Sonntag, 30. Oktober 2011

Seanan McGuire: Winterfluch (October Daye 1)

Wieder ist Kiya Schuld daran, dass ich zu einem Buch gegriffen habe. Denn ihr Beitrag zu "Rosemary and Rue" sorgte dafür, dass ich auch endlich mal meine Ausgabe von "Winterfluch" aus dem SuB zog. Den Roman hatte ich vor über 1 ½ Jahren beim read-a-thon gewonnen und obwohl ich Lust auf die Geschichte hatte, ging sie neben all den anderen Urban-Fantasy-Titeln, die irgendwie dringender zu lesen waren, etwas unter. Ich muss gestehen, dass ich inzwischen sogar vergessen hatte, wie das Buch überhaupt auf meinem SuB gelandet war. Umso schöner ist es, dass ich es jetzt endlich gelesen habe.

"Winterfluch" ist der erste Teil einer Reihe um October Daye, die in Deutschland leider nicht weiter fortgesetzt wird - allerdings gefallen mir die englischen Cover auch deutlich besser und preislich sind die auch wesentlich erschwinglicher. October (Toby) Daye ist ein Wechselbalg, die Tochter eines Menschenmannes und einer Fae-Braut, und bestreitet ihren Lebensunterhalt als Privatdetektivin. Dabei arbeitet sie auch regelmäßig für die übernatürliche Gemeinde von San Francisco, bis sie eines Tages (im Jahr 1995) bei einer Beschattung von einem mächtigen Fae verzaubert wird.

Vierzehn Jahre vergehen bis Toby den Bann abschütteln kann und in der Zwischenzeit ist in der Welt eine Menge passiert, was die junge Frau nicht so schnell aufholen kann. Während sie sich vor ihren früheren Freunden versteckt und nichts mehr mit den anderen Wechselbälgern oder den Fae zu tun haben will, wird eine alte Bekannte von ihr angegriffen und ermordet. Abgesehen davon, dass Toby durch den Tod der Fürstin Winterrose erschüttert ist und sowieso alles in ihrer Macht stehende getan hätte, um die Hintergründe aufzudecken, zwingt sie auch noch der Todesfluch der Fae zum ermitteln. Denn wenn Toby nicht herausfindet, wer Winterrose umgebracht hat, wird auch sie sterben.

Alles in allem ist die Grundidee von "Winterfluch" nicht neu. Ich habe in den letzten Jahren so einige Romane mit ähnlichen Figuren und Handlungssträngen gelesen und auch Kiyas Verweis auf die Dresden-Files-Geschichten ist nicht von der Hand zu weisen. Außerdem hatte ich nach mehr als der Hälfte des Buches das Gefühl, dass Toby zwar ständig quer durch San Francisco fährt und Leute aufsucht, aber eigentlich nichts passiert. Dass sie dazu durch das etwas komplizierte Fae-Protokoll gezwungen wird, gibt allerdings eine recht gute Erklärung dafür ab.

Außerdem bietet dies Seanan McGuire die Möglichkeit dem Leser eine ausführliche Einblick in ihre fantastische Welt zu geben. Weitere Probleme ergeben sich dadurch, dass October eigentlich eine besonders gute Privatdetektivin sein soll - so hat sie sich sogar die Ritterwürde verdient - sich aber nicht dementsprechend verhält, aber vielleicht ist das auch eine Folge der 14 - etwas fischigen - Jahre unter dem Bann. Ich bin mir sicher, dass ein solches Leben den Verstand deutlich beeinträchtigt. ;)

Trotz all dieser Kritikpunkte hat mir der Roman gut gefallen. Ich mag die Komplexität von Seanan McGuires fantastischem San Francisco, die stimmige Umsetzung alter (irischer) Märchenelemente und die vielen kleinen Szenen, in denen einem die Charaktere nähere kommen. Dabei fällt mir mal wieder auf, wie oft ich beim Lesen eines Buches die Hauptfigur gern schütteln würde, damit sie etwas vernünftiger agiert (wobei ich Toby schon mochte), und wie oft mir vor allem die Nebenfiguren ans Herz wachsen und dafür sorgen, dass ich gern noch mehr Bände dieser Reihe lesen möchte.

Auch hat es mir gefallen, dass die Autorin geradezu beiläufig auch andere Sagenelemente ins Spiel gebracht hat, so konzentriert sie sich zwar sehr auf die keltische Mythologie, lässt aber auch eine japanische Kitsune auftauchen. Und manche Szenen sind so anrührend geschrieben, dass ich am Ende sogar ein paar Tränen in den Augen hatte (und das lag bestimmt nicht daran, dass ich morgens um halb zwei etwas übermüdet war). Insgesamt gesehen ist "Winterfluch" für mich auf jede Fall ein vielversprechender Serienauftakt, wenn auch mit der Hoffnung verbunden, dass die Autorin in Zukunft ein paar Längen weniger in ihre Geschichten einbaut.

Und zuletzt gibt es für Kiya noch ein paar Zitate, damit sie die Übersetzung von Tobys Illusionszauber mal anschauen kann:
"Frau Susi hat ein Boot, da kann sie überwintern. Doch warm ist’s darauf nicht, sie friert sich ab den - Hinterm Berg wohnen Zwerg’ in ihren Haus, aus die Maus." (S. 177/178 - der Zauber an der Mautstelle)
"Herzkönigin gern Torte backt, am Sommertag und splitternackt." (S. 64 - der Zauber vor Winterroses Gebäude) "Herzbube stiehlt die Torte, packt sie ohne Worte." (S. 65 - der Zauber vor Winterroses Wohnung)
Auf Englisch finde ich diese kleinen Sprüche dann doch netter …

Oh, und wenn man bei "Winterfluch" den englischen Originaltitel "Rosemary and Rue" im Hinterkopf behält, dann schließt sich auf den letzten Seiten sehr schön der Bogen zwischen Titel und Handlung.

Samstag, 29. Oktober 2011

Wochenendkatzen 2 - Christie

Am Wochenende hat nicht  nur Logan den Fernseher blockiert, sondern Christie hatte es sich auch durchgehend auf mir bequem gemacht. Immerhin bot mir das die Gelegenheit, mal ein paar Fotos zu machen ... Und weil ich mich nicht entscheiden konnte (obwohl sich die Bilder arg ähnlich sind), bekommt ihr hier die ganze Flut zum Angucken.







Freitag, 28. Oktober 2011

SuB-Zuwachs im Oktober

Immer wenn ich kurz vor dem Monatsende einen Blick auf meinen SuB werfe und denke, dass die "unter 100" doch gar nicht mehr so fern sind, dann kommt der nächste Lesenachschub. So auch in diesem Monat und nachdem heute Mittag der Paketbote klingelte, habe ich folgende Neuzugänge zu verzeichnen:


- Rachel Neumeier: Der Greifenmagier - Herr der Winde
(Auch wenn ich in letzter Zeit wenige gute "klassische" Fantasybücher in die Finger bekommen habe, kann ich doch nicht die Hände davon lassen.)

- Quentin Bates: In eisigem Wasser
(Kein isländischer Autor, aber ein Krimi, der auf Island spielt - gerade genau richtig für mich!)

- Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
(Manche Reihen begleiten  mich einfach schon sehr lange ...)

- Ursula Poznanski: Saeculum
(Nach "Erebos" ein Pflichtwunsch - wie bei vielen anderen Lesern wohl auch.) 

- Alan Bradley: Flavia de Luce - Halunken, Tod & Teufel
(Bislang mag ich die Reihe sehr gern, also musste auch der dritte Band bei mir einziehen!)

- Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
(Märchenmotiven kann ich einfach nicht widerstehen ...)

Für die Ohren und weil das bei mir in der Vorweihnachtszeit schon fast Tradition ist:

- Weihnachten mit Agatha Christie (mit Hercule Poirot und zwei Kurzgeschichten, die ich sehr mag)
(Oft sind die Geschichten ja nicht gut umgesetzt oder die Aufnahmequalität ist zum Weinen oder ... Aber bei den weihnachtlichen Veröffentlichungen muss ich trotzdem reinhören.)

Und da dieses Mal bei meinen Manga-Zugängen nicht nur Serienfortsetzungen dabei waren, gibt es auch darauf noch einen Blick:



Das hier ist zwar kein Neuzugang, aber immer ein Foto wert:



Insgesamt landen fünf neue Bücher auf dem SuB (den Alan Dean Foster rechne ich mal nicht dazu, weil ich immer noch die vorhergehenden Bände lesen muss), die ich für meine persönliche Challenge bis zum 9. Dezember gelesen haben will.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Peter Abrahams: Hinter dem Vorhang

Der zweite Echo-Falls-Roman bietet zu Anfang so gut wie keine Krimihandlung und konzentriert sich dafür intensiv auf die Familie der dreizehnjährigen Ingrid. Viele Elemente, die sich in "Was geschah in Echo Falls?" angedeutet haben, treten jetzt klar zu Tage. Der von Ingrid so bewunderte Vater hat Schwierigkeiten bei der Arbeit, die sogar so weit gehen, dass er Stellenanzeigen durchsucht, während eine neue Kollegin seinen alten Job zu übernehmen scheint.

Ingrids großer Bruder Ty verhält sich weiterhin aggressiv und scheint in dubiose Machenschaften verwickelt zu sein. So behauptet er neuerdings, mit Sean Rubino (dem großen Bruder von Ingrids Freundin Stacey) befreundet zu sein, obwohl die beiden Jungen nichts gemeinsam haben, Sean älter ist als Ty und schon mal mit Alkohol am Steuer erwischt wurde. Sogar Ingrids Mutter wirkt in letzter Zeit etwas sorgenvoller, aber das könnte natürlich auch daran liegen, dass ihre Tochter schon mal in einen Mordfall verwickelt war.

