Mittwoch, 30. September 2009

Eeva-Kaarina Aronen: Der Sommer vor meinem Fenster

"Hagar Edith Wikström weiß noch nicht, dass dies der letzte idyllische Sommer in der Wohnsiedlung Kanaan sein wird. Sie arbeitet seit Jahren als Rundfunkjournalistin von Zuhause aus. Ihre Gewohnheit, Fenster, Höfe und Bewohner in ihrer Nachbarschaft zu beobachten, lässt sie in diesem Sommer Zeugin dramatischer Ereignisse werden, die in einem schaurigen Verbrechen gipfeln ..."

Vielleicht hatte mich der Klappentext in die Irre geführt, aber "Der Sommer vor meinem Fenster" gehörte zu den Romanen, durch die ich mich regelrecht durchquälen musste. Sprachlich schreibt Eeva-Kaarina Aronen sehr schön, ihre Ausdrucksweise kann man anfangs durchaus genießen, doch irgendwann kommt das Gefühl auf, dass die Autorin so gar nicht zu sagen hat. Oder sich zu sehr bemüht das Gesagte malerisch zu verpacken und dem Leser so die Lust am Text nimmt.

Kapitelweise stellt sie die verschiedenen Nachbarn ihrer Hauptfigur Hagar vor, die von der ihnen nachspionierenden Journalistin auch noch lauter Spitznamen verpasst bekommen haben. Bis ich die verschiedenen Beziehungen und Hintergründe verstanden hatte, hatte ich schon gar keine Lust mehr mich mit diesen Personen zu beschäftigen. Und während ich darauf wartete, dass endlich etwas großes passiert, schiebt Eeva-Kaarina Aronen einen Exkurs über die russisch-finnische Vergangenheit ein.

Dieser Part ist überaus faszinierend, mir waren vorher viele Verbindungen nicht bekannt und ich habe interessiert die Entstehung des russischen Kommunismus und seine Folgen für Finnland verfolgt – nur um dann wieder mit Hagar zusammen auf das Straßenfest der kleinen finnischen Gemeinde hinzuarbeiten. Endlich wird aus den vielen vielen Andeutungen, die seit Anfang des Buches gemacht wurden, ein konkretes Ereignis. Aber inzwischen hat die Autorin mich schon längst verloren. Hagar ist mir unsympathisch und die Vorgänge in ihrer Siedlung sind mir egal und die soooo lange aufgebaute Spannung endete für mich mit einem enttäuschenden kleinen „Puff“. Wenn ich wirklich einmal mehr über finnische und russische Geschichte lernen will, dann suche ich mir ein gutes Sachbuch. Von dieser Autorin hingegen werde ich wohl so schnell kein Buch mehr lesen, denn ich fühlte mich einfach nicht gut genug unterhalten, um die Durststrecken zwischen den interessanteren Teilen mühelos durchzuhalten …

Dienstag, 29. September 2009

Lynsay Sands: Ein Vampir zum Vernaschen

Da mir in den letzten Tagen der aktuelle Band der Reihe um die Ageneau-Vampire von Lynsay Sands in die Hände gefallen ist, möchte ich hier meinen bisherigen Lieblingsteil der Serie (und die damit zusammenhängenden Romane) ein wenig vorstellen.

"Ein Vampir zum Vernaschen" ist im amerikanischen Original der dritte Band, auch wenn er vom Lyx-Verlag an zweite Stelle veröffentlicht wurde. Im ersten Teil ("Eine Vampirin auf Abwegen") bekommt Lissianna Argeneau von ihrer Mutter zum Geburtstag einen Psychiater "geschenkt", der die junge Vampirin von ihrer Blutphobie heilen soll. Nach einige amüsanten Verwicklunge kommen sich der Arzt und seine Patientin näher ...

Der zweite Teil ("Verliebt in einen Vampir") dreht sich um Lissiannas Bruder Etienne, der von einem Vampirjäger verletzt wurde und in der Leichenhalle der Pathologin Rachel landet. Im Laufe der Ereignisse wird die Ärztin so schwer verletzt, dass Etienne nichts anderes übrig bleibt als Rachel in eine Vampirin zu verwandeln - und natürlich entwickeln auch diese beiden eine Schwäche füreinander.

"Immer Ärger mit Vampiren" ist der vierte Band und dreht sich um Etiennes und Lissiannas Bruder Bastien, der sich um die Hochzeit seines Bruders Lucern (ja, ich greife vorraus, aber bei diesen Romane ist ein Happy-End nun einmal vorhersehbar ;) ) kümmern soll. Während Bastien sich als Trauzeuge um eine Menge lästiger Details kümmern darf, wird ihm auch noch die Cousine und Trauzeugin der Braut einquartiert. Nicht gerade eine leichte Situation für den Vampir, der vor seinem Gast Terri verbergen muss, was er in Wirklichkeit ist.

