Donnerstag, 31. Dezember 2009

Chris Ewan: Amsterdam

Nachdem Karis SuB-Losverfahren ja schon dafür gesorgt hatte, dass ich mich endlich mal mit „Königsallee“ von Horst Eckert beschäftigte, hat mir das Warten auf die nächste Runde fast ein wenig zu lange gedauert. ;) Also war Kari so lieb und hat mir per Mail eine weitere Zahl genannt, anhand derer ich einen Roman aus meinem Regal fischen konnte. Lustigerweise hat sie – genau wie meine „Glücksfee“ – die 55 gewählt und so traf es den Krimi, der sich vor ein paar Wochen noch liebevoll an „Königsallee“ schmiegen konnte.

Die Hauptfigur in „Amsterdam“ ist der Engländer Charlie, ein Schriftsteller und ein Einbrecher. Obwohl er als Jugendlicher mal bei einem kleinen Einbruch erwischt wurde, kann er eine weiße Weste vorweisen, war nie im Gefängnis – und hängt natürlich auch nicht an die große Glocke, dass er einem illegalen Nebenerwerb nachgeht. Umso mehr überrascht es ihn, als eines Tages ein Amerikaner mit ihm Kontakt aufnimmt und ihn beauftrag zwei kleine Affenfiguren zu stehlen. Obwohl Charlie bei dem Gedanken an diese Einbrüche nicht ganz wohl ist, lässt er sich von seiner Neugierde und der Suche nach Nervenkitzel zu diesem Auftrag hinreißen. Wenig später findet er eine Leiche, wird des Mordes verdächtigt und von mehreren Parteien gejagt.

Die Geschichte lässt mich ein wenig zwiespältig zurück. Auf der einen Seite fand ich Charlie und sein Umfeld recht sympathisch und habe es genossen, dass Chris Ewans in seiner Handlung viele Kleinigkeiten berücksichtigte, die sonst gern mal unter den Tisch fallen. Sein Einbrecher ist weder aufgrund von Not oder einer schweren Kindheit auf die schiefe Bahn geraten, er plant seine Schritte normalerweise sehr sorgfältig und geht sehr gründlich vor. Manchmal sogar detaillierter als es mir lieb war, denn stellenweise ging diese Detailversessenheit auf Kosten der Spannung.

Und so misstrauisch und vorsichtig Charlie normalerweise vorgeht, so sehr verwundert es dann doch, dass er immer wieder gewillt ist, sich auf die Aussagen seiner Gesprächspartner zu verlassen. Auf der anderen Seite wird der Leser immer mal wieder bewusst im Unklaren gelassen, eine Vorgehensweise, die mich wirklich kirre macht. Charlie öffnet eine Schublade, macht eine aufsehenerregende Entdeckung – und ich erfahre erst im nächsten Kapitel, was er da gesehen hat. Auch wenn mir so das Mitraten erschwert wurde, hatte ich doch recht schnell den richtigen Täter in Verdacht.

Trotz dieser Schwachpunkte war „Amsterdam“ eine sehr entspannte und unterhaltsame Lektüre. Die Holländer und ihre Stadt wurden liebevoll (wenn auch nicht immer meinen Erfahrungen gemäß >g<) beschrieben und Chris Ewan hat sympathische und recht realistische Figuren geschaffen und diese vor ein interessantes Problem gesetzt. Es gibt bessere und/oder spannende Krimis, aber trotzdem werde ich wohl die Augen nach der Fortsetzung, „Kleine Morde in Paris“ aufhalten, denn manchmal reicht es, wenn eine Geschichte einfach nur nett ist.

Jim C. Hines: Drei Engel für Armand

„Drei Engel für Armand“ von Jim C. Hines setzt da an, wo ein Märchen endet. Nach der glücklichen Vermählung mit dem Prinzen ist für Danielle immer noch nicht so ganz der Alltag eingekehrt. Eine lange Hochzeitsreise hat sie und ihren Armand zwar nach der stürmischen Kennenlernphase einander näher gebracht, aber an das Leben am Königshof hat sich das ehemalige Aschenputtel noch nicht so recht gewöhnt. Trotzdem ist Danielle sich bewusst, wie gut sie es getroffen hat – und so ist nicht ganz so verwunderlich, dass sie willens ist, ihren unglücklichen Stiefschwestern die langen Jahre der Misshandlungen zu verzeihen und ihnen zu helfen, auf eigenen Füßen zu stehen.

Diese können dem Aschenputtel den grausamen Tod ihrer Mutter nicht verzeihen und hecken mit magischer Unterstützung einen tödlichen Plan aus. Doch Danielle überlebt den Mordanschlag ihrer Schwestern und findet heraus, dass diese ihren Armand nach Elfstadt entführt haben. Zum Glück hat die Königin eine Schwäche für ungewöhnliche Prinzessinnen und so zieht Danielle zusammen mit Talia (Dornröschen) und Schnee(wittchen) aus, um Armand zu retten.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen – und das lag nicht nur daran, dass ich eh eine Schwäche für gut erzählte und erwachsene Märchenneuinterpretationen habe! Jim C. Hines hat mit „Drei Engel für Armand“ eine wirklich witzige, spannende und düstere Geschichte geschaffen, die sich ganz wunderbar in einem Rutsch durchlesen lässt. Sein Aschenputtel ist eine freundliche und sanfte Person, die zwar erst einmal von jedem das Beste annehmen möchte, aber auch in der Lage ist sich zu wehren. Dornröschen hat mich anfangs ein wenig irritiert. Erst einmal verbinde ich den Namen Talia in meinen Gedanken fest mit einer Figur von Mercedes Lackey und dann hat der Autor dieser Frau mit so vielen harten Kanten angelegt, dass sie zwar interessant, aber nicht leicht zugänglich ist. Umso schöner war es dann die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit zu entdecken! Schneewittchen hingegen hat bei mir ein permanentes ungläubiges Schmunzeln hervorgerufen. Sie ist sehr freizügig und leichtlebig, aber zum Glück hat sie auch etwas mehr Hintergrund zu bieten, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Neben den ansprechenden Charakteren hat mich auch das beschriebene Elfenreich gut unterhalten. An jeder Kreuzung, hinter jede Ecke finden sich „Führer“ und natürlich ist ihre Hilfe nicht umsonst. Jim C. Hines spielt mit den Märchenregeln und –klischees auf sehr ansprechende und amüsante Weise. Auch wenn mir die tragischen Hintergründe – gerade beim Dornröschen – schon fast zuviel wurden, finde ich es schön, dass hier keine rosarote Feenwelt präsentiert wird. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass eine Fortsetzung mir ganz genauso gut gefallen wird wie diese Geschichte, freu mich aber trotzdem schon auf weitere Romane, die in dieser bösen und witzigen Märchenwelt spielen!

Montag, 28. Dezember 2009

Buchsaiten-Stöckchen zum Jahresende

Katrin hatte am 24. Dezember nicht nur liebe Weihnachtswünsche auf ihrem Blog hinterlassen, sondern gleich noch ein Stöckchen zum Jahresende. Vier kleine, aber erstaunlich kniffelige Fragen sollten beantwortet werden. Bei der Menge an Büchern, die ich 2009 gelesen habe, ist es zwar nicht leicht eine Entscheidung zu treffen, aber trotzdem kommen hier meine Antworten. :)


Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

So richtig viel oder wenig verspreche ich mir von einem Buch in der Regel nicht, aber von „Miss Winters Hang zum Risiko“ und „Eine wie Alaska“ (Hörbuch) hatte ich mir eindeutig weniger versprochen, als ich bekommen habe.

„Miss Winters Hang zum Risiko“ spielt im Jahr 1942 und ist ein Kriminalroman, aber es hat mich überrascht, wie gut es der Autorin Kathryn Miller Haines gelungen ist Screwball-Elemente in einen an die hardboiled novels erinnernde Geschichte zu packen. Ich habe mich beim Lesen wirklich amüsiert!

„Eine wie Alaska“ von John Green habe ich als Hörbuchversion genossen. Andreas Fröhlich liest die Geschichte sehr ansprechend, wie ich es von ihm auch erwartet hatte. Obwohl es eine recht vorhersehbare Handlung hat und ich niemals bei Hörbüchern weine (ich gebe zu, bei manchen Büchern habe ich recht nah am Wasser gebaut >g<), liefen mir hier am Ende unkontrolliert die Tränen über das Gesicht. Eine Geschichte, die mich bei der Hörbuchversion zum Weinen bringt, ist eindeutig eine positive Überraschung. ;)


Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Wirklich viel versprochen hatte ich mir von „Grün wie die Hoffnung“ zwar nicht, aber normalerweise finde ich selbst die schlechteren Nora-Roberts-Romane schön entspannend. Doch mit diesem Band hat die Autorin es geschafft, mich die Wände hochzutreiben. Eine so billige (und berechnende) Zusammenstellung von beliebten Versatzstücken habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Nur weil man etwas Sex, Vampire und keltische Mythologie auf einen Haufen packt, kommt noch lange kein ansprechender Roman heraus. Vor allem regt es mich auf, weil die Autorin schon so viel bessere Geschichten geschrieben hat …

Von „Verstummt“ habe ich sowohl das Hörbuch, als auch das Buch konsumiert – und war von Karin Slaughter ziemlich enttäuscht. Sie spart zwar auch sonst nicht an unappetitlichen Details und problembehafteten Charakteren, aber bei „Verstummt“ fühlte ich mich als Leser veralbert. Die Handlung und die „Geheimnisse“ waren vorhersehbar und viele der Beschreibungen schienen nur eingebaut worden zu sein, um mit Ekel und Abscheu eine bestimmte Lesergruppe anzusprechen – welche auch immer das sein mag.


Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Eine richtig großartige Autoren-Neuentdeckung hatte ich schon lange nicht mehr – zumindest nicht in dem Maß, wie es zum Beispiel damals bei Tamora Pierce war, von der ich unbedingt jede Geschichte haben musste und von der ich immer noch jede Neuerscheinung kaum abwarten kann.

Aber Stephen Cole und sein Buch „Snakeroot“ haben mir so gut gefallen, dass ich mir die folgenden Bände dieser Reihe auch unbedingt holen werde. Die Geschichte bietet ganz viele Elemente, die ich als Jugendliche geliebt habe. Abenteuer in Ausgrabungsstätten, etwas Mythologie, Diebe, Intrigen und die stete Frage, wer auf wessen Seite steht.

Jim C. Hines hat mir mit seinen „Drei Engel für Armand“ die Weihnachtstage versüßt. Er schreibt eindeutig düsterer als Patricia C. Wrede mit ihren Drachenprinzessinen-Büchern, aber ich liebe es, wenn klassische Märchen erwachsener umgesetzt und ihre dunklere Seite betont wird. (Ein wunderbares Beispiel ist da auch „Tochter der Schatten“ von Robin McKinley … >sniff<)

Auch Alan Bradley hat mich mit seiner Flavia und dem Mord im Gurkenbeet überzeugt und ich hoffe sehr, dass weitere Bücher des Autors ebenso unterhaltsam sein werden und mich wieder mit einer Mischung aus unterhaltsamen Krimi und skurrilen Charakteren erfreuen . :)


Welches war eurer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Ich schau eigentlich recht wenig auf die Cover, denn in der Regel passen die eh nicht zum Inhalt des Buches. So ist es auch bei „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“, denn das Cover passt eher zu einem skurrilen Jugendbuch, als zu einem gemütlichen Krimi mit ungewöhnlichen Charakteren. Trotzdem finde ich es schön. ;)

„Die Stadt der Regenfresser“ habe ich noch nicht gelesen, aber ich finde, dass das Cover eine Mischung aus Jack London, Jule Verne und Daniel Defoe verspricht – und das reizt mich sehr. Hoffentlich hält der Roman dann auch die Erwartungen, die durch die Optik geweckt werden.

