Sonntag, 31. Oktober 2010

Ende Oktober: Halloween und ein gruseliges Lesevorhaben

Halloween ist für mich immer ein zwiespältiges Ding. Auf der einen Seite finde ich es nett, auf der anderen Seite habe ich immer das Gefühl, dass es nicht in unseren Kulturkreis passt ... Trotzdem haben wir ein paar Süßigkeiten gekauft, für den Fall, dass bei uns geklingt werden sollte. Was natürlich nicht passierte (ebensowenig wie letztes Jahr), obwohl wir so einige kostümierte Kinder in der Straße gesehen haben.

Nun, die Sachen werden sich auch noch zwei Wochen lang halten, falls dann Kinder klingeln sollten. Auch das ist im letzten Jahr hier nicht passiert, aber ich bin nun mal in einer Gegend aufgewachsen, in der das Martinssingen bis zum Teenageralter durchgezogen wurde und deshalb habe ich am 11.11. auch Süßigkeiten im Haus!

Tja, und wenn sich keine Kinder für diese Kalorienvorräte finden, dann muss sich wohl mein Mann erbarmen - und mir darf er auch was abgeben. ;)

An mir geht Halloween sonst immer vorbei, wenn ich mal davon absehe, dass sogar mir die Häufung schlechter amerikanischer Teenie- und Gruselfilme zu dem Thema im Fernsehen auffallen. Aber dieses Jahr gab es ein wirklich niedliches Spiel ("Costume Quest") zum Download für die PS3 - und so habe ich den Tag damit verbracht, Teile für Kostüme zu sammeln, gegen Monster zu kämpfen und natürlich Süßigkeiten zu sammeln. Sehr entspannend! :D

Tja, und irgendwann im Laufe des Abends fiel mir dann auf, dass ich in nur noch zwei Monaten doch eine ganze Menge lesen möchte. Im Wohnzimmer gibt es an allen Ecken und Enden mehr oder weniger kleine Stapel mit Büchern, die ich in den nächsten Wochen lesen will oder muss.

Da gibt es einen Stapel mit Bibliotheksbüchern (die innerhalb der nächsten zwanzig Tage abgegeben werden müssen), zwei Stapel mit Büchern, die ich für laufende Challenges noch lesen will, einen Stapel mit Büchern, die ich ganz unbedingt bald gelesen haben will, weil ich mich schon lange darauf freue, den Stapel mit Romanen, die ich letztes Jahre zu Geburtstag und Weihnachten geschenkt bekommen habe (und die ich vor den nächsten Geburtstags- und Weihnachtsbuchgeschenken gelesen haben sollte) und dann hatte ich mir ja auch mal vorgenommen in diesem Jahr mal alle aktuellen Neuzugänge zu lesen, bevor die ersten 2011-Titel bei mir einziehen ...

Wenn ich jetzt mal ignoriere, dass da noch ein paar Titel in der Bibliothek vorgemerkt sind und ich bestimmt bis zum 31. Dezember noch den einen oder anderen Neuzugang verzeichnen darf, dann muss ich, um mein Vorhaben durchzuführen, nur noch 74 Bücher lesen.

Das macht 1,2 Bücher pro Tag, was eigentlich machbar wäre ... Eigentlich, denn dann gibt es ja doch immer mal wieder Tage, an denen nicht einmal ich lesen mag oder an denen ich lieber mal ein Hörbuch höre oder keine Zeit zum Lesen abknapsen kann oder an denen ich meine Nase lieber in einen Comic oder Manga stecke.

Nun, mal sehen, was ich nach diesen zwei Monaten von der vorgenommenen Menge geschafft habe. ;)

Freitag, 29. Oktober 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 35)


Kapitel 33 und 34 haben uns nicht gerade viele neue Erkenntnisse gebracht, abgesehen davon, dass Joanna und Tom sogar für ein bisschen Flirten zu ungeschickt sind … Während sich Jo erst tagelang auf das Treffen mit Tom freute, eierte sie dann den ganzen Abend um den Angebeteten herum – und bevor es dann doch endlich zu einem Kuss kommen konnte, rief auch noch die Sekretärin Mary an, deren krimineller Sprössling dem Nachbarn ein Radio geklaut hatte …

Perspektivwechsel: Kapitel 35 wird aus der Sicht von Colette und Ivan erzählt

Colette und Ivan haben gerade einen etwas unerfreulichen Abend im Separee eines der teuersten Dubliner Restaurants hinter sich gebracht. Colette ist vor kurzem erst aus England zurückgekommen und fühlt sich weder physisch noch psychisch wohl – vor allem hat es sie doch belastet, dass sie ihr gerade geborenes Baby zur Adoption freigeben musste. Aber auch der Gedanken, dass Ivan sich so kurz nach der Geburt wieder mit ihr vergnügen könnte, schreckt sie ab. Also zickt sie rum, um ihm die Lust auf Beischlaf zu nehmen.

Ivan hingegen ist sauer: Erst musste er drei Monate auf Colettes Dienste verzichten und nun stürzt sie sich nicht gleich in seine Arme, um ihm gefällig zu sein – von der Geburt weiß der Kerl ja nix, seine Geliebte sollte ja eigentlich abtreiben ... Und während er sich auf dem Rücksitz mit Colette zankt, ist er vor allem erleichtert, dass sein Chauffeur Paddy so ein verschwiegener Mensch ist. Teuer, aber verschwiegen!

Während sich Colette noch künstlich darüber aufregt, dass Ivan sich nie mit ihr in der Öffentlichkeit zeigen lässt, obwohl sie sich doch immer so hübsch für ihn macht, macht die junge Dame einen dummen Fehler:


"Harry findet mich immer hübsch", flötete Colette und sah Ivan herausfordernd an.
"Harry, welcher Harry?"
"Harry Sweeny, der Held der Arbeiterklasse!"


Argh, "der Held der Arbeiterklasse" – nun ja, sagte ich schon, dass sie jung und dumm ist? ;)

Während Ivan puterrot anläuft, plaudert Colette unbefangen weiter. Ja, natürlich würde sie Harry kennen, schließlich sei er ihr Schwager und Harry wäre der Meinung, sie würde nur ihre Zeit mit Ivan verschwenden und natürlich sorgt das dafür, dass Ivan der Schreckliche ausfallend wird.


"Verdammt, Colette!", explodierte Ivan. "Wieso hast du mir das nicht gesagt, du dämliche Nutte? Glaubst du im Ernst, ich hätte dir eine Wohnung eingerichtet, wenn ich gewusst hätte, dass du mit diesem Bastard verwandt bist?"


An diesem Punkt erkennt auch Colette, dass sie sich mit ihrem Geplapper in die Nesseln gesetzt hat und versucht Ivan davon zu überzeugen, dass sie Harry ja kaum kennt, er ist ja nur mit ihrer Schwester verheiratet und sowieso hat sie ja fast gar keinen Kontakt zu ihrer Familie, auch wenn Harry manchmal vorbeikommt und guckt, ob es ihr gut geht …


"Verdammt noch mal, soll das heißen, er kennt die Wohnung?" Jetzt geriet Ivan erst richtig in Rage. "Und vermutlich hast du ihm auch Informationen über meine Geschäfte gegeben! Du kleine, falsche Schlange! Du hast dich an mich herangemacht, um mich für diesen Bastard auszuhorchen. Du hinterhältiges Luder!"


(Kleiner Einschub: Sollte dieser paranoide Kerl wirklich so blöd sein und seiner kleinen, dummen Geliebten Geschäftsgeheimnisse im Bett anvertraut haben? *tststs*)

Colette leugnet natürlich, dass sie Harry irgendwas gesagt hat – was Ivan nur noch wütender macht.


Wutendbrannt packte Ivan Colette bei den Haaren. Als sie aufschrie, schlug er ihr ins Gesicht. Paddy bekam die Szene auf dem Rücksitz natürlich mit, hatte aber gelernt, über Ivans etwas raue Art im Umgang mit Frauen kommentarlos hinwegzusehen.
"Ivan, bitte. Hör auf. Du tust mir weh!"
Ivan griff Colette an den Hals. "Ich kann nicht glauben, dass du mir so etwas antun konntest. Nach allem, was ich für dich getan habe. Du weißt genau, wie sehr ich diesen Bastard hasse! Vielleicht lässt du dich von ihm ja auch ficken!"
"Nie im Leben! Hör auf, Ivan. Du tust mir wirklich weh!"
"Du hast meine Großzügigkeit ausgenutzt, ohne mit der Wimper zu zucken. Ohne mich würdest du heute noch auf der Straße stehen."
Ivans Finger verkrampften sich um Colettes Hals. Ihre Augen traten hervor. Ein schwaches Gurgeln kam aus ihrem Mund.
Er schüttelte sie wie besessen, als plötzlich ihr Kopf zur Seite fiel. "Mach’s Maul auf, du verdammte Hure! Warum hast du …"


Nachdem Colettes lebloser Körper vom Sitz gleitet, fällt sogar Ivan auf, dass mit seiner Geliebten etwas nicht stimmt. Seine erste Reaktion ist ein Hilferuf in Richtung Paddy!

Der fragt erst einmal ganz cool nach, ob die Frau wirklich tot ist, und schlägt dann vor, dass er mit dem Wagen noch ein paar Runden um den Block dreht, damit sie Zeit zum überlegen haben. Er ist es dann auch, der seinen Boss fragt, ob dieser vielleicht irgendwas in der Wohnung seiner Geliebten gelassen haben könnte, was als sein Besitz identifiziert werden könnte. Erst meint Ivan empört, dass er doch nicht so dumm sei, dann fällt ihm sein Aftershave ein … (Äh, ja, eindeutig! Es ist bestimmt eine Sorte, die nur von Ivan Kilmartin genutzt wird … )

Während Ivan die Leiche wieder auf seinen Sitz zieht und so tut, als ob er mit seiner "betrunkenen" Freundin kuscheln würde, plant Paddy schon alles notwendige, um Colettes Wohnung zu präparieren, damit nichts auf Ivan hinweisen könnte. Blöderweise steht vor Colettes Haustür eine Frau und klingelt natürlich bei der Wohnung der gerade Verstorbenen. Also müssen die beiden Männer mit der Leiche noch eine Runde durch die Gegend fahren …

Beim zweiten Versuch ungesehen vor dem Haus zu halten, sind sie erfolgreicher – und während Ivan weiterhin so tut, als ob er mit der toten Colette "beschäftigt" wäre, schlüpft Paddy in seine Latexhandschuhe und durchstöbert die Wohnung. Schlau wie er ist, macht er sogar sein Taschentuch nass und wischt damit über jede glatte Fläche in der Wohnung, auch wenn das etwas Zeit kostet. Dabei sieht er auch einen Stapel Papiere mit Harrys Namen darauf, den er natürlich in der Wohnung lässt – vielleicht könnte man so dem verhassten Gewerkschaftler eines auswischen, wenn in einigen Tagen die Wohnung vor Polizei nur so wimmeln wird.

Nur eine Sache konnte der schlaue Paddy nicht vorhersehen: Als er die Wohnung verlassen will, sieht er sich Auge in Auge mit der jungen Frau, die vorher bei Colette geklingelt hatte!

Die junge Dame ist sehr misstrauisch, als sie Ivans Chauffeur (ja, sie hat ihn erkannt) in Colettes Wohnung vorfindet, aber Paddy kann sie davon überzeugen, dass er auch zum Sicherheitsdienst gehört und deshalb die Wohnung von Ivans Geliebter mit Handschuhen durchsuchen müsste. Als er aus ihr herausbekommt, dass sie 1. anschaffen geht und 2. gehofft hatte, dass ihr Colette Geld leihen könnte, schiebt er ihr ein paar Schein rüber und lässt sich von ihr ihre Adresse geben. Wenn sie brav den Mund halte, dann könne er vielleicht etwas für sie tun. Schließlich sei sie ja ein hübsches Mädchen und hätte eine eigene Wohnung und ein festes Einkommen verdient …


Ein Hoffnungschimmer stahl sich in die Augen der jungen Frau: "Wunderbar!"
"Ich lasse von mir hören. Übrigens: Sind Sie clean?"
"Wie bitte?"
"Haben Sie irgendwelche Geschlechtskrankheiten?"
Die junge Frau errötete. "Liebe Güte, nein." Sie hoffte, dass er nicht bemerkte, wie peinlich ihr diese Frage war, schließlich war sie gerade wegen einer merkwürdigen Sache mit dem Namen Chlamydien in Behandlung.


