Freitag, 31. Dezember 2010

Challenges 2010 - Statistik

Challenges 2010



Biographien: Agatha Christie - Meine gute alte Zeit
Fantasy/Science Fiction: Jenny-Mai Nuyen: Nijura - Das Erbe der Elfenkrone 
Horror: Stephen King - Das Mädchen
Klassiker: Jane Austen - Verstand und Gefühl
Krimis/Thriller: Jeffery Deaver - Die Menschenleserin
Sach-/Fachbücher: Charlotte Trümpler - Agatha Christie und der Orient
Dramen/Lyrik: William Shakespeare - Macbeth
Historische Romane: Ariana Franklin - Die Teufelshaube
Humor/Satire: Robert Asprin und Jody Lynn Nye - Als Dämon brauchst du nie Kredit
Liebesroman: Julia Quinn - Wie erobert man einen Duke?
Kinder- und Jugendbücher: Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 2 - Das Geheimnis des Flüsterers
Romane/Erzählungen: Hans Werner Kettenbach - Das starke Geschlecht

12/12 Genres gelesen und rezensiert




1. Bettina Belitz: Splitterherz
2. Ursula Poznanski: Erebos
3. Kerstin Gier: Saphirblau
4. Laura Whitcomb: Silberlicht
5. Rachel Hawkins: Hex Hall 1- Wilder Zauber
6. K. L. Going: Voll daneben
7. Jackson Pearce: Drei Wünsche hast du frei

7/15 Büchern gelesen, 5 rezensiert






Weltreise vom 01.07.2010 bis 31.12.2010
5 Bücher = 5 Länder

Frankreich
"Das Paris-Kochbuch" von Danyel Couet

Italien
"Camorrista" von Giampaolo Simi

Spanien
"Der Tod wohnt nebenan" von Francisco González Ledesma

China
"Gerettet Worte" von Xinran

Indien
"Der Ruf der Ferne" von Emma Smith

1/5 Büchern gelesen und rezensiert


RegenbogenLesen 2010 von Katrin und Nina

Regenbogen Nr. 1:
rot: Alan Bennett - Die souveräne Leserin
orange: Nora Roberts - Morgenlied
gelb: Nora Roberts - Nachtflamme
grün: Licia Troisi - Die Schattenkämpferin 1: Das Erbe der Drachen
hellblau: Becky Cochrane - A Coventry Wedding
dunkelblau: Jeffery Deaver - Die Menschenleserin
violett: Nora Roberts - Abendstern



Regenbogen Nr. 2:
rot: Julia Quinn - Wie verführt man einen Lord?
orange: Fortunato - Der Kreis der Magier
gelb: Jennifer Fallon - Kind der Magie
grün: Jenny-Mai Nuyen - Nijura - Das Erbe der Elfenkrone
hellblau: Kerstin Gier - Saphirblau
dunkelblau: Julia Quinn - Wie bezaubert man einen Viscount?
violett: Julia Quinn - Penelopes pikantes Geheimnis


rot: Lisa Kleypas - Roulette des Herzens
orange: Jeff Stone - Schattenfechter
gelb: Franziska Gehm - Der Meister des Drakung-Fu
grün: Thomas Finn - Die Wächter von Astaria 2: Die flüsternde Stadt
hellblau: Julia Quinn - In Liebe, Ihre Eloise
dunkelblau: Kai Meyer - Die Sturmkönige 1: Dschinnland
violett: Thomas Finn - Die Wächter von Astaria 1: Der letzte Paladin


3 Regenbögen vervollständigt, dann aufgehört nach Coverfarben zu gucken




SuB-Losverfahren #3: Horst Eckert - Königsallee
SuB-Losverfahren #3 (1/2): Chris Ewan - Amsterdam

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 57, 58 und 59)

Zu Weihnachten gab es einen Besuch von Catherine im Gefängnis, wo ihr Harry versicherte, dass seine Agnes sich auf jeden Fall weiterhin gut mit Ivan dem Schrecklichen stellen sollte, damit ihrem Kind nichts passiert. Außerdem langweilte sich die verführerische Sasha mit dem dicken Hintern bei der Arbeit und Joanna wurde von Mary zu etwas mehr Arbeitseifer ermahnt.

Perspektivwechsel: Kapitel 57 wird aus der Sicht von Doc Gary erzählt

Der Doc hat gerade erst seine Nachbarin Ellen aus dem Krankenhaus abgeholt. Glücklicherweise behält Ellen keine äußerlichen Spuren der letzten Misshandlung ihres Mannes zurück, auch wenn sie seelisch noch etwas angeschlagen ist. Dafür hat sie sich bereiterkärt, ihren Mann Jackie zu verlassen. Dieser ist auch schon von der englischen Polizei wegen der Körperverletzung an seiner Frau verhaftet worden – und dabei fiel den Ordnungshütern gleich auch noch ein gestohlenes Auto in die Hände. Wenn Ellen in beiden Fällen gegen Jackie aussagt, dann dürfte dieser für einige Zeit im Knast verschwinden. Währenddessen hat sich Ellen im Krankenhaus zur beliebtesten Patientin entwickelt und ganz viel Besuch von ihren Arbeitskollegen bekommen …

Und da Ellen keine besonders große Lust hat, ihr trautes Heim zu betreten, lässt sie sich von Doc Gary noch auf einen Tee einladen. In Zukunft will sie erst einmal im Frauenhaus wohnen, wo man ihr helfen wird, ein neues Leben zu beginnen – und sowieso hat sie auf einmal so viele Freunde, die ihr helfen werden, dass sie so gar keine Angst vor der Zukunft mehr zu haben braucht. Und Gary bietet ihr sogar an, seine Anwältin wegen der Scheidung und den Vermögensregelungen zu fragen, denn alles Geld in ihrem Besitz gehört ja eigentlich ihrem Mann – und ist mit illegalen Tätigkeiten verdient worden.

Bei einem heißen Tässchen erzählt Ellen Gary auch noch davon, wie sie Jackie damals kennengelernt hat. Ihre beste Freundin war ermordet worden, sie hatte schon eine Weile auf dem Strich gearbeitet und dann kam Jackie an und hat sie um ihre Hand gebeten. Doch schon kurz nach der Hochzeit hat er angefangen, sie zu schlagen, und behauptet, dass sein Vater ihn dafür bezahlt hätte, dass er Ellen heiratet.

Der Papa wäre ja auch schlimmer Finger gewesen und hätte für den großen Ivan Kilmartin gearbeitet, der Schuld an dem Tod von Colette Devane gewesen ist. An diesem Punkt horcht Gary auf, denn Joanna hatte ihm ja gerade vor Kurzem erst von ihren Nachforschungen in diesem Fall berichtet (ich lasse jetzt lieber nicht noch einmal das Wort „Schweigepflicht“ fallen) – und obwohl Ellen keine Ahnung hat, warum jemand etwas über einen Fall wissen möchte, der schon 35 Jahre alt ist, verspricht sie ihm, dass sie Joanna gegenüber alles erzählen will, was sie über die Sache weiß.


Perspektivwechsel: Kapitel 58 wird aus der Sicht von Catherine Brennan, Agnes Kilmartin, Paddy Byrne und Ivan Kilmartin erzählt

Agnes hat Catherine angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie nun zur Polizei gehen wird, um Harry ein Alibi zu geben. Während Cats befürchtet, dass Ivan Agnes was antun könnte, ist Agnes davon überzeugt, dass alles gut ausgehen könnte, wenn sie gleich nach ihrer Aussage – natürlich mit Harry zusammen – einen Flug nach Australien nimmt. Sie würde nicht einmal zurück nach Hause fahren, um ihre Sachen zu packen. Und Catherine soll doch bitte Agnes' Auto verkaufen, denn das Geld werden die Turteltäubchen brauchen ...

Kurz darauf erhält Ivan einen Anruf von Paddy. Paddy hatte Agnes bespitzelt und deshalb auch ihr Gespräch mit Catherine gehört. Er informiert Ivan darüber, dass seine Frau gerade auf dem Weg zur Polizei ist, um Harry Sweeney ein Alibi für die Mordnacht zu geben. Während Ivan in Panik verfällt, verspricht Paddy, dass er sich schon um das Ganze kümmern wird.

So ruft Paddy sein Söhnchen Jackie an und wirft ihn damit aus dem Bett. Jackie soll sich sofort in seinen Wagen werfen und Agnes in einen Unfall verwickeln. Wenn ihm das gelingt, dann kauft ihm Ivan auch bestimmt einen neuen Wagen …

Als Agnes zu sich kommt, erinnert sie sich vage an einen Unfall mit dem Auto, an einen jungen Mann, der sich entschuldigt, und an Ivan, der bei der Unfallstelle auftaucht. Während sie noch versucht, ihr bisschen Verstand zusammenzureißen, hört sie, dass Ivan dem jungen Mann ein neues Auto verspricht, obwohl er doch den Unfall verursacht hat. Kurz darauf ist Agnes auch schon mit einer Krankenschwester versorgt worden, die einen Haufen Beruhigungsmittel bei der Hand hat. Doch noch ist sich Agnes sicher, dass sie sich am nächsten Morgen ganz früh aus dem Haus schleichen könnte, um ihren Harry zu retten!

Während Agnes noch Hoffnung auf ein glückliches Leben an Harrys Seite hat, beauftrag Ivan der Schreckliche Paddy damit, erneut eine Lösung zu finden. Dieser hat auch schon die passende Idee, schließlich schulden ihm einige Aufseher des Mountjoy-Gefängnisses noch einen Gefallen und Ivan ist bereit, einige Tausender springen zu lassen. Außerdem müsste dann keiner mehr befürchten, dass der Schwächling Jackie im Zeugenstand einbricht, wenn er aussagen müsste, dass er Harry und Colette zusammen gesehen hat.


Perspektivwechsel: Kapitel 59 wird aus der Sicht von Jim McHale erzählt

Jim McHale grübelt über sein Leben nach. Nach dem Tod seiner Frau hatte er alle Hoffnungen auf eine glückliche Beziehung begraben und nun fühlt er sich doch wieder zu jemandem hingezogen. Mary ist wunderschön und lieb und großartig und … Jim mag auch ihre Kinder, aber er hat Angst, dass sie zwar Freunde werden könnten, sie in ihm aber eher einen Handwerker und Vaterersatz sehen würde. Außerdem ist da noch seine Tochter, die ihm vielleicht nicht verzeihen kann, dass er nach dem Tod ihrer Mutter wieder eine Frau findet …

Bei all dem Gegrübel bekommt er Sehnsucht nach Mary, doch ans Telefon bekommt er nur ihren Sohn Paul. Das ist aber kein Problem, denn die beiden unterhalten sich noch etwas über das Spiel, das sie am Wochenende angucken wollen. Danach überlegt sich Jim, dass er doch mal Orla anrufen könnte, die ja immer noch Informationen über Harry Sweeney suchen würde.