Obwohl mich das Cover von „Des Teufels Maskerade“ ein wenig an die Buchblöcke erinnert, die wir früher manchmal im Buchhandel in die Finger bekommen haben, gefällt mir der schlichte und ungewöhnliche Look dieses Romans.

Es gab definitiv noch mehr interessante und schöne Cover in diesem Jahr, aber bevor ich weiter in meiner Erinnerung und den Buchstapeln krame, höre ich hier lieber auf. ;)

Sonntag, 27. Dezember 2009

Weihnachtsgeschenke - inklusive SuB-Zuwachs

Wie erwartet verlief mein Weihnachten wirklich wunderbar entspannt und sogar die lästige Erkältung ist so langsam auf dem Rückmarsch! :) Trotzdem haben mein Mann und ich in den letzten Tage möglichst wenig Pflichten erledigt und den Großteil der Zeit gemütlich eingekuschelt verbracht. Und da der Weihnachtsmann für ihn ein Videospiel parat hatte, blieb mir viel Zeit zum Lesen und Musikhören. Sehr gemütlich! :)



So passte es natürlich hervorragend, dass ich in diesem Jahr von meinen Lieben vor allem mit Büchern und CDs beschenkt wurde. Gerade über die Musik habe ich mich gefreut, denn normalerweise geht dieser Bereich auf meinem Wunschzettel immer unter. So habe ich schon am Weihnachtsabend die DVD mit dem Live-Konzert von Tina Turner eingeworfen und bin spät in der Nacht zu den Klängen von Norah Jones eingeschlafen.



Am ersten Weihnachtstag hat mir mein Mann morgens "Drei Engel für Armand" ins Bett gebracht - und sich dann gewundert, dass ich erst mittags aus den Federn kam. >g< Den Roman habe ich so ziemlich in einem Zug ausgelesen, die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen (eine richtige Rezi folgt in den nächsten Tagen!). :) Die anderen Bücher werden aber wohl noch etwas warten müssen, denn die Arbeit geht in restlichen Tagen des Jahres erst einmal vor.



Gestern war schon fast wieder Alltag eingekehrt, abgesehen davon, dass ich mir Zeit genommen habe, um meine neue Mari-Boine-CD zu hören. Ich liebe ihre CD "Gula, Gula" und war sehr gespannt auf weitere Musik von ihr. :) Insgesamt kann ich sagen, dass dieses Weihnachtsfest wirklich sehr schön war. Ohne großen Stress, voller lieber Anrufe und Briefe, voller Geschenke, die mir wirklich Freude bereitet haben und mit viel Zeit, die ich mit meinem Mann verbringen konnte.

Für die Katzen gab es - abgesehen von der großzügigen Portion Katzenmilch - keine Aufmerksamkeit. Dafür bekommen sie in den nächsten Wochen einen neuen Kratzbaum. Trotzdem haben die Pfoten es in den letzten Tagen genossen, dass wir so viel Zeit für sie hatten. Und noch immer steht unter dem Tisch ein Wäschekorb mit gebrauchtem Geschenkpapier, in dem es sich herrlich herumtoben und kruscheln lässt. ;)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch ein frohes Fest! Egal, ob ihr allein mit einem Buch unter dem Baum sitzt und es euch gemütlich macht oder ob ihr mit euren Lieben feiert, ich wünsche euch einen wunderschönen Weihnachtsabend.

Für meinen Mann, die Katzen und mich wird es auf jeden Fall ein geruhsamer Abend. Er erholt sich von dem Stress der letzten Wochen, ich kuriere meine Erkältung aus und die Katzen werden ihren Spaß mit den Resten des Geschenkpapiers haben. Ich hoffe, für euch wird es genauso gemütlich – und wir lesen uns in den nächsten Tage wieder, wenn der Feiertagstrubel vorbei ist. Auf jeden Fall bin ich schon mal gespannt, was für Bücher bei euch ins Haus geflattert sind. ;)

Dienstag, 15. Dezember 2009

Ann Pearlman: Der Christmas Cookie Club

Alle Jahre wieder treffen sich die zwölf Freundinnen in Marnies festlich geschmücktem Wohnzimmer zum Christmas Cookie Club. Sie erzählen und plaudern, lachen und weinen, streiten und versöhnen sich. Kein Thema wird ausgespart: Hat Tracy die große Liebe gefunden? Kann ein Rapper ein guter Vater sein? Wie bleibt Sex immer aufregend? Und wie backt man die köstlichsten Cookies fürs Weihnachtsfest? An diesem ganz besonderen Abend sind die Frauen einander so nahe wie nie – Freundinnen fürs Leben, was immer auch geschieht.

„Der Christmas Cookie Club” von Ann Pearlman war sehr nett zu lesen, vor allem die erste Hälfte fand ich sehr entspannend. Einzig die Tatsache, dass ich gewaltige Lust auf Kekse bekam, war ein wenig störend. ;) Mir hat es gefallen Marnie und ihre Freundinnen kennenzulernen und mehr über diesen einen Abend in der Vorweihnachtszeit zu erfahren, an dem sich alle Mitglieder des Clubs treffen und Plätzchen und Rezepte austauschen und über die Ereignisse des vergangenen Jahres reden. Da kam auch bei mir so etwas wie Vorfreude auf den Advent auf.

Am Anfang eines Kapitels findet man ein Plätzchenrezept und im folgenden Teil der Geschichte wird von einem Mitglied des Clubs erzählt, warum es gerade dieses Rezept gewählt hat und was es persönlich damit verbindet. Für den Leser bedeutet dies, dass man mehr über die betreffende Frau erfährt. Manchmal verbinden sich mit einen Rezept Kindheitserinnerungen oder der Name des Plätzchens sprach die Bäckerin an. Es kann aber auch sein, dass das Gespräch schnell wegwandert von den Rezepten und sich eher um die aktuellen persönlichen Entwicklungen dreht. Im privaten Bereich hat sich bei all diesen Frauen viel getan. So hat sich Marnie zum Beispiel in einen jüngeren Mann verliebt, Laurie ein kleines Mädchen aus China adoptiert und Charlene ihren Sohn bei einem schrecklichen Unfall verloren.

Allerdings gibt es ein paar Dinge, die mich nicht so ansprachen. Zum einen finde ich das beliegende Dr.-Oetker-Rezeptheft ziemlich überflüssig. Sowohl die im Roman verwendeten Zutaten, als auch ein Cup&Spoon-Set sind inzwischen ohne Probleme in Deutschland zu bekommen, und die Änderungen gegenüber dem Originalrezept empfinde ich auch nicht als so positiv – vor allem, wenn man ständig die Gewürzmischung verwenden soll, die von Dr. Oetker natürlich nur in der Vorweihnachtszeit verkauft wird. Wie bei allen anderen fertig gewürzten Dingen, wird da wohl der besondere Geschmack einer Plätzchensorte auf der Strecke bleiben … Aber ich versuche das Ganze trotzdem wohlwollend zu sehen und mir zu sagen, dass so vielleicht auch diejenigen mal zum Backen verführt werden, die es sich nicht zutrauen die amerikanischen Mengen auf ihre Messgeräte umzurechnen oder vielleicht sogar mal nach Gefühl zu würzen. ;)

Dann habe ich – und nicht nur in diesem Buch – immer wieder ein Problem mit diesem leichtfertig dahin gesagtem „Ich liebe dich“, das für amerikanische Romane so typisch zu sein scheint. Auch wenn einige aus dem „Christmas Cookie Club“ wohl das Jahr über sehr engen Kontakt haben, so wird deutlich, dass diese Frauen nicht alle eng miteinander befreundet sind. Warum sagt man also jemandem, von dem man nicht einmal genug weiß, um ihm in Schwierigkeiten helfen zu können, dass man ihn liebt?

In dieser Beziehung – und auch bei der Anzahl der erzählten Lebensgeschichten – wäre für mich weniger mehr gewesen. Ich hätte das Buch deutlich mehr genossen, wenn ich ein paar Personen besser kennen gelernt hätte, wenn ich mit ihnen hätte mitfühlen können. So hingegen hat mich die Fülle an Schicksalsschlägen, Beziehungs- und sonstigen Problemen irgendwann aus meiner „Gehirn aus und genießen“-Stimmung gerissen. Dabei hatte es mir so gut gefallen, wie Ann Pearlman die Vorbereitungen für die Party und über Gerüche und den Geschmack der Zutaten Atmosphäre aufbaute.

Ich denke schon, dass ich den Roman in den nächsten Jahren im Advent wieder aus dem Regal kramen werde, um mich ein wenig in Weihnachtsstimmung bringen zu lassen. Aber dabei wird mir immer bewusst sein, dass mich keine durchgehend befriedigende Geschichte erwartet, und dass ich beim Leser meinen inneren Kritiker unterdrücken sollte. ;)

Sonntag, 13. Dezember 2009

Winter, Katzen

Während ich die letzten Tage gut eingespannt war, genießen die Katzen die so langsam hereinbrechenden Wintertemperaturen auf ihre Weise. Und das bedeutet natürlich vor allem auf einer warmen Decke liegen und schlafen!


Dabei ist es natürlich von Vorteil, wenn man eine Decke findet, die auch noch durch einen menschlichen Heizkörper gewärmt wird.


Aber im Zweifelsfall begnügt man sich sogar mit einer anderen Katze und genießt die Wärme ebenso wie die Gesellschaft.


Ganz geschickte Exemplare verstehen es sogar die nette Gesellschaft mit besonders kuscheligen Erholungsorten zu kombinieren, man muss nur mal genauer hingucken!


So finde ich unsere Madame übrigens ganz besonders niedlich! :)

Sonntag, 6. Dezember 2009

Meine neue Handtasche:


Nein, die Überschrift ist kein Fehler, auf dem Foto seht ihr wirklich meine neue Handtasche!

Genauer gesagt sind das zwei Taschen, die ich mir in der nächsten Zeit machen möchte. Eine kleinere in Rot (weil ich die Farbe einfach mag) und eine etwas größere in Grün (passend zu meinem Wintermantel). ;) Wer mich persönlich kennt, wird vielleicht ein bisschen verwundert sein, denn ich bin kein Mensch, der mit Handtaschen herumläuft. Aber ich suche schon seit einiger Zeit eine Alternative zu meinem geliebten Rucksack (in den übrigens locker ein Wochenvorrat Bücher passt! :D ).