Schon erstaunlich, wie detailliert Paddy in einer solchen Situation noch eine Prostituierte befragt – ich bin wirklich beeindruckt! ;D

Dafür ist sein Boss deutlich weniger von Paddy hingerissen, schließlich hockt er schon seit unglaublich langer Zeit neben einer Leiche in einem Auto. Abgesehen von seiner Angst vor Entdeckung, fühlt sich Colette inzwischen schon etwas unappetitlich an – und so macht Kuscheln wohl keinen Spaß. Naja, ich will ehrlich sein: Ivan hat vor allem Angst, dass die Leichenstarre einsetzen könnte und sie die Tote nicht mehr problemlos aus dem Auto bekommen.

Aber Paddy hat auch schon damit seine Erfahrungen gemacht und kann Ivan beruhigen: Die Leichenstarre tritt nicht so schnell ein – und überhaupt hat er inzwischen einen perfekten Plan, wo man ihr Opfer loswerden könnte. Also ruft Paddy vom Autotelefon seinen Sohn an und lässt sich berichten, was der den Abend über im Phoenix Park gesehen hat. Dann wird der junge Mann auch noch aus dem Bett gejagt, damit er Papa den genauen Standort von Harrys Auto verraten kann – und beschlossen, dass das der perfekte Ort sei, um die tote Colette loszuwerden …

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Dies und Das (8): Garten- und Shandyfotos

Garten

In den letzten Wochen war ich fast jeden Tag brav im Garten und habe versucht vor dem Winter noch das grauselige Unkraut in den Griff zu bekommen – außerdem warten da immer noch ganz viele Blumenzwiebeln darauf, in die Erde gesetzt zu werden. Spätestens Sonntag will ich damit fertig sein! Bei all der Arbeit gab es auch noch ein paar schöne Dinge im Garten zu entdecken – alles habe ich im Laufe des Jahres also noch nicht eingehen lassen. ;) Leider sind die Fotos etwas unscharf, ich habe mit sehr kalten Fingern fotografiert und dabei auch noch mit den Kameraeinstellungen experimentiert …



Hier ein Blick ins Unkraut – das soll bis Sonntagmittag noch verschwinden. Mal gucken, ob ich in all dem Grün auch noch nützliche Pflanzen finde. Manche mussten inzwischen schon weichen, weil das die einzige Möglichkeit war, um das Unkraut mit Wurzeln auszuziehen.



Shandy

Von dem Besuch, der Anfang Oktober da war, haben unsere Katzen auch einen lila Kong mitgebracht bekommen. Shandy spielt in letzter Zeit besonders gern damit:



Sonstiges

Nachdem ich in der Rezension zu „Der Monstrumologe“ auch H.P. Lovecraft erwähnt hatte, fand ich es lustig, dass heute bei uns ein Päckchen für meinen Mann eintraf mit folgendem Absender:

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Rick Yancey: Der Monstrumologe

Ich warne euch lieber gleich vor, denn diese Rezension könnte etwas unstrukturiert (und lang) werden. Es ist schon ein paar Tage her, dass ich das Buch gelesen habe, und trotzdem bin ich mir noch immer nicht so ganz sicher, was ich von „Der Monstrumologe“ wirklich halte. Normalerweise lasse ich dann einfach die Geschichte etwas sacken, während ich gar nicht oder ein anderes Genre lese, aber hier funktioniert das nicht so ganz. Also bekommt ihr jetzt einfach so meine Meinung, etwas ungeordnet, vielleicht auch etwas widersprüchlich, aber wer weiß, vielleicht hilft es euch, um ein Bild von diesem Buch zu bekommen.

Als ich den Roman im Lübbe-Programm sah, war ich fasziniert – wusste aber nicht so recht, was für eine Geschichte mich da erwarten würde. Die Hauptfigur ist Will Henry, ein Junge, der seit dem Tod seiner Eltern für den seltsamen Dr. Warthrop arbeitet. Der Doktor ist Monstrumologe und beschäftigt sich mit der Erforschung und Vernichtung von Monstern – was für Will Henry dazu führt, dass er trotz seiner gerade mal zwölf Jahre schon allerlei grauenhafte Dinge in seinem Leben gesehen hat. Ganz ehrlich, wenn ich in seinem Alter solch ein Leben geführt hätte, dann hätte ich nicht nur Angst davor, in das Keller-Labor meines Arbeitgebers zu gehen, sondern auch davor, überhaupt in der Nacht die Augen zuzumachen!

Als erstes ist mir bei dem Buch das Cover ins Auge gefallen – ich mag diesen Linolschnitt-Eindruck und der setzt sich auch bei den Illustrationen im Inneren des Buches fort. Sehr dunkle Bilder, die monströse Dinge zeigen, wie es sich für eine solch gruselige Geschichte gehört. Und obwohl das Alter von Will Henry und die liebevolle Aufmachung den Gedanken an ein Jugendbuch nahelegen (ein Blick auf die Amazon-Rezensionen zeigte mir, dass ich nicht allein mit der Vermutung war), würde ich sagen, dass die dort zu findende Altersempfehlung „ab 14 Jahren“ meiner Meinung nach deutlich zu tief gegriffen ist.

Auch wenn der durchschnittliche Teenager wohl etwas härter im Nehmen ist, als ich es in dem Alter war, so gibt es zu viele Szenen in der Geschichte, in denen Blut und Eingeweide spritzen, in denen Menschen mehr oder wenig kaltblütig ermordet werden, und Momente, in denen so ekelige Sachen beschrieben werden, dass ich das Buch für einen Augenblick aus der Hand legen musste. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass Rick Yancey diese Dinge beschreibt, um ekelhaft zu sein, sondern deshalb, weil es eben genau so zu dieser Geschichte gehört – und das ist schon wieder ein Kompliment für den Autor, da ich doch nur zu gern unterstelle, dass jemand hofft, dass sich sein Buch über den Ekelfaktor verkauft, wenn die Handlung und die Charaktere schon nicht so gelungen sind.

Dabei zieht sich das erste Drittel der Geschichte schon etwas hin – ich habe für diesen Teil fünf Tage gebraucht, weil ich einfach nicht richtig reingekommen bin. Dabei ist die Grundsituation schon spannend: Ein Leichenräuber kommt eines Nachts zum Haus von Dr. Warthrop, weil er eine unheimliche Entdeckung gemacht hat. Er bringt dem Wissenschaftler eine Mädchenleiche, in die sich ein grauenhaftes Monster verbissen hat. Schnell steht für Dr. Warthrop fest, dass eine ganze Population dieser Viecher in der kleinen Stadt in Neuengland heimisch sein muss – und dass er zusammen mit Will Henry diese Monster beseitigen muss, bevor sie die Bevölkerung von New Jerusalem ausrotten. Neben der Suche nach dem Nest dieser Wesen beschäftigen sich der Wissenschaftler und sein Assistent mit der Frage, wie diese Antropophagen überhaupt nach Neuengland kommen konnten …

Mein Problem bei diesem Anfang war weniger die altmodische Sprache, an die hatte ich mich schnell gewöhnt – und dafür, dass die Geschichte 1888 spielen soll, ist die Ausdrucksweise des Autors leicht und flüssig zu lesen. Ich hatte ein Problem mit den Figuren, immer wieder fragte ich mich, warum Will Henry überhaupt nach dem Tod seiner Eltern zu Dr. Warthrop gezogen war, obwohl es andere Alternativen gegeben hätte. Ich fragte mich, warum der Wissenschaftler sich mit einem Kind als Assistenten abgibt, wenn dieser Junge doch vom Alter und den körperlichen Möglichkeiten her eigentlich denkbar ungeeignet für seine Aufgabe ist. Ich habe einfach keinen Zugang zu den beiden gefunden und dann wurde das Rätsel um die Antropophagen auch noch von detaillierten Beschreibungen der gefundenen Leichen überschattet. Okay, zum Teil ist das wirklich mein ganz persönliches Problem, weil ich neue Bücher gern beim Frühstück anfange – und da liest es sich etwas schlecht von blutigen Untersuchungen, Mädchenleichen und monströsen Fortpflanzungsdetails. ;)

Nach dem ersten Drittel zog die Geschichte dann an. Dr. Warthrop und Will Henry waren mir inzwischen vertraut und ich bekam eine Ahnung davon, was die beiden miteinander verband und wie sehr sie eigentlich aufeinander angewiesen waren. Außerdem gab es am Ende des ersten Drittels detaillierte Informationen über die Herkunft der Antropophagen und die Jagdvorbereitungen nahmen konkrete Züge an. Ab diesem Punkt hat mich das Buch wirklich gefesselt, es gab zwar immer noch genügend eklige Stellen, aber die Handlung wurde so spannend, dass ich darüber hinwegsehen konnte. Es waren einfach nur Dinge, die im Laufe der Geschichte passierten – und wenn das bedeutete, dass Will Henry knietief durch alte Leichen waten musste, dann war das eben so und wurde von mir einfach nur registriert, weil ich wissen wollte, was den Jungen am Ende seines Weges erwartet.

Mir fällt es sehr schwer, ein Urteil über dieses Buch zu fällen. Ich lese normalerweise keine üblichen Horrorromane, dafür mag ich aber gruselige Geschichten. Immer mal wieder war ich versucht „Der Monstrumologe“ mit H.P. Lovecraft (den ich übrigens wirklich gern lese) zu vergleichen, aber das trifft es auch nicht – abgesehen vielleicht von der Verbindung zu Neuengland und Will Henrys Perspektive, die mich an einige Lovecraftsche Erzähler erinnerte. Mich hat Rick Yancey letztendlich nicht mit den gruseligen Szenen oder der Jagd auf die Antropophagen gepackt – obwohl ich das vor allem am Ende auch spannend fand -, sondern mit der vielschichtigen Beziehung zwischen Dr. Warthrop und Will Henry.

Das bringt mich aber zu der Frage, für wen dieses Buch überhaupt geeignet ist. Wer auf hintergrundlose Splatterszenen steht oder keine Lust hat, sich in die etwas geschraubte Ausdrucksweise einzulesen, der wird mit „Der Monstrumologe“ auf keinen Fall glücklich. Wer keine Geduld hat, um die ersten 120 Seiten einfach durchzustehen, bevor die Handlung richtig Fahrt aufnimmt, der sollte wohl auch die Finger davon lassen … Wer hingegen Lust auf eine Geschichte hat, in der Horrorelemente mit einer leicht altmodischen Ausdrucksweise und einer komplexen Beziehung zwischen dem Wissenschaftler und seinem Assistenten gemischt wurden, und die sich angenehmerweise von dem Gros an Veröffentlichungen unterscheidet, der sollte gucken, dass er den Roman in einer Buchhandlung in die Finger bekommt und unbedingt einmal reinlesen!

Montag, 25. Oktober 2010

Katzenjammer ...

... gibt es heute Nachmittag zum Glück nicht! :)

Heute morgen um acht war ich mit Logan beim Tierarzt und habe ihm die Pfote gehalten, bis die Narkose endlich wirkte. Unser Plüschkerl hat sich ganz schön gegen das Einschlafen gewehrt, dabei herrschte dort wirklich eine entspannte Atmosphäre. Doch Logan wollte lieber durch den Behandlungsraum laufen, ein Versteck suchen oder auf den Arm genommen werden.

