Donnerstag, 30. August 2012

Offline, online, offline ...

Irgendwie waren die letzten Tagen in technischer Hinsicht wirklich nervig! Der PC konnte von uns (oder eher meinem Mann) kurz wiederbelebt werden, aber unsere Hoffnung, dass das Ableben noch etwas hinausgezögert wurde, hielt nicht mal zwei Tage lang. Ein paar Daten habe ich zwar jetzt auf meinen USB-Stick retten können, aber so richtig glücklich bin ich mit der Situation nicht.

Dafür gewöhne ich mich so langsam an die beiden Bildbearbeitungsprogramme, die auf dem Netbook sind. Sehr viele Möglichkeiten bieten sie nicht, aber zumindest meine Coverfotos bei den Rezensionen und das Einstellen von Schnappschüssen sollte möglich sein. (Ein paar Fotos habe ich sogar noch für ein paar Beiträge auf den Blog laden können, als der PC kurz wieder lief - was bedeutet, dass ihr in den nächsten Tagen zwei Posts mit Backexperimenten zu sehen bekommt).

Ein weiteres Ärgernis sind die Probleme mit unserem Internet-, Telefon- und Kabelanbieter. Dazu muss ich sagen, dass ein Vertrag besteht, der die gesamte Häuserzeile an diesen einen Anbieter bindet. Ein Wechsel ist also nicht möglich, wenn wir nicht doppelt zahlen wollen! In den letzten drei Jahren hatten wir immer wieder kleinere Internetausfälle und täglich Probleme zu Stoßzeiten. Wenn also alle Nachbarn zur üblichen Feierabendzeit online gehen wollten, dann ging gar nichts mehr ... Sehr lästig, gerade wenn man Freitagnachmittag noch eben einen Auftrag abarbeiten wollte und dann die Daten nicht verschicken konnte. 

In diesem Sommer wurden dann alle Anschlüsse unserer Häuserzeile neu verlegt - was sich erst einmal gut anhörte. Blöderweise scheint dabei etwas gravierend schief gelaufen zu sein, auch wenn das der Anbieter nicht so recht einsehen will. Seit Mitte Juni haben wir hier wöchentlich die unterschiedlichsten Techniker von den unterschiedlichsten Sub-Unternehmern, die die unterschiedlichsten Theorien verbreiten ... 

Alle sind sich einig, dass wir eine traumhaft schnelle Internetverbindung haben, um die uns die meisten Leute beneiden würden. Außerdem hätten wir ja ein viel besseres Bild, wenn wir vom analogen zum digitalen Fernsehen wechseln würden (was nach Rücksprache mit den Nachbarn nur bedeutet, dass wir mehr zahlen würden und noch häufiger Ausfälle hätten) und das Telefon ... also ... das liegt bestimmt daran, dass wir den Router nicht richtig eingestellt hätten. Und bestimmt haben wir alles falsch angekabelt, die Kabel nicht genug abgesichert oder einfach nur den Akku nicht geladen! Keine dieser Theorien erklärt übrigens, warum die anliegenden sechs Häuser zur gleichen Zeit Ausfälle haben wie wir.

Dazu hören wir dann so tolle Aussagen wie "Alles übersteuert! Das muss runtergeregelt werden!", "Alles untersteuert! Kein Wunder, dass Sie nichts empfangen", "Der Verstärker muss ausgetauscht werden, der ist bestimmt kaputt." (das ist übrigens schon passiert) und die neuste Theorie lautet: "Da stellt jemand in einem der Nachbarhäuser immer die Kellersicherung ab und wenn die Geräte keinen Strom bekommen, dann können Sie ja auch nichts empfangen!"

Also, wenn das nicht mal eine überzeugende Erklärung dafür ist, dass die Bewohner von sieben Häusern seit zehn Wochen Komplett- und Teilausfälle haben, die von einer halben Stunde bis zu 24 Stunden andauern! Vor allem erklärt das natürlich, warum wir mal nur ohne Internet, dann wieder ohne Internet und Telefon dastehen. Und das Kabelfernsehen fällt zum Teil zeitgleich aus, dann wieder gibt es "nur" extreme Störungen, während Internet und Telefon funktionieren und manchmal stehen wir ohne Fernsehen da, während der Rest läuft.

