Samstag, 31. Oktober 2009

Katja Brandis: Der Sucher

Katja Brandis gehört zu den Autorinnen, deren fantastische Jugendbücher ich immer wieder gern lese. Neben den beiden Trilogien „Kampf um Daresh“ und „Feuerblüte“ gibt es noch einen einzelnen Band, der in ihrer ungewöhnlichen Welt Daresh spielt. „Der Sucher“ konzentriert sich auf Tjeri ke Vanamee, eine Figur, die auch schon in den Trilogien ihre Rolle hatte, und deren Vorgeschichte in diesem Roman erzählt wird.

Tjeri will unbedingt ein Sucher werden und beschließt beim besten Meister seines Volkes zu lernen. Doch der Große Udiko ist von dem Gedanken weniger begeistert und es kostest Tjeri so einiges an Mut und Gewitztheit, bis er den berühmten Sucher dazu bringt ihn auszubilden. Auch ohne das Vorwissen aus den beiden Trilogien kann man Tjeris Weg verfolgen, aber mit den Hintergrundinformationen über das Gildensystem in diesem fanastischen Land, wird die Geschichte des jungen Suchers schon etwas leichter verständlicher.

Schon in den vorhergehenden Büchern mochte ich Tjeri, aber in „Der Sucher“ habe ich ihn richtig ins Herz geschlossen. Während er lernt richtig zu suchen und mehr als das Offensichtliche wahrzunehmen, entspinnt sich ein Abenteuer um die verschiedenen Gilden auf Daresh. Vor allem die Intrigen in der Wasser-Gilde, der Tjeri angehört, bringen den jungen Sucher in Gefahr. Während die ersten Daresh-Geschichten immer aus Sicht der Menschen geschrieben wurden, lässt Katja Brandis in „Der Sucher“ auch eine Katzenfrau zu Wort kommen. Mi’raelas Teil der Geschichte beschreibt, wie es in der Felsenburg, dem Regierungssitz von Daresh, zu einem Kampf um die Macht kommt.

Anfangs fand ich diese Perspektivwechsel etwas verwirrend, denn Tjeri und die Katzenfrau unterscheiden sich nicht nur durch ihr Umfeld sehr voneinander. Aber je mehr sich die beiden Handlungsstränge miteinander verbinden, desto spannender wird die Geschichte – und obwohl ich wusste, dass Tjeri später noch weiter Abenteuer erleben würde (schließlich spielt dieses Buch vor den Daresh-Trilogien), so bangte ich doch ganz schön um das Leben der beiden Hauptfiguren. Für denjenige, der mal einen kleinen Blick nach Daresh werfen möchte, ohne gleich mit einer Trilogie anzufangen, ist „Der Sucher“ wunderbar geeignet. Ein spannender und humorvoller fantastischer Roman, der mit einer stimmig aufgebauten Welt und wirklich sympathischen Charakteren aufwarten kann. Allerdings ist dieser Titel vom Otherworld-Verlag mit 18,95 Euro nicht ganz billig …

Halloween-Katze

Freitag, 30. Oktober 2009

Shakespeare und die Katzen

Immer wenn ich den Staubsauger raushole, um mal ein paar Katzenhaare zu beseitigen, herrscht hier in der Wohnung die große Panik. Erst einmal flüchtet die Viererbande ins Wohnzimmer – wohl wissend, dass das als letztes gereinigt wird. Wenn ich die Wohnzimmertür dann erreiche, haben die Katzen ein Problem, denn ihre Fluchtmöglichkeit scheint hoffnungslos versperrt zu sein. Logan stürzt sich daraufhin todesmutig über den Staubsauger hinweg in den rettenden Flur, rast ins Schlafzimmer und versteckt sich unter der Bettdecke. Shandy wartet ab bis die Tür wieder frei ist und verschwindet dann ebenfalls im Schlafzimmer, wobei sein Zufluchtsort die Fensterbank ist.

Baltimore bleibt cool auf dem Sofa liegen und tut so, als ob er schlafen würde. Ich muss schon sehr aufdringlich mit dem Staubsauger vor seiner Nase herumwedeln, damit er mal seinen Puschelhintern erhebt. Christie hingegen hat beschlossen, dass nur die CD-Regale sicher sind. Von der Fensterbank geht es mit einem großen Sprung auf die Regale und von dort aus werde ich bei meinem Kampf gegen die Wollmäuse beobachtet. Leider hat sie bei einem ihrer letzten Sprünge auf’s Regal eine Videokassette runtergestoßen. So stand ich dann vor einer zersplitterten Kassette und musste befürchten, dass ich sie nicht mehr ersetzen könnte.

Denn „Twelfth Night“ war mir von einer Freundin vor fast zehn Jahren aus London mitgebracht worden – und ich liebe diese Shakespeare-Verfilmung! Die Geschichte um Viola, die sich nach einem Schiffsunglück als Mann verkleidet in die Dienste des Herzogs Orsino tritt, wurde mit Imogen Stubbs als Viola und Helena Bonham Carter als Gräfin Olivia verfilmt. Und auch wenn Ben Kingsley als Narr seine Rolle wunderbar ausfüllt, so finde ich vor allem diese beiden Schauspielerinnen sehenswert. Sogar mit der Sprache habe ich recht wenig Probleme (abgesehen davon, dass einem die grobe Geschichte ja eh bekannt ist) und so habe ich in den letzten Jahren immer wieder diesen Film genossen.

Zum Glück habe ich dann doch noch bei Amazon einen Anbieter aus Großbritannien gefunden, der eine DVD davon zum Verkauf anbot – und so klingelte gestern der Postbote und brachte mir meinen Ersatz. :) Leider hatte nicht dabei gestanden, dass es eine amerikanische DVD ist. Theoretisch kein Hindernis, unser DVD-Player kann auch amerikanische oder japanische Filme abspielen – nur leider gibt es da zur Zeit noch ein kleines Problem mit dem Anschluss des Players. Entweder gucke ich also „Twelfth Night“ mit einem unübersehbaren und auf die Dauer krankmachendem Grünton oder ich greife doch wieder zu einer DVD, die sich auch über die PS3 abspielen lässt.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Nina Blazon: Der Kuss der Russalka

Den jungen deutschen Zimmermann Johannes verschlägt es im Jahr 1706 nach Russland. Dort gehört er zusammen mit seinem Onkel zu den Handwerkern, die Zar Peter angeheuert hat, um aus dem Sumpf eine neue prächtige Hauptstadt für sein Reich zu erschaffen. Doch die fremden Arbeiter werden von den Einheimischen nicht gern gesehen und so gerät Johannes immer wieder in bedrohliche Situationen.

Als eines Tages die Leiche einer jungen Frau aus der Newa gezogen wird, sind die Russen lieber bereit zu glauben, dass einer der Ausländer das Mädchen getötet hat, als dass sie - wie ihre eigenen Legenden es nahe legen - eine Russalka sei. Johannes ist von der geheimnisvollen Leiche fasziniert, und als sie aus der Werkstatt seines Onkels verschwindet, beginnt er, Nachforschungen über den alten Mythos von den russischen Flussnixen und ihre Macht über das Wasser anzustellen. Doch er dabei gerät er ins Zentrum einer Verschwörung, bei der es um nichts geringeres als die Ermordung des Zaren geht.

Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich an Johannes Leben im historischen St. Petersburg gewöhnt hatte. Aber Nina Blazon beschreibt wirklich ganz wunderbar wie es den ausländischen Handwerkern im Russland dieser Zeit ergangen sein könnte, so dass man schnell versteht, welche Gefahren das Leben in der Fremde für diese Handwerker mit sich brachte. Johannes handelt nicht immer besonders vernünftig, er ist ein impulsiver Mensch, der an seinen Träumen hängt und dessen Gerechtigkeitssinn ihn auch immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Doch gerade diese Charaktereigenschaften lassen den jungen Mann recht realistisch wirken.

Doch neben dem historischen St. Petersburg übten von allem die Russalka ihren Reiz auf mich aus! Die Naturwesen sind fremdartig dargestellt, überwältigend, schön - und auch sehr beängstigend. Vor allem aber haben sie keine Ähnlichkeit mit der klassischen Meerjungfrau oder gar menschliche Züge, die sie weniger überzeugend wirken lassen würden. Wie die Newa können sie lebensspendend und vernichtend sein - und lassen dabei nur ihrer Natur ihren Lauf. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, und ich werde bestimmt noch mehr von der Autorin lesen.

Samstag, 24. Oktober 2009

[Kurz und knapp] Mary Janice Davidson: Süß wie Blut und teuflisch gut (Hörbuch)

Leider fand ich das zweite Hörbuch der Betsy-Taylor-Reihe nicht mehr ganz so unterhaltsam wie „Weiblich, ledig, untot“. Allerdings kann meine Eindruck auch durch die Tatsache getrübt sein, dass für die Hörbuchfassung einige Kürzungen vorgenommen werden musste, die meiner Meinung nach auch spürbar sind. Genau kann ich es nicht sagen, da ich die Bücher nicht gelesen habe.

Betsy hat ein paar Probleme sich an ihr neues Leben als untote Königin der Vampire zu gewöhnen. Doch vor allem irritiert es sie, dass sie finanziell vollständig von ihrer Freundin Jessica abhängig ist. So steht sie eines abends vor der Arbeitsagentur und versucht einen Job zu finden. Sehr hilfreich ist dieser Besuch nicht, aber dafür tröstet sich die Königin der Vampire kurz darauf mit einer Fensterbummel bei Macy’s –und bekommt überraschend eine Stelle in der Schuhabteilung angeboten. Ein himmlischen Angebot für eine Vampirin, die nach Designerschuhen verrückt ist. Doch ein Umzug in eine viel zu große Villa, Eric Sinclair, der darauf besteht, dass sich Betsy um eine Gruppe von Vampirjägern kümmert, und eine Geistererscheinung sorgen dafür, dass ihre Nächte erstaunlich stressig werden.

Nana Spier liefert wieder eine prima Leistung ab, die verschiedenen Figuren sind gut auseinander zuhalten, ohne dass die Sprecherin großartige Stimmenakrobatik hinlegen muss. Und auch Betsys Geplapper lässt sich so gut vorgelesen sehr gut anhören, ohne dass man dabei mit den Gedanken fortschweift. Aber ich habe das Gefühl, dass der rote Faden in diesem Hörbuch fehlt. Die Geschichte springt von einem Handlungsstrang zum nächsten, mal dreht sich alles um die Vampirjäger, dann wieder um den Geist in Betsys Haus oder ihre Jobprobleme. So war das zwar sehr nett anzuhören, aber dieser Teil hat mich nicht so begeistert, dass ich eine weitere CD davon hören müsste. Denn auch eine sehr gute Sprecherin kann eine mangelnde Struktur in der Handlung nicht ersetzen …

Freitag, 23. Oktober 2009

Sophie Kinsella: Göttin in Gummistiefeln

Da ich gerade dabei bin, mich durch Tipps diverser Buch-Blogs zu lesen, habe ich die letzten Tage auch Sophie Kinsellas „Göttin in Gummistiefeln“ verschlungen. Und der Roman hat mir einen amüsanten Nachmittag beschwert. Eigentlich hat mir Samanthas Geschichte noch besser gefallen als „Charleston Girl“, aber vielleicht lag das daran, dass ich Beschreibungen von Koch- und Backvorgängen in Büchern einfach grundsätzlich liebe.

Samantha ist eine erfolgreiche Anwältin, die darauf hofft, dass sie in ihrer Kanzlei bald in die Riege der Seniorpartner aufsteigen wird. Doch während sie ihr ganzes Leben auf den Beruf ausgerichtet und schon seit vielen Monaten kein Treffen mehr mit einer Freundin oder gar einen Moment mit ihrer Familie erlebt hat, wird deutlich, dass ihr dieser absolute Einsatz für die Firma und die Erwartungen, die ihre erfolgreiche Mutter an sie stellt, so langsam zuviel wird. Kurz bevor ihr Karrieresprung offiziell verkündet wird, entdeckt Sam, dass sie einen gravierenden Fehler gemacht hat, der einen ihrer Klienten 50 Millionen kosten wird. In Panik rennt sie davon – und findet sich einige Stunden später in einem kleinen Dorf wieder, wo sie für die angekündigte Haushaltshilfe gehalten wird. Obwohl Samantha keinerlei Ahnung vom Kochen, Putzen und anderen praktischen Tätigkeiten hat, schlägt sie sich wacker – und lernt mit der Hilfe des Gärtners Nathaniel und seiner Mutter einen Haushalt erfolgreich zu schmeißen.

Natürlich ist die Grundsituation so ziemlich an den Haaren herbeigezogen, aber da man in Panik schon mal eine Dummheit macht und eine kleine Notlüge sich schnell in einen verschlingenden Sumpf entwickeln kann, kann ich die Abwegigkeiten in der Handlung verzeihen. Lustigerweise ist der größte Kritikpunkt an dem Buch häufig, dass Samantha sich im Haushalt so absolut unfähig anstellt. Eine intelligente Frau sollte schon in der Lage sein einen Herd anzustellen oder eine Waschmaschine zu bedienen – nur wenn diese Frau ihr ganzes Leben lang jemanden hatte, der das für sie getan hat, dann wird es für mich nicht mehr so abwegig, dass Sam so unfähig ist. Nun gut, ich habe auch erleben müssen, wie ein sehr intelligenter Mann sich als absolut hilflos herausstellte, als es darum ging zum ersten Mal ein paar Nudeln zu kochen – schließlich hatten ihm seine Mutter oder die Mensa diese Arbeit sonst immer abgenommen! >g<

Insgesamt fand ich es wirklich lustig mitzuerleben, wie sich Samantha von der toughen, aber „fremdbestimmten“ Poweranwältin zu einer Frau entwickelt, die zwar noch nicht genau weiß, was sie wirklich will, aber eine Ahnung davon bekommt, was sie ganz bestimmt nicht möchte. Und ich habe (wie schon erwähnt ;-) ) es sehr genossen zu lesen, wie Sam lernt Brot zu backen, wie sie ihre ersten Schritte in der Küche macht oder herausfindet, dass Sex auch mal mehr als sechs Minuten dauern kann. Anspruchsvoll ist dieser Roman bestimmt nicht, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Und beim Lesen hatte ich genau vor Augen mit wem und wie ich das Buch gern verfilmt sehen würde … >g<

Mittwoch, 21. Oktober 2009

John Green: Eine wie Alaska (Hörbuch)

Obwohl ich eine sehr emotionale Leserin bin, berühren mich Hörbucher normalerweise weitaus weniger. Doch „Eine wie Alaska“ hat zum ersten Mal dafür gesorgt, dass ich so richtig mitgelebt habe – und dabei habe ich das Hörbuch sogar wegen des Umzuges für ein paar Wochen unterbrechen müssen. Miles ist ein recht gewöhnlicher Junge mit einem ungewöhnlichen Hobby. Er sammelt die letzten Worte verstorbener Berühmtheiten. Und da er an seinem Wohnort keine Freunde hat und darauf hofft, dass das Leben an einem anderen Ort vielleicht doch noch etwas mehr für ihn parat hält, bittet er seine Eltern darum auf ein Internat gehen zu dürfen.

