Mittwoch, 31. August 2011

Dies und Das (10)

Als ich heute in der Bibliothek war, bin ich ausnahmsweise mal nicht den direkten Weg an der Hauptstraße nach Hause gegangen, sondern ich habe die Alternativroute genommen. Da gehe ich sonst nur lang, wenn ich auf den Markt will, aber trotz des verlockenden Frischkäses und all der anderen regionalen Leckereien, die es da zu kaufen gibt, bin ich in den letzten Wochen nicht mehr auf den Wochenmarkt gekommen. So habe ich bis heute auch absolut nichts davon mitbekommen, dass die kleine Buchhandlung um die Ecke zugemacht hat.

Ich gebe zu, dass ich da auch nicht oft eingekauft habe, seitdem ich sie im November 2009 entdeckt habe. Aber wenn ich normal lieferbare deutsche Bücher bestellen wollte, habe ich auf diese Buchhandlung zurückgegriffen und dann beim nächsten Gang zum Tierfutterladen oder zur Bibliothek dort die Bestellung abgeholt. Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich zum Beispiel mit Bibendum nicht in den Laden gegangen bin, da ich genau wusste, dass im Krimibereich nicht genügend Auswahl vorhanden wäre, um Bibendum ein paar verlockende Sachen vor die Nase halten zu können.

Es gibt in der Stadt genügend Alternativen und ich habe inzwischen auch ein paar wirklich schnuckelige Buchhandlungen entdeckt. Aber es macht unseren Stadtteil doch deutlich ärmer, dass der einzige Buchladen zum 15. diesen Monats die Türen geschlossen hat …

P.S.: Den Bartimäus habe ich übrigens immer noch nicht gelesen. Irgendwie war ich nie in der richtigen Stimmung dafür.

Dienstag, 30. August 2011

[Kulinarisches] Schweizer Käsemakkaroni

In der letzten Woche hatte ich so viel um die Ohren, dass ich kaum zum Kommunizieren gekommen bin. Zu meiner großen Freude ist allerdings das Wetter inzwischen deutlich weniger heiß und schwül, so dass ich so langsam wieder das Gefühl habe denkfähig zu sein. Außerdem hatte ich in der letzten Woche wirklich ein Problem mit dem Kochen. Wenn ich nur Salat mache, dann meckert mein Mann, aber Lust zum Kochen hatte ich auch nicht, geschweige denn Appetit auf warmes Essen. Jetzt allerdings ist es kühl genug, um mal wieder etwas mehr Zeit in der Küche zu verbringen und somit auch Zeit für "Schweizer Käsemakkaroni". Mit diesem Rezept experimentiere ich schon seit fast einem Jahr und von den ursprünglichen Mengenzutaten ist kaum noch etwas übrig, dafür schmeckt es uns inzwischen richtig gut. Oh, und wer skeptisch sein sollte, weil in dem Gericht sowohl Kartoffeln als auch Nudeln verwendet werden, der sollte es einfach mal probieren!

Zutaten für zwei (hungrige) Personen:

ca. 200g Pellkartoffeln (Die Menge hängt bei uns immer davon ab, wieviel am Vortag übrig geblieben ist.)
200g kurze Makkaroni (Die perfekte Größe haben die Maccheroni von Barilla.)
etwas Butter oder Öl
1 Zwiebel
250 ml kräftige Gemüsebrühe
250 ml Milch
ca. 100 ml Sahne
100 - 150g geriebener Emmentaler
Muskat
Salz
Pfeffer
Petersilie

Die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden, die Zwiebel ebenfalls würfeln und beides in etwas Butter oder Öl in einer Pfanne leicht anbraten. Die Nudeln in die Pfanne geben und das Ganze mit Milch und Brühe aufgießen und ca. 10 Minuten mit Deckel köcheln lassen bis die Nudeln bissfest sind (dabei immer wieder umrühren). Zu diesem Zeitpunkt sollte die Brühe-Milch-Mischung fast verkocht sein. Dann mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie abschmecken, zuletzt Sahne und Käse zugeben und gründlich untermischen.

Mal wieder keine optimale Beleuchtung und deshalb etwas farblos.
Das Ganze ist nicht gerade leichte Kost, aber sehr lecker, vor allem, wenn man dann noch einen Salat dazu serviert.

Dienstag, 23. August 2011

SuB-Zuwachs im August

Wenn ich das nächste Mal ein Paket erwarte, dann rufe ich euch wieder zum Daumendrücken, das hat nämlich hervorragend geklappt! :) So wurde mir heute um 17 Uhr das erwartete Päckchen von einem fröhlich grinsenden Paketboten (ich habe immer Mitleid bei fast 30 Grad, während unser Standardpaketbote das Wetter zu genießen scheint) in die Arme gedrückt. Heute sogar ohne die übliche "Achtung, das ist schwer"-Ermahnung - vermutlich, weil dieses Päckchen wirklich leichter ist als meine sonstigen Lesestoff-Lieferungen ... :D

Dieses Mal gab es wieder eine lustige Büchermischung, Manganachschub und unterhaltsamen Trash ("Geisterjäger John Sinclair" Folge 67 und "John Sinclair Classics" Folge 8) für die Ohren:


Lynsay Sands: "Vampire und andere Katastrophen"
Irgendwie ist es ja immer das Gleiche, aber so schön entspannend ... ;)

Alfred Weidenmann: "Gepäckschein 666"
Das Buch habe ich als Kind regelmäßig aus der Bibliothek ausgeliehen - jetzt wird es Zeit für einen re-read!

Mike Resnick: "Jäger des verlorenen Einhorns"
Klingt nach einer amüsanten Fantasy-Krimi-Geschichte - und nur für den Fall, dass es mir gefallen sollte, habe ich den nächsten Teil auch schon mal auf meinen Wunschzettel gepackt. *g*

John Dickinson: "Das Kind des Schicksals"
So hingerissen bin ich von dem ersten Band ("Die Schlange am Rande der Welt") zwar nicht, aber ganz habe ich die Reihe noch nicht aufgegeben.

Malorie Blackman: "Boys don't cry"
Mal etwas Abwechslung zu den anderen Titeln ... ;)

Das sind also fünf neue Bücher für den SuB, die ich - angesichts meiner ganz persönlichen Challenge - bis zum 04. Oktober 2011 gelesen haben möchte. Es wird Zeit, dass ich meine Leseflaute mal überwinde und mich wieder auf die Bücher stürze. Wenn ich in der kommenden Woche jeden Tag ein Buch lese, dann schaffe ich es sogar endlich mal einen Monat mit einem SuB unter 100 zu beginnen  - vielleicht ist das Ansporn genug, um all die angefangenen Romane und Sachbücher mal zu beenden. Mein Mann würde sich über einen etwas übersichtlicheren Wohnzimmertisch bestimmt auch freuen. :D

Und für die Mangaleser unter euch, noch ein Blick auf die Reihenfortsetzungen, die bei mir angekommen sind:

Montag, 22. August 2011

Das große Warten

Da es ja doch etwas abenteuerlich ist, wenn man hier ein Paket empfangen will, bekomme ich von den meisten Leuten, die mir etwas schicken, den Link zur Sendungsverfolgung. Was eine Vereinfachung für die Kunden sein soll, wird allerdings an manchen Tagen zum großen Rätselraten.

