gesellschaftsschicht und der Art und Weise, in der die Kriminalfälle konstruiert wurden, eher an die Kelling-Reihe von Charlotte MacLeod. Wobei es wohl eher so ist, dass Charlotte MacLeod an Mary Roberts Rinehart erinnert, denn die Kelling-Serie wurde gut 70 Jahre nach "The Circular Staircase" verfasst. Wie auch immer, ich mag diesen Stil, ich mag dieses "Neuengland-Gefühl" und die Figur der (ältlichen) Jungfer [*] und werde - nachdem ich nun weiß, dass das mit dem Englisch klappt - bestimmt noch einige weitere Romane der Autorin lesen.

[*Verflixt! Nachdem ich in letzter Zeit so viel auf Englisch gelesen habe, fällt mir die passende Übersetzung für "spinster" nicht mehr ein. Ich suche den Begriff für eine unverheiratete Frau, von der die Gesellschaft ausgeht, dass sie aufgrund ihres "Alters" auch nicht mehr heiraten wird.]

Mittwoch, 6. Mai 2015

[Kurz und knapp] Julia Spencer-Fleming: Die rote Spur des Zorns

"Die rote Spur des Zorns" von Julia Spencer-Fleming war eine spontane Bibliotheksausleihe, die deshalb in die Tasche gewandert ist, weil mich die Kombination "Hubschrauberpilotin" und "Pastorin" spontan angemacht hat und mich über den Rest der Inhaltsangabe hinwegsehen ließ. Da mir schon der Rückentext verraten hat, dass ich es hier mit dem zweiten Fall von Clare Fergusson zu tun habe, hatte ich im Regal noch nach dem ersten Band geschaut, hatte aber kein Glück gehabt.

Inhalt laut Klappentext:
Es ist Sommer in der kleinen Stadt Miller's Kill im Norden des Staates New York. Clare Fergusson, die couragierte Pastorin und Ex-Helikopterpilotin, fühlt sich zu dem raubeinigen Sheriff Rus Van Alstyne hingezogen. Aber ein neues Verbrechen lässt keine Zeit für zarte Bande. Ein Arzt und mehrere andere Männer wurden brutal zusammengeschlagen und dann grausam ermordet. Sind es Verbrechen aus Hass oder ist es kalte Berechnung? Russ möchte Clare aus dem Fall heraushalten, doch das geht gegen Clares Temperament. Sie lässt sich nicht beirren und ermittelt auf eigene Faust.
Zum Glück war die Liebesgeschichte nicht so präsent, wie es der Klappentext einem weismachen will. Clare und Russ fühlen sich zwar zueinander hingezogen, aber da er (eigentlich glücklich) verheiratet ist und sie sich als neue Pastorin der Gemeinde nicht gerade mit dem erstbesten Mann einlassen kann, verhalten sich die beiden da angenehm vernünftig. Trotz einer stellenweise etwas überzogenen Impulsivität fand ich Clare angenehm sympathisch und normal und auch Russ ist ein ganz angenehmer Buchcharakter.

Der Fall beginnt damit, dass der (schwule) Gerichtsmediziner des Ortes in einen Autounfall verwickelt und zusammengeschlagen wird. Als kurz darauf ein (nicht geouteter, aber ebenfalls schwuler) Videothekbetreiber in seinem Laden schwer verletzt wird, scheint die Motivation der Täter auf der Hand zu liegen. Aber da man als Leser die Überfallszenen mitbekommt, steht schon früh fest, dass da mehr vor sich geht. Ich persönlich fand den Fall in seinen groben Zügen vorhersehbar, konnte aber genügend kleine Elemente beim Lesen mitnehmen, die ihn für mich immer noch unterhaltsam gemacht haben. Dieser Roman hat mich jetzt nicht so sehr überzeugt, dass ich die Reihe aktiv verfolgen müsste, aber wenn mir in der Bibliothek ein weiterer Band in die Finger fällt, während ich mal wieder Lust auf einen Kriminalroman habe, der modern, aber nicht zu blutig ist, dann werde ich wohl zugreifen.

Montag, 4. Mai 2015

Patricia Highsmith: Trautes Heim (Hörbuch)

Mit "Trautes Heim" wurden vom Diogenes Verlag vier Kurzgeschichten von Patrica Highsmith in einem Hörbuch veröffentlicht. Gesprochen werden die Geschichten alle von Franziska Pigulla, die ihre Arbeit insgesamt sehr gut macht. Die Titelgeschichte "Trautes Heim" handelt von Olivia Amory, die ihrem Mann versprochen hat, dass sie ihrer Ehe noch eine Chance geben will und deshalb ihren Geliebten drei Monate nicht kontaktieren wird. Doch die Trennung scheint ihr so sehr aufs Gemüt zu schlagen, dass sie seitdem zu Unfällen neigt - zumindest gewinnt ihr Mann diesen Eindruck.