Außerdem habe ich in letzter Zeit keine Sockenstrickaufträge mehr gehabt, beim „Stricken für Frühchen“ ist seit Monaten Annahmestopp (ich sehe ein, dass ein überfülltes Lager ein Problem ist, aber ich bekomme bald keine einzige Babysocke mehr verstaut!) und ich kann einfach nicht ruhig auf dem Sofa sitzen ohne etwas zu tun in der Hand zu haben. Also brauchte ich unbedingt ein neues Projekt und ich liebäugel schon so lange mit den Noni-Bags!

Dank meines Geburtstags hatte ich ein bisschen Geld für Luxus übrig und habe den Großteil der benötigten Materialien bestellen können. Gestern kam das Paket an und nun werde ich wohl heute Abend mit dem Stricken meiner ersten Handtasche starten. So soll sie übrigens am Ende aussehen – mal gucken, ob ich das hinbekomme! Wobei der spannenste Teil das Filzen und Ausformen der Tasche sein wird, denn das habe ich noch nie gemacht. Ihr dürft mir ein gutes Gelingen wünschen! ;D

Freitag, 4. Dezember 2009

Pierdomenico Baccalario: Will Moogleys Geisteragentur

Mit „Unheimlichkeiten aller Art“ beginnt eine neue Reihe von Pierdomenico Baccalario, die sich um „Will Moogleys Geisteragentur“ dreht. In dieser Agentur kann man Geister für jede Gelegenheit mieten. Egal, ob man seine Nachbarn vergraulen möchte oder aus anderen Gründen übernatürlichen Beistand benötigt, Will Moogley hat die unterschiedlichsten Geister im Angebot. Schon seit sehr langer Zeit sind die Moogleys in diesem Bereich aktiv und hatten sich mit der Geisteragentur mal einen sehr guten Namen gemacht.

Doch unter der Leitung von Wills Onkel Alvin lief es nicht mehr so gut – und nach einige Fehlschlägen ist Will inzwischen fast so weit, dass er über eine Schließung der Agentur nachdenkt. Zum Glück hat sein oberpeinlicher, aber bester Freund Topper die grandiose Idee sich um einen Auftrag der erfolgreichen Hotelkette „Scary Inn“ zu bemühen. Diese haben in der Stadt Ghostville ein altes verlassenes Haus gekauft und wollen es zu einem luxuriösen Spukhotel umbauen. Natürlich benötigt man für so eine Aufgabe ganz besondere Geister! Aber Will ist natürlich nicht der Anwärter auf diesen ganz besonderen Job …

Mir hat dieser erste Band von „Will Moogleys Geisteragentur“ wirklich ganz wunderbar gefallen. Abgesehen von ein paar etwas schwereren Wörtern ist die Geschichte definitiv für Leser ab neun Jahren – und eine etwas ältere Winterkatze natürlich ebenfalls ;) - geeignet. Will lebt im 29sten Stockwerk eines alten Hochhausees in Manhattan, ernährt sich von Lieferpizza und Schokoladenpudding >lecker< und lebt mit einem Papagei („Haltdieklappe“) und einer Schildkröte (na ja, eigentlich zwei, aber die eine lebt nicht mehr … ) zusammen.

Der Junge ist nicht gerade ein besonders großer Menschenfreund, sogar sein bester Freund Tupper muss immer wieder unter Wills Scherzen leiden. Doch trotzdem gelingt es Pierdomenico Baccalario Will so sympathisch darzustellen, dass man ihm wirklich den Hotelauftrag gönnen würde. Doch so einfach ist es für Will nicht, seiner Firma mal wieder eine bessere Reputation zu verleihen. So entwickelt sich eine wirklich lustige Geschichte um den „Alltag“ in einer Geisteragentur. Besonders die liebevollen Details, wie die Entlohnung der Geister mit selbstgebrautem Ektoplasma, den Eigenheiten, der verschiedenen Charaktere und den seltsamen Dinge, die für eine Anrufung zum Beispiel gebraucht werden, lassen die Seiten nur so vorbeifliegen (na ja, der geringe Umfang, der bei einem Kinderbuch zu erwarten ist, trägt auch etwas dazu bei >g<). Auch die Illustrationen von Matteo Piana haben mir gut gefallen. Seine Zeichnungen, vor allem seine Figuren, erinnern an italienische Trickfilme, währen die Hintergründe mit auffallenden Schraffuren Atmosphäre schaffen.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Dörthe Binkert: Weit übers Meer

Zwei Dinge sind es, die mich an „Weit übers Meer“ auf Anhieb angesprochen haben: Die Idee zu dem Roman kam der Autorin aufgrund eines Artikels, der ursprünglich im Jahr 1904 in der New York Times erschien und von einer Frau berichtete, die im Abendkleid als Blinder Passagier die Stadt erreichte – und dann noch die Zeit. Ich mag einfach diese Aufbruchstimmung zu Beginn des 20sten Jahrhunderts. Geschichten vor und nach dem Ersten Weltkrieg haben häufig eine ganz besondere Atmosphäre, die mir einfach ein schönes Gefühl beim Lesen vermittelt.

In „Weit übers Meer“ betritt am Abend des 23. Juli 1904 eine wunderschöne Frau in einem edlen weißen Abendkleid die „Kroonland“. Der Überseedampfer fährt von Antwerpen nach New York und hätte schön längst ablegen sollen, doch es kam zu technischen Problemen (wobei ich es schön finde, dass die Autorin den Leser später sogar noch darüber aufklärt, welche Probleme es gab :) ). Noch bevor bekannt wird, dass die Frau im Abendkleid eine Blinde Passagierin ist, berührt sie die Reisenden an Bord auf unterschiedliche Weise.

Aufgrund ihrer eindeutig edlen Herkunft erlaubt ihr der Kapitän die Überfahrt in einer Kabine der Ersten Klasse zu machen und die Abende mit den Passagieren zusammen zu verbringen. So lernt man nicht nur Valentina Gruschkin kennen und erfährt so nach und nach, was sie dazu veranlasst hat, auf so ungewöhnliche Art und Weise die Reise nach Amerika anzutreten, sondern auch viele andere Personen der Ersten Klasse. Henri, ein Bildhauer, der auf dem Weg zur Weltausstellung in St. Louis ist, hängt mit seinen Gedanken immer noch bei seiner Geliebten, die ihn verließ, weil er sie nicht heiraten wollte. Er gehört zu den Charakteren, denen einiger Platz in der Geschichte eingeräumt wird. Aber auch viele kleine Begebenheiten oder Wortwechsel zwischen den verschiedenen Paaren oder Familien tragen dazu bei, dass man sich ein gutes Bild vom Leben dieser Personen – und häufig auch von ihren Wünschen und Träumen – machen kann.

Dörthe Binkert gelingt es sehr schön auf der einen Seite die Atmosphäre auf dem Schiff zu beschreiben, in der die Enge und ein Sturm zu recht schnellen Vertraulichkeiten führen, und auf der anderen Seite die Gesellschaft und die Stellung der Frau in ihr darzustellen. Gerade dieser Kontrast zwischen den althergebrachten Konventionen, den Wünschen, die die Frauen für ihr Leben haben und den Veränderungen, die die Zeit mit sich bringt, ist wirklich gut zu lesen. Und doch plätschert der ganze Roman ein bisschen vor sich hin …

Es gibt keine wirklichen Höhen oder Tiefen in der Geschichte, keine großen Spannungen und keine Stellen, an denen ich gar mitleiden konnte. Ich fand „Weit übers Meer“ interessant und sehr entspannend, hatte aber auch kein Problem damit das Buch aus der Hand zu legen, um mich an den Abwasch oder eine andere langweilige Tätigkeit zu begeben. Eigentlich ist es der perfekte Roman für meine Mutter, die früher jahrelang nichts gelesen hat, weil sie immer nur für ein paar Seiten am Stück Zeit hatte – und beim nächsten Mal schon nicht mehr wusste, worum es ging. Das passiert einem bei „Weit übers Meer“ nicht, dafür stört es eben auch nicht, wenn man nur hier und da einen Abschnitt liest, sich ein bisschen mit dem Leben einer Figur beschäftigt und sich dann einer anderen Beschäftigung widmen muss. ;)

Mittwoch, 2. Dezember 2009

SUB-Nachschub!

Als ich gestern meine SUB-Liste aktualisierte, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich doch wirklich dabei bin meinen Stapel abzubauen! Dann aber erinnerte ich mich daran, dass sich eine neue Lieferung angekündigt hatte - und prompt klingelte gerade der Paketbote! :)


Da sind so einige Titel dabei, auf die ich mich richtig freue!

Von "Morland" hatte mir der erste Teil sehr gut gefallen, so dass ich auf die Fortsetzung sehr gespannt bin. "Des Teufels Maskerade" hat mehr als eine gute Kritik in den letzten Tagen bekommen, hoffentlich erfüllt es auch meine Erwartungen und auch vom dritten "Tarean" erhoffe ich mir ein paar sehr unterhaltsame Stunden.

Insgesamt erwartet mich da wohl wieder eine wunderbare Mischung, die mich in fremde - und manchmal fantastische - Welten führen wird, die mir vielleicht ein paar Tränen in die Augen treibt, mein Fernweh anheizt und mir vielleicht auch die Gelegenheit zum herzhaften Lachen bietet. Hach, ich liebe Buchpakete! :)

Winterabend mit Katzen

Wenn es kälter wird, hole ich mir immer das Gästebettzeug und kuschel mich abends unter die Decke. Das ist gemütlich und spart auch noch Heizkosten. ;) Allerdings hat es auch einen großen Nachteil, wenn die Katzen die Wahl haben zwischen einer Person mit Decke und einer ohne Decke, wenn sie kuscheln wollen.

Das führt dazu, dass meine abendliche Perspektive auf den Fernseher so aussieht:

Und erst, wenn sich alle drei etwas bequemer hingesetzt haben, kann ich meinen Mann bitten mir wieder ein Buch zu reichen ... ;)

Immerhin sitzt Logan am Liebsten auf der Sofalehne und versucht nicht auch noch einen Platz auf meinem Schoß zu finden. >g<

Dienstag, 1. Dezember 2009

Michelle Harrison: Elfenseele - Hinter dem Augenblick

Solange sie denken kann, ist Tanya in der Lage Feen und Elfen zu sehen (ich bin mir nicht ganz sicher, ob die deutsche Übersetzung da wirklich dem Original entspricht, aber ich verwendet mal weiter die im Buch verwendeten Begriffe). Als sie ein Kind war, fanden ihre Eltern es noch niedlich, wenn sie ihnen von all den unsichtbaren Gestalten erzählte, doch je älter Tanya wird, desto mehr Ärger bekommt sie durch diese Fähigkeit.

Die Elfen haben angefangen sie zu piesacken, um das Mädchen daran zu hindern den anderen von ihnen zu erzählen – und je mehr Schabernack diese Wesen treiben, desto wütender wird ihre Mutter darüber, dass Tanya soviel kaputt macht und die Schuld dann immer auf nichtexistierende Gestalten schiebt. So ist es kein Wunder, dass Tanya dazu verdonnert wird, die Ferien bei ihrer Großmutter zu verbringen, in einem alten und fast verfallenen Haus in den Tiefe der Grafschaft Essex.

