Montag, 31. Mai 2010

Mary Balogh: Diesen Sommer bin ich dein

„Diesen Sommer bin ich dein“ gehört zu den Empfehlungen von Irina – und sie hat mit dem Roman bei mir ins Schwarze getroffen! Hach, die Geschichte war lustig und gleichzeitig zum Heulen schön, vor allem, da sie so leise und wenig reißerisch erzählt wird …

Kit Butler, Viscount Ravensberg, benimmt sich wahrlich nicht wie ein Gentleman und so sieht ihn Lauren Edgeworth zum ersten Mal, als er sich in der Öffentlichkeit mit drei Männern prügelt und dann ein Milchmädchen küsst. Lauren hingegen ist durch und durch eine Lady, sie fühlt sich von dem anstößigen Verhalten des Viscount schockiert, bewahrt ansonsten jederzeit ihre Würde und ist die Ehrbarkeit in Person. Doch ganz so einfach ist ihr Leben bislang nicht verlaufen, denn vor gerade mal einem Jahr stand Lauren vor dem Altar, um Neville Wyatt, Earl of Kilbourne, zu heiraten – doch dann platze die totgeglaubte und vor der Familie verheimlichte Frau des Bräutigams in die Kirche.

Für Lauren wurde die Situation in Newbury Abbey daraufhin unerträglich, denn nun hatte sie nicht nur das Glück des wiedervereinten Paares tagtäglich vor Augen, sondern musste auch damit leben, dass ihr Neville eigentlich die ganze Zeit eine andere Frau geliebt hat. Doch verlassen konnte sie sein Zuhause auch nicht ohne weiteres, da sie als Pflegetochter der Familie aufwuchs. Doch zum Glück konnte sie vor einigen Wochen eine Einladung ihrer Tante nach London annehmen, um ihr in den Monaten vor ihrer Niederkunft Gesellschaft zu leisten.

Auch Kit steht gerade vor einem Problem: Seine Großmutter feiert ihren fünfundsiebzigsten Geburtstag und anlässlich dieser Feier möchte Kits Vater die Verlobung seines Sohnes mit der Nachbarstochter bekannt geben. Doch da die Dame die ehemalige Zukünftige seines verstorbenen Bruders ist und Kit auch sonst ein Problem mit dieser geplanten Feier hat, plant er in den nächsten sechs Wochen eine Frau zu finden, die er seiner Familie als seine Verlobte vorstellen kann. Und damit diese Aufgabe zu einer richtigen Herausforderung wird, geht Kit mit seinen Freunden eine Wette ein, dass es die ehrbare und abweisende Lauren Edgeworth sein soll, die er in den nächsten Wochen erobert.

So sieht sich Lauren auf einmal den Aufmerksamkeiten des verrufenen Viscount Ravensberg ausgesetzt. Während sein Verhalten sie empört, reizt es sie jedoch auch mal gegen die Ratschläge ihrer Verwandtschaft zu handeln. Vor allem die Tatsache, dass man ihren Wunsch nach Einsamkeit und ein Leben als alte Jungfer nicht akzeptiert und ihr einen potenziellen Heiratskandidaten nach dem anderen vor die Nase setzt, empört sie so sehr, dass sie einen ungewohnten Widerspruchsgeist in sich entdeckt. Schließlich willigt sie ein mit Kit zusammen zu seiner Familie zu reisen und sich als seine zukünftige Braut auszugeben, in der Hoffnung, dass sie nach einer zweiten misslungenen Verlobung ein ruhiges und unabhängiges Leben in Bath führen kann. Doch so ganz einfach ist es nicht diese vorgetäuschte Verbindung ohne Probleme vor der gesamten Verwandtschaft aufrecht zu erhalten – vor allem, da es sich Lauren zur Aufgabe gemacht hat Kit mit seiner Familie zu versöhnen, während er ihr den abenteuerlichsten und amüsantesten Sommer ihres Lebens bereiten will.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe kein Problem mit Sexszenen in historischen Liebesromanen, solange sie schön geschrieben sind (na ja, und über die anderen kann ich hinweglesen). Aber in der letzten Zeit ist mir der Verdacht gekommen, dass ich die Geschichten ohne Sex bevorzuge, da dann mehr Raum für die Charaktere und ihr Kennenlernen, für Wortgefechte und Freundschaft da ist. Mary Balogh hingegen lässt sich mit ihrer Handlung viel Zeit und findet so in meinen Augen die richtige Balance zwischen diesen beiden „Schwerpunkten“. Lauren und Kit lernen sich langsam kennen, obwohl für den Viscount die Zeit drängt. Und je mehr die beiden sich kennenlernen, desto mehr sind sie voneinander fasziniert, desto mehr freunden sich die beiden miteinander an.

Ich fand es wunderschön diese Beziehung zwischen den beiden zu verfolgen und mit Laurens Augen zu sehen, dass hinter Kits heiteren und unbekümmerten Fassade ein Mensch mit ganz eigenen Problemen steckt. Kit hingegen fühlt sich von Lauren würdevoller Haltung herausgefordert und doch lernt auch er nach einiger Zeit, dass hinter ihrem kühlen und gefassten Wesen der Wunsch steckt, einmal das Leben unbekümmert genießen zu können. Gerade die gemeinsamen Unternehmungen der beiden haben mich amüsiert. Ganz kleine Dinge, die für ein Kind ganz normal wären, wie eine kleine Kletterpartie in einen Baum, und die doch so ungehörig sind für eine Dame der Gesellschaft und deshalb unglaublichen Mut von Lauren fordern.

Auch die anderen Charaktere fand ich eigentlich durchweg sympathisch, selbst die unangenehmen Personen hatten doch Seiten, die einen berührten. Bei der Gelegenheit muss ich dann doch noch einmal auf Georgette Heyer verweisen, die es ganz wunderbar versteht hassenswerte Figuren wirklich reizvoll zu gestalten – und an ihren Herzog von Avon und seine Familie erinnerten mich auch Kits Nachbarn und die Verlobte seines verstorbenen Bruders. Ohje, ich kann es nicht ändern, dieser Vergleich muss einfach sein. ;)

Alles in allem hat mir „Diesen Sommer bin ich dein“ durchgehend gefallen und ich finde einfach keinen Kritikpunkt. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, habe gelacht, geschmunzelt, geweint oder einfach nur eine Szene genossen. Die Geschichte ist richtig schön – und nur die Tatsache, dass anscheinend nur noch Ausgaben mit diesen schrecklichen Covern, auf denen in wallende Gewänder gekleidete Personen in gliedmaßenverrenkenden Stellungen zu sehen sind, zu kaufen sind, hält mich gerade davon ab meinen Wunschzettel mit Romanen von Mary Balogh zu füllen.

Sonntag, 30. Mai 2010

Laura Kalpakian: Café Eden – meine Erwartungen

Der Realität ihrer Kindheit entflieht Eden Douglass, in dem sie sich schon früh der Kunst des Kochens und Backens widmet. Auch später, als sie an die falschen Männer gerät, ist die Küche ihr Zufluchtsort. Doch erst als sie endlich ihr Leben in beide Hände nimmt und das "Café Eden" eröffnet, erfährt sie wahre Unabhängigkeit - und Glück. Und eines Tages kann vielleicht doch die Liebe in ihr Leben treten ...


In dem Beitrag Eine Klappentextfrage! hatte ich gefragt, was für Erwartungen ihr anhand der Inhaltsangabe an diese Buch habt – und zum großen Teil stimmten eure Vorstellungen mit meinen überein. Ich war auch davon ausgegangen, dass Eden viel Pech im Leben gehabt hatte, dass sie vielleicht eine (oder mehrere) unglückliche Liebesgeschichten erlebt und sich dann verletzt zurückgezogen hatte. Doch eines Tages ergreift sie die Gelegenheit und eröffnet ein Café – und dieser Ort wird dann zum Mittelpunkt der Geschichte. Ich hatte erwartet, dass zumindest die Hälfte der Handlung in diesem Café stattfindet (und nicht nur das letzte Kapitel). Ein bisschen wie in „Chocolat“, wo die Chocolaterie zum Zentrum des Geschehens wird und wo sich Freunde finden und man Einblicke in die Lebensgeschichten der Figuren bekommt. Und ich war davon ausgegangen, dass ich im Laufe des Romans eine schöne Liebesgeschichte präsentiert bekomme …

Bevor ich die Besprechung zu dem Buch einstelle, gehe ich erst einmal auf eure Kommentare zum anderen Beitrag ein:

Eden ist keine introvertierte Person – und auch kein Mauerblümchen.

Es geht in der Geschichte sehr viel ums Essen, aber es wird nicht sinnlich über Gewürze und das Kochen geschrieben.

Edens Kindheit verläuft problematisch und doch nicht, denn ihre Eltern sind zwar nicht gerade geeignet Kinder aufzuziehen, aber dafür gibt es eine große Familie, die sich in alles einmischt und dafür sorgt, dass das Mädchen dann doch in gesicherten Umständen aufwächst.

Es gibt keinen besonderen Punkt, an dem Eden feststellt, dass ein Café sie glücklich machen könnte. Sie muss nur irgendwann eine Möglichkeit finden, um sich und ihre Familie ernähren zu können.

„Café Eden“ ist keine Selbstverwirklichungs- und Selbstfindungsgeschichte, auch wenn Eden lange Zeit auf der Suche nach dem richtigen Leben für sich ist. Sie ist sich nur einer Sache sicher: Sie will nicht so leben wie ihre weibliche Verwandtschaft, sie erwartet mehr vom Leben als eine brave mormonische Ehefrau mit einem Haufen Kinder zu sein.

Das Café eröffnet sie mit ungefähr fünfzig Jahren – und ich persönlich würde nur wenige der Rezepte aus dem Buch nachkochen wollen, was auch damit zusammenhängt, dass ich nun mal kein Fleisch esse.

Außerdem gab es mehr als einen „guten Geist“ im Hintergrund, doch vor allem hat Eden von ihrer Tante Afton das Kochen gelernt.

Ich finde nicht, dass Eden richtig leiden muss, auch wenn es traurige Momente in ihrem Leben gibt – allerdings kann mein mangelndes Mitgefühl mit ihr auch an der Erzählweise liegen.

In diesem Buch gibt es vor jedem Kapitel ein Rezept, es gibt Zutaten und kochende Frauen, aber es ist weniger ein emotionaler Roman oder gar eine seichte Geschichte.

Genau genommen ist „Café Eden“ nämlich eine Familien-Saga, aber das verrät einem nicht die Inhaltsangabe des Verlags. Erst wenn man das Buch in den Händen hält, dann fällt einem das Zitat des „Top Magazins“ auf, in dem dieser Punkt erwähnt wird.

Samstag, 29. Mai 2010

Lisa Kleypas: Roulette des Herzens

Nachdem Irina es sich zur Aufgabe gemacht hat, mich von einigen ihrer Lieblingsautorinnen zu überzeugen, wird es hier in den nächsten Wochen vermehrt Texte zu Liebesromanen geben. Den Anfang macht „Roulette des Herzens“ von Lisa Kleypas – und ich muss zugeben, dass ich die Cover der „Historical Gold“-Hefte des Cora-Verlags nicht besonders schön finde. ;) Aber dafür hat mir die Handlung wirklich gut gefallen und darauf kommt es schließlich an.

Hauptpersonen dieser Geschichte sind die etwas naive aber erfolgreiche Schriftstellerin Sara Rose Fielding und der berüchtigte Derek Craven. Sara ist ein Mädchen vom Land, wurde aber von ihren etwas älteren Eltern zur Unabhängigkeit erzogen. Sie hat ihren ganz eigenen Willen und verdient sich mit dem Schreiben von Romanen etwas dazu. Dabei geht es ihr weniger um das Geld, dass sie für ihre Werke bekommt, auch wenn es ihr und ihren Eltern zu so manch kleiner Annehmlichkeit verhilft, Sara hat einfach das Bedürfnis zu schreiben.