Amüsant sind all diese Romane, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Niveau. Doch der Roman "Ein Vampir zum Vernaschen" hat mich so richtig gut unterhalten. Der dritte Band der Reihe handelt von Lucern, der sein Geld als Autor von Vampir-Liebesromanen verdient. Wobei diese erfolgreichen Romane auf den Liebesgeschichten seiner Geschwister basieren. Da es ihm nicht möglich ist, seiner neuen Lektorin zu erklären, warum er keine Lesereise durchs Land machen kann (da für ihn als Vampir Probleme auftauchen, die sie wohl kaum verstehen könnte), sieht er sich bald von ihr zu einem Treffen mit Liebesroman-Autorinnen gedrängt.

Natürlich bekommt er von seiner Lektorin Kate C. Leever eine besonders intensive Betreuung, damit er schön brav die versprochenen Termine einhält - und sich eine Gelegenheit ergibt, damit sich diese beiden Figuren näher kommen können. In diesem Buch hat die Autorin auf Spannungselemente wie einen Vampirjäger verzichtet und genau genommen plätschert die Handlung vor sich hin, aber gerade das hat Lynsay Sands auch die Gelegenheit geboten wundervoll lustige Szenen einzubauen.

So vorhersehbar die Handlung ist und auch wenn die romantischen und erotischen Elemente ganz nett sind, so sehr habe ich vor allem die Szenen genossen, in denen Lucern hoffnungslos altmodisch dargestellt wird. Es rächt sich einfach, wenn man so viele Jahrzehnte keinen Kontakt zu normalen Menschen hat - und wenn man dann auch noch auf eine Gruppe von Liebesroman-Autorinnen trifft, die einen unter ihre Fittiche nehmen wollen, dann ergeben sich wunderbar komische Momente, die mir auch Mal die Lachtränen in die Augen getrieben haben. :)

Nachdem nun alle Geschwister ihre Partner gefunden haben, geht es im nächsten Roman ("Vampire haben's auch nicht leicht") mit einem Cousin der Familie weiter - und ich vertraue darauf, dass der mir wieder anspruchslose, aber dafür unterhaltsame und heitere Lesestunden bescheren wird.

Sonntag, 27. September 2009

3-Fragen-Stöckchen

Soleil war so nett und hat mir vor ein paar Tagen mein erstes Stöckchen zugeworfen, das ich jetzt endlich mal beantworten will! Beim 3-Fragen-Stöckchen werden einem drei Fragen gestellt – und wenn diese beantwortet sind, kann man drei neue Fragen weiterreichen.

Frage 1: Warst Du schon einmal so versessen auf ein Buch, dass Du es auch gestohlen hättest (oder gar hast)? Welches war es - und hätte es sich gelohnt?

Antwort: Ja, ich bin einmal sehr in Versuchung gekommen, ein Buch zu stehlen – und habe es jahrelang bereut, dass ich brav geblieben bin. :D „Die Nacht der leuchtenden Pantoffeln“ ist ein recht unbekannter Titel von Max Kruse, der wohl vor allem für seine Urmel-Geschichten bekannt wurde, und ich hatte das Buch als Kind aus der Bibliothek geliehen. Als ich irgendwann genug Geld beieinander hatte, um es zu kaufen, musste ich feststellen, dass es doch wirklich Bücher gibt, die man nicht mehr kaufen kann. Als Kind war das eine erschütternde Erkenntnis – und als der Titel dann auch recht bald aus Altersgründen aussortiert wurde und somit nicht mehr auszuleihen war, bekam ich das Buch nicht einmal mehr in meiner Bibliothek.
Eine Neuveröffentlichung 1984 beim Loewe-Verlag ist leider an mir vorbeigegangen und so habe ich mir das Buch erst vor wenigen Jahren gebraucht teuer ersteigern können – und ein Diebstahl hätte sich somit nicht nur wegen des bezaubernden Inhalts, sondern auch in finanzieller Hinsicht wirklich gelohnt. ;)

Frage 2: Wir kennen sicher alle das Unverständnis darüber, viele Bücher zu besitzen und gar noch zu lesen. Gibt es eine oder mehrere Personen in Deinem Leben, die kaum oder gar nicht lesen? Wie setzt Du Dich mit ihnen auseinander? Gibt es vielleicht eine erwähnenswerte Anekdote?