In Cluver Creek angekommen wird er von seinem Mitbewohner gleich in die kleine Clique rund um Alaska eingeführt und natürlich verliebt sich Miles Hals über Kopf in das unkonventionelle Mädchen – so wie all die anderen Jungen eigentlich auch. Alaska diskutiert und trinkt und raucht, ist von sich und ihren Ansichten überzeugt und bringt die andern mit ihren impulsiven Handlungen regelmäßig in Schwierigkeiten. Und doch gibt es an ihre eine verletzliche Seite, die sich immer wieder zeigt, und die letztendlich auch dazu führt, dass Alaska eines Nachts eine tödliche Dummheit begeht.

Anfangs ist es etwas irritierend, dass die Kapitel wie ein Countdown auf einen bestimmten Tag aufgebaut sind, aber so steigert sich auch die Neugierde darauf, was an zu diesem Zeitpunkt passieren wird (vor allem, wenn man den Klappentext nicht liest, der mal wieder ein bisschen zuviel verrät!). „Eine wie Alaska“ beginnt wie eine leichte und amüsante Schulgeschichte über Teenager, die Grenzen austesten, Streiche spielen, erste Erfahrungen in der Liebe sammeln und versuchen das Leben zu verstehen, in dem sie über Bücher und Philosophien diskutieren.

John Green drückt sich weitaus gehobener aus, als ich es einem durchschnittlichen Jugendlichen zutrauen würde, aber da die Sprache innerhalb der Geschichte stimmig ist, wirkt es nicht unpassend. Der Sprecher Andreas Fröhlich liest selbst die komplexeren Sätze so gut, dass man nie Verständnisprobleme hat, und ihm gelingt es jedem Charakter eine erkennbares Profil zu verschaffen. Miles ist der brave und etwas unsichere Junge, sein Mitbewohner wirkt forsch und Alaska übt sogar auf den Zuhörer einen gewissen Reiz aus.

Für mich war Alaskas Geheimnis recht schnell durchschaubar, aber es hat mich nicht gestört, dass ich das Gefühl hatte mehr zu wissen als die Figuren in dem Hörbuch. Während Miles und sein Mitbewohner noch versuchen mit dem fertig zu werden, was Alaska getan hat, rannen mir die Tränen über’s Gesicht und ich habe so richtig schön mitgelitten. Am Ende der Geschichte hatte ich eine emotionale Achterbahn hinter mich gebracht – und genau so sollte ein richtig gutes Hörbuch sein!

Dienstag, 20. Oktober 2009

Mary Janice Davidson: Weiblich, ledig, untot (Hörbuch)

Elizabeth Taylor, genannt Betsy, hat an ihrem dreißigsten Geburtstag den schlimmsten Tag in ihrem Leben. Nicht die Tatsache, dass sie einen runden Geburtstag hat, macht ihr zu schaffen, sondern es läuft einfach alles schief, was im Leben schief laufen kann. Erst verschläft sie am Morgen, dann wird ihr (aufgrund der Wirtschaftskrise) der Job gekündigt und ihre Feier fällt aus, weil ein Schneesturm das Land überzieht – als sie dann noch von einem Auto überfahren wird, als sie ihre Katze ins warme Haus holen will, ist der Tag verdorben.

Wie sehr dieser Tag schiefgelaufen ist, merkt Betsy aber erst, als sie in einem sehr geschmacklosen Sarg aufwacht und sich in ein billiges pinkfarbendes Kostüm und noch schrecklicheren Schuhen vorfindet. Zu ihrem Schrecken muss sie feststellen, dass sie zu einem Vampir geworden ist. Doch zum Glück ist ihre beste Freundin Jessica bereit sie auch in dieser Darseinsform zu akzeptieren und ihr finanziell unter die Arme zu greifen. Weniger glücklich ist, dass Betsy nun von diversen Vampiren bedrängt wird, die alle eine eigene Vorstellung davon habe, wie Betsys Leben als Untote verlaufen soll.

So komplett begeistert bin ich von Betsy nicht, was vielleicht daran liegt, dass ich ihre Leidenschaft für Designer-Schuhe und –Klamotten nicht teilen kann. Aber der Kontrast zwischen dem Vampirklischee und der oberflächlichen und plappernde Sekretärin ist wirklich amüsant. Doch vor allem hat es mir Nana Spiers Leistung angetan. Die Sprecherin ist für die Synchronisation von Sarah Michelle Gellar (Buffy) und Drew Barrymore bekannt, und ihr gelingt es hervorragend den richtigen Ton für die schnatternde Betsy zu treffen. Aber auch Betsys mitfühlende und fürsorgliche Seite bringt die Sprecherin zum Ausdruck, während ihr Eric Sinclair (ein sehr attraktiver Vampire, der Pläne mit Betsy hat) erstaunlich verführerisch wirkt. Was keine Selbstverständlichkeit ist, wenn man bedenkt, dass die meisten Frauen, die Männerrollen sprechen sollen, doch eher lächerlich klingen. Diese Mischung aus gelungener Lesung und amüsanter und leichter Unterhaltung sorgte auf jeden Fall dafür, dass ich das Hörbuch wirklich genossen habe – und Teil zwei habe ich inzwischen auch schon gehört!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Tanja Wekwerth: Mitternachtsmädchen

Wenn ich ein Buch lese, dann mach ich mir in der Regel ein paar Notizen. Ich halte meine Eindrücke fest oder kommentiere den Roman. Bevor ich dann eine Rezension schreibe, schau ich mich online ein bisschen um und gucke, was andere Leute über das Buch geschrieben haben. Und manchmal frage ich mich, ob ich den gleichen Titel vor der Nase hatte, wie diese Jubelrezensenten (z.B. bei Amazon). Tanja Wekwerths Roman „Mitternachtsmädchen“ hinterlässt bei mir wieder dieses Gefühl, dass ich ein anderes Buch gelesen habe als die anderen.

Laut Klappentext handelt das Buch von den Zwillingen May und April, die kurz nach ihrer Geburt getrennt werden und sich ein Leben lang unvollständig fühlen. Doch der größte Teil dieses Romans dreht sich um Molly. Molly ist in Kilborough geboren und hat schon als Teenager angefangen sich um eine kleine Pension am Rande des Ortes zu kümmern. Vier kleine und gemütliche Zimmer und ein Speisesaal mit einer umwerfenden Ausblick auf das Meer stehen dort den Gästen zur Verfügung. Mit Molly zusammen lernt man den Alltag in der kleinen Pension und die unterschiedlichen Besucher kennen und vor allem gelingt es der Autorin den Leser für die Landschaft, das Meer und den fast magisch wirkenden Speisesaal zu begeistern.

