Freitag, 25. Juni 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 6+7)

Was bisher geschah: Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3, Kapitel 4+5

In den letzten zwei Kapiteln durften wir nicht nur miterleben, wie sich Catherine O’Brien und Agnes kennengelernt hatten, sondern auch die spritzige Unterhaltung verfolgen, die Joanna und Orla nach einem gemeinsamen Abendessen führten. Unter anderem erfuhren wir dabei, dass sich Orla von ihrem Verlobten Declan getrennt hatte, weil dieser fremdgegangen war.

Natürlich wird es jetzt Zeit diesen Teil der Geschichte aus Declans Sicht zu betrachten! *ohje*

Perspektivwechsel: Kapitel 6 wird aus der Sicht von Declan Dunne erzählt

Und da dieses Kapitel so entzückend anfängt, zitiere ich es für euch:

Declan Dunne war wirklich sauer. Was als wunderbare Affäre mit Sasha Miller begonnen hatte, hatte sich ziemlich schnell zum Fiasko ausgewachsen. Mittlerweile ging ihm sogar ihr Name auf die Nerven. War er überhaupt echt? „Sasha“ hört sich russisch an. Vielleicht erklärte das ja, wieso sie in rauen Mengen Wodka herunterkippen konnte. Möglicherweise benutzte sie den Namen aber auch nur aus journalistischen Gründen. Wenn man den Schrott, den sie produzierte, überhaupt als Journalismus bezeichnen konnte!
Und für so eine hatte er die einzige Frau aufgegeben, die er je wirklich geliebt hatte! Orla würde ihn wohl kaum zurückhaben wollen. Und Sashas dümmliche Weinerlichkeit konnte er nun wirklich nicht mehr ertragen. Solange es nur um Sex ging, war alles wundervoll gewesen. Ihm war gar nicht aufgefallen, wie langweilig sie ansonsten war. Es war nun mal aufregend, es mit einem noch unvertrauten Körper zu tun. Und Sashas Po war ein Appetithäppchen, fast als führe er ein Eigenleben. Sie wusste auch genau, wo ihre Qualitäten lagen, und trug nur superkurze Röcke. Die straffen Backen wippten so lange vor seinen Augen auf und ab, bis er vor Begierde fast verrückt wurde. Zumindest bis er bemerkte, dass mit dieser Hinterteil mit keinem Gehirn in Verbindung stand. […]


Sashas fehlendes Gehirn ist ja schon ein Problem, aber noch schlimmer ist es für Declan, dass er nun mit ihr zusammen in einem rosaroten Barbiehaus wohnen muss. Überall sieht er pinkfarbenden Mädchenkram (mit Fransen!) und für seine Footballsachen ist gar kein Platz! Nur sein kostbares Fotoalbum, in dem er die Fotos gesammelt hat, auf denen er mit Berühmtheiten zu sehen ist, hat ein Plätzchen in dieser Puppenstube gefunden.

Noch bevor Declan mit all dem Selbstmitleid fertig ist, kommt Sasha nach Hause – und da ihr Hintern auch dieses Mal seine Wirkung nicht verfehlt, rollen die beiden Sekunden später von der Leidenschaft übermannt auf dem Boden rum.

Danach fühlt sich Declan aber gaaanz schlecht, denn schon wieder hat ihr üppiger Po (jawoll, der ganz alleine!) es geschafft, aus ihm einen Idioten zu machen! Aber da er Sasha erst verlassen kann, wenn er eine andere Bleibe gefunden hat – und nicht wieder zu Mama und Papa zurückziehen will – überlegt er sich, dass er es doch noch einmal mit Orla versuchen könnte.

Er würde ihr einfach einen Strauß sündhaft teure Rosen kaufen! Dann müsste sie ihm ja doch verzeihen, schließlich hat er nur einen kleinen Fehler gemacht. Außerdem hat sie ja immer noch diesen schrecklich teuren Verlobungsring, was sie ja quasi zur Versöhnung verpflichten würde. Doch bevor Declan diesen genialen Plan in die Tat umsetzen kann, setzt Sasha wieder ihren Hinter ein und er verschiebt alle außerbettlichen Aktivitäten auf den kommenden Tag.

Ich sage jetzt mal ganz mutig voraus, dass wir mit Declan noch eine Menge Spaß haben werden …


Perspektivwechsel: Kapitel 7 wird aus der Sicht von Catherine O’Brien erzählt

In diesem Kapitel erfahren wir, wie sich Catherine und ihr Mann Bill Brennan kennengelernt hatten. Beide besuchten damals einen Abendkurs zum Thema Möbelrestaurierung, während sie tagsüber als Goldschmiedin arbeitete und er einen Buchladen für alte und seltene Bücher besaß.

Zwischen zerbrochenen alten Stühlen, antiken Schreibkästen und anderen Dingen, welche die Kursteilnehmer zum Restaurieren mitbrachten, erblühte zwischen den beiden eine zarte Romanze. Zuerst tauschten sie nur handwerkliche Tipps aus, bald aber sah man sie nach dem Kurs im nahegelegenen Café die Köpfe zusammenstecken. Und nicht lange danach fragten sie sich, wie die wochentags restaurierten Sachen in ihrer ersten gemeinsamen Wohnung aussehen würden.


Während Catherine ihren eigenen Ehering entwirft, erzählt sie ihrer Freundin Agnes von all den Plänen, die sie und Bill für die Zukunft haben. Vor allem will sie, wenn sie eine gemeinsame Wohnung gefunden haben, eine kleine Werkstatt eröffnen – und wenn Kinder kommen, von Zuhause aus arbeiten.

Ich werde mir jetzt einfach mal keine Gedanken darüber machen, dass beim Goldschmieden doch so einige Tätigkeiten anfallen, bei denen man kein Kind in der Nähe haben sollte. Auch weiß ich nicht, ob ich alle Arbeitsmaterialien, die dafür verwendet werden, wirklich in Kinderhänden sehen möchte. Aber bestimmt hatte sich Catherine das alles sehr gut überlegt!

Für Agnes hingegen sieht die Zukunft nicht so rosig aus. Während Catherine und Bill für immer arm aber glücklich sein würden, hatte sie sich mit Mühe und Not eine Sekretärinnenausbildung von ihrem Vater erkämpfen können. Dabei wollte Agnes eigentlich Naturwissenschaften studieren! Doch das Väterchen ist der Meinung, dass Agnes einziger Nutzen darin bestehen würde, einen potenziellen Nachfolger für den Familienbetrieb zu heiraten – und somit wäre ein Studium nur verschwendet gewesen.

In solchen Zeiten vermisste Agnes ihre Mama ganz schrecklich, die sie immer gegen den bösen Papa verteidigt hatte. Cats hingegen ist der Meinung, dass Agnes alt genug sei, um ihre Kämpfe alleine auszufechten. Doch das reiche Töchterchen hat Angst davor, dass ihr Vater sie verstoßen könnte und sie dann mittellos auf der Straße stände. Sowas ist sie ja schließlich nicht gewohnt! (Tststs, aber sich ein Studium zutrauen …)

Einige Monate später lernte Agnes dann auch ihren zukünftigen Ehemann kennen. Praktischerweise arbeitete Ivan Kilmartin schon eng mit Agnes Vater zusammen und so war Papa schnell davon überzeugt, dass eine Fusion der Firmen nur in seinem Sinne sein könnte. Zwar musste er erst einmal die Schulden des potenziellen Schwiegersohns bezahlen, aber dafür bekam er ja einen Firmennachfolger und „das Fachwissen“ (nähere Erläuterungen bekommt der Leser zu diesem Teil allerdings nicht).

Geschickt wie die Autorin nun einmal ist, wird bei der Gelegenheit auch noch einmal betont, wie sehr Papa von seinem Sohnemann enttäuscht ist, weil der nicht die Firma übernehmen wollte und stattdessen lieber nach Australien ausgewandert ist. Ich persönlich hätte mir gewünscht, er hätte seine Schwester Agnes gleich mitgenommen, denn dann hätte Linda Kavanagh aus der ganzen Handlung höchstens eine Kurzgeschichte produzieren können. So aber fühlt sich Agnes natürlich noch mehr dazu verpflichtet für ihren Papa keine Enttäuschung zu sein!

Ein kurzer Hüpfer zu Ivans Perspektive überzeugt uns schnell davon, dass der Typ ein Mistkerl ist: Seine Werbung um Agnes war mit ihrem Vater abgesprochen und so schlimm fand Ivan die Vorstellung auch nicht sie zu heiraten, schließlich sah sie gut aus, hatte Klasse und war gut erzogen, so dass sie bei Gesellschaften repräsentieren könnte.

Agnes hingegen gefiel es, dass er nicht schon bei der ersten Verabredung an ihr rumgrabschte, sondern sie nur zurückhaltend auf die Wange küsste. Dass er direkt von ihr zum nächsten Puff wanderte, konnte sie natürlich nicht wissen! Catherine hingegen ahnt schon früh, dass Ivan nicht so ein Goldstück ist, wie Agnes meint, aber diese lässt sich nicht beirren und rennt mit fliegenden Fahnen in ihr Unglück.

Herjeh, ich weiß ja, dass Liebe blind machen kann. Aber gerade im streng katholischen Irland würde ich mir gut überlegen, mit wem ich mich auf einen lebenslangen Vertrag einlasse!