"Die Schildkröte" wird aus der Perspektive des elfjährigen Victors erzählt, dessen recht dominante Mutter als Illustratorin ihr Geld verdient. Sehr glücklich ist der Junge mit seiner Mutter nicht, scheint sie doch vollkommen zu ignorieren, dass er älter wird und nicht mehr wie ein Kleinkind behandelt werden sollte - und sei es nur, damit ihn die gleichaltrigen Nachbarsjungen nicht immer hänseln.

Clive, die Hauptfigur aus "Woodrow Wilsons Krawatte", würde sich hingegen definitiv nicht hänseln lassen. Der junge Mann verdient sein Geld als Lieferbote für einen Händler, trifft sich abends mit seinen Kumpels in der Kneipe und besucht in seiner Freizeit mit großem Vergnügen die Verbrecherabteilung des örtlichen Wachsfigurenkabinett. Dort findet er auch Inspiration für eine Tat, die ihn eigentlich berühmt machen sollte.

In "Ein seltsamer Selbstmord" ergibt es sich, dass Dr. Steven McCullough nach langer Zeit Roger Rane wiedersieht. Roger ist der Mann, der vor 15 Jahren Stevens große Liebe geheiratet hatte, nachdem er die Frau anlog und behauptete Steven würde sie betrügen. Dieses Verhalten hat ihm der Arzt bis heute nicht verziehen und so denkt er auf der Fahrt zu Rogers Wohnort darüber nach, wie man wohl vorgehen müsste, um einen Mord zu begehen, bei dem man nicht überführt werden kann.

Jede einzelne dieser vier Geschichten ist wunderbar bitterböse von Patricia Highsmith konzipiert worden und ich habe mich sehr gut mit den verschiedenen Figuren und den jeweiligen Mordfällen unterhalten. Allerdings muss ich auch zugeben - und das ist meinem Gefühl nach der Tatsache geschuldet, dass ich die Kurzgeschichten gehört habe und da nicht ganz so intensiv dabei war wie beim Lesen -, dass ich nach ein paar Tagen schon gut überlegen musste, welche Geschichten bei diesem Hörbuch dabei waren und welche Figuren aus welchen Gründen wie handelten. Dabei sind die jeweiligen Inhalte und Charaktere vollkommen verschieden und eigentlich nicht zu verwechseln.

Auch die Sprecherin unterstreicht die Unterschiedlichkeit der Kurzgeschichten und verleiht jeder der unterschiedlichen Personen einen angenehm individuellen Ton. Einzig bei den Schweizer Polizisten, die in der letzen Geschichte vorkommen, kann mich Franziska Pigulla nicht ganz überzeugen. Der Akzent ist nicht ausgeprägt genug, um die beiden Herren auf Anhieb als Schweizer zu identifizierend, aber doch so weit vorhanden, dass ich ob der seltsamen Betonung und langsamen Sprechweise irritiert war.

Der einzige weitere Punkt, der mich gestört hat, war, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Geschichten zu abrupt waren. So brauchte ich manchmal einen Moment, um zu kapieren, dass die eine Episode zu Ende war und mir gerade schon der Titel der nächsten Geschichte vorgelesen wurde. Da hätte man von Seiten der Produktion ruhig etwas Mut zur Pause beweisen dürfen, um den ansonsten sehr atmosphärisch vorgetragenen Geschichten auch den nötigen Raum zum Ausklingen zugeben. Ach ja, insgesamt hatte das Hörbuch eine Gesamtdauer von 2 Stunden 16, was eine schöne Länge ist, um zwischendurch zur Abwechslung mal eine etwas andere Art Geschichte zu hören.

Sonntag, 3. Mai 2015

SuB-trahiert (5): April

Im Moment macht es mir richtig Spaß den SuB zu dezimieren, obwohl mich im März meine englischen Bücher doch noch etwas mehr gelockt haben als der deutsche Alt-SuB. Auch wenn ich fürchte, dass ich in absehbarer Zeit an einem Punkt angelangt sein werde, an dem ich nur noch Bücher im SuB habe, die mich nicht so sehr reizen, finde ich aktuell noch genügend Titel, bei denen ich mich frage, warum ich sie nicht früher (aus-)gelesen habe. Und die anderen werden nach einem gründlichen Anlesen eben einfach aussortiert ...