An manchen Tagen läuft das ganz einfach: Ich bekomme den Link, gucke abends drauf und sehe, dass mein Paket das Start-Paketzentrum erreicht hat, schaue morgens noch einmal, wo das Ganze abgeblieben ist und richte mich dann darauf ein, dass ich den Tag über in der Nähe der Klingel bleibe, damit ich zur Tür sprinten kann, bevor der Paketbote sich wieder aus dem Staub macht.

Manchmal sorgt die Sendungsverfolgung aber für richtig aufregende Tage, so wie im August 2010. Und seit vergangenem Donnerstag beobachte ich mal wieder etwas verwirrt die Vorgänge rund um mein erwartetes Buchpaket:

Am Donnerstag wurde das Paket gegen 15 Uhr in einer Paketstation abgeliefert. Da der Absender schon meinte, dass die Station wohl erst am Freitag geleert wird, haben wir gehofft, dass das Paket am Samstag bei mir ankommen würde. Aber bis Samstagmittag zeigte die Paketverfolgung keine neue Meldung an und erst abends wurde mir "mitgeteilt", dass mein Paket abgeholt worden sei.

Okay, übers Wochenende hatte ich keine große Bewegung erwartet, aber schon ein bisschen gehofft, dass es doch noch den Weg ins Start-Paketzentrum finden würde. Aber heute morgen hatten meine Bücher immer noch den "abgeholt"-Status ...

Vor einer Stunden aber ist die Anzeige umgesprungen und meine Bücher landeten doch noch im Paketzentrum - nun bin ich gespannt, ob sie da wieder eine Weile ruhen werden oder ob es in der Nacht weitergeht.

Auch wenn ich davon ausgehe, dass diese "Wartezeiten" einfach personalbedingt entstehen (so haben wir anscheinend zur Zeit einen studentischen Aushilfspaketboten), so amüsiere ich mich gerade doch ein bisschen über die Vorstellung, dass irgendein Postmitarbeiter übers Wochenende eine gemütliche Leserunde eingelegt hat. ;) Aber so nett die Vorstellung ist, so wäre ich für ein paar Daumendrücker ganz dankbar, die dafür sorgen, dass das Paket morgen heil bei mir ankommt. :)

Sonntag, 21. August 2011

Alter Schatz oder überbewerteter Regalplatzverstopfer?

Manchmal frage ich mich, ob mir die Autoren und Serien, die mich seit Jahren begleiten und immer wieder gelesen werden, ebenso gut gefallen würden, wenn ich sie erst heute entdecken würde. Dabei gibt es so einige Romane, die schon längst weitergewandert sind, weil ich merkte, dass ich nach der ersten Entdeckungsfreude keinen langfristigen Spaß daran haben würde. So habe ich zum Beispiel von den "Darkover"-Titel von Marion Zimmer Bradley nur noch ein paar wenige, die ich ab und an aus Sentimentalität wieder aus dem Regal ziehe und wieder genießen kann, während der Rest meiner Sammlung vor zwei Umzügen zum modernen Antiquariat gewandert ist.

Aber gerade im High-Fantasy-Bereich gibt es so einige Schätze aus den 80er Jahren, die ich immer wieder gerne lese und von denen ich mich vermutlich nie trennen werde, wie etwa die "Belgariade" von David Eddings. Auf der anderen Seite finde ich kaum aktuelle High Fantasy, die mir zusagt, weil ich das Gefühl habe, dass ich das alles schon mal (und zwar besser *g*) von anderen Autoren präsentiert bekommen habe. Ich fühle mich oft der Grundideen und Archetypen übersättigt, bin ungnädig, wenn ich das Gefühl habe, dass ein Autor in seiner Jugend die gleichen Bücher gelesen hat wie ich und nun für sein aktuelles Werk reines Szenenrecycling* betreibt, und nur selten kann mich die Entwicklung einer Geschichte wirklich überraschen. Bei Krimis ist es übrigens ähnlich, so dass ich da vor allem bei den Cozys lesbare "Neuentdeckungen" (wie Simon Brett, auch wenn mich dessen Bücher jetzt nicht total umhauen) mache, wo es weniger um einen spannende Aufbau und eine innovative Grundidee als um gut beschriebene Charaktere und eine atmosphärische Umgebung geht.

Trotzdem beschleicht mich immer wieder der Verdacht, dass ich all diese vernichtenden Urteile vermutlich auch über meine heißgeliebten alten Schätze fällen würde, würde ich diese erst heute in die Hände bekommen. Auf der anderen Seite gibt es genügend "Klassiker" in unterschiedlichen Genres, die ich jetzt erst für mich entdecke und die ich trotzdem genieße und bei denen ich nicht das Gefühl habe, dass mir die Geschichte schon x Mal untergekommen ist. Dabei bemerke ich schon, dass ich mich gerade bei den Klassikern oft für den Erzählstil des Autors begeistern kann, während die Handlung zwar gut und unterhaltsam ist, aber von mir manchmal mit etwas distanzierten Augen gesehen wird, weil sie auf politische und gesellschaftliche Aspekte eingeht, die eben schon einige Jahrzehnte her sind. So habe ich trotz meiner schon lange bestehenden Leidenschaft für Raymond Chandler und Dashiell Hammet den Autor Cornell Woolrich erst sehr spät für mich entdeckt. Übrigens kann man mich inzwischen mit feministischen Fantasy- oder Science-Fiction-Romanen jagen, während ich Krimis aus der McCarthy-Ära immer noch sehr spannend finde ...

Am Ende dieses leicht wirren Beitrags bleibt wohl das Fazit, dass ich weiterhin vor meinen alten Schätzen stehen werde und feststellen muss, dass mir ein relativ objektives Urteil über diese Romane schon seit langer Zeit nicht mehr möglich ist. Dafür genieße ich dann die vertrauten Charaktere, den geliebten Humor, versuche immer wieder neue Aspekte in den altbekannten Geschichten zu entdecken und verbinde mit jedem jahrelang gehegten Titel vielfältige Erinnerungen. Und allein die Tatsache, dass ich bei manchen Büchern mit jeder Lebensphase andere Facetten bemerke und anerkennen kann, sorgt wohl dafür, dass ich einige dieser alten Schätze weiterhin behalten werde und nicht als Regalverstopfer betrachten kann.

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*Zum Szenenrecycling: Wenn der Autor es offiziell als Hommage an ein anderes Werk bezeichnet, dann kann ich mit solchen Zitaten, wie sie zum Beispiel Bernd Perplies in seiner "Tarean"-Reihe verwendet, um auf Tolkiens "Herrn der Ringe" zu verweisen, gut leben. Negativ hingegen ist mir in der Beziehung Marcus Reichard mit "Das Siegel der Finsternis" aufgefallen. So nett und flüssig die Geschichte zu lesen ist, so sehr störte mich ein Kampf, der wie eine 1:1-Kopie von Gandalfs Auseinandersetzung mit dem Balrog in den Minen von Moria wirkt, während andere Szenen mich zum Beispiel weniger greifbar, aber trotzdem deutlich an die nicht ganz so bekannte Reihe "Die Diener von Ark" von Jonathan Wylie (Mark und Julia Smith) erinnern.