Ungewöhnlichweise beschäftigt sich Sara in ihren Romanen mit Prostitution und anderen Dingen, die eine ehrbare Dame nicht kennen sollte. Für ihr nächstes Projekt ist es erforderlich, dass die Autorin Recherchen in den Spielhöllen Londons betreibt, denn nur wenn sie vor Ort erfahren hat, wie es dort zugeht, kann sie ihre Geschichten auch authentisch anlegen. Doch so behütet wie Sara aufgewachsen ist, kommt ihr nicht in den Sinn, dass sie sich bei all ihren Unternehmungen auch mal in Gefahr bringt – obwohl sie zur Sicherheit eine kleine Pistole mit sich führt.

Und die benutzt sie auch, als sie eines Abends mitbekommt, wie zwei Männer mit Messern in der Hand über einen anderen herfallen. Das Opfer ist Derek Craven, Besitzer eines der bekanntesten und erfolgreichsten Clubs in London, und zum Dank erlaubt er Sara in seiner Spielhölle Nachforschungen anzustellen. Im Laufe der Zeit fühlt sich Derek von Sara immer mehr angezogen, obwohl sie mit einem jungen Mann aus ihre Heimatdorf so gut wie verlobt ist. Deshalb hält sich der berüchtigte Clubbesitzer immer wieder vor Augen, dass er aufgrund seiner Herkunft (Sohn einer Prostituierten aus den Slums) und seines nicht legalen Gewerbes für Sara nicht in Frage kommt – und natürlich kann man eine solche unschuldige und ehrenwerte Frau nicht zu seiner Geliebten machen!

Ich fand Sara und Derek sehr klischeebeladen. Da ist auf der einen Seite eine etwas naive, aber intelligente und warmherzige Frau und auf der anderen Seite ein Mann, der trotz seiner schrecklichen Kindheit und den Verbrechen, die er begangen hat, doch eigentlich ein großzügiger Mensch ist, der sich nach Liebe sehnt. Aber da es Lisa Kleypas gelingt diese beiden Personen – ebenso wie die diversen Nebencharaktere – wirklich schön und stimmig zu beschreiben, konnte ich über all die Klischees und die Vorhersehbarkeit der Handlung hinwegsehen.

Es war lustig mitzuverfolgen, wie Sara Dereks Club auf den Kopf stellt, wie seine Angestellten sie behüten und beschützen – und doch keine Hemmungen haben, sie in für eine ehrenwerte Dame kritische Situationen zu bringen, wenn es Sara bei ihren Recherchen hilft. Das naive Mädchen vom Land findet sich erstaunlich gut zwischen den Prostituierten, den Gaunern und Spielern zurecht und ignoriert alle Unverschämtheiten von Dereks Seite. Denn so unsicher wie er ihr gegenüber ist, verhält er sich eher wie ein trotziger Junge denn wie ein gestandener Geschäftsmann – und dementsprechend reagiert auch Sara auf seine Versuche sie wieder loszuwerden.

Abgesehen von der Vorhersehbarkeit der einzelnen Handlungsstränge habe ich nur einen Kritikpunkt: Die Geschichte ist nicht ausgewogen genug aufgebaut! Es gibt immer wieder Szenen, die ich als unnötig oder zu weitschweifig erzählt fand. Andere Entwicklungen hingegen wurden doch eher rasant abgefertigt, sodass ich mich fragte, warum die Autorin überhaupt diese Wendung in die Handlung eingebaut hat. Aber trotz dieser kleinen Mängel habe ich mich beim Lesen wirklich gut unterhalten gefühlt und mit Sara und Derek eine amüsante Zeit verbracht.

Freitag, 28. Mai 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 1)

Von „Meinem Herzen so nah“ hatte ich mir gar nicht so viel erwartet, nur eine unterhaltsame Geschichte mit einem hoffentlich ganz interessanten Rätsel, das mit der Vergangenheit einer inzwischen verstorbenen Frau zusammenhängt. Und vielleicht noch eine nette Romanze ... Doch nicht einmal das konnte mir die Autorin Linda Kavanagh bieten, obwohl das Buch gar nicht mal so schlimm anfing. Um euch mal meine Gedanken beim Lesen näher zu bringen, bekommt ihr in den nächsten Wochen diesen Roman kapitelweise präsentiert.


Aber erst einmal die Inhaltsangabe des Verlags:

Kaum hat Joanna Brennan ihre kleine Anwaltskanzlei in Dublin eröffnet, liegt bereits der erste Fall auf ihrem Schreibtisch. Agnes, die beste Freundin ihrer Mutter [ja, hier fehlt im Klappentext wirklich ein Komma] ist gestorben, und Joanna, die das Testament vollstrecken soll, steht vor lauter Rätseln: Agnes’ letzter Wille bringt Dinge ans Licht, die niemand geahnt hätte … Und dann bietet ihr noch ausgerechnet Agnes’ Sohn Tom, ihr heimlicher Jugendschwarm, seine Hilfe an. Ihre Nachforschungen führen Joanna in die Jugendzeit von Agnes und ihrer eigenen Mutter – und nach und nach kommt sie hinter lang gehütete Geheimnisse, die auch ihr Leben von Grund auf verändern ...

Das erste Kapitel versorgt einen dann schön der Reihe nach mit allen notwendigen Informationen, damit man Zugang zu der Hauptperson findet! Und damit ihr euch auch alle wichtigen Dinge gleich merken könnte, gibt es die sogar absatzweise von mir … *dumdidum*

Absatz 1:
  • Joanna ist zufrieden mit ihrem neuen Büro.
  • Welches gerade erst vor einer Woche eingerichtet wurde.
  • Und im besten Viertel von Dublin liegt.
  • Außerdem ist sie eine „hübsche, rothaarige Frau in einem dunklen Kostüm“ (was würden Autoren nur ohne Spiegel tun *seufz*).

Absatz 2:
  • Ihre Sekretärin heißt Mary und es überrascht Joanna immer noch, dass sie sich nun – dank ihrer erstklassigen Ausbildung – selbständig machen konnte.

Absatz 3:
  • Leider kann Joannas Mutter Catherine die hochfliegenden Pläne der Tochter nicht mehr verfolgen, da sie schon vor vielen Jahren wegen Alzheimer ins Pflegeheim kam.
  • Natürlich hatte Joanna vor der Erkrankung ein liebe- und vertrauensvolles Verhältnis zu der Mutter (guck mal an, der dritte Absatz und ich habe – dank des Klappentextes – schon die schlimmsten Vorahnungen!).

Absatz 4:
  • Beschreibung Marys (da hätte ich auch auf gar keinen Fall länger drauf warten können!): Eine quirlige Frau mit blondem Pferdeschwanz (jawoll, das wichtigste an einer Personenbeschreibung ist die Haarfarbe!).
  • Erst vor zwei Wochen hatte Joanna Mary intuitiv aus der Schar der Bewerberinnen, die das Arbeitsamt geschickt hatte, herausgefischt.
  • Und das, obwohl Marys Referenzen eigentlich nicht konkurrenzfähig waren!
  • Aber schließlich ist sie gerade geschieden und muss als „Mutter zweier recht schwieriger Teenager allein alle Lasten tragen“ (wieso hatte ich bei dem Satz ein Bild von einem kleinen, klapprigen Esel vor Augen, der unter einem Haufen Holz fast zusammenbricht?).

Absatz 5:

Huch, keine wirklich relevante neue Information? Na sowas! Aber immerhin wird hier noch einmal bekräftigt, dass Joanna nicht nur gutherzig, sondern auch total geschäftsmäßig ist, denn schließlich ist so eine gestandenen Mutter wie Mary perfekt für all die schwierigen Situationen in einer Anwaltspraxis!

Absatz 6-9:

  • Jetzt muss die absolut wichtige Frage geklärt werden, ob in Zukunft täglich Kuchen für die beiden Damen gekauft wird.
  • Man einigt sich dann aber doch auf Kekse – genauer gesagt „Mikados“, womit schon mal eine Runde Werbung gemacht wurde, auch wenn es eigentlich gar keine Kekse sind.
Absatz 10:
Den muss ich euch leider komplett zitieren – ich verspreche, die nächsten Kapitel werden etwas weniger tabellarisch und ausführlich wiedergegeben, aber so ein Anfang muss doch richtig gewürdigt werden!
Da läutete das Telefon. Die beiden Frauen sahen sich an. War das etwa schon ein Mandant? Oder nur die Telefongesellschaft, die überprüfen wollte, ob die Leitung bereits freigeschaltet war? Vielleicht auch einer von Joannas Freunden, der ihr zur Eröffnung der Kanzlei gratulieren wollte?
Irgendwie habe ich fast das Gefühl, dass bei sovielen Fragen, die man sich stellen muss, keine auf den Gedanken kommt, den Hörer abzuheben. Was langfristig für die Kanzlei ein Problem sein könnte, wenn sowohl die Sekretärin als auch die Anwältin bei jedem Telefonklingeln wie ein hypnotisiertes Kaninchen vor dem Apparat sitzen …

Absatz 15-20:
Da es in den vier davor nur etwas Häuslichkeit (Teetassen aufräumen, etwas Flunkern am Telefon) gab, spare ich mir die mal und beginne jetzt mit der Action!

  • Am Telefon ist eine namenlose Krankenschwester, die behauptet, dass Joanna sie nicht kennt …
  • … was auch nicht schlimm ist, denn schließlich ruft sie nur im Auftrag einer alten Freundin von Joannas Mutter an!
  • Die gute Agnes Kilmartin wurde am Vortag mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert und will nun ihre rechtlichen Angelegenheiten regeln.
  • Sofort bekommt Joanna ein schlechtes Gewissen, weil sie Agnes in den letzten Monaten so vernachlässigt hatte.
  • Und natürlich will sie gleich am Nachmittag vorbeikommen – vor allem, da die Schwester angekündigt hat, dass nach so einem Herzinfarkt innerhalb von 48 Stunden mit dem Tode zu rechnen sei, natürlich nur, wenn der Patient nicht überlebt … *öhm*
Absatz 21-23:
Joanna fragt dann noch die Krankenschwester, wie es denn Agnes’ Sohn Tom aufnehmen würde (sehr geschickter Schachzug der Autorin, so haben wir doch gleich auch noch das männliche Gegenüber für die Protagonistin eingeführt! *ohje*).

Bei dieser Gelegenheit bekommt der Leser noch die wichtigsten Punkte über Tom mitgeteilt:

  • Tom ist Agnes’ geliebtes einziges Kind
  • Ein ruhiger, sanfter Mann Mitte dreißig – und nur ein paar Monate älter als Joanna (womit auch die Frage geklärt ist).
  • Joanna mag Tom (was für eine Überraschung!).
  • Schon als kleiner Junge hat Tom Joanna immer ans Ende des Gartens mitgenommen und ihr Sachen gezeigt!
  • Und bevor jetzt irgendwelche Gedanken bei all den Erotic-Leserinnen aufkommen: Er zeigte ihr nur die Vögel und Fische und Insekten und erzählte ihr alles über die Natur.
  • Deshalb ist Joanna auch so naturliebend und …
  • … Tom ist inzwischen Biologe am University College von Dublin, wo er mehrere Forschungsprojekte über Wildtiere und Umweltschutz leitet ...
  • Deshalb reist er auch ständig in die Antarktis … und nach Afrika … und Südamerika (der asiatische Raum hat anscheinend keine Wildtiere).