Auch hier wimmelte es von Elfen und Kobolden, was das Leben für Tanya nicht einfacher macht. Doch nach einigen unheimlichen Vorfällen beschließt sie zusammen mit Fabian, dem Sohn des Verwalters, mehr über die übernatürlichen Wesen herauszufinden – genauso wie über das geheimnisvolle Verschwinden der Morwenna Bloom, die vor 50 Jahren in den Henkerswald hinter dem Anwesen von Tanyas Großmutter ging und nach diesem Tag nie wieder gesehen wurde.

Michelle Harrison ist mit „Elfenseele“ ein wirklich spannender und unterhaltsamer Jugendroman gelungen. Auch wenn man meinen könnte, dass die dreizehnjährige Tanya vielleicht im Laufe der Zeit besser mit den Elfen hätte umgehen können, so bezaubern mich die verschiedenen Wesen und ihre unterschiedlichen Eigenschaften. So unangenehm es sein muss, wenn ein „Abflussbewohner“, ein lurchartiger Elfe, einem ständig glitzernde Sachen aus dem Badezimmer stahl, so nett ist die Idee einer Herdfee, die dafür sorgt, dass der Tee immer warm ist. Letztere würde ich gern einladen bei mir zu wohnen – auch wenn die vier Katzen wohl zuviel für sie sein müssten. ;)

Aufbauend auf den verschiedenen (britischen) Feensagen spinnt die Autorin eine fantastische Geschichte rund um die dreizehn Schätze des Feenreichs, die Menschen, die die übernatürlichen Wesen sehen können, Wechselbälger und den Übergang in das magische Reich. Auch wenn sich die Handlung eher langsam entwickelt, so hat es mir gefallen, dass ich nur selten vorhersagen konnte, in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Und obwohl Michelle Harrison am Ende sehr viele verschiedene Hinweise zu einem stimmigen Gesamtbild verknüpft hat, so bleibt noch genug zu erzählen für eine (hoffentlich ebenso gelungene) Fortsetzung. Die ist übrigens für den englischsprachigen Markt schon angekündigt und soll im Januar unter dem Titel „Thirteen Curses“ erscheinen. :)

Dezember-SUB

Wieder ein neuer Monat - und ich starte mit weniger Büchern auf dem SUB als im November. Ein schöner Gedanke, auch wenn ich schon genau weiß, dass die nächsten Tage Nachschub geliefert wird. >g<

A (4)
Gilbert Adair: Mord auf fforkes Manor – Eine Art Kriminalroman
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Robert Asprin: Als Dämon brauchst du nie Kredit

B (13)
Pierdomenico Baccalario: Will Moogleys Geisteragentur
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Alan Bennett: Die souveräne Leserin
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Mechtild Borrmann: Mitten in der Stadt
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein
Simone Buchholz: Revolverherz – Ein Hamburgkrimi

C (5)
Trueman Capote: Frühstück bei Tiffany
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Stephen Cole: Aztec Code
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger

D (7)
Jeffrey Deaver: Die Menschenleserin
Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
Doris Dörrie: Kirschblüten Hanami
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Rebecca Drake: Still sollst du sterben
Martha Tod Dudman: Schwarze Oliven

E (1)
Chris Ewan: Amsterdam

F (13)
Jennifer Fallon: Kind der Magie (Das Dämonenkind 1)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Melissa Fairchild: Himmelsauge
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 1 – Der letzte Paladin
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 2 – Die flüsternde Stadt
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Rina Frank: Als Gott die Großmutter holte
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (5)
Yasmine Galenorn: Hexenküsse (Schwestern des Mondes 4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (5)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Jim C. Hines: Drei Engel für Armand
Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung

I (1)
Greg Iles: Leises Gift

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (7)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah
Hans Werner Kettenbach: Das starke Geschlecht
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (2)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (9)
Jenny Mai-Nuyen: Nijura – Das Erbe der Elfenkrone
James McGee: Die Totensammler
Kelly Meding: In drei Tagen bist du wieder tot
Kai Meyer: Hex
Kai Meyer: Die Sturmkönige 1 – Dschinnland
Kai Meyer: Die Sturmkönige 2 – Wunschkrieg
Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 - Glutsand
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Thomas B. Morgenstern: Der Milchkontrolleur

N (1)
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (6)
Ann Pearlman: Der Christmans Cookie Club
Bernd Perplies: Tarean 3 – Ritter des Ersten Lichts
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

R (11)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Nora Roberts: Abendstern
Nora Roberts: Nachtflamme
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)

S (11)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Peter Schwindt: Morland 2 - Die Blume des Bösen
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Helle Stangerup: Der Brautmaler
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (9)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher – Die Stadt der Regenfresser
Kerstin Tomiak: Drachenwind
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 1 – Das Erbe der Drachen
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 3 – Der Fluch des Assassinen
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (3)
Valerie Wilson Wesley: Remember Cecilia Jones – Ein Fall für Tamara Hayle
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Montag, 30. November 2009

Amber Kizer: Meridian – Dunkle Umarmung

Da es schon genügend Rezensionen gibt, die detailliert auf den Inhalt von „Meridian“ eingehen, gibt es hier von mir nur den Klappentext (sonst wird diese Rezi eindeutig zu lang zum Lesen! ;) ).

„Mein Name ist Meridian. Ich gehöre leider nicht zu den Menschen, die man gerne zu Geburtstagsfeiern einlädt – denn obwohl ich es ganz sicher nicht will, muss ich mein Leben mit dem Tod teilen. Ich bin eine Fenestra: Durch mich gelangen die Seelen der Verstorbenen in den Himmel. Aber davon wusste ich nichts, bis ich sechzehn Jahre alt wurde – und plötzlich in großer Gefahr schwebte.“

Wie schon mal erwähnt, hatte ich bei der Beschreibung im Verlagskatalog das Gefühl, dass „Meridian“ eher keine Geschichte für mich ist. Ich bin so langsam ein wenig übersättigt, wenn es um solche Jugendromane geht. Dann habe ich dann so viele positive Rezensionen gelesen und Details erfahren, dass ich neugierig auf den Roman wurde. Letztendlich hinterlässt mich das Buch zwiegespalten, was wohl auch an meiner Art zu Lesen liegt.

Wenn ich lese, dann nehme ich eine Geschichte auf der einen Seite mit dem Verstand und auf der anderen Seite mit dem Gefühl war – und lese ich ganz privat für mich, dann erlaube ich meinem Gefühl gern die Oberhand zu übernehmen. Häufig ist ein Roman für mich dann richtig „gut“, wenn ich die Handlung miterleben kann. Da ist es mir dann auch egal, ob die Ausdrucksweise nicht ganz stimmig ist oder ob kleine Widersprüchlichkeiten vorhanden sind – und erst mit ein paar Tagen Abstand bin ich dann in der Lage ein objektives Urteil über das Buch abzugeben.

Bei „Meridian“ hatte ich ein paar Momente, wo das Gefühl über den Verstand siegte, aber dies hielt nie sehr lange an, da es einfach zu viele Unstimmigkeiten in der Geschichte gibt. Mich reizt die Grundidee sehr! Die Idee von einer Fenestra, die den Seelen nach dem Tod den Übergang ermöglicht, und viele andere Details haben mich wirklich angesprochen. Sehr schön fand ich auch die ganzen Szenen in der Küche und die Atmosphäre im Haus der Tante. Bei den ganzen Patchworkdecken zuckte es in meinen Fingern endlich wieder mit dem Nähen anzufangen, und dass die Tante ihre „Seelenreste“ über das Handarbeiten verarbeitet, gefiel mir auch. Aber ich muss zugeben, dass man mich mit gut geschriebenen Küchen- und/oder Handarbeitsszenen eh schnell auf seine Seite ziehen kann. >g<

Was mich allerdings im Laufe des Romans immer wieder ärgerte, waren die ganzen „Issos“. Das sind die Dinge, bei denen eine Autor einfach sagt „Das ist eben so!“ ohne einen Hintergrund oder eine Erklärung zu bieten. Viele Dinge, die Amber Kizer vielleicht hatte erzählen wollen, musste ich mir selber zusammenreimen – doch selbst hier durfte man nicht zu genau hinschauen, da einen dann wieder die Unstimmigkeiten ansprangen. >g<

Dabei hätte man all diese Dinge so leicht umgehen oder erklären können! Anfangs empfand ich Meridians Kindheit als einen guten Auftakt für diese Geschichte. Und mit ihr zusammen war ich als Leser ganz verwirrt auf dem Weg zu Meridians Tante, hoffte auf Aufklärung und war neugierig darauf, was mir die Geschichte zu bieten hat. Doch dann kam der Brief von Meridian Mutter, in der sie „erklärt“, warum sie ihre Tochter so abrupt wegschicken müsse. Allein dieser Brief hat mich schon unzufrieden zurückgelassen … Auf der einen Seite meint die Mutter, dass sie ihre Tochter liebt, sie so lange wie möglich hätte bei sich behalten wollen, dass es ihr leid täte, dass sie eine anständige Ausbildung durch die Tante verhindert hätte – und dass es sie immer gewundert hätte, dass Meridian nie gefragt hätte, warum ständig Tiere in ihrer Nähe sterben.

Um jetzt mal wohlwollend damit umzugehen, kann ich nun behaupten, dass die Mutter, die Fähigkeiten der Tochter ignoriert hätte, um die Tatsache zu verdrängen, dass sie Meridian an ihrem sechzehnte Geburtstag wegschicken müsse. Doch wenn dem so ist, dann frage ich mich, warum das Mädchen von den Eltern nie liebevoll behandelt wurde. Denn laut Meridian hat nur ihr kleiner Bruder sie manchmal umarmt und wie einen normalen Menschen behandelt.

Dann lese ich, dass eine Fenestra 106 Jahre alt wird, wenn sie nicht vorher eines unnatürlichen Todes stirbt. Unter diesen Umständen hätte ich spätestens beim 104 Geburtstag der Tante darauf bestanden, dass Meridian ausgebildet wird. Denn das die Zeit nicht reichen würde, wenn man den sechzehnten Geburtstag von Meridian (und 106sten der Tante!) abwartet, sollte wohl für alle Beteiligten erkennbar gewesen sein. Die Frage, warum eine Fenestra nicht älter wird, wird übrigens nicht beantwortet. Was mich dann doch wieder zu einem gequälten „Warum?“ veranlasst!

Und allein die Dummheit der Tante, die (wenn man sich mal das Tagebuch anguckt) jeden Unfall, jeden ungeklärten Todesfall einer Fenestra auf die bösen Aternocti schiebt, aber nicht in der Lage ist eine Verbindung zwischen diesen Bösewichten und dem unheimlichen Reverend der örtlichen Gemeinde zu ziehen, treibt mich die Wände hoch. Ich meine, wie viele Hinweise braucht man denn noch, wenn man schon zusehen muss, wie der Ort sich verändert, wie die Alteingesessenen vertrieben werden, wie die Tante quasi ein Berufsverbot auferlegt bekommt – und wie der Reverend anscheinend für den Tod eines Kindes, brennende Häuser und ähnliche wunderbare Entwicklungen verantwortlich ist?