In dieser Pension ist Mary zu Gast, als sie die Zwillinge May und April zur Welt bringt. Von vornherein ist klar, dass die junge Frau nur wieder zurück nach London will – ohne Kinder und ohne die Erinnerung an den Mann, von dem sie diese empfangen hat. Für Molly hingegen sind die Mädchen ein Segen und sie fürchtet den Tag, an dem sie sich von ihnen trennen müsste. Ganz genau hat sie sich schon ausgemalt, wie sie für die Zwillinge in Zukunft sorgen kann. Doch dann gibt Mary eine ihrer Töchter zur Adoption frei …

April geht zusammen mit einem deutschen Ehepaar nach Berlin, doch das ist nur die erste Station auf ihrem Lebensweg. May hingegen bleibt Molly und der Pension erhalten und wagt nur selten eine Reise, die sie von Kilborough wegführt. Während die Schwestern ohne voneinander zu wissen ihr Leben führen, sind beide doch immer auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und dem fehlenden Teil in ihrem Leben.

Mich hat das Buch ein wenig unbefriedigt zurückgelassen. Die Autorin springt zwischen den verschiedenen Personen und bringt so ein wenig Abwechslung in die Geschichte, doch letztendlich dümpelt die Handlung wie ein See an einem windstillen Sommertag. Die Pension wird stimmungsvoll beschrieben und es entsteht eine regelrechte Sehnsucht nach dem Meer beim Lesen – und doch ließ mich der später eintretende Verfall des Gebäudes kalt. Doch vor allem hatte ich ein Problem mit den Charakteren. Molly ist eine nette und etwas einfacher Person, die man schnell ins Herz schließt. Aber sie wird überlagert von all den Figuren, die durch ihren Egoismus, ihren Ergeiz und ihren Selbstbetrug hervorstechen.

Keine der vielen Frauenfiguren hatte ein einigermaßen normales Verhältnis zu einem Mann – oder gar zu ihrem eigenen Körper. Und auch wenn ich es erfrischend fand, dass dieser Roman keine Happy-End-Liebesgeschichte beinhaltete, so wären mir in einigen Passagen weniger erigierende Penisse (und dies ohne Sexzenen!) und dafür mehr Tiefgang doch lieber gewesen. Die „Mitternachtsmädchen“ waren unterhaltsam und die Landschaften wurden sehr stimmungsvoll beschrieben, aber am Ende blieb bei mir vor allem das Gefühl zurück, dass die Autorin selber nicht so recht wusste, was sie mit ihrer Geschichte erzählen wollte.

Die Katzenbande: Logan

Über Logan hatte ich schon auf Soleils Blog geschrieben. Er ist es auch, dessen schöne Augen für mein Blog-Logo herhalten mussten. :)





Als Logan zusammen mit seinem Bruder Baltimore bei uns einzog, sah er ziemlich jämmerlich aus. Seine Vorbesitzer hatten ihn an dem Vormittag beim Tierarzt scheren lassen, und so bekamen wir einen nackten und bewusstlosen Kater, der von der Schermaschine nicht wenig Schrammen am Leib hatte. Immerhin hat er so die mehrstündige Fahrt bis zu unserem Zuhause verschlafen, und ihm blieb wenigstens dieser Stress erspart.

Die ersten Stunden in unserer Wohnung verbrachte Logan bewusstlos auf dem Badezimmerfußboden, während immer einer von uns bei ihm lag und ihn wärmte. Während Baltimore sich innerhalb kürzester Zeit wohl fühlte, sahen wir Logan nur, wenn er von Versteck zu Versteck schlich. Ernährt hat er sich in der Zeit von den Trockenfutterbrocken, die wir ihm unter die Kommoden und Schränke geworfen haben, unter die er sich zurückgezogen hatte.

Seine Vorbesitzer hatten ihn scheren lassen, weil der Kater in ihren Augen so wild war. Er würde sich nicht anfassen oder gar bürsten lassen, und wenn man das doch einmal versuchen würde, dann würde einem „das Blut die Arme hinunterlaufen“. Es stimmt schon, dass wir in den vergangenen Jahren die eine oder andere Verletzung von Logan verpasst bekommen haben. Aber nicht, weil unser Kater so wild und aggressiv ist, sondern weil er ein kleiner Angsthase ist, der von einem Moment auf den anderen panisch vom Schoß springt, wenn ihn ein unvertrautes Geräusch aufschreckt.


So nach und nach wuchs sein Fell wieder, und sobald ein paar Millimeter zu sehen waren (und er nicht sofort vor uns weglief), haben wir ihn immer wieder sanft gestreichelt oder mit einer weichen Bürste bearbeitet. Irgendwann war es soweit, dass er ruhig sitzen blieb, wenn ich an ihm vorbeiging. Da habe ich dann angefangen, ihn immer mal wieder spontan hochzuheben und ein Stückchen weiter wieder auf den Boden zu setzen, bevor er noch realisiert hatte, was ich da mit ihm machte.

Inzwischen ist Logan derjenige, der seine Streicheleinheiten besonders energisch einfordert. Mit seinem zarten Maine-Coon-Stimmchen sitzt er neben einem und quietscht so lange, bis man ihn auf den Schoß nimmt und kräftig durchknuddelt. Es vergeht kaum eine Nacht, in der er nicht am Fußende unseres Bettes schläft, und sogar das Bürsten klappt inzwischen prima! Natürlich gefällt es ihm nicht, wenn wir seine ungewöhnlich dichte und schnell filzende Unterwolle bearbeiten, aber in der Regel liegt er geduldig da und lässt sich auch an unangenehmen Stellen das Bürsten gefallen.

Innerhalb unserer Viererbande ist er der heimliche Boss. Während Baltimore und Shandy sich immer mal wieder um die Chefposition raufen, muss Logan nur kurz anzeigen, was er will, und schon hat er seinen Willen durchgesetzt. Ansonsten ist es ihm egal, was die anderen drei so machen, solange er nur seine Ruhe und manchmal einen Spielkameraden hat. >g<

Oh, da wir seinen Namen nach seinem Vermittlungsfoto ausgesucht hatten - und da noch dachten, dass wir einen wilden und unzähmbaren Kater bekommen würden -, heißt er nach der Comicfigur Wolverine. Nun, immerhin die Größe seiner Krallen passt zu seinem Namensgeber, auch wenn sein Gemüt soviel sanfter ist …

Dienstag, 13. Oktober 2009

Sophie Kinsella: Charleston Girl

Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mit Lara und ihrer Geschichte warm geworden bin. Lara Lingtons Leben läuft in letzter Zeit ziemlich schief: Ihr Freund hat sich von ihr getrennt und sie kommt über diese gescheiterte Beziehung nicht hinweg. Sie hat sich mit ihrer Freundin Natalie zusammen selbständig gemacht, nur damit diese kurz darauf aus einem Urlaub nicht zurückkommt – und Lara nun allein für die Headhunter-Firma zuständig ist. Wobei sie selbstverständlich von der Materie keine Ahnung hat, und darauf vertraute, dass Natalie den relevanten Teil der Arbeit übernehmen würde. Und als Krönung des Ganzen wird Lara seit der Beerdigung ihrer Großtante Sadie auch noch von deren Geist verfolgt. Sadie vermisst ihre Libellenkette und fordert nun von Lara, dass diese ihr die Kette zurückholt.

Und da Sadie schon als Geist ihre Großnichte verfolgen kann, möchte sie auch noch ein bisschen was vom Leben haben. So zwingt sie Lara dazu sich mit einem fremden Mann zu einem Date zu verabreden – und den Abend im perfekten Charleston-Kostüm zu verbringen. Aber auch Einbrüche, Anzeigen bei der Polizei und geplatzte Geschäftsabschlüsse hat Lara ihrer verstorbenen Großtante zu verdanken.