Die nächsten Absätze bringen das Kapitel dann doch schnell zum Ende, nachdem Joanna noch ein bisschen darüber philosophiert hat, wie es sein konnte, dass so gegensätzliche Frauen wie ihre Mutter (fröhlich, heiter und hat ihr Leben lang bescheiden gelebt) und Agnes (reich, kühl und voller grimmiger Würde) befreundet sein konnten. Außerdem trägt sie Mary auf, alle eventuellen Mandanten auf morgen zu vertrösten – schließlich muss die gute Anwältin jetzt ins Krankenhaus eilen.

Ist es nicht schön, wenn man mit so viel Ruhe seine Selbständigkeit in Angriff nehmen kann?

Donnerstag, 27. Mai 2010

Simone Buchholz: Knastpralinen

Im März hatte ich hier auf dem Blog „Revolverherz“, den ersten Band rund um die Staatsanwältin Chas Riley, vorgestellt. Schon bei diesem Roman von Simone Buchholz hatte ich kräftig kritisiert, dass die Kriminalgeschichte unglaubwürdig, durchschaubar und wenig realistisch ist. Aber dafür hatten mich die schöne Sprache der Autorin und die wundervoll atmosphärischen Beschreibungen von Sankt Pauli mit der schwachen Geschichte ausgesöhnt. Also habe ich mir an diesem Wochenende den zweiten Teil, „Knastpralinen“, vorgenommen, der damit anfängt, dass in der Elbe kurz hintereinander zwei sorgfältig verklebte Plastikbeutel gefunden werden, in denen sich jeweils ein Kopf und die Hände und Füße eines Mannes befinden.

So muss Chastity Riley nicht nur einen Prozess gegen eine Bande von Mädchenhändern, sondern auch noch die Mordermittlungen im Fall der getöteten Männer führen. Doch leider fehlen der Polizei jegliche Hinweise auf den oder die Täter, was sich auch nicht ändert, als ein dritter (diesmal vollständiger) Ermordeter in der Elbe gefunden wird. Neben den beruflichen Problemen kämpft Chas auch noch mit ihrer Beziehung zu dem fünfzehn Jahr jüngeren „Klatsche“ und muss sich um ihre Freundin Carla kümmern, die in ihrem eigenen Café nach Feierabend vergewaltigt wurde.

Mit all diesen Zutaten müsste sich doch ein spannender Krimi schreiben lassen, aber auch „Knastpralinen“ versagt in dieser Hinsicht. Ebenso wie Chas Riley haben mich die Morde an den verschiedenen Männern kalt gelassen, aber nicht nur dieser Fall war mir egal, auch die verschiedenen Hauptfiguren. Selbst Carla, die ich in „Revolverherz“ ins Herz geschlossen hatte, war mir recht gleichgültig – obwohl ich sonst bei dem Thema Vergewaltigung und Gewalt gegen Frauen doch recht empfindlich bin.

Das Mordmotiv wurden einem hier auf dem Silbertablett präsentiert ebenso wie der Täter! Ich hasse es, wenn ich einen Krimi lese und der Autor den Mörder so in die Geschichte einbaut, dass man das Gefühl hat, er wird die ganze Zeit mit einem Scheinwerfer und blinkenden Weihnachtsbaumketten beleuchtet, damit man auch ja nicht verpasst, dass hier eine verdächtige Person rumläuft! Das war es also mit der Hoffnung, dass Simone Buchholz den Krimianteil bei ihrem zweiten Chas-Riley-Buch besser macht.

Doch es gab ja zwei Dinge, die mir bei „Revolverherz“ gefallen hatten, einmal die Sprache und dann die Atmosphäre. Die ungewöhnliche und doch klare Sprache ist geblieben und die habe ich auch in „Knastpralinen“ wieder würdigen können. Doch gelingt es Simone Buchholz mit diesem Roman nicht bei mir eine Sehnsucht nach Sankt Pauli auszulösen. Die Geschichte spielt in einem sehr heißen Sommer, was ein Grund dafür ist, dass alle Bewohner der Stadt träger und langsamer sind. Aber diese Trägheit hat sich auch auf mich als Leser gelegt. Ein heißer Tag in der Großstadt, das kenne ich, das hasse ich – und das fühlte sich beim Lesen nicht anders an als ein Tag in Köln, in Frankfurt, in München, in … Nur ganz selten gelingt es der Autorin etwas zu beschreiben, das sich für mich von anderen Städten abhebt.

Diese Passagen sind zwar dann so gut gelungen, dass sie in meiner Erinnerung haften blieben, wie das Kaffeetrinken am Sonntagmorgen auf der Straße, ein angsteinflößender Schuster oder ein kurzer Moment unter einem Leuchturm, aber diese wenigen Szenen reichen nicht, um mich für den Rest des Buches zu entschädigen. Ich glaube nicht, dass ich noch einen weitere Roman rund um Chas Riley lesen werde – und da mich die anderen Titel, die Simone Buchholz bislang veröffentlicht hat, auch nicht reizen, war es das wohl erst einmal für mich mit der Autorin.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Dies und Das (3)

Fußbodenleisten machen einen neuen Fußboden noch viel schöner!


Nach drei Wochen, in denen der Kühlschrank im Flur neben dem Wohnzimmer und Geschirr und Lebensmittel in dem Raum neben der Küche standen, benötigt mein Mann fast eine Woche, um nicht ständig im Flur zu stehen, weil er etwas aus dem Kühlschrank sucht. Ich hingegen habe mich nach dem zweiten Tag daran gewöhnt, dass eine Bitte um Teller dazuführt, dass er die Küche verlässt …

Ich habe viele Jahre in einem umgebauten Lehm-Fachwerk-Haus gelebt und war so gut wie nie krank, jetzt wohne ich seit einigen Monaten in einem Steinhaus und habe schon die dritte oder vierte Erkältung – wer hätte gedacht, dass ich so empfindlich auf das Wohnklima reagiere …

Je erkälteter ich bin, desto mehr besteht Logan darauf auf meinem Kopf zu schlafen – das ist bestimmt ganz lieb gemeint, führt aber eher dazu, dass er in der Nacht im hohen Bogen aus dem Schlafzimmer fliegt.

Wenn man den größten Raum in der Wohnung für Umzugskisten und Baumaterialien nutzt, dann kommt irgendwann der Tag, an dem man keine Ahnung hat, wo man die drei großen Eimer mit Profifarbe noch unterbringen soll. Nur gut, dass der Kühlschrank nicht mehr im Flur steht, so gibt es einen „leeren Platz“, an dem die Eimer erst einmal stehen können.

Heute hatte ich zwischen Tau und Regen nicht genug Zeit den Rasen zu mähen. Dafür hätte ich die Postbotin empfangen können, wenn sie mir denn endlich mein schon lange erwartetes Buch vorbeigebrach hätte. Wetten, dass sie erst wieder klingelt, wenn ich doch mal zum Rasenmähen komme?


Nachtrag: Hah, wenn ich gewußt hätte, dass Jammern hilft, dann hätte ich diesen Beitrag schon gestern eingestellt. ;) Meine Nase ist gerade frei und der Paketbote brachte mein Buch! *kicher*


Ich warte ja auch erst seit über drei Wochen! Leider muss ich vorher noch ein paar andere Bücher lesen, aber am Wochenende stürze ich mich auf das fünfte Bridgerton-Liebesabenteuer!

Schlafende Katzen

Normale Katzen schlafen meiner Erfahrung nach gerne so:






Auch diese Haltung scheint sehr bequem zu sein:


Doch Baltimore beweist immer mal wieder, dass er kein normaler Kater ist und hält gern auf diese Weise ein Nickerchen (hier ist zum Glück mal mein Mann das Opfer):



Doch Logan bevorzugt eine Schlafhaltung, die ich noch nie zuvor bei einer Samtpfote gesehen habe - und die ich deshalb mal für euch von allen Seiten fotografierte:






Zum Glück scheint es ihm nicht zu schaden. ;)

Dienstag, 25. Mai 2010

Doris Dörrie: Kirschblüten – Hanami (Buch und Film)

Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen den deutschen Film – es gibt aber leider nur wenige, die mir wirklich gefallen. So reizte mich zwar das Thema bei Doris Dörries Film „Kirschblüten – Hanami“, aber so ganz konnte ich mich nicht dazu aufraffen, ins Kino zu gehen, was auch ein wenig an den Schauspielern lag, die ich nicht in jeder Rolle leiden kann, wenn ich das mal so freundlich ausdrücken darf. Irgendwann bekam ich dann das Buch zum Film in die Hand und hier hat mich die Geschichte so sehr berührt, dass ich doch noch die DVD angucken musste.

In „Kirschblüten – Hanami“ (Hanami ist übrigens der japanische Ausdruck für das Betrachten von Blüten und wird in der Regel auf die Kirschblüte bezogen, da für die Japaner das Aufblühen der Kirschbäume ein besonderes Ereignis ist und man gleichzeitig mit diesem Anblick den Beginn des Frühlings feiert) erzählt Doris Dörrie von dem Ehepaar Trudi und Rudi. Beide sind schon lange miteinander verheiratet, und bei aller Zärtlichkeit füreinander hat der graue Alltag sie schon längst eingeholt. Trudi hatte vor der Heirat japanischen Butoh-Tanz studiert, ist immer noch vom Anblick des Fuji und von der japanischen Kultur fasziniert und träumt davon, einmal die Kirschblüte in Japan erleben zu dürfen. Rudi kann das nicht nachvollziehen, er fühlt sich in seinem Alltag wohl, ist ein Gewohnheitstier und kennt keine unerfüllten Träume.

Doch dann bekommt Trudi die Mitteilung, dass Rudi schwer erkrankt ist. Ihr bleibt es überlassen, ob er von seiner Krankheit erfahren oder ob er so ungetrübt wie möglich seine letzten Monate erleben soll. Trudi beschließt, ihrem Mann nichts zu sagen und versucht stattdessen, ihm die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu machen. Doch ein Besuch bei den Kindern (Sohn und Tochter) in Berlin zeigt nur, wie sehr sich die einzelnen Familienmitglieder voneinander entfremdet haben – und während Trudi herauszufinden versucht, was Rudi glücklich machen würde, ist er nur irritiert von ihrem Verhalten und ihren Fragen. Erst als Trudi überraschend stirbt, geht ihm auf, wie viele Träume sie für ihn und die gemeinsamen Kinder aufgegeben hat. Um sich ihr noch einmal nahe fühlen zu können, reist Rudi zu seinem zweiten Sohn, der in Japan lebt, und versucht dort all die Dinge zu sehen und zu erleben, die seine Frau sich so sehr gewünscht hat.

Das Buch zum Film wurde in drei Teile aufgeteilt: Über 100 Fotos mit Bildunterschriften, das komplette Drehbuch und ein Abschnitt über Doris Dörrie, der beschreibt, wie es zu dem Dreh von „Kirschblüten – Hanami“ kam, was der Regisseurin so alles in Japan schon passiert ist und wie ihre Faszination an dem Land ausgelöst wurde. Da ich den Film ja noch nicht kannte, habe ich mir gründlich die Fotos angeguckt und die Geschichte erst einmal wie bei einem Bilderbuch erlebt, was sehr berührend war. Ohne die Handlung im Hinterkopf zu haben, musste ich die Fotos besonders aufmerksam betrachten und war beeindruckt von den kleinen Dingen, die man wohl beim Betrachten des Films nicht so bewusst wahrnimmt.