Nunja, aber im Gegensatz zu mir weiß Agnes ja auch nicht, dass sich ihr Zukünftiger nur deshalb auch nach der Verlobung so brav zurückhält, weil er sich bei seinen nächtlichen Bordellbesuchen eine nette kleine Geschlechtskrankheit eingefangen hat. Das war wohl etwas, was er mit Agnes erst nach der Hochzeit teilen wollte …

Zum Schluss dieses Kapitels erfahren wir noch, dass Cats und Bill eine kleine und sehr nette Hochzeitfeier hatten, zu der Agnes den beiden einen antiken Holzteller mit einem dicken fetten angeklebten Scheck schenkte, während Agnes ihren großen Tag mit hunderten von Politikern, Berühmtheiten und Geschäftspartnern ihres Vaters verbringen darf – achja, und mit dem wunderbaren Ivan, der ihr gewiss noch viele glückliche Stunden bereiten wird!

Donnerstag, 24. Juni 2010

Julia Quinn: Penelopes pikantes Geheimnis

„Penelopes pikantes Geheimnis“ ist das vierte der Bridgerton-Bücher von Julia Quinn und handelt von Colin, dem drittältesten Sohn der Familie Bridgerton, und Penelope Featherington, einer Freundin seiner jüngere Schwester Eloise. Bevor ich auf den Inhalt eingehe, muss ich mich (mal wieder) über den deutschen Verlag beschweren. Sowohl der Titel (der im englischen einfach nur „Romancing Mr. Bridgerton“ lautet), als auch der Klappentext verraten den Knackpunkt der Geschichte. Wirklich sehr geschickt …

Die Handlung spielt im Jahr 1824 und zwölf Jahre zuvor erlebte Penelope Featherington ihre erste Saison. Da sie kaum siebzehn Jahre alt war, hätte sich ihre Mutter noch etwas Zeit damit lassen können, vor allem, da Penelope damals nicht nur recht reizlos war, sondern auch noch gut 12 Kilo Babyspeck zuviel auf den Hüften hatte. Bei all diesen Minuspunkten half es auch nicht, dass das Mädchen extrem schüchtern und unbeholfen im Umgang mit anderen Menschen war – und von ihrer Mutter ständig in gelbe Kleider gesteckt wurde, obwohl diese Farbe ihr so gar nicht stand.

Eine Saison nach der anderen stand Penelope also am Rand der Tanzfläche, versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr es sie kränkte, dass sie so wenig beachtet wurde und fand nur Trost in ihrer Freundschaft zu Eloise Bridgerton. Diese hingegen schätzte die Intelligenz und den Humor ihrer Freundin – und da Eloise keine Lust hatte einen ihrer vielen Anbeter zu heiraten, planten die beiden Mädchen zusammen in einem netten Häuschen in Bath alt zu werden, sobald ihr Status als „alte Jungfer“ von der Gesellschaft akzeptiert wurde. Doch bis zu diesem Zeitpunkt spielt die inzwischen 28jährige Penelope auf Bällen die Anstandsdame für ihre jüngere Schwester und ist heilfroh, dass sie sich zu den anderen „älteren“ Frauen zurückziehen darf und nicht mehr am Rande der Tanzfläche auf einen Kavalier warten muss.

Und doch gibt es einen Tanzpartner, der ihr Herz höher schlagen lässt: Colin Bridgerton, der ältere Bruder ihrer Freundin Eloise. In diesen hatte sich Penelope schon vor vielen Jahren verliebt und das Gefühl hatte sich im Laufe der Zeit nur vertieft. Obwohl ihr bewusst war, dass er ihr gegenüber nur genauso freundlich war, wie zu allen anderen Freundinnen seiner Schwestern, genießt sie seine kleinen Aufmerksamkeiten und die Höflichkeit, mit der er sie bei jedem Ball um einen Tanz bat (auch wenn beide wussten, dass er von seiner Mutter geschickt wurde, der das Mädchen am Rande der Tanzfläche leid tat). Auch Colin war – trotz seiner 33 Jahre und den diversen Verkupplungsversuchen seiner Mutter – noch nicht verheiratet und es war allgemein bekannt, dass er regelmäßig auf ausgedehnte Reisen ging, wenn seine Familie zu offensiv versuchte, ihn mit einer Ehefrau zu versorgen.

Zu Beginn dieser Geschichte war Colin gerade erst wieder nach London zurückgekehrt, um auf dem Geburtstagsball seiner Mutter anwesend zu sein. Was weder er noch irgendein anderer Ballbesucher ahnt, ist, dass die ältere – und als exzentrisch verrufene – Lady Danbury gerade auf diesem Ball beschließt, dass sie eine hohe Belohnung für denjenigen aussetzt, der ihr die Identität der geheimnisvollen Lady Whistledown verrät. Denn sie ist es leid, dass sich jeder darüber beklagt, wie langweilig diese Saison doch sei und erhofft sich durch die Jagd nach der beliebten, aber anonym schreibenden, Klatschkolumnistin gute Unterhaltung. Und während sich die feine Gesellschaft gegenseitig verdächtigt, all die pikanten Details, die mit spitzer Feder niedergeschrieben wurden, verfasst zu haben, kommen sich Colin und Penelope näher.

Auch dieses Bridgerton-Buch hat mich wieder wunderbar unterhalten. Obwohl die Geschichte nicht so zauberhaft ist, wie die Aschenputtel-Variante in „Wie verführt man einen Lord?“ und weder Penelope noch Colin so … hm … herausragend sind, wie die anderen Charaktere der Bridgerton-Reihe, mag ich die beiden einfach. Ich finde es bewundernswert mit wieviel Haltung Penelope durch’s Leben geht, wie sie auf einen ruhigen Lebensabend mit der Freundin hofft und versucht etwas Befriedigung in den kleinen glücklichen Momenten in ihren langweiligen Alltag zu finden. Colin hingegen ist keine so dramatische Gestalt wie seine älteren Brüder oder Simon Basset, der mit Colins Schwester Daphne verheiratet ist, aber ein netter Kerl, der es leid ist, dass alle Welt in ihm nur „einen Bridgerton“ und kein Individuum sieht. Für Penelope sind seine „Probleme“ nur Jammern auf hohem Niveau und doch erkennt sie, dass es für ihn fast genauso schlimm ist, dass er kein Aufgabe im Leben hat, wie für sie, dass keiner von ihr mehr als das eher reizlose Äußere wahrnimmt.

Auch wenn mich diese Geschichte nicht so mitgerissen hat, wie es die anderen Bücher taten, so fand ich es doch sehr angenehm mal so ein normales Pärchen verfolgen zu dürfen. Zu sehen wie Colin so nach und nach entdeckt, dass hinter Penelopes unauffälligem Äußeren (wobei sie sich auch da deutlich gemausert hat, seitdem nicht mehr ihre Mutter ihre Kleidung aussucht) ein scharfer Verstand und ein wunderbarer Humor stecken, hat mir gefallen. Ebenso wie Penelopes Einsicht, dass der jahrelang angehimmelte Colin auch nur ein ganz normaler Mann mit Ecken und Kanten – und nicht gerade wenigen Schwächen ist. Sie liebt ihn trotzdem, auch wenn sie anfangs befürchten muss, dass er nicht alle Seiten an ihr respektiert.

Ein wenig schade ist es, dass der restlichen Bridgerton-Familie dieses Mal eine recht kleine Rolle zugebilligt wurde. Colin wohnt eigentlich nicht mehr zuhause und so ist es kein Wunder, dass seine Mutter und seine Geschwister in diesem Roman nur „Gastrollen“ übernehmen. Aber stattdessen habe ich mich über all den Szenen mit der eigenwilligen Lady Danbury gefreut. Niemand will freiwillig etwas mit dieser resoluten Dame zu tun haben und die gesamte Londoner Gesellschaft hat regelrecht Angst vor ihr und ihren spitzen Bemerkungen. Doch da sie Penelope ins Herz geschlossen hat, gibt es viele wunderbare Momente mit diesen beiden Figuren, die mir mindestens ebenso viel Freude bereitet haben, wie die Liebesgeschichte zwischen Penelope und Colin.

Dienstag, 22. Juni 2010

Dies und Das (4)

Betten beziehen mit Katzen:

Katze 1 vom Kopfkissen verjagen, das Kissen schütteln und wieder hinlegen. Katze 2 vom Nachthemd vertreiben, Nachthemd zusammenlegen. Katze 1-3 von der Bettdecke pflücken, Bettdecke schütteln, zusammenlegen und wieder hinlegen. Katze 4 vom zweitem Kopfkissen heben, Kissen schütteln und wieder hinlegen. Erleichtert beobachten, dass Katze 1 und 4 genervt von den Aktivitäten sind und ins Wohnzimmer wandern. Katze 2 und 3 freundlicherweise auf die schon gemachte Bettdecke umquartieren und hoffen, dass sie lange genug da liegen bleiben, damit man die zweite Bettdecke schütteln, zusammenlegen und wieder hinlegen kann. Feststellen, dass sich Katze 1 (die doch wiedergekommen ist) in der Zwischenzeit auf das Bettlaken gelegt hat und resigniert die Decke auf die Katze legen … Wenn man dann aus dem Zimmer geht, fragt man sich, warum man das Bett überhaupt gemacht hat, denn nun hat man eine Beule unter der einen Bettdecke und zwei genervte Katzen auf der anderen.




Garten:

Verblühte Pfingstrosen abschneiden ist überraschend angenehm. So eine leichte, weiche und duftige Blüte in der Hand zu haben ist ein wunderschönes Gefühl!