Lustigerweise hat mir das Buch trotz des Ärgers über die Unstimmigkeiten irgendwie doch gefallen. >g< Ich werde es bestimmt irgendwann noch einmal lesen, auch wenn mir dabei wohl durchgehend Gedanken durch den Kopf schießen werden, die sich darum drehen, wie man diese Geschichte stimmig erzählen könnte. Und einer Fortsetzung stehe ich auch nicht so abgeneigt gegenüber, werde diese dann aber wohl eher aus der Bibliothek ausleihen ...

Samstag, 28. November 2009

Nachzügler

Heute trafen noch zwei weiter Bücher bei mir ein. Einmal gab es ein Päckchen von Bibendum mit diesem interessanten Titel:
Um das Buch schleiche ich schon eine Weile herum, da ich es wirklich faszinierend finde, wie sich Sprache verändert. Und oft genug muss ich anderen Leuten erklären, was ich gerade gemeint habe, nur weil ich ein Wort verwendete, das mir aus Büchern geläufig ist - und das anscheinend inzwischen zur aussterbenden Art gehört. ;)

Und dann gab es noch ein Buch, das es noch nie auf eine meiner schriftlichen Wunschlisten geschafft hat, obwohl ich es schon so lange lesen will:
Dieses kleine Hardcover ist wirklich besonders hübsch aufgemacht - und ich freu mich schon sehr darauf es zu lesen. :)

Donnerstag, 26. November 2009

Von Büchern und anderen Geschenken

Momentan ist der Mittwoch nicht gerade mein Lieblingstag, denn an diesem Tag ziehe ich los, besorge einige Kilo gewolftes Fleisch und bin dann eine Stunde lang damit beschäftigt diese Fleischmengen in passende Portionen für die Fütterungen der nächsten Woche aufzuteilen. Für mich als Vegetarier gibt es eindeutig angenehmere Beschäftigungen, auch wenn ich mich darüber freue, wie gut die Rohfütterung den Katzen tut.

Doch gestern wurde ich liebevoll (und viel zu früh >g<) geweckt und in Wohnzimmer geführt, um ein paar Geschenke auszupacken. Und - wenn man von dem kleinen Fehlgriff meiner Mutter (die wohl auch in den kommenden 38 Jahren nicht verstehen wird, dass ich einen anderen Geschmack habe als sie ;) ) absieht – es waren tolle Geschenke, die da auf mich warteten! :)

Drei der vier Bücher standen noch nicht so lange auf meiner Wunschliste, umso mehr freue ich mich darüber.



Von dieser aktuellen Reihe von Nora Roberts habe ich „Abendstern“ letzten Winter gelesen. Damals lag es auf dem Schreibtisch meiner Kollegin und da ich an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Büro nicht so viel zu tun hatte, habe ich es während der Arbeitszeit verschlugen. >g< Die Geschichte erinnert mich an eine Mischung aus ihren Romanen um die MacKade-Brüder und ihrer „Three Sisters“-Trilogie. Nichts Neues, aber nett zu lesen! Und so schlich ich schon eine ganze Weile um die Fortsetzung „Nachtflamme“ herum. >g<

„Tödliche Schatten“ ist der Roman der Benni-Harper-Krimis, der mir zur Komplettierung der Reihe noch fehlte. Auch wenn sich im Laufe der Zeit der Schwerpunkt der Geschichten weg vom Krimi und hin zu Bennis Beziehungen verlagerte, so mag ich die Figuren, das beschriebene Kleinstadtleben und die immer wieder auftauchenden Anspielungen auf Quilts und das Patchworken. :)

„Meridian“ ist zuletzt auf meinen Wunschzettel gewandert. Als ich die Beschreibung im Katalog las, fühlte ich mich nicht so angesprochen. Ich gehöre wohl weniger zur Zielgruppe und bin so langsam auch ein wenig übersättigt, was dieses Genre angeht. Aber dann häuften sich die positiven Rezensionen und ich wurde immer neugieriger auf das Buch. >g< So habe ich es gestern auch gleich angefangen zu lesen und bin momentan noch auf Seite 117. Ganz kann ich die Begeisterungsstürme nicht teilen, fühle mich aber gut unterhalten und bin gespannt wie es weitergeht. Ganz schlecht sind die Massen an Patchworkdecken, die ständig erwähnt werden, denn jetzt juckt es mir in den Fingern endlich wieder zu Nadel und Faden zu greifen – dabei muss ich die nächsten Tage noch eine Mütze für meinen Schwiegervater stricken (der hat Anfang Dezember Geburtstag) und die anderen angefangenen Dinge wollte ich auch erst fertig machen, bevor ich die nächste Decke in Angriff nehmen …

Damit ich nicht nur noch mit einem Buch vor der Nase dasitze, hat mein Liebster dann noch eine DVD für mich gefunden. :)



„Das Mädchen, dass durch die Zeit sprang“ fiel mir schon vor einigen Monaten ins Auge. Die Geschichte reizt mich sehr – und ich habe schon viel zu lange keinen schönen neuen Anime mehr gesehen. >g<

Und da mein Mann auch für das „Hauptgeschenk“ von meinen Eltern verantwortlich war, gab es auch noch ein Spiel für mich.



„Eternal Sonata“ kam vor einem Jahr für die XBOX 360 heraus und die Idee hat mir gleich gefallen. Zum ersten Mal habe ich es bedauert, dass diese Konsole nicht in unserem Haushalt zu finden ist. >g< Dass das Spiel dann auch für die PS3 erschien, war dafür eine umso schönere Neuigkeit. Leider bekam ich es nicht als Rezi-Exemplar – und selber kaufen war zu dem Zeitpunkt nicht drin. Umso schöner ist es, dass mein Mann sich die letzten Wochen daran erinnert hat, wie sehr mich das Spiel reizte. :) Die Geschichte basiert auf der ungewöhnlichen Idee den sterbenden Chopin im Traum ein fantastisches Abenteuer erleben zu lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich viele Spielelemente um die Musik des Komponisten drehen – und der Soundtrack ebenfalls aus seinen Werken besteht. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mir gefällt!

Und dank der lieben Anrufe gestern, weiß ich, dass da die nächsten Tage noch zwei Päckchen bei mir eintreffen werden. Doch erst einmal gab es noch zwei Manga (mit nicht so schönen Cover)für mich:



Von dieser Reihe hatte ich den ersten Band gelesen (mal wieder bei der Arbeit >g<) und mich hat die Geschichte fasziniert. Bei nächtlichen Skateboard-Rennen kam vor einiger Zeit der Schüler Masato auf ungeklärte Weise ums Leben. Seine Freunde haben seinen Tod noch nicht verwunden, als ein geheimnisvoller Neuer an der Schule auftaucht und herauszufinden versucht, was damals mit Masato passierte … Band 1 und 3 habe ich mir vor einigen Wochen bei meinem ersten Besuch im örtlichen Comicladen besorgen können, aber Band 2 und 4 waren leider nicht auf Lager. Doch nun habe ich die Serie komplett – und hoffe sehr, dass es so spannend weitergeht, wie der erste Teil andeutete.

Nach einem so netten Tagesanfang konnten auch die Fleischmengen für die Katzen mich nicht stören – und da das Wetter so wunderschön kalt und sonnig war, habe ich danach die Gelegenheit genutzt und Laub geharkt. Es hat mir so viel Spaß gemacht draußen zu arbeiten, dass der Nachbar von meiner guten Laune auch noch profitierte, denn seinen Vorgarten habe ich gleich mitgemacht. >g<

Abends gingen mein Mann und ich dann in ein Lokal in der Nähe und haben uns ein unglaublich leckeres Essen gegönnt! :) Lustigerweise hatte ich beim Laubharken darüber nachgedacht, dass ich es eigentlich mag älter zu werden. Mit jedem Jahr komme ich mehr bei mir an und fühle ich mich wohler mit mir. Allerdings irritierte es mich sehr, als ich vor einigen Monaten feststellen musste, dass ich inzwischen von meinen neuzugezogenen studentischen Nachbarn gesiezt werde. Unter Studenten duzt man sich normalerweise – und so wird mir dann doch mal wieder bewusst, dass mein Diplom schon zehn Jährchen her ist. Nun, so sehr mich die siezenden Studenten zum Stutzen brachten, so sehr irritierte es mich auch, dass ich gestern im Restaurant von der – wirklich supernetten! – Bedienung geduzt wurde. Sollte mir das nun zu denken geben? >g<

Wieviel Anläufe braucht man, um ...

... in einem Haushalt mit Katzen ein Foto zu machen?

So sah das gerade aus, als ich ein paar Sachen auf den Boden legte, um sie zu fotografieren. >g<









Montag, 23. November 2009

Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1

Es gibt eine Sache, die mich an "Die Einhorn-Chroniken" irritiert: Der Band "Das Tor zwischen den Welten" wird als erster von drei Teilen bezeichnet - und beinhaltet die ersten beiden amerikanischen Bücher "Into the Land of the Unicorns" und "Song of the Wanderer". Bislang gibt es bei Scholastic Inc. nur einen dritten Teil der Reihe - weiter Bände kann ich auf der Homepage des Verlags nicht einmal als Ankündigung finden. Allerdings verspricht Amazon.com für 2010 den Titel "The Last Hunt" als vierten Teil der Reihe ... Und nun bin ich ein wenig verwirrt. ;) Aber immerhin ist es schön mal zu sehen, dass die deutsche Veröffentlichung nicht nur einen halben amerikanischen Roman, sondern gleich zwei Bücher beinhaltet! :)

Doch erst einmal ein Wort zum Inhalt: "Das Tor zwischen den Welten" erzählt von Caras unglaublichen Erlebnissen in einer fantastischen Welt. Als sie eines Tages mit ihrer Großmutter Ivy aus der Bibliothek kommt, fällt dem Mädchen auf, dass sie von einem fremden Mann verfolgt werden. Die beiden flüchten in eine Kirche und als der Fremde sie dort aufspürt, verhält sich die Großmutter sehr merkwürdig. Ivy Morris gibt ihrer Enkelin ein wertvolles Amulett, geht mit ihr in den Glockenturm und beginnt dort zu läuten. Cara soll beim zwölften Glockenschlag mit dem Amulett in der Hand vom Kirchturm springen, um sich so in Sicherheit zu bringen!

Zu ihrer großen Überraschung landet Cara so im märchenhaften Kirin und schnell begegnet sie allerlei fantastischen Gestalten, wie dem Einhorn Lightfoot, dem Dumbeltum und dem Skijum. Aber Kirin hat auch seine Schattenseiten und dazu gehören so boshafte und unheimliche Kreaturen wie die Delfer, die Cara das Ivys Amulett stehlen wollen. Hier in Kirin erfährt das Mädchen von den magischen Fähigkeiten des Schmuckstücks, und dass ihre Großmutter Morris schon häufig in Kirin war und als Freundin der Einhörner gilt. Das ist auch der Grund, warum der Fremde sie und Cara gejagt hat. Denn er gehört zu den Jägern, die seit Jahrhunderten versuchen einen Weg in die magische Welt zu finden, um die Einhörner auszulöschen.