Und da einer seiner ehemaligen Kollegen an diesem Fall gearbeitet hat und dessen Bruder Aufseher in Mountjoy war, hat Jim doch noch einiges über die damaligen Vorgänge erfahren. Denn der Gefängniswärter war damals der Meinung, dass Harry ein supernetter Mensch sei, den Mord nicht begangen habe – und er war sich sicher, dass Harrys Selbstmord gar keiner war.

Und mit diesem "Knaller" wünsche ich euch heute Abend einen guten Rutsch ins neue Jahr! ;)

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Challenges 2010

Dieses Jahr habe ich nur an wenigen Challenges vorbeigehen können, allerdings lief es mit einigen davon auch nicht so gut. Eine Übersicht gibt es auf der "Challenges"-Seite.

Die "Ich bilde mich weiter"-Challenge von Holly habe ich abgeschlossen, und hätte sie auch schon viel früher beenden können, wenn ich mich zum Schreiben der Rezensionen hätte aufraffen können. So habe ich heute Mittag endlich den letzten Text dafür geschrieben.

Wie erwartet hat es mit der "YA-Books-Challenge" von Kari bei mir nicht geklappt. Ich habe nur recht wenige Titel in die Finger bekommen, die 2010 erschienen sind – und hatte keine Lust massenhaft englische Neuerscheinungen dafür zu kaufen. Karis Kriterien bezüglich der YA-Einstufung sorgten dann auch noch dafür, dass ich sie ständig fragte, ob ein Buch überhaupt für die Challenge in Frage kommen würde. Das Nachfragen und die wenigen reizvollen Titel nahmen mir ein wenig die Lust– und somit habe ich auch keinen Endspurt eingelegt, um die Challenge noch zu schaffen. Letztendlich habe ich die letzten Bücher dafür nicht einmal mehr rezensiert … Fazit für diese Challenge: 7/15 Büchern gelesen, 5 davon rezensiert.

Auf Natiras "Weltreise" bin ich aufgesprungen, weil ich spontan fünf passende Bücher dafür im SuB fand, die ich mal lesen sollte. Aber dann stellte sich heraus, dass die Bücher nicht ohne Grund auf dem SuB lagen, denn ich hatte viel mehr Lust auf andere Titel. Somit bleibt es bei einem von fünf geforderten Büchern.

Keine Challenge war das "RegenbogenLesen" von Katrin und Nina – und obwohl mein Regal immer so ausschaut, als ob es nur aus dunkelblauen, schwarzen und weißen Bücher besteht, habe ich doch (auch dank diverser Liebesromane) drei Regenbogen zusammenbekommen. Danach habe ich das Gucken nach den Farben etwas aus den Augen verloren.

Nicht auf 2010 beschränkt ist Karis "SuB-Losverfahren" von dem ich hoffe, dass sie es im nächsten Jahr wieder aufnehmen wird, denn das bringt mir wirklich etwas für den SuB-Abbau und Spaß macht es auch.

Oh, und Pläne für 2011 habe ich natürlich auch schon wieder, obwohl ich mir doch ganz sicher war, dass mir ein challengefreies Jahr mal gut tun würde. Mehr dazu gibt es dann im Januar. ;)

Jane Austen: Verstand und Gefühl

Ausnahmsweise gibt es hier mal den Klappentext der CD-Box und keine eigene Inhaltsangabe zu der Geschichte: Elinor und Marianne Dashwood sind so verschieden, wie zwei Schwestern nur sein könnten: Während die eine diszipliniert und vernünftig ist, handelt die andere emotional und impulsiv. Dennoch verbindet die beiden das scheinbar ausweglose Schicksal, sich im England des achtzehnten Jahrhunderts den gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen und auf die große Liebe verzichten zu müssen …

Ich habe in diesem Jahr so viele Sachen von Jane Austen gelesen oder gehört, dass ich doch an der Jane-Austen-Challenge von Sarah hätte teilnehmen können. Bei der Wohnzimmerrenovierung gab es die ungekürzte Lesung von "Verstand und Gefühl", für die ebenfalls von Eva Mattes vorgetragene Version von "Stolz und Vorurteil" habe ich allerdings noch keine Zeit gefunden. Dafür habe ich in diesem Monat "Emma" und "Mansfield Park" gelesen und im Herbst habe ich "Anne Elliot oder Die Kraft der Überredung" genossen. Nach einem kleinen Anstupser von Holly fiel mir auf, dass ich noch keine Rezension für den "Klassiker"-Teil der "Ich bilde mich weiter"-Challenge geschrieben habe – irgendwie hatte ich mit dem Lesen des letzten Buches die Challenge innerlich abgeschlossen.

Doch bei soviel Auswahl habe ich kurzfristig beschlossen nicht über "Mansfield Park" zu schreiben, sondern über "Verstand und Gefühl", denn diese Geschichte klingt immer noch in mir nach. Den Roman hatte ich das erste Mal als Teenager gelesen und als Studentin noch einmal verschlungen – und jedes Mal fühlte ich mich zwiegespalten. Ich mag Elinor und Marianne, ich mag die Geschichte, aber ich hatte lange Zeit ein Problem mit der Grundaussage des Buches.

Denn während Elinor immer brav, geduldig und vernünftig ist und deshalb miterleben muss wie der Mann, den sie liebt, immer unerreichbarer wird, so führt die blinde Verliebtheit von Marianne zu großem Unglück für das Mädchen. Neben Elinors Ängsten um das Glück ihrer Schwester, ihrem stummen Leiden wegen ihrer eigenen unglücklichen Liebe und Mariannes Höchflügen und Depressionen lebt das Buch – wie es sich für einen Austen-Roman gehört – von den wunderbaren Dialogen und Nebenfiguren. So viele wohlmeinende Menschen und soviel Möglichkeiten für Missverständnisse, Lebensweisheiten und Dummheiten.

Ich liebe schon allein den Anfang der Geschichte, wenn die Schwägerin der Dashwood-Mädchen mit ihrem Mann darüber diskutiert, wie weit man die Familie nach dem Tod des Vaters finanziell unterstützen müsste. In diesen wenigen Zeilen gelingt es Jane Austen soviel über ihre Zeit und die Situation der Frauen auszusagen, so treffend die biestige Schwägerin und ihren nachgiebigen Mann darzustellen – und dabei so amüsant zu sein -, dass ich jedes Mal wieder begeistert bin. Je älter ich werde, desto mehr stehe ich übrigens auf der Seite der vernünftigen Elinor. Was ich auch faszinierend finde … ich glaube, es gibt wenige Bücher, bei denen mir so sehr auffällt, dass ich sie bei jedem Lesen wieder mit anderen Augen entdecken kann.

Natürlich ist es schön von der großen Liebe zu träumen und noch schöner wäre es, wenn jede Frau einen Mann heiraten könnte, den sie liebt und für den sie die einzige Frau auf der Welt ist. Aber wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umgucke, dann bin ich immer etwas irritiert von all den Frauen, die keine Augen für die Männer in ihrer Umgebung haben, weil sie auf der Suche nach der großen Liebe sind. Und zu Jane Austens Zeit wäre ein solches Verhalten einfach dumm gewesen. Nur wenige Frauen hatten eigene finanzielle Sicherheit oder gar die Gewissheit, dass die Familie sie für den Rest ihres Lebens versorgen könnte. So war es umgemein wichtig sich an die gesellschaftlichen Regeln zu halten und sich gut zu verheirateten. Und ich glaube, dass einige dieser Vernunftehen gar nicht schlecht waren, solange beide Parteien gewillt waren das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Somit ist Elinors Haltung (auch wenn sie nicht immer ihren eigenen Gefühlen entspricht) nicht nur vernünftig, sondern auch der beste Selbstschutz, den sie finden kann. Wenn man nicht das große Glück erwartet, dann kann man auch in einer nicht so gefühlvollen Ehe vermutlich Zufriedenheit finden. Wenn man aber wie Marianne von der einen großen Liebe träumt, sich seinen Hoffnungen hingibt und sich am Ende mit einem fürsorglichen, aber deutliche älteren Mann abfinden muss, dann ist es wohl schwierig nicht den Rest seines Lebens dem einen hinterherzutrauern, in dem man so verliebt war.

Obwohl Jane Austen meiner Meinung nach verhältnismäßig wenig auf die Männer eingeht, habe ich mich dieses Mal doch gefragt wie für Mariannes Ehemann wohl die Zukunft aussieht. Ob er wirklich damit leben kann, dass seine Frau eigentlich einen anderen Mann liebte? Und ob es ihm gefällt, dass aus dem lebenslustigen und übermütigen Mädchen eine zurückhaltende Frau geworden ist, die ihn aufgrund von Vernunft und Freundschaft geheiratet hat, während er sich – entgegen aller Vernunft – in sie verliebte …

Montag, 27. Dezember 2010

Nach Weihnachten ...

Ich hoffe sehr, ihr habt alle so schöne und stressfreie Tage verbracht wie wir. Wie ich schon in meinem Weihnachts-Post geschrieben hatte, verlief unser Weihnachtsabend sehr gemütlich - und die beiden folgenden Feiertage ebenso. Ich hatte vor Weihnachten sogar im Hinterkopf, dass ich an diesem besonderen Wochenende noch etwas Arbeit am PC erledigen könnte, aber dann kam mir ein Geschenk dazwischen. Oh, und natürlich habe ich nur zu gern auf meinen Mann gehört, der meinte, dass ich mir doch einfach mal ein paar Spielstunden auf dem Sofa gönnen sollte.

So mussten sich all die neugierigen Leser meines Blogs also bis heute gedulden, um zu erfahren, was sich in dem verdächtigen Geschenkestapel verbarg. Oh, und auch wenn es euch vermutlich irritiert: Für mich gab es dieses Jahr nur sehr wenige Bücher! Was vollkommen okay ist, denn ich habe bislang nicht mal die Zeit für die Buchgeschenke gefunden, die ich zum Geburtstag bekommen hatte.

Eins der lustigsten Geschenke gab es von einer Freundin. "Knast-Land-Fluss" ist die "verbrecherische" Variante von "Stadt-Land-Fluss". So muss man auch keine Städtenamen und ähnliches eintragen, sondern "Delikt", "Motiv", "Tatort", "Fluchtwagen" usw. Wem es dann noch gelingt, aus diesen Stichwörtern eine Geschichte zu basteln, der bekommt sogar Extrapunkte. Ich finde, das klingt nach einer großartigen Variante dieses Spiels - und hoffe, dass sich im Februar eine Gelegenheit zum Ausprobieren ergibt, wenn Bibendum zu Besuch kommt. Wer jetzt ebenfalls Interesse an dem Spiel hat, der findet eine Bezugsquelle, wenn er den Link bei "Knast-Land-Fluss" verfolgt.