Antwort: Komischerweise gehören nur sehr wenige Leute, die nicht lesen, zu meinem Bekanntenkreis – und die wenigen Nichtleser werden in der Regel irgendwann doch bekehrt. Es gibt für jeden Menschen ein Buch, man muss es nur finden. :)
Die Person, die mir am nächsten steht und nur wenig liest, ist wohl mein Mann. Er ist ein sehr langsamer und intensiver Leser und kann sich nur auf ein Buch einlassen, wenn er den Kopf frei und Zeit hat, und dies ist leider nur sehr selten der Fall. Als wir noch eine Fernbeziehung führten und er jede Woche mehrere Stunden Zugfahrt vor sich hatte, hat er einige Bücher geschafft. Aber zur Zeit konzentriert er sich lieber auf Comics (was, wie ich gerade feststelle, von mir anscheinend nicht richtig als „lesen“ definiert wird), wo er sich auch noch an den Zeichnungen erfreuen kann. Trotzdem bekommt er von mir regelmäßig Bücher geschenkt – und ich muss dann damit leben, dass so ein Roman auch mal mehrere Jahre liegen bleibt, bevor er gelesen wird. Dafür kann ich mit ihm über jedes Buch reden, das mich gerade beschäftigt, und er hilft mir oft dabei, meine schwammigen Gefühle in eine greifbare Meinung umzuwandeln.

Frage 3: Welche Entwicklungsschritte wird das Buch (nicht der Inhalt) Deiner Meinung nach noch machen? Wie schätzt Du seine Zukunft ein?

Antwort: Ich glaube nicht, dass es noch so viele Entwicklungen für Bücher gibt. Das e-book und die neuen Speicher- und Lesemedien laufen anscheinend sehr gut an und werden sich wohl auch weiter verkaufen. Und bestimmt wird in dem Bereich noch ein bisschen gebastelt und verbessert und irgendwann kann man das gesammelte Wissen der Welt in einem taschenbuchgroßen Gerät mit sich herumtragen …
Aber keine dieser neuen Entwicklungen kann das Gefühl ersetzen, das man hat, wenn man zum ersten Mal ein Buch aufschlägt. Wenn es nach Leim riecht, wenn man das Papier zwischen den Fingern spürt und wenn die Seiten noch leicht knistern, weil sie sich erst an das Umblättern gewöhnen müssen. Diese haptischen Eindrücke kann kein Lesegerät vermitteln und diese machen das althergebrachte Buch in meinen Augen unschlagbar und vor allem unverzichtbar. :)

Meine neuen Fragen:
1. Kann es passieren, dass du dich beim Lesen so über ein Buch aufregst, dass du lauthals schimpfst, ohne daran zu denken, dass dich vielleicht jemand hören könnte? Und wenn ja: Ist dir das schon mal in der Öffentlichkeit passiert? Oder kennt deine Umgebung das schon von dir und ignoriert dich dabei?

2. Gestern habe ich die Aufzeichnung der zweiten Sendung „Die Vorleser“ gesehen. In dieser hat Amelie Fried dem Zuschauern am Ende recht gönnerhaft das Recht auf Unterhaltungsliteratur (im Gegensatz zur anspruchsvollen Lektüre) zugebilligt, solange diese "gut" ist. Dies bringt mich zu meiner zweiten Frage: Was bedeutet für dich „gute Unterhaltungsliteratur"?

3. Und daraus folgt gleich die dritte Frage: Gibt es ein Buch, von dem du niemals zugeben würdest, dass du es gelesen hast? Und wenn ja: Welche Gründe gibt es dafür, dass du zu dem Titel nicht stehen kannst?


Weiterreichen möchte ich das Stöckchen an Bibendum - und wenn Soleil mag, dann kann sie es gern noch einmal aufgreifen. ;) Aus Mangel an weiteren Lesern meines Blogs (zumindest von denen ich weiß >g<) kann es natürlich auch jeder mitnehmen, der noch darüber stolpern sollte. :)

Samstag, 26. September 2009

SUB-Zuwachs

Heute brachte der Paketbote eine schöne Mischung neuer Bücher. Überraschend viele Kinder- und Jugendbücher sind dabei, aber auch ein bisschen was „für’s Herz“ und ein Krimi gegen eine Überdosis „heile Welt“. ;)

Alfred Bekker: Die Drachen-Erde-Sage 3 – Drachenthron

Alan Bradley: Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet












Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

Stephen Cole: Der Aztec Code












Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1 – Das Tor zwischen den Welten

Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord












Marc Levy: All die ungesagten Worte

Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 - Glutsand












Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht

Matthew Skelton: Cirrus Flux












Kerstin Tomiak: Drachenwind

Tanja Wekwert: Mitternachts-
mädchen

Donnerstag, 24. September 2009

Renovierung Nummer 1

Die erste Renovierung, die für mich mit diesem Umzug verbunden ist, ist bewältigt! Nach fast einer Woche, in der ich von morgens bis abends auf der Leiter stand, um eine sehr hohe Altbauwohnung zu streichen, zu lackieren und danach gründlich zu putzen, ist die Wohnung so schön, dass ich fast wieder einziehen würde.