Mir gefiel diese fantastische Geschichte sehr gut. Mit Cara zusammen konnte ich eine klassische Märchenwelt entdecken und habe vor allem den Dumbeltum schnell in mein Herz geschlossen. Auch wenn es für jüngere Leser einige erstaunlich heftige Szenen in diesem Roman gibt, sorgt die märchenhafte Stimmung dafür, dass man Caras Abenteuer in Kirin einfach nur genießen konnte. Allerdings muss ich zugeben, dass ich erst nach der Hälfte des Bandes gemerkt habe, dass mir hier zwei Romane präsentiert werden und das hat mich beim Lesen schon gestört. Denn auf einmal bekam ich innerhalb einer durchgehenden Geschichte wieder all die Dinge erklärt, die ich am Anfang schon einmal erzählt bekommen habe. Ein kleiner Hinweis des Verlages wie z.B. ein Titelblatt für den zweiten Teil, wäre da ganz nett gewesen. >g<

Wer von Bruce Coville schon die Geschichten um den Zauberladen kennt, wird vielleicht ein wenig erstaunt sein, wie sehr sich sein Erzählstil von diesen Romanen unterscheidet. "Das Tor zwischen den Welten" ist eindeutig ernsthafter und da der Großteil der Geschichte nicht in unserer Welt spielt, wirken Caras Abenteuer auf mich nicht so ungewöhnlich wie die Zauberladen-Bücher. Trotzdem findet man hier ein wunderschönes modernes Märchen voller seltsamer Kreaturen und wirklich rührender Momente, die einem schon mal eine Träne ins Auge treiben können. ;)

Samstag, 21. November 2009

Anime: Das Königreich der Katzen

Gerade eben sah ich, dass heute Abend auf SuperRTL „Das Königreich der Katzen“ ausgestrahlt wird. Ich habe den Film noch nie auf Deutsch gesehen, aber ich kann diese Geschichte nur empfehlen. Studio Ghibli ist in der Regel ein Garant für besonders schöne Anime – und auch diese Geschichte voller Katzen und märchenhafter Elemente ist einfach nur wunderschön anzuschauen.

Die Schülerin Haru rettet auf dem Heimweg eine schwarze Katze davor überfahren zu werden. Dass sich der Kater danach auf die Hinterbeine stellt, sich vor ihr verbeugt und für die Rettung bedankt, sorgt für ein wenig Verwirrung bei dem Mädchen, die sie sich aber mit dem erlittenen Schreck erklärt. Doch in der Nacht zieht eine aufsehnerregende Katzenprozession an ihrem Haus vorbei. Der König der Katzen will Haru so einige Wohltaten zukommen lassen, um sich bei ihr für die Rettung seines Sohnes bedanken.

Doch für Haru bringt hüfthohe Katzenminze in ihrem Garten genauso wenig Freude wie ein Haufen kleiner Geschenkpäckchen voll mit lebenden Mäusen. Da die Katzen nicht das richtige Präsent für das Mädchen finden, beschließt der König, dass Haru ins Königreich der Katzen gebracht – und mit dem Prinzen vermählt wird. In ihrer Not wendet sich die Schülerin an Humbert von Gikkingen, einen Kater, der ihr zusammen mit seinem Freund Muta zu Hilfe kommt. Und Hilfe hat Haru wirklich nötig, denn wenn es ihr nicht gelingt rechtzeitig das Königreich der Katzen wieder zu verlassen, verwandelt sie sich selber in eine Samtpfote!

Das erste Mal habe ich den Film auf der Connichi 2003 in Kassel gesehen, doch damals konnte ich leider das Ende nicht gucken, da meine Mitfahrer nach Hause wollten. Kurz darauf haben wir uns dann die japanische DVD zugelegt und gucken den Anime immer wieder gerne! „Das Königreich der Katzen“ ist einfach eine zauberhafte Geschichte, und gerade an Gestik und Mimik der Samtpfoten kann man merken, wie sehr die Zeichner sich vorher mit Katzen beschäftigt haben müssen. Ich kann leider nicht sagen, wie die deutsche Synchronisation ist, aber wer märchenhafte Trickfilme mag und eventuell noch eine Schwäche für Katzen hat, sollte heute Abend mal den Fernseher anwerfen und sich ein bisschen Zeit für diesen Film nehmen. :)

Freitag, 20. November 2009

Kleiner SUB-Zuwachs

So oft bin ich ja noch nicht in die Innenstadt meiner neuen Heimat gelangt, und an den meisten Tagen habe ich genug damit zu tun die nähere Umgebung zu erkunden. Trotzdem konnte ich es mir bei keiner Fahrt ins Zentrum verkneifen, die Augen nach "der richtigen Buchhandlung" aufzuhalten. Doch so recht hat mich keine angesprochen - es waren auch nicht gerade viele davon zu finden. Der einzige Laden, der all die Dinge anbot, die mich interessieren, wenn ich in eine Buchhandlung gehe, gehört zu einer großen Kette. So hatte ich immerhin einen Anlaufpunkt, aber zufrieden war ich damit nicht. Mir war die Filiale einfach zu groß, zu unpersönlich, zu wenig "die kleine Buchhandlung um die Ecke".

Denn in genau solchen Buchhandlungen haben ich früher immer gearbeitet. Wir kannten unsere Kunden nicht nur beim Namen, wir wußten auch persönliche Vorlieben einzuschätzen oder konnten gar bei den Vertreterbesuchen gezielt für unsere Kunden ordern. Auch nachdem ich nicht mehr im Buchhandel gearbeitet habe, habe ich solche kleinen netten Läden bevorzugt. Ich lasse mich gern in ein Gespräch über Bücher verwickeln, mich beraten oder einfach nur auf der Straße von "meiner" Buchhändlerin grüßen. ;)

Und so war ich richtig glücklich, als ich Anfang der Woche herausfand, dass es hier in der Nähe eine Buchhandlung gibt. Am Mittwoch habe ich sie mir angeguckt und sie ist irgendwie nett ... >g< Gerade mal so groß wie unser Wohnzimmer, aber mit einem ganz gut sortierten Angebot und einer entgegenkommenden Besitzerin. Obwohl sie nicht all meine Genreansprüche auf Lager hat, fand ich die Regale ansprechend bestückt. Nur leider habe ich die interessanten Titel schon auf meinem SuB oder ich erwarte sie mit der nächsten Lieferung.

Um aber nicht vergeblich in der Buchhandlung gewesen zu sein, habe ich mir also einen Roman bestellt, der mich schon lange reizt. Egal in welchem Forum oder welchem Blog ich in den letzten Monaten gestöbert habe, jeder schien von diesem Titel begeistert zu sein. Also wird es Zeit, dass ich mir auch mal ein Bild davon mache. So habe ich gerade "Bartimäus" abgeholt und bin gespannt wie er mir gefallen wird. Doch vorher habe ich hier noch ein paar dringendere Titel, die auch noch gelesen werden wollen ... >g<

Mittwoch, 18. November 2009

Susan Elizabeth Phillips: Mitternachtsspitzen

Nachdem Soleil vor einigen Wochen eine begeisterte Rezension zu dem Roman „Mitternachtsspitzen“ geschrieben hat, dachte ich, dass ich doch auch mal einen Blick in das Buch werfen sollte. Eine Freundin von mir ist vor ein paar Jahren nach Amerika ausgewandert und hatte mir vorher einen großen Schwung Bücher überlassen. Darunter auch einige Romane von Susan Elizabeth Phillips, die ich dann hintereinander gelesen habe. Doch so gehäuft hat es mich geärgert, dass in jedem Roman ein anfangs unschuldiges Mädchen die Hauptfigur war, und dass diese dann eine Beziehung mit einem (deutlich) älteren und vor allem erfahreneren Mann anfing, der sie in die Geheimnisse der Liebe einwies.

Auch in „Mitternachtsspitzen“ zeigt sich dieses Schema wieder, doch zusätzlich beschlich mich das Gefühl, dass die Autorin sich bei ihren Figuren von Georgette Heyers „Der Page und die Herzogin“ hat inspirieren lassen. Die jungenhafte Kit reist kurz nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg von der familiären Baumwollplantage nach New York, um Baron Cain zu ermorden. Dieser hat nämlich von Kits böser Stiefmutter die Plantage geerbt – und nur sein Tod würde die junge Frau in die Lage versetzen den väterlichen Besitz ihr eigen zu nennen.

Doch der durchschaut schnell, dass sein neuer Stallbursche ein Mädchen ist. Und da das Schicksal ihn sogar zum Vormund der aufmüpfigen Dame gemacht hat, steckt er sie erst einmal in eine Schule, in der sie lernen soll, wie sich eine Lady zu benehmen hat. Drei Jahre später ist aus dem Wildfang eine hinreißende Frau geworden, deren Ausstrahlung auch der erfahrene Baron kaum widerstehen kann. Doch Kit verfolgt weiterhin nur ein Ziel: Wieder in den Besitz der Plantage zu gelangen.

Soleils Begeisterung für das Buch kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Aber ich habe heute einen netten Nachmittag mit Kit und ihrem attraktiven Baron gehabt. Obwohl der Verlauf der Handlung recht vorhersehbar ist und mich so mancher Anfall von Dickköpfigkeit bei den beiden Hauptfiguren zum Kopfschütteln bewegt hat, ist es eine unterhaltsame Geschichte. Doch vor allem haben mir ein paar Nebencharaktere – besonders Veronica – gefallen und bei mir immer wieder für ein Schmunzeln gesorgt.

Achja, noch etwas zum Cover: Meine Güte, hat den niemand in diesem Verlag mal das Buch gelesen, bevor die Umschlaggestaltung ausgewählt wurde? Das ist ein Roman, der kurz nach dem Sezessionskrieg spielt ... und die weibliche Hauptfigur ist schwarzhaarig … und in keiner Weise so rosa-blond … und was soll das für eine Geste sein? … und ich mag so belanglose Cover absolut nicht! ;)

Dienstag, 17. November 2009

Mellis 24-h-read-a-thon



Gestern Abend bin ich über Mellis 24-h-read-a-thon gestolpert und mich hat diese verrückte Idee gleich angesprochen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich 24 Stunden am Stück lese. Aber es wäre die erste Gelegenheit, um mich bei solch einem Lesemarathon mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Doch natürlich fällt der Tag des 24-h-read-a-thon mit Bibendums Wise-Guys-Besuch zusammen. Und auch wenn wir dann schon ein paar Tage miteinander verbracht haben, so ist es doch nicht gerade höflich, die letzten Stunden vor der Abreise seinen Besuch nur über die Kante eines Buches zu sehen. ;)

Da Bibendum heute aber meinte "Wenn es dir Spaß macht, dann meld dich an" - und mein Mann schon gestern versprach, dass er an diesem Wochenende Kochen, Katzen und sonstige Verpflichtungen übernehmen könnte, habe ich mich nun zu diesem 24-h-read-a-thon verpflichtet.

Ich bin gespannt, wie das so ablaufen wird. Freu mich auf den Austausch mit anderen Lesern - und überlege schon ein bisschen, welche Titel ich mir für diese 24 Stunden zur Seite lege. Und damit ich die Zeit nicht aus den Augen verliere, werde ich gleich mal Mellis Countdown einbasteln. ;)

Montag, 16. November 2009

Diane Setterfield: Die dreizehnte Geschichte

„Die dreizehnte Geschichte“ ist Diane Setterfields Debütroman und wanderte 2007 direkt auf die Bestsellerlisten. Die Geschichte handelt von der Buchhändlerin und Hobbybiografien Margaret Lea, die die einmalige Gelegenheit bekommt, die Lebensgeschichte der gefeierten Schriftstellerin Vida Winter zu verfassen. Die Autorin hatte von Anfang an Stillschweigen über ihren familiären Hintergrund bewahrt und jahrelang in den verschiedenen Interviews immer wieder neue Geschichten über ihr Leben erfunden. Doch nun beschließt Vida, dass es an der Zeit die Wahrheit über ihre Herkunft und ihre Vergangenheit zu erzählen.