Die Bücher, die sich in den Amazon-Päckchen verbargen - und die für mich gedacht waren -, sind auf diesem Foto zu sehen:


Der Comic "Shenzhen" ist wieder von Guy Delisle, von dem ich vor einiger Zeit "Pjöngjang" gelesen habe. Mein Weihnachtsgeschenk erzählt von den Erlebnissen des Zeichners bei einer Trickfilm-Produktion in China - und ich denke, dass das bestimmt nicht weniger spannend, interessant und lustig zu lesen sein wird als seine Erfahrungen in Nordkorea.

"Lazy Blumengarten" soll mir im nächsten Jahr eine entspanntere Gartenzeit bereiten und über das "Professor van Dusen"-Hörspiele freue ich mich auch sehr. Ich mag die Hörspiele sehr, habe jahrelang versucht, Radiomitschnitte aufzutreiben, die ich noch nicht kenne, und hoffe nun sehr, dass die CD-Veröffentlichungen so erfolgreich sein werden, dass alle Abenteuer des Professors in den Handel kommen. Und so kommt es, dass sich in dem Geschenkestapel nur ein Roman für mich befand: "Madison Avery - Todgeküsste leben länger" von Kim Harrison. Ich bin schon gespannt, wie das Buch so ist.

Außerdem gab es für mich noch alle Gerätschaften, damit ich mir in Zukunft selbst meinen geliebten Milchkaffee machen kann. Den Tipp für eine induktionsgeeignete Kanne hat mir Sayuri gegeben, ebenso wie Zubereitungstipps. Jetzt hoffe ich nur, dass ich das genauso lecker hinbekomme, wie es auf ihrem Foto (welches ich natürlich auf die Schnelle jetzt nicht auf ihrem Blog gefunden habe) ausschaut.


Achja, falls ihr mich in den letzten drei Tagen vermisst habt: Daran ist das letzte Geschenk schuld! Von meinem Mann gab es nämlich ein neues DS-Spiel für mich. Um "Rune Factory" schleiche ich schon seit zwei Jahren oder so herum, und nun musste ich meine Sucht einige Stunden lang ausleben. Wer kann schließlich das Spiel abschalten, wenn man noch die Felder bewässern, gegen Monster kämpfen oder mit einer potenziellen Braut flirten muss? ;)


Wer sich jetzt wundert, dass so "wenige" Dinge in so vielen Päckchen steckten: Ihr vergesst, dass die Hälfte der Sachen für meinen Mann war! Der hingegen hat zum ersten Mal in seinem Leben viele Bücher und Comics (und nur eine DVD-Box und keine Spiele) bekommen.


Ich werde nun den Abend gemütlich mit einer Tasse Heißer Schokolade ausklingen lassen, die ich mir mit einem liebevollen Weihnachtsmitbringsel von meinem Mann gebraut habe. Sehr lecker - auch wenn ich das nächste Mal wohl zu einer hochprozentigeren Schokolade tendieren würde. :D

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch allen ein frohes Fest! Hoffentlich können alle von euch den heutigen Abend gemütlich verbringen - und keiner steht noch auf der Autobahn oder auf einem Bahnhof, weil das Wetter einen Strich durch die Reisepläne gemacht hat.

Bei uns ist es heute so glatt, dass ich meinen Mann für die letzten Einkäufe zu Fuß losgeschickt habe, denn das war sicherer als ein Einkauf mit dem Auto. Ansonsten blitzt die Wohnung, der Tisch sieht weihnachtlich aus und die Geschenke sind verlockend neben dem Kerzenständer gestapelt. Sogar für die Katzen gibt es dieses Jahr mehr als nur die übliche Schale mit Katzenmilch ...

Ich hoffe sehr, dass auch ihr einen so gemütlichen und besinnlichen Abend verleben könnte. Egal, ob ihr mit euren Lieben oder allein seid: Genießt den Weihnachtsabend, lasst es euch gut gehen, denkt an die, die euch etwas bedeuteten - und die vielleicht heute nicht bei euch sein können -, lasst euch nicht stressen und nehmt euch in den nächsten Tagen Zeit, das Jahr 2010 in Ruhe und mit ein paar schönen Gedanken zu beenden.

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 54, 55+56)

Letzte Woche durften wir wieder ein Telefonat zwischen Orla und Joanna verfolgen, bei dem sich Orla darüber ausgeheult hat, dass Doc Gary wohl verheiratet ist. Dann gab es noch eine Szene mit Doc Gary und seiner Nachbarin Ellen und zuletzt besuchten Joanna und Tom Catherine im Pflegeheim und haben ein paar Sachen über Toms Mutter Agnes erfahren … Für  uns Leser gab es da nicht viel neues, aber wer weiß, was die nächsten Kapitel so zu bieten haben. ;)

Perspektivwechsel: Kapitel 54 wird aus der Sicht von Catherine Brennan erzählt

Catherine ist gerade zum ersten Mal in ihrem Leben im Gefängnis, wo sie Harry besucht. Das Gebäude wirkt auf sie dunkel und bedrohlich, die Toiletten vorsintflutlich (wann hatte sie Gelegenheit die zu begutachten?) und die Wärter schrecklich unhöflich und mürrisch. Bei sich führt Catherine einen Brief von Agnes und nachdem Harry den gelesen hat, nimmt er sich einen Stift und schreibt schnell eine Antwort. (Ich frage jetzt nicht, wo der Stift im Gefängnis herkommt … )

Als er den Brief fertig hat, unterhält er sich noch etwas mit Catherine. Vor allem geht er davon aus, dass das alles bald vorbei ist, denn schließlich kann ihn der Zeuge nicht bei einem Mord gesehen haben, den er nicht begangen hat.

Doch als Catherine meint, dass Agnes zur Polizei gehen will, um ihm ein Alibi zu geben, wehrt er diesen Vorschlag mit Händen und Füßen ab. Schließlich soll seine Geliebte nicht ihren guten Ruf aus Spiel setzen – der wird schon genug gefährdet sein, wenn sie sich zusammen nach Australien absetzen. Und selbst wenn Ivan hinter dem Mord und allem anderen stecken würde, so geht er immer noch davon aus, dass alles gut werden würde.

Als Catherine erfährt, dass er auch ohne Maura regelmäßig bei Colette war, um dem Mädchen zu helfen, befürchtet sie, dass das die These der Polizei (Colette war Harry Geliebte) nur stützen würde. Für Harry gibt es letztendlich nur die Überzeugung, dass Ivans mögliche Täterschaft nur noch mehr ein Grund dafür sei, dass Agnes den Mund hält, um sich und das Baby vor den Machenschaften ihres Mannes zu schützen …


Perspektivwechsel: Kapitel 55 wird aus der Sicht von Sasha Miller erzählt

Sasha langweilt sich, nicht nur bei der Arbeit, wo sie sich gerade befindet, sondern auch mit ihrem Liebhaber John Boyle (der Typ, der bei der Geschichte mit dem Rosenstrauß für Declan „eingesprungen“ ist). Vor allem ärgert sie sich über die Sache mit der Geburtstagstorte, weil seitdem ihr Verhältnis zu dem „Celebrity“-Verleger nicht mehr so gut ist. Statt dessen muss sie sich nun auf ein Interview mit einem langweiligen Uniprofessor vorbereiten, der eine Expedition vorbereitet. Nur gut, dass Sasha in jedem männlichen Interviewpartner einen potenziellen neuen Geliebten sehen kann …


Kapitel 56

Joanna sitzt an ihrem Schreibtisch und denkt an Ronan O’Farrell. Was denn, die gute Jo ist schon wieder bei der Arbeit? Während sie noch glückselig an die gemeinsame Nacht denkt, kommt ihr die Befürchtung, dass Ronan mit allen Frauen anbandelt, die er geschäftlich kennenlernt.

Bevor sich Jo weiter reinsteigern kann, kommt Mary in ihr Büro und ermahnt sie, dass sie endlich mal was abarbeiten müsste. Die Akten stapeln sich und die Frau mit dem verrückten Mieter hat auch schon dreimal angerufen. Spontan kommt Joanna der Gedanke, dass sie vielleicht einen zweiten Anwalt engagieren sollte, doch Mary meint, dass die Arbeit gut zu schaffen wäre, wenn die vorhandene Rechtsanwältin mal was tun würde.

Während sich Joanna noch über Marys ernsten Ton amüsiert, klärt diese sie beiläufig darüber auf, dass Jim McHale sich um Paul gekümmert hat. Jo denkt natürlich daran, dass der ehemalige Polizist den Jungen mit Knastbilder eingeschüchtert hat, doch Mary klärt sie über die Einladung zum Spiel auf – und strahlt dabei so, dass selbst unsere Superanwältin das nicht mehr übersehen kann.

So gesteht Mary, dass ihr Jim gefällt, denn er ist so nett und hilfsbereit und charmant und hat den Rasen gemäht und … bestimmt sind Hunderte von Frauen hinter ihm her. Um Marys Selbstbewusstsein zu stärken beschließt Jo, dass ihre Sekretärin ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk verdient hat und den Nachmittag mit Einkaufen verbringen muss. Doch Mary wendet ein, dass sie keine Zeit hat, um sich ein umwerfendes Outfit für Jim zu kaufen, wenn sich die Arbeit so stapelt. Aber warum sollte Arbeit Joanna von ihren Plänen abhalten?!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

SuB-Zuwachs (keine Weihnachtsgeschenke! ;) )

Bevor morgen Abend endlich der kleine Päckchenstapel von meinem Mann und mir geöffnet werden darf, traf heute noch eine Runde SuB-Nachschub ein.

Zum Glück nicht so viel, dass ich das nicht theoretisch bis zum Jahresende gelesen bekäme. Denn noch habe ich die Hoffnung, dass ich das Jahr 2011 mit einem etwas kleineren SuB beginne als das Jahr 2010.

So gab es heute für den SuB folgende Titel:


Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Alan Dean Foster: Patrimonium (Ein Flinx-Roman)
Lauren Lipton: Was sich liebt, das trennt sich
Rob Thurman: Mondgeister

Und um meinen momentanen Mangabedarf zu decken:


Arisa Band 1
Aratan Kangatari Band 2
Black Butler Band 4
Detektiv Conan Band 68
Shugo Chara! Band 10
Spiral - Gefährliche Wahrheit Band 8


Na, da habe ich doch ein bisschen was zu Lesen, wenn mein Mann sich in den nächsten Tagen mit seinem akutellen Videospiel beschäftigt.