Doch von den makellosen und strahlend weiße Wände und den perfekt (na ja, soweit es dank der Spuren der diversen Vormieter möglich war) lackierten cremeweißen Türen werden nur meine Nachmieter profitieren, was mich nicht so ganz damit versöhnt, dass ich viele bange Stunden verbracht habe. Immerhin habe ich trotz extremer Höhenangst und der Tatsache, dass ich auf gar keinen Fall weiter als drei Stufen auf die Leiter krabbeln konnte, gute Arbeit geleistet und (abgesehen von den Decken, für die wir uns einen Maler geleistet haben) alles geschafft.

An den Moment, wo ich hysterisch zitternd versuchte die Fensterlaibung mit einem „Pinsel am Stiel“ zu lackieren, während ich zwischen Waschbecken und Toilette eingeklemmt zwischen Leiter und Stuhl balancierte, will ich mich nie wieder erinnern. Aber ich kann nicht oft genug verkünden: Das ist erledigt und ich muss mir über diesen Teil des Umzuges keine Gedanken mehr machen!

Da ich es die nächsten Wochen langsamer angehen lassen will und die neue Wohnung samt dem wild wuchernden Garten mir ja nicht wegläuft, werde ich wohl auch wieder die Zeit finden zu lesen und über die verschlungenen Bücher zu schreiben. :)

Mittwoch, 16. September 2009

Nigel McCrery: Kaltes Gift

Mir ist es egal, ob ich einen gemütlichen Kriminalroman oder einen nervenaufreibenden Thriller lese, aber ich mag gern vorher wissen, worauf ich mich mit einem Buch einlasse. Bei „Kaltes Gift“ habe ich eine Geschichte im Stil der klassischen englischen Krimis erwartet und eigentlich auch bekommen. Allerdings hat der Autor zu Beginn zwei Szenen eingebaut, die mich schnell bereuen ließen, dass ich das Buch zum Frühstück begonnen hatte … Der Prolog zeigt dem Leser eine offensichtlich mit der Betreuung ihrer Enkel überforderte Großmutter, die mit der Gartenschere die Kinder verstümmelt. Eine Tat, die schockierend beschrieben wird! Und weiter geht es kurz darauf mit der eigentlichen Handlung – und dem qualvollen Gifttod einer älteren Dame.

Man erfährt schnell, dass die Mörderin Violet Chambers sich regelmäßig das Vertrauen alleinstehender Damen erschleicht und diese umbringt, nachdem sie genügend Wissen gesammelt hat, um ihr Leben übernehmen zu können. Während die Polizei nach dem Auffinden einer Leiche noch rätselt, wie es sein kann, dass Violet Chambers tot vor ihnen liegt und gleichzeitig quitschfidele Postkarten an die Nachbarn schreibt, geht es für den Leser weniger um das „Wie“, sondern um das „Warum“. Natürlich lebt die Mörderin davon, dass sie den Besitz der ermordeten Frauen übernimmt, doch muss noch deutlich mehr hinter ihren Taten stecken, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Nigel McCrery nutzt zwei Perspektiven, um seine Geschichte zu erzählen. Auf der einen Seite die der Mörderin, die selbst nicht mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint, als der Leser. Und andererseits der Polizist, der aufgrund einer extremen Synästhesie, die dafür sorgt, dass er Geräusche schmeckt, kaum arbeitsfähig ist. Detective Chief Inspector Lapslie wird für diesen Fall aus seiner Beurlaubung zurückgeholt und kann nur dank der Hilfe seiner neuen Mitarbeiterin (deren Stimme nach Zitrone schmeckt >g<) überhaupt die Ermittlungen aufnehmen.

Nicht so gut hat es mir gefallen, dass es innerhalb der Polizeibehörde zu Intrigen kommt. Und auch die beiden sehr grausamen Anfangsszenen hätten meiner Meinung nach nicht sein müssen, da die Geschichte in ihrer Ruhe und voller eindringlicher Bilder sonst sehr gut funktioniert. Aber dafür erzeugt der Autor eine faszinierende Stimmung, beschreibt Lasplies gestörte Sinneseindrücke sehr plastisch und lässt einen zusammen mit den Beteiligten Puzzelstückchen um Puzzelstückchen sammeln, bis sich ein erschreckendes Bild ergibt.

Wieder ein Stückchen wohnlicher …

Nachdem wir ja schon direkt nach dem Einzug für ein Bett und ein einigermaßen nutzbares Wohnzimmer gesorgt hatten, habe ich es gestern endlich geschafft die beiden neuen Regale aufzubauen. Natürlich wurden die Neuzugänge erst einmal skeptisch beäugt …


… und dann kam die Qualitätsabnahme, die mit vollem persönlichem Einsatz durchgeführt wurde!