Sadie ist wirklich eine wunderbare Figur, auch wenn ich nie im Leben von ihr beeinflusst werden wollte. >g< Ihr gelingt es, dass Lara selbstständiger und sich selbst gegenüber ehrlicher wird. Je lockerer Lara mit der Situation umgeht, je mehr ihr die Meinung der anderen egal wird und je mehr sie das Leben genießen kann, desto komischer wurde das Buch. Und so kann ich nicht behaupten, dass ich meinen Spontankauf bereut habe, denn ich habe mit dem Roman einen sehr vergnüglichen Nachmittag verbracht.

Wie gesagt, ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mit Lara warm geworden bin. Anfangs war sie mir zu passiv, zu fixiert auf ihren Ex-Freund und zu sehr in ihr eigenes Unglück vertieft. Doch je mehr Sadie sich in Laras Leben einmischte, desto komischer wurde die Geschichte – und das Ende, das ist so richtig schön! Mit Lachen und Tränchen in den Augen und dem Gefühl, schon lange nicht mehr so was Schönes gelesen zu haben.

Die Katzenbande: Baltimore

Baltimore ist unser unerschütterlicher Fels in der Brandung. Vor über vier Jahren kamen er und sein Bruder Logan in unser Haus. Während Logan eine Weile brauchte, bis er sich wohl fühlte, stapfte Baltimore aus dem Transportkorb, erkundete die Umgebung, haute Shandy eine runter – und machte ihm schnell klar, dass er nun der Boss ist.

Es hat ein bisschen gedauert, bis er und Shandy sich arrangiert hatten – und es gibt immer noch Tage, an denen es Baltimore genießt, meinen kleinen schwarzen Kater in die Ecke zu treiben und mit unschuldigem Gesichtsausdruck zuzuhören, wie Shandy sich aufregt. Sowieso hat Baltimore diesen niedlichen „Ich mach nichts Böses“-Blick perfektioniert. Seinen Namen hat er von meinem Mann bekommen, der ihn nach der Band „Sir Lord Baltimore“ benannt hat. Und dieser Adelstitel passt auch zu unserem Hübschen … :D

Baltimore liebt Menschen, und er liebt es, von ihnen bewundert zu werden. So ist es kein Wunder, dass er auch der Einzige ist, der jeden Besuch freudig begrüßt und innerhalb von Minuten auf den Schoß springt – und er ist auch derjenige, der eine Kamera sieht und sich in Position wirft, statt so schnell wie möglich zu flüchten. Sogar mit meiner Mutter kommt er gut zurecht, die dazu neigt, unsere Katzen zu verfolgen. So schön es ist, dass sie ihre „Enkelkatzen“ schmusen mag, so sehr versetzt sie dabei die sensibleren unter ihnen in Panik. ;D

Jeden kann dieser Kater um die Pfote wickeln und bei einem so unschuldigen Gesichtsausdruck kann man nicht einmal böse sein, wenn er mal wieder seinen Dickkopf durchsetzt und sich unbedingt auf die Schultern desjenigen legen will, der gerade am Schreibtisch arbeitet. An die tiefen Kratzer haben wir uns schon gewöhnt, an das Gewicht im Nacken auch – und so können wir das Schnurren neben dem Ohr einfach genießen …

Ein Problem gibt es allerdings mit ihm: Seine Vorbesitzer haben ihm immer etwas zu Essen auf den Tisch getan, wenn sie selber gegessen haben – und so glaubt Baltimore, dass es sein gutes Recht sei, mit am Tisch zu sitzen. Immerhin haben wir es inzwischen geschafft, dass er seine Pfoten vom Tisch lässt. Aber sobald Besuch im Haus ist, versucht er wieder, einen Weg zum nächsten Teller zu finden. Natürlich mit einem ganz unschuldigen Gesichtsausdruck …

Zwischen Christie und ihm besteht inzwischen eine ganz besondere Beziehung, die beiden kann man immer wieder kuschelnd finden, während einer dem anderen den Kopf putzt. Nicht einmal mit seinem Bruder ist er so vertraut, auch wenn die beiden Kater manchmal so zusammengeknotet auf dem Sofa liegen, dass man keine Ahnung mehr hat, wem von beiden welche Pfote gehört. Aber die Jungs raufen einfach zu gern miteinander, als dass sich da so liebevolle Szenen ergeben könnten wie mit unserer Grautigerdame.

Montag, 12. Oktober 2009

Noch ein neues Buch

Obwohl ich allergisch gegen die meisten Düfte bin, interessiere ich mich schon seit Jahren für Parfüm-Herstellung. So konnte ich an "Die Kunst der Alchimisten: Alles über Parfum" von Mandy Aftel nicht vorbeigehen. Vor allem, da der Preis von 19,90 Euro auf 3,97 Euro gesenkt wurde ... :D

Alan Bradley: Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Gleich zu Beginn dieses Romans lernt man Flavia de Luces ungewöhnliche Familie kennen – und hätte der spannende Anfang nicht schon Erwartungen geweckt, dann wären die Beschreibungen von Flavias Umfeld und ihrer Leidenschaft für Gifte mir fast ein bisschen zu ausführlich gewesen. So aber wundert man sich nicht, dass die Elfjährige von ihren beiden älteren Schwestern gefesselt in einen Wandschrank gesperrt wurde – und nachdem sie sich befreit hat, einen perfiden Racheplan ausheckt.

Doch bevor sie noch ihre Schwester vergiften kann, findet Flavia eine Leiche im Gurkenbeet. Der unbekannte Mann kann dem Mädchen noch ein rätselhaftes Wort zuflüstern, bevor er sein Leben aushaucht – und schon steckt Flavia kopfüber in den Ermittlungen! Vor allem die Tatsache, dass ihr Vater sich in der Nacht zuvor noch mit dem Fremden gestritten hat, spornt die Hobbydetektivin an. Denn auch wenn in der Familie nicht gerade sehr viel Zuneigung herrscht, so spielt ihr Vater doch eine wichtige Rolle für Flavia.

Der Roman lebt von dem Kontrast zwischen Flavias ungewöhnlicher und nicht gerade liebevoller Familie und dem gemütlichen Dorfleben. Auf ihrem alten Fahrrad Gladys saust Flavia quer durch den Ort und befragt die Bewohner nach dem unbekannten Toten – und ist so der Polizei immer eine Nasenlänge voraus. Doch je mehr das Mädchen über den Mann herausfindet, desto mehr befürchtet sie, dass ihr Vater in seiner Vergangenheit etwas getan haben könnte, dass Anlass für diesen Mord gewesen sein könnte.

Mich hat die Geschichte ein wenig an die Romane von Charlotte MacLeod erinnert: Ein interessanter Kriminalfall, der durch einen Haufen ungewöhnlicher Charaktere zu einer amüsanten und sehr erfrischenden Geschichte wird. Meiner Meinung nach ist das Buch so auch für Leser geeignet, die normalerweise keine Krimis lesen. Denn Flavia und ihr Umfeld sind so herrlich skurril, dass man sich einfach nur daran erfreuen kann. Für den englischsprachigen Raum ist schon eine Fortsetzung angekündigt – und ich glaube nicht, dass ich daran vorbeigehen kann.