Obwohl Diane Setterfield sich viel Zeit nimmt, um ihre Handlung zu erzählen, habe ich mich mit diesem Roman sehr wohl gefühlt. Die Autorin hat eine wundervolle Hommage an die Klassiker des 19. Jahrhunderts, wie „Jane Eyre“ oder „Die Frau in Weiß“ geschaffen. So nimmt Diane Setterfield viele vertraute Motive auf – und bemüht auch den Zufall nicht gerade selten -, um eine im besten Sinne altmodische Geschichte zu erzählen.

Zwischen den beide Hauptfiguren Vida und Margaret entsteht ein angenehmer Kontrast, der dafür sorgte, dass ich durchgehend neugierig auf die Handlung blieb (auch wenn so manche Wendung für mich vorhersehbar war). Vida beginnt ihre Geschichte bei ihren Großeltern, deren seltsame Liebe den Grundstein legte für die Erlebnisse und das Elend ihrer Nachkommen, und die die Ursache für die Geschehnisse rund um die Zwillinge Adeline und Emmeline Angelfield bildeten.

Nachdem Vida schon so viele Jahrzehnte Lügengeschichten über ihr Leben gesponnen hat, fällt es der Autorin selber schwer zwischen Wahrheit und Märchen zu unterscheiden. Und es wird deutlich, wie belastend es für sie ist in ihre Vergangenheit zurückzugehen. Doch durch Margarets wissenschaftliche Neugier, die dafür sorgt, dass die junge Frau jeden Teil der Erzählung erst durch Fakten aus Archiven und Kirchenregistern belegt haben muss, bevor sie eine solch ungeheuerliche Geschichte glauben kann, wird auch für den Leser die Handlung realer. Oh, und Margaretes Liebe zu Büchern, ihre Arbeit in dem Antiquariat des Vaters und der Zuflucht, die sie in ihren Romanen findet, haben mich wirklich sehr angesprochen.

Mit „Die dreizehnte Geschichte“ von Diane Setterfield bekommt man einen wirklich ungewöhnlichen Roman zu lesen. Aus einer Hommage an die viktorianischen Klassiker hat die Autorin eine spannende Geschichte mit faszinierenden Charakteren und unverhofften Wendungen geschaffen, die mich hervorragend unterhalten hat.

Blick aus dem Fenster


Ein Blick aus dem Fenster präsentierte mir gerade einen richtig verregneten Tag. Ich liebe solche Regentage und gerade im Herbst gibt es für mich nichts kuscheligeres als dieses Wetter!


Nachdem ich heute Vormittag schon fleißig war, werde ich mir den Nachmittag so richtig schön gemütlich gestalten. Noch weiß ich nicht, ob ich nur lese oder mir auch vorlesen lasse, aber bei der Auswahl ist es eh schwer sich zu entscheiden.


Eins weiß ich aber mit Bestimmtheit: Mein Sofa wird schon für mich vorgewärmt und ich darf meine Tasse mit Händen und Füßen verteidigen und es wird nicht leicht zwischen den Fellmonstern auf meinem Schoß Platz für meine Lektüre oder mein Handarbeitszeug zu finden. Aber genau so mag ich es! :)

Samstag, 14. November 2009

Matthew Skelton: Cirrus Flux

Nachdem ich Matthew Skeltons ersten Roman "Endymion Spring" wirklich mit Begeisterung gelesen hatte, war ich unheimlich gespannt auf sein zweites Werk. "Cirrus Flux - Der Junge, den es nicht gab" wird ebenso wie "Endymion Spring" über mehrere Zeitebenen erzählt. Aber hier sind die Zeitsprünge nicht so groß, sondern umfassen gerade mal zwölf Jahre.

Cirrus wächst in einem Waisenhaus in London auf. Man schreibt das Jahr 1783 und während die britischen Schiffe um die Welt reisen und jeden Tag von neuen Entdeckungen berichtet wird, wird Naturwissenschaft und Elektrizität noch wie Magie behandelt. In seinem Heim bekommt Cirrus von all diesen Wundern nichts mit. Mit seinem besten Freund stromert er durch die Gegend, bis ihn eines Tages ein unheimlicher Fremder beobachtet. Schnell findet Cirrus heraus, dass mehr als ein Mann hinter ihm her ist. Verschiedene Parteien glauben, dass der Junge von seinem Vater eine geheimnisvolle Kugel geerbt hat, die den "Atem Gottes" beinhaltet.

Auch das Mädchen Pandora wird in die Jagd nach der Kugel hineingezogen. Sie lebt ebenso wie Cirrus im Waisenhaus und wird von dem Vorsteher Mr. Chalfont bei der unheimlichen Mesmerismuskünstlerin Madame Orrery in Dienst gegeben. Auch diese Frau ist hinter dem Geheimnis her, das sich in Cirrus Besitz befinden soll - und Pandora versucht alles, um dem Jungen gegen ihre Dienstherrin beizustehen. Während sich die Geschichte anfangs recht gemächlich entwickelt, überschlagen sich zum Ende die Ereignisse. Durch den gesamten Roman ziehen sich Rücksprünge, die dem Leser aufzeigen, wie es dazu kam, dass Cirrus' Vater James in den Besitz des „Atem Gottes“ kam – und wieso er sich gezwungen sah, seinen Sohn in die Obhut des Waisenhauses zu geben.

Ich fand diese Mischung aus Magie und Naturwissenschaft und die Atmosphäre, die Matthew Skelton geschaffen hat, wirklich faszinierend. Ein wenig erinnerte mich das Buch an den Film „Prestige“ mit Hugh Jackman, Christian Bale und Michael Cain, aber leider hat es der Autor in meinen Augen nicht geschafft, seinen Figuren genug Raum zu bieten. Die Charaktere sind entweder nett oder böse – und auch wenn ich Cirrus' und James' Handlungen nachvollziehen kann, so berührte mich ihr Schicksal recht wenig. Einzig Pandora wuchs mir soweit ans Herz, dass ich mit ihr etwas mitfiebern konnte.

Die Bösewichte hingegen waren mir zu motivlos. Okay, Madame Orrery wird mit einer Vergangenheit ausgestattet, die erklären soll, warum diese Frau so kaltherzig ist. Und der Zauberkünstler Leechkraft ist einfach geldgierig, aber so recht reicht mir das als Hintergrund nicht. Ich wünsche mir wirklich, dass sich Matthew Skelton mehr Zeit genommen hätte, um seine Figuren auszuarbeiten und all die Möglichkeiten, die dieses fantastische London bietet, auszuschöpfen. Doch trotz meiner Kritikpunkte habe ich „Cirrus Flux“ gern gelesen – nur eben nicht mit ebenso viel Euphorie wie „Endymion Spring“.

Freitag, 13. November 2009

Videospiel: Folklore (PS3)

Da ich zur Zeit ein bisschen lesemüde bin (es gab einfach zuviele Romane hintereinander, die meine Erwartungen nicht erfüllt haben), lockt mich gerade mal wieder das Spielen an der Konsole - und bei dem Wetter passt Folklore perfekt. Um auch hier mal das Spiel vorzustellen, habe ich eine alte Rezi von mir dazu rausgekramt. :)

Inhalt:
Doolin ist ein kleines, verlassenes Dorf an der irischen Küste, über das so einige Gerüchte in Umlauf sind: Es heißt, dass man dort mit den Toten Kontakt aufnehmen kann. Die junge Ellen wird durch einen Brief ihrer verstorben geglaubten Mutter am Tag vor Samhain nach Doolin gelockt. Sie und der Reporter Keats, der zwar für eine okkulte Zeitschrift arbeitet, aber nicht an das Okkulte glaubt, treffen dort aufeinander. Keats wurde von einer verzweifelt wirkenden Anruferin auf das Dorf Doolin aufmerksam gemacht und beschloss dort Recherchen durchzuführen. Nun müssen Ellen und er ein siebzehn Jahre zurückliegendes Geheimnis lösen und herausfinden, wer oder was war damals für die Morde an einigen Dorfbewohnern verantwortlich war und was diese Geschehnisse mit Ellen und ihrer Mutter zu tun haben.

Meinung:
Um in „Folklore“ das Geheimnis von vor siebzehn Jahren zu lösen, müssen Ellen und Keats an Samhain sowohl im heutigen Doolin als auch in der Unterwelt der Faerys ermitteln, welche voll ist von Figuren der irischen Mythologie. Beide Schauplätze sind sehr stimmungsvoll angelegt. Das düstere, verlassene Doolin im November wirkt, als wäre es mal ein sehr schönes und heimeliges Zuhause für seine Bewohner gewesen, doch nun sind nur noch die Erinnerungen an bessere Zeiten und ein paar zurückgebliebene Personen übrig. Über dem ganzen Ort liegt ein Gefühl von Verlust und Melancholie, welches durch die stimmungsvolle Musikuntermalung noch betont wird.

Die Unterwelt, in der die Faerys zuhause sind, besteht aus mehreren Reichen. Von einer fröhlich wirkenden Blumenwiese bis hin zu einem trostlosen Kriegsgebiet haben die Faeryreiche unterschiedliche und liebevoll angelegte Kulissen zu bieten. Die stimmigen Hintergründe, die vielen Details und, nicht zu vergessen, die dort hausenden Folks in all ihrer Vielfältigkeit machen die Unterwelt zu einem optischen Genuss. Egal wie oft man ein Gebiet betritt, es wird so schnell nicht langweilig, weil man das Gefühl hat, dass man immer wieder etwas Neues entdecken kann.

Diese liebevollen Details im optischen Bereich trösten den Spieler auch ein wenig darüber hinweg, dass jedes Reich recht übersichtlich ist und der Weg linear durch die Unterwelt führt. Hier wäre es schön gewesen, wenn die Entwickler mehr Räumlichkeiten und vielleicht etwas verschachteltere Gebiete zur Verfügung gestellt hätten. Doch nicht nur die Dungeons sind einfach angelegt, auch die Geschichte verläuft ohne Umwege.

Ellen und Keats ermitteln getrennt voneinander. Sie befragen die verbliebenen Bewohner von Doolin, bis sie einen Hinweis bekommen, der sie in die Unterwelt schickt. Dort müssen sie einen Verstorbenen suchen und bekommen von ihm vielleicht ein paar kleine Antworten zu den Geschehnissen von vor siebzehn Jahren. Dadurch, dass der Spieler auf wirklich gelungene Art nur mit kleinen Informationsteilchen versorgt wird, bleibt die Ermittlung spannend bis zum Schluss. Jeder Zeuge, egal ob lebend oder tot, kann nur seinen Teil der Wahrheit mitteilen, nur das, was er damals gesehen oder erlebt hat oder ein kleines Gerücht, welches ihm zu Ohren kam, aber dessen Wahrheitsgehalt er nicht bestätigen kann.

