Montag, 22. Dezember 2014

Und wieder einmal Katzenfotos ...

Während ich fleißig durch die Gegend wusel, beschwert sich Shandy auf die übliche Weise über die Abweichung vom Alltag. *seufz* Die anderen drei Katzen hingegen nehmen den Lärm und die Unruhe mit typischer Gelassenheit und Christie "hilft" sogar, so gut sie kann, beim Nähen. ;)




Sonntag, 21. Dezember 2014

Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen: 4. Advent

 Am letzten Sonntag fand ich nur etwas Zeit für "The Spy Beneath the Mistletoe" von Shana Galen - wobei mir die Kurzgeschichte nicht so gut gefiel - und für ein paar Seiten in dem zweiten Mumins-Band, "Komet im Mumintal". Und auch in der Woche habe ich nicht so viel gelesen, auch wenn ich inzwischen mit "Marco Polos wunderbare Reisen" immerhin meine Sachbuch-Challenge abschließen konnte. Ein Hoch auf hübsche, unterhaltsame und nicht so dicke Kinder-Sachbücher! ;)

Stattdessen habe ich mich am Montag auf die Leiter geschwungen, den Kuhfuß in die Hand genommen und die Holzdecke attackiert. Danach waren wir dann etwa entsetzt vom Zustand der Decke und erweiterten unsere Baumarkt-Einkaufsliste um Gipskartonplatten und andere notwendige Dinge zum Anbringen und Verarbeiten der Platten. Damit war ich dann den Rest der Woche gut beschäftigt und werde auch Anfang der nächsten Woche noch etwas damit zu tun haben. Deshalb werde ich mir heute erst einmal vorlesen lassen, während ich auf der Leiter rumturne - ich habe noch eine Pater-Brown- und zwei Agatha-Christie-Geschichte auf dem Player. Bevor ich mich später gemütlich auf dem Sofa einrollen, die Arbeit vergessen verdrängen und ein paar Seiten lesen kann. Auf jeden Fall habe ich die Mumins schon in Couch-Reichweite gelegt und dann habe ich noch ein angefangenes eBook ("Whiskey and Water" von Elizabeth Bear), das ich gern mal weiterlesen würde, bevor ich vergesse, auf welcher Seite welcher Protagonist ist, welcher Gruppe er angehört und worum es überhaupt in der Handlung geht. ;)

Meine Blogrunde werde ich vermutlich erst später drehen - bis dahin wünsche ich euch schon mal einen schönen 4. Adventssonntag!

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Update 17:00 Uhr

Bislang habe ich ein paar Pater-Brown-Geschichten gehört, die ich sehr nett fand. So hat sich der Geistliche mit der Frage auseinandergesetzt, warum ein Mann, den er im Flur laufen hörte, mal gehen, mal schleichen, mal stapfen sollte. Aber auch mit einem mysteriösen Buch, das Menschen verschwinden lässt, oder mit einem Mord, der wohl von einem unsichtbaren Mann begangen wurde. Die Erzählweise ist schon etwas betulich, aber ich mag die immer mal wieder vorkommenden bildhaften Vergleich, das altmodische Verhalten der Personen und die Atmosphäre der Geschichten. Ich konnte mich gar nicht mehr an Details oder Erzählton erinnern, obwohl ich einige Pater-Brown-Geschichten als Jugendliche gelesen hatte, finde es aber nett, dass ich meine Erinnerung nun anhand dieses Hörbuchs auffrischen konnte.

Außerdem habe ich mit "Der Mord an Roger Ackroyd" von Agatha Christie angefangen und bin gerade erst - für die, die die Geschichte kennen - beim fliegenden Kürbis gelandet. :D Was bedeutet, dass ich den Ort, den Erzähler und die wichtigsten Personen kennengelernt habe - und mich so langsam wieder erinnere, warum welcher Mord von welchem Charakter begangen wurde. Charly Hubner wäre jetzt nicht mein Wunschsprecher gewesen, aber bislang finde ich seine Leistung okay.