Zwei Stunden, nachdem ich ihn dort verlassen habe, kam dann schon (ach, wem mache ich was vor, ich habe in der Zeit fast minütlich auf die Uhr geguckt) der Anruf. Unser Kater hatte die OP gut überstanden, allerdings mussten ihm sieben Zähne gezogen werden! Nun, ich hatte dem Tierarzt ja gesagt, er solle lieber großzügiger sein, als dass ich Logan so etwas noch einmal antun muss.

Um 16 Uhr konnte ich ihn dann wieder abholen, habe noch Instruktionen für die nächsten Tage bekommen und die gute Nachricht, dass er nicht einmal zur Nachuntersuchung muss, wenn bis Freitag alles gut verheilt. Wenn ich Freitagabend noch eine Rötung an dem operierten Stellen feststelle, dann soll ich am Samstag wiederkommen - ansonsten wäre jetzt eigentlich alles in Ordnung!

Mit dem Kater im Transportkorb, einer Rechnung (*seufz*), einem Medikamenteninstruktionszettel, Medikamenten, einer Notfallnummer für die nächsten 24 Stunden und Bonbons für mich (zum ersten Mal bekam ich beim Tierarzt "Nervennahrung" zugesteckt *g*) ging es wieder nach Hause.

Logan ist noch sehr wackelig auf den Beinen - vor allem die Hinterbeine gehorchen ihm noch nicht, was ihn wirken lässt wie ein plüschiges Fohlen -, aber ansonsten sieht er ganz gut aus. Bei der OP hat er wohl eine Menge Blut geschluckt, denn das hat er mir gerade in den Flur gespuckt (davor war ich auch schon beim TA gewarnt worden) und jetzt hat er sich erst einmal unter dem Kratzbaum versteckt, wo er sich eigentlich immer recht sicher fühlt.

Die anderen Katzen sind natürlich irritiert von dem Wackelkater, aber sie lassen ihn in Ruhe und rennen eher bei seinen unbeholfenen Bewegungen davon, statt seine Situation auszunutzen.

Und zum Beweis, dass es ihm - angesichts der Umstände - gut geht, war ich noch so gemein und habe ihn gerade fotografiert:



Wenn es ihm im Laufe des Abends besser geht, gucke ich mal, ob er auf dem Sofa etwas kuscheln will, ansonsten darf er sich einfach verstecken, bis er sich wieder gut fühlt. Fressen darf er heute Abend auch schon, aber ich bezweifel, dass er auf das Angebot eingehen wird. Na, mal sehen, wie es in ein paar Stunden so mit ihm ist!

Sollte mit Logan am Ende der Woche alles wieder gut sein, dann mache ich für Baltimore einen Tierarzt-Termin aus. Ich finde es immer noch erschreckend, wie mies Logans Zähne waren, obwohl die alte Tierärztin meinte, dass eine Behandlung nicht nötig sei. Also geh ich jetzt mit den beiden Brüdern lieber sicher!

Der neue Tierarzt macht einen angenehmen Eindruck, sehr ruhig und geduldig. Sanft, aber bestimmt mit dem Kater - und ich finde es schön, wieviel Zeit man sich in der Praxis selbst bei einer "kleinen" Untersuchung nimmt. Samstag durfte Logan in Ruhe den Raum erkunden, seine Mitarbeiterin hat in der Zwischenzeit soviel Daten wie möglich über Logan aufgenommen und als ich heute fragte, ob ich die Heilung bei Logan mit Traumeel unterstützen könnte, schien er erfreut zu sein, dass ich von mir aus auf den Gedanken mit der Homöopathie gekommen bin ... Mal gucken, ob die kommenden Jahren diesen positiven ersten Eindruck bestätigen werden. :D

Sonntag, 24. Oktober 2010

BuchSaiten-Spezial-Paket

Katrin von den BuchSaiten hatte vor einem Monat ihren ersten Blog-Geburtstag gefeiert und zu diesem Anlass vier BuchSaiten-Spezial-Pakete verschenkt. Zu den glücklichen Gewinnern gehörte auch ich und so kam wenige Tagen später ein liebevoll gefülltes Päckchen bei mir an. Nun hätte ich einfach den Inhalt fotografieren und mit ein paar netten Dankesworten hier zeigen können, aber ich dachte mir, dass es für Katrin vielleicht nett wäre, wenn sie die so liebevoll ausgesuchten Dinge auch in Benutzung sehen könnte (und mir hat es Spaß gemacht die schönen Momente damit zu fotografieren!). So habe ich die letzten Tage (und das sogar schon zum zweiten Mal :D) zum Frühstück das ganz besondere BuchSaiten-Müsli genießen dürfen.


Dieses wirklich leckere Müsli esse sogar ich mit Joghurt - und ich liebe es, wenn ich dabei auf eine der Mandeln beiße!

All die anderen schönen Dinge mussten aber erst einmal noch etwas warten, bis ich sie nutzen konnte, denn ich hatte viel zu viel um die Ohren, um sie in Ruhe zu genießen. Nur den Brause-Lutscher mit Himbeer-Geschmack habe ich mir als Belohnung und Energiespender nach einigen Stunden Fleißarbeit am PC gegönnt.


Und auch hier kann ich nur sagen: Lecker! Außerdem kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, wann ich vorher das letzte Mal einen Brause-Lutscher gegessen habe. Ich fürchte, das ist schon lange her ...*g*

Nachdem es in den letzten Tagen ja doch etwas kälter geworden ist, kam mir nach einer anstrengenden Runde Gartenarbeit der duftige Badezusatz gerade recht. Ich gebe zu, dass ich seit den ersten Wochen in dieser Wohnung (als wir noch keinen Duschvorhang hatten) nicht mehr gebadet habe. Aber es war toll zu sehen, wie sich das Badewasser von einem Moment auf den anderen pink färbte und der Duft war auch wundervoll!


Nach dem Bad fühlte ich mich nur sauber, sondern wunderbar warm und entspannt und die schmerzenden Muskeln meckerten auch nicht mehr so laut.

Wer mich näher kennt weiß, dass ich ein Hot-Chocolate-Junkie bin - umso neugieriger war ich auf eine weitere Überraschung von Katrin: Den HotChocSpoon Dark!


Dieser Schokoblock wird in Milch aufgelöst und ich war sehr neugierig darauf, wie das Ergebnis wohl schmecken würde.


Während ich auf das Warmwerden der Milch wartete, habe ich noch etwas fotografiert - und musste nach diesem Foto ganz schnell den Apparat von mir werfen und die Milch vor dem Überkochen bewahren - typisch für mich!


Mit der heißen Schokolade und ein paar Blätterteigbrezeln ging es dann auf das Sofa, um zu lesen! Perfekter Genuss! :)

Apropo Lesen ... ein BuchSaiten-Paket hatte natürlich auch das passende Geschenk für eine Leseratte dabei und so werde ich nun regelmäßig beim Lesen liebevoll beobachtet:




Ganz ehrlich, bei dem Buch ist es gar nicht so schlecht, dass ich beim Lesen nicht allein bin. ;)

Außerdem gab es noch ein Fortuna-Glückslicht, welches ich nicht einfach so abbrennen wollte. Doch auch mehrere Runden zwischen Umzugskartons, haben leider nicht dazu geführt, dass ich meinen wunderschönen Teelichthalter (nicht katzensicher, aber so schön) oder gar meine kleine Lieblingslaterne (katzensicher und schön) wiederfinden konnte. Also dachte ich mir, dass ich das Glücklicht zumindest mit etwas Glückstee kombinieren sollte.



Und für diejenigen, die neugierig darauf sind, was für eine Botschaft das Teelicht für mich bereithielt:

Damit habe ich fast all die tollten Sachen aus dem Päckchen genutzt und wirklich viel Freude damit gehabt. Und ich werde mich auch im nächsten Jahr jeden Monat von neuem an die schönen Momente mit den BuchSaiten-Überraschungen erinneren, wenn ich auf den Lesezeichen-Kalender zurückgreife. Natürlich habe ich absolut keine Ahnung, warum gerade ich einen mit Katzen bekommen habe ... ;)


Liebe Katrin, ganz vielen Dank für die netten Worte, die liebevoll ausgesuchten Überraschungen und die schönen Momente, die du mir damit bereitet hast! Dabei ist es doch schon immer eine Freude, wenn ich wieder einen neuen Blogbeitrag von dir in meinem Feed-Reader entdecke. :)

Samstag, 23. Oktober 2010

Agnès Desarthe: Mein hungriges Herz

Wieder ein Buch, bei dem der Klappentext in mir andere Erwartungen geweckt hatte als letztendlich erfüllt wurden.

Der Verlagstext lautet:

Seit Myriam von ihrer Familie verstoßen wurde, sucht sie nach einem neuen Sinn in ihrem Leben. Nach Jahren zielloser Wanderschaft eröffnet sie in Paris ein kleines Lokal namens Chez moi. Das ungewöhnliche Restaurant wird schnell zum Lieblingstreffpunkt des Viertels, und Myriam findet in ihren Nachbarn und Gästen eine neue Familie. Doch kann man die Vergangenheit einfach so hinter sich lassen?

Den Anfang von „Mein hungriges Herz“ fand ich noch sehr reizvoll. Agnès Desarthe zeigt hier eine recht entschlossene Myriam, die einen Haufen Dokumente fälscht und Geschichten erzählt, um sich den Traum vom eigenen Restaurant erfüllen zu können. Mir hat es gefallen, wie sich die Frau provisorisch in ihrem Café „Chez moi“ eingerichtet hat, wie sie auf einer gepolsterten Bank schläft und sich in ihrem Spülbecken ein Bad gönnt, weil sie sich eine Wohnung neben dem Restaurant nicht leisten kann. In diesen Aktionen steckt so ein Wille zum Überleben, so ein Bedürfnis sich diesen einen Traum zu erfüllen, das fand ich schön!

Doch als das Café so langsam anläuft, wird die Geschichte für mich immer seltsamer. Myriam philosophiert über die verschiedenen Gäste, über ihre Geschäftsnachbarn und über ihre eigene Stellung in der Welt – und mit diesen Passagen hat es mir die Autorin sehr schwer gemacht bei der Stange zu bleiben. Für mich waren die Gedanken von Myriam oft nicht nachvollziehbar, zu abgehoben, zu pathetisch, zu … fremd. Und zwar auf eine Art und Weise, die ich nicht interessant, sondern ermüdend fand. Wieder einmal war es hier eine Nebenfigur, die dafür sorgte, dass ich weitergelesen habe.

Denn obwohl Myriams Restaurant gut besucht ist und die Leute ihr Essen und ihre Ideen lieben, bekommt sie ihre Finanzen und all die anderen Dinge, die zu beachten sind, nicht in den Griff. Was auch daran liegt, dass sie zum Beispiel zwei Studentinnen, die sie ins Herz geschlossen hat, die teuersten Gerichte vorsetzt, ohne dass die beiden angemessen dafür bezahlen müssen. Immerhin sind es auch diese beiden Mädchen, die ihr empfehlen Ben als Kellner anzustellen. Ihr Argument ist es, dass sich Myriam so mehr auf das Kochen konzentrieren kann, während sich Ben um die Gäste kümmern wird. Aber der junge Mann bedient nicht nur die hungrigen Besucher des „Chez moi“, sondern sortiert unauffällig auch Myriams Leben neu. Er sorgt dafür, dass dringende Rechnungen bezahlt werden, dass sich die Köchin nach dem richtigen Lieferanten umschaut und dass sich Myriam wieder mehr auf sich konzentrieren kann.