Das Drehbuch hat mir dann deutlich mehr Hintergründe zu den einzelnen Figuren verschafft und ihr Verhältnis zueinander beleuchtet. Zu sehen, wie sehr sich die Kinder von ihren Eltern entfremdet haben und dass es eine Außenstehende benötigt, damit die verschiedenen Familienmitglieder wieder aufmerksamer miteinander umgehen, ist sehr traurig und doch so alltäglich. Auch Trudis und Rudis hilflose Versuche, für den anderen da zu sein – oder zumindest dann im Nachhinein noch die Dinge zu tun, die den anderen erfreut hätten -, waren sehr berührend zu lesen. Oder um es mal ganz deutlich zu sagen: Am Ende des Drehbuchs liefen mir die Tränen übers Gesicht, weil es so schön und traurig war.

Ganz so tief wie das Buch hat mich der Film allerdings nicht bewegt. Er gefiel mir und habe ihn bestimmt nicht zum letzen Mal gesehen, aber meine Fantasie hatte der Geschichte beim Lesen doch noch mehr Intensität verliehen, als es Doris Dörries Bilder gekonnt haben. Dabei haben Elmar Wepper und Hannelore Elsner hier in meinen Augen ihre überzeugendste Leistung als Schauspieler abgeliefert, und zum ersten Mal habe ich die beiden uneingeschränkt gemocht. Besonders Elmar Weppers Zusammenspiel mit Aya Irizuki (die die Japanerin Yu spielt) ist wirklich ganz bezaubernd!

Dafür habe ich mir während des Films mehr Gedanken um diese (und so auch ein wenig über meine) Familie gemacht. Selbst während wunderschöne Bilder aus Japan zu sehen waren, hat das einen Teil meiner Aufmerksamkeit gefangen gehalten. Das liegt wohl daran, dass ich das Buch miterlebt habe, während ich beim Film – trotz des Einsatzes einer Videokamera, die ich immer gewöhnungsbedürftig finde, die aber eine gewisse Nähe erzeugen soll – doch nur Zuschauer war und so mehr Raum für mich und weniger für die Geschichte hatte.

Auch muss ich zugeben, dass ich wohl ohne Kenntnis der Handlung bei einer Fernsehausstrahlung in der ersten Hälfte der Geschichte einen anderen Sender gesucht hätte. Aber mit dem Wissen, wie sehr sich Rudi noch entwickelt (und weil ich eben nach dem Lesen den Film sehen wollte), fand ich selbst diese eher zähen Passagen sehr rührend. Sowohl im Buch als auch im Film fand ich einen Moment in dieser Familie wunderbar mitzuerleben, bei dem man erkennt, dass diese unterschiedlichen Personen doch eine gemeinsame Vergangenheit verbindet.

Montag, 24. Mai 2010

Katzenpfoten

In den letzten Tagen bin ich immer wieder auf die Jagd nach Katzenpfoten gegangen - leider sind nicht besonders viele akzeptable Fotos dabei herausgekommen. Aber trotzdem mag ich euch meine Puschelpfötchen mal zeigen.


Da Christie ein wenig überredet werden musste, damit sie still hält, spreizt sie das Pfötchen unmerklich, was meinen Finger erstaunlich klein wirken lässt. Normalerweise sind mein Daumen und Christies Pfoten nämlich ungefähr gleichgroß.


Logan setzt seine Pfoten immer schön manierlich nebeneinander.


Von unten wollte er seine Pfoten einfach nicht herzeigen, aber dafür kann man mit meinem Finger im Hintergrund die Größe der Pfote erahnen - und sehen, wie haarig das Kerlchen zwischen den Ballen ist. Das sind schon fast Hobbitfüße! ;)


Baltimore ist da schon etwas weniger haarig, was dieses Foto beweist - ein Glücksfall, denn normalerweise sehen meine Versuche seine dicken Pfoten abzulichten, eher so aus:


Shandy hingegen war dieses Mal erleichtert, dass er nur seine Pfote präsentieren sollte und hat sich zu dieser Aufnahme (die mich wieder verwirrt, weil er doch eigentlich so schlanke Pfoten und keine Pranken hat) überreden lassen:

Sonntag, 23. Mai 2010

Eine Klappentextfrage!


Ich habe gerade "Café Eden" gelesen und will euch noch gar nichts darüber erzählen, aber ich möchte euch hier einmal den Klappentext präsentiere und von euch wissen, was für ein Buch ihr bei der Inhaltsangabe erwartet.

Der Realität ihrer Kindheit entflieht Eden Douglass, in dem sie sich schon früh der Kunst des Kochens und Backens widmet. Auch später, als sie an die falschen Männer gerät, ist die Küche ihr Zufluchtsort. Doch erst als sie endlich ihr Leben in beide Hände nimmt und das "Café Eden" eröffnet, erfährt sie wahre Unabhängigkeit - und Glück. Und eines Tages kann vielleicht doch die Liebe in ihr Leben treten ...

Nun bin ich gespannt darauf, was für eine Art Geschichte ihr erwartet und was Eden eure Meinung nach für eine Person ist und wie ihr Leben - soweit man es anhand des Klappentextes vermuten kann - aussieht.

Samstag, 22. Mai 2010

Kulinarisches Foto (für Sayuri)

Sayuri hatte vor kurzem wieder über einen Kochabend geschrieben und dabei eine Sauce erwähnt, die ich auch mal ausprobieren wollte. Also gab es heute bei uns einen Salat aus Erbsen, Mais, Karotten und Salatgurke mit einer Sauce, die wir aus einer fertigen Curry-Mango-Grillsauce und Creme fraiche zusammengerührt haben.


Dazu gab es dann noch ein paar Scheiben Ciabatta und ich muss sagen, dass das Ganze sehr lecker war! Wir sind nicht nur zu dem Schluss gekommen, dass es diese Kombination den Sommer über häufiger bei uns serviert wird, sondern auch, dass wir uns noch ein paar andere Varianten mit der Saucenidee vorstellen könnten.

Vielen lieben Dank an Sayuri für die leckere Anregung!

Freitag, 21. Mai 2010

Jenny-Mai Nuyen: Nijura – Das Erbe der Elfenkrone

„Nijura“ lag schon eine ganze Weile auf meinem SuB. Der Klappentext meiner Ausgabe beginnt mit folgendem Textauszug: „Einen Augenblick lang stand der neue König reglos vor den Elfen. Dann hob er die Hände und schon sich die Kapuze zurück: Die steinerne Krone Elrysjar schmiegte sich um seine Stirn, glänzend wie Sumpföl. Der Regen wusch ihm über das Gesicht, wusch Erde und Schmutz fort und enthüllte das lächelnde Gesichte eines Menschen.“ Danach folgt der eigentliche Klappentext, der mich darüber informiert, dass alle Hoffnungen die Elfen und den Rest der Welt vor der Vernichtung zu bewahren auf der jungen Halbelfe Nill ruhen, und da liegt auch schon der Punkt, der mich so lange vom Lesen abgehalten hat.

Ich fand die Grundvoraussetzung spannend, dass die Krone der Elfen in den Besitz eines Menschen gelangte und dieser nun ihr König wurde, aber wieder einmal eine Halbelfe in der Hauptrolle eines klassischen Fantasyromans zu sehen, schreckte mich doch ab. So langsam reicht es mir mit diesen armen kleinen Waisenkindern, die von den Menschen, bei denen sie aufwachsen, nur missachtet werden. Oh, und wenn die Halbelfen bei den Elfen aufwachsen ist es nicht anders, denn selbst wenn diese wunderbaren Wesen sanft und freundlich sind, so ist das halbmenschliche Geschöpf doch im Vergleich ungelenk und wird sich nie in ihre Kultur einfügen. Doch genug der Vorurteile, vor ein paar Tagen war es endlich soweit, dass ich das Buch in Angriff nahm – und nun bin ich mal wieder zwiegespalten ...

Aber erst einmal noch ein paar Worte zum Inhalt: Auch wenn der Klappentext nur von der Halbelfe Nill spricht, so beginnt das Buch aus der Perspektive von Scapa. Der Junge schlägt sich als Dieb in der Kesselstadt durch, einem Ort, in dem von ihrem Volk verstoßene Elfen und die verschiedensten Menschen zusammenleben. Nebeneinander leben wäre vielleicht der bessere Ausdruck, denn die Völker vermischen sich nicht, jeder bleibt für sich und die einzigen Berührungspunkte ergeben sich, weil die Elfen als Hehler für die Verbrecher der Stadt dienen.

Scapa und Arane, ein Mädchen, dass er über alles liebt, versuchen zusammen mit den anderen Straßenkindern die Oberhand über das Gesindel in Kesselstadt zu gewinnen. Sie wollen keine Abgaben mehr an andere zahlen, erhoffen sich mehr Sicherheit und vor allem wollen sie endlich von dem Leben können, was sie sich im Laufe eines Tages so ergaunern. Erst nachdem man den Kampf der Straßenkinder verfolgt hat und Scapa, Arane und ein paar der anderen besser kennen gelernt hat, gibt es nach einer dramatischen Wendung einen Sprung in der Geschichte.

Drei Jahre später und ein Stückchen von Kesselstadt entfernt bekommt man einen kleinen Einblick in Nills Leben. Das Mädchen ist – wie schon im Klappentext angekündig – eine Halbelfe und – wie ich es schon vermutet hatte – sie ist nicht glücklich in ihrem Leben! Sie wird von den anderen Kindern gehänselt, ihre Pflegemutter ist ein Biest und nur der Pflegevater scheint freundliche Gefühle für sie zu hegen. So beschließt der Fürst des Ortes, dass die Halbelfe auch diejenige sein soll, die das seltsame magische Messer (das Nill praktischerweise im Wald gefunden hatte) zum neuen König der Moorelfen bringen soll, denn das Mädchen ist schließlich entbehrlich und niemand im Dort hängt an ihr.

Dieser König ist angeblich ein Mensch und schon seit Jahren verfolgen die Bewohner des Landes besorgt, wie die Grauen Krieger (warum nur will ich hier immer „Graue Reiter“ schreiben? *grübel), die unter seinem Befehl stehen, immer mehr Macht im Reich an sich ziehen und im Namen ihres Königs Gräueltaten verrichten. So will Nills Fürst vorsorgen und deshalb dem König – so als Versuch ihn wohlwollend zu stimmen – das Messer überreichen, von dem man glaubt, das es die einzige Waffe sei, die den Herrscher töten kann. Praktischerweise trifft Nill auf ihrem Weg auch noch auf eine Handvoll „Freier Elfen“, die sowieso in die gleich Richtung wollten und ihr Geleitschutz geben können.

Hört sich meine Inhaltsangabe ein bisschen biestig an? Wenn ja, dann liegt es vielleicht daran, dass ich zwar klassische High-Fantasy-Geschichten wirklich mag, aber mir hier doch ein wenig die eigene Grundidee fehlt. Genauso wie eine fundiert aufgebaute Fantasywelt, wenn ich das noch eben anmerken darf, denn über so einige Details darf man sich keine Gedanken machen, wenn man die Geschichte ohne grummeln erleben will. Trotzdem habe ich „Nijura“ genossen, da Jenny-Mai Nuyen eine schöne Erzählweise hat, die wirklich gut zu lesen ist. Auch hat sie die verschiedenen Charaktere angenehm vielschichtig angelegt.

Ich habe Scapa und seinen Freund Fesco, den Elfen Erijel und die andere Figuren in mein Herz geschlossen – sogar Nill und ihren Lerneifer mochte ich! Keiner der Charaktere ist zu simpel gestrickt, vor allem Scapa wird vor so einige Herausforderungen gestellt, bei denen es um seine Gefühle und Träume geht. Aufgrund der gewählten Perspektiven (Scapa und Nill sind diejenigen, durch deren Augen man hauptsächlich die Geschichte verfolgen kann) bleiben zwar einige Beweggründe zum Beispiel bei Arane offen, aber das führt nur dazu, dass man sich seine eigenen Gedanken zu der Vergangenheit der Personen macht. So haben mich die vielschichtigen und liebenswerten Charaktere über die verschiedenen Unstimmigkeiten oder Klischees getragen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Obwohl die Geschichte in meinen Augen nur wenige überraschende Wendungen parat hatte, hatte ich das Gefühl, dass das Ende genau den richtigen Abschluss für diese Handlung bildete.