Ich gönne mir jetzt erst einmal eine Pause zum Schokoladenkekse essen, kommentieren und ein paar Seiten lesen, danach geht es mit meinem Krimi auf den Ohren in die Endrunde und dann in die Küche zum Kochen. Ein Update wird es heute von mir bestimmt noch mal geben - dann erzähle ich auch ein bisschen mehr über die Mumins. ;)

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Update - irgendwann nach Mitternacht

Wo ist eigentlich mein Sonntag hin? ;) Nach dem letzten Update habe ich noch etwas gehandwerkelt, eine Gemüselasagne gekocht und gegessen, sehr viele Kommentare gelesen, beantwortet und geschrieben und ein bisschen in meinem Mumin-Buch gelesen. Ich hätte nie gedacht, dass so ein dünnes Buch je so lange reichen kann. ;)

Inzwischen haben Mumin und das kleine Tier mit dem Schnupferich einen neuen Reisegefährten gefunden. Der Schnupferich ist ein ganz schön kluger Kerl und erzählt viele Geschichten und bringt den beiden anderen neue Spiele bei. Und ein bisschen erzieht er auch das kleine Tier, das immer wieder ein bisschen zu gierig, zu ängstlich und zu selbstbezogen ist, obwohl es sich doch eigentlich wünscht, es könne sich um ein ganz besonderes Wesen kümmern. Außerdem gibt es da dieses Snorkfräulein mit dem Fußreif - und natürlich erfährt unsere kleine Reisegruppe immer mehr über den Kometen, der ihr Tal bedroht. :)

Für heute ist nun aber genug. Ich wünsche euch noch ein paar wunderbare Tage bis Weihnachten und melde mich zum Adventslesen noch einmal kurz an einem der Feiertage. :)

Freitag, 19. Dezember 2014

Anke Dörrzapf und Claudia Lieb: Marco Polos wunderbare Reisen

Nachdem ich gerade nicht so glücklich mit einem Roman war, der zum Teil in Tibet und China spielte und auch Bezug auf Marco Polo nahm, habe ich mir gedacht, ich sollte mich mal auf angenehme Weise mit dieser Region beschäftigen. Da passte es doch ganz gut, dass ich auch noch ein Buch für meine Sachbuch-Challenge lesen musste und dass "Marco Polos wunderbare Reisen" nicht ganz so umfangreich ist und somit stressfrei bis zum Jahresende bewältigt werden konnte. Geschrieben wurden die Texte von Anke Dörrzapf und die Illustrationen stammen aus der Feder von Claudia Lieb. Das Ganze ist ein Sachbuch für Kinder, was sich auch in der verwendeten Sprache niederschlägt. Trotzdem ist das Buch auch gut für Erwachsene zu lesen. Man merkt, dass es als "Familien(vorlese)buch" geschrieben wurde.

Zu Beginn begegnet man Marco Polo im Gefängnis von Genua, wo er nach einer verlorenen Schlacht zwischen Venedig und Genua gelandet ist. Dort trifft er auf den Autor Rustichello, der schon seit 16 Jahren in diesem Gefängnis eingesperrt ist und der Marco Polo nach seinen Abenteuern fragt. So kommt es, dass der Reisende dem Mitgefangenen seine Geschichte erzählt - beginnend bei seiner Kindheit und der Tatsache, dass er seinen Vater erst kennenlernte, als er schon 15 Jahre alt war. Denn dieser war in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Marcos Onkel durch den Osten gereist und hatte nicht nur viele Länder entdeckt, die nur von wenigen venezianischen Händler bereist wurden, sondern hatte auch die Bekanntschaft des Kublai Khan gemacht.

Natürlich bekommt man als Leser Marco Polos Reise nach China nur in ausgewählten Szenen erzählt, aber ich fand den Text stimmungsvoll und faszinierend. Mal wird von den seekranken Reisenden bei der Abreise aus Venedig erzählt, mal von den Gefahren in der Wüste oder den ganzen fremdartigen Eindrücken, die der venezianische Teenager (Marco Polo war zu Beginn der Reise, die er mit seinem Vater und seinem Onkel unternahm, gerade mal 17 Jahre alt) aufnimmt. Und wie es sich für reisende Händler gehört, dreht sich auch ein Teil der Texte um die Bemühungen des Vaters und des Onkels, sich einen Überblick über die jeweiligen örtlichen Preise zu verschaffen oder günstig an Kostbarkeiten zu gelangen, die sich in die Kleidung einnähen lassen. Auch von Räubern und Politik ist die Rede, denn beide Elementen haben natürlich einen großen Einfluss auf den Verlauf der Reise.

Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit der Zeit, die Marco Polo für Kublai Khan gearbeitet hat, in dessen Auftrag er dann ganz China bereiste. Abschließend wird noch erklärt, aus welchen Gründen wohl das Gerücht aufkam, dass Marco Polo diese lange Zeit im Osten gar nicht erlebt habe. So gibt es in seinen Reisebeschreibungen keine Erwähnung der Chinesischen Mauer oder anderer Elemente, die andere (touristische) Reisende als bemerkenswert erwähnt haben. Die Autorin hingegen betont, dass Marco Polos Bericht wie ein Ratgeber für Kaufleute geschrieben wurde. So zählt er auf, in welchen Ländern welche Produkte verkauft werden und wie man vor Ort Handel betreibt. Außerdem wird betont, dass Marco Polos Originalschrift schon lange verschollen ist und dass jeder, der das Buch übersetzt oder kopiert hat, Passagen auslassen oder ausschmücken konnte.

Ergänzt werden die Passagen um Marco Polos Reise durch kleine informative Einschübe, die im Text verwendete Begriffe oder andere Details näher erklären. Das alles ist kindgerecht gehalten, unterhaltsam und stört den Lesefluss nicht, wenn man sich erst einmal nur auf die Erlebnisse des Reisenden konzentrieren möchte. Außerdem ist jede Seite reichlich bebildert - viele Darstellungen nehmen die Hälfte des vorhandenen Platzes ein - und mir haben die Illustrationen gut gefallen. Dezente Farben, reduzierte, stellenweise recht grafische Formen und sehr atmosphärische Darstellungen zeigen Szenen, Landschaften und Orte, wie sie Marco Polo auf seinen Reisen gesehen haben könnte. Besonders stimmungsvoll fand ich zum Beispiel eine Doppelseite, bei der die obere Hälfte nur einen Gebirgszug in verschiedenen Blau- und Violetttönen zeigte, was einfach toll aussah.

Ich fand es wirklich angenehm, in den letzten Tagen abends das Buch zur Hand zu nehmen, die Bilder zu betrachten und ein paar Passagen über Marco Polos Reisen zu lesen. Das Buch ist zu dünn, um wirklich ausführlich auf die Reisen des Venezianers einzugehen, aber ich hatte das Gefühl, ich bekäme einen guten Überblick und interessante Informationen vermittelt. Zudem hat mich der Text immer wieder dazu veranlasst, innezuhalten und mir zu überlegen, wie es wohl für diesen Mann gewesen sein muss, von Jugend an immer auf Reisen zu sein, ständig neue Eindrücke zu gewinnen und - trotz der langen Zeit im Dienst des Khans - kein Zuhause zu haben.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Arianas Hörbuch-Challenge 2015

Da mir die Hörbuch-Challenge in den vergangenen Monaten viel Spaß gemacht hat und Ariana die Challenge auch für 2015 wieder anbietet, gibt es auch im kommendem Jahr wieder viele Hörbuchrezensionen von mir auf diesem Blog.

Um es mir einfach zu machen, zitiere ich hier die Regeln, die Ariana in ihrem Ankündigungsbeitrag aufgelistet hat.:

Hier sind also die alten/neuen Regeln zur Challenge:

  • Die Challenge läuft vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2015.
  • Im Challenge-Zeitraum sollen mindestens 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden. Wie ihr euch das einteilt, bleibt euch überlassen. Ideal wäre es, wenn ihr bis zur Jahresmitte 5 Hörbücher schafft, dann kommt ihr zum Jahresende nicht zu sehr in Stress. ;-)
  • Jeder Teilnehmer erstellt auf seinem Blog eine Challenge-Seite, auf der die eigenen Fortschritte festgehalten werden. Den Link zu eurer Übersichtsseite teilt ihr mir bitte mit, damit ich eure Seite auf meiner Übersichtsseite zur Challenge verlinken kann. Dort verlinke ich auch gern eure Rezensionen zu den einzelnen Hörbüchern. 
  • Anmeldung zur Challenge ist jederzeit möglich (per Kommentar zu diesem Post oder auf meiner Übersichtsseite zur Challenge), gewertet werden können aber nur die Hörbücher, die ab dem Zeitpunkt der Anmeldung gehört/rezensiert werden.
  • Wenn ihr an meiner Challenge teilnehmt, dürft ihr euch das Logo natürlich gern für eure eigenen Challenge-Seiten mitnehmen. 