In diesem Teil des Spiels wäre es allerdings schön gewesen, wenn der Spieler mehr Eigenverantwortung bekommen hätte. Hinweise von den Lebenden und den Toten bringen Ellen und Keats dazu, nach Totenandenken zu suchen, doch statt dass man ein Haus oder eine Gegend erst einmal durchsuchen muss, präsentiert sich der Gegenstand, auf den man verwiesen wurde, schon bei Betreten des Raumes. So kann man gar nicht daran vorbeigehen. Kaum hat man ihn dann in der Hand, läuft auch schon die weitere Geschichte ab. Hier wäre ein wenig mehr Spielraum für Ermittlungsarbeit und das typische Schnüffeln eines Reporters schön gewesen.

Da die Ermittlungen der beiden Hauptcharaktere parallel laufen, erlebt der Spieler die Geschichte aus beiden Perspektiven. Am Anfang eines jeden Kapitels muss man sich entscheiden, ob man als Ellen oder als Keats weiterspielen will. Dies führt dazu, dass man auch sehr viele Szenen doppelt zu sehen bekommt, mal aus der Sicht der jungen Frau, mal aus der Sicht des Reporters. Zum Glück passiert es nur selten, dass beide Perspektiven gleich sind, in der Regel bekommt man durch die verschiedenen Sichtweisen auch kleine, unterschiedliche Hinweise.

Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick reizvoller sein sollte, zuerst mit nur einer Figur die Geschichte durchzuspielen, so empfiehlt es sich doch, dass man erst einmal jedes Kapitel mit beiden Charakteren absolviert. Es wäre einfach zu schade, wenn man die kleinen Hinweise nicht mehr mit Spannung erwartet, weil man durch den weiteren Verlauf mit der anderen Figur schon weiß, was dahinter steckt. Gerade die abwechselnden Perspektiven auf Hinweise, die in die gleiche Richtung zu führen scheinen, machen den großen Reiz des Spiels aus.

Viele Dialoge, vor allem mit den Dorfbewohnern, bei denen man Hinweise bekommt, sind in einem comichaften Stil erzählt. Weder werden so die Möglichkeiten genutzt, die die Animation bietet, was ein wenig schade ist, wenn man an die wirklich überzeugende Qualität der Filmsequenzen denkt, noch scheint dieser Stil auf den ersten Blick in ein solch hochwertiges Spiel zu passen. Auch eine Sprachausgabe fehlt in diesen Abschnitten völlig. Doch die Erzählweise in Einzelbildern mit Sprechblasen hat einen ganz eigenen, altmodischen Charme, der wiederum ganz gut in das verlassene Doolin passt. Die Entscheidung für diesen Erzählstil ist wohl vor allem deshalb gefallen, weil die wichtigen Hinweise nicht verloren gehen sollten, und so kann der Spieler die einzelnen Bilder zurückspulen und sichergehen, dass er nichts verpasst hat.

Ergänzt wird die Hauptstory durch kleine Nebenquest. Diese Aufgaben bekommen Ellen und Keats im Wirtshaus. Bei Tag ist dies ein ebenso verlassener und trotzloser Ort wie der Rest des Dorfes, doch bei Nacht treffen sich dort die Halbwesen. Weder tot noch lebendig, dienen sie als Verbindung zwischen der realen Welt und den Faeryreichen. Von ihnen kann man Hinweise bekommen, während der Wirt die eigentlichen Aufgaben für die Verstorbenen und die Folks verwaltet.

Die Folks sind Monster, die man in der Unterwelt trifft. Die meisten von ihnen stellen sich Ellen und Keats in den Weg und müssen von ihnen bekämpft werden. Die Gestaltung der Folks ist vielfältig und mit wundervollen Details versehen. Der Kampf gegen sie reicht von einfachem Draufhauen bis zu strategisch angelegten Schlachtplänen. Doch es gilt nicht nur, die Folks zu besiegen: Hat man es richtig angestellt, dann erscheint gegen Ende des Kampfes die Seele des Folks, ID genannt, über seinem Kopf und die gilt es einzufangen.

Das Einfangen der Folk-ID ist wirklich eine großartige Anwendung der Möglichkeiten, die der Sixaxis-Controller bietet. Der Spieler muss im richtigen Momente die R1-Taste drücken, um eine Verbindung zu der Seele zu schaffen und dann, bei den leichten Fällen, mit einem Ruck die ID aus dem Körper reißen. Bei stärkeren Monstern genügt ein einfacher Ruck allerdings nicht. Dann gilt es im richtigen Rhythmus den Controller nach rechts und links zu bewegen, mit dem richtigen Timing hochzureißen, vorzuschieben oder auch in Kombination verschiedener Bewegungen die Seele zu erwischen. Manchmal ein ganz schön kniffeliger Vorgang, der niemals langweilig wird.

Die eingefangenen Folks können von den beiden Charakteren für den Kampf genutzt werden. Mit einer einfachen und jederzeit änderbaren Belegung der Aktionstasten stehen die Fähigkeiten der Folks zur Verfügung. Und so vielfältig wie die Folks sind auch die Möglichkeiten, die sie bieten. Direkter Nahkampf, Maschinensoldaten mit Bomben und Gewehren, Feuerspucker und andere elementaren Angriffe, und vieles mehr steht zur Verfügung und wollen auch genutzt werden. Einige Spieler bevorzugen ihre vertrauten Kämpfer, doch nicht jeder Gegner kann mit den gleichen Mitteln bekämpft werden, und so erfordert „Folklore“ den geschickten und wohl überlegten Einsatz der verschiedenen Monster.

Selbstverständlich entwickeln sich nicht nur Ellens und Keats Fähigkeiten im Laufe ihrer Abenteuer weiter. Auch die von ihnen eingesetzten Folks können sich verbessern. Zum Teil gilt es, bestimmte Monster mit einem Folk zu vernichten, was schon zu einer Herausforderung werden kann, oder man muss eine gewisse Menge Feinde besiegt haben oder Gegenstände sammeln, die den Folks nützen. Diese Gegenstände erhält man von besiegten Folks oder durch das Zerschlagen der in den Unterreichen befindlichen Kristalle sowie als Belohnung für erfolgreich durchgeführte Nebenquests. So kann man auch an neue Mäntel für Ellen kommen, die nicht nur ihr Aussehen beeinflussen, sondern sie vor allem vor bestimmten schädigenden Einflüssen schützen können.

Insgesamt hat das ganze Spiel eine sehr melancholische Stimmung, welche durch die dezent und stimmungsvoll eingesetzte Musik noch untermalt wird. Doch ausnahmsweise einmal hat man mit „Folklore“ ein Spiel in den Händen, in dem die Musik einfach mal zugunsten von Umgebungsgeräuschen weggelassen wurde. So entsteht eine ganz eigene und sehr schöne Stimmung, wenn man an einem sonnigen Novembertag zum Zwitschern der Vögel die Küste entlanggeht, oder zum Beispiel im Wasserreich der Faerys vom Blubbern der Luftblasen begleitet wird.

Während es in Japan schon möglich ist, weitere Nebenquests herunterzuladen, wird man sich in dieser Beziehung in Deutschland noch etwas gedulden müssen (Okay, der Teil hat sich inzwischen erledigt - Folklore-Erweiterungen sind schon längst online zu bekommen!). Doch trotzdem bietet sich jetzt schon eine Möglichkeit, online nach neuen Herausforderungen zu suchen. Der Spieler kann in „Folklore“ selbst Dungeons gestalten, die er aus einzelnen Unterwelt-Modulen zusammenbauen und mit schon eingefangenen Folks bestücken kann. Diese Spielerdungeons können online gestellt werden und stehen dann anderen Spieler zu Verfügung. Auch wenn diese Dungeons sehr linear sind und nur eingeschränkte Abwechslung bieten, ist es so doch möglich, sich neue Mäntel für Ellen oder anderes Zubehör zu erspielen.

Fazit:
Selten bekommt ein Spieler ein solch ungewöhnliches Spiel wie „Folklore“ in die Hände. Allein die Idee, eine Mordermittlung mit irischer Mythologie zu verbinden, und die schönen und liebevoll gestalteten Schauplätze machen das Spiel zu einem Erlebnis, auch wenn weniger lineare Dungeons wünschenswert gewesen wären. Die spannende Geschichte leidet nur wenig durch die Wiederholungen, die sich durch die parallelen Perspektiven der beiden Hauptfiguren ergeben. Und auch wenn der Erzählstil in comichaften Einzelbildern Kritik hervorrufen könnte, so hat dies einen ganz eigenen, altmodischen Charme, der sich stimmig in die Gesamtatmosphäre einpasst. Die Vielfalt der eingesetzten Folks, ihr kreativer Einsatz und die Herausforderungen, die im Kampfsystem stecken, machen selbst ein wiederholtes Begehen der Schauplätze zu einem Vergnügen, und noch nie waren die Möglichkeiten des Sixaxis-Contollers so gut genutzt wie beim Einfangen der Folkseelen in diesen Spiel. Trotz kleiner Kritikpunkte ein rundum gelungenes Vergnügen, welches dank geplanter Onlineerweiterungen auch für längere Zeit Spielspaß bieten wird.

Mittwoch, 11. November 2009

Wie soll man da denn arbeiten?

Jeden Morgen gibt es das gleiche Bild hier im Haus: Ich wusel ein bisschen durch die Wohnung, räume auf und lüfte, während die Katzen noch gemütlich eingekuschelt weiterschlafen.

Doch sobald ich mich an den Schreibtisch setze, um ein bisschen Bürokram zu erledigen, Rezensionen zu schreiben oder auch nur Mails zu lesen, wachen die Katzen auf!

Wenn Shandy mich nicht schon im Bett zum Schmusen genötigt hat, dann ist er noch nicht wach genug, um auf meinem Schoß zu krabbeln. Aber Baltimore und Logan starten beim ersten Knarzen des Schreibtischstuhls einen Wettlauf, wer den besten Platz zum Schmusen bekommt.

Nachdem Baltimore heute gewonnen hat, krabbelte er zuerst auf meinen Schoß, dann ruhte er eine Weile quer über meinen Nacken liegend auf meinen Schultern (ich sehe jedes Mal danach aus, als ob ich mich kopfüber in eine Dornenhecke gezwängt hätte) und zuletzt beschloss er, dass er meine Post durchgucken müsse.



Immerhin hat er so Platz für Logan gemacht, der die Gelegenheit sofort nutzte und auf meinen Schoß hüpfte. Halb auf mir, halb auf der Tastatur rumstapfend sucht er auf dem Foto noch die beste Position zum Schmusen. Was für ihn bedeutet, dass er jetzt gerade quer über meinen Unterarmen liegen muss. Und jedes Mal, wenn ich es wage meinen rechten Arm zu bewegen, um nach der Maus zu greifen, bekomme ich einen sehr strafenden Blick zu geworfen ...



Irgendwann werden die beiden den Schreibtisch wieder verlassen - und dann kommt Shandys Schmusestunde! Nur gut, dass unsere Madame mit den Streicheleinheiten warten kann, bis ich die Dosen mit dem Frischfleisch öffne ...