Und ich habe heute die Hecke geschnitten, was mich überraschenderweise nur 2,5 Stunden gekostet hat. Jetzt habe ich einen leichten Sonnenbrand und bin per Du mit den Herren von der Abfallbeseitigung.

Das hat dazu geführt, dass ich heute eine Antwort auf eine Frage bekommen habe, die mich seit meiner Kindheit beschäftigt: Wo gehen die während der Arbeitszeit auf Toilette? (Antwort: Nach einer höflichen Frage bei den Leuten, deren Mülltonne sie gerade leeren wollen … )

Außerdem weiß ich nun, dass der einer der Herren ein gelernter Gärtner ist, aber bei der Abfallbeseitigung mehr verdient. Er wäre auch bereit gewesen mir eben die Hecke zu kürzen, wenn ich eine elektrische Heckenschere gehabt hätte. Aber mit meiner niedlichen mechanischen Heckenschere hätte es ihm zu lange gedauert …

Oh, und ich habe unserem Gartennachbarn die Erlaubnis gegeben unsere Haselnuss etwas zu stutzen, weil sie ihm soviel Licht wegnimmt. Ob ihm bewusst ist, dass die Ecke unseres Gartens so zugewuchert ist, dass er sich erst einmal am Baum vorbei durch das Gestrüpp kämpfen muss? Vielleicht habe ich ja Glück und er stutzt noch mehr, dann kann ich mich in den nächsten Tagen weiter auf die Beete konzentrieren …

Montag, 21. Juni 2010

Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein

Ich hatte vor ein paar Jahren die Romane „Mord im Museum“ und „Der Tote im Hotel“ von Simon Brett aus der Bibliothek ausgeliehen – und mich von den Büchern gut unterhalten gefühlt. Seitdem halte ich die Augen auf nach weiteren Titel dieses Autoren und war froh, als ich „Ein Toter kommt selten allein“ in die Hände bekam. Allerdings ist „Ein Toter kommt selten allein“ oder genauer gesagt die Krimi-Serie mit Carole Seddon und Jude Nichols mal wieder ein schönes Beispiel für eine seltsame Veröffentlichungspolitik. Denn wie ich inzwischen herausfand, ist der zuletzt veröffentlichte Titel der erste Teil der Reihe, während die beiden zuerst erschienenen Romane Band 4 und 5 sind.

„Ein Toter kommt selten allein“ lebt von den beiden gegensätzlichen Hauptfiguren. Carole Seddon ist eine frühpensionierte Beamtin, überkorrekt, sehr konservativ und nicht gerade die Herzlichkeit in Person. Sie weiß immer, was sich gehört – und versucht natürlich auch dementsprechend zu handeln. So ist es für sie auch selbstverständlich, dass sie die Polizei ruft, als sie beim morgendlichen Strandspaziergang eine Leiche findet. Was die Polizisten allerdings nicht so ganz verstehen können, ist, dass Carole vor dem Anruf noch ihren Hund baden musste, weil er sonst ihr Häuschen verdreckt hätte. So ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, dass die Beamten (da sie keine Leiche am Strand finden konnten) Carole eher für eine hysterische Frau halten, die etwas Aufmerksamkeit sucht, statt wirklich nach einem Toten Ausschau zu halten.

Einzig Jude nimmt sie ernst, dabei ist die neue Nachbarin Carole so ungemein suspekt. Sie ist viel zu locker, verrät nicht, womit sie ihr Geld verdient, stellt sich nur mit Vornamen vor und ist überhaupt alles andere als eine respektable Person! Aber sie glaubt Carole und gemeinsam beginnen die beiden Frauen ihre Nase in die Angelegenheiten der Nachbarn zu stecken, um mehr darüber herauszufinden, wer der Tote gewesen sein könnte – und wer ihn ermordet hat! Und da in Fethering, dem kleinen Küstenort, in dem Carole und Jude leben, eine ganz eigene Gesellschaft haust, gibt es so einiges für die beiden Hobbydetektivinnen zu entdecken.

„Ein Toter kommt selten allein“ fällt bei mir in die Kategorie „nett und unterhaltsam, aber nicht besonders spannend“. Carole und Jude sind etwas überzogen, aber sehr liebevoll dargestellt, und durch ihre unterschiedliche Wesensart gibt es immer wieder amüsante Momente zu erleben. Auch der Ort Fethering ist eine Sache für sich – voller arroganter Personen, deren renovierte (Haus-)Fassaden doch nur ein marodes Familienlebern vertuschen soll, und vor allem voller ungeschriebener Regeln, die mir ein – zum Teil fassungsloses – Grinsen beschert haben.

Oft liegt bei diesen eher gemütlichen britischen Krimis ein Vergleich mit Agatha-Christie-Romanen nahe. So gehören auch die Bewohner von Fethering zu einer eher geschlossenen Gemeinschaft, in der jeder die Schwächen des anderen kennt, und wo es vor sehr individuellen Figuren wimmelt. Es gab sogar in der Vergangenheit des Ortes Bemühungen weitere Zuzüge zu verhindern, damit man schön „unter sich“ bleiben kann! Insgesamt fand ich die Auflösung des Mordes und die Hintergründe der Geschichte recht vorhersehbar, was aber nichts am Unterhaltungswert des Romans ändert. Denn unterhaltsam ist die Handlung und ich konnte wunderbar über all die kleinen Szenen schmunzeln, in denen die Spießbürgerlichkeit von Carole und ihren Nachbarn gezeigt wird – und wie sehr Jude mit ihren unkonventionellen Art diese Leute irritiert. Wer also einen anspruchslosen, aber wirklich netten englischen Kriminalroman sucht, wird mit „Ein Toter kommt selten allein“ gut bedient.

Samstag, 19. Juni 2010

Sophie Kinsella: Sag’s nicht weiter, Liebling!

Klappentext: Emma Corrigan scheint vom Pech verfolgt. Alles in ihrem Leben geht schief, und jetzt auch noch das: Sie sitzt in einem von Turbulenzen geschüttelten Flugzeug und sieht ihr letztes Stündlein gekommen. In Panik legt Emma eine dramatische Lebensbeichte ab: Jedes Geheimnis, jede jemals geäußerte Lüge bricht aus ihr heraus. Zu dumm, das Emmas Sitznachbar alles andere als ein Unbekannter ist …

So ganz stimmt dieser Klappentext nicht, denn für Emma ist der Mann im Flugzeug ein Unbekannter – bis sie am Montag darauf zur Arbeit geht und feststellen muss, dass der Gründer der Firma, der sich jahrelang vom Geschäft zurückgezogen hat, derjenige ist, dem sie auf dem Flug ihr Herz ausgeschüttet hatte. Da zu den gebeichteten Lügen auch eine gefälschte Note in ihrem Abschlusszeugnis gehörte, damit sie die Stelle in der Marketing Abteilung bei Panther Corporation erhält, befürchtet Emma für ihre Zukunft natürlich das Schlimmste.

Doch Jack Harper scheint es viel zu viel Spaß zu machen Emma unauffällig mit all den kleinen Dingen, die er über sie weiß aufzuziehen, als dass sie sich Sorgen um ihre Stellung in der Firma mache müsste. Das macht die Situation für Emma aber nicht einfacher, denn ihr ganzes Leben lang hat sie versucht den Erwartungen der anderen gerecht zu werden. Sie musste sich immer mit ihrer Cousine Kerry vergleichen lassen, hat trotz aller Bemühungen nie einen Job länger behalten können und sie ist so dankbar, dass sich der gutaussehenden Connor für sie interessiert, dass sie sich nicht einmal selber eingestehen kann, dass sie einfach nicht zusammen passen.

Ganz ehrlich, ich habe ein Problem mit Szenen, die dafür sorgen, dass ich mich fremdschäme. Und so hatte ich schon auf der zweiten Seite das Bedürfnis das Buch wieder zuzuklappen, bei Seite 13 habe ich mich unbehaglich auf dem Sofa gewunden und auf Seite 24 habe ich überlegt, ob ich das Buch wirklich noch lesen will, bevor es die Bibliothek wieder zurück haben will. Tja, und ab Seite 29 schlich sich dann so langsam ein Grinsen in mein Gesicht …

Emmas viele kleine Lügen, böse Gedanken und Ängste sind einfach wunderbar … hm … normal - und für einen Unbeteiligten sehr amüsant zu lesen. Dabei reichen ihre „Verfehlungen“ vom Fälschen einer Note über lieb gemeinte Notlügen (wenn sie einer Kollegin erzählt, dass sie ihre selbstgehäkelten Sachen hübsch findet) bis zu kleinen Gemeinheiten (wenn sie die Pflanze einer weiteren Kollegin mit Orangensaft gießt, weil die Frau sie geärgert hat). Und nachdem Emma keine Angst mehr haben muss, dass Jack Harper all diese Geheimnisse gegen sie verwendet und ihr vielleicht sogar kündigt, stellt sie fest wie befreiend es ist, dass es jemanden gibt, dem sie nichts vorspielen muss. Jack kennt all ihre Verfehlungen und geheimen Gedanken und scheint sie trotzdem zu mögen und diese Zuneigung stellt Emmas ganzes Leben auf den Kopf.