Auf den Hund gekommen ...

... sind wir nicht, auch wenn man das bei diesem neuen Spielzeug glauben könnte:



Da ich immer auf der Suche nach möglichst robusten Sachen für die Maine-Coon-Kater bin, kam mir vor einigen Wochen der Gedanke, ich könnte mich ja mal beim Hundespielzeug für die beiden Plüschkater umgucken. Normales Katzenspielzeug zerfetzt Baltimore innerhalb weniger Sekunden, deshalb gibt es hier im Haus auch Shandys geliebte Fellbällchen nicht mehr. Die wurden von Christie übrigens immer apportiert, was nicht nur total niedlich war, sondern unser Mädchen körperlich so richtig schön forderte.

Bei den puscheligen Enden dieses Seilknotens hatte ich ein bisschen die Hoffnung, dass die Katzen dadurch zum Spielen animiert werden. Und wirklich gab es von der ersten Sekunde zwei, die total fasziniert davon waren:



Während Christie immer mal wieder am Seil schnupperte und sich manchmal daneben auf den Boden legt, um den Kopf daran zu reiben ...



... findet Shandy es ganz toll, wenn er das Spielzeug in die Luft und quer durch das Wohnzimmer werfen kann. Jetzt habe ich zwar etwas Angst, wenn das große Ding gegen die Tische und Regale knallt, finde es aber schön, dass wenigstens einer etwas mit dem neuen Spielzeug anfangen kann! Leider habe ich ihn nicht in Aktion fotografieren können, aber den Größenvergleich finde ich auch ganz spannend. ;)

Mittwoch, 19. Mai 2010

Die Winterkatze und die Bibliotheken

Solange ich mich erinnern kann, gehören Bibliotheken zu meinem Leben. Angefangen hat es mit einer kleinen Zweigstelle in einer großen Stadt, wo regelmäßig eine neue Runde Bilderbücher ausgesucht wurde. Leider habe ich nur noch wenige Erinnerungen daran, aber ich weiß noch, dass sich meine große Schwester mal ein Yoga-Buch für Kinder ausgeliehen hatte, bei dem ich die Namen für die verschiedenen Figuren sehr lustig fand. Später hat sie mich manchmal ins Stadtzentrum zur Zentralbibliothek mitgenommen – so ein riesiges Gebäude voller Bücher und es gab sogar einen Raum mit bequemen Stufen und Kissen, wo man Hörbücher hören konnte. So gehören meine ersten Bibliothekserinnerungen und meine Schwester irgendwie zusammen.

Dann zogen wir in einer kleine Stadt mit einer kleinen Bibliothek in einem hübschen Fachwerkhaus in der Innenstadt. Von unserem Gymnasium aus war es nur ein Katzensprung, allerdings reichte die Zeit nicht, um den Bus noch zu erwischen, sodass man sich gut überlegen musst, an welchen Tagen man zur Bibliothek gehen konnte. Nach kurzer Zeit wurde bei mir ein Auge zugedrückt, wenn ich die maximale Ausleihmenge von zehn Büchern überschritt, denn sie konnten sich sicher sein, dass ich spätestens nach einer Woche die Titel wiederbrachte. Viel zu schnell hatte ich mich dort durch die Kinder- und Jugendbuchabteilung gelesen, habe dann die Fantasy- und Science-Fiction-Bücher verschlungen, um danach mit den allgemeinen Romanen und Sachbüchern weiter zu machen. Nur die Krimis habe ich damals gemieden, da ich mir sicher war, dass ich die nicht so mögen würde. Für diese schnuckelige Bibliothek musste man sich etwas Zeit mitbringen, denn die nette Dame, die die Ausleihkarten abstempelte, war körperlich behindert und so dauerte es immer ein bisschen, bis ihre Hand den Stempel auch am richtigen Ort platzierte. Immerhin konnte man die Zeit schön nutzen, um ein bisschen zu schwatzen oder schon mal einen ersten Blick in die Bücher zu werfen und diese behutsam im Extrarucksack oder der Schultasche unterzubringen.

Während des Studiums mochte ich die Bibliothek an der Hochschule nicht so gerne, vor allem war es doch immer arg ärgerlich, wenn es nur ein Exemplar von einem Titel gab, welcher gerade vor 150 Studenten empfohlen wurde. Da half nur kurz vor Vorlesungsende schon mal rausrennen und hoffen, dass man genau dieses Buch als Erste in die Finger bekommt. Aber die Stadtbibliothek an meinem Studienort war auch wieder in einem schönen alten Gebäude untergebracht und hier entdeckte ich dann auch die Krimiabteilung für mich – was zu einigen seltsamen Lesestunden geführt hat, da die dortige Auswahl doch auch etwas ungewöhnlicher Sparten abdeckte. Hier fiel mir auch zum ersten Mal auf, dass man versuchte so effizient wie möglich mit seinen Lesern umzugehen. So war sowohl die Ausleihe als auch die Abgabestelle immer mit mindestens zwei Personen besetzt, sodass mir häufig die Bücher schneller aus der Hand genommen wurden, als ich sie aus meinem Rucksack holen konnte. Nicht sehr angenehm und mit ein Grund, warum ich nicht mehr wöchentlich in die Bibliothek ging.

Dann habe ich selber ein paar Jahre in einer Bibliothek gearbeitet und dort miterlebt, welche Arbeiten so tagtäglich hinter den Kulissen anfallen. Neben all den anderen Dingen, kommt spätestens nach ein paar Monaten, in denen man jeden Morgen total verschmierte Kinderbücher wieder in die Bilderbuchtröge und Regale einsortiert hat, der Moment, an dem man sich wünscht, man könnte jedem Benutzer einen Verhaltenskodex aufdrücken, der dafür sorgt, dass jeder einzelne Leser so sorgfältig wie möglich mit den Büchern umgeht. Früher – so erzählten mir die Kollegen – gab es noch eine Putzfrau, die regelmäßig die Bücher durch eine Buch-Waschmaschine gejagt hat. Aber die Stelle wurde eingespart und so hatte eigentlich jeder von uns neben dem Schreibtisch einen Stapel besonders schlimm verschmutzter Bücher, und wenn mal wieder etwas Luft im Arbeitsalltag war, dann griff man zu einem feuchten Lappen und fing an die Bücher zu putzen … Doch viel Zeit blieb für sowas nicht, denn je länger ich dort arbeitete, desto mehr fiel mir auf, dass die Bücher in einer Bibliothek so langsam nur noch Nebensache sind.

Hier habe ich auch erlebt wie auf die Selbstverbuchung umgestellt wurde. Für diejenigen von euch, die das nicht kennen: Bei der Selbstverbuchung hat der Leser eigentlich keinen Kontakt mehr zu den Bibliotheksmitarbeitern, man nimmt den Stapel mit Büchern, die man ausleihen will, scannt sie selber ein und wandert dann aus dem Gebäude. Zumindest, wenn alles richtig klappt und es dabei nicht zu Fehlern kommt. Natürlich ist man auch selber dafür verantwortlich, dass die ausgeliehenen Hörbücher auch alle CDs beinhalten, dass man nicht die Titel des Typen, der zu dicht hinter einem steht, mitausleiht und auch sonst sollte man sich genau angucken, was man da tut. Natürlich wurde vorher versichert, dass durch die Selbstverbuchung kein Stellen wegfallen – und ebenso natürlich kommt es gerade an meinem alten Arbeitsplatz ganz anders als vorher versprochen. Doch das habe ich dann nicht mehr mitbekommen, da ich inzwischen umgezogen bin.

Hier an meinem neuen Wohnort ist die nächste Zweigstelle nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt – und so gehe ich regelmäßig Mittwochs in die Bibliothek und hole mir ein paar Bücher ab. Da mein SuB ja nicht gerade klein ist, greife ich zur Zeit nur noch auf Bibliotheksbücher zurück, wenn mir ein Titel empfohlen wird, den ich erst einmal nur antesten will, oder manchmal habe ich ein (gekürztes) Hörbuch hier und würde es gern mit dem Roman vergleichen oder ich habe zwar den ersten und dritten Band einer Reihe, aber nicht den zweiten. Zum Glück ist die örtliche Bibliothek sehr gut sortiert und wenn meine Zweigstelle mir nicht weiterhelfen kann, dann bekomme ich meine Bücher von den anderen geliefert.

Ich genieße es, wenn ich am Mittwochvormittag ein paar Worte mit den Bibliotheksmitarbeitern wechseln kann. In der Regel nicht mehr als „Das hier möchte ich zurückgeben – und dann ist da noch was für mich vorgemerkt.“ Und als Antwort kommt dann in der Regel „Nächste Woche müssen Sie noch ein Buch abgeben“ und dann wird mir mit einem „Sie kennen sich ja mit der Selbstverbuchung aus“ mein vorgemerkter Stapel in die Hand gedrückt. Doch nicht heute! Heute wurde ich darüber informiert, dass von nun an auch die Vormerkungen ohne „Menschenkontakt“ ausgegeben werden – denn nun wurde dafür extra ein Regal aufgebaut, wo man seine Vormerkungen selber rauszupfen muss.

Ganz ehrlich, ich hasse es, dass meine Bibliotheksbesuche immer unpersönlicher werden. Ich warte nur noch darauf, dass auch die Rückgabe per Selbstverbuchung erfolgt – und dann muss man gar kein Wort mehr mit einem Menschen wechseln, wenn man Bücher aus der Bibliothek nutzen will. Ich vermisse die kleinen Gespräche über die Ausleihtheke hinweg, bei denen man im schlimmsten Fall nur eine kurze Bemerkung über das Wetter austauschte und im besten Fall ein paar Buchtipps mit auf den Weg bekam. Wenn das so weitergeht, dann kann ich ja gleich die „Onleihe“ nutzen, dafür muss ich nicht mal aus dem Haus gehen, sondern „leihe“ mir Text- oder Audiodateien über mein Bibliothekskonto aus und kann die dann am PC lesen oder hören.

Aber genau das will ich nicht! Ich will in eine Bibliothek gehen und die Regale durchstöbern, ich will ein paar Worte mit einer Bibliothekarin oder einer FaMI wechseln, ich möchte Buchtipps von ihnen oder anderen Benutzern der Bibliothek bekommen und mich einfach in einem Gebäude voller Bücher wohlfühlen können. Vielleicht bin ich hoffnungslos altmodisch, aber der menschliche Kontakt hat doch – neben all den tollen Büchern – dazu geführt, dass ich als Kind so gern in die Bibliothek ging.

Vielleicht seht ihr das ja anders oder vielleicht gehört ihr ja zu den Leuten, die zwar gern lesen, aber nie eine Bibliothek nutzen würden, doch mich macht diese Entwicklung einfach nur traurig ...

Samstag, 15. Mai 2010

Regenbogen-Lesen: Der zweite Regenbogen!


Am 13. März habe ich stolz verkündet, dass ich meinen ersten Regenbogen zusammen bekommen habe - und mir die Frage gestellt, ob ich wohl noch einen weiteren in diesem Jahr auf die Reihe bekomme.