Denn Myriam wirkt – je erfolgreicher das Restaurant ist – immer verlorener. Als Leser weiß man zwar, dass es zu einem Bruch mit ihrer Familie kam, aber erst so nach und nach erfährt man, was wirklich passiert ist. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass mir die Autorin nicht so ganz erklären kann, warum dieser eine Vorfall zu einer solchen Zerstörung von Myriams Persönlichkeit geführt hat. Einzig die Andeutungen, dass sie sich noch nie wie andere gefühlt hat und dass sie auch damals ihren Mann vor allem geheiratet hat, um ein beständiges und „normales“ Leben zu führen, hat mich etwas mit dieser Grundsituation versöhnt.

„Mein hungriges Herz“ gehört wieder einmal zu den Büchern, bei denen ich die Idee, die Figuren und die Sprach zwar würdigen kann, aber bei denen ich das Fazit ziehen muss: Für mich ist das nichts! Und das obwohl ich mich am Ende in die Geschichte eingefunden hatte und mich über den Schluss freuen konnte. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Agnès Desarthe oder daran, dass ich eben auch mit einer bestimmten Form von „Frauenroman“ nichts anfangen kann, aber so ist es eben. Das wird mich allerdings nicht daran hindern, immer wieder zu solchen Büchern zu greifen, in der Hoffnung darin eine berührende und ungewöhnliche Geschichte zu entdecken.

Freitag, 22. Oktober 2010

Katzenlogik

Eigentlich haben wir ja für Logan morgen einen Tierarzttermin ausgemacht - und damit die Katzen morgen früh nicht zu sehr in Aufruhr geraten, habe ich heute früh schon Logans Transportkorb gesäubert und mit einem frischen (alten) Handtuch ausgelegt.

Ich fürchte nur, Baltimore hat das irgendwie missverstanden:


Tja, wenn er morgen früh noch immer an diesem Platz liegt, dann muss er wohl an Logans Stelle die Fahrt zum Tierarzt antreten. ;)

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 33+34)

Wieder ist hier nur ein Kapitel zusammenzufassen, dafür wird es heute aber mehr für euch zum Lesen geben. Kapitel 32 brachte uns keinerlei neue Erkenntnisse, dafür aber die Schilderung eines Samstages, den unsere Superanwältin Joanna zusammen mit ihrer Sekretärin Mary und deren beiden Kindern verbrachte. Abgesehen davon, dass dieses Absätze Joannas unglaubliche „Menschenkenntnis“ in Bezug auf Kinder verrieten, hat sie sich am Ende des Tages dann doch noch dazu durchringen können, noch einmal mit Agnes Krankenschwester zu sprechen … Ehrlich gesagt, das war alles einfach blah! Aber nun geht es weiter mit den spannenden Ereignissen im schöne Dublin!

Kapitel 33

Am Montagmorgen freut sich Joanna über das tolle Sonnenwetter – bestimmt ein gutes Omen für ihr Nicht-Date mit Tom am Abend. Auch wenn sie sich nur als alte Freunde treffen, zusammen Essen, Unterlagen suchen und über ihre Mütter schwatzen wollen, beschließt Joanna, dass sie mit allen Waffen einer Frau in dieses Treffen ziehen wird. Sie will ganz zufällig umwerfend aussehen und mit Blicken um sich werfen, wie die Frauen in Filmen es immer tun – kurzer Einschub: Die Frau soll wirklich Mitte Dreißig sein?! – und alles daran setzen, um ihn zu verführen.

Natürlich nur, wenn sie beim Werfen der besagten Blick nicht peinlicherweise „rot wie eine Biotomate“ wird – und nachdem sie herausgefunden hat, ob Tom wirklich keine Frau in seinem Leben hat. Schließlich hat sie ernste Absichten – und wenn das mit Tom nicht klappt, dann wird sie mit Orla durch sämtliche Bars der Stadt tingeln bis sie jemanden anderen kennenlernt. Nun ja, auch ein Plan …

Kurz bevor sie sich aufmacht, um Tom endlich heimzusuchen, bittet sie Mary noch ein wenig im Büro die Stellung für sie zu halten. Und wie das nun mal so ist, wenn man seine Sekretärin wie eine Freundin behandelt, kann sich diese einen Kommentar wegen des Friseurbesuchs am Mittag nicht verkneifen. Vor allem will Mary natürlich wissen, ob Joanna heute Abend noch was vorhat. Doch Jo verleugnet jeden Termin und behauptet einfach, dass sie beim Friseur war, weil sie keine Lust zum Haare waschen gehabt hätte. Wenn das nicht mal eine glaubwürdige Ausrede ist, Frau Anwältin!

Nach diesem unglaublich überflüssigem Dialog, rennt Joanna immer noch nicht aus der Tür, sondern greift noch einmal zum Telefon. Schließlich muss sie noch ihren Plan vom Samstag in die Tat umsetzen und ein erneutes Mal Kontakt zu Agnes Krankenschwester Lisa Noonan aufnehmen. Und wirklich, nach ein paar supergeschickten Fragen, die ungefähr so anfangen „Könnte sie nicht auch gesagt haben …“ lenkt die Krankenschwester ein und könnte am Ende des Gesprächs fast beschwören, dass Agnes nicht von einer Katze, sondern von ihrer Freundin Cats gesprochen hat. Kaum hat Jo dieses Ergebnis bei ihrem Gespräch erreicht, legt sie auch schon den Hörer auf, überlegt kurz, dass sie ja am nächsten Tag mal wieder bei ihrer Mutter vorbeigehen könnte und freut sich weiter auf den Abend mit Tom.

Kapitel 34

Endlich kommt es zu dem langersehnten romantischen Nicht-Date zwischen Joanna und Tom! Auch Tom hat sich für diese Gelegenheit schick gemacht und extra eine Schürze mit einem Metzgerei-Aufdruck angezogen – nunja, sehr ansprechend … Während die beiden in die Küche gehen, nimmt Joannas Nase schon einmal Witterung auf – nach dem Essen, nicht nach Tom, nur für den Fall, dass eine von euch schon wieder in die falsche Richtung denken sollte.

Im Ofen brutzelt ein Lammbraten vor sich hin und während Jo schon vor sich hinsabbert, versichert sie Tom, dass sie überhaupt nichts dagegen hat, dass er ein neues Rezept ausprobiert. Schließlich würde sie ja fast alles essen und müsste deshalb dringend sechs Kilo abnehmen. Doch Tom lässt einen anerkennenden Blick über ihren Körper streifen und meint, dass sie perfekt ist. Und weil die gute Joanna mit so einem Kompliment nicht umgehen kann, öffnet sie schon mal die erste Weinflasche (seht ihr, es geht auch ohne Whiskey! *g*).

Als Tom das Menü aufzählt (Lamm, Ofenkartoffeln und Gemüse mit Knoblauch und Orangensauce und zum Nachtisch den gewünschten Banoffee Pie) ist sich Jo sicher, dass er nur deshalb so gut kocht, weil er etwas für sie empfindet. Doch sie kann nicht mehr sagen als:


„Herrlich. Ich gebe zu, dass ich ganz ausgehungert bin!“ Nach deinen Lippen, fügte sie bei sich hinzu.


Und dabei überlegt sie verzweifelt, wie sie das Gespräch auf das Thema „Hast du eine Freundin?“ bringen könnte. Doch erst einmal wird angestoßen und tief in die Augen geguckt – und dann guckt der gute Tom weg und fragt nach der Arbeit in der Kanzlei.

Ganz ehrlich, was da auf den nächsten Seiten an Hin- und Hergeeier folgt, ist so unerträglich, dass ich das für euch nicht im Detail wiedergeben werde. Kurz zusammengefasst kann ich sagen, dass Tom und Jo sich immer wieder näher kommen, um dann wieder die Flucht zu ergreifen. Soviel Aneinandervorbeigerede ist kaum auszuhalten, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie sich doch schon so lange und so gut kennen.

Besonders die gute Joanna denkt bei jedem Satz darüber nach, wie Tom das wohl gemeint haben könnte, ob das jetzt eine Andeutung sein sollte, dass er sie mag, oder doch eher, dass er gerade eine andere Frau kennengelernt hat usw. usf. – zum Glück klingelt Jos Telefon, bevor die beiden sich nach all dem Essen (unsere Anwältin hat dabei vor lauter Nervosität gespachtelt wie ein Scheunendrescher und sich die ganze Zeit Sorgen gemacht, dass er sie für verfressen halten könnte, während er glücklich Nachschlag verteilen wollte) doch noch küssen konnten.

Achja, neben all dem Umeinanderrumtanzen gab es doch noch ein paar wichtige Informationen von Tom: Agnes hat über jeden Cent, den sie in all den Jahren ihrer Ehe ausgab, ein Haushaltsbuch geführt. Und sie hat dreißig Jahre lang jeden Monat eine Summe per Postanweisung gezahlt, die sie in ihrem Haushaltsbuch nicht aufgeführt hatte. Genau genommen sieht es sogar so aus, als ob sie zwar über jeden Cent Rechenschaft hätte ablegen können, aber nur, um diese ominösen Überweisungen zu vertuschen!

Doch zurück zu dem Anruf, der zu einem so unpassenden Zeitpunkt erfolgte: Die Anruferin ist eine heulende Mary, die Joanna davon berichtet, dass der ungeratene Sohn Paul beim Nachbarn eingebrochen hat und ein Radio klaute. Der Nachbar hat natürlich die Polizei gerufen und nun gibt es für den ungeratenen Bengel Ärger!

Joanna verspricht natürlich, dass sie sofort vorbeikommt, um Mary Beistand zu leisten – und auf der ganzen Fahrt verflucht sie sich selber dafür, dass sie ihrer Sekretärin nicht erzählt hatte, was für ein wichtiger Abend das für sie sein würde …

Nun ja, Pech gehabt! Aber an dieser Stelle schon ein Kuss und eine Beziehung mit Tom wäre ja auch total übereilt gewesen. *dumdidum*

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Mermaid Gloves!

Wer in den letzten Tagen meine Beiträge und die Kommentare gelesen hat, wird wissen, dass wir noch immer nicht heizen. Trotzdem gibt es natürlich genügend Momente, an denen mir eine heiße Tasse Tee nicht reicht, um wieder warm zu werden. Vor allem die Hände werden beim Tippen und Lesen immer so schnell kalt - und das führt auch dazu, dass ich abends in den letzten Tagen kaum noch Seiten geschafft habe.

Aber genau für diese Zeiten hatte ich mir vor einiger Zeit von Susanne Handschuhe gewünscht. Im September hat sie sie mir zugeschickt - und sie sind wunderschön geworden!



Wenn ich den beiliegenden Zettel richtig verstanden habe, dann hat sie die Wolle selber gesponnen (ich liebe diesen Blauton!) und dann mit dem von mir gewünschten Muster verarbeitet. Das Muster basiert auf einem Sockenmuster, dessen Bezeichnung ich leider nicht entziffern kann, und als Handschuhe verstrickt wurden daraus "Mermaid Gloves".



Die Handschuhe gehen bis zum Ellenbogen und zum Tippen muss ich den Bereich über den Fingern leider umschlagen, weil ich sonst nur drei Finger frei habe. Aber ansonsten klappt das Schreiben mit den Handschuhen ganz wunderbar und ich habe endlich warme Hände, wenn ich am Schreibtisch arbeite oder bei den Temperaturen lese. :)

Wenn der Winter nicht zu kalt wird, dann werde ich sie wohl auch durchgehend draußen tragen, ansonsten müssen sie bei richtig eisigen Temperaturen dann doch meinen dicken Lederhandschuhen weichen - so wenig kälteempfindlich ich inzwischen eigentlich bin, so hasse ich es doch, wenn ich kalte Hände habe. ;)

Noch einmal ganz vielen lieben Dank für die schönen Handschuhe, Susanne!