Inzwischen habe ich - nur für die Anrufe bei der Störstelle (genauer gesagt bei einer der drei Störstellen, an die wir uns wenden können) - mein über acht Jahre altes und schon in Pension geschicktes Handy (mein einziges Handy, sollte ich wohl betonen) wieder aktiviert. Das ist zwar kein besonders zuverlässiges Gerät, aber immerhin kann ich damit bei einem überlasteten Call-Center-Mitarbeiter meinen Frust abladen.

Und nachdem heute Mittag ein Techniker da war, der dafür gesorgt hat, dass wir nach 24 Stunden ohne Internet und Telefon wieder mit der Außenwelt kommunizieren könne, warten wir nun auf den morgigen Anruf des nächsten Technikers, der dann hoffentlich vor dem Wochenende dafür sorgt, dass wir nach dem Ausfall von heute Abend wieder fernsehen können. Auch wenn wir den Fernseher nicht so oft für das aktuelle Programm nutzen, so gehören die täglichen Nachrichten zum abendlichen Abschalten, und die Paralympics wollte ich auch verfolgen ...

Ich hoffe nur, dass demnächst die verantwortliche Firma mal auf die Idee kommt, dass eine gründliche Kontrolle (oder vielleicht ein Komplettaustausch!) der frisch eingebauten Leitungen und Anschlüsse weniger Stress bedeuteten würde als die Bearbeitung all der Beschwerden, die Tag für Tag bei ihnen eintrudeln!

Freitag, 24. August 2012

Dies und Das (9)

Eigentlich wollte ich am Montag noch ein schnelles Lebenszeichen posten, weil ich wusste, dass ich den Rest der Woche dank Besuch nicht zum Schreiben kommen würde. Dann wurde aber aus dem "ich fahre parallel zur Vor-Besuchs-Putzorgie noch eben den PC hoch" eine ausgewachsene Panikattacke, weil der PC nur noch einen Hardwarefehler meldete und danach in den Streik trat. Bislang haben wir ihn nicht wiederbelebt bekommen, was bedeutet, dass wir ihn demnächst mal in professionellere Hände geben müssen. Hoffentlich kann ein Fachmann ihn wieder hinbekommen ...

Zum Glück gibt es noch das Netbook, so dass ich nicht ganz offline bin, auch wenn es eine ganz schöne Umstellung ist und einfache Dinge wie z.B. die Bildbearbeitung erstaunlich viel Zeit kosten, weil ich mich in so vieler Hinsicht umstellen muss.

Über Besuchsvorbereitungen, PC-Ärger und Besuch habe ich diese Woche dann prompt ein paar wichtige Termine verpasst, was gerade dazu führt, dass ich regelmäßig innehalte, einen Blick auf den Kalender werfe und im Kopf noch einmal alle Termine aufliste, die bis zum 31. August noch anliegen. Ich glaube, ich brauche eine Sekretärin (oder einen Babysitter für mich). Morgen gibt es erst einmal einen Nachmontage-Termin für die Küche, da die Spülmaschine wegen einer kleinen Macke ausgetauscht wird ...

Bei all dem Trubel hatte ich am Montag dringend eine kleine Auszeit nötig und so habe ich mich in die Küche begeben und einen Hefeteig angesetzt, um ein Rezept auszuprobieren, dass ich schon lange im Auge habe. Mir fehlte zwar das richtige Mehl und - nachdem ich über drei Jahre keinen Hefeteig mehr verarbeitet habe - aus der Übung bin ich auch, so dass von den acht Bagels nur drei wirklich gut aussahen, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis gewesen!


Das nächste Mal - und es wird bestimmt noch so einige Male geben - werde ich mit den richtigen Mehlsorten arbeiten und auf den Honig im Kochwasser verzichten, da die Bagels eine spürbar süßliche Note hatten, die ich für herzhaften Belag nicht so passend finde.



Freitag, 17. August 2012

Warum ich auch in den nächsten Tagen nicht lesen werde ...