Doch zu dem Zeitpunkt hatte mich Irina schon mit ihrer Vorliebe für Julia Quinn angesteckt, und dank der schönen Neuauflagen vom Mira-Verlag hatte ich überraschend schnell die ersten drei Farben für meinen zweiten Regenbogen zusammen. Auch wenn ich es doch etwas erschreckend finde, dass ich so einen Regenbogen immer mit einer Reihe Liebesromane beginne ... *g*

Der zweite "Drago"-Band war mir da auch gerade ins Haus geflattert, "Saphirblau" hingegen hatte ich schon früh im Hinterkopf. Und als es in der Bibliothek dann ausleihbar war, habe ich mir mein SuB-Regal noch einmal kritisch vorgenommen und bin mit "Nijura" und "Das Kind der Magie" fündig geworden. Somit konnte ich schon Ende März den geplanten Regenbogen fotografieren. Doch erst in dieser Woche bin ich endlich dazu gekommen, die beiden Fantasyromane zu lesen und präsentiere deshalb heute stolz meinen zweiten Regenbogen!

Dies und Das (2)

Die Post kommt immer zwischen 10 und 17 Uhr …

… nur nicht an Tagen, an denen ich morgens um halb neun unter der Dusche stehe und ausnahmsweise mal nicht auf das Klingeln an der Tür reagieren kann.

So war es am Mittwoch und da Donnertag Feiertag war, habe ich den Abholschein am Freitagmorgen meinem Mann mitgegeben, damit er nach der Arbeit die verpasste Sendung auf dem Heimweg mitbringen kann. Am Abend kam er grummelnd nach Hause, denn unsere Postfiliale hatte nichts für uns. Nun will die Filialleiterin mal nachforschen, wo das Päckchen geblieben ist - und hat angekündigt, uns Samstagvormittags (inzwischen ist es übrigens Mittag *seufz*) deshalb anzurufen. Ich weiß noch nicht, was mir lieber wäre:

Möglichkeit Nummer 1: Das Päckchen liegt in der großen Filiale einige Kilometer weiter, bei der man theoretisch sogar mit dem Auto parken kann – was auch nötig ist, denn sonst wäre die Strecke sehr mühselig zu bewältigen, da die nächste U-Bahn-Haltestelle etwas weiter weg ist.

oder

Möglichkeit Nummer 2: Die vermisste Sendung ist der große Umschlag, der mir am Freitagmorgen von dem aktuellen Aushilfspostboten in die Hand gedrückt wurde.

Doch vor allem hoffe ich, dass nicht Folgendes passiert …

Möglichkeit Nummer 3: Die geheimnisvolle Post ist unauffindbar verschwunden und da ich nicht einmal weiß, wer uns was geschickt haben könnte, kann ich nicht mal beim Absender Bescheid geben, dass wir was vermissen … Besonders ärgerlich wäre das, wenn es eine der nicht angekündigten, aber wichtigen Sendungen wäre, die mir ab und an ins Haus flattern.

Außerdem wurde mir Mittwoch von einer Bekannten eine Hermes-Versandverfolgungsnummer gemailt, mit dem Hinweis, dass sie ein Paket abgeschickt habe. Da das entgegen aller Hoffnungen nicht Freitag eingetroffen ist, aber am heutigen Samstag den Status „Befindet sich in der Zustellung“ hat, haben wir also beschlossen, die Suche nach einer Küche um eine weitere Woche zu verschieben und stattdessen den Tag mit dem Warten auf die Post zu verbringen.

Denn auch bei Hermes-Sendungen ist es hier in der Gegend nicht so ganz leicht, an sein Paket zu kommen, wenn man beim ersten Versuch nicht zu Hause war.

Noch lustiger ist es allerdings, wenn man die Lieferung seine monatliche Comic-Bestellung per GLS verpasst hat. Deren Abholstation liegt drei Ortsteile weiter, ebenfalls außerhalb der Reichweite der U-Bahn- , S-Bahn- oder Bus-Haltestellen und ist eigentlich eine Tankstelle. Wenn man die dann mit Hilfe eines zentimeterdicken Stadtplans, freundlicher Passanten und viel Glück gefunden hat, dauert die Herausgabe auch noch eine Weile, weil der Tankstelleninhaber sich erst einmal lang und breit darüber auslassen muss, dass ja noch nie jemand von soooo weit weg gekommen sei, um eine Lieferung abzuholen …


***


Und zuletzt noch ein typischer Wochenend-Dialog im Hause Winterkatze:

Sie sitzt am PC, er liest auf dem Sofa.

Sie: „Ach, Lauch …“
Er: „Hm?“
Sie: „Leek.“
Er: „Porenta?“
Sie: „Tomatensauce …“

Wer diesem Dialog folgen kann, ohne den ersten Link zu aktivieren: Herzlich Willkommen in meiner kleinen verschrobenen Welt! :)

Montag, 10. Mai 2010

Laura Whitcomb: Silberlicht

Irgendwie passen „Silberlicht“ und ich nicht so recht zusammen. Der Roman war zwar gut zu lesen und hat mir eigentlich auch zugesagt (oder zumindest dachte ich das beim Lesen), aber ich hatte so einige Kritikpunkte – und ich finde es immer noch nicht so ganz einfach die auszuformulieren. Die Geschichte handelt von Helen, die schon seit 130 Jahren als „Licht“ existiert. Ihr ist bewusst, dass sie mal ein Mensch war und gestorben ist. Es gibt aber zwei Sachen, die sie noch auf der Erde halten. Zum einen ist da ihre Angst vor der Hölle, die sie nach ihrer Überzeugung nach ihrem endgültigen Tod erwartet, und zum anderen ist da die Liebe zur Literatur. Es ist Helen gelungen sich einen Halt im Leben zu suchen, in dem sie sich an Menschen hält, die ihr als „Bewahrer“ dienen.

Diese Menschen teilen ihre Vorliebe für Bücher und Geschichten, sie sind Dichter oder Schriftsteller und Helen versucht ihnen als eine Art Muse beizustehen. Ihr aktueller Bewahrer ist Mr.Brown, ein Englischlehrer an einer Highschool, der seit vielen Jahren schon an einem Buch arbeitet. Mit ihm zusammen geht Helen jeden Tag zur Schule, sie empfindet Zuneigung zu ihm und es fällt ihr schwer sich mit seiner Ehefrau und ihrem gemeinsamen Kinderwunsch abzufinden. Nie hat jemals jemand Helen zu Gesicht bekommen, auch wenn sie manchmal Vorhänge oder Papier in Bewegung versetzt. Doch eines Tages blickt ihr einer von Mr. Browns Schülern ins Gesicht und lächelt sie an.

Helen ist anfangs unglaublich erschrocken, da sie nicht fassen kann, dass da jemand in der Lage ist sie zu sehen. Doch James ist nicht irgendjemand. Auch er ist ein „Licht“, aber ihm ist es gelungen, den Körper eines Jungen in Besitz zu nehmen. Schnell überzeugt er Helen davon, dass auch sie einen Körper finden sollte, der von seiner Seele verlassen wurde und ihr die Möglichkeit bieten würde, endlich wieder etwas zu fühlen. Doch so einfach ist es nicht ein passendes Gefäß für Helen zu finden …

Am Ende des Buches liefen mir die Tränen runter, aber da ich an dem Tag sehr müde und eh emotional angeschlagen war, weiß ich nicht, ob das jetzt nur an der Handlung lag. Denn während des Lesens hatte ich immer das Gefühl, dass die ganze Geschichte einfach nicht richtig ausgereift war. Auf der einen Seite erfährt man anfangs sehr viel über Helens erste Bewahrer und ihrer ersten Schritte als „Licht“ und das macht einen auch ein wenig neugierig auf dieses ungewöhnliche Geschöpf, aber letztendlich hatte ich das Gefühl, dass hier zuviel Raum für die paar wichtigen Informationen genommen wurde. Das ist aber wirklich vor allem nur mein Gefühl, denn wenn ich mir jetzt die Seitenzahl angucke, dann nimmt sich Laura Whitcomb gerade mal bis Seite 24 Zeit dafür.

Als Helen dann James kennenlernt hat mich die Geschichte mehr gefangen genommen, aber trotz der Grundvoraussetzung, dass beide „Licht“ (ich weigere mich hier „Lichter“ zu schreiben, denn das hört sich einfach blöd an) sind, bekommt man hier doch nicht mehr als eine typische amerikanische Romeo-und-Julia-Geschichte geboten. Junge aus der Unterschicht, der in kriminelle Machenschaften verstrickt war, und Mädchen aus der gehobenen Mittelschicht, die in einer superbraven christlichen Familie aufgewachsen ist, können nicht zusammenkommen, da die gesellschaftlichen Unterschiede und der Widerstand des Umfelds so groß ist.

Okay, es ist ein bisschen komplexer, weil es ja nicht nur um die beiden „Wirtskörper“ von Helen und James, sondern auch um die beiden und ihrer Vergangenheit geht. Und um die Tatsache, dass sie sich doch deutlich von den Personen unterscheiden, die sie darstellen müssen, damit sie in ihrer neuen Rolle als „normale Menschen“ überzeugen. Eigentlich ist das auch alles von Laura Whitcomb schön geschrieben worden, die Sprache lässt sich (mal moderner, mal altmodischer) gut lesen, die literarischen Anspielungen haben mir gefallen und eigentlich mochte ich auch Helen und James.

„Eigentlich“ ist allerdings das entscheidende Wort. Denn ich fand das Ganze nicht ausgewogen genug. Auf der einen Seite sind Helen und James erwachsene Menschen gewesen, bevor sie verstarben, auf der anderen benehmen sie sich wie kopflose und egoistische Kinder. Die vielen einsamen Jahrzehnte haben anscheinend dafür gesorgt, dass die beiden nur jemanden finden mussten, der von der gleichen Art ist, damit sie sich sicher sind, dass es für die ewige Liebe reicht und das unwiderstehliche Verlangen haben übereinander herzufallen.

Beide haben mit den Körpern auch die Probleme derjenigen Personen übernommen, die sie nun überzeugend darstellen müssen – und irgendwann wurde es mir für die paar Seiten, aus denen die Geschichte besteht, einfach zuviel. Extreme Religiosität, Drogen und Jugendbanden, zerstörte Familien mit komatösen oder im Gefängnis steckenden Angehörigen und dazwischen die beiden frischverliebten Teenager … Sehr viele Sachen, die angesprochen werden, viel vorhandener Konfliktstoff, aber nichts davon ist richtig ausgearbeitet. Alles wird oberflächlich behandelt und nur angerissen.

Was die Handlung an sich angeht, so kann man letztendlich sagen, dass Helen und James irgendwie was gutes für diese beiden Familien getan haben, aber das Ende ihrer Geschichte ist mir dann schon wieder zu sehr wie in einer klassischen Geistergeschichte und somit zu beliebig. Während mich die Frage, was aus den beiden ursprünglichen Seelen in den beiden Teenagerkörpern wird, mich sehr unbefriedigt zurückgelassen hat. Ich glaube nämlich nicht, dass die Entwicklungen, die James und Helen ausgelöst haben, die Sache zu einem guten Ende führen können. Wie auch immer, das bekommt man als Leser nur angedeutet – und egal in welche Richtung ich es für mich „zuendespinne“, ich bin nicht wirklich glücklich mit dem Buch!

Samstag, 8. Mai 2010

Laura Resnick: Verzaubert

„Verzaubert“ ist eins der kurzweiligsten Bücher, die ich in den letzten Tagen gelesen habe. Die Hauptfigur ist Esther Diamond, eine eher erfolglose Schauspielerin, die endlich mal wieder auf der Bühne stehen darf. Zwar ist sie in einem Off-Broadway-Stück nur die Zweitbesetzung für die Hauptdarstellerin und tummelt sich ansonsten als leicht bekleidete Nymphe im Chor dieses Musicals, aber all das ist besser als weiterhin als Kellnerin arbeiten zu müssen.