Freitag, 9. Oktober 2009

Andreas Hoppert: Der Thule-Code

Zu diesem Buch habe ich mich überreden lassen, weil die Handlung in Ostwestfalen-Lippe spielt (wo ich den Großteil meines Lebens verbracht habe) und weil der Autor angeblich spannende Juristenkrimis schreibt. Tja, die Schauplätze waren wirklich der Höhepunkt des Romans, all die Sehenswürdigkeiten rund um Detmold waren so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, der Autor hat sogar die Stufen gezählt, die man bis zu den Aussichtspunkten hochsteigen muss. Und einen Reiseführer brauche ich wohl auch nie wieder, wenn ich mal wieder in die Gegend kommen sollte …

Dafür war von Spannung absolut nichts zu finden! Die Hauptfigur, Marc Hagen, ist ein eher erfolgloser Anwalt, der froh ist, als er die Tochter eines Klienten bei ihrer Suche nach Hinweisen ihres verstorbenen Vaters begleiten kann. Mit Papas Rätsel in der Hand, fahren die beiden von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und finden an den angegebenen Punkten Runen, die entschlüsselt werden müssen. Nur gut, dass es genügen Reiseprospekte und Experten gibt, die innerhalb kürzester Zeit die Lösung präsentieren können.

Parallel dazu verfolgt der Leser auf der einen Seite die Bemühungen eines Sicherheitsbeamten, der während eines G8-Gipfels die Staatsoberhäupter vor Demonstranten … und Anschlägen … schützen muss, und auf der anderen Seite gibt es noch eine auf die Nazi-Zeit zurückzuführende Gesellschaft, die den Weltuntergang plant. Diese beiden Handlungsstränge könnten theoretisch für Spannung sorgen, wenn der Autor sie auch richtig ausgebaut hätte.

Immer wenn ich dachte, dass jetzt endlich die Handlung losgeht, gab es einen Sprung in der Geschichte und man bekam rückblickend oder aus dritter Hand erzählt, was passiert ist. So auch bei dem großen Showdown, der wirklich mal ein bisschen für Aufregung hätte sorgen können … „Der Thule-Code“ ist auf jeden Fall ein Krimi zum Abgewöhnen – und wer die schöne Lippische Landschaft genießen möchte, der sollte sich lieber ein langes Wochenende in der Region gönnen und sich selber ein Bild von den Externsteinen, dem Hermann und den anderen Sehenswürdigkeiten (oh, und am besten später am Abend, wenn die ganze Touristen wieder weg sind ;) ) machen!

Die Katzenbande: Christie

Als ich Christie das erste Mal sah, sah sie erbärmlich aus! Ein klapperdürres, winziges Kätzchen mit verklebten Fell und noch verklebterem kleinem Gesicht. In einem Pappkarton (und für die Dinger hat sie heute eine regelrecht Schwäche) stand sie vor dem Tierheim-Tor, und so wie sie sich benimmt, schätze ich, dass sie die ersten Lebenstage ohne menschlichen Kontakt hinter sich gebracht hat. Im Tierheim hatte man dann anscheinend in einen bestehenden Katzenschnupfen hineingeimpft – und dementsprechend krank war dieses kleine Bündel geworden.

Doch man versicherte mir, dass Christie nicht mehr ansteckend sei. Da sie als einzige in diesem ländlichen Tierheim jung genug war, um nicht unglücklich zu werden, wenn man sie als reine Wohnungskatze hält – und Shandy nach dem Tod seines Bruders dringend neue Gesellschaft brauchte – nahm ich Christie kurz entschlossen mit nach Hause.

Schnell machte mir der kleine Grautiger klar, dass Menschen nur zum Füttern und Bespielt-werden zu gebrauchen sind. Anfassen, schmusen oder gar Nähe suchen war nicht drin, auch wenn sie sich widerwillig ihre verklebten Augen reinigen ließ. Aber sie war bereit, Shandy von seinem Kummer abzulenken – und das war erst einmal das Wichtigste.

Ein paar Jahre später saßen wir mit angehaltenem Atem auf dem Sofa, neben uns ein Besucher (der übrigens zuhause ein paar Ratten als Haustiere gehalten hat ;) ), und durften miterleben, wie Christie erst unseren Gast gründlich abschnupperte und dann zu uns rüberkrabbelte und mal bei dem einen, mal bei dem anderen auf dem Schoß tretelte, bis sie sich zum Schlafen einrollte.

Seitdem ist unsere kleine Wildkatze deutlich zutraulicher geworden. Auch wenn man immer noch ein wenig aufpassen muss, so kann man das Madamchen streicheln – manchmal wird sogar auffordernd der Bauch entgegengestreckt. Und spätestens wenn es draußen kälter wird, bevorzugt auch sie die Wärme eines Menschen, um ein Nickerchen zu halten. Nur ihre Neigung, die Wäsche (besonders Handtücher) vom Ständer zu ziehen, um darauf zu schlafen, sorgt immer wieder dafür, dass unser inzwischen so gutes Verhältnis manchmal getrübt wird.


Die drei Kater hat Christie gut im Griff – und wenn ihr mal langweilig ist, mischt sie die Jungs auch kräftig auf. Sie ist diejenige, die gern mal vor dem Katzenklo lauert und dem darin beschäftigten Kater einen Klaps verpasst, sodass er vor Schreck mit dem Kopf gegen den Deckel knallt. Und sie ist auch die einzige, der ich es zutrauen würde, dass sie nach all den Jahren in der Wohnung draußen eine Überlebenschance hätte. Aber solange wir in der Stadt wohnen, müssen die vier mit dem Blick aus dem Fenster zufrieden sein …

Achja, ihren Namen hat Christie von Agatha Christie, denn sie ist – so wie die Autorin es war – abenteuerlustig (auch wenn unsere Katze es wohl nie nach Ägypten schaffen wird ;) ) und doch sehr scheu, wenn es um fremde Menschen geht …

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Ein kleiner SUB-Zuwachs

Nachdem ich diese Woche zwei Stunden lang auf der Suche nach einem bestimmten Laden durch die Stadt gefahren bin, habe ich zuhause erst einmal den PC hochgefahren und bei Amazon den größten, dicksten und detailliertesten Stadtplan bestellt, den ich von dieser Stadt finden konnte.

Und da ich schon bei Amazon war, wanderte so ganz zufällig noch ein Buch in meinen Warenkorb ...

Netterweise kommen die Päckchen gerade nicht mit DHL (die hier anscheinend nur einmal die Woche ausliefern >seufz<), sodass ich gerade eben schon den Paketboten empfangen konnte. Jetzt bin ich gespannt, wie lange dieses Buch auf meinem SUB ruhen wird - und ob es mir so gut gefällt, wie ich es mir nach all den positiven Rezensionen erhoffe.

Die Katzenbande: Shandy


So viel "Katze" habe ich auf meinem Blog ja noch nicht gezeigt, also wird es Zeit das zu ändern.

Als ich zehn Jahre alt war, hielten mich meine Eltern für alt genug, um mich um eine Katze zu kümmern. Obwohl wir sehr weit „draußen“ gelebt hatten, hat leider keiner meiner Freigänger sehr lange überlebt – und so bekam ich mit zwölf meinen ersten Hund. Zwischenzeitlich gelange es mir noch einen Streunerkater anzulocken, aber eine gefährliche Krankheit sorgte dafür, dass er nur noch einen gemütlichen Lebensabend bei uns genießen konnte. Danach gab es erst einmal für sehr lange Zeit keine Katzen mehr in meinem Leben, und ich musste mich mit den Samtpfoten meiner Freundinnen trösten.

Zu meinem 29sten Geburtstag habe ich mir dann selber zwei Kätzchen geschenkt. Shandy (dessen Name auf eine Figur der Autorin Charlotte McLeod anspielt) und sein Bruder kamen von der Katzenhilfe, waren mit der Hand aufgezogen worden und hatten in ihrem Leben noch nichts anderes kennengelernt als ein winziges Kinderreisebett. Bei mir zogen sie erst einmal ins Badezimmer (auch damit ich erst einmal das Flohproblem in Griff bekommen konnte) und selbst dieser kleine Raum hat die beiden fast überwältigt.