Ergänzungen: 

  • Zu den Hörbüchern zählen im Rahmen dieser Challenge auch Hörspiele - vorausgesetzt, sie basieren auf einem Buch und sind nicht als reine Hörspiele konzipiert.
  • Und natürlich dürfen auch Hörbücher, die ihr früher schon einmal gehört habt, für die Challenge gezählt werden – vorausgesetzt, ihr hört sie im Challenge-Zeitraum noch einmal und schreibt nicht eine Rezension aus der Erinnerung an das Hören vor fünf Jahren. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Wiederhören auch ein tolles Erlebnis ist – vielleicht entdeckt man da sogar ganz neue Seiten an einem Lieblingshörbuch.
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Wer also ebenfalls Lust auf die Challenge haben sollte, kann jederzeit zu Arianas Blog hüpfen und daran teilnehmen! Ich freue mich schon auf den erneuten Austausch über Hörbücher und Sprecher - und irgendwie auch auf all die Empfehlungen, die ich durch die Challenge wieder mitnehmen werde. ;)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

[Kulinarisches] Wirsing-Rouladen mit Reis-Paprika-Füllung

In den letzten Wochen gab es bei all den stressigen Tagen abends doch immer eher simple und wenig zeitaufwändige Gerichte. Trotz Renovierungs- und "ich will noch so viel vor Weihnachten schaffen"-Chaos wollte ich das mal wieder ändern und ein bisschen aufmerksamer kochen, während mein Mann Urlaub hat. Simpel sind diese Wirsing-Rouladen auch, aber dafür brauchen sie schon ein bisschen Zeit bei der Zubereitung.

Zutaten für 8 Rouladen (oder zwei hungrige Personen)

8 große Wirsingblätter in gutem Zustand (also nicht die Blätter ganz außen, die haben regelmäßig kleine Löcher)
250 g Reis
1-2 Paprikaschoten
etwas Öl zum Dünsten
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika-Pulver
ca. 300 ml Sahne
(8 Zahnstocher)


Zubereitung:

Bei den Wirsingblättern den mittleren dicken Strunk mit einem scharfen Messer an der Außenseite so weit wegschneiden, dass er nicht mehr viel dicker als das Blatt ist. Dann die Blätter kurz in einem großen Topf in köchelndes Wasser legen, bis sie so weich sind, dass man sie später gut rollen kann. Ich mache das einzeln, damit mir nicht ein Teil zu gar wird, während die oberen noch zu knackig sind. Die Wirsingblätter dann in einem Sieb abtropfen lassen. Dann den Reis in Salzwasser garen, parallel dazu die Paprika säubern, in kleine Stücke schneiden und mit ein bisschen Öl in einer Pfanne andünsten.

Danach den fertig gekochten Reis mit der Paprika mischen und das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und dem Rosenpaprika-Pulver würzen. Die Masse sollte auf jeden Fall überwürzt schmecken, da der Wirsing ja ungewürzt ist. Dann die Wirsingblätter mit der Reis-Paprika-Mischung füllen - je nach Blattgröße nehme ich da 3-4 Esslöffel pro Blatt, schlage dann die Seiten über der Füllung zusammen und rolle das Ganze vom Stiel her auf, bis eine Roulade entstanden ist, und fixiere dann das Ende des Wirsingblatts mit einem Zahnstocher.

Als Nächstes werden die Wirsingrouladen in die nun leere Pfanne gelegt und mit Sahne angegossen, bis die Rouladen zu einem Viertel bis Drittel in der Sahne liegen. Dann kommt ein Deckel auf das Ganze und die Pfanne wird erhitzt, bis die Sahne leicht köchelt. Hier etwas aufpassen, dass die Hitze wirklich so niedrig ist, dass die Sahne nicht zu sehr hochkocht. Die Wirsingrouladen sollen insgesamt 20 Minuten in der Sahne gar ziehen, die Rouladen nach der Hälfte der Zeit wenden, damit sie von beiden Seiten gleichmäßig garen. In dieser Zeit kocht die Sahne deutlich ein, bekommt ein paar Aromen von dem Wirsing und den Gewürzen ab und ergibt so am Ende eine leckere Sauce für das Essen.

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Wer sich nun fragt, was mit dem Rest Wirsing gemacht werden könnte: Mein Vorschlag wäre ein Wirsing-Risotto. Einfach ein klassisches Risotto ansetzen und nach dem Angießen der letzten Kelle Brühe kleingeschnittenen Wirsing (und einen Hauch Muskatnuss) unterrühren und mit dem Risotto fertig garen.