..., ist ganz einfach zu erklären:


In diesem Monat hat es mir eindeutig an Ruhe und Konzentration zum Lesen gefehlt. Entweder wusel ich in der Wohnung rum, habe den Pinsel oder die Farbrolle geschwungen, in der Küche rumgewerkelt oder die anderen Zimmer umgeräumt. Der Garten bekommt auch ab und an etwas von meiner Zeit ab, und nachdem Bibendum in der letzten Woche zu Besuch war, kommen in der nächsten Woche meine Eltern vorbei.

Bislang habe ich gerade mal ein Kinderbuch (immerhin auf Englisch, so dass die Challenge erledigt ist) gelesen, und auch wenn ich das Lesen etwas vermisse, so greife ich doch in meinen Mußestunden gerade lieber zum PS3-Kontroller oder zum DS - selbst für Manga reicht die Ruhe nicht. Dafür ist ein Spiel wie "Harvest Moon - Geschichten zweier Städte" wunderbar, um mal eben etwas abzuschalten und ein paar gemütliche Minuten zu verbringen. Ich kann jederzeit speichern oder einfach nur kurz den DS zuklappen, wenn andere Verpflichtungen rufen oder ich mal wieder dabei bin einzunicken, weil der Schlaf in den vergangenen Nächten etwas zu kurz kam.

Aus diesem Grund wird meine "Ich lese gerade"-Anzeige wohl noch eine Weile unverändert bleiben, während ich in Konohana unterwegs bin und versuche, einen Hof zum Blühen zu bringen. ;)

Donnerstag, 16. August 2012

Katzenfotos

Da die letzten Katzenfotos schon wieder über zwei Monate her sind, belästige ich euch mal wieder mit Bildern meiner Mitbewohner. ;) Während Logan jeden Sonnenstrahl mitnimmt, den er erhaschen kann, genießen Baltimore und Christie ausgiebigst die endlich mal wieder von Aktenordnern befreite Fläche auf dem Büroschrank.


Mittwoch, 15. August 2012

Julie Campbell: Trixie Belden - The Secret of the Mansion

Neyasha ist Schuld daran, dass ich mir vor ein paar Tagen spontan den ersten Trixie-Belden-Band, "The Secret of the Mansion", in der Originalausgabe bestellt und gleich gelesen habe. Die Serie gehört zu den ersten Reihen, die ich als Kind gelesen habe, auch wenn ich damals selbst keinen der Romane besaß. Dafür hatte aber meine beste Freundin fast alle Bücher (ebenso wie die Internatsgeschichten rund um die Jungs von der Burg Schreckenstein), und so konnte ich die Geschichten immer wieder lesen. Und auch wenn mir hier und da Ungereimtheiten aufgefallen sind, so war mir als Kind nicht bewusst, dass die Serie für die deutsche Veröffentlichung extrem gekürzt und bearbeitet wurde.

In "The Secret of the Mansion" lernt man Trixie Belden und ihr Umfeld erst einmal langsam kennen. Die Dreizehnjährige lebt außerhalb des kleinen Ortes Sleepyside (auf Deutsch Lindenberg), und in der Nähe gibt es keine Kinder in ihrem Alter. So liegen sehr lange Sommerferien vor ihr, vor allem, da ihre beiden älteren Brüder Brian und Mart (für mich erst einmal weiterhin Klaus und Martin) in ein Sommercamp gereist sind und Trixie nur der vierjährige Bobby zur Gesellschaft bleibt. Doch so langweilig wie befürchtet werden die Ferien dann doch nicht. Erst macht Trixie die Bekanntschaft von Honey Wheeler (Brigitte Willer), die gerade erst mit ihren Eltern (sowie Gouvernante, Dienstmädchen und Pferdepfleger) in das benachbarte Anwesen gezogen ist, dann entdecken die beiden Mädchen auch noch einen Ausreißer in der Nachbarschaft.