Dienstag, 21. Dezember 2010

[BuchSaiten-Blogparade]: Zum Jahresende 2010 …

Katrin von den BuchSaiten startet auch diese Jahr zum Jahresende eine Blogparade, bei der fünf Fragen rund ums Buch beantwortet werden sollen. Wer noch mitmachen will, kann einfach auf "Blogparade" klicken und landet dann bei Katrins Originalpost. ;) Normalerweise drücke ich mich um solche Fragen, denn die bedeuten ja, dass ich mich für einen (oder ein paar) Titel entscheiden muss. Und das fällt mir im Buchbereich verflixt schwer! Es gab so einige Romane, die ich erwähnen könnte, aber ich habe jetzt mal beschlossen, dass ich mich auf die konzentrieren werde, die mir als erstes einfallen (und die anderen Titel werde ich mal tapfer ignorieren). :D


Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Wenig versprochen hatte ich mir von "Arkadien erwacht". Ich mag zwar Mafia-Geschichten und habe weder etwas gegen fantastische Elemente oder gar Liebesromane, aber bei Kai Meyer habe ich oft ein kleines Problem mit seinen Büchern. Was ich bislang von ihm gelesen habe, das fand ich nett und unterhaltsam, aber es hat mich nicht mitgerissen. Und ohne diesen Funken, der mich dazu bringt mitzufiebern und um das Leben der Figuren zu bangen, vielleicht die eine oder andere Träne zu vergießen und auch mal mit einem breiten Grinsen vor dem Roman zu sitzen, da fehlt mir einfach was.

Somit blieb ich recht gelassen als "Arkadien erwacht" veröffentlicht wurde, obwohl man kaum noch einen Blog besuchen konnte, ohne mit der Nase auf das Buch zu stoßen. Tja, und dann hat Irina – trotz ihrer gerade herrschenden Jugendbuchunlust – den Roman gelesen und war begeistert. Und wenn Irina nervt … äh … den höflichen Überredungsmodus einschaltet, dann bekommt sie mich doch meistens dazu, dass ich einen Blick in das dementsprechende Buch werfe. Es hatte auch nur ein paar Wochen gedauert bis ich es aus der Bibliothek bekommen habe und dann las ich es an einem Nachmittag durch. Ich kann noch immer nicht die überschäumende Begeisterung der meisten Leser teilen, aber ich habe mich deutlich besser dabei unterhalten gefühlt, als ich vorher gedacht hätte – und inzwischen sogar brav die Fortsetzung gelesen …


Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Viel versprochen wäre übertrieben, aber ich hatte mir von "Café Eden" eindeutig mehr versprochen als ich bekam. Wobei ich mich da vom Klappentexte in die Irre führen ließ. Denn der klang nach einer netten Liebesgeschichte, die vermutlich rund um ein atmosphärisches Café spielen würde. Irgendwie hatte ich etwas erwartet, das an „Chocolat“ erinnert, doch stattdessen gab es eine etwas langatmige Familie-Saga, die immer wieder durch die Biografien von Nebenfiguren unterbrochen wurde. Weder die Rezepte, noch die ganze Geschichte hat mich besonders angesprochen, auch wenn es einige interessante und ganz unterhaltsame Aspekte an dem Buch gab. Vor allem den Teil rund um die Stummfilmzeit und die Western in Amerika fand ich spannend, aber ein Sachbuch hätte mir da wohl mehr Informationen gebracht.


Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Wieder etwas, an dem Irina Schuld ist, denn sie hat die Bridgerton-Reihe der Autorin so begeistert besprochen, dass ich mir Julia-Quinn-Romane zulegen musste. Vor ungefähr zwanzig Jahren haben ich die Regency-Bücher von Georgette Heyer geliebt – und wann immer ich etwas Geld übrig hatte, dann habe ich in der Bahnhofsbuchhandlung einen Roman von ihr gekauft, damit ich auf der Heimfahrt im Zug was neues zu lesen hatte. Andere historische (Liebes-)Romane haben keine solche Begeisterung bei mir auslösen können und so habe ich das Genre dann schnell wieder ignoriert – natürlich abgesehen von den Heyer-Büchern, die ich immer mal wieder aus dem Regal nahm und las.

Tja, und dann habe ich meine Nase in "Wie erobert man einen Duke?" gesteckt und war hingerissen. Julia Quinn schreibt amüsant und mitreißend und bislang haben mich alle Bridgerton-Teile, die ich gelesen habe, sehr gut unterhalten. Ein paar der Titel habe ich in diesem Jahr sogar schon zweimal gelesen, weil es einfach so eine nette Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag ist – und inzwischen fehlt mir nur noch der letzte Band der Bridgerton-Reihe. Und danach hoffe ich sehr, dass noch andere Bücher von ihr im nächste Jahr (in schönen Ausgaben) auf den deutschen Markt geworfen werden. Sonst muss ich doch mal wieder anfangen regelmäßig auf Englisch zu lesen …


Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Ein Lieblings-Cover gibt es bei mir nicht. Ich achte überhaupt recht wenig aufs Cover, das habe ich mir abgewöhnt, als ich zur einer Zeit Fantasy las, zu der man vor allem halbnackte Frauen und fellbehängt Barbaren auf den Covern dieses Genre abbildete. Und wenn ich heutzutage hingucke, dann rege ich mich nur immer wieder auf, weil ich schon wieder was mit Weichzeichner, einem Mädchengesicht und geschwurbelten Linien sehe. ;)

Aber trotz dieser biestigen Zeilen, gibt es doch das eine oder andere Cover, das mir positiv ins Auge gesprungen ist – und "Der Monstrumologe" gehört eindeutig dazu. Das Cover ist ungewöhnlich und gleicht keinem anderen, das ich in den letzten Jahren gesehen habe. Es passt sowohl von der angewandten Technik, als auch von der Darstellung an sich hervorragend zum Inhalt (wenn man davon absieht, dass da alles viel zu ordentlich ist) und ich mag den Lineolschnitt-artigen Charakter.


Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2011 lesen und warum?

Unbedingt lesen – in die Kategorie fallen recht wenige Bücher, seitdem mein SuB mir so viel Auswahl bietet, dass ich recht gelassen auf Neuerscheinungen blicken kann. Aber ich werde auf jeden Fall "Smaragdgrün" lesen, wenn die Bibliothek das irgendwann nicht mehr in „Einarbeitung“ hat und zum Vormerken zur Verfügung stellt – und "Hochzeitsglocken für Lady Lucy" sind schon vorbestellt.

Denn auch wenn ich abwarten kann bis "Smaragdgrün" über die Bibliothek zu bekommen ist, so bin ich doch neugierig auf das Ende der Geschichte. Vor allem, da mir "Rubinrot" und "Saphirblau" wirklich Spaß gemacht haben. Und "Hochzeitsglocken für Lady Lucy" ist der letzte Teil der Bridgerton-Reihe, den ich mir nach all den schönen Stunden mit den ersten sieben Bänden nicht entgehen lassen kann. Auf beide Bücher freue ich mich sehr – genauso wie auf all die Neuerscheinungen, die im nächsten Jahr veröffentlicht werden und die dafür sorgen, dass mein SuB wohl niemals schrumpfen wird.

[Kurze Info] Die Einhorn-Chroniken 4 - Die Erfüllung der Prophezeiung

Da seit Monaten täglich die Suche nach "Die Einhorn-Chroniken" oder "Einhorn-Chroniken Band 4" neue Besucher auf meinen Blog führt, gibt es hier heute eine kleine Information dazu:

Der vierte Band der Reihe erscheint im Januar 2011 beim Loewe Verlag und beinhaltet die zweite Hälfte des amerikanischen Titels "The Last Hunt".

Wer jetzt nicht weiß, über welche Serie ich hier gerade schreibe, der kann hier meine Rezensionen zu Teil 1 und 2 finden:

Die Einhorn-Chroniken 1

Die Einhorn-Chroniken 2

Und hier eine Bemerkung zum dritten Teil (den ich erst für den Blog rezensieren werde, wenn ich auch Teil vier gelesen habe):

Die Einhorn-Chroniken

Montag, 20. Dezember 2010

Weihnachtsgeschenke

Dieses Jahr haben uns unsere Verwandten und Freunde wohl alle sehr wörtlich genommen, als wir sagten, dass wir gern Sachen vom Wunschzettel hätten. Nun stapeln sich die Päckchen, sehen alle erstaunlich gleich aus und wir müssen noch ein paar Tage Geduld aufbringen, bis wir uns endlich ans Öffnen machen können.


Da ich immer darum bitte, dass man uns die Versandnummern mitteilt, kann ich auch sagen, dass wirklich alle Geschenke schon heil eingetroffen sind. Das ist ja bei unseren Paketdiensten – und dem Stress, den die überarbeiteten Boten in diesen Wochen haben – auch nicht so selbstverständlich. Auf der anderen Seite sind auch schon alle von uns verschickten Weihnachtsgeschenke heil angekommen, so dass ich mir in der Beziehung auch keine Gedanken mehr machen muss.


Klar, Weihnachten sollte mehr sein als der Austausch von Geschenken, aber es ist so ein wunderbarer Anlass, um jemandem eine Freude zu machen. Oder ist euch noch nicht aufgefallen, wie schwer es manchen Menschen fällt, „außer der Reihe“ ein Geschenk anzunehmen? Für mich bleiben jetzt nur noch eine Runde „Feiertagsputzen“ am Donnerstag, die normalen Einkaufswege, die eh jede Woche anfallen, und das Kochen am Freitag. Ansonsten steht einem gemütlichen Weihnachtsfest mit meinem Mann und lieben Telefonaten mit der restlichen Familie nichts mehr im Wege.

Freitag, 17. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 51,52+53)

Im letzten "Kapitelweise" fand Gary Culhane die verletzte Ellen Byrne in ihrem Garten und fand heraus, dass ihr Mann Jackie sie geschlagen hatte. Außerdem gab es von der verwirrten Catherine Brennan ein paar konfuse Gedanken zu den Dingen, die sie und Agnes gemeinsam geheim hielten und zuletzt haben wir noch verfolgen können wie die betrunkene Agnes Ivan zum Beischlaf "überredete".

Perspektivwechsel: Kapitel 51 wird aus der Sicht von Orla erzählt

Nachdem Orla sich mit Declan getroffen hatte, hatte sie sich eigentlich erst einmal gut gefühlt. Doch dann ist ihr aufgegangen, dass es wohl nicht gerade von gutem Geschmack zeugt, dass sie sich mal mit so einem Kerl eingelassen hatte. Außerdem hatte sie in dem Café Doc Gary mit einer Frau und zwei Kindern gesehen – und fragt sich nun, warum er ihr nicht erzählt hatte, dass er verheiratet ist.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht vorsorglich schon einmal Kissen verteilen … ;)

Und da es Orla so schlecht geht, greift sie zum Telefon, um ihrer Freundin Joanna alles zu erzählen. Erst amüsieren sie sich über Declans Auftritt im Café, dann jammern sie beide etwas über die Tatsache, dass Doc Gary schon vergeben ist, und sie seine Aufmerksamkeit gegenüber Orla so missverstehen konnten. Joanna philosophiert dabei ein wenig über ihre Freundin, die doch sonst so selbstsicher ist und nach dem "Genuss ohne Reue"-Prinzip lebt. Gary muss sie wirklich erwischt haben, wenn sie sich von seinem Verhalten so runterziehen lässt …

Eigentlich würde Jo Orla gern von ihrem Abenteuer mit dem schönen Privatdetektiv erzählen, aber das geht doch nicht wenn die Freundin gerade so niedergeschlagen ist. Außerdem ist es Jo etwas peinlich, dass sie so schnell von Tom auf den guten Ronan umgeschwenkt ist. Auch wenn Orla am Ende des Telefonats beschließt, dass sie wieder auf die Piste gehen muss, um doch noch einen Mann fürs Leben (oder auch nur eine Nacht) zu finden.