Oder man macht ein Resteessen - das gab es am Montag bei uns. Dafür habe ich die restlichen 2 Paprika und den übrigen Wirsing kleingeschnitten und in der Pfanne angebraten, dazu gab es den Rest eines angefangenen Frischkäses (den ich auf Brot nicht so mochte und der langsam mal aufgebraucht werden sollte) und einen Schuss Brühe, damit es nicht so trocken wird. Das Ganze habe ich dann mit Harissa, Salz und Pfeffer scharf abgeschmeckt und am Ende mit ein paar frisch gekochten Nudeln gemischt.

Montag, 15. Dezember 2014

[Blogparade] Zum Jahresende 2014 ...

... von Katrin von den BuchSaiten.

Wer ebenfalls Interesse an der Blogparade hat, findet HIER die Fragen und eine Möglichkeit, seinen Blogbeitrag bei Katrin zu registrieren. 

Wie schon in den letzten Jahren bin ich relativ früh mit dem Beantworten der Fragen. Aber ich habe diese Blogparade gern aus dem Kopf, bevor die Feiertage beginnen, sonst denke ich doch immer wieder darüber nach, ob ich nicht doch noch ein schöneres Cover, einen anderen Autor oder sowieso etwas ganz anderes erwähnen sollte.


Wie immer habe ich zum Beantworten der Fragen meine Leselisten gewälzt, trotzdem fand ich es wieder verflixt schwierig - und beschränke mich deshalb bei den Antworten nur selten auf einen einzigen Titel. ;)

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Ich hatte einige Rezensionen zu "Bienensterben" von Lisa O'Donnell gelesen, bevor ich das Buch in der Bibliothek vorgemerkt hatte. Von mir aus lese ich eigentlich keine Romane (mehr), in denen Kinder - aus welchem Grund auch immer - von ihren Eltern verlassen werden, außerdem hatte ich sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Titel gesehen. Deshalb waren meine Erwartungen nicht so hoch, als ich mit dem Buch anfing, aber nach der letzten Seite blieb mir nur noch dieses Fazit, um mal meine eigene Rezension zu zitieren:
"Auch wenn es mir etwas merkwürdig vorkommt ein Buch, in dem es um Vernachlässigung von Kindern, Tod, Misshandlung, Alkohol- und Drogenmissbrauch geht, als "schön" zu bezeichnen, so hat mir "Bienensterben" wirklich sehr gut gefallen. Dieser Roman verfügt über individuelle und faszinierende Protagonisten, eine tolle Erzählweise und eine Handlung, die mich - zum Teil gerade wegen diverser skurril wirkender Entwicklungen - sehr gepackt hat."
Ein Titel, mit dem ich keine Erwartungen verknüpft hatte, war "Der Trümmermörder" von Cay Rademacher. Das Buch ist bei irgendeiner Aktion auf meinen eReader gehüpft und dann hatte ich es ganz vergessen, bis ich während der "7 Days - 7 Books" im April auf der Suche nach einem Krimi war, den ich zur Abwechslung lesen konnte. Ich habe den Roman dann an einem Tag durchgelesen und fand vor allem die Atmosphäre und die Darstellung der Nachkriegszeit wirklich gut gemacht. HIER hatte ich etwas mehr dazu geschrieben.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Bei dieser Frage ist mir ausnahmsweise sofort ein Buch eingefallen, nämlich "Wunder muss man selber machen" von Sina Trinkwalder. So toll ich es finde, dass die Frau ein funktionierendes industrielles, ökologisches und soziales Textilunternehmen auf die Beine gestellt hat, so wenig informativ fand ich das Buch, das sie darüber geschrieben hat. Nähere Details kann man in meiner Rezension zu dem Titel nachlesen.