Ich fand die beiden Hauptfiguren sehr sympathisch. Emma hat ein Händchen dafür sich mit ihren Notlügen in Schwierigkeiten zu bringen, wobei sie mit all ihren Ängsten und Befürchtungen erstaunlich realistisch wirkt. Von Jack bekommt man erst einmal recht wenig mit, er erzählt nur wenig über seine Person und so muss man zwischen den Zeilen lesen, um sich ein Bild von ihm zu machen. Mir hat es gefallen, dass er nicht einfach höflich über Emmas Beichte im Flugzeug hinwegging, sondern sie immer wieder ein wenig mit all ihren kleinen Geheimnissen aufzog – und so auch dafür sorgte, dass sie diese Dinge letztendlich selber nicht mehr als so schlimm oder peinlich empfand.

Mit „Sag’s nicht weiter, Liebling“ erzählt Sophie Kinsella in meinen Augen eine realistischere Geschichte als mit „Charleston Girl“ oder „Göttin in Gummistiefeln“, allerdings hatte mir die Göttin doch noch etwas besser gefallen als dieser Roman. Trotzdem bietet die Handlung rund um Emma – wenn man erst einmal die ersten Seiten hinter sich gebracht hat – sehr lustige Szenen, anrührende Momente und ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden.

Freitag, 18. Juni 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 4+5)

Was bisher geschah: Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3

Das dritte Kapitel endete damit, dass sich Joanna einen Besuch im Pflegeheim ihrer Mutter Catherine vornahm, einen neuen Mandaten mit einem bissigen Hund hatte und nun schon zum zweiten Mal in Folge vorzeitig Feierabend machte. Ob das noch was wird mit der Selbständigkeit?

Perspektivwechsel: Kapitel 4 wird aus der Sicht von Catherine O’Brien erzählt

Catherine O’Brien sah auf ihre Uhr und verzog das Gesicht. Sie wartete auf ihre Freundin Agnes, die das Hockeyteam für das morgige Auswärtsspiel anfeuern sollte. Unwillkürlich musste Catherine lächeln. Agnes nahm alles, sogar den Sport, ungeheuer ernst. Catherine hingegen fand das alles nur langweilig. Tatsächlich waren Agnes und sie in jeder Hinsicht verschieden: Agnes war groß, dunkel, elegant und überpünktlich. Die rothaarige Catherine hingegen war ein quirliger Wildfang, der vermutlich sogar noch zur eigenen Beerdigung zu spät kommen würde. Daher fand die ganze Schule es höchst merkwürdig, dass ausgerechnet sie und Agnes Freundinnen geworden waren.

Jaja, darüber hatte sich Joanna auch schon so einige Gedanken gemacht …

Aber natürlich war es nicht von Anfang an eine Busenfreundschaft:
- Als Catherine an die Schule kam, hatte Agnes angefangen ihr das richtige Benehmen beibringen zu wollen.
- Deshalb mochte Catherine Agnes auch nicht …
- … bis sie erfuhr, dass die arme Agnes die überaus hochgesteckten Erwartungen ihres gestrengen Vaters erfüllen muss.
- Dann mogelte Agnes bei einer Matheprüfung! *Skandal*
- Und die Lehrerin fand den Spickzettel und kündigte an, sie würde die ganze Klasse bestrafen, wenn sich die Schuldige nicht melden würde.
- Aber bevor Agnes noch aufstehen konnte, gab Catherine an, dass sie die Besitzerin des bösen Spickzettels sei.
- Dabei hätte die Lehrerin die eingebildete Agnes so gern mal vorgeführt – von Catherine hingegen hat ja niemand was anderes erwartet.
- Aus Dankbarkeit war Agnes dann sogar bereit sich mit Catherine anzufreunden.

„Weißt du“, hatte Agnes gesagt, als sie ihre neue Freundin eingehende musterte, „mit deinem roten Haar und den grünen Augen siehst du aus wie eine Katze. Und so werde ich dich von nun an nennen: Cats. Ist doch eine hübsche Abkürzung für Catherine, oder?“

Hach, sind Mädchenfreundschaften nicht was schönes? Und da wir schon mal bei dem Thema sind und dieses Kapitel doch nicht so sehr ergiebig war, geht es gleich mit dem nächsten weiter:

Kapitel 5:

Orla und Joanna sitzen in einem der besten Dubliner Restaurants und schlagen sich den Bauch voll. Genauer gesagt haben sie gerade das Dessert vertilgt und freuen sich nun darüber, dass in diesem Lokal keine Designerportionen serviert werden, und sie deshalb pappsatt sind. Orla hatte nämlich schon befürchtet, dass sie nach dem Essen noch zur Pommesbude hätten gehen müssen …

Gekonnt bastelt Linda Kavanagh daraus eine Überleitung zu Joannas brisantem Testamentsfall:

„Naja, die Rechnung wird bestimmt Designerklasse haben!“
„Bestimmt. Aber zum Glück bezahlt das die Zeitung.“ Orla sah sich nach einem Kellner um, um für sich und ihre Freundin Irish Coffee zu bestellen. „Ist ja egal. Ich komme wahrscheinlich sowieso nie wieder her, außer du lädst mich ein, weil du die wohlhabendste Anwältin des Landes geworden bist.“
„Sag so etwas nicht“, lachte Joanna. „Bis jetzt habe ich nur einen Hundebiss und ein Testament! Da fällt mir doch etwas ein … der Gefallen nämlich, um den ich dich bitten wollte.“

Na, wenn das nicht geschickt war – ich finde die Vorstellung auch sehr schön, dass die beiden Damen beim Essen anscheinend nicht ein Wort gewechselt haben, denn der Informationsaustausch kommt jetzt erst.

Joanna klärt Orla über alle Details auf (hm … wie war das noch mit der Schweigepflicht? Aber die gilt bestimmt nicht gegenüber der besten Freundin, oder?) und bittet sie alles über Harry Sweeney aus dem Zeitungsarchiv zu suchen (das könne die Freundin ja bequem neben der eigenen Arbeit erledigen). Außerdem erzählt unsere Anwältin, dass sie bei ihrer Mutter nichts erfahren hat, weil diese ganz unruhig wurde, als ihre Tochter das Gespräch auf das Testament lenkte. Immerhin meint Orla, dass sie am nächsten Tag – wenn nicht gerade die irische Regierung wegen eines Sexskandals zurücktreten würde – im Archiv wühlen könnte. Und auch sie macht sich Gedanken über die Verbindung zwischen Harry und Agnes:

„Aber du musst doch zugeben, dass dies eine sehr seltsame Angelegenheit ist. Was, bitte, hat eine reiche Bauunternehmerwitwe mit einem Untersuchungshäftling zu schaffen? Ich frage mich, ob Harry nicht ein vermisster Bruder war? Sozusagen Toms Onkel, der in einer Hütte auf einer einsamen Insel lebte. Oder bei den Pygmäen im Regenwald. Und nur Agnes wusste davon …“

Nun, mit jeder Wiederholung bin ich überzeugter von dieser Theorie! Natürlich liegt es nahe, dass Harry ein verschollener Bruder war, der am Ende der Welt lebte und dann heimlich nach seinem Tod von seiner Schwester Agnes nach Irland geschmuggelt und auf dem Glasnevin-Friedhof beigesetzt wurde … Alle anderen Mutmaßungen wären natürlich vollkommen an den Haaren herbeigezogen und absolut undenkbar!

Joanna gesteht Orla auch noch, dass sie Tom noch gar nichts von den weiteren Bedingungen des Testaments erzählt hat. Denn schließlich war es ja schon ein unglaublicher Schock zu erfahren, dass Agnes nicht in Papas Grab hüpfen wollte – und dann noch die seltsame Formulierung mit Harrys Nachkommen! Wie soll Tom nur damit fertig werden?

Immerhin kommt Orla auf den Gedanken, dass das Wort „Nachkommen“ mehr als ein Kind beinhalten könnte – und die beiden Damen schneiden kurz die Frage an, was Tom wohl davon halten wird, nur als „Ivan Kilmartins Nachkomme“ bezeichnet zu werden. Immerhin steht für die beiden fest, dass damit nur Tom gemeint sein kann, da Agnes und Ivan keine weiteren Kinder hatten … *dumdidum*

Und da sich in Joanna doch das schlechte Gewissen regt, weil sie 1. mehr über Agnes weiß als Tom und 2. alles auch noch brühwarm Orla erzählt hat, bekommt sie von ihrer Freundin noch eine saftige Geschichte über das aktuelle Techtelmechtel des Finanzministers angeboten – doch das will Joanna gar nicht hören (es sei denn, der Minister würde sie als Scheidungsanwältin engagieren – erkenne ich da einen Hauch von Geschäftssinn? Und eine leise Andeutung, dass es Menschen gibt, die außerehelichen Aktivitäten nachgehen? Ach nein, das kann doch nicht sein … Zumindest nicht in diesem Buch! *g*).