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Mariëtte Aerts: Hexenheide

Ich glaube, ich hätte „Hexenheide“ als Kind geliebt - und lange dem Teenageralter entwachsen, hat mir das Lesen dieses Buches wirklich Spaß gemacht. Die Geschichte ist eigentlich ganz schnell erzählt: Karim und Lenne leben am Rande eines Dorfes in den Niederlanden. Die beiden Elfjährigen wohnen weiter draußen, da wo eine Heidefläche an den Ort grenzt. Wenn sie von der Schule nach Hause gehen, dann wäre es deutlich kürzer über die Heide abzukürzen, aber das haben ihnen ihre Eltern vor einiger Zeit verboten, nachdem ein Mädchen spurlos verschwunden ist.

Denn die Erwachsenen vermuten, dass Rinnie – so hieß die verschollene Schülerin – von einem Fremden auf der Heide angesprochen und mitgenommen wurde. Als Leser hingegen hat man einen ganz anderen Verdacht, denn schon im Prolog lässt die Autorin Mariëtte Aerts drei mehr oder weniger unheimliche Frauen auftreten, die sich darüber streiten, dass sie „frisches Blut“ benötigten. Alles sehr vage, aber genau deshalb – vor allem, wenn man den Titel „Hexenheide“ im Hinterkopf behält – auch etwas unheimlich.

Eines Tages lässt sich der eher bedächtige Karim von seiner Freundin Lenne dazu überreden den Heimweg über die Heide anzutreten. Und als nichts anderes passiert, als dass sie ein ungewöhnliches Eichhörnchen sehen, gehen sie wieder regelmäßig diese Abkürzung nach Hause. Doch obwohl sich die Kinder sicher sind, dass die Heide ein ganz normales Stückchen Land ist, wird ihnen im Laufe der nächsten Wochen immer unheimlicher zumute. Eine seltsame Frau taucht immer mal wieder unvermutet auf und scheint Lenne zu sich zu rufen und auch andere ungewöhnliche Ereignisse geschehen, die sich nicht immer erklären lassen.

In der Dorfbibliothek erfahren die beiden Kinder dann auch noch mehr über die Heide – und warum sie früher von den Leuten in der Gegend nur „Hexenheide“ genannt wurde. Denn angeblich lebte dort eine Frau mit unnatürlichen Kräften, die ihre Nachbarn verfluchte und für viel Unglück im Dorf verantwortlich gewesen sein soll. So langsam aber sicher befürchtet Karim, dass eine Hexe hinter Lenne hinterher ist – und versucht alles, um seine Freundin zu beschützen.

Mir hat es gefallen, dass man zwar schnell den Verdacht hatte, dass die drei Frauen aus dem Prolog Hexen sind, aber Mariëtte Aerts sich sehr viel Zeit damit lässt näher auf die Geschichte der Hexenheide und die damit verbundenen Legenden einzugehen. Auch Karim und Lenne fand ich schön charakterisiert, die beiden sind zwei nette, aber trotzdem real wirkende Kinder, die die ganze Zeit über zwischen Angst und Faszination hin und her gerissen werden.

Ich fand die Geschichte spannend, aber nicht wirklich unheimlich. Immer nur gerade so gruselig, dass ich mich als Kind vermutlich abends etwas tiefer in meine Bettdecke eingegraben hätte, aber nie so heftig, dass mich die Handlung geängstigt oder mir gar Albträume bereitet hätte. Auch hat es mir gefallen, dass der Alltag von Karim und Lenne neben all den unheimlichen Ereignissen ganz normal weiterlaufen musste – was für die beiden gar nicht so einfach ist, da sie ja weder ihren Eltern, noch Lehrern oder Mitschülern von all den Dingen erzählen können, die sie so sehr beschäftigen.

Auch die Erzählweise von Mariëtte Aerts hat mir gefallen, die Autorin verwendet eine klare und gut zu erfassende Sprache, so dass die Geschichte auf jeden Fall für Kinder ab zehn sehr gut zu lesen ist, ohne dabei so simpel zu werden, dass es für mich als Erwachsene langweilig wurde. Insgesamt ist das einfach ein rundum gelungenes Buch rund um Freundschaft, übernatürliche Vorgänge, Vorurteile und eine Menge mehr – mir hat es so gut gefallen, dass es erst einmal einen Platz in meinem Regal bekommen wird.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Ein Blick in "Das Restaurant um die Ecke"

Ich habe ja schon häufiger vom "Restaurant um die Ecke" geschrieben und wie unglaublich lecker es da immer ist, jetzt gibt es auch endlich mal Fotos dazu.

Wie schon im "Dies und Das (7)"-Beitrag erzählt, hatte mein Besuch am Samstag Fotos gemacht. Die habe ich gestern Abend zwar doch noch auf der Festplatte gefunden, aber da kurz darauf eine liebevolle Zusammenstellung der Fotos in meinem Maileingang auf mich wartete, bekommt ihr jetzt die zu sehen! :)

Wir mögen das Restaurant, weil es so ungemein gemütlich ist, weil die Leute, die dort arbeiten, nett und entspannt mit ihren Gästen umgehen, weil das Essen einfach fantastisch ist, weil die wechselnden Ausstellungen an den Wänden etwas zum Gucken bieten und weil man dort vom eher mittellosen Studenten bis zur "gehobenen Gesellschaft" alles an Publikum findet.



Das (zweite Kollage, oberes Bild) ist das überaus gemütliche Hinterzimmer des Restaurants, in den Clubsesseln darf man manchmal warten, wenn der reservierte Tisch noch nicht frei ist (was uns nur selten passiert, weil wir in der Regel nicht nur reservieren, sondern auch so früh essen gehen, dass erst nach uns der Großteil der anderen Gäste eintrifft). Ansonsten bietet sich der gemütliche Raum auch für zwanglose Veranstaltungen oder einfach nur einen entspannten Feierabend an.



Ich persönlich sitze allerdings gern mit dem Blick Richtung Theke - da habe ich nicht nur immer viel zu gucken, sondern auch einen guten Blick auf das Buddha-Bild in der Küche. :D An den Wänden gibt es kuschelige Nischen, in denen man auf einem Schaffell sitzen kann. Sehr schön für Leute, die gern auf dem Boden sitzen! Als Studentin hätte ich das geliebt, da habe ich in meinem WG-Zimmer quasi auf dem Boden gelebt (und gearbeitet), inzwischen sitze ich doch lieber an einem Tisch. Vor allem, da ich mir sicher bin, dass man in den Nischen doch besser tradionell die indischen Gerichten essen sollte, die im Restaurant um die Ecke angeboten werden - und ich bevorzuge dafür doch eher Besteck. Bah, was bin ich doch inzwischen konservativ geworden ... *g*



Und zum Schluss gibt es noch einen Blick auf das superleckere Essen, das wir an diesem Abend hatten. Während mein Mann sich lieber ein Schnitzel gönnte, hatten unser Besuch und ich ein indischen Tali - in der vegetarischen Variante. Also zu Reis und Naan gab es drei Sorten Curry. Einmal eins mit Linsen, eins mit Erbsen und Kartoffeln und das absolut beste - und ehrlich gesagt auch das mildeste davon - war ein Erbsenpüree mit Panir. Wenn ich von dem letzten irgendwann mal das Rezept finden sollte, dann wäre ich sehr glücklich! Das war sooo gut! :)

Während unser Besuch sich zum Nachtisch lieber einen guten Whiskey gönnte, gab es für meinen Mann und mich eine Zitronen-Mascarpone-Creme zwischen Knusperteigschichten und mit Feigenpüree. Eigentlich hat das Ganze einen hübschen französischen Namen, aber ich bekomme den nicht mehr auf die Reihe. Auch das war unglaublich lecker, wenn auch die ersten Bissen eine Herausforderung waren. Hach, Das war ein so schöner Abend, nicht nur wegen der gemütlichen Umgebung und des guten Essens, sondern auch wegen der netten Gesellschaft. :)

Montag, 18. Oktober 2010

Dies und Das (7)

Auch wenn man das nach den wenigen Beiträgen in den letzten Tagen kaum glauben mag: Ich lebe noch! ;)

Meinen Herbstputz habe ich ja schon vor dem Eintreffen des Besuches erledigt, aber auch wenn die Wohnung jetzt „grundrein“ ist, so gibt es noch immer Dinge, die ich endlich erledigt haben wollte. In der Küche muss ein Holzbrett wieder an die Wand, das wir von den Vormietern „geerbt“ haben, ich will noch die Heizung im Badezimmer mit der Wurzelbürste schrubben, bevor auch bei uns irgendwann die Heizperiode beginnt – und eigentlich denke ich auch darüber nach das „Gästezimmer“ noch schnell zu streichen, damit ich einen Teil der Umzugskartons mal umpacken und umlagern kann. Davon abgesehen suche und ordne ich Unterlagen, arbeite eine Liste mit Dingen ab, die ich – zum Teil schon seit Juli – immer wieder vor mir hergeschoben habe und so fliegen die Tage einfach so vorbei!

***

Die Tage mit dem Besuch waren übrigens wunderschön – und anstrengend. Wir hatten uns so viel vorgenommen, dass unser Tag nicht selten von sieben oder acht Uhr (ich gebe zu, ich komme nach langen Tagen schlecht aus dem Bett) bis zwei Uhr morgens ging. Aber es war total nett, wir haben viel gesehen, viel gemacht, viel geschwatzt – und am Samstagabend hatten wir es sogar in das Restaurant um die Ecke geschafft. Nach den Tagen schwirrte mir der Kopf von all dem Reden und Gucken und Hören, während die Katzen den Besuch und den Mangel an menschlicher Ansprache erstaunlich gut verkraftet haben.

Unser Besuch hat auch ganz viele Katzenfotos gemacht – wenn ihr mögt, dann kann ich davon demnächst mal ein paar Runden einstellen. Die Bilder sind auf jeden Fall deutlich schöner als meine! :D Eigentlich sollten hier auch noch Fotos vom Essen im Restaurant hin, aber die finde ich gerade auf der Festplatte nicht …

***

Der Garten ist immer noch wunderbar grün – zumindest in den Bereichen, in denen ich immer noch nicht Herr über das Unkraut geworden bin. Im Moment gehe ich nach dem Prinzip vor, dass alles, was ich nicht eindeutig als „schöne oder nützliche“ Pflanze erkennen kann, ausgerupft wird. So bewuchert dieses schreckliche Unkraut zwar noch die Hälfte der Beetflächen, aber der Rest ist so langsam übersichtlicher. Den Großteil der Zeit gehe ich mehr nach Bauchgefühl vor – und sage mir, dass ich so zumindest im nächsten Jahr schön viel freie Flächen habe, um neue Sachen anzupflanzen. Blumenzwiebeln für den Frühling habe ich immer noch nicht besorgt, aber ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen endlich welche kaufen und auf den schon „gepflegten“ Flächen einsetzen kann.

Immerhin habe ich vergangenen Dienstag zum letzten Mal Rasen gemäht und bis wir wieder mit der Gemeinschaftsfläche dran sind, werden fünf Jahre vergehen! Jetzt kann ich den Rasenmäher erst einmal in der hintersten Ecke des Kellers verstauen! Achja, der Keller … da stehen inzwischen einige Regalteile, die ich auch noch zusammenbauen will, damit ich mal etwas strukturierter Dinge aufheben kann. Aber vorher muss ich noch den Speermüll rufen, damit wir die Sachen loswerden, die sich in diesem Jahr angesammelt haben. Es ist schon erstaunlich, wieviel sich schon wieder angehäuft hat, obwohl wir vor dem Umzug so radikal ausgemistet hatten.