Auch bei "Die Listensammlerin" von Lena Gorelik hatte ich Erwartungen, die der Roman nicht ganz erfüllen konnte. Dabei hat mir die eine Hälfte der Geschichte (die Passagen, die von Grischa erzählen) gut gefallen, aber bei den anderen Kapiteln hatte ich große Probleme mit der Protagonistin, und insgesamt hatte ich - aus welchen Gründen auch immer - erwartet, dass der Roman einen größeren und länger anhaltenden Eindruck bei mir hinterlassen würde. HIER geht es zu meiner Rezension.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Robert Galbraith - und ja, mir ist bewusst, dass es sich dabei um J.K. Rowling handelt, aber ich hatte nicht erwartet, dass die Autorin in der Lage wäre, einen Krimi zu schreiben, der mir so gut gefallen würde. Ich hatte zu "The Cuckoo's Calling" nur einen Leseeindruck geschrieben, aber den relevanten Teil möchte ich hier gern zitieren:
"... ich habe den solide geschriebenen Kriminalroman wirklich genossen. Genau genommen habe ich kaum etwas gefunden, worüber ich mich hätte aufregen können und das ist inzwischen wirklich eine Seltenheit, wenn ich Kriminalromane lese. ;)
J.K. Rolling hat es geschafft, mit "The Cuckoo's Calling" einen interessanten Fall mit überraschend realistisch wirkenden Figuren und einem sympathischen Protagonisten zu erzählen. Ich mochte ihren Umgang mit den verschiedenen Charakteren wirklich, niemand ist einfach nur gut oder böse, sie alle haben ihre Ecken und Kanten, und selbst mit der unsympathischsten Figuren gibt es Momente, die sie menschlicher wirken lassen. Die Handlung selbst wird sehr ruhig erzählt. Der Detektiv Cormoran Strike nähert sich dem vermeintlichen Selbstmord des Models Lula sehr systematisch und interviewt einen Zeugen nach dem anderen. So bekommt man Lula, ihren letzten Tag und ihr Umfeld aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben und kann sich seine eigenen Gedanken zu den Motiven der Charaktere und zu ihrem Verhältnis zu Lula machen. Wenn es eine Fortsetzung mit Cormoran gibt, dann werde ich sie auf jeden Fall auch lesen!"
"Der Seidenspinner" ist übrigens schon im Haus und wartet nun darauf, dass ich mal wieder etwas mehr Ruhe zum Lesen habe. ;)

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Mein persönliches Lieblingscover dieses Jahres stammt eigentlich aus dem Jahr 2009, aber da ich den Roman in diesem Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, ist es mein Coverhighlight 2014. ;)

Genau genommen geht es um die Hardcover-Ausgabe von "The Thirteenth Child" von Patricia C. Wrede. Abgesehen davon, dass ich die relativ einfache Gestaltung und die Farben des Covers mag, gefällt es mir auch, dass es so viel über den Inhalt des Buches aussagt. Die Geschichte spielt im "Wilden Westen" einer fantastischen Parallelwelt, in der nicht die dort siedelnden Indianer den Fortschritt der Siedler "beeinträchtigen", sondern wilde magische Wesen ... Nur schade, dass die Gestaltung der Fortsetzungen nicht zu diesem schönen Cover passt.

Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2015 lesen und warum?

Es gibt nicht das eine Buch, das ich unbedingt im kommenden Jahr lesen will. Es gibt eine Handvoll Neuerscheinungen - in der Regel Reihenfortsetzungen -, die 2015 veröffentlicht werden, auf die ich mich freue und die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei mir einziehen werden. Aber vor allem möchte ich im nächsten Jahr meinen SuB um ein paar Titel erleichtern. Da gibt es (gerade bei den englischen Romanen) so tolle Geschichten, die ich so gern haben wollte und für die bislang irgendwie keine Zeit war. Das möchte ich in den kommenden Monaten wirklich ändern!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Advent

Am letzten Sonntag habe ich neben dem Muffinbacken und einer weiteren Geschichte aus "Christmas in The Duke's Arms" dann doch etwas weniger Zeit zum "Adventslesen" als ich ursprünglich gedacht hatte. Und auch in der vergangenen Woche war es wieder trubelig (dafür habe ich aber auch eine Menge anderer Dinge geschafft, die ich schon so lange erledigt haben wollte) - nur das Lesen kommt in diesem Monat bislang etwas zu kurz.

Trotzdem habe ich mir am Dienstag etwas Zeit genommen, um nachmittags mein aktuelles "SuB-Abbau-Buch" anzulesen und den letzten Muffin vom Sonntag (und ein paar Kekse) zu vernichten, bevor ich wieder zu Nähnadel gegriffen habe. Zu dem Roman möchte ich lieber noch nichts sagen, aber es ist nicht die qualitativste Lektüre, die ich bislang in dem Bereich gelesen habe. Genau genommen beschäftigen wir uns seit Dienstag jeden Abend damit die widersprüchlichen Theorien und "historischen Details", die der Protagonist aufstellt bzw. erfährt, auseinander zupflücken. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Autor reale Begebenheiten und Personen für einen fiktiven Roman kreativ verarbeitet, aber dann sollte dies wenigstens innerhalb der Geschichte stimmig sein und nicht dazu führen, dass das Ganze innerhalb weniger aufeinanderfolgender Absätze wieder ad absurdum geführt wird.