Leider streikten die Kamera-Akkus in dem Moment, als die großen Kater ihre Nase ins Regal steckten, während Madamchen oben drauf thronte und nicht wusste, wie sie gefahrlos runterspringen sollte.

Langfristig werden wir auch noch ein paar Vitrinentüren für die Regale besorgen, damit die Bücher katzen- und vor allem verstaubungssicher aufbewahrt werden können. Aber bis dahin sieht mein SUB (na ja, wohl eher mein Regal voller ungelesener Bücher) doch trotzdem schon ganz gut aus.


Nur die Wand dahinter muss noch renoviert werden und das Schreibtischprovisorium wird auch erst verschwinden, wenn wir uns eine neue Küche leisten konnten und somit mein großer Schreibtisch nicht mehr als Kochplattenhalter und Arbeitsfläche herhalten muss. >g<

Dienstag, 15. September 2009

Auflösung des Eine-wie-Alaska-Ratespiels

Nachdem ich in den letzten Tagen meine Kistenliste studiert habe, kann ich sagen, dass ihr mit den Nummern 57, 58, 59, 61, 66 und 71 (uff, sechs Kisten voll ungelesener Bücher!) gute Chancen gehabt hättet.

Letztendlich habe ich heute morgen „Eine wie Alaska“ aus Kiste
Nummer 66 gefischt, womit Bibendum das Ratespiel gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch! Du bekommst also bei deinem Besuch ein Krimihörbuch von mir überreicht.

Da Soleil mit ihren Tipps immerhin zwei Kisten getroffen hat, in denen sich SUB-Titel befinden, ich die Idee zu diesem Ratespiel von ihrem Blog gemopst ;) – und ich dazu einfach Lust habe, bekommt sie von mir in den nächsten Wochen ein Buch. Also, schick mir deine Adresse an Winterkatzesbuchblog(at)googlemail.com und sobald ich den Roman, den ich für dich im Auge habe, wiedergefunden habe (verflixtes Kistenchaos!), bekommst du einen Überraschungstitel von mir.

Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, dass ihr beide an meinem kleinen Ratespiel teilgenommen habt – und wenn sich wieder eine Gelegenheit bieten sollte, gibt es hier bestimmt wieder eine Möglichkeit etwas zu gewinnen.

Montag, 14. September 2009

Timothy Carter: Dämonenhunger

Mit „Dämonenhunger“ habe ich ein paar wirklich amüsante Stunden verbracht. Die Geschichte ist einfach zusammengefasst: Der vierzehnjährige Vincent erfährt eines Tages, dass der Weltuntergang kurz bevorsteht. Auch wenn dem Junge klar ist, dass er diese Katastrophe nicht verhindern kann, so will er doch zusammen mit ein paar übernatürlichen Wesen versuchen eine Möglichkeit zu finden, wenigstens einige Menschen zu retten. Doch so ganz freiwillig startet Vincent seinen Teil der Mission nicht, was unter anderem auch an der strengen religiösen Erziehung seiner Eltern liegt.

Der Autor warnt den Leser gleich zu Beginn, dass er sich keine Hoffnungen machen soll: Die Welt wird untergehen - und nichts und niemand kann das verhindern! Auch bei der Darstellung seiner Geschöpfe ist Timothy Carter nicht gerade zimperlich mit der märchenhaften Vorstellung seiner Leser umgegangen. Niedliche Feen und zauberhafte Elfen wird man in diesem Roman nicht finden. Dafür muss der arme Vincent damit leben, dass ihn die mythischen Charaktere versklaven, quälen und (zumindest einige von ihnen) nur zu gern mit der Welt untergehen lassen würden.

Der Schreibstil, die Vorhersehbarkeit einiger Handlungselemente und die Tatsache, dass zwar viel Gewalt vorkommt, diese aber den Leser so wenig berührt wie vergleichbare Darstellungen in Trickfilmen, zeigen schon, dass Timothy Carter seine Geschichte als eindeutig Kinder- bzw. Jugendbuch konzipiert hat. Aber ich bin über so einige Stellen gestolpert, die ich so wunderbar böse fand, dass ich mir gut überlegen würde, welchem Kind ich diesen Roman in die Hand drücke.

Mir persönlich hat „Dämonenhunger“ hingegen sehr viel Spaß gemacht. Das Buch war kurzweilig, leicht und amüsant zu lesen und mit genügen Ironie und gesellschaftlichen Seitenhieben versetzt, dass es nicht langweilig wurde. Eine kurze Recherche hat mir verraten, im November in England ein zweites Buch von Timothy Carter erscheinen wird, das wohl in eine ähnliche Richtung (ein Teenager, ein Dämon und ein gefallener Engel) gehen wird. Mal gucken, ob auch dieser Titel den Sprung auf den deutschen Markt schafft. Mich würde es freuen!