Jim Frayne (der Held meiner Kindheit hieß allerdings Uli Frank) war aus der Obhut seines geldgierigen Stiefvaters ausgerissen und hatte im Haus seines Großonkels Unterschlupf gesucht. Blöderweise war der Großonkel allerdings kurz vor Jims Eintreffen ernsthaft erkrankt und ins Krankenhaus gebracht worden. Da zu befürchten ist, dass der Großonkel verstirbt, bevor er erfährt, dass Jim überhaupt in der Nähe ist (und der Großonkel dem Jungen sagen kann, wo er sein Testament und das - gerüchteweise vorhandene - Vermögen versteckt hat), durchwühlen die drei Kinder in den folgenden Tagen das Haus. Nebenbei gibt es noch viele andere Abenteuer für die beiden Mädchen zu erleben wie zum Beispiel das Reitenlernen für Trixie, einen Vorfall mit einer giftigen Schlange, aufregende Picknicks, Badeunfälle und Honeys erste Fahrradtour.

Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen des Buchs die ganze Zeit erstaunt war, weil ich im Hinterkopf hatte, dass die Geschichte 1948 geschrieben wurde, sie sich aber deutlich moderner anfühlte. Trixie und Honey sind zwar meinem Empfinden nach "unschuldiger", als es Mädchen heute wären, während Trixie auf der anderen Seite ganz selbstverständlich Aufgaben übernimmt, die eine Dreizehnjährige heute nicht in jeder Familie übertragen bekäme, aber insgesamt fühlte es sich nicht so altmodisch an wie viele andere Serien, die ich kenne und die zur selben Zeit veröffentlicht wurden.

Mir hat "The Secret of the Mansion" auf jeden Fall viel Spaß gemacht, obwohl ich von all den Namensänderungen etwas verwirrt war, und das Englisch war gut zu verstehen. Es war schön, zu verfolgen, wie Trixie und Honey sich anfreunden, obwohl die beiden Mädchen so unterschiedlich sind, und wie sie gemeinsam versuchen, Uli Jim zu helfen. Auch wenn viele Szenen relativ alltäglich wirken, gibt es doch einige kleine und große Momente, in denen die Mädchen Schwierigkeiten bewältigen müssen oder durch Trixies Impulsivität in die Klemme geraten, so dass es nie langweilig wird. Und am Ende gibt es eine Wendung, die dafür sorgt, dass ich mir am liebsten jetzt sofort den zweiten Band besorgen würde, weil ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie es weitergeht ...

Zuletzt noch eine kuriose Sache: Irgendwie war ich mir als Kind nie sicher, ob die Serie in Deutschland spielt oder in Holland. Ich war mir bis vor kurzem sicher, dass gelegentlich Den Haag als ein Ort, den die Jugendlichen als bei Tagesausflügen mit dem Auto angesteuert haben, in der Serie erwähnt wurde. Nun frage ich mich, ob mir meine Erinnerung da einen Streich spielt oder ob in den alten deutschen Ausgaben wirklich so etwas vorkam. Schließlich gab es bei der Eindeutschung der Reihe die eine oder andere Unachtsamkeit, da wäre das gar nicht so unwahrscheinlich. Auf der anderen Seite kann man in dem Wikipedia-Artikel lesen, dass die Reihe im Deutschen vermutlich in der Nähe der Lüneburger Heide spielen sollte ... Vielleicht gibt es unter euch ja Leute, die die alten deutschen Ausgaben bei der Hand haben oder sich noch gut an die Trixie-Belden-Reihe erinnern und meiner Erinnerung auf die Sprünge helfen können.

Montag, 13. August 2012

Die Küche II

Ich verspreche, dass dies (erst einmal) der letzte Küchenpost ist, aber ich wollte euch doch noch einmal die gesamte Pracht zeigen. Und da Bibendum gestern eine Runde Fotos gemacht hat, um der Verwandschaft die neue Küche zeigen zu können, nutze ich die Bilder auch gleich für meinen Blog.



Den neuen Essplatz haben wir auch gründlich genutzt und zu dritt sitzt es sich da wirklich bequem - was ich ursprünglich gar nicht erwartet hätte, weil die Küche früher mit den Regalen neben dem Kühlschrank viel kleiner wirkte.