Daher ist es jetzt für Ingrid wichtig herauszufinden, was überhaupt mit ihrer Familie los ist. Und so versucht sie nicht nur, so viel wie möglich über die Arbeitsprobleme ihres Vater zu erfahren, sondern schnüffelt auch gezielt Sean und ihrem Bruder hinterher. Sogar um ihren Großvater Grampy muss sich Ingrid ein paar Sorgen machen, denn der kümmert sich inzwischen nicht einmal mehr um seine Post, obwohl er in anderen Dingen so dickköpfig und entschlossen ist wie eh und je.

Bei all diesen Versuchen, mehr über die Familienprobleme und die Vorgänge rund um Ty und Sean herauszufinden, muss Ingrid unwissentlich in ein Wespennest gestochen haben, denn ganz überraschend wird sie entführt. Gewitzt wie sie ist, gelingt ihr die Flucht aus dem Kofferraum des Entführers - doch ohne einen handfesten Beweis in der Hand will ihr niemand glauben, dass sie wirklich in Gefahr war. Sogar ihre Familie verdächtigt sie schließlich, dass sie sich nach all der Aufregung um den Mord nun erneut in den Mittelpunkt drängen will und deshalb diese Geschichte erfunden hat.

Wenn ich überlege, dass eigentlich gar nicht so viel in diesem Buch passiert, habe ich doch schon ganz schön viel über den Inhalt geschrieben. Aber es sind eben gerade diese kleinen Dinge innerhalb Ingrids Familienkreis, die mich gefesselt haben. Der Krimianteil kommt relativ langsam voran (und ist stellenweise auch arg vorhersehbar), aber dafür sind die Charaktere liebevoll und glaubwürdig beschrieben. Ingrid ist zwar ein intelligentes Mädchen, aber sie hat keine besonderen Fähigkeiten oder ungewöhnliches Wissen für eine Dreizehnjährige.

Sie bemüht sich darum, genau zu beobachten, so wie ihr Vorbild Sherlock Holmes es tun würde, und ihren Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen finde ich sehr stimmig. Manche Schlüsse zieht sie intuitiv, über andere Sachen muss sie nachdenken und einige Dinge - die für mich als erwachsener Leser zum Teil auf der Hand liegen - begreift Ingrid nicht, weil sie da nur auf ihre kindlichen Erfahrungen zurückgreifen kann. Auch gelingt es Peter Abrahams meiner Meinung nach sehr gut, eine Grundsituation zu schaffen, in der es für Ingrid unmöglich ist, sich Hilfe zu suchen.

Es ist nicht so, dass sie die Polizei für unfähig hält oder dass sie glaubt, dass sie diese Fragen besser lösen kann als alle anderen (was ich in anderen Jugendkrimis oft ärgerlich finde). Das Problem besteht für Ingrid darin, dass sie einfach keine Beweise für ihre Entführung und die anderen Erkenntnisse, die sie im Laufe der Zeit sammelt, hat. Und ohne etwas in der Hand wird sie - auch dank eines psychologischen Gutachtens - als Lügnerin abgestempelt und bekommt deshalb keine Unterstützung.

Nachdem mir auch der zweite Teil so gut gefallen hat, bin ich gespannt, wie die Geschichte im dritten Band (den ich hoffentlich bald von der Bibliothek bekomme) weitergeht. Ich mache mir ein paar Gedanken um Grampy und so ganz sicher bin ich mir nicht, dass mit Ingrids Familie wieder alles in Ordnung ist. Abgesehen davon weiß ich jetzt schon, dass demnächst eine Leiche auf Grampys Farm gefunden wird ...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Wochenendkatzen - Fernsehen mit Logan

Am Wochenende hat sich mein Mann damit die Zeit vertrieben, dass er eine japanische Serie geguckt hat. Das wurde ihm allerdings deutlich durch Logans Bedürfnis nach einem Sonnenbad erschwert:


Nicht mal die Drohgebährden des "Roten Barons" haben unseren Kater von seinem Sonnenplatz vertreiben können. Dabei hatte er seinen Hintern genau vor dem Empfänger des Fernsehers platziert:


Und selbst liebevolle Aufforderungen doch endlich dort wegzugehen brachten nur folgendes Ergebnis:


Meine Perspektive auf das Ganze sah so aus:


Den Großteil des Tages wirkte es übrigens so, als ob Christie gemütlich mit mir in meinem Buch lesen würde, denn das hielt ich ihr die ganze Zeit vor die Nase.

Und um den Beitrag nicht zu sprengen, gibt es später in der Woche noch eine Auswahl von Christie-Fotos.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Kathryn Miller Haines: Miss Winters Hang zum Risiko

Nachdem Irina sich aufgrund meiner Begeisterung die ersten beiden "Miss Winter"-Romane angeschafft hat, dachte ich, ich sollte doch auch mal auf meinem Blog was zu den Büchern schreiben. "Miss Winters Hang zum Risiko" ist der Debütroman von Kathry Miller Haines - inzwischen sind auf Deutsch zwei weitere Romane rund um die Schauspielerin Rosie Winter erschienen. Die Geschichte spielt im Jahr 1942 in New York und die Auswirkungen des Kriegs sind inzwischen auch in Amerika tagtäglich spürbar.

So hat sich Rosies (Ex-)Freund freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet und das Durchsuchen der Vermissten- und Todesanzeigen in den Zeitungen gehört zum traurigen Alltag der Schauspielerin. Aber auch Lebensmittelrationen und die nächtliche Verdunklung der Stadt belasten die junge Frau. Zusätzlich stagniert Rosies Karriere am Broadway und so musste sie sich einen Nebenjob in einer Privatdetektei suchen. All das wäre gerade noch erträglich, wenn Rosie nicht nach den Weihnachtsfeiertagen die Leiche ihres Chefs Jim McCain im Büroschrank finden würde.

Abgesehen davon, dass ihr in Zukunft der Verdienst fehlen wird, ist sie auch empört darüber, dass die Polizei den Fall als Selbstmord behandelt, obwohl alles dagegen spricht. Um Jim Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, beschließt Rosie die Ermittlungen selber in die Hand zu nehmen. Mit gesundem Menschenverstand, viel Charme und erstaunlich viel Skrupellosigkeit schnüffelt Rosie im Leben ihres ermordeten Chefs herum und oft genug rettet sie nur die Hilfe ihrer Freundinnen vor einer Katastrophe.

Dabei stellt sich heraus, dass Jim McCains letzter Fall sogar in Rosies speziellem Wissensgebiet lag, denn der drehte sich um ein verschwundenes Manuskript des bekannten Autors Raymond Fielding. Nachdem Jim getötet wurde, sind erstaunlich viele Menschen an dem Manuskript interessiert. Nicht nur diverse Schauspieler und Regisseure wollen die Papiere in die Hände bekommen, sondern auch Jims Familie, Angestellte einer mysteriösen Regierungsstelle und Angehörige der New Yorker Unterwelt. Dabei sind nicht wenige von ihnen bereit für die verschwundenen Geschichte im Zweifelsfall auch über Leichen zu gehen.

Mit Rosie Winter hat Kathryn Miller Haines eine sehr reizvolle Hauptfigur geschaffen. Die Schauspielerin bringt sich mit ihrem vorlauten Mundwerk nicht nur ständig selbst in Schwierigkeiten, sondern sie ist auch die perfekte Besetzung für eine Geschichte, die Anfang der 40er Jahre in New York spielt. Die Autorin zeigt in ihrem Roman eine Gesellschaft, die alles daransetzt den Krieg zu verdrängen und stattdessen versucht das Leben - trotz aller Einschränkungen - zu genießen. Dabei bilden Flüsterkneipen und Einblicke hinter die Kulissen des Broadways den perfekten Rahmen für eine stimmungsvolle Geschichte.

Vor allem in diesem ersten Band haben mich viele Elemente an eine gute Screwball-Komödie erinnert, was einen schönen Ausgleich zu den eher desillusionierten Passagen bildet. Doch vor allem ist es Rosie Winter, die dafür sorgt, dass ich diese Serie mit so viel Vergnügen lese. Voller Unverfrorenheit erobert sie sich den Zugang zum Salon der einflussreichsten Familie der Stadt, tritt Mafiagrößen entgegen und trotzt der Regierung. Dabei lassen mich die Situationskomik und der wundervolle Wortwitz gern über die kleinen Logikbrüche in der Handlung und die (relative) Vorhersehbarkeit des Endes hinwegsehen.

Die folgenden zwei Bände "Ein Schlachtplan für Miss Winter" und "Miss Winter lässt nicht locker" sind immer noch amüsant, aber nicht mehr ganz so heiter wie "Miss Winters Hang zum Risiko" konzipiert. Das ist aber durchaus stimmig (und bietet immer noch eine unterhaltsame Geschichte), wenn man sich vor Augen hält, dass der Krieg weiter fortschreitet, Rosie immer mehr Kontakt zu Soldaten hat, sich weiterhin Sorgen um ihren Ex-Freund machen muss und das Leben immer größere Herausforderungen für sie bereithält.