Mittwoch, 9. September 2009

Ratespiel: Eine wie Alaska

Eigentlich würde ich sehr gern endlich "Eine wie Alaska" zu Ende hören, aber da ich keine Ahnung habe, in welchem Umzugskarton sich das Hörbuch befindet, muss ich mich noch ein wenig gedulden. Nachdem ich dieses Wochenende zum Renovieren in die alte Wohnung fahre, werde ich wohl erst am Montag dazu kommen, weitere Regale aufzubauen und einen Blick in die Kartons zu werfen.

Vielleicht habt ihr Lust, bis Dienstag (10 Uhr) einen Tipp abzugeben, in welchem Karton sich das Hörbuch befindet. Zur Auswahl stehen die Umzugskartons 1-100, wobei die größte Trefferchance meiner Schätzung nach zwischen Karton 55 und 75 liegt (die grobe Liste mit den Inhalten habe ich natürlich gerade im Nebenzimmer). ;)

Wer mit seinem Tipp am nächsten an der Kiste liegt, in der sich das Hörbuch dann tatsächlich befindet, der bekommt von mir ein Hörbuch (oder auf Wunsch ein Buch) geschenkt. :)

Farahad Zama: Mister Alis Hochzeitsagentur für hoffnungslose Fälle

Obwohl der Titel „Mister Alis Hochzeitsagentur für hoffnungslose Fälle“ ein wenig irreführend ist, denn für Mister Ali gibt es keinen Menschen, für den er nicht den passenden Ehepartner finden könnte, gefällt er mir deutlich besser als der Originaltitel „The Marriage Bureau For Rich People“. Und weil ich eine Schwäche für Geschichten aus Indien habe und mich der Titel so ansprach, konnte ich es kaum erwarten meine Nase in das Buch zu stecken. Belohnt wurde ich mit einem bezaubernden Roman voller liebenswerter Figuren, humorvoller Szenen und einem kleinen Blick in die indische Kultur.

Mister Ali ist nach einem Arbeitsleben als Beamter in den Ruhestand getreten und könnte nun zusammen mit seiner Frau seinen Lebensabend genießen. Doch die Untätigkeit macht ihn schier verrückt – und seine Unruhe stört das geregelte Leben seiner Angetrauten – und so beschließt er als Hobby ein Heiratsbüro nach westlichem Vorbild aufzubauen. Eine innovative Idee für die sonst so traditionell bestimmte Suche nach einem Ehepartner. Statt die Eltern oder einen professionellen Heiratsvermittler zu beauftragen gezielt die richtige Person zu finden, bietet Mister Ali eine Kartei an, auf die die Klienten zurückgreifen können. Und was als Hobby begann, wird schnell so erfolgreich, dass Mister Ali dringend eine Sekretärin einstellen muss, die ihm bei der Büroarbeit hilft.

Auch die neue Sekretärin Aruna hat Probleme bei der Suche nach einem Ehemann. Ihre Familie ist, nach einer Erkrankung des Vaters, hoch verschuldet, was dazu führt, dass sie sich keine Hochzeit leisten kann. So leicht und heiter die einzelnen Episoden geschildert sind, so nutzt Farahad Zama dieses Buch, um einem die Augen für die großen und kleinen Probleme Indiens zu öffnen. Da gibt es die Putzfrau der Alis, die die lebenswichtige Operation des Enkels nicht finanzieren kann, oder der politisch aktive Sohn Rehmann, der Mister Ali und seiner Frau so manchem Kummer bereitet.

Mister Ali und seine Hochzeitsagentur gehören zu den wenigen Romanen in den letzten Monaten, die fest in meinen Bestand gewandert sind. Ich habe selten eine so bezaubernde und liebevolle Geschichte gelesen, in der humorvoll ein kleines Stückchen Indien beschrieben wird, ohne dass dabei vor den Missständen im Land die Augen verschlossen wird. Hier bekommt man keine Romantik nach Art der Bollywood-Filme präsentiert, kann aber trotzdem eine schöne Liebesgeschichte genießen, über das Geheimnis einer guten Ehe nachdenken und sich mit der fremdartigen Kultur eines faszinierenden Landes auseinandersetzen.

Dienstag, 8. September 2009

Eva Dumann: Im Zeichen der Schwäne

Eigentlich bin ich immer sehr misstrauisch, wenn ich erfahre, dass ein Autor/eine Autorin noch nicht einmal alt genug ist, um zu wählen, aber schon ein Buch bei einem Verlag untergebracht hat. Oft genug werden diese Romane nämlich vor allem veröffentlicht, weil man mit dem jungen Alter so gut Werbung machen kann, und weniger, weil die Geschichte so gut ist.