Die beiden Kater haben sich im Laufe der Zeit prima entwickelt, und durch die Handaufzucht waren sie auch schnell sehr stark auf mich geprägt. Doch nach einem Jahr starb Shadow an falsch behandelten Harnsteinen und auch bei Shandy ging es bald danach mit diesem Problem los. Wir sind jahrelang von Tierarzt zu Tierarzt gezogen, haben ein Spezialfutter nach dem anderen ausprobiert, nur um mitzuerleben, wie unser Katerchen alle paar Wochen wieder erkrankte. Drei von vier Harnsteinsorten, die eine Katze haben kann, hat dieser Kater von diesem speziellen Tierarztfutter bekommen – und erst seitdem wir ausschließlich roh füttern ist Shandy gesund.

Wie sehr ihn (und uns) das Ganze belastet hat, ist uns erst aufgegangen, als der Kater zum ersten Mal gesund und fröhlich durch die Wohnung tobte und mit einer Schnur fangen spielte. Denn gespielt hatte er zu dem Zeitpunkt schon seit Jahren nicht mehr. Aber auch sonst ist unser Shandy ein kleines Sensibelchen. Im Laufe der Zeit ist es zwar besser geworden, aber früher wurde er jedes Mal krank, wenn ich es wagte für mehr als eine Nacht wegzufahren.

Noch immer ist er extrem auf mich fixiert und besteht darauf, dass er derjenige ist, der auf meinem Schoß schlafen darf, wenn ich lesend auf dem Sofa sitze. Sollte ihm eine der anderen Katzen zuvorgekommen sein, dann bringt Shandy seine schlechte Laune unübersehbar zum Ausdruck. Ich vermute, dass irgendwo in seiner Ahnenreihe auch eine asiatische Katze mitgemischt hat, denn anders kann ich mir den feinen Knochenbau und die manchmal doch sehr durchdringende Stimme kaum erklären.

Achja, fotografieren lässt sich der Herr auch nur sehr widerwillig, was dazu führt, dass ich entweder „schlechte Laune“-Fotos oder Schlaffotos von ihm habe. Die einen sind nicht sehr vorteilhaft – und auf den anderen sieht man nur eine schwarze Pelzkugel …

Dienstag, 6. Oktober 2009

[Kurz und knapp] Becky Cochrane: Zimtsterne mit Zuckerkuss

Die letzten Tage war es hier kalt und regnerisch und eigentlich wollte ich mich nur noch mit den Katzen auf dem Sofa einrollen und meine Nase in ein Buch stecken. Und da musste ich immer wieder an „Zimtsterne mit Zuckerkuss“ (so ein blöder deutscher Titel!) denke. Leider steckt der Roman noch in einer der Umzugskisten, aber hoffentlich finde ich den spätestens zur Adventszeit wieder, denn dann ist es die perfekte Lektüre.

Die Buchhänderlin Keelie ist gar nicht glücklich mit ihrem Leben. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, bei der Arbeit ist sie im Stress, der neue Chef ist ein Idiot und privat hat sie auch nicht gerade viele Dinge, die sie erfreuen. Umso glücklicher fügt es sich, dass Keelie bei der Arbeit von einer Leiter fällt und sich den Fuß bricht. Damit sie nicht allein bleiben muss, nimmt ihre beste Freundin Ivy sie über die Feiertage mit nach Coventry. Dort wohnen die beiden zusammen mit Keelies bestem Freund Evan bei Ivys ungewöhnlicher Großmutter. Und als Keelies Hamster Hamlet krank wird, lernt diese gleich noch den attraktive Tierarzt der Stadt kennen …

So einfach und vorhersehbar die Handlung ist und so sehr es absehbar ist, dass am Ende alle Beteiligten paarweise aus der Geschichte herausgehen, so ist dieser Roman sehr unterhaltsam geschrieben mit witzigen Dialogen und schönen Anspielungen auf Literaturklassiker. Sehr liebevoll und angenehm realistisch beschreibt die Autorin die verschiedenen Charaktere, und auch wenn einem klar ist, dass eine so idyllische Stadt wie Coventry einfach nur in Bücher existiert, so habe ich doch sehr schnell Sehnsucht nach so einem heimeligen Ort bekommen.

Montag, 5. Oktober 2009

3-Fragen-Stöckchen (Bumerang)

Nachdem mir Bibendum das 3-Fragen-Stöckchen zurückgeworfen hat, kommen hier meine Antworten auf die drei neuen Fragen. Und damit dieses Stöckchen nicht zum Ping-Pong-Ball wird, stelle ich keine weiteren Fragen. Wer aber Lust darauf hat, kann gerne diese drei Fragen (oder die meines ersten Stöckchens) in den Kommentaren beantworten. :)

Frage 1. Gibt es ein Buch, dass Dir als Kind immer wieder vorgelesen werden musste, weil Du selbst noch nicht lesen konntest, Du das Buch aber geliebt hast? Und wenn ja, welches war es?

Antwort:
An ein bestimmtes Buch, dass mir immer wieder vorgelesen werden musste, kann ich mich nicht erinnern. Allerdings hat meine Schwester mir manchmal vorgelesen, als wir noch ein Zimmer geteilt haben – und das gehört mit zu meinen schönsten Erinnerungen an unsere Kindheit. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann war auch „Laura im großen Wald“ darunter und dieses Buch von Laura Ingalls Wilder mag ich immer noch gern (was ich von der Fernsehserie nicht behaupten kann ;) ).

Frage 2. Was ist Deine Lieblingssorte Ben&Jerry's Eis?

Antwort:
Da ich bis jetzt deutlich weniger davon verdrückt habe als du, fällt es mir schwer auf diese Frage eine Antwort zu geben. ;) Als ich in Amerika war, war es viel zu kalt, um Eis zu essen und bis zum Umzug hatte ich keine Ben&Jerry’s-Quelle in der Nähe. Aber „Chocolate Macadamia“ war sehr lecker und „Caramel Chew Chew“ hört sich auch sehr gut an … Ich werde mich auf jeden Fall noch weiter durch das Sortiment probieren. ;)

3. Grundsatzfrage: Hund oder Katze? Und warum?

Antwort:
Was heißt hier „oder“? Ich mag Hunde, ich tobe gern mit ihnen rum und ich finde es großartig, dass sie mich dazu zwingen an die frische Luft zu gehen. ;) Allerdings ist mein letzter Hund schon vor über neun Jahren gestorben, und da ich seitdem kein Leben geführt habe, in dem sich ein Hund wohlgefühlt hätte, habe ich darauf verzichtet wieder einen neuen zu suchen. Aber ich muss zugeben, dass ich es vermisse mit einem Hund meine Zeit zu verbringen und manchmal bricht bei mir eine regelrechte Hundesehnsucht durch.

Aber auch ohne die Katzen könnte ich mir ein Leben nicht vorstellen! Nach dem Kanarienvogel, den ich von meiner Schwester geerbt habe, war ein kleiner roter Kater mein erstes Haustier. Ohne ein paar Pfoten fehlt einfach etwas in der Wohnung, nichts ist schöner als einen schnurrender Kater auf dem Schoß zu haben, eine neugierige Katze zu beobachten oder zu sehen, wie sich so ein Tier zufrieden und entspannt räkelt.