Perspektivwechsel: Kapitel 52 wird aus der Sicht von Gary Culhane erzählt

Der Doc betritt mit einem großen Blumenstrauß in der Hand ein Krankenhaus, weil er Ellen besuchen will. Der geht es zwar schon besser, aber sie sieht immer noch zum Fürchten aus – und sie hat panische Angst davor, dass Jackie sie finden könnte. Dabei versichert ihr Gary, dass ihr Mann auf beiden Seiten der Irischen See gesucht wird.

Ellen kann gar nicht verstehen, dass Gary so nett zu ihr ist, obwohl sie seinen Brucie doch so in Schwierigkeiten gebracht hat. Dafür macht sie sich jetzt Sorgen, was aus dem Hund wird, dem sie doch so viel zu verdanken hat. Aber Doc Gary beruhigt sie und meint, er würde erst einmal seine Anwältin fragen, was denn nun aus der Gerichtsverhandlung würde -  und Jackie würde einige Jahre im Knast verbringen, weil er sie so behandelt hat.
Überrascht sah Ellen Gary an. Sie konnte nicht glauben, dass ein Mann eingesperrt wurde, weil er seine Ehefrau schlug. Sie hatte es immer als das natürliche Recht des Mannes betrachtet, seine Frau zu verprügeln. Nun sorgte die Polizei, die sie bislang immer verachtet hatte, dafür, dass Jackie ihr nichts mehr antun konnte. Zwei Beamte hatten sie bereits im Krankenhaus aufgesucht und ihr soviel Mitgefühl und Respekt gezeigt, dass sie es kaum nicht glauben konnte.
Während Gary noch versucht Ellen klar zu machen, dass sie – wie jeder andere Mensch – ein Recht darauf hat respektvoll und anständig behandelt zu werden, erzählt sie davon, dass sie früher kurz auf den Strich gegangen ist, dass sie deshalb unfruchtbar ist und ihr Mann sie deshalb hasst. Außerdem lässt er es an ihr aus, dass sein Vater ihn gezwungen hat sie zu heiraten, auch wenn sie keine Ahnung hat, warum der das überhaupt gemacht haben sollte. Und zum Schluss bedauert sie Jackie noch – wobei nicht klar wird, ob sie ihn wegen seines Vaters oder aufgrund der Tatsache bedauert, dass er kein guter Verbrecher ist.

Kapitel 53

Joanna ist in ihrem Büro. (Diesen Satz sollten wir alle ein wenig genießen … ;) )
Da kommt ein Anruf von Doc Gary, der ihr erklärt, was alles am Vortag vorgefallen ist und fragt, wie es nun weitergehen wird. Jo meint, dass es kein Problem sein sollte, das Gerichtsverfahren nun niederlegen zu lassen, solange Ellen eine Erklärung unterschreibt, dass sie falsch ausgesagt hatte und dazu von ihrem Mann gezwungen worden war. Und Ellen würde um ein Bußgeld herumkommen, wenn sie eine Bescheinigung vom Krankenhaus vorlegt, dass es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war, den Gerichtstermin wahrzunehmen – und dann erfahren wir noch, dass Ellen sich nun von Jackie scheiden lassen will. Jo freut sich, dass ihr Klient sich so nett um seine Nachbarin kümmert, denkt aber doch, dass er sich lieber so um Orla hätte kümmern sollen. (Und ich dachte, die beiden Damen würden gerade davon ausgehen, dass er verheiratet ist … )

Als nächstes greift Jo wieder zum Telefon und ruft Tom an. Während der sich entschuldigt, dass er wegen des Semesteranfangs noch keine Zeit hatte, um die Papiere seiner Eltern durchzugucken, will sich Joanna nur für den Abend zu einem Besuch im Pflegeheim verabreden. Sie hofft, dass es ihnen gemeinsam gelingen würde, Erinnerungen in Catherine zu wecken und herauszufinden, was Agnes vor ihrem Tod gemeint haben könnte, als sie auf Cats verwies. Gegen Ende des Gesprächs ist unsere Spitzenanwältin so erleichtert, weil es sehr viel einfacher ist mit Tom zu reden, seitdem Jo mit Ronan zusammen ist und sich keine Gedanken mehr über Toms Verhalten und Reaktionen machen muss.

Tom und Joanna treffen zeitgleich beim Pflegeheim ein und unterhalten sich noch ein wenig über die Hoffnungslosigkeit ihres Versuches aus Catherine Informationen zu bekommen. Noch sind sie sich nicht einmal sicher, ob sie Joannas Mutter erzählen sollen, dass ihre beste Freundin Agnes inzwischen verstorben ist.

Mit etwas Hilfe erinnert sich Catherine an Tom – und dass er Agnes Sohn ist. Doch als die beiden auf Harry Sweeney zu sprechen kommen, bekommen sie nur zu hören, dass er ein wunderbarer Mann und Kämpfer war. Mehr kann sie dazu nicht sagen, denn "Geheimnisse müssen Geheimnisse bleiben" – schließlich habe sie Agnes das so versprochen.

Als sie so nicht weiterkommen, überlegen sich Tom und Jo, dass sie Catherine doch über Agnes Tod aufklären müssen. Während Joanna vorsichtig anfängt und ihrer Mutter berichtet, dass Agnes schwer krank war und dann gestorben ist, reagiert Catherine in den Augen ihrer Tochter sehr seltsam auf die Nachricht:
"Agnes ist tot? Das kann nicht sein. Sie können Agnes nicht dasselbe angetan haben wie Harry!"
"Was haben sie Harry denn angetan?"
"Sie haben ihn doch umgebracht oder etwa nicht?"
"Nein, Mum. Da verwechselst du etwas. Harry Sweeney war es, der in Haft kam, weil er ein Mädchen namens Colette Devane umgebracht haben sollte …"

Doch Catherine unterbricht ihre Tochter und klärt sich darüber auf, dass Harry niemanden getötet hat und doch umgebracht wurde. Zu ihrer großen Überraschung erfahren Tom und Jo, dass sich Agnes und Harry geliebt haben – und Agnes Ivan seinetwegen verlassen wollte. Doch Harry hätte Agnes angefleht wegen Tom weiter bei ihrem Mann zu bleiben …

Als sie weitere Fragen stellen, wird Catherine ungehalten und meint, dass sie doch Agnes fragen sollen, wenn sie das alles wissen wollen. Sie wird nichts mehr zu all dem sagen und wartet nun darauf, dass ihr Agnes sagt, was sie mit den Unterlagen machen soll.

Nachdem Jo bei den Unterlagen nachhakt, erfährt sie, dass Agnes all die Briefe von Harry "und all die anderen Sachen" aufgehoben hat – und dass Catherine sie für die Freundin versteckt hat. Schließlich waren Agnes und sie immer füreinander da und haben gegenseitig die Geheimnisse der Freundin geschützt. Überrascht erfährt Jo, dass auch ihre Mutter Geheimnisse gehabt hat, die Agnes hüten musste.
Catherine sah ihre Tochter an, während sich ihre Augen mit Tränen füllten. "Es war nicht meine Schuld", wisperte sie leise. "Ivan Kilmartin ist die Quelle all unseres Leids.
Kurz darauf beginnt Catherine Weihnachtslieder von gefüllten Tellern zu singen und Jo beschließt, dass es Zeit ist zu gehen. Auf dem Parkplatz tröstet Tom sie, weil der Besuch bei ihrer dementen Mutter sie so sehr angegriffen hat. Dann fällt der guten Jo ein, dass auch Tom ein paar Dinge erfahren hat, die ihn belasten könnten. Zum Beispiel die Tatsache, dass seine Mutter eine außereheliche Beziehung hatte …

Doch Tom ist darüber nicht allzu entsetzt, sondern hofft nur, dass sie die kurze Zeit, die sie mit Harry hatte, glücklich war. Denn allzu gut war die Ehe seiner Eltern nicht – und auch seine Kindheit war nicht gerade glücklich, obwohl Agnes immer versuchte die Gleichgültigkeit seines Vaters wieder gut zu machen.

Einen Moment lang rechnet Joanna panisch ein wenig rum und überlegt sich dann, dass sie Tom wohl besser nicht mitteilen sollte, dass seine Geburt zeitlich in das Jahr passen würde, in dem Agnes und Harry miteinander befreundet waren. Dafür fragt sie ihn, ob er ihrer Mutter glaube, dass Tom Colette nicht umgebracht hat. Während die beiden noch darüber nachdenken, dass ihre Eltern auch mal jung und leidenschaftlich waren, erzählt Tom, dass Catherine Maura erwähnt hat, als Jo gerade Tee holen war.

Maura sei letzte Woche bei  Catherine gewesen und hätte ihr gesagt, dass es Zeit sei all die Geheimnisse aufzudecken. Während die beiden überrascht sind, dass sich Cats und Maura kannten, sind sie sich gleichzeitig sicher, dass das verwirrte Mütterchen wieder einmal etwas durcheinander gebracht hat.

Schal und Tofu

Mein Schal ist fertig! Nachdem ich am Dienstag etwas rumprobieren musste, bis ich die Maschen so aufgenommen hatte, dass die geforderte Anzahl für meinen neuen Schal auf meiner Stricknadel war, hatte ich gerade mal zwanzig Zentimeter an dem Abend geschafft. Mittwochabend und Donnerstagnachmittag ging es dann weiter, wobei ich am Mittwoch auch gerade mal zwei Stunden zum Stricken kam. Trotzdem war der Schal gestern Abend fertig - und dabei habe ich bei meinem Hörbuch noch eine CD vor mir. ;)


Wer sich jetzt wundert, dass man so schnell 2,20 m strickt, der muss nur einen Blick auf den Faden werfen. Der ganze Schal hat nur eine Breite von zwölf Maschen (d.h. es werden nur zwei Maschen zwischen zwei Pompons gestrickt) und das geht einfach schnell. Kuschelig und warm ist er auch - so warm, dass ich ihn heute morgen beim Schneeräumen ganz schnell wieder abgewickelt und in den Flug gelegt habe. Und er passt sogar ganz gut zu meinem Mantel - auch wenn ich mir da noch bessere Farben vorstellen könnte. Aber man muss eben mit dem arbeiten was da ist. ;)



Kulinarisch habe ich gestern auch noch etwas experimentiert. Ich bin zwar Vegetarierin, habe aber noch nie mit Tofu gekocht. Vor allem, weil die wenigen Kostproben, die ich davon bekam, doch eher weniger meinen Geschmack trafen. Aber gestern habe ich ein Rezept ausprobiert - und es war nicht so schlecht. Wobei es eigentlich ein Gulasch-Rezept ist und obwohl ich alle Zutaten an sich mag, hat mir die Gewürzzusammenstellung so nicht so gut gefallen. Meinem Mann hat es sehr gut geschmeckt, aber trotzdem würde er beim nächsten Mal die nicht-vegetarische Variante bevorzugen. Und das obwohl ich es bislang nicht schaffe Gulasch auch zart hinzubekommen. ;)

Dienstag, 14. Dezember 2010

Neues Projekt: Ein Schal

Als wir heute in der Stadt waren, um die letzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen, kamen wir an einem Handarbeitsladen vorbei - und prompt musste ich nach Wolle für einen neuen Schal gucken. Letztes Jahr ist es mir nicht so aufgefallen, aber dieses Jahr ist mir ständig am Hals oder Nacken kalt, wenn ich meinen Mantel trage. Deshalb habe ich heute Vormittag zugeschlagen, als ich ein riesiges dunkelgrünes Wollknäuel (ja, auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht, es ist grün!) mit lustigen eingesponnenen Pompons sah. Das eine Knäuel soll für einen Schal mit dicken Noppen reichen - die Beispiele im Laden hat mir auch gut gefallen - und es wird mal wieder Zeit für ein kleines Handarbeitsprojekt.