Am Mittwoch hatte mein Mann noch eine nachträgliche "Nikolausüberraschung" für mich und überreichte mir den zweiten Mumin-Band. Ich hoffe, dass wir am Wochenende wieder etwas Zeit finden, damit ich meinem Mann "Komet im Mumintal" wieder vorlesen kann. Und am Freitag habe ich die letzten (Geburtstags- und Weihnachts-)Geschenke eingepackt und verschickt. Da ich nach dieser Woche ziemlich müde bin, kann es sein, dass ich einen Teil des Nachmittags verschlafe, außerdem muss ich noch mal die Farbrolle schwingen und werde heute Abend weiter nähen, aber erst einmal gibt es Frühstück und dazu die Frage, was ich heute lese. ;)

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Update 14:45 Uhr

Seit dem Frühstück habe ich meine Nase recht konzentriert in "The Spy Beneath the Mistletoe" von Shana Galen gelesen, das ist die vierte und letzte Geschichte aus "Christmas in The Duke's Arms". Vor allem bin ich so hartnäckig dabei geblieben, weil mir die Handlung nicht so recht gefallen hat und auch die Protagonisten fand ich nicht sonderlich sympathisch. Sie designt Waffen für den Geheimdienst, er ist dort Büroangestellter - und aufgrund der feiertagsbedingen Personalknappheit bekommen beide (unabhängig voneinander) den Auftrag den Wegelagerer zu fangen, der seit Wochen sein Unwesen in der Nähe des "The Duke's Arms" treibt. Doch vor allem sind die beiden damit beschäftigt zwischen "ich begehre mein Gegenüber" und "der andere ist doof" zu schwanken. Immerhin waren die beiden schon mal miteinander im Bett und ihr Fazit dazu ist, dass das Ganze eine unangenehme Angelegenheit war, die viel zu schnell vorbei und nur für einen von beiden befriedigend war. Was doch eine überraschende Abwechslung zu all den Damen ist, die ihre Entjungferung so genossen haben, dass sie zukünftig sämtliche gesellschaftlichen Konventionen vergaßen, um nur bei ihm sein zu können ...

Insgesamt haben mir also nur zwei von den vier Geschichten aus "Christmas in The Duke's Arms" gefallen. Und da ich mich spontan nicht für eine andere Lektüre entscheiden kann, bügel ich erst einmal die nächste Vorhangnaht. ;)

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Update 16:45 Uhr

Bei mir ging es seit dem letzten Update mit dem Bügeleisen, Kuchen und Mumin weiter. Ich freu mich so über die Wiederentdeckung der Mumin-Bücher - noch einmal vielen Dank an Kiya, über deren Neuzugänge ich die entdeckt habe. :D


Viel bin ich nicht zum Lesen gekommen (so ein voller Mund stört doch etwas beim Vorlesen ;)), aber der Muminvater hat eine Brücke über den Fluss gebaut, Mumin und das kleine Tier haben einen unheimlichen Weg, einen Strand und eine Höhle entdeckt und mitten in der Nacht gab es Besuch von einem weltuntergangverkündenden Bisam. Diesen grummeligen Herrn hat mein Mann gleich ins Herz geschlossen, vor allem als er auch noch die Bedeutung der Erde im Universum anhand von Zuckerschalen, Keksen und Krümeln erklärte - und damit Mumin und dem kleinen Tier ordentlich Angst einjagte. :)

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Update 22:45 Uhr 


Heute Abend habe ich nichts mehr gelesen, sondern erst etwas genäht, dann noch etwas genäht und dann Wirsingrouladen (gefüllt mit Reis und Paprika) gekocht. Dann haben wir eine Folge "Die Frau hinter der Ladetisch" gesehen (die Serie hat uns Natira geliehen und wir finden sie sehr entspannend), während ich noch etwas genäht habe. Morgen noch zwei kurze Nähte und diese Vorhänge sind endlich fertig. Jetzt werde ich nur noch ein paar Kommentare beantworten und dann ins Bett fallen.

Ich wünsche euch eine schöne Adventswoche - spätestens am Sonntag lesen wir uns wieder! :)