Jetzt habe ich nur noch ein einziges Problem mit der Küche: Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich mich mehr über die große Spüle oder den Ofen freue. ;) Den Ofen haben wir in den letzten Tagen gründlich genutzt und ich habe nicht nur schon zwei Kuchen und zwei Runden Muffins (die Standardmuffins haben dabei erst einmal gezeigt wie sehr ich aus der Übung bin) gebacken, sondern auch die ersten Aufläufe und leckeres Grillgemüse (Umluft mit Grillfunktion ergibt großartiges Grillgemüse!) damit gemacht.

Auf der anderen Seite ist diese Spüle einfach toll, um nach den ganzen Backaktionen die Formen und Bleche darin einzuweichen und zu schrubben. Sagte ich schon, dass ich gerade befremdliche Tendenzen zum Putzteufel zeige? *g*


In den nächsten Tagen will ich noch ein paar weitere Rezepte aus "Glück ist backbar" ausprobieren und dann schreibe ich hier auf dem Blog mal ein paar Zeilen zu dem Buch. Eins kann ich aber jetzt schon sagen: Bibendum hat aus dem Buch lauter Rezepte rausgesucht, die wirklich sehr gehaltvoll waren! Ein einziger Chocolate Cheesecake Cupcake seit dem Frühstück und ich habe das Gefühl, dass ich heute nichts mehr essen könnte! ;)

Freitag, 10. August 2012

Nicholas Drayson: Kleine Vogelkunde Ostafrikas

Nachdem ich Natiras Meinung zu "Kleine Vogelkunde Ostafrikas" gelesen hatte, wollte ich den Roman unbedingt lesen. Also war Natira so lieb und hat mir das Buch geliehen - und dann lag es endlos lange in meiner Leihschublade. So nett die Inhaltsangabe klang, so hübsch der Umschlag war, ich hatte immer das Gefühl, ich sei nicht in der rechten Stimmung für diese Geschichte - bis ich dann doch mal zu dem Buch griff und bis in die Nacht las, weil ich wissen wollte wie es mit Mr. Malik weitergeht.

Mr. Malik wirkt auf den ersten Blick etwas betulich. Er scheint zwar liebenswert, aber etwas langweilig zu sein, und so ist der Einstieg in die Geschichte zwar nett geschrieben, aber nicht gerade mitreißend. Doch je näher ich Mr. Malik kennenlernte, je mehr unerwartete Seiten er zeigte, desto mehr wuchs mir der kleine indischstämmige Mann ans Herz. Schon zu Beginn des Romans erfährt der Leser, dass der 61-Jährige Mr. Malik seit drei Jahren auf seine stille und zurückhaltende Art bis über beide Ohren in Rose Mbikwa verliebt ist. Diese Dame leitet jeden Dienstagvormittag eine Tour der Ostafrikanischen Ornithologischen Gesellschaft, deren Mitglied Mr. Malik ist, seitdem ihm ein Arzt geraten hat, sich ein entspannendes Hobby - wie Vogelbeobachten - zuzulegen.

In diesem Jahr hat sich Mr. Malik fest vorgenommen, Rose - übrigens eine Britin, die sich als junge Frau in einen Kenianer verliebte und in Nairobi blieb - zu einem jährlich stattfindenden Ball einzuladen. Doch bevor der ältere Herr aktiv werden kann, findet er heraus, dass Harry Khan, sein alter Rivale aus Internatszeiten, ebenfalls ein Auge auf Rose geworfen hat und sie zum Ball einladen will. Harry Khan ist das komplette Gegenteil von Mr. Malik. Er ist kein erfolgreicher Geschäftsmann, aber dafür ein charismatischer, attraktiver und selbstsicherer Mann, der das Leben mit einer anziehenden Leichtigkeit genießt. Mit einem solchen Rivalen vor Augen entwickelt der zurückhaltende Mr. Malik auf einmal Kampfgeist, und so kommt es dazu, dass er sich - angespornt von den wettbegeisterten Mitgliedern seines Herrenclubs - auf eine ungewöhnliche Vereinbarung einlässt.