Als eines Tages die Hauptdarstellerin Golly Gee während eines Zauberkunststücks während der Vorstellung verschwindet, kommt Esthers große Chance. Doch so ganz ist sich die Schauspielerin nicht sicher, dass Golly wirklich nur einen Nervenzusammenbruch hatte und heimlich aus der gläsernen Kiste geflohen ist. Vor allem als Esther dann auch noch anonyme Mitteilungen bekommt, die sie davor warnen Gollys Rolle zu übernehmen, bekommt die junge Frau doch etwas Angst.

Zu schade, dass der attraktive Detective Lopez Esthers Sorgen nicht ernst nimmt, denn so ist sie gezwungen selber herauszufinden, was mit Golly passiert ist. Doch diese ist nicht die einzige, die in den letzten Tagen bei diesem speziellen Zaubertrick verschwand, und so muss sich Esther mit ihren Nachforschungen beeilen, bevor noch mehr Leute vermisst werden. Zusammen mit dem älteren Max Zodek und einem wirklich bunt gemischtem Haufen anderer Helfer entdeckt Esther eine ganze neue – und erstaunlich übernatürliche – Seite von New York.

Bei ihren Ermittlungen helfen der Schauspielerin nicht nur der magieerfahrene Max, sondern auch sein überaus unfreundlicher Assistent Hieronymus, ein Haufen Dragqueens, ein texanischer Cowboy mitsamt seiner entzückenden Tochter, ein Wall-Street-Finanzier und andere exzentrische Figuren. Und so klein ihr Auftritt auch ist, so habe ich auch die weiße Tigerdame Alice sehr in mein Herz geschlossen …

„Verzaubert“ bietet keine besonders anspruchsvolle Geschichte, aber die Handlung ist so nett und kurzweilig und liebenswert chaotisch, dass ich das Buch in einem Zug ausgelesen habe und am Ende kichernd auf dem Sofa saß. Esther hat einen ganz eigenen Galgenhumor, der ihr hilft mit all den seltsamen Vorgängen fertig zu werden, und obwohl viele der Figuren sehr klischeeüberladen dargestellt sind, haben sie mich hervorragend unterhalten. Ein kurzer Blick zu Amazon.com hat mir gezeigt, dass Laura Resnick in diesem Herbst den dritten Band um Esther Diamond herausbringen wird – und ich hoffe sehr, dass die weiteren Teile auch noch auf deutsch erscheinen werden.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Julia Quinn: Wie verführt man einen Lord?

… oder auch: Cinderella lässt grüßen! Die ersten Seiten hat es Julia Quinn für meinen Geschmack nämlich ein bisschen zu sehr mit der Märchenanlehnung übertrieben – obwohl ich solche „armen Verwandtengeschichten“ (z.B. bei Georgette Heyer *dumdidum*) normalerweise sehr mag. Zum Glück gelang es der Autorin dann die Handlung so weiterzuführen, dass ich sie rundum genießen konnte – und ich liebe das Ende! Aber erst einmal der Reihe nach: Nach „Wie erobert man einen Duke?“ und „Wie bezaubert man einen Viscount?“ ist „Wie verführt man einen Lord?“ der dritte Band der Bridgerton-Reihe und dieser dreht sich um Sophie und den zweiten Bridgerton-Sohn Benedict.

Sophie Beckett ist ein Bankert, das Ergebnis eine Affäre zwischen dem Earl of Penwood und eine Frau aus dem gemeinen Volk. Als ihre Mutter verstarb, wurde das kleine Mädchen von ihrer Großmutter bei dem Earl abgeliefert und lebte von nun an als „Mündel“ und „verwaisten Tochter eines verstorbenen Freundes“ im Hause des Adeligen. Obwohl ihr Vater ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenkt, wird Sophie gut erzogen. Erst als der Earl eine Witwe mit zwei Töchtern heiratet, verändert sich ihr Leben drastisch. Der neuen Herrin (mit dem hübschen Vornamen Araminta) ist auf den ersten Blick bewusst, dass das Mädchen die Tochter ihres Mannes ist und verbietet ihr jeglichen Kontakt mit ihren Kindern Posy und Rosamund. Und da sich die beiden Mädchen am Verhalten ihrer Mutter orientieren, wird Sophie in den nächsten Jahren auch kräftig von ihnen gepiesackt.

Nach dem Tod des Earl hofft die böse Stiefmutter … äh … die Countess, dass sie das verhasste Mädchen endlich loswerden könnte, doch der Verstorbene hat testamentarisch für sein Mündel gesorgt. Um nicht in Zukunft auf dem Trockenen zu sitzen, muss sich Araminta mit Sophie arrangieren – und sorgt deshalb dafür, dass das Mädchen ihr als „bessere Zofe“ zu Diensten ist. Als die Londoner Saison anfängt werden Rosamund und – die nicht so hübsche – Posy von ihrer Mutter von einer Veranstaltung zur anderen geführt, während Sophie davon träumt auch nur einmal einen Ball besuchen zu dürfen. Doch eines Abends kommt ihre große Stunden, als eine Verschwörung der Dienstboten dazu führt, dass die junge Frau einen Maskenball im Hause Bridgerton besuchen kann.

Hier erreichen dann die unglaubwürdigen Momente in meinen Augen ihren Höhepunkt, denn welcher Dienstbote (und hier ist es quasi der gesamte Haushalt) würde in dieser Zeit schon so ein Vergehen auf sich nehmen? Aber da es alles so nett beschrieben wurde, kann ich mit diesen Unglaubwürdigkeiten leben – und das erste Zusammentreffen von Sophie und Benedict auf dem Ball genießen. Die junge Dame ist mit einer Halbmaske getarnt und so verliebt sich Benedict erst einmal nur in ihre Augen, ihre Haltung und ihre wunderbare Ausstrahlung. ;) Wie es mit den beiden weitergeht, will ich eigentlich nicht verraten, aber natürlich ist alles fürchterlich kompliziert und es dauert unendlich lange, bis sie sich gegenseitig ihre Zuneigung gestehen können. Vor allem Sophies Abstammung ist natürlich ein großes Hindernis und würde dafür sorgen, dass sie niemals in der Gesellschaft akzeptiert würde.

Ich weiß, dass sich das jetzt vielleicht nicht so anhört, aber mir gefiel dieser dritte Band noch besser als die ersten beiden. Sophie und Benedict haben sich ganz schnell einen Platz in meinem Herzen erschlichen. Er ist ein wunderbarer romantischer Romanheld, auch wenn er ein bisschen braucht, um den richtigen Weg zu Sophie zu finden – aber was wäre eine solche Liebesgeschichte ohne solche Wirrungen? Und Sophie ist einfach toll. Anfangs ein kleines liebes Mädchen, das nicht verstehen kann, warum die neue Frau im Haus und ihre Kinder so unfreundlich sind, dann eine junge Frau, die versucht das Beste aus jeder Situation zu machen und dabei immer ihren Prinzipien treu zu bleiben. Und wie es sich für einen Bridgerton-Roman gehört, mischt auch Benedicts restliche Familie wieder gewaltig mit, was für wunderbar amüsante Szenen sorgt!

Bislang muss ich zugeben, dass Irinas Julia-Quinn-Empfehlung mir wirklich viel Freude bereitet hat. Der vierte Band „Penelopes pikantes Geheimnis“ ist schon lange gelesen und nun warte ich sehnsüchtig auf den fünften Teil „In Liebe, Ihre Eloise“, der leider erst im Juni veröffentlicht wird. Wie soll ich nur all die Wochen bis dahin überstehen? *g* Oh, und für diejenigen, die meine Georgette-Heyer-Vergleiche vermisst haben: Auch diese Autorin hat gern mittellose und von der Verwandtschaft ausgenutzte Heldinnen in den Mittelpunkt ihrer Bücher gestellt, aber Sophie wäre bei ihr wirklich ein Mündel des Hauses oder das verwaiste Kind eines entfernten Verwandten gewesen. ;)

Hot-Chocolate-Day

Wie ich heute auf meiner Runde durch das Internet gelernt habe, ist der 6. Mai der "Internationale Anti-Diät-Tag" und bei einem Blick aus dem Fenster habe ich beschlossen diesen Tag mit einer Heißen Schokolade zu begehen. Ganz schlicht, ohne Sahne oder sonstige Extras, aber dafür habe ich noch ein paar passende Kekse dazu gefunden.


Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch heute Lust sich bei dem Regen ebenfalls einzumuckeln, ein schönes Buch parat zu legen und mit mir einen "Hot Chocolate Day" zu genießen. :)

Sonntag, 2. Mai 2010

Renovierung Nummer 2: Der Küchenboden

Wie schon in einem anderen Renovierungsbeitrag erwähnt, haben wir längere Zeit einen Handwerker gesucht, der uns einen neuen Küchenboden verlegt. Die Anfragen bei diversen Firmen aus den Gelben Seiten waren leider weniger erfolgreich, aber unser neuer Elektriker meinte, er hätte einen Bekannten, den er mal fragen könnte. Besagter Bekannter hatte auch Lust, uns den Boden zu machen, seine Preisvorstellungen waren akzeptabel und als das geklärt war, hatte er sogar relativ schnell Zeit für uns. Allerdings müssen wir das mit der Terminabsprache noch einmal üben …

Letzten Freitag habe ich dann das von mir ausgesuchte Linoleum-Laminat bestellt, und der Natur-Baumarkt sagte mir die Lieferung für Mittwoch zu, was hervorragend passte, denn mit dem Handwerker hatten wir uns inzwischen auf Freitag geeinigt. Auch wenn sich der Bodenbelag etwas an die Raumbedingungen gewöhnen soll, bevor man ihn verlegt, so hatte ich doch nicht vor, ihn länger als unbedingt nötig als Hindernisstapel in der Wohnung zu haben.

Glücklicherweise konnte sich mein Mann am Donnerstag den Nachmittag freinehmen und mit mir zusammen die Kartons abholen. Denn die sind verflixt schwer und ich hätte mir dabei bestimmt wieder den Rücken verrenkt oder ähnliche Sachen angestellt. Doch bei all dem Trubel mit mir, meinem Mann und dem Baumarktchef (der mich unbedingt darüber aufklären wollte, dass es kein Linoleum-Laminat, sondern Linoleum-Schichtbodenplatten oder so seien – mir egal, ich muss darüber keine Prüfung schreiben und für den Handwerker war nur wichtig zu wissen, dass es das gleiche Klick-System und der gleiche Aufbau ist wie bei Laminat!) landeten nur sechs Kartons im Kofferraum. Das war zwar die errechnete Menge, aber ich hatte eigentlich sieben Pakete bestellt, damit wir Luft für Verschnitt hätten. Außerdem will ich den gleichen Boden irgendwann auch noch in dem kleinen Zimmer neben der Küche verlegen und müsste mir deshalb auch keine Gedanken über eventuelle Reste machen.