Samstag, 20. August 2011

Mal wieder Logan

Unser Kater Logan ist der festen Überzeugung, dass die eine Bettseite ihm gehört. So kann es nur ein sehr seltsames Versehen sein, dass mein Mann die Nacht über seinen Kopf auf Logans Kissen legt und dem armen Kater so schrecklich viel Platz wegnimmt! Für meinen Mann hingegen bedeutet dies, dass er jeden Morgen versuchen muss, ein Handtuch auf sein Kopfkissen zu legen, bevor Logan sich schon darauf niedergelassen hat.


Eine ganz schreckliche Unterbrechung von Logans Tagesablauf bedeutet es, wenn ich Betten beziehe. Dann wird der arme Kater von seinem kuscheligen Platz vertrieben und muss sich Zuflucht im Wohnzimmer suchen. Klingelt allerdings mittendrin das Telefon, dann weiß Logan selbstverständlich seine Chance zu nutzen:


Aber richtig glücklich ist er erst, wenn das Bett frisch bezogen ist und er den heißen Sommertag wieder auf seinem liebsten Schattenplatz verbringen kann - und dabei möchte er bitte nicht gestört werden!

Freitag, 19. August 2011

[Figurenkabinett] Prinz Kheldar von Drasnien

In meinem vierten "Figurenkabinett" bekommt zum ersten Mal eine "Nebenfigur" die Aufmerksamkeit, die sie in meinen Augen verdient hat. Prinz Kheldar, auch Silk genannt, ist der Neffe des Königs von Drasnien und steht in der Thornfolge deutlich weiter oben, als es ihm lieb ist. Doch bei meiner ersten Begegnung mit ihm hätte ich niemals gedacht, dass er überhaupt von Adel ist oder gar so etwas wie eine "anständige" Erziehung genossen hat. Denn mein erster Blick auf Silk geschah durch die Augen eines sehr naiven Jungen vom Lande, der sein Leben lang auf einer geordneten Farm unter der Obhut seiner (recht strengen) Tante Polgara verbracht hatte und der sich bei Silks Anblick sicher war, dass er Wegelagerern in die Hände gefallen sei. Dieser Junge ist übrigens Garion, die Hauptfigur der "Belgariade (Das Auge Aldurs)" sowie der "Malloreon-Saga" von David Eddings.

Ich muss zugeben, dass der erste Eindruck, den man von Silk gewinnt, nicht gerade der beste ist. Denn er wird beschrieben als ein nachlässig gekleideter kleiner Mann mit einem rattenhaften Gesicht, engstehenden Augen, einer langen Nase, ungepflegten Haaren und einem boshaften Humor. Aber trotz seines eher unvorteilhaften Äußeren hat mich sein Humor für ihn eingenommen, und je besser man Silk kennenlernt, desto mehr faszinierende Eigenschaften kann man an ihm entdecken - abgesehen davon, dass er zwar ein boshafter kleiner Mann, aber auch ein sehr guter (wenn auch manchmal über das Ziel hinausschießender) Freund ist.

Auf den ersten Blick scheint Silk eher leichtlebig zu sein. Trotz seiner adeligen Herkunft verbringt er einen Großteil der Zeit damit, in der Welt herumzureisen und – je nach Gelegenheit als erfolgreicher Kaufmann oder kleiner, schmieriger Reisender – sein Geld mit Handel zu verdienen. Dabei kann man das eigentlich nicht so ausdrücken, denn seine Geschäfte sind für ihn eher eine Art Glückspiel, und wie bei jedem Spiel gewinnt oder verliert er auch mal. Dabei hat er absolut keine Hemmungen, auch Insiderwissen auszunutzen, und so gelingt es ihm zum Bespiel während der "Malloreon-Saga", den gesamten Bohnenbestand eines riesigen Reiches in seinen Besitz zu bringen, während der dortige Herrscher sich auf einen Krieg vorbereitet und genau diese Bohnen als Verpflegung für seine Soldaten benötigt. Den Gewinn, den Silk dabei gemacht hat, könnt ihr euch vermutlich vorstellen; die Unruhe, die er damit verbreitet hat, vermutlich auch ... :D

Doch seine größte Leidenschaft gilt der Beschäftigung, die ganz Drasnien – ein ansonsten kleines, unbedeutendes und sehr sumpfiges Land – Unabhängigkeit und Überleben gegenüber den anderen Reichen sichert: Der Spionage! Seiner Tätigkeit für den drasnischen Geheimdienst verdankt er nicht nur seinen Spitznamen, sondern auch seine Fähigkeiten als Akrobat und Assassine. Und auch hier ist er recht skrupellos, wenn es um seine Aufträge geht – wobei sein Vorgesetzter erstaunlich oft über Silks Eigenmächtigkeiten nicht so ganz glücklich ist. So meuchelt er während eines Aufenthalts in Tol Honeth (der Hauptstadt von Tolnedra) nächtelang einen Menschen nach dem anderen, als Rache für den Tod einer Prostituierten, die ihm sehr am Herzen lag – und deren Tätigkeit für den drasnischen Geheimdienst zu ihrer Ermordung geführt hatte. Das klingt jetzt vielleicht etwas drastisch, aber man muss bei solchen Beschreibungen schon im Hinterkopf behalten, dass David Eddings für diese Romanreihe eine Fantasywelt erschaffen hat, in der ein Menschenleben erstaunlich wenig wert sein kann. ;)

Obwohl diese Beschreibung jetzt vermutlich wenig reizvoll klingt, scheint es der Damenwelt rund um Silk ähnlich zu gehen wie mir – und so findet er ohne Probleme weibliche Gesellschaft, wenn ihm danach ist. Doch die eine Frau, die er wirklich liebt, ist schon lange vergeben und ihrem Mann vollkommen zugetan. Diese unglückliche Liebe ist auch der Grund, warum Silk es in seiner Heimat kaum aushält und so viel auf Reisen ist. Denn wann immer er sich in Drasnien aufhält, begegnet er zwangsläufig Königin Porenn und muss vor ihr seine Gefühle verbergen.

Außerdem spielt Silk natürlich noch eine wichtige Rolle in der "Prophezeiung", die den Kern der Geschichte rund um Garion und die Gruppe von Menschen bildet, die mit ihm in der "Belgariade" um die Zukunft der Welt kämpfen. Aber in dieser Beziehung sticht er aus der Masse der Beteiligten eigentlich kaum heraus. Ganz ehrlich, ich weiß selbst nicht genau, warum ich gerade diesen Charaktere bei dieser Buchreihe so gern mag. Vielleicht liegt es daran, dass Silk Gegenstand von besonders vielen – und nicht selten boshaften – humorvollen Szenen ist, aber der kleine Spion begleitet mich schon viele Jahre und liegt mir deutlich mehr am Herzen als die eigentlich Hauptfigur dieser Romane.