***

Obwohl die Katzen den „Stress“ mit dem Besuch gut verkraftet haben, macht mir Logan gerade etwas Sorgen. Ich fürchte, dass er Zahnprobleme hat, er sabbert verstärkt (etwas sabbert dieser Kater eigentlich solange wir ihn kennen) und schläft sehr viel (und nicht mehr bei uns im Bett) und es könnte sogar sein, dass seine Schnauze etwas angeschwollen ist – aber das lässt sich bei ihm immer sehr schwer sagen. Wenn eine Schwellung vorhanden ist, dann auf beiden Seiten gleichmäßig … Er lässt sich ohne Probleme anfassen, macht sogar das Maul auf und frisst gierig wie immer. Trotzdem will ich das geklärt haben, also geht es Samstag zum Tierarzt, mal gucken, was dabei herauskommt. Bei dem letzten Tierarztbesuch mit Logan (der ist allerdings schon ein Jahr her) meinte meine damalige Tierärztin, dass sie ihn wegen der Zähne nicht in Narkose legen wollte, weil sich die Belastung im Verhältnis zum Zustand von Zahnfleisch und Zähnen nicht lohne würde.

***

Eigentlich wollte ich ja vor dem Beginn der Heizperiode auch die Türen fertig abgezogen und gestrichen haben. Aber das scheitert daran, dass wir die einfach nicht aus den Angeln gehoben bekommen! Die sitzen da seit geschätzten dreißig Jahre und rühren sich trotz aller Kraftanstrengungen nicht vom Fleck. Jetzt muss ich im Baumarkt mal gucken, ob ich ein Werkzeug finde, mit dem ich erfolgreicher bin. Der Handwerker, der den Küchenfußboden gemacht hatte, hatte da etwas – aber ich will ihn eigentlich nicht alle paar Tage vorbeikommen lassen, damit er mir eine Tür aus den Angeln hebt. *g*

***

Also, ich habe weder euch noch das Bloggen vergessen, nur ist mein Tag gerade so gefüllt, dass ich meine Auszeiten gerade lieber unter einer gemütlichen Decke inklusive Katzenbesetzung verbringe, als mit kalten Händen und Füßen vor dem PC zu hängen. Trotzdem stehen auf meiner To-do-Liste auch so Sachen wie neue „Kapitelweise“ vorschreiben und endlich eine Blogrezi zur „Mein hungriges Herz“ und „Hexenheide“ auf die Reihe zu bekommen und „Der Montrumologe“ zuende lesen, damit ich auch da etwas zu sagen kann - oh, und auch noch einen BuchSaiten-Päckchen-Bericht zu schreiben! Warum sind die Tage gerade eigentlich immer so kurz? ;)

Freitag, 15. Oktober 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 32)


Letzten Freitag war ich etwas geiziger und habe euch nur ein Kapitel gegönnt. In Kapitel 31 trafen sich Agnes und Harry im Park, um etwas Zweisamkeit zu genießen, über ihre Situation zu reden und sich gegenseitig ein paar Geheimnisse zu gestehen. Dabei machte es Agnes nervös, weil in der Nähe ein zweites Auto parkte, in dem sich so gar nichts rührte.

Kapitel 32

Es ist Samstag und Joanna verbringt den Tag mit Mary und den beiden Kindern Emma und Paul. Als Jo eintrifft herrscht gerade Chaos, da eine herrenlose Katze im Schuppen ihre Jungen bekommen hat und sich die Kinder deshalb weigern ihre Betten zu machen. Als die Anwältin sieht, dass der Esstisch noch voll mit schmutzigem Geschirr ist, macht sie sich an den Abwasch (soviel Vernunft hätte ich ihr nicht zugetraut!), während Mary ermattet in einen Sessel fällt und sie darüber informiert, dass das eigentlich Pauls Job in dieser Woche wäre. Kurz darauf kommen die Kinder frisch geschrubbt aus ihren Zimmern und Jo kann sie gleich mal begutachten:


Joanna wunderte sich, wie hübsch und gesund beide aussahen. Dass Paul der Schwierigere von beiden war, war sofort offenkundig. Er zappelte ständig herum und konnte sich keine Minute ruhig halten. Der Junge hätte die starke Hand eines Mannes gebraucht. Pech, dass sein Vater nichts von ihm wissen wollte.

Ich lasse das mal lieber ohne weiteren Kommentar stehen … *argh*

Jo sinniert noch etwas darüber, dass Leo – Marys Ex – sich nicht mal finanziell am Leben seiner ehemaligen Familie beteiligt, dass die Kinder deshalb kein Selbstwertgefühl haben und Mary einfach alt und verbraucht aussieht, obwohl sie eigentlich immer noch ganz hübsch ist. Sie kommt dann zu dem Schluss, dass Mary einen netten Mann braucht, der sich um sie und die Familie kümmert. Aber Jo denkt, dass sie nicht die Richtige zum Verkuppeln ist, da sie ja nicht mal für sich selber einen Typen aufreißen kann …

Während alle die Autofahrt zum Restaurant genießen, denkt Joanna mal wieder etwas über Tom und ihre Hoffnungen für Montagabend nach. Nur Orla weiß von ihrem „Superdate“ (ja, das ist der Ausdruck, der hier verwendet wird!), weil Orla schließlich so gut wie alles über Joanna weiß.

Das bringt Jo auf ihre Mutter und Agnes und … nun ja, es wird mal wieder ein paar Absätze lang wiederholt, dass die beiden Frauen so unterschiedlich waren usw. usf. Und doch meinte Catherine mal, dass Agnes die beste Freundin sei, die man haben kann, und gute Freunde würde einander in guten wie in schlechten Zeiten unterstützen und … nein, diese Passagen bringen weder Unterhaltung noch neue Informationen, aber es dauert immerhin nur noch zwei Seiten, bis Joanna aufgrund dieser Gedanken endlich einen Geistesblitz hat!

Vorher wird noch im Restaurant gegessen, ein Kinofilm ausgesucht, die beiden Kinder haben Spaß, Mary schläft, Jo bedauert es, dass Doc Gary niemals bei Orla angerufen hat und pennt dann auch ein. Und nach dem Aufwachen hat sie endlich einen Gedanken:

Sie würde einfach die Krankenschwester noch einmal anrufen und fragen, ob Agnes vor ihrem Tod nicht doch noch mehr oder vielleicht sogar was ganz anderes gesagt hat!

Äh … nun … ich bin sprachlos …

Und weil man die nächsten beiden Kapitel so gut kombinieren kann, bleibt es heute bei dieser spannenden Beschreibung eines Samstags mit Marys Familie!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Ich schreibe wie …

Nachdem ich gerade auf diversen Blogs über diesen Test der FAZ gestolpert bin, konnte ich auch ich nicht daran vorbeigehen. Da ich aber bei solchen Analyse-Sachen immer misstrauisch bin, musste ich natürlich gleich mehrere Blogtexte testen lassen. Das Ergebnis finde ich sehr spannend:

1. Rezension zu „Imago“: Thomas Bernhard
2. Rezension zu „Mord auf ffolkes Manor“ : Ingo Schulze
3. Rezension zu „Die Gräfin der Lüfte“: Ingo Schulze
4. Rezension zu „Der Sommer vor meinem Fenster“: Ingo Schulze
5. Rezension zu „Dämonenkuss“: Ingo Schulze
6. Rezension zu „Die Sturmrufer“: Ingo Schulze
7. Rezension zu „Knastpralinen“: Ingo Schulze
8. Rezension zu „Zimtsterne mit Zuckerkuss“: Ingo Schulze
9. Rezension zu „Frühstück bei Tiffany“: Peter Handke
10. Rezension zu „Die Einhornchroniken“ Bd.1: Dietmar Dath
11. Rezension zu „Die Menschenleserin“: Ingo Schulze
12. Rezension zu „Kirschblüten – Hanami“: Peter Handke
13. Rezension zu „Amsterdam“: Ildiko von Kürthy
14. Rezension zu „Rubinrot“: Ildiko von Kürthy
15. Rezension zu „Der Jane Austen Club“: Thomas Bernhard
16. Rezension zu „Eine wie Alaska“: Ingeborg Bachmann
17. Rezension zu „Der Geschmack von Apfelkernen“: Johann Wolfgang von Goethe
18. Rezension zu „Elfenseele – Hinter dem Augenblick“: Heinrich Böll
19. Rezension zu „Drei Engel für Armand“: Charlotte Roche
20. Rezension zu „Das starke Geschlecht“: Ingo Schulze
21. Rezension zu „Göttin in Gummistiefeln“: Thomas Bernhard
22. Rezension zu „Seerosensommer“: Ingo Schulze
23. Rezension zu „Der Tod wohnt nebenann“: Ingo Schulze
24. Rezension zu „100 Arten eine Mango zu essen“: Sigmund Freud
25. Rezension zu „Heaven – Stadt der Feen“: Peter Handke
26. Rezension zu „Erebos“: Ingo Schulze
27. Rezension zu „Wie erobert man einen Duke?“: Franziska zu Reventlow
28. Rezension zu „Die Entdeckung des Hugo Cabret“: Hugo von Hofmannsthal
29. Rezension zu „Die geheime Sammlung“: Peter Handke
30. Rezension zu „Macbeth“: Sigmund Freud
31. Rezension zu „Feder im Sturm“: Friederike Mayröcker
32. Rezension zu „Mr. Alis Hochzeitsagentur für hoffnungslose Fälle“: Sigmund Freud
33. Dies & Das 6: Ingo Schulze
34. Dies & Das 5: Ildiko von Kürthy
35. Dies & Das 4: Friederike Mayröcker
36. Dies & Das 3: Alexa Henning von Lange
37. Dies & Das 2: Ingo Schulze
38. Dies & Das 1: Ingo Schulze
39. Warum rezensiere ich welches Buch: Ingo Schulze
40. Was für ein Tag: Ildiko von Kürthy
41. Wohnzimmerrenovierung: Georg Klein

Auswertung:
Ingo Schulze: 16
Ildiko von Kürthy: 4
Peter Handke: 4
Thomas Bernhard: 3
Sigmund Freud: 3
Friederike Mayröcker: 2
Hugo von Hofmannsthal: 1
Franziska zu Reventlow: 1
Heinrich Böll: 1
Johann Wolfgang von Goethe: 1
Ingeborg Bachmann: 1
Dietmar Dath: 1
Charlotte Roche: 1
Georg Klein: 1
Alexa Henning von Lange: 1

Damit scheint das Ergebnis

Ingo Schulze


wohl recht gesichert zu sein!

Weil ich von Ingo Schulze noch nichts gelesen habe, habe ich mich schnell bei wikipedia über ihn informiert. In diesem Beitrag werden wurden auch mehrere Rezensenten-Stimmen zitiert, die gar nicht so schlecht klingen – vielleicht sollte ich mir mal ein Buch von dem Autor besorgen, um beurteilen zu können, ob „mein“ Schreibstil mir gefällt. ;)

Und nachdem ich nun einen Teil des Vormittags (nachdem der Besuch heute früh abgereist ist) mit dieser Spielerei verbracht habe, bin ich nun brav und mache mich wieder an die Aufarbeitung meiner liegengebliebenen Verpflichtungen. Immerhin kann ich die nächsten Tage neben der Arbeit auch wieder meine übliche Blogrunde machen – und das ist bei der Ansammlung von ungelesenen Beiträgen in meinem Feed-Reader wirklich nötig!

Freitag, 8. Oktober 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 31)


Wieder gab es am vorhergehenden Freitag gleich drei Kapitel für euch: In Kapitel 28 wurde Agnes Vater beerdigt und ihr mitgeteilt, dass Papa sein Vermögen Ivan dem Schrecklichen vererbt hat. Außerdem hat sich Joanna mit Tom zum Braten- und Kuchenessen verabredet (Kapitel 29), während ihre Sekretärin Mary verzweifelt, weil ihr Sohn Paul ihrer Meinung nach auf die schiefe Bahn gerät. Um zu zeigen, wie das mit Paul noch enden wird, gab es dann noch in Kapitel 30 eine Zusammenfassung von Jackie Byrnes Lebenslauf.