Nach dieser kleinen Ablenkung muss Orla natürlich noch einmal Joannas Verhältnis zu Tom hinterfragen und herausfinden, ob die Freundin nicht doch etwas mehr für den ehemaligen Jugendfreund empfindet. Und nachdem Joanna wieder die Geschichte mit dem Gartenteich und der Natur und Tom, der ihr alles gezeigt hat, erzählt, kommt Orla auf den gleichen Gedanken, den ich schon gewissen Liebesromanleserinnen unterstellt habe. Aber natürlich streitet Joanna alles ab, es war alles ganz harmlos, sie waren ja noch Kinder – und sowieso hat sie auf diese Weise kein Interesse an Tom! Nun, immerhin gibt sie sich selbst gegenüber zu, dass das nicht so ganz der Wahrheit entspricht, was sie hoffen lässt, dass sie bei der nächsten Begegnung mit Tom nicht rot wird vor Verlegenheit …

Um Orla abzulenken fragt Joanna sie dann noch, wie denn so die Suche nach ihrem Hochzeitskleid verläuft. Wir erinnern uns, im vorletzten Kapitel gab es die Information, dass Orla im Frühjahr Declan heiraten wird. Doch wieder hält die Autorin für uns eine unvorhersehbare Überraschung bereit:

- Orla und Declan haben sich getrennt!
- Declan war auf einer Pressereise in Spanien und hat sich dort mit einer Journalistin vom „Trident“ angefreundet.
- Die Röcke dieses Flittchens reichen nur gerade mal über den Hintern (ich will euch ja keine wichtige Information verschweigen! *kicher*).
- Und seit der Pressreise hatten die beiden eine Affäre und jeder im Newsroom wusste davon – von Orla mal abgesehen.
- Doch dann hat ihr ein netter Fotograf (Eoin) die Sache gesteckt.
- Nach heftigem Leugnen hat Declan die Sache zugeben und gemeint, es sei nur ein kleiner Seitensprung gewesen und geschworen es würde nie wieder vorkommen.
- Doch Orla war so vernünftig und hat ihn trotz seiner Versprechungen rausgeworfen.
- Woraufhin er beim Flittchen eingezogen ist.

Joanna geht natürlich sehr mitfühlend mit der Situation der Freundin um und meint, dass es ja noch andere Männer auf der Welt gäbe. Was denn mit Eoin wäre?

Doch der ist leider verheiratet. Und da Orla noch nicht nach Hause will, beschließen die Damen noch einen drauf zu machen:

„Was hälst du von dem neuen Nachtklub? Ich glaube, er heißt „Blue Onion“. Ein paar Gläser Wein und du bist eine neue Frau!“
„Super!“, gab Orla zurück. Ihre Miene hatte sich deutlich aufgehellt. „Dann trinken wir auf Declans Untergang. Vielleicht bricht er sich das Genick, der Bastard! Oder ihm fällt der Pimmel ab!“


Ich muss zugeben, dass die Autorin wirklich ein Händchen für Dialoge hat ... *seufz*

Samstag, 12. Juni 2010

Fortunato: Die Spur der Drachen (Dragos dunkle Reise 1)

Mit „Dragos dunkle Reise“ präsentiert der Autor Fortunato eine düstere und spannende Trilogie für Jugendliche.

(Entschuldigt bitte diesen Einschub, aber selbst bei einem Kinderbuchautor reizt mich dieses Pseudonym eher zu einem spöttischen Grinsen und es fällt mir schwer, die Person hinter dem Namen ernst zu nehmen. Über das Autorenfoto möchte ich lieber erst gar nichts sagen, aber wer sich mit Suchmaschinen auskennt und neugierig genug ist, wird es schnell auf seiner Homepage finden und sich eine eigene Meinung bilden können. Bestimmt hat sich Thomas Montasser etwas bei dem Bild und dem Pseudonym gedacht – und wer weiß, vielleicht fliegen die Kinder, die ja seine Zielgruppe sind, auf diese Selbstdarstellung des Autors. ;) )

Doch nun weiter mit „Die Spur der Drachen“! Die Hauptfigur dieses Romans ist der junge Drago. Er gehört zu einer Einwandererfamilie, die aus Illyrien floh, weil dort Krieg herrschte. Aber auch in Venedig ist das Leben für die Fremden nicht einfach. Die Stadt ist nass und kalt und die Einwohner sind den Einwanderern gegenüber nicht gerade wohlgesonnen. So kommt es, dass der Vater mit einem gemieteten Boot gerade mal genug verdient, um seine Familie vor dem Verhungern zu bewahren, während die Mutter aufgrund des unfreundlichen Klimas erkrankt ist.

Drago versucht in dieser schweren Zeit mit ein paar kleinen Gelegenheitsarbeiten und mit Taschendiebstahl etwas Geld zu verdienen. Ihm ist zwar bewusst, dass in diesem historischen Venedig sehr harte Strafen auf ihn warten, wenn er beim Klauen erwischt wird, doch der Junge bangt um das Leben seiner Familie. So ist er auch bereit sich gegen einen finsteren Hehler und seine Handlanger zu behaupten, obwohl er dabei mit seinem Leben spielt. Bei einem seiner Beutezüge lernt Drago den Gelehrten Hannibal Rabe kennen.

Und zu seiner großen Überraschung wird der Junge von Rabe engagiert, um ihm in Venedig als Führer zu dienen und kleine Aufträge für ihn auszuführen. Doch was anfangs wie ein großer Glücksfall wirkte, führt dazu, dass Drago in eine unheimliche Geschichte gezogen wird. Hannibal Rabe forscht nach uralter Magie – und er ist nicht der einzige, der sich in Venedig mit diesem Thema auseinandersetzt. So wird Drago schnell zu einem unwissenden Spielball zweier mächtiger Parteien, denen das Leben des Jungen nichts wert zu sein scheint.

Ich muss zugeben, dass ich den Anfang dieses Jugendbuchs etwas verwirrend fand. Man findet sich in einem historischen Venedig wieder, welches sehr überzeugend, aber auch überaus düster geschildert wird. Und so wie Drago anfangs keine Ahnung hat, was in seiner Umgebung vorgeht, so ist man auch als Leser erst einmal nur verwirrt. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr zieht einen die Handlung in ihren Bann. Es entsteht eine faszinierende Mischung aus den atmosphärischen Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze (düstere Gassen, dunkle Kanäle, strahlende Palazzi und das trostlose und doch durch die Familie heimelig wirkende Zuhause von Drago) und der rätselhaften und spannenden Handlung, die voller Magie, Intrigen und Gefahren steckt. Auch Drago und seine Schwester Luzia sind mir ans Herz gewachsen und so habe ich das ganze Buch über gehofft, dass die beiden heil aus der Geschichte herauskommen.

Wenn man sich also erst einmal in diesem fremdartigen historischen Venedig zurechtgefunden und die verschiedenen Personen soweit kennengelernt hat, dass man sie zuordnen kann, erwartete einen eine ungewöhnliche und sehr reizvolle fantastische Geschichte. Oh, und da ich den zweiten Teil auch schon gelesen habe, kann ich jetzt schon sagen, dass die Serie ebenso fantastisch und spannend weitergeht!

Das Hörbuch zu „Die Spur der Drachen“ hat mir hingegen nicht ganz so gut gefallen. Der Sprecher Bernd Reheuser liest die Geschichte sehr „märchenhaft“ und etwas getragen und das passt nicht so gut zu der düsteren und spannenden Handlung. Außerdem hebt seine Art der Betonung die kleinen sprachlichen Mängel des Textes, die mir persönlich beim Lesen nicht so aufgefallen sind, noch hervor. Wer also die Wahl hat, sollte auf jeden Fall zum Roman greifen!

Freitag, 11. Juni 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 3)

Was bisher geschah: Kapitel 1, Kapitel 2

Am Ende des zweiten Kapitels erreichte uns die unglaublich überraschende Nachricht, dass Agnes Kilmartin im Krankenhaus verstorben sei, bevor sie noch die Chance hatte am nächsten Tag ihr Testament zu ändern. Somit muss Joanna nun Agnes’ Sohn Tom davon in Kenntnis setzen, dass seine Mutter „eigenartige Klauseln“ bezüglich ihrer Beerdigung in hinterlassen hatte. Und da die Autorin wohl keine weiteren Möglichkeiten mehr fand, um den Leser noch weiter auf die Folter zu spannen, gibt es hier sogar nach einem kurzen Absatz über Joannas schlaflose Nacht endlich die überhaupt nicht vorhersehbare Testamentsbedingung:
„Sie möchte auf dem Glasnevin-Friedhof im selben Grab wie ein gewisser Harry Sweeney bestattet werden.“

Der arme Tom kann das gar nicht glauben und hofft noch, dass seine Mutter von Medikamenten umnachtet war als sie das so festlegte (tststs, dabei ist das doch die alte Testamentsversion – will der brave Sohn da etwa andeuten, dass die gute Mama schon vor ihrem Herzinfarkt häufiger medikamentös verwirrt war?). Vor allem hatte er natürlich erwartet, dass Agnes sich im Tode wieder mit seinem vor Jahren verstorbenen Vater vereinen würde, so gehört sich das schließlich!

Aber da Agnes das nun so wollte, bleibt Joanna ja nichts anderes übrig als dem Wunsch der Verstorbenen zu folgen und Tom versucht sich damit zu trösten, dass der unbekannte Harry ja wohl kein Dieb oder Mörder war.