1. Chris Marten: Hydra

Obwohl ich Ende März/Anfang April eigentlich eine ausgeprägte Fantasy-Phase hatte (kein Wunder, nach all den Krimis zum Jahresanfang), habe ich doch als erstes beim SuB-trahieren zu "Hydra" gegriffen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann war das so eine Klappentextanschaffung, die mich dann doch nicht gleich zum Lesen verlockt hat. Und nach knapp 100 Seiten habe ich dann beschlossen, dass ich das Buch abbreche und aussortiere. Das Atmosphärischste an der Geschichte war die Anfangsszene (die einen Anschlag im Irak beschreibt), danach hüpfte die Handlung von Figur zu Figur und keine fand ich besonders reizvoll. Richtig schlimm fand ich hingegen, dass einige Charaktere mit einer - gefühlt endlosen - Nabelschau eingeführt wurden. Zum Teil fehlten bei den detaillierten "das wird sie gleich frühstücken und dabei schaut sie auf diese Pflanzen"-Beschreibungen nur die Grammangaben und der beiliegende Gartenplan, um die Bestandsaufnahme zu vervollständigen. Dazu diverse Zitate - sei es von Zsa Zsa Gabor, Friedrich Schiller, Anspielungen auf Kafka usw. -, die oft unpassend eingesetzt waren. Also nicht im falschen Zusammenhang, aber nicht gerade zu dem Charakter passend, der dieses Zitat gerade dachte. Das war mir alles einfach zu gewollt!


2. Karola Hagemann und Ilka Stitz: Jung stirbt, wen die Götter lieben

Eine Zeitlang habe ich in jeden Grafit-Titel, der mir in die Finger kam, einen Blick geworfen, weil mir das Verlagsprogramm grundsätzlich sehr zusagte. "Jung stirbt, wen die Götter lieben" ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit und wurde im April nach einem kurzen Anlesen von mir aussortiert. Erst einmal ist die Geschichte der zweite Teil rund um den jungen Römer Quintilianus, was zu - für mich unverständlichen - Anspielungen auf die vorhergehenden Ereignissen zu Beginn der Geschichte führte, dann wurde ich mit der Hauptfigur nicht warm (so ein Jammerlappen!) und dazu kam noch, dass ich gern einmal das Wort "Germane" ohne den Zusatz "blond" gelesen hätte. Mir zu viele Klischees auf den ersten Seiten eines Buchs, das in diesem Jahrtausend geschrieben wurde. (Und ja, ich war etwas ungnädig, nachdem ich mich am selben Tag schon über "Hydra" geärgert hatte.)


3. Thomas Thiemeyer: Nebra

Lustigerweise habe ich das Buch lange vor den "Chroniken der Weltensucher" angeschafft - und dann doch nie gelesen, obwohl ich die Jugendbücher des Autors unterhaltsam fand. Am Karfreitag gab es dann doch endlich mal einen Versuch mit diesem Roman, der prompt zum Abbruch führte. Den Prolog fand ich schlecht geschrieben (Beschreibungen, die ich eher peinlich als atmosphärisch fand, und unbeholfene Formulierungen, um die Namen der Beteiligten nicht nennen zu müssen), die ersten Seiten der aktuellen Handlung sorgten dafür, dass ich von der Protagonistin genervt war und das Gefühl hatte, dass der Autor Infodumping betrieb, damit der Leser das von ihm recherchierte (archäologische) Wissen auch irgendwie präsentiert bekommt. Dafür habe ich einfach keine Geduld aufbringen können.


4. Christoph Marzi: Lyra

Das Buch hatte ich bei Erscheinen vorgemerkt, weil ich mich von diversen Marzi-Fans hatte anstecken lassen. Wenig später musste ich feststellen, dass ein anderer Roman ("Heaven - Stadt der Feen") des Autors nicht meinen Geschmack getroffen hat. Zu viele blumige und übertriebene Beschreibungen, die bei mir jede aufkeimende Atmosphäre unter Endlos-Sätzen, Adjektiven und verqueren Vergleichen erstickten. Trotzdem wollte ich dem Autor noch eine zweite Chance gönnen, da ich die Grundidee von "Heaven" eigentlich nett fand, musste aber feststellen, dass gerade der Anfang von "Lyra" genau in diesem übertriebenen Stil geschrieben wurde, um das aktuelle Drama im Leben der Hauptfigur zu verdeutlichen. Tja, und dann habe ich mich dabei ertappt, dass ich sämtliche Satzteile, die das Ganze aufblähten, nur noch aus dem Text streichen wollte, und meinem Mann ständig Passagen vorlas, die mich ärgerten, und habe dann - zu seiner großen Erleichterung - beschlossen, dass ich meine Zeit mit einem anderen Buch verbringen sollte.


5. Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade

Und das ist das oben erwähnte "andere Buch", mit dem ich dann doch noch den Rest des Karfreitags (und Ostersamstag und -sonntag) verbracht habe. Nachdem ich den Heyne-Wettbewerb, dessen Gewinnerin Victoria Schlederer war, damals so gespannt verfolgt hatte, wollte ich den Siegertitel unbedingt lesen. Tja, und dann gab es zu viele Rezensionen auf einmal, in denen auch noch eine anspruchsvolle Schreibweise angemerkt wurde, und der Roman landete erst einmal auf dem SuB. Anspruchsvoll fand ich die Schreibweise beim Lesen nicht, insgesamt hat mir die Geschichte rund um Dejan, Lysander und Mirko gut gefallen. Ich mochte die Zeit, in der die Handlung spielt (1909), die Schauplätze (Prag/Wien), die Figuren und die Art und Weise wie die Autorin in eine "normale" Welt übernatürliche Elemente mischt. Aber ich habe die Geschichte recht distanziert wahrgenommen und hatte kein Problem das Buch zwischendurch ruhen zu lassen, um andere Dinge zu tun, weil ich emotional nicht gepackt wurde. (Mehr zu dem Buch gab es in meinem Lese-Tag-Post vom Ostersonntag.)

6. Siri Lindberg: Nachtlilien

Ich mochte die ersten Bücher (die "Kampf um Daresh"-Trilogie), die ich von Sylvia Englert/Katja Brandis/Siri Lindberg gelesen habe, sehr gern und halte seitdem immer wieder die Augen nach Romanen von der Autorin auf. Als sie also "Nachtlilien" veröffentlichte, wollte ich das Buch unbedingt lesen, obwohl ich etwas skeptisch war, da der Klappentext eine romantische Fantasygeschichte verspricht. Das war dann wohl auch der Grund, warum das Buch so lange auf dem SuB liegen blieb. Bei einem ersten Anlesen hat mich der Roman nicht so recht überzeugt, beim zweiten Versuch einige Tage später hatte ich immer noch keine Lust die Geschichte weiter zu verfolgen und somit wurde auch dieses Buch abgebrochen.


7. Brendan Halpin: I can see clearly now

"Song about you" von dem Autor hatte ich als "unterhaltsam" im Hinterkopf und ich mag diese Flower-Power-Cover irgendwie. Es hätte mich aber abschrecken sollen, dass ich ein paar Jahre nach dem Lesen absolut keine Erinnerungen mehr an den anderen Roman von Brendan Halpin hatte. Und so ist das Fazit zu "I can see clearly now" ganz simpel: Kann man lesen, muss man aber definitiv nicht! (Und es wäre schön mal ein Buch über Musik/Musiker/Musikliebhaber zu lesen, ohne dass ständig alle Drogen nehmen, Sex haben oder gern Sex hätten.)


8. Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)

Das Buch hatte ich vor Jahren schon mal angefangen, als ich mitten im Umzugs- und Renovierungsstress war - und das war eindeutig nicht die richtige Zeit für diesen umfangreichen Roman. Als ich damals dann noch über eine Figur stolperte, die ich nicht leiden konnte, hatte ich das Lesen erst einmal abgebrochen. Bei meinem zweiten Versuch im April kam ich dann doch relativ schnell wieder in die Geschichte rein und habe das Buch im Prinzip in einem Zug durchgelesen. "Tausendsturm" ist eine klassische High-Fantasy-Geschichte inklusive "Zitat aus einem kirchlich-historischem Werk zur Entstehung der Welt"-Prolog, einem Dieb mit großem Herzen, einem Krieger von zweifelhafter Herkunft und seinem charismatischen Bruder, der sich als verlorengegangener Thronerbe entpuppt. Da der Thron aber von einem Übergangskönig besetzt wird, der nicht bereit ist abzudanken, und die Brüder nicht gut miteinander auskommen, gibt es einiges an Konfliktpotenial, das auf die übliche Art und Weise genutzt wird. Der Roman hat sich gut lesen lassen, es gab ein paar atmosphärische Beschreibungen (z.B. von einer Eisenmine, in der ein brutaler Schläger über alle anderen Sklaven herrscht) und ein paar nette Ideen. Ich glaube nicht, dass ich die Reihe langfristig behalten werde, aber es war jetzt auch keine Zeitverschwendung den Band gelesen zu haben.


9. Michael Rothballer: Feuerzwinger (Das Vermächtnis der Schwerter 2)
10. Michael Rothballer: Götterschild (Das Vermächtnis der Schwerter 3)

Da ich gerade so schön in der Reihe drin war, habe ich gleich auch noch den zweiten und den dritten Band vom SuB befreit und gelesen. Große Qualitätsunterschiede habe ich bei den drei Teilen der Reihe nicht bemerkt - was immerhin auch bedeutet, dass der zweite Band jetzt nicht so viel schlechter war als die anderen, etwas, das man bei einer Trilogie ja nicht unbedingt erwarten darf. Es bleibt bei nett und unterhaltsam, auch wenn die Serie das Genre nicht gerade neu erfindet.