Da ich mit dem Elektriker, über den bislang die Verhandlungen liefen, abgemacht hatte, dass mich der Fußbodenverleger noch einmal zurückruft, damit wir über den weiteren Materialbedarf reden, wartete ich nun die ganze Woche auf diesen einen Anruf. Und bin immer grummeliger geworden, weil mir klar war, dass wir schlecht am Freitag noch in letzter Minute was besorgen könnten. Der Samstag fiel ja sowieso ganz aus, sodass wir auch all die anderen Sachen, die sonst auf diesen Tag geschoben werden, schon am Donnerstag erledigten. Ach, ich muss einfach mal zugeben, dass es mich schrecklich aus dem Tritt bringt, wenn ich bei meinem durchgeplanten Tagesablauf alles umstellen muss. ;)

Freitagmittag saß ich immer noch hier und wartete auf den Handwerker, und so langsam kroch die Panik in mir hoch … Doch dann klingelte es und der Fußbodenverleger wollte reingelassen werden. Wieder etwas, was nicht ganz so einfach ist, wenn man einen Haushalt mit vier Katzen hat. Ich hatte zwar vorsorglich im Schlafzimmer schon ein Katzenklo und einen Wassernapf aufgestellt, aber es ist nicht so leicht, die vier Monsterchen dann auch dort einzusperren. Vor allem, wenn sie merken, dass irgendwas los ist. Shandy und Baltimore sind zum Glück verfressen genug, um sich mit Leckerli locken zu lassen, Christie wurde eingefangen und hat sich dann mit der Situation abgefunden, aber Logan musste mühsam vom Kratzbaum gelöst werden. Und jede Kralle, die er nicht mehr in den Baum schlagen konnte, landete in meinem Unterarm. Der arme Kerl hatte wirklich Angst …


Dann ging es damit los, den alten Küchenfußboden zu entfernen und alles für das Verlegen der Bodenplatten vorzubereiten. Der Handwerker war nicht nur mitsamt all seinen Gerätschaften, sondern auch mit einem Helferlein angereist – so war das schnell erledigt, wobei wir feststellen durften, dass unsere Vormieter wohl mal einen Wasserschaden in der Küche hatten. Zum Glück hatte diese Entdeckung keine Auswirkungen auf das Verlegen unseres Bodens. Auch mit den diversen Krümmungen unsere Wände wurde der nette Handwerker routiniert fertig. Insgesamt habe ich gut drei Stunden mit einem breiten Grinsen im Flur gelauert und zugeguckt, wie Stück für Stück unser neuer Fußboden entstand.

Ich will jetzt nicht weiter auf die kleinen Nebenbemerkungen eingehen, die den beiden Herren entfleuchten und die in mir mal wieder den Wunsch weckten, unsere Vormieter kräftig zu schütteln. Allerdings kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass mir in diesen Stunden mal wieder in den Sinn gekommen ist, dass tiefsitzende Hosen kein wirklich schöner Anblick sind. Selbst, wenn man neonpinkfarbende Slips oder knallrote Boxershorts über den Bund blitzen sieht … So ein Handwerkerdekolletee (ja, das „ee“ am Ende dieses Wortes ist die neue Rechtschreibung) ist selbst bei durchtrainierten und jungen Handwerkern kein wirklich hübscher Anblick.

Das letzte Laminatpaket wurde übrigens geöffnet, als noch eine ganze Reihe zu verlegen war – und nur der Schornstein hat uns davor bewahrt, dass uns das Material vorzeitig ausging. Jetzt haben wir noch genau eine Platte und fünf Reststückchen übrig, die wohl zu klein sind, um irgendwann noch einmal verarbeitet zu werden. Für den kleinen Raum werde ich dann auf jeden Fall auf meine sieben Pakete bestehen, auch wenn er etwas kleiner ist als die Küche … Tja, und dank der unglaublich guten Absprache mit dem (wie ich zugeben muss) ansonsten sehr patenten und sympathischen Handwerker hatten wir keine Fußbodenleisten, die breit genug sind, um die Fuge zwischen Bodenbelag und Wand zu verdecken.


Also kommt der nette junge Mann „nächste Woche“ (ich fürchte, den genauen Termin entscheidet er wieder eher spontan) wieder und beendet sein Werk. Immerhin besorgt er mir dann auch bei einem Bekannten, der Malermeister ist, Profiwandfarbe für meine Wände. Das bedeutet, dass ich die schweren Eimer ins Haus geliefert bekomme und preislich ist es auch etwas günstiger, als ich es als Privatperson normalerweise vom Maler verkauft bekomme. :) Oh, und außerdem fragt er einen anderen Bekannten, der wiederum im Bad- und Sanitärbereich arbeitet, ob er eine Duschabtrennung schneiden und anbringen mag. Das wäre eine deutliche Verbesserung der Badezimmersituation! Denn aufgrund des Schnitts der Badewanne und der Anbringung neben dem Fenster und all der anderen hübschen Herausforderungen, die der Raum bietet, leben wir noch mit einem unschönen Duschvorhang-Drahtseil-Provisorium … ;)

Also, falls das noch nicht durchgeklungen ist: Ich liebe meinen neuen Küchenfußboden! Er ist wunderschön und hell und freundlich und wunderschön und langfristig hoffentlich wirklich so pflegeleicht wie erhofft, und wundeschön ist er auch noch. Außerdem haben wir seit Freitag auch eine passende Türschwelle zwischen Küche und Flur, eine perfekt gekürzte Küchentür (über die Rauchentwicklung, die dabei entstand, will ich lieber nicht reden) und sogar eine Schwelle zwischen Wohnzimmer und Flur (die war unseren Vormietern beim Auszug „abhanden gekommen“ *seufz*).

Allerdings werde ich die Küche wohl erst dann wieder „richtig“ einräumen, wenn die Bodenleisten angebracht sind, denn ich habe keine Lust, jetzt wöchentlich alles auszuräumen. Das wiederum bedeutet, dass ich die nächsten Tage vier Räume nutzen muss, um zu kochen: In dem kleinen Raum neben der Küche steht gerade das Kellerregal mit dem Geschirr und den Lebensmitteln, in der Küche steht der Schreibtisch mit der Kochplatte, im Badezimmer ist mein einziger Wasseranschluss und der Kühlschrank befindet sich gerade im Flur … Aber wer weiß, vielleicht finde ich ja schnell genug eine passende Küchenzeile, dass ich beim nächsten Rumräumen alles gleich fertig einrichten kann. Und ja, mir ist bewusst, dass das gerade haltlose Tagträumerei ist. *kicher*

Samstag, 1. Mai 2010

Michelle Harrison: Elfenseele - Zwischen den Nebeln

Mit „Elfenseele – Zwischen den Nebeln“ veröffentlicht der Loewe-Verlag den zweiten Band von Michelle Harrison. Über „Hinter dem Augenblick“ hatte ich ja schon im Dezember geschrieben und da mir das Buch so gut gefallen hatte, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen! Im ersten Teil stand Tanya im Mittelpunkt, ein Mädchen, dass mit der Gabe gesegnet (oder sollte man besser sagen verflucht) war Feen und Elfen sehen zu können. Aufgrund dieser Fähigkeit geriet sie immer wieder in Schwierigkeiten, lernte aber auch einige Menschen kenne, die ebenfalls die übernatürlichen Wesen sehen konnten – und ihr helfen wollten. Rowan „Red“ Fox zum Beispiel hat Tanya viel darüber beigebracht, wie sie sich vor den Übergriff der Feen und Elfen schützen könnte.

Am Ende von „Hinter dem Augenblick“ gelang es Red nach einer dramatischen Auseinandersetzung mit dem "kleinen Volk" sogar das Elfenreich zu betreten, etwas, was sie schon seit über einem Jahr versuchte. Damals musste Red nach einem Autounfall, der ihre Eltern das Leben kostete, mit ihrem kleinen Bruder zusammen in einem Heim leben. Als dort Kinder verschwinden und durch Wechselbälger ersetzt werden, versucht Red alles, um ihren Bruder James zu beschützen – doch vergeblich!

Nachdem James von den Feen geraubt wurde, sammelt seine Schwester so viel Informationen wie möglich über die übernatürlichen Wesen und findet heraus, dass sie vielleicht eine kleine Chance haben könnte, ihren Bruder aus dem Elfenreich zu befreien. Doch dafür muss sie selber in diese magische Welt gelangen. Als ihr das letztendlich gelingt, fällt sie der Heckenhexe in die Hände, die ihre ganz eigenen unheimlichen Pläne mit dem Mädchen hat.

Mir gefiel „Zwischen den Nebeln“ noch besser als der erste Teil, da sich die Autorin noch mehr auf die düsteren Seiten der britischen Volksmärchen konzentriert hat. Zwar wird der eine oder andere Teil von Reds Aufgabe im Feenreich etwas einfach gelöst, aber dafür werden die Charaktere vielschichtiger beschrieben und der Hintergrund des Mädchens wird schön ausgearbeitet. Im Vergleich zu Tanya, deren Leben doch bislang immer sehr glatt verlief, zeigt Red viel mehr unterschiedliche Seiten ihres Charakters. Sie ist durch das Leben auf der Straße misstrauisch geworden, wirkt manchmal hart und erschreckend skrupellos – und wird doch die ganze Zeit nur von ihrer Liebe zu ihrem kleinen Bruder angetrieben.

Auch Tanya und Fabian wird in diesem Buch wieder eine Rolle zugestanden, da neben dem magischen Reich auch wieder das Herrenhaus Elvesden Manor zum Schauplatz der Geschichte wird – und ich sollte noch erwähnen, dass die Handlung auch verständlich ist, wenn man „Hinter dem Augenblick“ nicht gelesen hat, wobei so einige Anspielungen mit diesem Vorwissen eher zu genießen sind. Insgesamt bietet „Zwischen den Nebeln“ eine schöne Mischung aus traurigen Geschehnissen, fantastischen Elemente, niedlichen, bedrohlichen und hilfsbereiten magischen Wesen und vielen kleinen amüsanten Szenen.

Wenn es der Autorin gelingt diese Qualität zu halten (oder gar noch besser zu werden) und weiterhin so schöne und märchenhafte Geschichten zu erzählen, dann freu ich mich jetzt schon auf alle noch kommenden Romane von Michelle Harrison.

Mai-SuB

Dank Handwerker-Termine und anderer "Ablenkungen" habe ich im April nur ein Pensum von dreizehn Büchern, einem Manga und drei Hörbüchern (4 CDs, 2 CDs und noch einmal 2 CDs) geschafft. Vor allem habe ich angefangen einige der älteren Titel abzubauen, auch wenn ich von meinen Neuzugängen nicht so ganz die Finger lassen kann. So kann es auf jeden Fall weitergehen! :)

A (3)
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Jane Austen: Mansfield Park

B (10)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein
Simone Buchholz: Knastpralinen
Bill Buford: Hitze

C (6)
Trueman Capote: Frühstück bei Tiffany
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten
Deborah Crombie: Wenn die Wahrheit stirbt

D (5)
Barbara Demick: Die Kinogänger von Chongjin
Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (13)
Jennifer Fallon: Kind der Magie (Das Dämonenkind 1)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 3 – Der brennende Berg
Lucie Flebbe: Hämatom
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Karen Joy Fowler: Der Jane Austen Club
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung

I (1)
Greg Iles: Leises Gift

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (6)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Laura Kalpakian: Café Eden
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
F. G. Ledesma: Der Tod wohnt nebenan
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (10)
Christoph Marzi: Lyra
James McGee: Die Totensammler
Seanan McGuire: October Daye - Winterfluch
Kelly Meding: In drei Tagen bist du wieder tot
Kai Meyer: Hex
Kai Meyer: Die Sturmkönige 1 – Dschinnland
Kai Meyer: Die Sturmkönige 2 – Wunschkrieg
Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 - Glutsand
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Thomas B. Morgenstern: Der Milchkontrolleur

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb
Jenny-Mai Nuyen: Nijura – Das Erbe der Elfenkrone

P (5)
Bernd Perplies: Tarean 3 – Ritter des Ersten Lichts
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

R (11)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Laura Resnick: Verzaubert
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)

S (13)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Peter Schwindt: Morland 2 - Die Blume des Bösen
Brian Selznick: Die Entdeckung des Hugo Cabret
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Helle Stangerup: Der Brautmaler
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (9)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher – Die Stadt der Regenfresser
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 3 – Der Fluch des Assassinen
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (5)
Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Valerie Wilson Wesley: Remember Celia Jones – Ein Fall für Tamara Hayle
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

114 Titel

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)