Eva Dumann hat „Im Zeichen der Schwäne“ mit vierzehn Jahren geschrieben und angefangen hat sie die Geschichte als Weihnachtsgeschenk für ihren kleinen Bruder. Letztendlich ist ein wirklich unterhaltsames Buch daraus geworden, mit überzeugenden Charakteren und einer Welt, in die man gern noch einmal einen Blick werfen würde.

Die Halbelfe Eolée lebt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder vor den Mauern der Stadt Arber. Eines Nachts steht ein fremder Junge mit einem geheimnisvollen Schwert vor ihrer Tür und bittet um Schutz vor Soldaten, die ihn verfolgen. Eolées Familie nimmt Pellinor bei sich auf und zieht ihn zwei Jahre lang wie ihren eigenen Sohn groß. Doch dann wird die Sehnsucht des Jungen nach seinem Heimatland Nituria und seiner Familie zu groß und er macht sich auf, um herauszufinden, was aus seinen Lieben geworden ist.

Eolée begleitet den Ziehbruder in das Nachbarland und erfährt schnell, was es heißt, wenn ein Land unter einem tyrannischen König zu leiden hat. Die beiden Kinder geraten von einer Schwierigkeit in die nächste und schließen sich bald einer Widerstandsbewegung an, die „Im Zeichen der Schwäne“ gegen den Herrscher vorgeht.

Die größte Schwäche dieses Romans ist wohl, dass Eva Dumann so manches Problem ein wenig leicht für ihre Figuren lösen lässt. So fällt gleich im ersten Kapitel auf, dass Eolées Vater ganz ohne Misstrauen den fremden Pellinor in seine Familie aufnimmt, obwohl dieser in einem friedlichen Land mit einer Waffe vor der Tür steht. Aber die Charaktere sind ihr gut gelungen (überzeugende Jugendliche, ohne pubertäre Nervigkeiten), die von der Autorin geschaffene Welt ist wunderschön beschrieben – und vor allem in den vielen Details hat mich dieses Buch beeindruckt. Gerade der Widerstand und die Mittel mit denen diese Kämpfer vorgehen, sind überzeugend geschildert – und auch die Probleme, die z.B. durch einen harten Winter entstehen können, hat sie wunderbar eingebaut.

Und da mir der Roman so viel Spaß gemacht hat, hoffe ich sehr, dass die junge Autorin in den nächsten Jahren noch mehr schreiben wird!

Montag, 7. September 2009

September-SUB

Von meinem SUB habe ich im August erschreckend wenige Bücher gelesen. Aber zusätzlich gab es noch einige Manga, die ich gar nicht erst auf den SUB habe kommen lassen, ein paar geliehene Titel, die auch mal gelesen werden wollten, und natürlich hat der Umzug eine Menge Zeit gekostet. Ich hoffe nur, dass ich in diesem Monat mehr Romane genießen kann - und vor allem, dass die SUB-Zugänge sich im Rahmen halten, denn sonst nimmt der Stapel nie ab!

A (4)
Gilbert Adair: Mord auf fforkes Manor – Eine Art Kriminalroman
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Robert Asprin: Als Dämon brauchst du nie Kredit

B (11)
Alan Bradley: Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachenerde-Saga 3)
Alan Bennett: Die souveräne Leserin
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Dörthe Binkert: Weit übers Meer
Mechtild Borrmann: Mitten in der Stadt
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein
Simone Buchholz: Revolverherz – Ein Hamburgkrimi

C (7)
Timothy Carter: Dämonenhunger
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Stephen Cole: Aztec Code
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1 – Das Tor zwischen den Welten
Deborah Crombie: Wen die Erinnerung trügt

D (6)
Jeffrey Deaver: Die Menschenleserin
Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
Doris Dörrie: Kirschblüten Hanami
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

E (2)
Horst Eckert: Königsallee
Chris Ewan: Amsterdam

F (12)
Jennifer Fallon: Kind der Magie (Das Dämonenkind 1)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 1 – Der letzte Paladin
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 2 – Die flüsternde Stadt
Fortunato: Die Spur der Drachen
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Rina Frank: Als Gott die Großmutter holte
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (5)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der Tod kam durch die Hintertür
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (6)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Robin Hobb: Im Bann der Magie (Nevare 2)
Andreas Hoppert: Der Thule-Code
Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung

I (1)
Greg Iles: Leises Gift

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Kari Kaci: Die Schwebebalken-Prinzessin
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah
Hans Werner Kettenbach: Das starke Geschlecht

L (2)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (8)
Jenny Mai-Nuyen: Nijura – Das Erbe der Elfenkrone
James McGee: Die Totensammler
Kai Meyer: Hex
Kai Meyer: Die Sturmkönige 1 – Dschinnland
Kai Meyer: Die Sturmkönige 2 – Wunschkrieg
Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 - Glutsand
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Thomas B. Morgenstern: Der Milchkontrolleur