Montag, 24. Oktober 2011

Dies und Das (13)


Wochenende

Irgendwie entwickeln sich gerade die Wochenenden zu einer fast internetlosen Zeit. Da mein Mann nicht mit der PS3 beschäftigt ist und ich meine kalten Hände auf dem Sofa unter einer Decke wärme, komme ich gar nicht dazu ständig einen Blick auf meinen Maileingang, den Feed-Reader oder Twitter zu werfen. Dafür verschiebt sich mein Schlafrhythmus total, weil ich unter der muckeligen Decke (und mindestens zwei Katzen begraben) schnell einschlafen und am Montag brauche ich den halben Tag, um wieder im Alltag anzukommen. Trotzdem finde ich es gar nicht so schlecht, dass ich momentan die Wochenende quasi offline verbringe. Erholsam ist das auf jeden Fall und zum Lesen komme ich so auch - meine Krimiphase scheint gerade gar nicht enden zu wollen.

Oh, und ein paar Katzenfotos habe ich am Wochenende auch wieder gemacht, aber die gibt es erst im Laufe der Woche.


Heizung

In der alten Wohnung hätte um diese Jahreszeit unser über 90-jährige Nachbarin mit ihrem frühzeitigen und intensivem Heizen für angenehm warme Füße gesorgt. Hier allerdings führt der Keller unter der Wohnung dazu, dass ich nicht nur dicke Wollsocken trage, sondern auch am Schreibtisch die Füße auf einen mehrfach gefalteten Flickenteppich lege. Theoretisch wäre sogar ich so langsam soweit die Heizung anzuwerfen, praktisch scheitert das daran, dass in diesem Herbst die – mit Klebeband zusammengehaltenen – Heizungsventile den Dienst verweigern.

Am Wochenende habe ich testweise in der Wohnung mal alle Heizkörper aufgedreht und nur zwei von fünf wurden warm. Natürlich waren die warmen Heizkörper in den Räumen, die wir nur im allertiefsten Winter heizen. Also muss ich morgen zum Baumarkt fahren und Ersatz für die zerbröselten Ventile besorgen. Eigentlich kein großes Ding, aber in einer gemieteten Wohnung ärgern mich solche Sachen dann doch. Trotzdem sollte ich zumindest Wohn- und Gästezimmer heizen können, bevor am Sonntag Besuch eintrifft.


Besuch

Auf den Besuch freue ich mich sehr, aber ein paar Sorgen mache ich mir schon, denn beim letzten Mal hat dieser Besuch recht heftig auf unsere Katzen reagiert. Vier Samtpfoten sind doch ein ganz schönes Problem für einen Allergiker, selbst wenn diese Person sonst nicht so allergisch auf Katzen ist. Somit wird das Vor-Besuch-Putzen dieses Mal noch etwas mehr intensiviert und die Gästematratze wird in dem Zimmer ausgeworfen, in das die Katzen bislang noch keine Pfote gesetzt haben. Und ansonsten bleibt nur Daumen drücken …

Samstag, 22. Oktober 2011

One-Word-Stöckchen

Gefunden habe ich das Stöckchen bei Tanja vom Lese-Leuchturm und da ich es ganz lustig fand, die Fragen mit einem Wort zu beantworten, habe ich es mitgenommen. Beantwortet habe ich es am Freitagabend. :)

1.) Wo ist dein Handy? unwichtig

2.) Dein Partner? Nachbarsofa

3.) Deine Haare? lang

4.) Deine Mama? teilzeitanstrengend

5.) Dein Papa? Spielkind

6.) Lieblingsgegenstand? Buch

7.) Dein Traum von letzter Nacht? Dauerschleife

8.) Dein Lieblingsgetränk? Kakao

9.) Dein Traumauto? Impreza

10.) Der Raum, in dem du dich befindest? gemütlich

11.) Dein Ex? vergessen

12.) Deine Angst? privat

13.) Was möchtest du in 10 Jahren sein? gesund

14.) Mit wem verbrachtest du den gestrigen Abend? Juno

15.) Was bist du nicht? Genie

16.) Das letzte, was du getan hast? gelesen

17.) Was trägst du? Wollsocken

18.) Dein Lieblingsbuch? unbestimmbar

19.) Das letzte, was du gegessen hast? Käsebrötchen

20.) Dein Leben? Achterbahn

21.) Deine Stimmung? zufrieden

22.) Deine Freunde? fern

23.) Woran denkst du gerade? Morgen

24.) Was machst du gerade? tippen

25.) Dein Sommer? seltsam

26.) Was läuft in deinem Tv? Vorabendkrimi

27.) Wann hast du das letzte Mal gelacht? heute

28.) Geweint? gestern

29.) Schule? Erinnerungen

30.) Was hörst du gerade? Katzengemauze

31.) Liebste Wochenendbeschäftigung? Sofamuckeln

32.) Traumjob? bittersüß

33.) Dein Computer? Problemgerät

34.) Außerhalb deines Fensters? Herbstlaub

35.) Bier? Okay ...

36.) Mexikanisches Essen? vegetarisch

37.) Winter? Lieblingsjahreszeit

38.) Religion? uninteressant

39.) Urlaub? Meersehnsucht

40.) Auf deinem Bett? Shandy

41.) Liebe? Ehemann

Freitag, 21. Oktober 2011

[Figurenkabinett] Alanna von Trebond

Alanna von Trebond begleitet mich schon seit sehr vielen Jahren, genauer gesagt, seitdem die kleine Stadtbibliothek, die mich als Teenager mit Büchern versorgt hat, im Jahr 1985 das Buch "Die schwarze Stadt" angeschafft hat. Sehr schnell ist mir Alanna ans Herz gewachsen, während ihr Zwillingsbruder mir etwas zu jämmerlich war - doch zum Glück spielt Thom in dieser Geschichte nur eine kleine Rolle. Alanna ist eine junge Adelige, die unter ungewöhnlichen Umständen aufgewachsen ist. Ihre Mutter verstarb bei der Geburt der Zwillinge, ihr Vater hat sich so gut wie nie um seine beiden Kinder gekümmert und sich lieber in seine Studien vertieft, während Alanna und Thom von einer Heilerin und einem Soldaten im Dienst von Alannas Vater aufgezogen wurden.

Zum Beginn von "Die schwarze Stadt" sind die Zwillinge gerade alt genug, um von Zuhause weggeschickt zu werden. So soll Thom in die Hauptstadt Chorus reisen und am Hof des Königs seinen Dienst als Page antreten, während Alanna in ein Kloster geschickt werden soll, wo sie alle Fertigkeiten einer adeligen Dame erlernen soll. Doch während Thom eher an Schulwissen und Zauberei interessiert ist, ist Alanna diejenige, die gut bei der Jagd, beim Fährtenlesen und beim Kampf ist, und diejenige, deren größter Wunsch es ist, Ritter zu werden. So tauscht sie mit ihrem Bruder die Rolle, und während Thom ins Kloster geht, um dort als Zauberer ausgebildet zu werden, verkleidet sich Alanna und tritt als Alan den Pagendienst im Schloss an.

Alanna weiß genau, dass sie nun gezwungen ist, für viele Jahre als Junge zu leben - und wenn sie es jemals zum Ritter schaffen sollte, dann steht immer noch die Frage im Raum, wie sie dann die Öffentlichkeit (und ihren König!) über ihr wahres Geschlecht aufklären soll. Mir persönlich hat es immer gefallen, dass es Alanna nicht leicht gefallen ist, diesen Weg zu gehen und ihre Umgebung anzulügen. Auf der anderen Seite ist ihr Traum so groß, dass sie eben fast alles dafür tun würde, um ihn zu erfüllen. Dabei hilft ihr auch ihre Dickköpfigkeit, die sie immer wieder durch schwierige Situationen bringt.

Alanna ist nämlich nicht nur kleiner als die meisten ihrer Pagenkollegen, sondern sie hat auch ein paar Schwachpunkte als Kriegerin. So liegt ihr der Schwertkampf lange Zeit überhaupt nicht, bis sie sich selbst jeden Tag Extrastunden auferlegt. Dieses Training ist ihr so wichtig, dass sie sogar anfängt, mit links den Schwertkampf zu üben, als sie sich einmal den rechten Arm gebrochen hat. Während ihr ihre Dickköpfigkeit über so manches Problem hinweghilft, bringen ihre Spontaneität, ihr Jähzorn und ihr Gerechtigkeitssinn sie immer wieder in Schwierigkeiten.

Alanna von Trebond begleitet mich inzwischen schon seit über 25 Jahren, zu meinem 18. Geburtstag habe ich mir die vier Bücher rund um das rothaarige, dickköpfige und doch so sympathische Mädchen schenken lassen, und als ich vor vielen Jahren meinen Mann kennenlernte, haben wir uns gegenseitig diese Romane vorgelesen - und ihm haben sie anscheinend ebenso gut gefallen wie mir. Ich freue mich heute noch bei jedem Wiederlesen über die amüsanten, nachdenklichen und bewegenden Momente. Ich vergieße Tränen, wenn Alannas Begleitern etwas zustößt, ich leide mit ihr, wenn sie ihre Freunde wegen ihres Geschlechts belügen muss, und irgendwie könnte man sogar behaupten, dass ich zumindest in zwei der drei Männer verliebt bin, die in Alannas Liebesleben einer Rolle spielen.

In ihren späteren Jugendfantasytiteln hat die Autorin Tamora Pierce ihre Welt Tortall deutlich komplexer ausgebaut und auch die Emelan-(Circle)-Geschichten haben einen vielschichtigeren Hintergrund als diese vier Romane rund um Alanna von Trebond. Aber in all ihren Geschichten finden sich wunderbar realistische und sympathische Charaktere, sogar wenn diese Figuren zum Teil übernatürliche Fähigkeiten haben, die schon fast göttlich zu nennen sind. Alanna, ihre Freunde, ihre Feinde und das fantastische Land Tortall sind mir schon vor langer Zeit ans Herz gewachsen und in regelmäßigen Abständen greife ich wieder zu den Büchern und versinke in den Abenteuern, die Alanna auf ihrem Weg zur Ritterwürde bestehen muss.