Wer nun auf die Bücher neugierig geworden sein sollte, der sei gewarnt, dass die beiden Reihen reine High Fantasy sind und auf den heutigen Leser vermutlich leicht altmodisch wirken. Außerdem ist der Grundaufbau der "Belgariade" mit dem der "Malloreon-Saga" gleichzusetzen, da es in beiden Reihen darum geht, dieselbe Prophezeiung (wenn auch mit zum Teil neu verteilten Rollen) zu erfüllen. Ach ja, in meinem Besitz befinden sich übrigens die alten Ausgaben von Knaur mit der Reihenbezeichnung "Das Auge Aldurs", die trotz der bescheuerten und unpassenden Titel deutlich weniger Lektoratsfehler im Inneren aufweisen – und dank ihres Alters und der regelmäßigen Nutzung schon ziemlich zerschlissen aussehen. ;)

Die "Belgariade" von David Eddings:

1. Kind der Prophezeiung (Knaur-Ausgabe: Die Prophezeiung des Bauern)
2. Zauber der Schlange (Knaur-Ausgabe: Die Zaubermacht der Dame)
3. Spiel der Magier (Knaur-Ausgabe: Gambit der Magier)
4. Turm der Hexer (Knaur-Ausgabe: Turm der Hexerei)
5. Duell der Zauberer (Knaur-Ausgabe: Verwunschenes Endspiel)

Die "Malloreon-Saga" von David Eddings:

1. Herren des Westens
2. König der Murgos
3. Dämon von Karanda
4. Zauberin von Darshiva
5. Seherin von Kell

Donnerstag, 18. August 2011

Guy Delisle: Aufzeichnungen aus Birma

"Aufzeichnungen aus Birma" ist der dritte Comic von Guy Delisle, in dem der Zeichner seine Erlebnisse im Ausland beschreibt. Dabei ist er dieses Mal nicht aus beruflichen Gründen unterwegs (wie in "Pjöngjang" und "Shenzhen"), sondern als Begleiter seiner Frau, die für "Ärzte ohne Grenzen" arbeitet. Vor allem soll Guy in den Monaten, in denen seine Frau sich um die ärztliche Betreuung der Einheimischen kümmert, das Babysitting des noch sehr jungen Sohn des Ehepaares übernehmen.

So erlebt der Leser Birma mit den Augen eines "Hausmanns", dessen Alltag vom Kinderhüten, Einkaufen und dem Zeichnen am kleinen Schreibtisch im Schlafzimmer geprägt ist. Für mich fühlte sich dieser Comic weniger politisch an als die beiden Vorgänger, auch wenn man nicht übersehen kann, dass in Birma eine Militärdiktatur an der Macht ist. Ach ja, wenn ich die Daten in dem Comic richtig erfasst habe, dann war der Zeichner im Jahr 2006 (oder 2007) in diesem Land. Das musste ich mir anhand seiner Angaben über Aung San Suu Kyi (über die ich lustigerweise gerade gestern erst eine Nachricht im Fernsehen gesehen habe) zusammenreimen, genaue Aussagen gibt es von ihm dazu nicht.

Guy Delisle beschreibt in seinen "Aufzeichnungen aus Birma" sehr humorvoll die verschiedenen Auswirkungen des Regimes, wie er sie erlebt hat. Während man so einiges über den Alltag als Ausländer in Birma, Einkaufs- und Wohnsituationen und die Einheimischen, die der Zeichner in dem Jahr dort kennengelernt hat, erfährt, bemerkt man die Auswirkungen des Militärregimes vor allem bei der Arbeit der Ärzte. So endet der Comic auch damit, dass die französische Organisation, für die Guy Delisles Frau arbeitet, sich aus dem Land zurückzieht, weil sie dort nicht den Menschen helfen kann, die auf sie angewiesen wären.

Ansonsten gibt es viele kleine Episoden über die Dinge, die Guy Delisle so erlebt hat - wobei mehr oder weniger nebenbei auch ein Bombenattentat und ein Mord erwähnt werden. Aber bei aller Ernsthaftigkeit, wenn zum Beispiel über die Zeitungspolitik oder Zensur geredet wird, bleibt bei mir ein seltsam leichtes Gefühl nach dem Lesen zurück. Das ist ein bisschen wie nach der Lektüre eines "Dr. Siri"-Romans, wo man zwar trotz der amüsanten Präsentation einen Eindruck vom Leben innerhalb eines solchen Regimes bekommt, aber trotzdem das Gefühl hat, die Menschen versuchen innerhalb ihrer Grenzen das Beste aus der Situation zu machen. Vielleicht liegt es an dem (Galgen-)Humor des Zeichners (oder an der Nähe zwischen Birma und Laos, wo die "Dr. Siri"-Bücher spielen), aber bei all den beängstigenden und nachdenklich machenden Szenen überwiegt für mich am Ende bei diesem Comic das Gefühl, dass hier viele lustige und skurrile Situationen dargestellt wurden, die mich gut unterhalten haben.

Wer von euch Lust hat, sich mit Guy Delisle und seinen Erlebnissen im Ausland zu beschäftigen, dem empfehle ich die Comics in der Reihenfolge, in der sie entstanden sind, zu lesen. Also fangt in China mit "Shenzhen" an, wandert dann mit dem Zeichner nach "Pjöngjang" in Nordkorea und beendet die Reise mit den persönlicheren Episoden, die man in den "Aufzeichnungen aus Birma" finden kann. Die Qualität der Zeichnungen und Geschichten steigert sich in meinen Augen von Band zu Band und so bietet jeder Teil neue und amüsante Eindrücke in ein fremdes Land.

Dienstag, 16. August 2011

Agatha Christie: They Came to Baghdad

Ich bin selber ganz erstaunt, dass ich schon wieder einen Spionageroman von Agatha Christie erwischt habe, das war keine bewusste Wahl. Meine Auswahl beschränkte sich im Moment halt auf die Titel, die in der Bibliothek sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zur Verfügung standen, weil ich mal einen detaillierten Vergleich zwischen den Büchern machen wollte. So habe ich einerseits meine Neugierde bezüglich der Veränderungen bei den deutschen Übersetzungen endlich mal gestillt und auf der anderen Seite auch in diesem Monat pünktlich mein Buch für die English-Challenge geschafft.

"They came to Baghdad" spielt um 1950 und der Leser wird zusammen mit der jungen Victoria Jones in eine klassische Spionagegeschichte rund um eine wichtige Veranstaltung in Bagdad geworfen. Anfangs weiß man nicht viel mehr, als dass sich zwei Herren (Captain Crosbie und Dakin) über die Festsetzung eines Termins unterhalten. Wenn man diese beiden glauben darf, dann könnte dieses Treffen (zu dem wohl auch der amerikanische Präsident erscheinen wird) über Krieg und Frieden entscheiden.

Dementsprechend gibt es nicht nur Parteien, die alles dafür tun wollen, damit diese Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht, sondern mindestens eine Gegenpartei, die auch nicht davor zurückschreckt jeden Dahergelaufenen zu ermorden, nur weil er Carmichael, einem von Dakins wichtigsten Mitarbeitern, ähnelt. Dieser ist nämlich im Besitz von Informationen, die für das Treffen entscheidend sein könnten, wenn es dem Mann gelingt rechtzeitig und lebendig in Bagdad einzutreffen.

Während Victoria einzig und allein nach Bagdad reist, weil sie sich innerhalb eines kurzen Treffens in einen Mann verliebt hat, der sich prompt am nächsten Tag von London in den Orient aufmacht, stolpert sie kurz nach ihrer Ankunft in Bagdad über einen Toten. So wird die junge Frau in die Ereignisse rund um das politisch so wichtige Treffen hineingezogen und erlebt einige Abenteuer in dem fremden Land. Obwohl ich die Geschichte recht unterhaltsam finde und mich in dieser englischen Version vor allem Agatha Christies Beschreibungen von Bagdad und den dort lebenden Menschen unterhalten haben, muss ich zugeben, dass es nicht einer der besten Romane der Autorin ist.