N (1)
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (4)
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

R (10)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Laura Joh Rowland: Der Kirschblütenmord
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)

S (10)
Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Matthew Skelton: Cirrus Flux
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Helle Stangerup: Der Brautmaler
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: Das Stirnmal des Königs
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (8)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Kerstin Tomiak: Drachenwind
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 1 – Das Erbe der Drachen
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 3 – Der Fluch des Assassinen
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (5)
Tanja Wekwert: Mitternachtsmädchen
Valerie Wilson Wesley: Remember Cecilia Jones – Ein Fall für Tamara Hayle
Klaus Wolfertstetter: Mister Unsichtbar
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

X (1)
Xinran: Die namenlosen Töchter

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen!)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu dazugekommen)

Samstag, 5. September 2009

Umzugswoche

Der Umzug ist theoretisch bewältigt und nun sitze ich in einer sehr renovierungsbedürftigen Wohnung … Ich glaube, das war die anstrengendste Woche, die ich je erlebt habe. Von Donnerstag bis Sonntag haben wir zu zweit von sieben Uhr morgens bis um zwei Uhr in der Nacht Kartons gepackt. Naja, mein Mann hat vor allem die Dinge, die aussortiert wurden, in die Garage geschafft, damit wir sie verschenken oder zum Recyclinghof fahren konnten. Am Montag ging es dann auf die Autobahn, schließlich benötigten wir vor dem Umzug am Dienstag noch die Schlüssel für die neue Wohnung.

Nach drei Stunden Fahrt dauerte die Übergabe der Wohnung ziemlich lange: Die Vormieter hatten noch so einiges mit dem Vermieter zu klären – und mit Erschrecken hörten wir Sätze, die mit „Und das ist auch kaputt …“ anfingen. Einige Stunden später hatten wir ein Vermögen für eine Kaution überreicht, einen unvollständigen Satz Schlüssel in die Hand bekommen (die fehlenden tauchen hoffentlich noch in den Umzugskartons der Vormieter auf), uns recht nett mit dem Vermieter unterhalten, eine sehr lange Liste gesehen, auf der die Handwerker standen, die in den nächsten Tage noch Reparaturen vornehmen müssen – und innerlich die anfallenden Arbeiten aufgeführt, die diese Wohnung noch mit sich bringen wird, bis sie wirklich wohnlich ist.

Und dann wurde es Zeit, das WG-Zimmer meines Mannes aufzulösen. Nach fast zwei Jahren mit zwei getrennten Wohnungen hatte sich dort doch eine Menge angesammelt. Inzwischen war es schon dunkel, wir sehr müde und trotzdem mussten wir nach dem Ausräumen und Säubern des Zimmers wieder auf die Autobahn und nach Hause fahren.

Dienstag in der Frühe wurden dann die vier Katzen verladen, und ich machte mich wieder auf, um die drei Stunden Fahrt zu bewältigen. Die Monsterchen haben die Reise erstaunlich gut bewältigt, waren aber natürlich trotzdem total verschreckt, als sie in der neuen Wohnung endlich in die Freiheit entlassen wurden. Am Abend war dann alles erledigt – und mein Mann und ich waren es auch.

Inzwischen waren wir noch einmal in der alten Wohnung, und auch morgen geht es wieder auf die Autobahn, um weiter den Rest zu bewältigen, damit ich ab Donnerstag renovieren kann. Trotzdem steht in der neuen Wohnung schon wieder das Bett, und auch das Wohnzimmer ist schon erstaunlich weit eingerichtet. Nur mit dem Telefon und Internet hat es ein wenig Probleme gegeben, aber das bekommen wir auch noch geregelt.

Vor allem ist es eine große Erleichterung, dass die beiden undichten Stellen in Küche und Bad gestern von den Installateuren in Ordnung gebracht wurden. Es war nicht nur nervtötend, ständig das Tropfen zu hören, sondern auch arg lästig, immer rechtzeitig die Eimer auszuleeren. Einmal gab es über Nacht sogar eine kleine Überschwemmung im Bad, weil die untergestellte Wäschewanne (!) nicht ausreichte.

Einen Ikea-Besuch haben wir heute auch schon hinter uns gebracht und ab Montag beginne ich dann damit, die ergatterten Bausätze in Schränke zu verwandeln. Nur meine geliebten Bücher werden wohl noch so einige Zeit in ihren Kartons ruhen müssen, denn bis wir uns genügend Regale leisten können, um all meine Schätze unterzubringen, wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen. Aber wenn am Ende eine schöne Bibliothek dabei herauskommt, mit Wänden voller Regale und einer gemütlichen Leseecke, dann kann ich es wohl verkraften, dass ich in der nächsten Zeit nicht so leicht an all meine Romane herankommen kann.