Leider sind nur wenige Romane von Tamora Pierce ins Deutsche übersetzt worden, aber als Jugendfantasy sind die Geschichten auf Englisch wirklich gut zu lesen.

Tortall-Geschichten von Tamora Pierce:

Alanna - The Song of the Lioness Quartet:
  1. Die schwarze Stadt (1985) - Alanna: The First Adventure (1983)
  2. Im Bann der Göttin (1986) - In the Hand of the Goddess (1984)
  3. Das zerbrochene Schwert (1987) - The Woman Who Rides Like a Man (1986)
  4. Das Juwel der Macht (1988) - Lioness Rampant (1988)

Dhana - The Immortals Quartet:
  1. Kampf um Tortall (1992) - Wild Magic (1992)
  2. Im Tal des Langen Sees (1993) - Wolf Speaker (1993)
  3. Der Kaiserliche Magier (1995) - The Emperor Mage (1994)
  4. Im Reich der Götter (1996) - The Realms of the Gods (1995)
(Spielt einige Jahre nach den Alanna-Romanen und bringt deutlich mehr Magie in die Welt von Tortall. Viele Figuren, die aus den Alanna-Geschichten bekannt sind, tauchen hier wieder auf.)


Protector of the Small:
  1. First Test (1999)
  2. Page (2000)
  3. Squire (2001)
  4. Lady Knight (2002)
(Nach Alanna ist Keladry of Mindelan das zweite Mädchen, das die Pagenausbildung antritt. Sie muss ihr Geschlecht nicht verbergen, hat dafür mit ganz anderen Problemen zu kämpfen als Alanna. Ihr Tortall ist deutlich politischer als das von Alanna und in diesen Büchern verwendet die Autorin einige sozialkritische Elemente.)



Aly - The Daughter of the Lioness:
  1. Trickster's Choice (2003)
  2. Trickster's Queen (2004)
(In diesen Büchern ist Alannas Tochter die Hauptfigur - und ich muss zugeben, dass ich diese beiden Bände nicht ganz so gut finde wie die anderen Romane der Autorin.)


The Provost's Dog:
  1. Terrier (2006)
  2. Bloodhound (2009)
  3. Mastiff (2011)
(Auf den dritten Band freue ich mich schon, mit etwas Glück zieht er dieses Jahr noch bei mir ein. Bei diesen Büchern habe ich das Gefühl, dass Tamora Pierce nicht nur versucht, eine frühere Zeit in Tortall zu beschreiben, sondern diese Welt auch mit Elementen ihrer Emelan-Reihe mischt. Auf jeden Fall finde ich diese Geschichten rund um Beka Cooper, die als Mitglied der Wache quasi als Polizistin fungiert, spannend und unterhaltsam zu lesen.)

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Peter Abrahams: Was geschah in Echo Falls?

Auf "Was geschah in Echo Falls?" bin ich durch Kiya aufmerksam geworden und zum Glück konnte ich den Titel auch über unsere Bibliothek vormerken lassen. Eigentlich könnte ich es mir nun einfach machen und nur auf Kiyas Rezension zu dem Titel verweise und sagen: Jupp, so ist es, ich stimme zu! ;) Aber den einen oder anderen eigenen Gedanken zum dem Roman habe ich ja doch, so dass ich mir doch noch die Mühe mache und etwas mehr schreibe.

Als erstes muss ich übrigens anmerken, dass ich etwas verwirrt war, weil meine HC-Ausgabe keinen richtigen Rückentext aufweist, sondern dafür eine sehr lange Empfehlung von Stephen King, mit der er dem Leser das Buch ans Herz legt. Es ist ja schön, dass der Roman dem Herren gefallen hat, aber eigentlich ist mir seine Meinung recht gleichgültig. Dafür hat mich die Inhaltsangabe innen dann ein bisschen gespoilert - das hätte man schon etwas geschickter machen können.

In "Was geschah in Echo Falls" ist die dreizehnjährige Ingrid die Hauptfigur. Sie liebt Sherlock-Holmes-Geschichten (und kennt sie so gut, dass sie jederzeit daraus zitieren kann), spielt gerne Theater und Fußball, verliert sich manchmal in Tagträumen und führt ansonsten ein recht normales Leben. Zumindest ist das bis zu dem Tag so, an dem sich Ingrid auf dem Weg zum Fußballtraining in ihrer kleinen Stadt verirrt. Während sie sich noch fragt, wie sie wieder nach Hause finden soll, trifft sie auf "Müll-Katie" (Kate) - eine in der Stadt wegen ihrer Seltsamkeit verrufenen Frau -, die so nett ist und für Ingrid ein Taxi ruft.

Kurz darauf liest Ingrid in der Zeitung, dass Kate am Nachmittag ihres Zusammentreffens ermordet worden ist. Von diesem Zeitpunkt an lässt sie die Frage nicht los, wer der Täter sein könnte. Und als sie sich dann auch noch gezwungen sieht in Kates Haus einzubrechen, um etwas zu holen, das sie dort vergessen hatte, findet sie sogar Hinweise auf das Motiv für das Verbrechen. Obwohl sich das Ganze nun nach einem klassischen Kriminalroman anhört, ist es gar nicht der eigentliche Fall, der dafür sorgte, dass ich Spaß beim Lesen hatte. Der Krimianteil ist nicht mehr als nett und stellenweise sogar sehr vorhersehbar, aber dafür habe ich Ingrid schnell ins Herz geschlossen.

Während Kiya bemängelt, dass Ingrid nicht zu Beginn gleich zur Polizei geht, fand ich es ganz natürlich, dass sie dafür anfangs noch keine Notwendigkeit sieht. Sie hat zwar anscheinend als Letzte Kate vor dem Mord gesehen, ist sich aber sicher, dass sie nichts relevantes auszusagen hat. Und wenn sie zur Polizei gehen würde, müsste sie ihren Eltern beichten, dass sie sie angelogen hat und dass sie sich auf der Strecke zwischen ihrem Zahnarzt und dem Fußballtraining verlaufen hat (wie peinlich!), mal davon abgesehen, dass ihre Eltern bestimmt auch nicht begeistert wären, wenn sie wüssten, dass Ingrid Kontakt zu "Müll-Katie" hatte.

In gewisser Weise finde ich die Familienverhältnisse von Ingrid faszinierend. Auf den ersten Blick ist es eine ganz normale Familie. Der Vater ist der Vermögensberater der reichsten Familie der Stadt, die Mutter arbeitet als Immobilenmarklerin, der große Bruder ist ein hervorragender Footballer und der Großvater "Grampy" ein dickköpfiger ehemaliger Farmer, der alles daran setzt, um seinen Hof so zu behalten wie er ist. Aber je aufmerksamer Ingrid im Laufe des Buches durch die Gegend geht, desto mehr Unstimmigkeiten fallen einem auf. So fährt der Vater zwar einen großen Wagen, aber das Mädchen erinnert sich an Streitigkeiten zwischen seinen Eltern, bei denen es um die Ratenzahlungen für das Auto ging.

Und obwohl ihr großer Bruder Ty ein erfolgreicher Sportler ist und alle Erwartungen seines Vaters erfüllt, scheint er nicht glücklich zu sein. Dazu kommen noch gesundheitliche Auffälligkeiten und eine übermäßige Aggressivität gegenüber der kleinen Schwester, während Ingrid von ihren Eltern mit allen Mitteln zum Sport und zur Mathematik gedrängt wird, damit sie später eine Eliteuniversität besuchen kann. All das zeigt, dass die auf den ersten Blick so normale heile Familie gar nicht so gut funktioniert, dabei bietet einem Peter Abrahams keine einfachen Erklärungen für die vielen verschiedenen Szenen, sondern lässt sie einfach im Raum stehen, was mir besonders gut gefällt.

Ich weiß nicht, ob Jugendliche so schnell dahinterkommen, welche Probleme in Ingrids Familie herrschen, aber mir gefällt es, dass nicht alles ausgesprochen wird. Noch bleibt die Geschichte konsequent auf dem Wissensstand, den Ingrid hat, egal wie viele Gedanken man sich über all die Hintergründe machen kann. Diese Familienkonstellation, all die Anspielungen auf Sherlock Holmes und der kleine Hauch von "Liebes"geschichte, haben mir wirklich viel Vergnügen bereitet. Da konnte ich auch locker darüber hinwegsehen, dass der Krimianteil etwas vorhersehbar und nicht ganz so schlüssig war. Und nun bin ich so neugierig darauf, wie es mit Ingrid weitergeht, dass ich mir die beiden anderen bislang erschienenen Bände gleich in der Bibliothek vorgemerkt habe.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Muckelkatzen

Die Katzen haben gerade - genauso wie ich - etwas Mühe morgens wach zu werden. Stattdessen muckeln sie lieber auf der kuscheligen Bettdecke auf dem Sofa und halten sich gegenseitig warm. Dafür vermisse ich seit zwei Tagen beim Einschlafen die Extrawärme durch die Katzenbelagerung ... ;)



Sonntag, 16. Oktober 2011

Eine Woche mit Besuch - dieses Mal ganz ohne Fotos

Vorfreude genossen,
Wohnung geputzt,
eingekauft,
Besuch begrüßt,
den Nachmittag verschwatzt,
Kaffee getrunken und Kekse geknabbert
und Pizza gegessen.