Egal, ob Hund oder Katze, es macht mich glücklich meine Second-Hand-Tiere besser kennenzulernen und zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickeln und mein Leben bereichern. :)

Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht

Vampire haben’s nicht leicht – und mir fällt es überraschend schwer etwas zu diesem Buch zu sagen. Irgendwie bin ich heute fast in zu kritischer Stimmung für so einen Roman …

Nachdem in den ersten vier Romanen der Reihe die Kinder der Vampirin Marguerite Argeneau ihre Lebenspartner gefunden haben (wer dazu etwas mehr wissen will, kann gerne hier gucken), bekommt in „Vampire haben’s auch nicht leicht“ ein Cousin der Familie, Vincent, die Chance auf sein Glück. Vincent ist dem Leser der andern Bücher schon bekannt als amüsanter Schauspieler, der das Leben leicht nimmt, seine Cousins gern neckt und doch immer parat ist, wenn es darum geht jemandem zu helfen.

Doch nun benötigt Vincent Hilfe, denn in seine Produktionsfirma wird von einem Saboteur bedroht. Zum Glück gibt es eine Privatdetektivin, die Bastien Argeneau seinem Cousin empfehlen kann. Jackie arbeitet schon länger mit dem Geschäftsmann zusammen und kennt das Geheimnis der Vampire. Auch wenn sie selber extrem misstrauisch gegenüber den unnatürlichen Wesen ist, leistet sie als Ermittlerin gute Arbeit.

Naja, so gute Arbeit leistet sie für Vincent nicht, denn der attraktive Vampir bringt die junge Dame schnell aus dem Gleichgewicht. Nur gut, dass ihr Partner Tiny mitgekommen ist und ihr hilft den Kopf nicht zu verlieren – und auch mal auf ihre Gefühle zu hören. ;)

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden kommt einem recht bekannt vor, wenn man die anderen Romane schon gelesen hat. Im Prinzip geht Lynsay Sands doch immer nach dem gleichen System vor. Allerdings ist es sehr angenehm, dass Jackie schon über Vampire aufgeklärt wurde und recht abgeklärt an das Thema herangeht. Und es gelingt der Autorin in diesem Band deutlich besser den Krimianteil unterzubringen als bei ihren ersten Romanen! Auch wenn ich recht schnell wusste, wer hinter den Sabotageakten steckt, so brachte der Versuch den Täter zu fassen, doch etwas Spannung in den Roman.

Auch wenn ich so langsam das Gefühl habe, dass hier nur wenig Neues kommt (und es mich ärgert, dass schon wieder Marguerite Argeneau als Heiratsvermittlerin bemüht wurde), so konnten mich all die kleinen amüsanten Szenen wieder gut unterhalten, ich mochte die meisten Charaktere sehr gern – und vor allem die neu eingeführten Figuren könnten sich noch interessant weiterentwickeln. So richtig zufrieden bin ich mit „Vampire haben’s auch nicht leicht“ nicht, aber trotzdem hat das Buch für ein paar heitere und entspannende Stunden auf dem Sofa gesorgt – und bestimmt werde ich auch den für Dezember angekündigten Band wieder lesen. ;)

Sonntag, 4. Oktober 2009

Überraschung am Morgen

Nachdem meine wunderbaren Schwiegereltern sich vor einer Stunde wieder auf den Heimweg gemacht haben, habe ich meinem Internetentzug ein Ende gemacht und ein bisschen auf anderen Seiten gestöbert. Total überraschend bin ich dabei auf Natira's Zeit über meinen ersten Award gestolpert. Ganz vielen lieben Dank dafür! :)



Ein "Making Smiles on Faces"-Award ist eine wirklich schöne Auszeichnung! :)

Und die möchte ich natürlich auch gleich weiterreichen:

An Seychella , dafür, dass sie mich (ohne es zu wissen) auf die Idee zu einem eigenen Blog gebracht hat.

An Soleil , für ihre vielen Kommentare, die mir gezeigt haben, dass mein Blog auch gelesen wird.

An Bibendum , als kleinen Ansporn, wieder mehr zu schreiben. ;)

Und an Frau Katz , die mich (als stumme Leserin) die letzten Tage mit ihrem Blog wunderbar unterhalten hat.

Freitag, 2. Oktober 2009

Oktober-SUB

Zum ersten Mal schaffe ich es die SUB-Liste des Monats nicht erst
am 7. einzustellen. >g< Jetzt muss ich nur noch Zeit zum Lesen finden ...

A (4)
Gilbert Adair: Mord auf fforkes Manor – Eine Art Kriminalroman
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Robert Asprin: Als Dämon brauchst du nie Kredit

B (10)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Alan Bennett: Die souveräne Leserin
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Dörthe Binkert: Weit übers Meer
Mechtild Borrmann: Mitten in der Stadt
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein
Simone Buchholz: Revolverherz – Ein Hamburgkrimi

C (5)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Stephen Cole: Aztec Code
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1 – Das Tor zwischen den Welten

D (6)
Jeffrey Deaver: Die Menschenleserin
Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
Doris Dörrie: Kirschblüten Hanami
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

E (2)
Horst Eckert: Königsallee
Chris Ewan: Amsterdam

F (12)
Jennifer Fallon: Kind der Magie (Das Dämonenkind 1)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 1 – Der letzte Paladin
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 2 – Die flüsternde Stadt
Fortunato: Die Spur der Drachen
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Rina Frank: Als Gott die Großmutter holte
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (6)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Robin Hobb: Im Bann der Magie (Nevare 2)
Andreas Hoppert: Der Thule-Code
Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung

I (1)
Greg Iles: Leises Gift

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (6)
Kari Kaci: Die Schwebebalken-Prinzessin
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah
Hans Werner Kettenbach: Das starke Geschlecht
Sophie Kinsella: Charleston Girl

L (2)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (8)
Jenny Mai-Nuyen: Nijura – Das Erbe der Elfenkrone
James McGee: Die Totensammler
Kai Meyer: Hex
Kai Meyer: Die Sturmkönige 1 – Dschinnland
Kai Meyer: Die Sturmkönige 2 – Wunschkrieg
Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 - Glutsand
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Thomas B. Morgenstern: Der Milchkontrolleur

N (1)
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (4)
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

R (9)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)

S (9)
Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht
Matthew Skelton: Cirrus Flux
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Helle Stangerup: Der Brautmaler
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (8)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Kerstin Tomiak: Drachenwind
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 1 – Das Erbe der Drachen
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 3 – Der Fluch des Assassinen
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (5)
Tanja Wekwerth: Mitternachtsmädchen
Valerie Wilson Wesley: Remember Cecilia Jones – Ein Fall für Tamara Hayle
Klaus Wolfertstetter: Mister Unsichtbar
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

X (1)
Xinran: Die namenlosen Töchter

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Cover-Frage



Ich habe die letzten Tage mal ein wenig im Netz gestöbert, um ein paar Hintergründe über Alan Bradley und sein Buch "Flavia de Luce: Mord im Gurkenbeet" herauszufinden.







Als ich das deutsche Cover sah, hat es bestimmte Erwartungen geweckt, während die beiden Cover aus dem englischsprachigen Raum bei mir einen ganz anderen Eindruck von dem Buch hinterlassen.






Nun frage ich euch, was euch durch den Kopf geht, wenn ihr diese unterschiedlichen Cover betrachtet. Was für eine Geschichte erwartet ihr, und würdet ihr die englischen/amerikanischen oder das deutsche Cover bevorzugen?