Ich habe das Gefühl, dass die Qualität der Handlung immer dann leidet, wenn Agatha Christie ihre Gedanken zum – für sie damals – aktuellen Weltgeschehen mitteilen wollte. So macht dieser Part (der in der deutschen Ausgabe fast komplett weggekürzt wurde!) für mich den größten Reiz an der Geschichte aus, während die Spionagegeschichte ebenso wie die (Liebes-)Geschichte von Victoria vorhersehbar und nicht mehr als "ganz nett" ist. Einige Elemente haben mich sogar sehr an "Passenger to Frankfurt" erinnert, vielleicht hatte sie die Grundidee zwanzig Jahre später für ihre "Frankfurt-Geschichte" noch einmal aufgenommen, auch wenn sie in "They Came to Baghdad" den Kalten Krieg und nicht Überreste der Nazi-Zeit thematisiert hat und mir die Abenteuer in Bagdad deutlich besser gefallen haben.

Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch parallel auf Deutsch und Englisch gelesen habe, weil ich nach dem ersten Kapitel so fassungslos darüber war, wie sehr die deutsche Übersetzung den Text verfälscht. Während die englische Ausgabe lauter atmosphärische Beschreibungen enthält und viele einzelne Wörter, Zitate oder Verse davon zeugen, wie gut sich Agatha Christie im Orient ausgekannt hat, fehlen nicht nur diese Elemente, sondern auch einige – in meinen Augen relevante – Informationen in der deutschen Fassung.

Wer allerdings nicht beide Bücher nebeneinanderliegen hat, wird vermutlich nicht so schnell auf den Gedanken kommen, dass da so gravierende Einschnitte vorgenommen wurden. Ich zumindest habe mich bislang auch mit den deutschen Ausgaben gut unterhalten gefühlt.  Jetzt aber, da ich weiß wie gut die Originalversion verständlich ist und welche gravierenden Unterschiede zwischen den beiden Versionen bestehen, werde ich wohl meine (so gut wie vollständige *sniff*) Christie-Sammlung auf Dauer durch die englischen Ausgaben ersetzen.

Sonntag, 14. August 2011

Leseflaute

Nach einer Woche mit Hexenschuss, Schmerzmitteln und vorsichtigen Dehnbewegungen geht es mir inzwischen eigentlich wieder gut. Zumindest solange ich darauf achte, dass ich den Rücken nicht zu sehr verdrehe ... Und morgen habe ich auch endlich den Arzttermin, den ich schon vor dem Hexenschuss ausgemacht hatte.

Da ich in den letzten Tagen eh nicht arbeiten konnte, hätte ich unglaublich viel Zeit zum Lesen gehabt. Blöderweise fehlte mir die Lust! So stapeln sich lauter angefangene Bücher auf dem Wohnzimmertisch, aber kaum eins davon habe ich weiter als bis zum zweiten Kapitel gelesen. Stattdessen habe ich mir die Zeit mit DVDs vertrieben und nicht nur endlich die schon lange angefangenen "Buffy"- und "Angel"-Staffeln beendet, sondern auch Folgen von "Die Mädchen aus dem Weltraum" gesehen. Wer sich darüber wundern sollte: Mein Mann hat eine Schwäche für seltsame (billig gemachte) Serien aus den 70er-Jahren. Und diese Serie ist wirklich seltsam! Wenn ich nur unkritisch hingucke, dann amüsiere ich mich über den Versuch, eine matriarchalische Gesellschaft zu entwerfen, in anderen Momenten frage ich mich, ob das eine Anti-Feminismus-Kampagne sein sollte.

Auf jeden Fall wird es wieder Zeit, dass ich aktiver werde. Und wenn ich morgen beim Arzt grünes Licht bekomme, dann werde ich nicht nur brav wieder an die Arbeit gehen, sondern auch wieder mehr Freizeit am PC verbringen und den Blog regelmäßiger füttern. Oh, und es wäre auch schön, wenn ich bis zum Ende des Monats den SaB vom Wohnzimmertisch weglesen würde. ;)

Aber heute gönne ich mir noch etwas Entspannung und habe deshalb nach dem Frühstück einen Blick in diesen Comic geworfen:



Bislang kann ich sagen, dass sich "Aufzeichnungen aus Birma" vollständig von "Shenzhen" und "Pjöngjang" unterscheidet und mich dazu gebracht hat, nach einer "lachenden roten Kuh" im Internet zu recherchieren. Und da ich große Lust aufs Weiterlesen habe, kann ich mit dem Comic vielleicht die Leseflaute beenden. :)

Samstag, 13. August 2011

Ein detaillierter Vergleich zwischen dem ersten Kapitel von "They Came to Baghdad" und "Sie kamen nach Bagdad"

Es ist schon seltsam, dass ich beim Lesen von "The Man in the Brown Suit" ebenso wenig wie bei "The Secret of Chimneys" das Gefühl hatte, dass sich das Original von der mir vertrauten deutschen Übersetzung groß unterscheiden würde. Zwar ist mir im ersten Buch eine Szene ins Auge gesprungen, die mir vollkommen neu erschien, während der zweite Roman mir vor allem das Gefühl gab, dass viele Redewendungen den Weg in die deutsche Ausgabe nicht gefunden haben, aber insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, dass ich als Leser der Übersetzung groß etwas vom Inhalt oder der Atmosphäre vermissen würde.

Nun habe ich aber in der Bibliothek das Glück gehabt, dass ich sowohl "They Came to Baghdad" (Harper Colins Publishers, 1993) als auch "Sie kamen nach Bagdad" (Fischer Taschenbuch Verlag, 2006; übersetzt von Elleonore von Wurzian) ausleihen konnte, und somit wurden diese beiden Titel parallel von mir angefangen. Zum Inhalt werde ich in der (English-Challenge-)Rezension zur englischen Ausgabe noch etwas sagen, hier geht es mir gerade darum, mal detaillierter auf die Unterschiede einzugehen. Dabei musste ich anfangs wirklich die beiden Titel nebeneinanderlegen und Seite für Seite parallel lesen, obwohl in "Sie kamen nach Bagdad" schon im ersten Kapitel mehrere kleine Absätze fehlten, die viel zur Atmosphäre beitragen. Aber so richtig fällt es eben nur ins Auge, wenn es nicht nur um die Stimmung, sondern auch um Informationsvermittlung geht.

Ich trage hier mal zusammen, was mir allein im ersten Kapitel aufgefallen ist. Auf der einen Seite kann der Leser hier eine Begegnung zwischen Captain Crosbie und Dakin verfolgen, auf der anderen Seite lernt er Miss Scheele, eine Sekretärin, kennen. Wenn ich auch auf die restlichen Kapitel eingehen wollte, dann würdet ihr einen Monat lang Beiträge dazu von mir lesen können.

Viele Passagen sind wirklich wörtlich übersetzt und so habe ich mir nichts dabei gedacht, als in der englischen Ausgabe Captain Crosbie nach 1 ½ gelesenen Seiten "into a large khan or court" (S. 8) einbiegt, während er in der deutschen Ausgabe "einen großen Hof" (S. 6) betrat.

Wegen eines solchen Worts stelle ich mich nicht so an, auch wenn ich in einem Roman, der im Orient spielt, an sich gern auf solche Ausdrücke stoße.