Abenteuer im Bus erlebt,
viel rumgelaufen und gesehen,
geschwatzt und Pläne gemacht,
auf dem Sofa eingerollt und weiter geschwatzt,
Kurzgeschichten gelesen,
Buchzugang betrachtet,
Omelette gegessen
und Schweine gejagt.

Umwege mit dem Auto gemacht,
unter freiem Himmel gefrühstückt,
einen Termin verpasst,
in ein fremdes Land geflüchtet
und einen Anfall von Fremdscham in Japan erlebt.
Schweizer Käsemakkaroni gekocht,
Füße hochgelegt und
ein Duell beobachtet ...
weiterhin Schweine gejagt.

Auf dem Sofa gemuckelt,
Milchkaffee, Kekse und Schokolade genascht,
viel geschwatzt, gearbeitet und
etwas Musik gehört.
Pizza gegessen, 
noch eine Runde mit dem Bus gefahren,
in der Dunkelheit durch eine fremde Gegend geirrt,
einen neuen Sänger entdeckt
und ein langerwartetes Konzert genossen.
Wieder in den Bus gehüpft,
geschwatzt und in der Nacht Schokoladeneis gegessen,
dann ins Bett gefallen.

Ausgeschlafen,
geschwatzt und
wieder Schweine gejagt,
über Bibliotheken geredet,
Musik gehört
und ein Nickerchen gemacht.
Aufgewacht, um ins Restaurant zu gehen,
Essen auseinandergenommen,
gemopst und geteilt
- und trotzdem genossen.
Entspannen auf dem Sofa,
weiterhin Schweine gejagt
und natürlich geschwatzt
bis die Augen zugefallen sind.

Ein bisschen Hektik am Morgen,
Abschiedstimmung und Kichern,
eine große Überraschung zum Schluss 
und Vorfreude auf ein Wiedersehen.

Nun etwas Aufräumen,
Wäsche waschen,
Geschirr abwaschen und
Füße hoch und all die Eindrücke der letzten Tage sortieren.

Schön war es!

Freitag, 14. Oktober 2011

Phil Rickman: Mittwinternacht

Nach "Frucht der Sünde" war ich mir nicht so ganz sicher, was ich von den Merrily-Watkins-Romanen von Phil Rickman zu halten hatte. Aber immerhin war meine Neugier so groß, dass ich mir noch den zweiten Roman um die ungewöhnliche Pfarrerin in der Bibliothek vorgemerkt hatte. Im ersten Band hatte Merrily Watkins zum zweiten Mal in ihrem Leben (beim ersten Mal hatte sie eine Art Erscheinung in einer Kirche und danach beschlossen, dass sie eine Ausbildung zur Pfarrerin beginnt) eine Begegnung mit dem Übernatürlichen. Wobei Merrily sich nie so ganz sicher zu sein scheint, ob sie sich das Ganze nicht nur einbildet oder ob es nicht rationale Erklärungen für die seltsamen Vorfälle gibt. Auf jeden Fall haben diese Erlebnisse dazu geführt, dass sie nun eine Art Weiterbildung zur "Exorzistin" begonnen hat.

Aber natürlich ist es bei ihr nicht so einfach wie bei den männlichen Kollegen und so wird sie kurz nachdem sie bei Huw Owen einen Kurs zum Umgang mit "Spirituellen Grenzfragen" gemacht hat, vom Bischof zur Diözesan-Exorzistin (Verzeihung, natürlich muss es heißen "Beraterin für spirituelle Grenzfragen") ernannt. Was bedeutet, dass sich Merrily mit allen (vermeintlichen oder realen) seltsamen Begebenheiten in der - nicht gerade kleinen - Diözese rund um die Kathedrale von Hereford beschäftigen muss. So wird die Pfarrerin aufgrund ihres neuen (und zusätzlichen!) Amtes zu einem unheimlichen sterbenden Mann gerufen, muss eine von Satanisten entweihte Kirche wieder säubern, soll in einem Altenheim einen Geist austreiben und darf sich mit Kirchenpolitik, Intrigen und ihren eigenen Ängsten herumschlagen.

Währenddessen hat ihre Tochter Jane eine neue Freundin gefunden: Rowenna scheint es egal zu sein, dass Janes Mutter eine Pfarrerin ist und dafür teilt sie Janes Interesse an der Esoterik. Gemeinsam gehen die beiden Freundinnen auf eine Esoterik-Messe, lassen sich Karten legen und erkunden eine Frauengruppe, in der es um die Erforschung der eigenen Spiritualität geht. Auch der Musiker Lol (Laurence) geht inzwischen seine eigenen Wege, da er zwar in Merrily verliebt ist, aber keine Chance auf eine Beziehung mit ihr sieht. So hat er sein Cottage verkauft, besucht die Abendschule, um Psychotherapeut zu werden und haust über einem Musikgeschäft in Hereford. Nebenbei kümmert er sich noch um Katherine Moon, eine psychisch labile junge Archäologin.

Irgendwie ging mir beim Lesen dieses Romans der Begriff "Schauergeschichte" nicht aus dem Kopf und in gewisser Weise habe ich damit ein Problem. Ich mag eigentlich den leichten - und manchmal etwas absurden - Grusel eines guten Schauerromans, aber hier gab es mir einfach zu viele unappetitliche Szenen. Mit der Beschreibung von Kälte, Furcht oder Geistern kann ich leben, aber ständige Übelkeit bei der Hauptfigur, das Gefühl besudelt oder gar vergewaltigt worden zu sein, verursacht mir beim Lesen Unbehagen. Irgendwie spricht das ja für den Autor, dass er so atmosphärisch schreibt, dass mich seine Geschichte in gewisser Weise belastet, aber eigentlich fand ich das in erster Linie unschön. Auf der anderen Seite war der Roman flüssig zu lesen und die Cliffhanger an den Kapitelenden haben - obwohl ich einige Entwicklungen vorhersehen konnte - dafür gesorgt, dass ich vor lauter Neugierde das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ich glaube nicht, dass ich noch einen Teil dieser Reihe lesen werde - zumindest nicht, wenn er mir nicht durch Zufall in die Hände fällt -, aber ich muss zugeben, dass in meinen Augen "Mittwinternacht" deutlich stimmiger von Phil Rickman konzipiert wurde als "Frucht der Sünde". Ich habe das Gefühl, dass der Autor tiefer in seinem Thema steckt, vertrauter mit seinen Figuren ist und eine Linie für seine "Mystery"-Geschichte gefunden hat. Wer sich also nicht daran stört, dass die schauerlichen Szenen kaum ausgeglichen werden (was ich mir gewünscht hätte), der findet diesen Roman gewiss unterhaltsamer als den Auftaktband der Merrily-Watkins-Reihe.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Michelle Harrison: Elfenseele 3 - Jenseits der Ferne

Ein bisschen hat es gedauert bis mit "Jenseits der Ferne" der dritte Band der "Elfenseele"-Reihe von Michelle Harrison erschienen ist. In diesem Buch übernimmt wieder Rowan "Red" Fox die Hauptrolle, auch wenn Tanya und Fabian ebenfalls auftauchen und ihren Part zur Handlung beitragen. Doch von Anfang an: Nachdem Rowan im vorhergehenden Band endlich ins Elfenreich gelangt war und dort ihren kleinen Bruder James wiedergefunden hatte, lebt sie nun mit Tanyas Großmutter, Fabian und seinem Vater und der Haushälterin Nell auf Elvesden Manor.

Eigentlich fühlt sie sich sehr wohl in ihren neuen Zuhause und auch der Kontakt zu Rose, die sich im letzten Buch als Rowans Mutter entpuppt hat, wird immer besser. Wobei es auch hilft, dass Rose auf dem Gelände von Elvesden Manor ein kleines Tierheim eröffnen durfte und die beiden so täglich miteinander reden können. Und doch gibt es etwas, was dem Mädchen auf der Seele liegt.

Als sie vor einem Jahr ihre Suche im Elfenreich begann, wurde sie (gemeinsam mit Fabians Vater Warwick) von der Heckenhexe gefangen genommen. Bei ihrem Fluchtversuch hätten die beiden auch den dritten Gefangenen, Eldritch, mitnehmen können, doch da dieser an James Entführung beteiligt war, ließ Rowan ihn an eine Mauer gekettet im Keller der Hexe zurück. Inzwischen aber belastet sie der Gedanke, was wohl aus Eldritch geworden ist und lässt sie keine Ruhe mehr finden. Zusätzlich wird ihr Leben von Sperling, Tino und anderen alten Bekannten durcheinander gebracht. Sperling und seine Freunde gehören dem Coven an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Kinder, die durch Wechselbälger ausgetauscht wurde, wieder aus dem Elfenreich zurück zu holen.

Tino will nicht nur, dass Rowan wieder ihre früheren Aufgaben im Coven übernimmt, sondern hat auch selber gravierende Probleme. So sind einige Mitglieder dieses vertrauten Kreises verschwunden und werden nur wenig später ermordet aufgefunden. Dabei wird deutlich, dass die Täter nicht nur von ihrer geheimen Tätigkeit bei der Rückbeschaffung gestohlener Kinder wussten, sondern auch die jeweilige spezielle Aufgabe der Person in diesem Kreis und ihre jeweilige Schwachstelle genau kannten. Auch wenn Rowan mit diesem Teil ihres Lebens eigentlich abgeschlossen hat, kann sie ihre ehemaligen Verbündeten doch nicht im Stich lassen. Und auch Tanya und Fabian wollen ihren Teil dazu beitragen, dass die Morde, die so eindeutig mit dem Elfenreich verbunden sind, aufgeklärt werden. Dabei geraten nicht nur die Jugendlichen in Gefahr, sondern auch alle anderen Bewohner von Elvesden Manor.