Eine Illusion, die ihm Joanna gleich wieder nehmen muss, auch wenn sie ihm ganz schnell versichert, dass eine Untersuchungshaft wegen Mordes noch lange nicht bedeutet, dass man die Tat auch begangen hat. Doch Tom bemüht zu dem Thema nur das vielzitierte Sprichwort mit dem Rauch und dem Feuer …

Vor allem kann er es nicht fassen, dass gerade seine Mutter so einen Wunsch bezüglich ihrer Beerdigung äußerte.
„Aber was hat sie sich nur dabei gedacht? Sie führte ein ruhiges, behütetes Leben und tat nie etwas Verrücktes. Manchmal ging sie mit meinem Vater zu einem Abendessen oder einem Empfang. Sie spielte Bridge und besuchte deine Mutter im Pflegeheim. Das war alles. Warum in aller Welt sollte sie dann so etwas wollen? Das passt überhaupt nicht zu ihr.“
Ganz ehrlich, bei einem so langweiligen Leben, hätte ich wahrscheinlich aus spätestens nach meinem Tod Lust auf ein bisschen Abwechslung …

Joanna verspricht, dass sie so viel wie möglich über Harry herausfinden wird, damit es für Tom vielleicht verständlicher wird, warum seine Mutter mit diesem Mann das Grab teilen will. Nachdem es noch eine kleine Andeutung gibt, dass die Ehe von Agnes und ihrem Mann nicht immer so ganz harmonisch verlaufen ist, kommt unsere Anwältin noch auf den Gedanken, dass Harry vielleicht Agnes’ lang vermisst geglaubter Bruder sein könnte.

Nun ja, das war natürlich auch mein erster Gedanke zu der ganzen Situation …

Nach diesem aufregenden Telefonat macht sich Joanna auf den Weg in ihre neue Kanzlei, wo schon ein neuer Auftrag wartet. Freddy O’Rourke will der Anwältin einen seiner Mandanten zuschieben, dessen Hund den Nachbarn gebissen hat, der daraufhin die Polizei gerufen hat.

Kurzinformation zu Freddy:
- Freddy hatte mit Joanna zusammen Jura studiert.
- Freddy und Joanna haben nach dem Studium in der Kanzlei von Freddys großem Bruder gearbeitet.
- Freddys großer Bruder macht einen Haufen Geld, in dem er die Leute vertritt, die in den 70er-Jahren in Kinderheimen misshandelt wurden.
- Freddy „schwärmt“ für Joanna, die ihrerseits ihre neue Kanzlei nur eröffnet hat, damit sie ihm nicht mehr ständig bei der Arbeit aus dem Weg gehen muss.

Obwohl Joanna nun schon zwei Fälle hat, ist sie trotzdem enttäuscht, dass nicht mehr Leute ihre Dienste benötigen. Schließlich hat unsere Anwältin nur noch das Geld, um für die nächsten zwei Monate die Miete und Marys Gehalt zu bezahlen. Trotzdem erlaubt sie sich eine kleine Nörgelei über einen so wenig attraktiven Fall wie den Hundebiss, bevor sie Mary bittet weitere Informationen aus Freddy herauszukitzeln. Natürlich will Joanna nicht selber mit dem aufdringlichen Verehrer telefonieren!

Dafür macht sie sich an die anstrengende Suche nach Informationen über Harry Sweeney, indem sie zum Telefonhörer greift und ihre beste Freundin Orla Rogan anruft, die praktischerweise im Newsroom des „Evening Dispatch“, einer Dubliner Abendzeitung, arbeitet.

Statt am Telefon irgendwas zu klären, verabreden sich die beiden Freundinnen zum Abendessen in einem Restaurant, über das Orla eine Kritik schreiben muss. Und bei der Gelegenheit bekommt der Leser natürlich auch ein paar Details zu Orla präsentiert:

- Orla ist seit sechs Monaten mit Declan verlobt
- Im nächsten Frühling wollen die beiden heiraten.
- Joanna soll Brautjungfer werden.
- Orla reagiert mit Schweigen, als Joanna fragt, warum sie nicht mit Declan in das Restaurant geht. *dumdidum*

Dann verbringt Joanna ein bisschen Zeit damit Präzedenzfälle zum Thema „Hundebiss“ nachzuschlagen, wobei der Leser über die möglichen Folgen für das Tier aufgeklärt wird. Unsere Anwältin hofft auf jeden Fall jetzt schon mal, dass der Fall nicht von Richter McGrath behandelt wird, denn der wurde angeblich mal von einem Hund an einer empfindlichen Stelle gebissen und reagiert seitdem etwas extremer, wenn es um tierische Fälle geht.

Bevor noch ein weiterer Klient anrufen kann, verabschiedet sich Joanna aus ihrer Kanzlei.
„Ich gehe heute schon früher nach Hause. Tut mir leid, dass ich Sie hier alleine sitzen lasse, aber ich habe höllische Kopfschmerzen und brauche dringend ein heißes Bad. Aber zuerst muss ich noch im Pflegeheim anrufen.“
Mary sah sie eindringlich an: „Halten Sie das für richtig? Sie sehen ohnehin schon völlig geschafft aus.“
„Nun, ich … ich werde sie auf jeden Fall noch heute besuchen“, presste Joanna hervor. „Ich fühle mich sowieso schon mies genug, weil ich die letzten zwei Besuche ausfallen lassen habe.“ Kaum hatte sie das gesagt, fühlte sie sich erst recht schlecht. Hörte sie sich nicht an, als wäre ein Besuch bei ihrer Mutter eine schlimme Belastung? Anderseits musste sie sich eingestehen, dass dies mitunter durchaus der Fall war …

Im nächsten Kapitel dürfen wir dann bestimmt einen Besuch im Pflegeheim miterleben und vielleicht sogar mehr über Orla und Declan erfahren! ;)

Donnerstag, 10. Juni 2010

Laura Kalpakian: Café Eden

Vor einiger Zeit habe ich euch mal gefragt, was für ein Buch ihr bei diesem Klappentext erwarten würdet. Und die meisten waren (wie ich auch) nach dem Lesen der Inhaltsangabe davon ausgegangen, dass man in „Café Eden“ die Geschichte einer Frau verfolgen könnte, die nach einer schwierigen Kindheit und/oder unglücklichen Beziehungen Erfüllung in ihrem eigenen Café findet. Meiner Erwartung nach hätte die Handlung sich spätestens ab der Hälfte des Buches um das Café herum entwickelt und dort hätte man vielleicht sogar etwas über die regelmäßigen Besucher erfahren und über die Freundschaften, die sich entwickeln.

Stattdessen bekommt man in diesem Buch eine Familiensaga präsentiert, bei der sich die Rezepte, die später einmal im „Café Eden“ serviert werden, wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen. Das Ganz beginnt im Jahr 1926 in einer Mormonen-Gemeinde in Utah, wo die sechsjährige Eden zu Schule geht. Und schon in der ersten Szene bekommt man mit, dass sich das kleine Mädchen bei Problemen lieber an ihre Tante Afton als an die Mutter wendet. Denn während Edens Mutter den ganzen Tag betrunken ihren Tagträumen nachhängt, ist ihre Tante eine gläubige Mormonin, die nicht nur ihre eigen Familie erfolgreich „verwaltet. Bei ihr lernt Eden auch die ersten Schritte in der Küche, damit das Mädchen in der Lage ist sich und die beiden kleineren Geschwister zu versorgen.

Vor jedem Kapitel gibt es eine „Momentaufnahme“ die kurz die Lebensgeschichte einer Person oder wichtige Ereignisse aus ihrem Leben erzählen. All diese Menschen haben in irgendeiner Weise mit Eden und ihrer Familie zu tun – und am Ende des dazugehörigen Kapitels wird dann noch ein Rezept präsentiert, das mit dieser Person in Verbindung gebracht wird. Die Idee ist eigentlich ganz nett, macht das Buch aber etwas anstrengend zu lesen. Da springt man von den Erlebnissen eines chinesischen Kindes zu der Befreiung einer jungen Sklavin zur „Vernunftehe“ einer Banditentochter oder dem Schicksal einer italienischstämmigen Witwe und muss sich jedes Mal neu auf zurechtfinden.

Zwar steht Eden eigentlich immer der Mittelpunkt der Geschichte, doch bei so vielen Menschen, die Einfluss auf ihr Leben genommen haben, habe ich im Laufe des Romans immer wieder dagesessen und musste überlegen, welche Person hier schon wieder erwähnt wird und welche Verbindung zwischen ihr und Eden besteht und an welchen Stellen es schon mal Hinweise auf diesen Menschen gab. Dabei wäre das Leben der jungen Mormonin auch ohne diese Einschübe interessant zu lesen gewesen.

Eden ist von klein auf eine ungewöhnlich selbständige junge Frau. So meldet sie sich freiwillig als der Zweite Weltkrieg beginnt und verbringt die Kriegstage in London. Und da sie nach dem Krieg nicht (wie es sich für ein braves Mormonen-Mädchen gehören würde) als Hausfrau und Mutter niederlassen will, studiert sie und findet schließlich eine Stelle als Sekretärin in einer großen Bank. Auch als sie sich dann verliebt und dem Film-Ranch-Besitzer Matt March heiratet, verläuft ihr Leben nicht gerade langweilig.

Einzig die Nebenbemerkungen bei den Rezeptseiten, die von Anfang an klarstellen, dass diese Gerichte später in Edens Café serviert werden, deuten an, dass diese Frau irgendwann einmal ein Café eröffnet wird. Doch wie es dazu kommt, bleibt bis kurz vor Schluss des Romans unklar. Dabei spielt Essen in Edens Leben durchaus eine wichtige Rolle. Anfangs weil ihre Eltern nicht in der Lage sind, die drei Kinder regelmäßig mit Mahlzeiten zu versorgen, dann gibt es die Szenen innerhalb der Großfamilie, bei denen groß aufgetischt wird, und auch während der Kriegszeit erlebt Eden Hungerphasen ebenso wie seltene kulinarische Köstlichkeiten wie eine Apfeltarte während eines Bombenangriffs.