Auch Dakins Büro wird in der einen Ausgabe ausführlicher dargestellt als in der anderen. So heißt es im Englischen:
It was a high, rather bare room. There was an oil stove with a saucer of water on top of it, a long, low cushioned seat with a little coffee table in front of it and a large rather shabby desk. The electric light was on and the daylight was carefully excluded. (S. 8)
Während im Deutschen mal eben die Möblierung gestrichen wurde:
Es war ein hohes, kahles Zimmer. Das elektrische Licht brannte und das Tageslicht war sorgfältig ausgeschlossen. (S. 6)

Eine – in meinen Augen – akzeptable Kürzung, die aber doch schon eine Auswirkung auf meine Vorstellung von diesem Raum hat.

Lustig ist, dass Dakin im englischen Text noch bei der Arbeit ist:
He had before him a paper which he had just been busy decoding. He dotted down two more letters and said: "…” (S. 9)
Während er diese im Deutschen schon beendet hat:
Er hatte ein Schriftstück vor sich liegen, das er eben dechiffriert hatte. (S. 7)

Eine weitere Kürzung beraubt einen Charakter in der deutschen Ausgabe einer Facette – und hat somit eindeutig eine Auswirkung auf meine Wahrnehmung dieser Person – und lässt zusätzlich eine kleine spöttische Bemerkung unter den Tisch fallen, die ich schon als wichtig für die Atmosphäre empfinde:
"They’ve been talking about in the souk – for three days," said Crosbie drily.
The tall man smiled his weary smile.
"Top secret! No top secrets in the East, are there, Crosbie?”
"No, sir. If you ask me, there aren’t any top secrets anywhere. During the war I often noticed a barber in London knew more than the High Command.”
"It doesn’t matter much in this case. If the meeting is arranged for Baghdad it will soon have to be made public. And then the fun – our particular fun – starts.” (S. 9)

Und zum Vergleich:
"Sie sprechen im Souk schon seit drei Tagen davon", sagte Crosbie.
"In diesem Fall macht das nichts. Wenn die Konferenz in Bagdad stattfindet, wird das bald publik gemacht werden müssen. Und dann fängt der Spaß – unser Privatspaß – an." (S. 7)

Bei einer solchen Veränderung fällt auch kaum auf, dass Crosbi recht salopp fragt, ob "Uncle Joe – thus disrespectfully did Captain Crosbie refer to the head of a Gread European Power – really mean to come?" (S. 9), während es im Deutschen nur heißt: "Hat Onkel Joe ernstlich die Absicht zu kommen?” (S. 7), ohne dass man an dieser Stelle eine Erklärung bekommt, wer "Onkel Joe" sein könnte.

Wirklich gestört hat mich aber vor allem folgende Veränderung, bei der sich Dakin recht desillusioniert über die kommende Veranstaltung äußert:
"I think he does this time, Crosbie," said Dakin thoughtfully. "Yes, I think so. And if the meeting comes off – comes off without a hitch – well, it might be the saving of – everything. If some kind of understanding could only be reached –" he broke off.
Crosbie still looked slightly sceptical. "Is – forgive me, sir – is understanding of any kind possible?”
"In the sense you mean, Crosbie, probably not! If it were just a bringing together of two men representing totally different ideologies probably the whole thing would end as usual – in increased suspicion and misunderstanding. But there’s the third element. If that fantastic story of Carmichael’s is true –" (S. 10)

Und die entsprechende Passage in der deutschen Ausgabe:
"Ich glaube, diesmal ja, Crosbie”, sagte Dakin nachdenklich. "Ja, ich glaube es wirklich. Und wenn sie stattfindet und ungestört verläuft – nun, dann kann sie vielleicht alles retten. Aber wenn diese fantastische Geschichte von Carmichael wahr ist …" Er brach ab. (S. 8)

Nun, wer braucht schon Gedanken darüber, wie wichtig die kommende Veranstaltung ist, welche Auswirkungen sie auf die Welt haben könnte und wer vermisst schon philosophische Gedanken zum Thema "Verständigung" … Bestimmt verliert die Geschichte nichts an Atmosphäre und Dringlichkeit, wenn man anfangs nicht mal eine Ahnung davon hat, worum es überhaupt geht. *seufz*

Bei einer langen Auflistung, welche Verbrechen in den letzten Tagen verübt worden sind, die mit Carmichael (dem Mitarbeiter, der anscheinend einen schlimmen Verdacht bezüglich der Veranstaltung hat) zusammenhängen könnten, fehlt nur ein kleiner Satzanhang am Ende:

" […] A gardener at the Embassy, a servant at the Consulate, an official at the Airport, in the Customs, at the railway stations … all hotels watched … A cordon, stretched tight.” (S. 11)

Und zum Vergleich:
" […] Ein Gärtner in der Botschaft – ein Diener auf dem Konsulat – ein Beamter auf dem Flughafen, beim Zoll, auf einem Bahnhof – alle Hotels überwacht." (S. 9)

Für mich eine vertretbare, wenn auch nicht nötige Veränderung des Textes.

Den gravierendsten Einschnitt gibt es allerdings am Ende der Passage über Crosbie und Dakin. So endet dieser Teil im Englischen:
In the middle of the spider’s web he wrote a name: Anna Scheele. Underneath he put a big query mark.
Then he took his hat, and left the office. As he walked along Rashid Street, some man asked another who that was.
"That? Oh, that’s Dakin. In one of the oil companies. Nice fellow, but never gets on. Too lethargic. They say he drinks. He’ll never get anywhere. You’ve got to have drive to get on in this part of the world.” (S. 12)

Während im Deutschen an Ende dies zu lesen ist:
Schließlich zeichnete er in einer Ecke des Löschpapiers ein Spinnennetz und in die Mitte des Spinnennetzes schrieb er einen Namen: "Anna Scheele". Darunter setzte er ein großes Fragezeichen. (S. 10)

Solche Änderungen machen mich wirklich ärgerlich. Ich finde es schon relevant, dass Dakin in den Augen der Öffentlichkeit ein antriebsloser und vermutlich trinkender Angestellter einer Ölfirma ist – und diese Informationen werden mir in der deutschen Ausgabe komplett vorenthalten!

Der Text über Miss Scheele hingegen wird in der deutschen Übersetzung gleich mal um einen Satz erweitert:
"Have you got the reports on the Krugenhorf property, Miss Scheele?" (S. 12)

Und:
In einem großen Büro eines New Yorker Wolkenkratzers saß ein Mann an einem Schreibtisch.
"Haben Sie den Bericht über das Krugendorf-Vermögen, Miss Scheele?" (S. 10)

Dafür wurde dann bei der Beschreibung der guten Miss Scheele gleich ein Satz wieder eingespart:
She could organize the staff of a big office in such a way that it ran as by well-oiled machinery. She was discretion itself and her energy, though controlled and disciplined, never flagged.
Otto Morganthal, head of the firm of Morganthal, Brown and Shipperke, international bankers, was well aware that to Anna Scheele he owed more than mere money could repay. (S. 13)

Sie konnte den Stab eines großen Büros so organisieren, dass er wie eine gut geölte Maschine funktionierte.
Otto Morganthal, Chef der angesehenen Firma Morganthal, Brown & Schipperke, internationales Bankhaus, war sich bewusst, dass Anna Scheeles Dienste nicht mit Gold aufzuwiegen waren. (S. 11)

Keine Streichung, aber doch einen – in meinen Augen – merkbaren Unterschied bezüglich der Beschreibung von Miss Scheele beinhaltet für mich folgende Übersetzung:
He would indeed have been astonished if he had been told that she had any thoughts – other, that is, than thoughts connected with Morganthal, Brown and Shipperke and with the problems of Otto Morganthal. (S. 14)

Er wäre in der Tat höchst erstaunt gewesen, hätte man ihm gesagt, dass sie irgendwelche Gedanken hatte, die sich nicht auf Morganthal, Brown & Schipperke oder auf die Probleme von Otto Morganthal bezogen. (S. 12)

Inhaltlich eigentlich kein Unterschied, aber von der Aussage her schon eine spürbare Differenz.