Mr. Malik und Harry Khan sollen eine Woche lang einen Wettstreit austragen und der Sieger darf am Ende Rose zum Ball einladen (wobei natürlich nicht sicher ist, dass die Dame auch zusagen wird). Dabei dreht sich der Wettstreit angesichts der Tatsache, dass dies Roses großes Interesse ist, natürlich um das Vogelbeobachten. Wer die meisten ostafrikanischen Vögel sichtet, die beobachteten Vögel täglich bis zu einer bestimmten Uhrzeit im Asadi Club vor Zeugen bekannt gibt und in dieser Woche keinen Kontakt zu Rose hat, der wird zum Gewinner gekürt. So ziehen die beiden Männer Tag für Tag los, um die heimische Vogelwelt zu dokumentieren. Und während sich Mr. Malik vor allem auf Nairobi konzentriert, gewinnt Harry (nicht ganz regelgerecht) zwei Ökotouristen als Verbündete und reist auf der Suche nach Vögeln im Schnellverfahren quer durch das Land.

Ich fand es einfach unglaublich, was den beiden auf ihren Vogelbeobachtungstouren so zustieß und welche Hindernisse sich aus manchmal alltäglichen Begebenheiten ergaben. Doch vor allem haben mich die verschiedenen Charaktere in ihren Bann gezogen. Mr. Malik ist ein wirklich liebenswerter und überraschend engagierter Mann, der ein Gespür für Gerechtigkeit hat, sich um seine Mitmenschen kümmert und auf seine Art versucht, etwas in seinem Land zu bewegen. Und auch Harry, der anfangs sehr oberflächlich wirkt, entpuppt sich als netter Kerl, während die vielen Nebenfiguren die Geschichte auf fantastische Weise abrunden.

Obwohl Nicholas Drayson auch viele kritische/ernste Themen wie den Umgang mit Aids, kenianische Politik, Kriminalität und Korruption anschneidet, habe ich mich wunderbar mit dieser bezaubernden Geschichte amüsiert. Ich habe gekichert und laut aufgelacht, ich war gerührt, habe um Mr. Malik gebangt, einiges Neues über Kenia gelernt und einfach eine gute Zeit mit diesem Buch gehabt. Der Roman ist kein spannungsgeladener Pageturner, aber dafür eine liebevolle und detailliert erzählte Geschichte mit so vielen Facetten, dass ich am Ende das Buch aus der Hand legte und ausnahmsweise einmal vollkommen zufrieden und glücklich mit dem gerade Gelesenen war.

Mittwoch, 8. August 2012

Der erste Kuchen

... in der neuen Küche wurde heute Vormittag von mir gebacken.

Insgesamt waren die letzten Tage - oder sollte ich Wochen sagen? - ziemlich stressig. Durch die neue Küche musste ich mich durch Umzugskartons wühlen, die seit drei Jahren nicht mehr geöffnet wurden. Dann hieß es alles säubern, einräumen, noch einmal  umräumen und natürlich wollten die ersten Koch- und Backexperimente gemacht werden. Gestern haben wir dann endlich ein Bild und den Vorhang aufgehängt, den neuen Küchentisch zusammengebaut und platziert sowie andere Kleinigkeiten erledigt. Und im Laufe der Woche besorgen wir noch passende Stühle und können dann in der Küche gemütlich essen und sitzen.

Weil ich durch die neue Küche endlich wieder meinen Schreibtisch auch als solchen verwenden kann, musste ich im Wohnzimmer noch umräumen - ganz ideal ist es noch nicht, aber immerhin habe ich endlich wieder einen Arbeitsplatz, der auch wirklich diesen Namen verdient.

Zuletzt war es durch das ganze Umräumen möglich, zwei Regale, eine Kommode und das Schreibtischprovisorium ins zukünftige Gästezimmer zu stellen, was wiederum einige weitere Umräumaktionen zur Folge hatte. Ganz am Ende bin ich mit der Aktion noch nicht, aber jetzt gibt es erst einmal für ein paar Tage eine Pause, weil in ungefähr vier Stunden lieber Besuch eintreffen wird.