Sockenwolle habe ich keine mehr (außerdem quilt die Sockenschublade über) und zum Zuschneiden meiner Patchworkstoffe bin ich noch nicht gekommen, aber ohne ein neues Projekt nehme ich mir zuwenig Zeit für meine Hörbücher. Jetzt hoffe ich nur, dass der Schal nicht an einem Abend fertig wird. ;)

Sonntag, 12. Dezember 2010

Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht

Auch auf dieses Buch bin ich durch (mindestens) eine Blogrezension aufmerksam geworden – und mir hat es so gut gefallen, dass ich es an einem Nachmittag ausgelesen habe. :) Wer sich für die Empfehlung verantwortlich fühlt, kann mir gern einen Kommentar hinterlassen, denn ich verliere so langsam den Überblick wer Auslöser dafür war, dass ich vor einigen Wochen ein Buch in der Bibliothek vorgemerkt habe.

In "Tote Mädchen lügen nicht" bekommt Clay Jensen zwei Wochen nach dem Selbstmord von Hannah Baker ein überraschendes Päckchen. Inhalt dieser Sendung sind sieben Kassetten, auf Hannah in dreizehn Episoden erzählt, was sie zu ihrer Tat getrieben hat. Von vornherein stellt ein Anschreiben klar, dass das Mädchen die dreizehn erwähnten Personen dafür verantwortlich macht, dass sie Selbstmord begehen wird. Während Clay sich verzweifelt den Kopf zerbricht, was er getan haben könnte, um auf Hannahs Liste der Verantwortlichen gelandet zu sein, lauscht er eine Nacht lang wie besessen der Stimme der inzwischen toten Mitschülerin.

Von Anfang an steht fest, dass Clay in Hannah verliebt war, dass er sie lange Zeit beobachtet hat und nicht den Mut fand, ihr seine Zuneigung zu gestehen. Umso schlimmer ist es für ihn von all den kleinen und großen Begebenheiten zu hören, die das Leben für Hannah so schrecklich gemacht haben, dass sie Selbstmord beging. Dabei fängt eigentlich alles ganz harmlos an, es beginnt mit einer belanglosen – und vielleicht sogar lustig gemeinten – Liste, auf der Hannah zu dem Mädchen mit dem "geilsten Arsch" der ersten Jahrgangsstufe gewählt wurde. Doch diese Liste löste viele kleine Vorfälle aus, die dazu führten, dass Gerüchte an der Schule kursierten gegen die Hannah nicht ankam.

Die Geschichte hat mich sehr schnell gefesselt. Zwar war ich anfangs etwas ungeduldig mit Hannah und habe aus meiner erwachsenen Sicht immer wieder gedacht, dass das alles doch kein Grund für Selbstmord sei. Aber trotz dieser Verständnislosigkeit in Bezug auf Hannahs Handeln, ist es einfach fesselnd ihre Aussagen auf den Kassetten – und Clays dazu parallel laufenden Gedanken – zu lesen. Während der Junge sich immer wieder Vorwürfe macht, weil er sich bei den diversen Begebenheiten nichts gedacht hat oder bestimmte Alarmsignale nicht verstanden hat, obwohl er Hannah so aufmerksam beobachtete, steht man als Leser da und verfolgt fassungslos, wie sich aus kleinen Dingen eine immer hässlichere Lawine entwickelt.

Auch wenn ich die eine oder andere Wendung etwas unrealistisch fand, so gelingt es Jay Asher doch die einzelnen Elemente der Geschichte so zu präsentieren, dass ich am Ende mit Tränen in den Augen dasaß und nicht fassen konnte wie sich das Ganze entwickelte. Es ist ganz faszinierend, wenn man ein Buch so zweigeteilt wahrnimmt. Auf der einen Seite war ich recht schnell emotional beteiligt und hatte zusammen mit Clay Angst davor, was er getan haben könnte, um Hannah zu verletzen, und litt mit dem Mädchen mit, das an all den kleinen und großen Kränkungen zerbrochen ist.

Auf der anderen Seite war da meine "erwachsene" und rationale Seite, die mit einigen Details nicht so gut zurechtkam. Hannah hat sich zum Teil erstaunlich intelligent und wehrhaft verhalten, so dass mich ihre Passivität bei anderen Gelegenheiten richtig wütend gemacht hat. Versöhnt hat mich beim Lesen dann die Figur des Clay, der ebenso fassungslos vor Hannahs Bericht sitzt und zwar auch wütend über die Dinge ist, die dem Mädchen angetan wurde, aber auch wütend darüber ist, dass sie sich so verrannt hat, dass sie keine Hilfe gesucht hat und nicht auf die Menschen zugehen konnte, die sich etwas aus ihr gemacht haben.

Letztendlich hat mich "Tote Mädchen lügen nicht" etwas zwiegespalten zurückgelassen. Emotional fand ich das Buch sehr berührend und es gibt auch den einen oder andere Anstoß,  um noch mal über das eigene Verhalten gegenüber anderen nachzudenken, aber auf der rationalen Ebene gibt es zu viele Punkte, die mich gestört haben, um den  Roman durchweg empfehlen zu können.

Samstag, 11. Dezember 2010

Ein guter Katzensitter ist Gold wert!

Ich haben mir wegen der Fahrt am letzten Wochenende im Gegensatz zu meinem Mann eher wenige Gedanken gemacht, ankommen würden wir auch bei schlechtem Wetter schon irgendwie, aber dafür wegen der Katzen. Zum ersten Mal, seitdem die Coon-Brüder bei uns eingezogen sind (und das ist ja auch schon ein paar Jahre her), haben wir die Monster länger als einen Tag allein gelassen. Dabei habe ich mir weniger Sorgen um die Samtpfoten gemacht als darüber, dass unsere Catsitterin mit den vieren ganz schön gefordert ist oder dass ich gar irgendwas vergessen habe mitzuteilen oder hinzustellen.

Ich habe, seitdem Shandy und sein Bruder vor zehn Jahren bei mir eingezogen sind, schon einige Katzensitter gehabt – und in der Regel waren sie mit zwei einfach zu fütternden Katzen schon überfordert. Entweder fehlte die Lust, zweimal am Tag vorbeizukommen und Futter in die Näpfe zu füllen, oder aufgrund falscher Tierliebe wurden die Kater so sehr überfüttert, dass ich bei der Heimkehr erst einmal die Wohnung putzen durfte.

Doch dieses Mal hatte ich die perfekte Katzensitterin gefunden. Eine Frau, die selbst zwei Kater hat und eindeutig liebevoll mit ihnen umgeht – und die mir das Gefühl vermittelte, dass es für sie wirklich kein Problem ist, auf unsere Bande aufzupassen. Und dies, obwohl die Versorgung unserer vier Katzen inzwischen nicht mehr so einfach ist, wie es damals mit Shandy und seinem Bruder bzw. später mit Shandy und Christie war.

Denn inzwischen bekommt Shandy nur noch rohes Fleisch, damit er nicht krank wird, und auch die anderen werden einmal am Tag roh gefüttert. Außerdem wird Shandy separat gefüttert und bekommt einmal am Tag eine Tablette, die anderen drei haben konkrete Vorstellungen davon, welcher Napf an welchem Ort stehen muss, und Christie neigt dazu, bei den Coon-Brüdern zu klauen. Meine arme Katzensitterin bekam also von mir zwei DinA4-Seiten mit ausführlichen Angaben zu den Monstern und wurde dann mit den Viechern allein gelassen. ;)

Obwohl wir eigentlich davon ausgingen, dass sie das alles schon hinbekommen würde (und wenn nicht, so wären wir ja nur drei Tage weg ;) ), war es toll, als am Abend eine SMS kam, in der sie erzählte, dass sie mit den Katzen gespielt und sie gefüttert hatte und dass alles gut gelaufen sei. Und so konnten wir und auch an den nächsten Tagen über regelmäßige und wunderbar ausführliche Nachrichten über die Katzenbande freuen und mitverfolgen, dass Zuhause gefressen, geschmust und gespielt wurde.

Unsere Katzensitterin hat unsere Monster nicht nur perfekt versorgt, sondern auch noch Fotos von den vieren gemacht. Dabei hatte es ihr wohl vor allem Christie angetan, denn von ihr sind besonders viele Bilder entstanden. Ich bin absolut hingerissen von ihren Fotos und deshalb muss ich sie euch auch zeigen!






Freitag, 10. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 48,49+50)

Letzten Freitag gab es nur drei kurze Kapitel für euch. In dem ersten konnte der Gerichtstermin wegen dem "Hundebiss" von Doc Garys Brucie nicht stattfinden, weil die Anklägerin nicht erschien. Dann ging es um Jackie Byrne, der im Auftrag seines Vaters eine junge Frau "hofierte". Und zuletzt entdeckten Jim und Mary ihre Sympathie füreinander …


Perspektivwechsel: Kapitel 48 wird aus der Sicht von Gary Culhane erzählt

Der Doc kommt mit Bruce nach einer Zehn-Meilen-Wanderung nach Hause, schließlich soll es der Hund noch so richtig gut haben, bevor er nächste Woche vielleicht eingeschläfert wird. Eigentlich will Gary nur noch einen Tee trinken und die Füße hochlegen, doch der Hund benimmt sich seltsam und rennt immer wieder zur Hintertür und kratzt daran – und lässt Doc Gary auch nicht in Ruhe, als dieser ihn rauslässt. Nachdem der Boxer lassielike sein Herrchen in den Garten gezerrt hat, hört dieser ein leises Röcheln vom Nachbargrundstück.