Doch obwohl ständig vom Essen die Rede ist und die Autorin immer wieder betont, dass man neben einem guten Rezept für das Kochen vor allem Fingerspitzengefühl und etwas Kreativität benötigt, fühlte ich mich beim Lesen nicht wirklich von all den Beschreibungen berührt. Bei anderen Büchern passiert es mir, dass ich mir ständig das Wasser im Munde zusammenläuft, ich laufe während des Lesens in die Küche und gucke, ob ich noch Zutaten für bestimmte Gerichte im Haus habe, ich stürze mich vor lauter Schokoladenlust auf die letzte Schokoreserve meines Mannes oder plane eine Kochorgie für das nächste Wochenende. Doch hier habe ich einfach nur gelesen, fand es ganz nett, aber niemals mitreißend.

Und das lag gewiss nicht nur daran, dass die traditionelle amerikanische Küche recht wenig Gerichte für eine Vegetarierin bereithält – sogar Bill Bufords (für mich eher ekelhafte, aber dafür enthusiastische) Beschreibungen seiner Tätigkeit in einer italienischen Metzgerei in dem Buch „Hitze“ haben bei mir mehr Begeisterung und Lust auf’s Kochen ausgelöst, als Laura Kalpakians Beschreibungen einer angeblich köstlichen Nachspeise.

Genauso ging es mir auch mit Edens Geschichte, es fehlte der Funken, der einen mit den Personen mitfühlen lässt. Dabei hat die Autorin viele liebevolle Details in die Handlung eingebaut und mit Eden einen interessanten Charakter geschaffen. Da dieser Roman mehr als 50 Jahre umspannt, bekommt man nicht nur einen Einblick in Erlebnisse dieser ungewöhnlichen Frau, sondern auch in die amerikanische Geschichte. Wobei ich vor allem den Part rund um die Filmgeschichte (Stummfilmzeit, amerikanische Western und die Anfänge der italienischen Westernzeit) mit Neugierde gelesen habe.

Alles in allem hat es etwas gebraucht bis ich mich an die Erzählweise gewöhnt hatte und mich zwischen all den Charakteren zurechtfand und erst ab der Mitte des Buches wurde die Geschichte dicht genug erzählt, dass ich mich mit der Handlung wohlfühlte und ein persönlicheres Interesse für die Figuren entwickelte. Trotz der insgesamt interessanten Geschichte finde ich es immer noch schade, dass es die Autorin nicht geschafft hat, mich mit all ihren Beschreibungen und Rezepten zu begeistern. Das ständige Gefühl beim Lesen, dass da noch ein Unglück in der Luft schwebt und das noch etwas gravierendes passieren muss, damit Eden irgendwann ihr Café eröffnet, kann ich der Autorin zwar nur zum Teil anlasten, da der Klappentext ja nicht aus ihrer Feder stammt – aber das ändert nichts daran, dass ich mich darüber etwas geärgert habe.

Im Original lautet heißt das Buch übrigens „American Cookery“, was wieder einmal viel besser passt als der deutsche Titel. Hier gibt es eine ganz schöne Beschreibung dazu: http://us.macmillan.com/americancookery

Dienstag, 8. Juni 2010

Milchzeit!


Normalerweise werden unsere vier Katzen getrennt gefüttert, aber wenn es Katzenmilch gibt, dann wird brüderlich geteilt. Obwohl man schon ahnen kann, wer von den Vieren hier den größten Anteil Milch abbekommt ...

Eine kleine Weltreise

Natira hatte die Idee sich für das zweite Halbjahr 2010 eine kleine "Weltreise" aus ihrem TuB zusammenzustellen. Und da ich ja fast jede Idee aufgreife, die mich zum SuB-Abbau bringt, schließe ich mich ihr gerne an.


Weltreise vom 01.07.2010 bis 31.12.2010
5 Bücher = 5 Länder


Frankreich
"Das Paris-Kochbuch" von Danyel Couet


Italien
"Camorrista" von Giampaolo Simi


Spanien
"Der Tod wohnt nebenan" von Francisco González Ledesma


China
"Gerettet Worte" von Xinran


Indien
"Der Ruf der Ferne" von Emma Smith


Als ich eben mein SuB-Regal anguckte, um mich für fünf Titel zu entscheiden, ist mir mal wieder aufgefallen, wie gerne ich doch Bücher lese, die in anderen Ländern spielen.

Eine Übersicht über diese Weltreise-Challenge habe ich bei meiner Challenge-Unterseite eingefügt. Abgesehen von Karis YA-Challenge (bei der mir die Bedingung, dass die Bücher im Jahr 2010 erschienen sein sollen, das erfolgreiche Abschließen anscheinend unmöglich macht) sieht es eigentlich ganz gut aus mit all meinen Vorhaben für dieses Jahr.

Samstag, 5. Juni 2010

Sommergarten




Mit leichter Beunruhigung haben wir in den letzten Wochen miterlebt, wie unser Garten immer bunter wurde. So wunderschön der Anblick ist, so sehr ist uns doch bewußt, dass das Unkrautjäten zwischen all der Pracht schwierig wird. Vor allem, da wir uns immer noch nicht so sicher sind, was da eigentlich unerwünscht ist, und was sich langfristig als wunderschöne kleine Blume entpuppen könnte. ;)






Auch beunruhigt mich der Zustand einiger Pflanzen, denn so schön die Rosen blühen, so gibt es doch an den meisten Sträuchern mehr totes Holz als Blüten. Also muss ich unbedingt herausfinden, ob ich die noch so umsorgen kann, dass das Ganze nächstes Jahr wieder gesünder aussieht ... Wenn jemand von euch einen guten Buchtipp zum Thema Garten oder Rosen hat, dann bitte her damit!








Bei einigen Pflanzen bin ich mir auch absolut nicht sicher, was für Blumen es sind, wer also eine der abgebildeten Blüten identifizieren kann, der darf mir sehr gern den Namen mitteilen. *g*



Doch bei all den Gedanken, die sich um den Garten drehen, finde ich es einfach nur wunderschön, dass wir diesen Anblick genießen können!

Freitag, 4. Juni 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 2)


Nachdem wir im ersten Kapitel von Joannas neuen Kanzlei erfahren haben, trifft sie zu Beginn des zweiten Kapitels im Krankenhaus ein, um Agnes Kilmartin (nur zur Erinnerung, das ist die beste Freundin von Joannas inzwischen an Alzheimer erkrankten Mutter Catherine) zu besuchen. Ein wenig graut unserer Staranwältin vor diesem Besuch, da sie erwartet, dass die energische Agnes es als persönliche Beleidigung auffassen könnte, dass sie einen Herzinfarkt erlitten hat und … äh … schlechter Laune sein könnte. Ja, ich finde auch, dass einem die Übellaunigkeit der Patienten diese Besuche auf der Intensivstation gründlich verderben können!

Noch bevor Joanna das Krankenzimmer erreicht hat, stößt sie mit Tom Kilmartin (Agnes’ Sohn) zusammen. Nachdem Tom so nett war und Joanna zur neuen Kanzlei beglückwünsch hatte, fragt die junge Dame dann doch noch nach dem Zustand von Agnes – und auch Tom betont erst einmal, dass seine Mutter vor Wut über diese unpassende Herzattacke kocht. Ganz subtil wird dem Leser bei der Gelegenheit noch vermittelt, dass die gute Agnes sich erst vom Notarztwagen hat ins Krankenhaus bringen lassen, nachdem sie ihre Sachen durchwühlt und ein bestimmtes Dokument gefunden hatte. Humorvoll wie der nette Tom ist, scherzt er noch mit Joanna darüber, dass Agnes bestimmt ihr Vermögen einer mysteriösen Sekten oder dem Tierheim hinterlassen hat.

Was für ihn natürlich alles in Ordnung wäre, so dass sich Joanna keine Gedanken machen muss, sollte sie in dem Testament seiner Mutter eine solche Klausel finden! (Ist das nicht ein netter Junge? Da liegt seine Mama im Sterben und trotzdem denkt er darüber nach, dass es Joanna unangenehm sein könnte, ein Testament mit seltsamen Klauseln zu vollstrecken. Ein wahrer Mann denkt eben doch immer erst an die Frau an seiner Seite. *g*) Was auch kein Wunder ist, denn als Joanna ihn darauf hinweist, dass er das Haus in Ballsbridge bestimmt vermissen würde, erinnert auch Tom sich an die schönen gemeinsamen Stunden am Gartenteich. Solche Naturbeobachtungen verbinden eben für ein ganzes Leben.

Als Joanna dann endlich zu Agnes ins Zimmer tritt, ist sie geschockt vom Anblick der Kranken, lässt sich aber schnell von ihr davon überzeugen, dass Agnes’ letzte Stunde geschlagen hat und man deshalb ganz schnell über das Testament reden muss. Das Dokument ist nämlich schon etwas älter, genau genommen hat die Patientin es nach dem Tod ihres Mannes (mit dem hübschen Namen Ivan) aufgesetzt, und außerdem ist es etwas vage formuliert. Damals war das kein Problem, denn schließlich sollte Catherine die Testamentsvollstreckerin sein – und als beste Freundin war sie natürlich in Agnes’ Geheimnisse eingeweiht und hätte alles diskret regeln können.