Obwohl mir auch dieser dritte Band der "Elfenseelen"-Reihe gut gefallen hat und ich Rowan als Hauptfigur lieber sehe als Tanya, so hat mich dieser Teil nicht ganz so mitgerissen wie ich es gehofft hatte. Zum einen denke ich, dass es daran liegt, dass die Handlung - trotz diverser übernatürlicher Gestalten und Vorgänge - in unserer Welt spielt und daran, dass Elvesden Manor eine deutlich geringere Rolle übernimmt, als mir lieb gewesen wäre. Ich habe eben eine ganz besondere Schwäche für die kleinen Bewohner dieses Hauses, wenn man mal von dem schleimigen Langfinger im Abfluss absieht.

Und dann werden sehr viele Figuren neu in die Handlung eingeführt, so viele, dass ich zu kaum einem der neuen Charaktere eine Beziehung aufbauen konnte. Außerdem wird schnell deutlich gemacht, dass nicht alle Mitglieder des Coven eine reine Weste haben - wobei der Verräter in diesem Kreis in meinen Augen so offensichtlich war, dass in dieser Beziehung keine Spannung bei mir aufkam. Zuletzt störten mich noch ein wenig die beiden "Liebesgeschichten", die hier und da in der Handlung durchschimmern. Trotzdem habe ich das Lesen dieses Romans genossen, auch wenn sich das bislang vielleicht nicht so angehört hat.

Michelle Harrison hat eine spannende Grundsituation geschaffen und vor allem fand ich es interessant noch mehr über Rowans Zeit auf der Straße und über das Geschäft mit Kindern/Wechselbälgern zu erfahren. Vor allem der Versuch des Coven einem Jungen zu helfen, dessen Mutter anscheinend nicht mehr wie früher ist, hat mir einen fesselnden Einblick in die Schwierigkeiten dieser Aufgabe geboten. Außerdem habe ich die Vorbereitungen für die Endschlacht genossen, ebenso wie das Wiedersehen mit den schon vertrauten Figuren (nur auf die Haushälterin Nell könnte ich verzichten, die nervt mich doch ziemlich). "Jenseits der Ferne" ist in meinen Augen zwar nicht ganz auf dem Niveau der früheren Romane, aber immer noch ein tolles Buch.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Baltimore und der Fotoapparat

Sowas kommt dabei heraus, wenn ich an einem gemütlichen Wochenende den Fotoapparat in Sofa-Reichweite habe:

Logan







Montag, 10. Oktober 2011

Helmut Barz: WestEnd Blues

Über "WestEnd Blues" bin ich auf "My Crime Time" von nantik gestolpert - und habe mir dieses Mal sogar merken können, woher der Tipp kam. ;) Die sehr begeisterte Rezension hatte mich lustigerweise noch nicht dazu verlockt das Buch auszuprobieren, das Interview mit dem Autor Helmut Barz war ganz interessant, hat mich aber auch noch nicht davon überzeugen können, dass das Buch einen Blick wert ist. Dann kam aber das harte Urteil über den zweiten Band "African Boogie" und ich wurde doch neugierig auf die Hauptkommissarin Katharina Klein.


Da in "WestEnd Blues" eine ganze Menge passiert und ein ganzer Haufen Personen vorkommt, beschränke ich mich ausnahmsweise wieder auf den Klappentext des Verlags, damit die Inhaltsbeschreibung keine Romanlänge annimmt:
"Der Partner tot, sie selbst vom Dienst suspendiert, zur Babysitterin degradiert, des Mordes beschuldigt und von einem rachsüchtigen Drogenboss gejagt: Genau der richtige Zeitpunkt für die Frankfurter Kommissarin Katharina Klein, sich in den völlig falschen Mann zu verlieben.


Eigentlich hat Katharina Klein, Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei, genug eigene Probleme: In einer eskalierten Polizeiaktion wurde ihr Partner getötet und sie selbst hat zwei Menschen erschossen. Doch als ihre Nachbarin ermordet wird, muss Katharina deren Tochter, die vierjährige, altkluge Laura bei sich aufnehmen. Und bald setzt sie alles daran, den Mörder von Lauras Mutter zu finden. Unerwartete Hilfe erhält Katharina vom arroganten, undurchsichtigen und leider viel zu attraktiven Gerichtsmediziner Andreas Amendt. Aber alles zu seiner Zeit: Erst muss sie Laura noch in den Kindergarten bringen …"

Ich habe "WestEnd Blues" so ziemlich in einem Zug durchgelesen und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Trotzdem konnte ich die ganze Zeit den Gedanken nicht unterdrücken, dass ich die Charaktere und die verschiedensten Szenen und Grundkonstellationen in einer Fernsehserie vermutlich nicht toleriert hätte, weil es mir zu übertrieben, zu bemüht und zu ausgelutscht gewesen wäre. Aber dieser Krimi ist zum Glück keine Fernsehserie, sondern ein gut geschriebener Roman mit interessanten Charakteren, witzigen Szenen und mehreren parallel laufenden Fällen, die mich zum Mitraten eingeladen haben. Es gab sogar für mich den einen oder anderen Überraschungsmoment, was ich bei deutschen Krimis in letzter Zeit nur selten hatte.

Ob mir Katharina Klein sympathisch war, kann ich gar nicht mal sagen. Sie ist eine energische, impulsive Halbkoreanerin mit einem Faible für Kampfsport, Waffen und Dessous. Dazu kommen noch eine tragische Familiengeschichte, eine Frankfurter Verbrechergröße als Patenonkel und ein in der Regel recht einsames Leben. Aber es hat mir wirklich viel Spaß gemacht von ihr und den sie unterstützenden Menschen zu lesen, mitzuerleben, wie sie mit der kleinen Laura umgeht (und dabei hasse ich sonst altkluge Kinder in Geschichten! ;) ) und die diversen Wortwechsel zu verfolgen, die sie mit ihren Freunden, Feinden und Vorgesetzten hat.

Wenn ich mir also vor Augen führe, dass Helmut Barz in seinem Roman unheimlich viele Elemente verwendet hat, die ich sonst gar nicht leiden kann, dann muss es wohl an seiner Erzählweise liegen, dass mir "WestEnd Blues" und die darin vorkommenden Figuren so viel Vergnügen bereitet haben. Und weil ich das Buch so genossen habe, muss ich mir nun auch noch ein eigenes Urteil über den zweiten Katharina-Klein-Band bilden. Agatha-Christie-Anleihe, sowie Katharina und andere vertraute Charaktere sollten doch eine gute Mischung ergeben. Aber erst einmal befürchte ich das Schlimmste und hoffe, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden. ;)

Sonntag, 9. Oktober 2011

[Kulinarisches] Paprika-Linsensuppe

Leider kann ich bei diesem Rezept kein Foto mitliefern, weil ich gestern erst die Suppe komplett ausgelöffelt habe und mir dann aufging, dass sie es wert wäre, verbloggt zu werden. Sie war nämlich einfach nur lecker! ;) Entstanden ist das Ganze als eine Art Resteverwertung, ich versuche gerade mal wieder, meine Vorräte zu reduzieren, und experimentierte deshalb mit roten Linsen. Ach ja, weder Zucker noch Koriander hatte ich anfangs für die Suppe eingeplant, aber mit diesen beiden Bestandteilen wurde sie richtig rund. Diese Linsensuppe ist leicht scharf, sehr sättigend, einfach gemacht und vor allem so lecker!

1,5 Jahre später doch noch ein Foto ...


Zutaten für vier Teller Suppe:

3 kleine, scharfe Paprika (gewürfelt)
1/2 Zwiebel (fein gewürfelt)
250g rote Linsen
ca. 1 1/2 Liter (kräftige) Gemüsebrühe
100ml Sahne
1 TL Zucker
Salz
Pfeffer
Paprikapulver (Rosenpaprika)
gemahlener Koriander

Die Paprika und die Zwiebel in einem Topf mit etwas Öl gründlich anschwitzen, die Linsen (nachdem sie kurz mit klarem Wasser gespült wurden) zugeben und mit der Brühe aufgießen. Das Ganze kurz aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze eine (gute) Viertelstunde köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Die Sahne zugeben, mit Zucker, Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und Koriander abschmecken und vor dem Servieren noch einmal kurz ziehen lassen.

Samstag, 8. Oktober 2011

Petros Markaris: Balkan Blues

Bei meinem letzten Bibliotheksbesuch war mir von einer anderen Nutzerin Petros Markaris empfohlen worden. Der Name war mir zwar schon ein Begriff, aber bislang hatte ich von dem Autor noch nichts gelesen. Der Kurzgeschichtenband “Balkan Blues” schien mir aber die perfekte Gelegenheit zu sein, mal in seine Erzählweise reinzuschnuppern. Wenn es mir nicht gefallen würde, müsste ich ja nach der ersten Geschichte nicht weiterlesen … ;)

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann gibt es inzwischen sechs Kriminalromane von Petros Markaris rund um Kommissar Kostas Charitos, der auch in der ersten Kurzgeschichte in diesem Band auftaucht und mir schnell sympathisch war. Aber vor allem dreht sich "Balkan Blues" um das Thema Ausländer - oder besser Einwanderer - in Griechenland und der "Krimianteil" der Geschichten ist nicht wie in einem klassischen Ermittlerroman gehalten und steht fast nie im Vordergrund.