Und da Bibendum nicht nur vor ein paar Tagen Geburtstag hatte, sondern auch ein Werder-Bremen-Fan ist, habe ich heute Vormittag mit einem Zitronen-Blechkuchen experimentiert:


Genau genommen habe ich zwei Kuchen gebacken und den einen mit weißem Zuckerguss und den anderen mit grünem Zuckerguss gefärbt. Aus dem weißen Kuchen habe ich dann die Ws mit der Werder-Bremen-Keksform ausgestochen und auf den noch flüssigen grünen Zuckerguss gesetzt.


Ideal ist das Ergebnis noch nicht, aber zumindest die Reste vom weißen Kuchen schmecken sehr gut (davon habe ich mir nämlich eine Portion zum Frühstück gegönnt :D).

Nächste Woche habe ich hoffentlich wieder etwas mehr Zeit für den Blog und die Bücher - in diesem Monat habe ich noch kein einziges Buch gelesen! - und ihr bekommt dann wieder etwas mehr von mir zu sehen.

Donnerstag, 2. August 2012

SuB-Zuwachs August 2012

Gestern klingelte mal wieder der Paketbote und brachte ein paar neue Bücher für mich. Praktischerweise hatte ich im Juli schon alle meine Neuzugänge gelesen, so dass ich mich nun direkt auf die neuen Sachen stürzen kann. :)


Ariette Aerts: Zwischenwelten
(Nachdem mir "Hexenheide" von der Autorin so gut gefallen hatte, bin ich neugierig auf diese Geschichte von ihr.)

Tim Akers: Das Herz von Veridon
(Etwas für die Fantasylust.)

Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
(Der dritte Band rund um den Privatdetektiv Mallory - der zweite Teil war zwar nicht so gut wie der Auftaktband, aber ich mag die Serie bislang.)

Quentin Bates: Kalter Trost
(Krimilust - und ich sollte endlich mal das andere Buch von dem Autor lesen ...)

Cindy Spencer Pape: Steam & Magic - Feuerspiel
(Und noch etwas Steampunk zur Abwechslung ...)

Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
(Heiß ersehnte Fortsetzung!)

Elizabeth Woods: Caras Schatten
(Klang interessant - und ich gestehe, dass mir die Aufmachung gefällt. :D)

Das macht sieben Bücher, die ich bis zum 12. September 2012 gelesen haben will, um meine persönliche Challenge zu schaffen.

***

Außerdem gab es (natürlich) wieder ein paar Manga für mich und "Glück ist backbar", damit ich in nächster Zeit den neuen Ofen so richtig nutzen kann. :D


Mittwoch, 1. August 2012

August-SuB 2012

Trotz diverser (Handwerker-)Termine, der Aufregung um die neue Küche und vieler anderer Ablenkungen habe ich im Juli 12 Bücher, 2 Hörbücher und 5 Manga geschafft. Nicht gezählt habe ich dabei ein paar Re-reads wie zum Beispiel "Der magische Dieb - Stein der Macht", da das erste Lesen der Titel noch nicht so lange her ist. Besonders freut es mich, dass ich trotz der Re-reads und der (nicht zum SuB gezählten) Leihbücher am Anfang des August weniger Titel auf dem SuB habe als Anfang Juli (und im Juli weniger als im Juni). Wenn das so weitergeht, dann wird mein SuB langfristig wirklich schrumpfen - eine Vorstellung, die mir sehr gefällt. Außerdem habe ich es zum zweiten Mal in diesem Jahr geschafft meine Neuzugänge vor Ablauf der selbstgesetzten Zeit zu lesen. Wenn ich es jetzt noch hinbekomme auch regelmäßig etwas zu den gelesenen Büchern zu schreiben, dann kann ich wieder mit mir zufrieden sein. ;)

A (0)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Ariette Aerts: Zwischenwelten
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  

C (2)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl) 

D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben  

E (0)
-

F (11)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (3)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
-

P (4)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)
-

R (11)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Cindy Spencer Pape: Steam & Magic - Feuerspiel
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (0)
-

W (3)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Fluch des Wendigo

Z (0)
-

81 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

3 Titel auf dem englischen SuB

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)