Und an dieser Stelle wurde der Text im Deutschen mal wieder etwas gerafft:
So it was with complete surprise that he heard her say as she prepared to leave his office:
"I should like three weeks’ leave of absence if I might have it, Mr Morganthal. Starting from Tuesday next.”
Staring at her, he said uneasily: "It will be awkward – very awkward.”
"I don’t think it will be too difficult, Mr Morganthal. Miss Wygate ist fully competent to deal with things. I shall leave her my notes and full instructions. Mr Cornwall can attend to the Ascher Merger.”
Still uneasily he asked:
"You’re not ill, or anything?”
He couldn’t imagine Miss Scheele being ill. Even germs respected Anna Scheele and kept out of her way.
"Oh no, Mr Morganthal. I want to go to London to see my sister there.”
"Your sister?” He didn’t know she had a sister. He had never conceived of Miss Scheele as having any family or relations. She had never mentioned having any. And here she was, casually referring to a sister in London. She had been over London with him last fall but she had never mentioned having a sister then.
With a sense of injury he said:
"I never knew you had a sister in England?” (S. 14)

Daher traute er seinen Ohren nicht, als sie, im Begriff das Büro zu verlassen, sagte: "Ich möchte gern, wenn möglich, drei Wochen Urlaub haben, Mr Morganthal, ab nächsten Dienstag. Ich  möchte nach London fahren, um meine Schwester zu sehen."
"Ihre Schwester?" Sie war letzten Herbst mit ihm in London gewesen, ohne je zu erwähnen, dass sie eine Schwester hatte. Er sagte etwas gekränkt: "Ich wusste gar nicht, dass Sie eine Schwester in England haben." (S. 12)

Für mich besteht zwischen diesen beiden Szenen ein riesiger Unterschied! Auf der einen Seite hat man eine zurückhaltende effiziente Sekretärin, die auch bezüglich ihres Privatlebens diskret ist und der man jede Information aus der Nase ziehen muss, während die deutsche Übersetzung eine Frau zeigt, die ihrem Chef auf Anhieb gleich alle Details verrät, damit sie Urlaub bekommt. Die "englische" Anna Scheele hinterlässt bei mir einen komplett anderen Eindruck als die "deutsche" Anna Scheele. Und das finde ich noch schlimmer als die fehlenden Informationen bezüglich Dakin am Ende seiner Passage.

Und hier noch die letzte Änderung im ersten Kapitel:
"All right, all right .. Get back as soon as you can. I’ve never seen the market so jumpy. All this damned Communism. War may break out at any moment. It’s the only solution, I sometimes think. The whole country’s riddled with it – riddled with it. And now the President’s determind to go to this fool conference at Baghdad. It’s a put-up job in my opinion. They’re out to get him. Baghdad! Of all outlandish places!” (S. 15)

"Schön, schön … kommen Sie so bald wie möglich zurück. Der Markt war noch nie so unruhig. Das ist dieser verfluchte Kommunismus. Das ganze Land gärt – gärt, sage ich. Und jetzt hat sich der Präsident entschlossen, zu dieser närrischen Konferenz nach Bagdad zu fliegen. Meiner Meinung nach eine abgekartete Sache. Sie haben es auf ihn abgesehen. Bagdad! Von allen ausgefallenen Plätzen gerade Bagdad!" (S. 12)

Kaum ein Unterschied und doch wird uns die Angst vor einem möglichen Krieg in der deutschen Ausgabe unterschlagen … Aber wer braucht in einer Spionagegeschichte schon solche Details?

Da ich die Übersetzung insgesamt eigentlich ganz stimmig finde, gehe ich mal davon aus, dass bei den Kürzungen eher der Verlag die Finger im Spiel hatte als Elleonore von Wurzian, die den Text ins Deutsche transportiert hat. Und bei den kleineren Sachen – wie der Weglassung des "khan" oder auch dem fehlenden Satz bei der Raumbeschreibung – würde ich mich auch nicht beschweren, aber einige der gekürzten Sätze und Passagen machen doch einiges an Atmosphäre und Inhalt aus!

Vor allem fehlen die Elemente, die zeigen wie gut sich die Autorin in Bagdad ausgekannt hat und wie sehr sie das Land in all seinen Schattierungen liebt. Auch finde ich es erschreckend, wie wenig in der deutschen Übersetzung noch von Agatha Christies Gedanken zum Thema Wirtschaft, Kommunismus und dem drohenden (Kalten) Krieg übrig geblieben ist. Mein Fazit aus diesem Vergleich ist, dass ich wohl in den nächsten Jahren meine Agatha-Christie-Sammlung so nach und nach durch die Originalausgaben ersetzen werde.

Montag, 8. August 2011

Wenn alle guten Dinge drei sind, was ...

... muss man dann über die blöden Dinge sagen?

Was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass ich die nächsten Tage offline verbringen werde. Und da ein Großteil der Leute, mit denen ich sonst täglich Kontakt habe, meinen Blog lesen, melde ich mich hierüber mal ab.

Ich habe einen bösen Hexenschuss und obwohl es mir gestern dank Schmerzmittel ganz gut ging, merke ich doch seit dem gestrigen Abend die Folgen der ungewohnte Medikamente. So müde, unkonzentriert, schwindelig und von Übelkeit geplagt, habe ich andere Dinge im Sinn als meine Mails und andere Blogs zu lesen oder darauf zu reagieren.

Außerdem ist meinem Mann der Stress der letzten Tage so kräftig auf den Magen geschlagen, dass er sich heute krank melden musste. Was letztendlich ein Glück war, ...

... denn Baltimore kann gerade nicht auf sein Katzenklo gehen. Der alte Herr leidet seit gestern Nacht an einer bösen Verstopfung und durfte deshalb heute zum Tierarzt. Wenn es bis morgen nicht besser wird, dann muss mein Mann vor seiner Arbeit den Kater zur Praxis bringen, wo er den Tag über bleiben wird, um seinen Darm zu leeren.

Ich hoffe sehr, dass wir drei uns erst einmal erholen können, bevor das nächste Familienmitglied krank wird. Aber wer weiß, vielleicht schlagen auch Krankheiten "nur" dreimal zu ...

Freitag, 5. August 2011

Rick Yancey: Der Monstrumologe (Hörbuch)

Nachdem ich mich mit Kiya auf ihrem Blog gerade kurz über den "Monstrumologen" unterhalten habe, fiel mir ein, dass ich hier ja noch eine kurze Anmerkung zum Hörbuch veröffentlichen könnte. Einen detaillierten – und ein wenig langen – Eindruck zum Buch gab es von mir schon einmal HIER, aber Hörbücher sind ja immer noch ein klein wenig anders. Vor allem, wenn es sich um eine "bearbeitete Fassung" handelt, finde ich einen direkten Vergleich immer wichtig.