Als Gary dann durch die Hecke stürzt, findet er Ellen Byrne auf dem Rasen liegend. Die Frau ist eindeutig verprügelt worden, ihr Bein ist unnatürlich abgeknickt und aus dem Mund läuft Blut. Erst befürchtet der Doc, dass er zu spät gekommen sei, dann ruft er mit seinem Handy den Notarzt und schickt Bruce los, um eine Decke zu holen … (Ja, der Hund soll eine Decke holen! Brucie, der Wunderhund!)

Bei einer vorsichtigen Untersuchung findet Gary heraus, dass Ellen einen gebrochenen Arm und einen zersplitterten Oberschenkelknochen hat, außerdem sind vermutlich einige Rippen gebrochen, so dass er die Frau behutsam so umlagert, dass es nicht zu Lungendurchstichen kommen kann. Dann bringt Bruce eine Decke und kurz darauf kommt auch schon der Krankenwagen.

Im Krankenwagen (der auf Doc Gary warten musste, bis dieser seinen Hund wieder in Haus gebracht und für seinen Einsatz gelobt hat) untersucht er die Verletzte noch einmal. Augenblicklich wurde ihm klar, was geschehen war.
"Es war Jackie, nicht wahr?", fragte er sanft. Ellens Gesichtsausdruck bestätigte ihm, was er bereits wusste.

Und nachdem selbst Doc Gary darauf gekommen ist, was für ein Kerl sein Nachbar ist, wird er doch mal wütend. Also beschließt er, dass Jackie dafür bezahlen wird, was er Bruce – oh, und auch Ellen – angetan hat!

Garys Prioritäten finde ich wirklich beeindruckend … *hüstel* 


Perspektivwechsel: Kapitel 49 wird aus der Sicht von Catherine Brennan erzählt

Catherine sitzt in ihrem Pflegeheim und betrachtet misstrauisch ein Tablette. So ganz sicher ist sie sich nicht, was das sein soll und wo sie überhaupt ist. Schließlich kommt sie zu dem Schluss, dass der Krankenpfleger der Mann von den Stadtwerken ist – aber warum er Süßigkeiten verteilt, kann sie nicht so recht verstehen.

Obwohl sie so schrecklich verwirrt ist, sorgt sie sich um ihre Freundin Agnes. Sie weiß zwar nicht, warum sie in Sorge ist, aber dass da etwas nicht stimmt, ist ihr bewusst. Schlimm ist nur, dass keine Ahnung hat, was Agnes von ihr wollen könnte – und wo sie die Sachen versteckt hat. Doch vor allem wartet Catherine darauf endlich wieder mit Agnes sprechen zu können, um zu entscheiden, ob die Kinder jetzt alt genug für die Wahrheit sind …

Perspektivwechsel: Kapitel 50 wird aus der Sicht von Agnes Kilmartin erzählt

Agnes steigt volltrunken aus einem Taxi (und somit wissen wir, dass wir uns zeitlich direkt nach der Szenen aus Kapitel 43 befinden) – und denkt darüber nach, dass Alkohol während der Schwangerschaft keine so gute Idee sei. Aber anders könnte sie Ivans Nähe nicht ertragen … bedauerlicherweise ist sie in diesem Zustand nicht in der Lage die Tür selber zu öffnen und muss deshalb klingeln. Daraufhin empfängt sie Ivan der Schreckliche in gewohnt liebevoller Weise:

- Er verbietet ihr den Kontakt mit Catherine, da diese einen schlechten Einfluss auf Agnes hat.
- Und den Kontakt zu Harry, der ja nun als Mörder im Knast sitzt …
- … da es keinen guten Eindruck macht, wenn man seine Frau mit dem Mann zusammen sieht, der nur darauf aus ist, Ivans Geschäft zu vernichten.

Agnes, vom Alkohol beflügelt, erwidert, dass Harry nur erreichen will, dass Ivan anständige Löhne zahlt. Daraufhin droht Ivan, dass er Agnes Konto sperren und ihren Wagen verschrotten lassen würde, sollte sie es wagen, den Knastbruder zu besuchen.

Daraufhin kabbeln sie sich noch etwas wegen dem Geld und der Tatsache, dass Agnes Vater alles Ivan dem Schrecklichen hinterlassen hat und während Ivan weiterhin Drohungen ausstößt, entflutscht Agnes ein verhängnisvoller Satz:
"Ich wette, dass das, was ich jeden Monat bekomme, nichts ist im Vergleich zu dem, was du für deine Liebhaberinnen ausgibst."

Tja, soviel zu dem Plan Ivan zu verführen, um ihm die Schwangerschaft in die Schuhe schieben zu können. Doch der beste aller Ehemänner hat natürlich gleich die passende Erwiderung bei der Hand und wirft Agnes vor, dass er gar keine Flittchen brauchen würde, wenn sie eine bessere Ehefrau wäre. Da ihr das dann doch zuviel wird, dreht sich Agnes um und will den Raum verlassen.

Doch Ivan kann es nicht ertragen, wenn man ihn so stehen lässt und befiel Agnes in ihr Schlafzimmer zu gehen und ihm zu Verfügung zu stehen. Und so ist Agnes letzter Gedanke, als sie die Treppe zum Schlafzimmer hochgeht, dass sie zum Glück so betrunken ist, dass sie vermutlich eingeschlafen ist, bevor sie etwas von Ivans "Zärtlichkeiten" mitbekommt.

Äh … das ist ja wirklich ein tröstlicher Gedanke …

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Wenn einer eine Reise tut …

Letzten Freitag ging es für uns in den Norden, denn am Samstag sollte eine Familiefeier stattfinden, die wir nicht verpassen wollten. Dafür hatten wir schon im August die Bahnkarten gebucht, um das günstigste Angebot nutzen zu können – und seitdem machte sich mein Mann darüber Gedanken, dass wir damals keine Sitzplätze reservieren konnten. In den letzten Wochen kam dann noch für ihn die Sorge wegen des Wetters hinzu, denn es ist ja allgemein bekannt, wie gut die Deutsche Bahn bei Schnee, Kälte und anderen extremen und absolut unvorhersehbaren Wetterlagen funktioniert.

Doch trotz aller vorherigen Sorgen und Gedanken ging es am Freitagmorgen los. Da Schnee und Glatteis angekündigt waren, hatten wir frühzeitig ein Taxi bestellt und das war so früh da – und der Fahrer so zügig unterwegs -, dass wir zu unserer geplanten Abholzeit schon vor dem Bahnhof standen. So hatten wir noch gut dreißig Minuten bis zur Abfahrt und konnten nicht nur in Ruhe etwas Proviant einkaufen, sondern auch mit Erschrecken feststellen, dass für unseren Zug 30 Minuten Verspätung angekündigt waren. Nun, irgendwie muss man die Zeit ja rumbekommen und so stellten wir uns in die Schlage vor der Information und erkundigten uns (ganz ohne Hintergedanken), ob wir unseren Anschlusszug denn noch bekommen würden.

Statt nach einer neuen Verbindung für uns zu suchen, bot der gute Mann uns allerdings an, unser Ticket (dank der Verspätung ohne Extrakosten) umzubuchen, damit wir den ICE nehmen könnten, der in einer Viertelstunde einfahren würde. Wir wären dann allerdings eine Stunde früher an unserem Zielort als geplant. Also, das sollte nun kein Hinderungsgrund sein - wenn man uns das Umbuchen schon so nett anbietet, dann können wir ja nicht Nein sagen. So ging es kurz darauf mit dem schnelleren Zug los in den Norden. Nach einiger Suche hatten wir sogar zwei nebeneinanderliegende Sitzplätze in einem Abteil gefunden und genossen bald danach eine seltsame Ansage des Zugbegleiters.

Er begrüßte nicht nur die neuen Passagiere, sondern machte auch die Raucher (er nannte sie „Schmöker“) darauf aufmerksam, dass ihre Zigarettenpausen auf den Bahnhöfen nur für weitere Verspätungen sorgen würden. Sie sollten sich doch bitte zusammenreißen und ein Bonbon lutschen! Und was den Wagen 4 angeht: Man hätte wohl gemerkt, dass dort auf den Toiletten geraucht worden wäre! Sie wären zwar Eisenbahner, aber riechen könnten sie noch – und mit dem Klammerbeutel seien sie auch nicht gepudert! Er wäre ja auch Raucher und müsste sich die sechs Stunden Fahrt über zusammenreißen! Das Ganze war so seltsam und belustigend, dass wir alle uns mit einem irritierten Grinsen anguckten. Obwohl es im Laufe der Hin- und Rückreise noch einige seltsame Ansagen gab (anscheinend weiß die Hälfte der Durchsagenden nicht, wohin die Reise gehen soll), konnte diese erste Durchsage von nichts anderem mehr getoppt werden.

Trotz Schneetreiben klappt es mit allen Anschlusszügen und aus dem letzten Regionalzug heraus haben wir dann bei meinen Schwiegereltern angerufen und Bescheid gesagt, dass wir eine Stunde früher da sein werden. Bibendum war so lieb und hat uns vom Bahnhof abgeholt und durch hübsches Schneetreiben heimgefahren. Und kurz darauf hatten wir schon das Gepäck von uns geworfen, uns in bequeme Sachen gestürzt und saßen am schwiegerfamiliären Esstisch – und da blieben wir (meinem Gefühl nach) für den Rest des Wochenendes.

Mein Mann genoss die mütterlichen Kohlrouladen, während für mich ein Extra-Auflauf mit Spätzle und Spinat gemacht worden war – und dann klang der Abend mit einer Runde „Pochen“ aus. Das Spiel kannte ich noch nicht und obwohl ich vor lauter Müdigkeit ein paar Anfangschwierigkeiten hatte, machte es höllisch viel Spaß! Am nächsten Tag drehte sich dann alles um die Familienfeier, dazu will ich nur sagen, dass so viele Menschen auf einem Haufen erstaunlich laut sein können. Gefeiert wurde in einem Lokal – und irgendwie sorgte das dafür, dass wir von mittags bis abends durchgefuttert haben.