Perspektivwechsel: Kapitel 31 wird aus der Sicht von Agnes und Harry erzählt

Agnes und Harry sitzen in Harrys Auto im Phoenix Park (der angeblich „größten Stadtparkanlage Europas“ – solche Informationen weiß die Autorin ja immer geschickt in ihre Geschichte einzubauen) und … äh … kuscheln. Nach dem Kuscheln reden die beiden ein wenig über ihre Situation. Agnes ist immer noch sauer, weil Ivan nun das ganze Geld hat, Harry macht sich Gedanken, dass er Agnes in Zukunft nicht standesgemäß durchfüttern kann und beide freuen sich auf Australien und das gemeinsame Baby.

Ein Rascheln lässt die beide Turteltäubchen aufschrecken, doch Harry ist sich dann sicher, dass es bestimmt nur ein Eichhörnchen war. Agnes erzählt noch, dass sie für das neue Autochen (Geburtstagsgeschenk von Papa, wir erinnern uns an ihren tollen Plan) nur den halben Neupreis bekommen hat, aber den immerhin in bar!

Und da Agnes darüber redet, dass Harry bald wegen dem Kind mit dem Rauchen aufhören muss, wirft ihr Liebster auf der Stelle seine angerauchte Zigarette aus dem Auto.

Außerdem macht sich Agnes ein bisschen Sorgen darüber, dass Ivan noch vor ihrer Flucht von ihrer Schwangerschaft erfahren könnte, doch Harry zeigt ihr stolz die umgebuchten Flugtickets und versichert ihr, dass es bald losgeht. Und auch für Maura ist gut gesorgt, hat sie doch das Haus und die Lebensversicherung überschrieben bekommen. Das erleichtert Agnes sehr, denn schließlich will sie nicht, dass Maura schlecht von ihr denkt … *hüstel*

Die beiden planen noch etwas ihre Zukunft – zum Beispiel die vielen vielen Geschwisterchen, die ihr Baby noch bekommen könnte, als ein Auto in der Nähe hält und die Scheinwerfer ausmacht. Daraufhin rückt Agnes mit neuen Informationen raus:


„Ich habe Angst“, sagte Agnes plötzlich. „Es würde mich nicht überraschen, wenn Ivan einen Spion hinter mir hergeschickt hätte. Er hat mir befohlen, mich nicht mehr mit dir zu treffen.“

Harry ist natürlich überrascht, dass Ivan der Schreckliche überhaupt über die Affäre Bescheid weiß. Und so muss Agnes noch etwas mehr zu dem Thema sagen:


„Ich wollte dich nicht noch mehr belasten, aber Ivan entgeht nur selten was. Er hat mir befohlen, mich von dir fernzuhalten. Ich vermute, dass er Paddy Byrne, seinen grässlichen Lakaien, auf mich angesetzt hat. Wobei es ihm nicht um mich geht. Ivan sorgt sich nur um seinen Ruf. Niemand darf wissen, dass ich ihm Hörner aufgesetzt habe. Er genießt es, dass man ihn für einen echten Hengst hält. Ich weiß, dass er eine Geliebte hat. Eine auf jeden Fall.“

Nun muss Harry gestehen, dass er das nicht nur mit Sicherheit weiß, sondern auch, dass diese Geliebte seine Schwägerin Colette ist. Er war bislang nur nicht damit rausgerückt, weil er fürchtete, dass Agnes ihn hassen könnte, wenn sie wüsste, dass er Colette wirklich mag.

Ach, ist es nicht schön, wenn eine Beziehung auf Vertrauen basiert und man seinem Partner alles sagen kann?

Aber nun weiter mit dieser spannenden Geschichte:

Harry erzählt Agnes noch ein paar Details über Colette, die dazu führen, dass die Frau wirklich Mitleid mit der Geliebten ihres Mannes bekommt:
- Colette ist erst neunzehn.
- Sie lief als Kind aus dem strengkatholischen Elternhaus davon und trieb sich auf der Straße rum.
- Sie hält Ivan für einen tollen Mann (und ist von seinem Reichtum, der ja eigentlich Agnes gehört, geblendet).
- Sie hat Ivan mehrfach gebeten seine Frau zu verlassen.
- Sie war schwanger von Ivan und bekommt gerade in England ohne Ivans Wissen sein Kind.
- Maura hält ihrer Schwester dabei das Händchen.
- Colette will das Kind dann zur Adoption freigeben.

Harry macht sich Sorgen um Colette, weil sie so naiv ist, auch wenn Maura sich um ihre Schwester kümmern wird. Und er fühlt sich nicht gut dabei, dass er die Gewerkschaft im Stich lässt, aber das ist eben die einzige Möglichkeit glücklich zu werden … Äh, also die Flucht mit Agnes, ohne jemanden vorzuwarnen, nicht das Verlassen der Gewerkschaft! ;)

Agnes macht sich immer noch Gedanken, weil in dem Auto in der Nähe so gar keine Aktivitäten zu sehen sind und da es schon spät ist, bringt Harry sie zu ihrem eigenen Wagen und sie verabschieden sich küsschenwerfend und voller Hoffnung für die Zukunft.

Montag, 4. Oktober 2010

Eine Winterkatze im Herbst-Stress

Ich fürchte, die nächsten Tage wird es hier etwas ruhig zugehen, denn ich bin ein bisschen im Stress. Morgen kommt Besuch und bei der Gelegenheit habe ich schon mal mit meinem Herbstputz angefangen. Außerdem habe ich in den letzten Wochen ein paar Verpflichtungen nicht auf die Reihe bekommen, die ich (nach dem Besuch) dringend nachholen muss – und der Garten will auch noch etwas gepflegt werden, bevor es in die Winterpause geht. Drückt mir die Daumen, dass ich es zumindest auf die Reihe bekomme ein paar Zwiebeln zu setzen, damit es im Frühling auf den Beeten blüht!

Seit letzten Freitag (erst gab es PC-Probleme, dann hatte am Wochenende mein Mann Geburtstag) habe ich übrigens auch keine Blogrunde mehr machen können und ich fürchte, ihr werdet auch noch den Rest der Woche auf Kommentare von mir verzichten müssen – ebenso wie auf Blogbeiträge. Dafür habe ich aber schon vor einiger Zeit „Kapitelweise“ vorgearbeitet und dafür gesorgt, dass ihr immerhin damit in dieser Woche pünktlich versorgt werdet.

Nebenbei habe ich in den letzten Tagen immerhin endlich die Stoffe für meinen nächsten Quilt gewaschen und gebügelt – ich muss mir unbedingt merken, dass das ganz hervorragend geht, wenn der Stoff die Nacht über auf dem Balkon war und noch morgenfeucht ist. Und bei meiner Herbstputz- und Aufräumaktion habe ich es sogar endlich geschafft die Fenster von den letzten Aufklebern zu befreien, die die Vormietertochter hinterlassen hat. Dafür war aber dann doch die Anschaffung eines extra Schabers nötig. *seufz* Logan scheint übrigens auch kaum noch aus der Putzstimmung herauszufinden. ;)


Außerdem habe ich endlich die (vermutlich) letzte Runde mit Frühchensachen auf den Weg geschickt. Ich finde es zwar schön, dass ich mit dem Stricken für Frühgeborene noch etwas sinnvolles aus meinen Wollresten machen kann, aber der Ton, der in letzter Zeit in der Organisation (irgendwie muckt der Link bei mir, dabei habe ich die Adresse so kopiert - ich hoffe, es klappt bei euch) herrscht, sagt mir nicht mehr so zu. Wenn einer meiner Blogleser eine andere gemeinnützige Organisation weiß, die irgendwas kleines Gestricktes aus Wollresten gebrauchen kann, dann sagt mir doch Bescheid! :)

Auf jeden Fall konnte ich am Samstagmorgen 14 Babydecken, 53 Mützen, 32 Paar Söckchen, 1 Stirnband (ich gebe zu, die machen mir keinen Spaß) und 8 Regenwürmer („Socken“ ohne Ferse) auf den Weg schicken.


So, und nun drückt mir die Daumen, dass ich nach den Tagen mit dem lieben Besuch meine Verpflichtungen schnell auf die Reihe bekommen, damit ich schnell wieder Luft für den Blog habe! Schließlich will ich noch ein paar Rezensionen (zum Beispiel zu „Hexenheide“) mit euch teilen, euch von dem tollen Überraschungspäckchen von Katrin von den BuchSaiten erzählen (das von mir schon ausgiebig genutzt wird) und wieder in Ruhe eure Blogs angucken und kommentieren.

Oh, da fällt mir ein: Auch wenn ich im Stress bin, so habe ich den PC doch jeden Tag an, also habt keine Angst, dass mir eure Kommentare entgehen. Die landen prompt bei mir im Emailfach – und so werde ich auch weiter so zeitnah wie möglich darauf reagieren! Und nun geht es für mich weiter mit dem Abarbeiten meiner endloslangen Liste und der Vorfreude auf den morgen eintreffenden Besuch!

Freitag, 1. Oktober 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 28, 29+30)


Letzten Freitag gab es gleich drei Kapitel: In Kapitel 25 mussten Agnes und Harry ihre Flucht nach Australien um eine Woche verschieben, da Agnes Vater einen Herzinfarkt hatte. Währenddessen bekam Joanna in Kapitel 26 ein paar (für sie) neue Informationen über Harry mitgeteilt und in Kapitel 27 haben wir den ehemaligen Polizisten Jim McHale kennengelernt, der für Orla (die wiederum in Joannas Auftrag angerufen hatte) nun ein paar Sachen herausfinden soll.

Perspektivwechsel: Kapitel 28 wird aus der Sicht von Bill und Agnes erzählt

(Ich glaube ja, dass die Autorin diese Szene nur deshalb aus Bills Perspektive erzählt, damit der bislang doch etwas farblose Mann von Catherine auch mal ein paar Zeilen Erwähnung bekommt.)

Agnes klammert sich an Catherine und erzählt ihr schluchzend, wie sehr sie ihren Vater vermisst. Denn auch wenn er ein strenger Mann war, so konnte er doch überaus großzügig sein. Während Ivan der Schreckliche sich auf der anderen Seite an Agnes hängt, können wir Bills Gedankengänge verfolgen, der hinter der Dreiergruppe herwandert.

Sie sind auf dem Weg zur Beerdigung von Agnes Vater, der wohl an seinem Herzinfarkt gestorben ist. Obwohl Bill es ärgerlich findet, dass Agnes und Harry ihre Auswanderung aufschieben mussten, freut er sich darüber, dass Agnes nun eine reiche Erbin ist. Das dürfte ihr die Flucht vor ihrem Mann sehr erleichtern. So fällt es Bill schwer auf der Trauerfeier nicht die ganze Zeit fröhlich vor sich hinzugrinsen.

Kleiner Zeitsprung zu irgendeinem Moment nach der Beerdigung – wir befinden uns bei der Testamentseröffnung von Phelim Cashen (Agnes Papa – ich glaube nicht, dass ich den Namen schon erwähnt hatte, oder?):

Zu ihrem großen Entsetzen muss Agnes feststellen, dass ihr ach so großzügiger Vater nicht nur seine Firma, sondern auch sein gesamtes Vermögen Ivan dem Schrecklichen vermacht hat. So ist Agnes für den Rest ihres Lebens finanziell von ihrem ungeliebten Ehemann abhängig. Der entzückende Kerl hat dazu natürlich auch noch etwas zu sagen:


„Von nun an wirst du tun, was ich dir sage, du Nutte! Und glaub’ ja nicht, dass ich über Harry Sweeney nicht Bescheid weiß. Wenn mir zu Ohren kommen sollte, dass du dich weiterhin mit diesem Bastard triffst, setze ich dich ohne einen Penny vor die Tür.“

Nun, ich würde ja an Agnes Stelle spätestens jetzt die Koffer packen und mir ein kuscheliges Hotelzimmer suchen, aber bislang hat sie sich ja nicht gerade durch gesunden Menschenverstand ausgezeichnet. So tröstet sie sich auch nur mit dem Gedanken, dass sie ja bald mit Harry auf dem Weg nach Australien sein wird.