Während ich sonst immer gern über die diversen Änderungen, die sich durch die Bearbeitung und Kürzung ergeben, meckere, muss ich zugeben, dass bei "Der Monstrumologe" nur eines etwas zu bemängeln ist. Denn der Verlag hat die Einleitung des Buches weggelassen, durch die man erfährt, dass die gesamte Geschichte so erzählt wird, wie sie in seinen Tagebüchern von Will Henry aufgeschrieben wurde. Die ganze Vorgänge werden also nicht nur aus seiner Sicht geschildert, sondern lassen sich auch nicht nachprüfen, da Will Henry inzwischen in einem überraschend hohen Alter verstorben ist.

Ohne diese Einleitung gibt es bei dem Hörbuch kleine Momente, bei denen man als Hörer etwas irritiert ist, weil die Erzählweise in ihrer tagebuchartigen Art leicht unpassend wirkt. Das kommt aber nur sehr selten vor und ansonsten kann ich sagen, dass ich schon mit dem Buch in der Hand neben dem CD-Player hätte sitzen müssen, um den Finger auf die jeweiligen Kürzungen legen zu können. Hier und da hatte ich eine Szene in meiner Erinnerung etwas ekeliger abgespeichert, aber vermisst habe ich keinen entscheidenden Punkt und keine Szene, die für die Atmosphäre oder die Handlung entscheidend gewesen wäre. Es gab nur das vage Gefühl, dass hier und da ein Satz geschickt entfernt worden wäre.

Nicht nur bei der Bearbeitung, sondern auch bei der Wahl des Sprechers wurde für "Der Monstrumologe" eine gute Entscheidung getroffen. Christoph Wortberg hat nicht nur eine angenehme Stimme, sondern betont auch die leicht altmodische Sprache (immerhin soll die Geschichte ja im Jahr 1888 spielen) sehr gut. Mir ist es nicht nur dadurch, dass ich die Handlung nun schon kannte, sondern auch durch seine flüssige Vortragsweise leichter gefallen in die Geschichte rein zu kommen. Außerdem habe ich seine Darstellung der verschiedenen Charaktere genossen. Ich mag es nicht, wenn ein Sprecher übermäßig betont oder seine Stimme groß verstellt (ich bin vermutlich auch einer der wenigen Menschen, die mit Rufus Beck als Hörbuchsprecher nichts anfangen können), aber Christoph Wortberg hat es sehr fein und geschickt gemacht.

Sein Will Henry ist ein unsicherer, ängstlicher Junge, der gegen die Müdigkeit, die Erschöpfung, den Hunger und das allgegenwärtige Gefühl der Einsamkeit ankämpfen muss und dabei doch bei Bedarf mutig und entschlossen vorgeht. Dr. Warthrope hingegen klingt ungeduldig, gereizt und immer drängend. Sein ständiges Antreiben hat mich mit Will Henry mitleiden lassen, mich aber auch regelmäßig zum Grinsen gebracht, während man später - im Kontrast mit dem zur Hilfe gerufenen "Monsterjäger" – bemerkt, wie hilflos der Monstrumologe doch in Wirklichkeit ist und wie entschlossen seine Arbeit richtig zu tun. Wer also gern Hörbücher hört, kann bei dieser Version getrost zugreifen. Entweder um die Geschichte noch einmal anders zu erleben oder um als Hörbuch vielleicht etwas zu entdecken, an das man sich als Roman nicht so recht herangetraut hat. ;-)

Dienstag, 2. August 2011

Dies und Das (9)


Da wir die letzten Tage Besuch hatten, habe ich den heutigen Vormittag damit verbracht etwas Haushalt nachzuholen und den Feed-Reader zu leeren. Dabei habe ich aufgrund der Beitragsmassen, die sich allein über das Wochenende, angesammelt haben, deutlich weniger kommentiert als ich es normalerweise tun würde, was ich ein wenig schade finde. Aber bei solchen "Arbeitsbedingungen" ist es schwierig an die Tastatur heran zu kommen und ich wollte nicht einen Großteil der Beiträge als "ungelesen" markieren.


Die Zeit mit Bibendum war – wie immer – sehr schön. Für meine Verhältnisse waren wir viel unterwegs (für Bibendums Verhältnisse waren es vermutlich sehr gemütliche und geruhsame Tage ;D) und neben kulinarischen Genüssen in unseren Lieblingsrestaurants, Sightseeing und dem Aufbau eines neuen SuB für Bibendum, haben wir die Gelegenheit für eine Flussfahrt genutzt. Oh, und wer keine Spinnen mag, sollte die letzten beiden Bilder auslassen!





Nach diesen abwechslungsreichen Tagen ist es nun allerdings wieder Zeit, dass bei hier der Alltag einzieht. Die Arbeit stapelt sich auf dem PC, die Wohnung benötigt einen "nach dem Besuch"-Putz, die Wäsche hat sich aufgehäuft (und wird bei dem heißen Wetter zum Teil gerade auf der Bleiche trocken) und die Katzen bestehen auf mehr Aufmerksamkeit. Vor allem Shandy musste heute Vormittag erst einmal demonstrieren wie vernachlässigt er ist und pinkelte im hohen Bogen gegen die Wand. In solchen Momenten muss ich mich daran erinnern, dass es Zeiten gab, in denen wir froh waren, wenn unser Sorgenkater mal mehr als ein paar Tropfen Urin absetzen konnte. So ein Markierungsschwall beweist immerhin, dass er aktuell keine Harnsteinprobleme hat. Und um den Herrn an weiteren Protestaktionen zu hindern, werde ich mich nach der nächsten Wäscheladung zum Schmusen und Spielen zur Verfügung halten. ;)

Und zum Schluss noch eine Mitfahrerin auf dem Fluss:


Montag, 1. August 2011

August-SuB

Uiui, der Juli war ein schlechter Lesemonat für mich. Mit gerade mal sieben Büchern, vier Manga und drei Hörspielen hat es sich deutlich merkbar gemacht, dass ich ständig mit anderen Dingen beschäftigt war. Dafür wird der August hoffentlich wieder besser. Mein "unter 100"-Ziel für den SuB verliere ich auf jeden Fall nicht aus den Augen!

A (3)
Sharon Ashwood: Seelenkuss
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung

B (7)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Malorie Blackman: Boys don't cry
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (4)
David Chandler: Ancient Blades - Die Metropole der Diebe
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger

D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (13)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (4)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin
Sergej Lukianenko: Trix Solier

M (7)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
L. J. McDonald: Die Krieger der Königin
Seanan McGuire: October Daye - Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan - Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (5)
Renata Petry: Hilgensee
Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

Q (0)
-

R (14)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Jäger des verlorenen Einhorns
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (10)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Lynsay Sands: Vampire und andere Katastrophen
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Arthur Slade: Mission Clockwork
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (9)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (0)
-

W (4)
Alfred Weidenmann: Gepäckschein 666
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Kiersten White: Flames'n'Roses
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)
-

104 Titel zum Monatsanfang
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel möchte ich bis zum 05. August 2011 gelesen haben)
(blaugrau markierte Titel möchte ich bis zum 23. August 2011 gelesen haben)