Die Steckrüben-Suppe muss ich irgendwann selbst einmal versuchen zu kochen, der Gemüseauflauf war lecker, die Bratapfelcreme mit weihnachtlicher Himbeersauce der perfekte Abschluss und bei den Torten hätte ich weinen können, weil ich noch immer so schrecklich satt war. Da mein Mann und ich uns die Stücke geteilt haben und der Rest der Verwandtschaft auch mal den Teller zum Probieren zur Verfügung stellte, konnten wir mit Mühe und Not vier Sorten probieren (Schokoladen-Sahne-Torte, Mandarinen-Frischkäse-Torte, Nuss-Torte und Donauwelle) – und ich glaube, wenn an dem Ort noch einmal gefeiert wird, dann überspringe ich einfach das warme Essen samt Nachtisch und fange gleich mit den Torten an. Mit Bauchweh ging es im Schneegestöber wieder zurück, wobei Bibendum schon wieder Chauffeur spielen durfte. So ein Fahrsicherheitstraining scheint sich bei Schnee ganz positiv auf den Fahrer auszuwirken. Auf jeden Fall ging es sicher wieder in die heimische Garage. :)

Da es bis zum Schlafengehen noch etwas Zeit war, wurde wieder eine Runde gespielt – ich liebe diese Spielezeiten mit der Schwiegerfamilie! Dieses Mal kam „6 nimmt!“ dran, wieder ein Spiel, das ich noch nicht kannte. Aber dafür habe ich mich ganz gut geschlagen und musste mich nur Bibendum ergeben! :D Dass zwischenzeitlich der eine oder andere einen Blick in den Kühlschrank warf oder unauffällig zum Schokoteller schlenderte, verschweige ich jetzt mal lieber, sonst haltet ihr uns noch für verfressen. ;)

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem gemütlichen Frühstück wieder auf den Heimweg. Wieder fuhren wir durch Schneegestöber, wieder durfte Bibendum am Steuer sitzen und so erreichten wir pünktlich den ersten Zug, der uns zurück Richtung Süden bringen sollte. Die gesamte Fahrt verlief eigentlich unspektakulär, wenn man von einigen Fahrgästen absah. Der Herr, der mit seinem Fahrrad in den Regionalzug einstieg und sich lauthals – und sehr besserwisserisch – in jedes Gespräch der anderen Fahrgäste einmischte und jedem, der die Toilette benutzen wollte, unverständliche Anweisungen zur Bedienung der Klotür zubrüllte, hat schon etwas genervt. Abgesehen davon, dass er sein Fahrrad so geschickt geparkt hatte, dass die Frau gegenüber zuhause ihr Gepäck erst einmal unter die Dusche stellen darf, da der Schlamm von den Taschen tropfte und die Reifenspuren auch nicht so dekorativ waren.

Diese Dame hingegen hatte keinerlei Hemmungen, sich lauthals mit ihrer Tochter über viele Dinge zu unterhalten, die ich nicht aus ihrem Leben wissen wollte … und auf dem letzten Stück der Fahrt saßen wir durchgehend (leider war der Zug zu voll, um sich umsetzen zu können) hinter einem jungen Mann, der die Luft mit einer Alkoholfahne gründlich verpestete und auch sonst ein eher unangenehmer Mitreisender war. Am heimischen Bahnhof angekommen, waren wir dann ganz froh, dass wir aussteigen konnten – und ich freute mich schon darauf, auf dem letzten Wegstück einen Gutschein für eine Heiße Schokolade einlösen zu können.

Genau genommen versprach mir der Gutschein 2 Euro Rabatt, aber damit waren die Damen und Herren in dem Café wohl etwas überfordert. Während der eine Angestellte herauszufinden versuchte, wie man die Kasse dazu bringt eine Abzug von x Prozent zu berechnen, damit ich auf die zwei Euro Rabatt kommen würde (anscheinend hatten sie gerade parallel eine Prozentrabattaktion), waren zwei Damen damit beschäftigt herauszufinden, wie man mit den vorhandenen Geräten die gewünschte Heiße Schokolade anfertigt. Und als ich auch noch meinte, dass ich das Getränk vor Ort zu mir nehmen wollte, brach richtige Panik aus, denn der Geschirrspüler sei kaputt und man hätte kein sauberes Porzellan mehr! Letztendlich bekam ich dann etwas Trinkbares in einem Pappbecher – und den Eindruck, dass ich in das Café am Bahnhof nicht noch einmal gehen muss. ;)

Nun fehlte nur noch die Taxifahrt nach Hause und während ich auf dem Rücksitz vor mich hindöste und ignorierte, dass wir schon wieder einen flotten Fahrer hatten, der das vorhandene Glatteis auf den Straßen nicht zu bemerken schien, erzählte mir mein Mann später, dass es schon fast cool war, wie der Fahrer über rote Ampeln preschte und von einer Spur auf die andere hüpfte, weil er sich nicht sicher war, welchen Weg er nehmen musste. Nun, wir sind heil daheim angekommen und fanden vier sehr zufriedene und ausgeglichene Katzen vor, die sich darüber freuten, uns wiederzusehen.

Es war schön, mal wieder bei der Schwiegerfamilie zu sein – und wie immer war ich mir bei der Abreise sicher, dass ich nie wieder etwas essen könnte. Ebenso schön war es, Bibendum wiederzusehen, sie hingegen wird sich im Februar schon wieder auf den Weg zu uns machen. :) Nur auf eins hätte ich verzichten können: Dank dem Reisevorbereitungsstress, den Sitzbedingungen bei der Deutschen Bahn und dem schweren Rucksack muckt mein Rücken seit Tagen und nun hoffe ich, dass der bald soweit okay ist, dass ich meine Stunden am PC wieder normal durchhalten kann.

Freitag, 3. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 45, 46+47)

In den letzten beiden Kapiteln durften wir auf der einen Seite miterleben, wie Agnes und Catherine einen hirnrissigen Plan entwickelten, der absolut nichts damit zu tun hatte Harry aus dem Gefängnis zu holen und dafür eine Menge mit Alkohol während der Schwangerschaft. Und dann gab es auf der anderen Seite noch Declan, der einen letzten (peinlichen) Versuch wagte, um Orla wieder für sich zu gewinnen …

Perspektivwechsel: Kapitel 45 wird aus der Sicht von Gary Culhane erzählt


Doc Gary verabschiedet sich mit einer riesigen Portion Leckerli von seinem Hund Bruce, denn heute ist der Tag, an dem vor Gericht entschieden werden soll, was aus dem Tier wird.

Doch während seine Anwältin Joanna pünktlich vor dem Gerichtsgebäude auf den Doc wartet, lässt sich die Anklägerin Ellen Byrne nicht blicken. Somit wird die Verhandlung um eine Woche vertagt.

Bei einem kurzen abschließenden Gespräch vermeiden sowohl Joanna als auch der Doc über Orla zu reden, wobei beiden das Thema auf der Seele brennt …

Perspektivwechsel: Kapitel 46 wird aus der Sicht von Jackie Byrne erzählt

Wir sind wieder im Jahr 1970 und Papa Paddy drückt Jackie einen dicken Umschlag in die Hand, den er bei einer jungen Dame abliefern soll.

Die junge Frau ist allerdings erst einmal misstrauisch, denn in dem Umschlag könnte ja ein Brandsatz sein. Seitdem sie über den Mord an ihrer Freundin Colette in der Zeitung las, befürchtet sie tagtäglich, dass auch ihr etwas zustoßen könnte.

Der Anblick des Geldes beruhigt sie allerdings - und dann wird sie von Jackie, dem sein Vater gesagt hatte, dass Ivan der Schreckliche es ganz toll fände, wenn Sohnemann nett zu der Geldempfängerin wäre, auch noch nett angemacht:
Als er ihr den Umschlag hinhielt, zog er großtuerisch zwei Banknoten heraus und steckte sie in seine eigene Tasche. „Das, meine Hübsche, ist der Betrag, den wir heute Abend gemeinsam ausgeben werden. Möchtest du ins Kino oder wäre dir eine Fahrt in meinem Wagen lieber?“

Perspektivwechsel: Kapitel 47 wird aus der Sicht von Mary O’Dowd und Jim McHale erzählt

Der gute Jim klingelt Mary am Samstagmorgen um zehn Uhr aus dem Haus. Während sie voller Verlegenheit feststellt, dass sie weder geschminkt noch anständig angezogen ist, ärgert er sich, weil er nicht daran gedacht hat, dass eine alleinerziehende arbeitende Frau ja am Wochenende ausschlafen könnte.

Nachdem Mary sich angezogen und Jim Tee gekocht hatte, verschwatzen sich die beiden am Küchentisch bis Jim beschließt, dass es für ihn Zeit wird ihren Rasen zu mähen. Als die Kinder vom Schwimmen nach Hause kommen, erwartet sie ein kurzer Rasen, gepflegte Beete, eine entspannte Mutter und ein Jim, der vorschlägt, dass man gemeinsam Pizza essen könnte.

Für Mary ist das ein perfekter Tag, so toll hat sie sich seit Monaten nicht mehr gefühlt. Und auf dem Heimweg besorgt Jim mit den Kindern noch ein neues Abflussrohr und bastelt das zusammen mit dem (verbrecherischen) Paule ein. Zum Tagesabschluss gibt es einen Eintopf aus Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Kräutern, Apfelkuchen und zwei Erwachsene, die sich gegenseitig versichern wie schön der Tag doch gewesen ist.

Nachdem Jim Mary auf die Wange geküsst hat, verspricht er ein Wiedersehen für das nächste Wochenende, wenn er Paul zum Besuch des Endspiels abholt – achja, und er würde in der Woche mal vorbeikommen und das Haus streichen.

Hey, hat mal jemand einen Jim für mich? Ich habe noch zwei Zimmer und einen Haufen Türen zu renovieren! ;)

Mary macht Jim dann noch klar, dass er jederzeit willkommen ist, selbst, wenn nichts in Haus und Garten zu werkeln sei und verabschiedet sich dann mit Schmetterlingen im Bauch von dem hilfsbereiten Expolizisten. Ob der das mit „Dein Freund und Helfer“ irgendwie zu wörtlich nimmt?

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Dezember-SuB

Der November war ein ziemlich guter Lesemonat - kein Wunder, wenn man bedenkt, dass ich versucht habe nachmittags sehr viel Zeit mit einem Buch zu verbringen. Das hat dazu geführt, dass ich nicht nur alle November-SuB-Zugänge gelesen habe. Zusätzlich habe ich den SuB noch weiter schrumpfen lassen und einige Bibliotheksbücher verschlungen. So komme ich für den November auf insgesamt 19 Bücher und 2 Hörbücher (bei den Comics und Manga gab es nur Re-Reads). Hach, das sind doch mal wieder akzeptable Zahlen!


A (3)
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Jane Austen: Mansfield Park

B (8)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (5)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Colin Cotterill: Dr. Siri sieht Gespenster (Dr. Siri 2)
Colin Cotterill: Totentanz für Dr. Siri (Dr. Siri 3

D (5)
John Dickinson: Die Schlange am Rande der Welt
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (12)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (5)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Kami Garcia und Margaret Stohl: Sixteen Moons
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (2)
P.D. James: Ein makelloser Tod
Alaya Johnson: Moonshine – Stadt der Dunkelheit

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (7)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin
Lauren Lipton: Was sich liebt, das trennt sich
Jens Lossau/Jens Schumacher: Der Elbenschlächter
Sergej Lukianenko: Trix Solier

M (5)
Christoph Marzi: Lyra
Seanan McGuire: October Daye - Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan - Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (5)
Bernd Perplies: Magierdämmerung 1 - Für die Krone
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

Q (0)
-

R (14)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (11)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (11)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Rob Thurman: Nachtgeister
Rob Thurman: Mondgeister
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (4)
Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)
-

111 Titel
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für die Weltreise-Challenge oder andere Aktionen vorgesehen)