Denn Diskretion scheint hier angebracht gewesen zu sein, warum sonst sollte die Patientin ihr bisschen Atemluft noch damit verschwenden, dass sie mehrfach betont, dass sie ja nur ein paar unschuldige Menschen hätte schützen wollen. Joanna hingegen sieht mit einem Blick, dass das Testament erst einmal nur „die üblichen Klauseln“ enthält, dass Tom sein Elternhaus erben wird (was hoffentlich noch viele gemeinsame Stunden am Gartenteich verspricht) und dass Agnes’ Vermögen zwischen „den Nachkommen von Ivan Kilmartin und Harry Sweeney“ aufgeteilt werden soll.

Statt nun mal konkret nachzufragen, was es mit diesem Satz auf sich hat, behauptet unsere Heldin, dass sie das ja gar nichts angeht (worauf hin Agnes einwirft, dass sie das sehr wohl etwas angeht, da sie ja das Testament vollstrecken soll – warum haben die klugen Frauen immer nur die kleinen Nebenrollen?). Doch bevor die beiden noch weiter darüber reden können, muss Joanna ja erst noch das Dokument zu Ende lesen und stolpert über seltsame Wünsche bezüglich der Beerdigung. Was für Wünsche das sind, wird an dieser Stelle nicht verraten – schließlich muss die Autorin ja Spannung aufbauen! ;)

Doch in einem Punkt gibt Joanna – gekonnt unauffällig – ihrem Wissensdurst nach:
„Wer ist denn eigentlich dieser Harry Sweeney?“

Und da auf dem Flur schon das Nahen einer dieser „schrecklichen Krankenschwestern“ zu hören ist, fasst sich Agnes bei ihrer Antwort schön kurz:
„Harry Sweeney saß 1970 wegen Mordes in Untersuchungshaft. Er starb im Mountjoy-Gefängnis, ohne je …“

Zu unserer aller Bedauern betritt an diesem Punkt die Krankenschwester das Zimmer und verbietet jede weitere Unterhaltung für heute. Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass das Beenden des Satzes den ganzen Roman überflüssig gemacht hätte. ;)

Aber da es Agnes so schlecht geht, verabredet man sich lieber wortreich für den nächsten Tag. Dann soll ein neues Testament aufgesetzt und die ganze geheimnisvolle Geschichte erzählt werden – auch der gute Tom soll dann endlich erfahren, was seine Mutter ihm schon so lange hätte beichten müssen, sich aber nie getraut hat, weil der Junge ja schlecht von ihr denken könnte. Auch befürchtet die arme Agnes, dass Joanna von all den Enthüllungen des nächsten Tages schockiert sein könnte. Nachtigall, ick hör' dir trapsen …

Oder anders ausgedrückt: Die Geschichte scheint im überaus katholischen Irland im Jahr 1970 ihren Ursprung zu haben. Die subtilen Hinweise lassen mich natürlich vollkommen ratlos dastehen und ich habe absolut keine Ahnung, in welche Richtung sich die Handlung weiterentwickeln könnte.

Doch Linda Kavanagh sorgt mit Joannas Nachtgedanken dafür, dass sich der Leser auch wirklich der Brisanz dieser ganzen Andeutungen bewusst wird! Denn die Anwältin fragt sich nicht nur, was die Witwe eines reichen Bauunternehmers (also Agnes) mit einem Mordverdächtigen (also Harry) zu tun haben könnte, sondern auch was Tom davon halten wird, dass er als „Nachkomme Ivan Kilmartins“ sein Erbe mit den unbekannten „Nachkommen Harry Sweeneys“ teilen muss. Hm … vielleicht hätte die Autorin noch Schautafeln zum Ausmalen in den Roman einbauen könnten, damit ich mir all diese Namen und möglichen Verbindungen merken kann … *g*

Nach diesen gewichtigen Gedanken folgen zwei Absätze darüber, dass Joanna eine kleine schwarze Katze hat, die sich sogar heute Nacht ins Haus zurückrufen lässt. Eine Tatsache, die die Anwältin mit Erleichterung erfüllt, da die Katze 1. ein guter Wärmflaschenersatz ist und 2. nicht sterilisiert – und so hat Frauchen natürlich Angst, dass sich die Kleine in der Nacht mit fremden Kater einlassen könnte. Abgesehen davon, dass wir hier über eine Romanfigur reden, bringt mich dieser kleine Ausflug in die Nöten dieser Katzenhalterin auf die Palme. Im Haus lassen bis das Tier sterilisiert ist, würde so einige Probleme lösen – und Geld scheint Frau Anwältin ja genug zu haben, sodass die Tierarztkosten wohl keine Sorge bereiten sollten. *grummel*

Und schon folgt noch eine Wiederholung all der rätselhaften Fragen, die Joanna bezüglich des Testaments durch den Kopf gehen – ohne die hätte ich das bestimmt nach der halben Seite, die seit der letzten Runde vergangen ist, vergessen! Außerdem gibt es noch ein kleines Nachdenken über Tom, welches ich euch nicht vorenthalten will:

Sie hatte sich gefreut, Tom nach all den Jahren wiederzusehen. Er war wirklich eine höchst attraktive Erscheinung. In einem Anflug von Frivolität fragte sie sich, warum er wohl niemals geheiratet hatte. Vielleicht war er ja mit seinem Beruf verheiratet. War es bei ihr nicht genau dasselbe? Hier stand sie, fast fünfunddreißig und kein Mann in Sicht. Joanna seufzte. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass sie beide Einzelkinder waren …

Ja, ich bin mir ebenfalls sicher, dass Einzelkinder dazu verdammt sind für immer Single zu bleiben – hat jemand mal ein paar Studien zur Hand, die diese Theorie belegen? *ohje*

Und um die Einsamkeit der armen Joanna noch zu betonen, folgen auf diesen hübschen Absatz zwei Seiten, in denen sie sich noch einmal vor Augen führt, wie ihre Eltern dahinsichten, wie ihr Vater starb und wie sie nach seinem Tod die Mutter ins Pflegeheim bringen musste. Okay, somit ist auch geklärt, was aus Joannas Vater geworden ist. Wieder ein Punkt in der Biografie der Dame abgearbeitet. Dann trinkt sie noch Tee, auf den sie keine Lust hat, aber sie ist ja zu unruhig, um ins Bett zu gehen und so werden wieder ein paar Absätze geschunden bis wir dieses Kapitel beinah beendet haben. Doch vorher kommt noch ein Anruf:

„Gerade als sie zu Bett gehen wollte, läutete das Telefon. Da sie allein lebte, ging Joanna normalerweise so spät nachts nicht mehr an den Apparat. Sie hatte keine Lust, Betrunkene abzuwimmeln, die sich verwählt hatten, oder irgendwelche Perversen, die wissen wollten, welche Farbe ihre Höschen hätten.“

Nunja, bei nächtlichen Anrufen denke ich eigentlich eher an Notfälle (vor allem, wenn ich vorher gerade im Krankenhaus war), während ich die betrunkenen oder perversen unbekannten Anrufer der letzten 20 Jahre locker an einer Hand abzählen könnte. Aber vielleicht ist das in Irland anders … da bekommen die Singlefrauen bestimmt jede Nacht solche Anrufe!

Sie zögerte, doch dann war die Neugier stärker. Wenn es ein Perverser sein sollte, konnte sie ja immer noch einhängen …

Ganz überraschend ist dann doch kein Perverser am Telefon, dafür hat Joanna Tom am anderen Ende der Leitung. Mit gebrochener Stimme teilt er ihr nach einem kurzem „Hallo“ folgendes mit:

„Ich sollte dich eigentlich so spät ja auch nicht mehr anrufen, aber ich wollte nicht, dass du unnötig Zeit verlierst.“
„Was meinst du damit?“
„Du musst morgen früh nicht mehr ins Krankenhaus. Meine Mutter ist vor einer halben Stunde gestorben.“


Und mit diesem dramatischen Satz endet das zweite Kapitel!

Dienstag, 1. Juni 2010

Juni-SuB

Im Mai habe ich meinen SuB schön weiter abgebaut. Insgesamt habe ich 18 Bücher und zwei Manga gelesen und 12 Hörbuch-CDs gehört. Dafür habe ich keine SuB-Neuzugänge gehabt, da die beiden Bücher, die ich mir gekauft habe, gleich an dem Tag gelesen wurden, an dem sie bei mir eintrafen.

A (3)
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Jane Austen: Mansfield Park

B (8)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (6)
Trueman Capote: Frühstück bei Tiffany
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten
Deborah Crombie: Wenn die Wahrheit stirbt

D (5)
Barbara Demick: Die Kinogänger von Chongjin
Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (11)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Gayle Forman: Wenn ich bleib
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Karen Joy Fowler: Der Jane Austen Club
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung

I (1)
Greg Iles: Leises Gift

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
F. G. Ledesma: Der Tod wohnt nebenan
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (9)
Christoph Marzi: Lyra
James McGee: Die Totensammler
Seanan McGuire: October Daye - Winterfluch
Kai Meyer: Hex
Kai Meyer: Die Sturmkönige 1 – Dschinnland
Kai Meyer: Die Sturmkönige 2 – Wunschkrieg
Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 - Glutsand
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Thomas B. Morgenstern: Der Milchkontrolleur

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (5)
Bernd Perplies: Tarean 3 – Ritter des Ersten Lichts
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

R (10)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)

S (12)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Peter Schwindt: Morland 2 - Die Blume des Bösen
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Helle Stangerup: Der Brautmaler
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (8)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher – Die Stadt der Regenfresser
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (5)
Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Valerie Wilson Wesley: Remember Celia Jones – Ein Fall für Tamara Hayle
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

103 Titel
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)