So habe ich mit diesem Band Athen im Fußballfieber erlebt, gelernt, dass die olympischen Gebäude von Albanern gebaut wurden, mit einem kleinen schwarzen Mädchen den Tag im Park verbracht, hinter die Kulissen eines russischen Restaurants geblickt und habe mich auf den Weg gemacht, um eine Frau umzubringen. Außerdem habe ich mich mit einem Schuhputzer unterhalten, Griechischunterricht in einem Restaurant genommen, auf der Straße gebettelt, Obststeigen getragen und einer Hure bei einer wichtigen Tätigkeit Gesellschaft geleistet.

Die insgesamt neun Geschichten waren sehr abwechslungsreich. Nicht alle haben mir gefallen, aber das ist ja bei Kurzgeschichtensammlungen oft so. Aber die meisten haben ich als gut geschrieben und interessant empfunden. Verschiedene Perspektiven, teil aus Sicht der Einwanderer, teils aus griechischer Sicht, haben mir bestätigt, dass Vorurteile in jedem Land gleich sind. Dabei zeigt Petros Markaris die schmutzige Seite des Ganzen, aber trotzdem weisen ein paar seiner Geschichten so etwas wie Ironie, Mitleid oder gar Hoffnung auf. Mich hat diese Sammlung auf jeden Fall neugierig auf die Kommissar-Kostas-Charitos-Romane gemacht und so habe ich mir den ersten ("Hellas Channel") schon in der Bibliothek vormerken lassen.

Freitag, 7. Oktober 2011

Dies und Das (12)

Schon im Frühjahr schickte unser Vermieter einen Gärtner vorbei, damit sich dieser den Obstbaum in unserem Garten anguckte. Das Urteil war vernichtend, so wie wir es uns schon gedacht hatten, aber da die Brut- und Setzzeit schon angefangen hatte, konnte erst einmal nichts gemacht werden.

Ehrlich gesagt waren wir uns ziemlich sicher, dass unser Vermieter das Ganze inzwischen vergessen hatte, aber dann stand er vor ein paar Wochen unangekündigt vor der Tür. Er würde das mit dem Baum jetzt regeln, der Gärtner würde mich bald anrufen und dann einen Termin ausmachen. Tja, und dieser Termin war heute - natürlich am ersten richtig kalten und nassen Tag seit Wochen.

So sah also unser Garten heute morgen aus:


Und so heute Nachmittag:


Dank Gestrüpp und Haselnussbaum ist der Unterschied gar nicht so groß, aber wenn man drin steht, dann wirkt es deutlich lichter und heller. Oh, und wer sich jetzt denkt, dass wir mit dem Wetter ja Glück hatten - die Sonne kam in dem Moment heraus, als endlich alle Teile verladen waren. Gefällt wurde unser Baum im strömenden Regen - und weil ich neugierig war, bin ich ebenfalls bis auf die Haut nass geworden.

Immerhin bestätigte nach dem Fällen ein Blick auf dem Stumpf, dass wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Nicht nur die Äste waren morsch, sondern der Baum faulte auch schon von innen heraus:


Zum Schluss habe ich mir von dem Gärtner noch einen letzten Rettungstipp für meine Rosen geholt (und hätte ich etwas Geld im Haus gehabt, dann hätte er mir auch noch die Haselnuss geschnitten *seufz*) und Fotos von den wenigen schönen herbstlichen Sachen im Garten gemacht. Das grüne Pflänzchen gehört übrigens mal wieder zu den unidentifizierten Arten in meinen Beeten. ;)




Dienstag, 4. Oktober 2011

Jim Butcher: Dead Beat (Dresden Files 7)

Ich kann es einfach nicht lassen, ich mag die Dresden-Files-Romane so gern, dass ich auch in diesem Monat wieder einen davon für die English-Challenge verschlungen habe. "Dead Beat" ist der siebte Band um den einzigen Magier, der im Chicagoer Telefonbuch steht und sich seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv bzw. Berater der Polizei verdient. Seit den Ereignissen im vorhergehenden Band ("Blood Rites") ist wieder ein Jahr vergangen - und da ich hier nun wirklich keine Spoiler mehr vermeiden kann, sollten nur diejenigen weiterlesen, die zumindest des sechsten Band schon kenne. Verderbt euch nicht die überraschenden Wendungen! ;)

Okay, ein Jahr ist vergangen und Thomas lebt immer noch bei Harry - was für beide nicht gerade einfach ist. Aber als ein Vampir des Weißen Hofes ist es für Thomas fast unmöglich im "normalen" Leben zu bestehen. Ihm fehlen eindeutig der finanzielle Hintergrund seiner Familie und auch die Verbindungen, die er durch seine Verstoßung durch seine Familie nicht mehr nutzen kann. Auch bei Harry haben die vergangenen Abenteuer deutliche Spuren hinterlassen. Obwohl seine linke Hand nicht amputiert werden musste, ist er doch durch die gravierenden Verbrennungen deutlich behindert.

Auch hat er - seit der Verbrennung bei dem Kampf gegen Mavra (Vampirin des schwarzen Hofes) - Angst davor einen Feuerzauber zu verwenden, was seine Kräfte deutlich einschränkt. Und die Tatsache, dass er mit Thomas nun eine Familie hat und seine Bindungen zu seinen Freunden immer enger werden, stellt auch ein Handicap dar, da ihn die Furcht vor einem möglichen Verlust zögerlich und in gewisser Weise auch ungeduldig und unfreundlich macht. Als wäre das Ganze noch nicht genug, so hat er auch noch gegen den Einfluss des gefallenen Engels Lasciel zu kämpfen.

Dies ist die Ausgangssituation als die Halloween-Nacht naht und Harry von Mavra erpresst wird. Wenn er ihr nicht bis Halloween "The Word of Kemmler" bringt - und natürlich wird Harry nicht genau mitgeteilt, was das sein könnte -, dann ruiniert Mavra die Polizistin Karrin Murphy. Bei seinen Recherchen findet Harry heraus, dass in den letzten Tagen einige Nekromanten in Chicago aktiv wurden - und einer von ihnen hat es sogar auf Waldo Butters, einen Freund von Harry, der in der Forensik arbeitet, abgesehen. Weitere Ablenkungen entstehen durch eine junge Dame, die eindeutig an Harry interessiert ist und ihn ohne Umstände um ein Date bittet und das Auftauchen des Weißen Rats der Zauberer.

Ohje, es ist gar nicht so einfach einen groben Überblick über diesen Roman zu liefern, da hier sehr viele Sachen zusammenlaufen, die ihren Anfang in den vorhergehenden Büchern hatten. Auf jeden Fall hat mir dieses Buch wieder genauso viel Spaß gemacht wie die anderen Titel dieser Reihe. Es ist kurz vor Halloween und dank der Necromanten bekommt es Harry mit Geistern, Zombies und anderen unerfreulichen Gestalten zu tun. Jim Butcher beschreibt diese Erscheinungen der übernatürlichen Welt wieder sehr atmosphärisch, aber vor allem liebe ich diese Mischung aus Humor, Spannung und sympathischen Charakteren.

Es gibt nur wenige Autoren, die mich während des Lesens regelrecht Aufkreischen lassen vor Lachen oder denen es gelingt, dass ich zwei Absätze zuvor noch über das Schicksal einer Figur ein paar Tränchen verdrückte, nur um dann wieder in ein fröhliches Kichern auszubrechen. Trotz all der übernatürlichen Erscheinungen und der kurzen Zeitspanne, habe ich diesen Titel als relativ dialog- und gedankenlastig empfunden, musste aber auch nicht auf gute Actionszenen verzichten. So war es sehr schön mitzuerleben, wie Harry ein Auto auf einen Feind geworfen hat oder einen ungewöhnlichen Spurt zum Endkampf hinlegen muss.

Noch ein Punkt gefällt mir richtig gut an den "Dresden Files": Jim Butcher gelingt es hervorragend seine Hinweise so in der Geschichte zu platzieren, dass man zwar ahnt, dass das etwas faul ist oder die eine oder andere Wendung vorhersehen kann (was im richtigen Maße sehr befriedigend für den Leser sein kann), aber nie alles errät. So gibt es immer noch genügend überraschende Elemente in der Handlung, dass ich auf den weiteren Verlauf der Geschichte hinfiebere und es mir sehr sehr schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen, wenn ich erst einmal in der Handlung drin bin.

All die Andeutungen und Entwicklungen in "Dead Beat" haben mal wieder dafür gesorgt, dass ich am liebsten sofort zum achten Band greifen würde. Aber da das Lesen dieser Bücher mir nur dann so richtigen Genuss bereitet, wenn ich zwei Tage komplett darin versinken kann und nicht ständig unterbrechen muss, werde ich mir "Proven Guilty" noch etwas aufheben. Und wer weiß, vielleicht rezensiere ich ja im nächsten Monat mal keinen Roman von Jim Butcher für die English-Challenge.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Susanne Mittag: Melina und die vergessene Magie

Als Melina an ihrem ersten Schultag nach einem Umzug in eine neue Stadt von ihrer Mitschülerin Lisa im Keller der Schule eingesperrt wird, öffnet sich vor ihr urplötzlich ein Fenster in eine fantastische Welt. Und so landet das Mädchen durch ein Versehen des Zauberlehrling Tann in Lamunee. Doch Menschen sind in diesem Land nicht erlaubt und so muss der Tann schnell einen Weg finden, um Melina wieder nach Hause zu bringen.