Kapitel 29

Dieses Kapitel beginnt mal wieder mit einem Telefonanruf!

Jo ruft Tom an, um zu fragen, ob seine Mutter Agnes irgendetwas mit Katzen zu tun hatte, ob sie sich seit "Binkie" noch eine angeschafft hatte oder gar Porzellankatzen sammelte. Sie muss ja auf Nummer Sicher gehen, es kann natürlich nicht sein, dass Agnes ihrer Freundin „Cats“ irgendwas anvertraut hat … Neee, kann nicht sein! *argh*

Immerhin ergibt sich so für Tom die Gelegenheit mal nachzufragen, ob Joanne denn nun mal Zeit für ihn bzw. die Papiere im Arbeitszimmer seines Vaters hat. Und siehe da, die gute Jo hat die ganze Woche zur Verfügung und so verabreden sie sich doch endlich mal für den Montag.

Tom will einen Braten machen …

… und Jo wünscht sich von ihm seinen Banoffee Pie aus „Biskuit, Sahne und Bananencreme“ zum Nachtisch.

(Etwas Recherche im Internet zeigt mir, dass das ein schottischer Kuchen ist, für den man aus Keksbröseln mit Butter einen Boden macht, diesen dann mit Bananenscheiben belegt und darauf eine Toffeemasse gießt, die man aus gezuckerter Kondensmilch hergestellt hat – nach der ist mein Mann ganz verrückt, seitdem er das in Irland gemacht bekommen hat – und das Ganze krönt man mit geschlagener Sahne und Kakaopulver oder Schokoraspeln.)


Nach diesem Telefonat hing Joanna erst einmal ihren Träumereien nach. Sie würde ihr grünes Kleid anziehen, in dem sie sich so super fühlte. Vielleicht, so dachte sie sehnsüchtig, würde Toms Hand ja über den glatten Stoff streicheln. Oh, wie sehr sie sich wünschte, diese aufregenden Lippen zu küssen …

An diesem Punkt beschließt Jo, dass es Zeit ist Mary von den neuen Entwicklungen in ihrem Liebesleben zu berichten. Doch die sitzt gerade tränenüberströmt über ihrer Tastatur, denn:

- Mary hat ihren Sohn Paul seit der Scheidung nicht mehr im Griff.
- Paul hat einem Nachbarn den Lack vom Wagen zerkratzt.
- Der Nachbar hat die Polizei gerufen.
- Daraufhin hat ein Sergeant Mary angerufen und gedroht, dass Paul bestimmt demnächst im Erziehungsheim landen wird.

Daraufhin ruft Jo – so in ihrer Rolle als supertolle Rechtsanwältin – bei dem Sergeant an:

- Jupp, Paul hat einen fetten Kratzer gemacht.
- Absichtlich und deshalb ist das eine Straftat.
- Nö, der Nachbar wird keine Anzeige erstatten, das hat ihm der Sergeant ausgeredet ...
– ... zumindest, wenn Mary für den Schaden blecht.
- Aber mit dem Jungen wird es schlimm enden!

Mary ist immer noch beunruhig, schließlich ist der Junge schon dreizehn und lässt sich seit der Scheidung nicht mehr bändigen. Mit seiner Schwester Emma gibt es übrigens keine Probleme.

Jo beschließt spontan, dass sie 1. den Samstag mit Mary und den Kindern verbringen wird – geplant sind Kino und Essengehen und 2. dass Mary doch jetzt schon nach Hause gehen darf. Dafür wird Joanna dann auch eben noch die Briefe frankieren, die Mary nicht mehr fertig bekommen hat. Nun, ich glaube, das bekommt sogar unsere Staranwältin hin …

Und damit die heutige „Kapitelweise“-Runde nicht so lahm endet, präsentiere ich euch noch Jackie Byrne! :D

Perspektivwechsel: Kapitel 30 wird aus der Sicht von Jackie Byrne erzählt

Wer sich nicht mehr erinnern sollte, dem helfe ich gern auf die Sprünge: Jackie Byrne ist Doc Garys böser Nachbar. Derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass der Doc nun um das Leben seines alten Boxers Brucie bangen muss.

Jackie ist gerade mit einem superteuren Luxuswagen auf die Fähre nach England gefahren. Das Auto soll er in ein Versteck in Ostlondon bringen, wo es neue Papiere und Nummernschilder bekommen soll – und Jackie malt sich schon das dicke Scheinchenpaket aus, das ihm dieser Auftragsklau einbringen soll.

Im Schnelldurchgang berichtet uns nun Linda Kavanagh von Jackies bisherigen Leben:

- Aufgewachsen in einer Hochhaussiedlung in Ballymun.
- Seine Mutter hatte sich vor seinen Augen vom Dach eines der Hochhäuser gestürzt.
- Daddy hat für Ivan Kilmartin gearbeitet (na, was für ein Zufall aber auch).
- Daddy hieß Paddy und hat für Ivan den Schrecklichen das erledigt, was nicht ins Licht der Öffentlichkeit gelangen sollte.
- Deshalb zogen Jackie und Paddy dann auch bald in ein kleines Häuschen in den Süden von Dublin, damit sie immer schnell bei Ivan sein konnten.
- Paddy hat Jackie mit in seine Arbeit einbezogen, auch wenn der Junge nicht so hartgesotten war, wie Daddy sich das gewünscht hätte.
- Mit 17 hat der Junge als Fahrer an einem Raubüberfall teilgenommen, mit 18 mit Drogen gehandelt und als Teenager bei einem Mordprozess aussagen müssen. Der Angeklagte war natürlich unschuldig und Jackie hatte Angst, dass der Richter bei Jackies Vorstrafen misstrauisch werden würde, aber Daddy hat dafür gesorgt, dass es gar nicht erst so weit kam.
- Daddy ist inzwischen tot, Jackie glücklich darüber – und das Leben könnte so toll sein, wenn er nicht mit Ellen verheiratet wäre.
- Früher war er verrückt nach ihr und Daddy wollte auch, dass er sie heiratet und Ivan Kilmartin hat dem Paar zur Hochzeit ein Häuschen geschenkt.
- Vor allem ist Jackie sauer, dass Ellen keine Kinder bekommen konnte, da sie sich von einem ihrer früheren Freier etwas eingefangen hatte. Das hat er natürlich erst nach der Hochzeit erfahren.
- Deshalb zeigt er seine Frau regelmäßig, wer in ihrer Ehe zu bestimmen hat. Allerdings war die Sache mit dem Biss etwas doof gelaufen. Er hätte sie nie zum Arzt gehen lassen dürfen, nachdem er sie verletzt hatte, aber sie hat so geblutet – und nun kommt es vielleicht zu einem Prozess, dabei will er doch keinen Kontakt zu den Behörden haben.

Jackie schubst auf der Fähre noch einen alten Mann aus dem Weg, beschließt, dass man alle Kinder dort gleich im Meer ertränken sollte und sinniert noch ein bisschen über seine kriminelle Laufbahn. Am Ende der Fährfahrt überlegt er schon mal, wie er ein „lockeres Vögelchen“ für die Nacht auftreiben kann – am besten eins, bei dem er auch übernachten kann, damit er das Geld dafür auch noch sparen kann.

Hach, ich mag Jackie jetzt schon … und ist es nicht wunderbar, wie subtil die Autorin ihre Fährten auslegt?

Gelesen: Juli, August und September 2010

Hier nun zum ersten Mal "pünktlich" meine Liste mit den gelesenen Büchern der letzten drei Monate. Wer noch einmal einen Blick auf die anderen Listen werfen will, wird hier fündig:

Januar, Februar und März 2010
April, Mai und Juni 2010

Bücher:
  1. Isabel Abedi: Imago
  2. Jussi Adler-Olsen: Erbarmen
  3. Mariëtte Aerts: Hexenheide
  4. Milena Agus: Die Gräfin der Lüfte
  5. Jane Austen: Anne Elliot oder Die Kraft der Überredung
  6. Awista Ayub: Kick it in Kabul
  7. Mary Balogh: Nacht der Verzückung
  8. Mary Balogh: Dir darf ich nicht gehören
  9. Alan Bennett: Così fan tutte
  10. Elizabeth Boyle: Betörendes Spiel der Leidenschaft
  11. Alan Bradley: Flavia de Luce – Mord ist kein Kinderspiel
  12. Truman Capote: Frühstück bei Tiffany
  13. Timothy Carter: Böser Engel
  14. Raymond Chandler: Die simple Kunst des Mordes
  15. Raymond Chandler: Notizbücher
  16. Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten (Dr. Siri 1)
  17. Bruce Coville: Die Schlacht am Weltenbaum (Die Einhorn-Chroniken 3)
  18. Deborah Crombie: Wenn die Wahrheit stirbt
  19. Thomas Degering: Raymond Chandler
  20. Agnes Desarthe: Mein hungriges Herz
  21. Chris D'Lacey: Feuerträne
  22. Karen Joy Fowler: Der Jane Austen Club
  23. Franziska Gehm: Die Vampirschwestern 7 – Der Meister des Drakung-Fu
  24. Rachel Hawkins: Hex Hall 1 – Wilder Zauber
  25. Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung
  26. Elizabeth Hoyt: Die Schöne mit der Maske
  27. Andrea Israel und Nancy Garfinkel: Johannisbeersommer
  28. Lorelei James: Long Hard Ride (Rought Riders 1)
  29. Jackie Kessler & Caitlin Kittredge: Schatten und Licht – Das Ikarus Projekt
  30. Rudyard Kipling: Das Dschungelbuch
  31. Victoria Laurie: M. J. Holliday: Geisterjägerin 1 – Rendezvous um Mitternacht
  32. Kristian Lutze: Mein Freund Marlowe – Das einsame Leben des Raymond Chandler
  33. Francisco Gonzales Ledesma: Der Tod wohnt nebenan
  34. Frank MacShane: Raymond Chandler
  35. Kai Meyer: Arkadien erwacht
  36. Julia Quinn: Ein hinreißend verruchter Gentleman (Bridgerton 6)
  37. Julia Quinn: Verführt von einer Lady
  38. Maria Daniela Raineri: Ti amo heißt Ich liebe dich
  39. Lynsay Sands: Ein Vampir und Gentleman (Die Argeneau-Vampire 7)
  40. Sam Savage: Firmin – Ein Rattenleben
  41. Peter Schwindt: Morland 2 – Die Blume des Bösen
  42. William Shakespeare: Macbeth
  43. Polly Shulman: Die geheime Sammlung
  44. Helle Stangerup: Der Brautmaler
  45. Jeff Stone: Schattenfechter
  46. Jeff Stone: Schlangenkrieger
  47. Vanessa Walder: Die Wundernacht des Elfenkönigs
  48. Valerie Wilson Wesley: Remember Celia Jones
  49. Cornell Woolrich: Der schwarze Engel


Comic und Manga

- Aishiteruze Baby 6+7 (Manga)
- An deiner Seite 3 (Manga)
- Between the worlds 1-3 (Manga)
- Detektiv Conan 67 (Manga)
- Paradox 3 (Manga)
- Shugo Chara! 6 (Manga)
- Spiral – Gefährliche Wahrheit 7 (Manga)
- Taranta Ranta 1+2 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

- John Sinclair 47-50 (4 CDs)
- Jane Austen: Verstand und Gefühl (11 CDs)
- Robert Jordan: Das Rad der Zeit 1- Drohende Schatten (14:55 Stunden)
- S. E. Phillips: Aus Versehen verliebt (5 CDs)
- Otfried Preußler: Die kleine Hexe (2 CDs)


Abgebrochenen Bücher führe ich in der Liste nicht auf. Entweder versuche ich mich irgendwann noch einmal daran oder ich verdränge den Titel aus meiner Erinnerung. ;)
Oh, und re-reads sind auch nicht aufgeführt, die habe ich einfach vergessen mit aufzulisten. *g*