In der Hoffnung, dass die mächtigen Eiszauberer (zu denen auch Tanns Meister Salius gehört) eine Lösung wüssten, machen sich die beiden auf zum Schloss des Königs. Dort findet nämlich gerade eine geheimnisvolle Konferenz statt, zu der der Herrscher alle Eiszauberer des Landes gerufen hat. Doch noch bevor Melina und Tann ihr Ziel erreichen, finden sie eindeutige Hinweise darauf, dass die Feuerzauberer nach Lamunee zurückgekehrt sind und nun eine Bedrohung für alle Bewohner des Landes darstellen. Aber nicht nur Melinas Perspektive kann man miterleben, sondern auch die der jungen Lianna, die als Lehrling - bzw. Dienstmädchen - bei der Zauberin Morzena angestellt ist.

Wirklich neu ist die Grundidee hinter dieser Geschichte nicht, aber da ich eine Menge wirklich netter Bücher kenne, bei denen Kinder aus unserer Welt in ein fantastisches Land gelangen, stört mich das wirklich nicht. Der Roman von Susanne Mittag strotzt vor lauter niedlichen Elementen, die der Leser gemeinsam mit Melina während ihrer Reise entdecken kann. Man lernt mehr über den Bogan Tann, die Magie im Land und die vielfältigen Geschöpfe, die Lamunee bevölkern. Die Vielfalt der Gestalten, die mit ihnen verbundenen kleinen Sagen und Geschichten sowie die Landschaftsbeschreibungen haben mir wirklich gut gefallen. Selbst die Dinge, die einem vertraut vorkommen, werden von Susanne Mittag mit einem eigenen Touch versehen und erscheinen so individuell.

Mir haben auch die verschiedenen Figuren gefallen. Melina versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen, der Zauberlehrling Tann muss sich einigen unangenehmen Wahrheiten stellen, lernt dafür aber viel über seine eigenen Fähigkeiten, der Musiker Erel (der sich mit Melina und Tann anfreundet) wird zu einem hilfreichen Begleiter und Lianna macht ebenfalls eine schöne Entwicklung durch. Doch trotz all dem hat mich das Schicksal dieser Figuren nicht wirklich berührt. Entweder hat die Autorin den Dreh nicht raus, wie man einen Handlungsstrang so spinnt, dass einem die Geschehnisse so nahe gehen, dass der Leser mit den Charakteren mitfiebert - oder es liegt an der "ab zehn Jahre"-Vorgabe. Auf jeden Fall war ich ständig enttäuscht darüber, was in diesem Buch aus den verschiedenen Situationen gemacht wurde.

Ich verstehe, dass in einem Fantasy-Buch für Kinder viele Situationen mit Magie gelöst werden, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Figuren trotzdem mal in ernsthafter Gefahr geschwebt hätten. Doch kaum kommt ein Hauch von Spannung auf, da verpufft sie schon wieder, weil das drohende Problem mit einem Fingerschnippen, dem richtigen Wort oder eben dem Griff in den Magiebeutel gelöst wird. Besonders Melinas besondere Fähigkeit, die in Lamunee zum Vorschein kommt, sorgt dafür, dass die Geschichte viel zu glatt läuft. Und am Ende bleiben dann noch Fragen offen, die leicht hätten gelöst werden können und vielleicht zu einem befriedigteren Gefühl am Schluss hätte führen können. So entwickelt Lianna zum Besipiel im Laufe der Geschichte Angst um ihre Eltern - was aber wirklich mit ihnen passiert ist, erfährt der Leser nicht. Ich glaube, ich wäre nicht so enttäuscht von "Melina und die verlorene Magie" gewesen, wenn die Autorin nicht so viele tolle Ansätze gehabt und atmosphärische Beschreibungen verwendet hätte. So fühlte ich mich beim Lesen, als würde man mir ständig Versprechungen machen, die dann aber nicht eingehalten werden ...

Samstag, 1. Oktober 2011

Gelesen: Juli, August und September 2011

Bücher:
  1. Sharon Ashwood: Seelenkuss (The Dark Forgotten 3)
  2. Michael Borlik: Scary City 1 - Das Buch der Schattenflüche
  3. Michael Borlik: Scary City 2 - Der Wächter des goldenen Schlüssels
  4. Jim Butcher: Death Masks (Dresden Files 5)
  5. Jim Butcher: Blood Rites (Dresden Files 6)
  6. Patricia Cabot: Lehrstunden einer Lady
  7. David Chandler: Ancient Blades - Die Metropole der Diebe
  8. Agatha Christie: They Came to Baghdad
  9. Agatha Christie: Sie kamen nach Bagdad
  10. Agatha Christie: Nikotin
  11. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis (Bd. 1)
  12. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tod im Wintergarten (Bd. 2)
  13. Carola Dunn: Miss Daisy und die tote Sopranistin (Bd. 3)
  14. Carola Dunn: Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman (Bd. 4)
  15. Carola Dunn: Miss Daisy und die Entführung der Millionärin (Bd. 5)
  16. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tote auf dem Wasser (Bd. 6)
  17. Carola Dunn: Miss Daisy und der tote Professor (Bd. 7)
  18. Michelle Harrison: Elfenseele 3 - Jenseits der Ferne
  19. Marina Heib: Puppenspiele
  20. Jim C. Hines: Die fiese Meerjungfrau (Prinzessinnen 2)
  21. Jim C. Hines: Rotkäppchens Rache (Prinzessinnen 3)
  22. Hiromi Kawakami: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß
  23. Sergej Lukianenko: Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel
  24. Kathryn Miller Haines: Ein Schlachtplan für Miss Winter (Rosie Winters Fälle 2)
  25. Susanne Mittag: Melina und die vergessene Magie
  26. Haruki Murakami: Naokos Lächeln
  27. Sharon Page: Sin
  28. Otfried Preußler: Der kleine Wassermann
  29. Julia Quinn: Das geheime Tagebuch der Miss Miranda
  30. Mike Resnick: Jäger des verlorenen Einhorns
  31. Phil Rickman: Frucht der Sünde (Merrily Watkins 1)
  32. Karen Rose: Heiß glüht mein Hass
  33. Karen Rose: Todesstoß
  34. Karen Rose: Das Lächeln deines Mörders
  35. Karen Rose: Nie wirst du entkommen
  36. Lynsay Sands: Vampire und andere Katastrophen (Die Argeneau-Vampire 11)
  37. Johan Theorin: Öland (Öland 1)
  38. Johan Theorin: Blutstein (Öland 3)
  39. Harald Tonollo: Dr. Silberfisch in gemeiner Mission (Die Rottentodds 6)
  40. Alfred Weidenmann: Gepäckschein 666

Comic/Manga:
  • Aufzeichnungen aus Birma (Graphic Novel)
  • Border 1 (Manga)
  • Caramel Kiss 2 (Manga)
  • Caramel Kiss 3 (Manga)
  • Caramel Kiss 4 (Manga)
  • Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß 2 (Graphic Novel)
  • Detektiv Conan 70 (Manga)
  • Kiiri 1 (Manga)
  • Nausicaä 5 (Manga)
  • Nausicaä 6 (Manga)
  • Pandora Hearts 1 (Manga)
  • Twinkle Stars 2 (Manga)
  • xx me! 2 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:
  • John Sinclair Classics 5 - Sakuro, der Dämon (1 CD)
  • John Sinclair Classics 6 - Friedhof der Vampire (1 CD)
  • John Sinclair Classics 7 - Die Töchter der Hölle (1 CD)
  • John Sinclair Classics 8 – Das Rätsel der gläsernen Särge (1 CD)
  • Der kleine Wassermann (2 CDs)

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre.

Oktober-SuB

Ich finde es immer wieder seltsam, wie sehr einen das eigene Gefühl doch täuschen kann. Während ich im letzten August dachte, meine Leseflaute hätte die ganze Zeit angehalten, bin ich doch auf 16 Bücher gekommen. Diesen Monat hingegen war ich mir sicher, dass ich ständig die Nase in einem Buch hatte - und bin doch "nur" auf 17 Bücher gekommen. Naja, und dann gab es ein paar Re-Reads, die ich nicht mitzähle, 8 Manga, 2 Hörbücher (die ebenfalls nicht zählen, da ich eins davon zum zweiten Mal in diesem Jahr höre und ich das andere nach 3 von 4 CDs abgebrochen habe) und 1 kurzes Hörspiel. Da viele der Bücher aus der Bibliothek kamen, ist der SuB leider leicht gewachsen, aber das ändert sich hoffentlich bald auch wieder. ;)

Der Oktober wird für mich etwas stressig, aber spätestens Mitte November hoffe ich auf gemütliche Lesestunden auf dem Sofa, damit vor dem Jahresende der SuB endlich mal langfristig unter die 100 sinkt! Ohje, jetzt ist es schon soweit, dass der "Jahresendspurt" beginnt ...

A (3)
Sharon Ashwood: Höllenherz
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Malorie Blackman: Boys don't cry
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Alan Bradley: Flavia de Luce - Halunken, Tod & Teufel
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (3)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger

D (6)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Lieneke Dijkzeul: Vor dem Regen kommt der Tod
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (13)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (8)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
L. J. McDonald: Die Krieger der Königin
Seanan McGuire: October Daye - Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan - Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Kathryn Miller Haines: Miss Winter lässt nicht locker

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Rachel Neumeier: Der Greifenmagier - Herr der Winde
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (6)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund
Renata Petry: Hilgensee
Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)
-

R (14)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (10)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Arthur Slade: Mission Clockwork
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (0)
-

W (4)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Kiersten White: Flames'n'Roses
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)
-

108 Titel zum Monatsanfang
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel sind die, die ich für meine persönliche Challenge möglichst bald lesen sollte)
(graublau markierte Titel habe ich auf der Liste für meine persönliche Serien-Challenge)