Dienstag, 31. Dezember 2013

Und dann war das Jahr vorbei ...

Heute ist schon der letzte Tag das Jahres und mein Mann, die Katzen und ich werden den Silvesterabend wie immer gemütlich daheim verbringen. Wie jedes Jahr hoffen wir, dass die Nachbarn nicht zu viel Geld für Feuerwerk ausgegeben haben, so dass unsere Samtpfoten nicht zu viele Ängste durchleben müssen.

Das Jahr 2014 wird wieder einige Projekte (Gartengestaltung, Möbel bauen, weiter renovieren) für mich mit sich bringen, hoffentlich viele Bücher bereithalten und vermutlich wird es auch wieder bestätigen, dass die detailliertesten Pläne doch immer wieder an die Realität angepasst werden müssen. Was auch immer kommen wird, ich gehe davon aus, dass ich euch an vielen dieser Dinge über den Blog teilhaben lassen werde. ;)

Aber erst einmal wünsche ich Euch einen guten Übergang ins neue Jahr!
Bleibt (oder werdet) in den kommenden Monaten gesund,
genießt das Leben und erlebt so viele unvergessliche Momente wie möglich,
habt ein gutes Händchen bei der Wahl eurer Lektüre
und verbringt ganz viel Zeit mit den Menschen, die euch am Herzen liegen!

Challenges 2013 - Statistik

Challenges 2013


Vorweihnachts-Lese-Challenge von Ariana:
Vom 01.12.2013 bis zum 26.12.2013 mit dem Ziel
die Adventszeit mit gemütlichen (weihnachtlichen) Lesestunden zu genießen.

1. Adventssonntag
2. Adventssonntag
3. Adventssonntag
4. Adventssonntag
Fazit



Regeldetails siehe Link, eine grobe Regelaufstellung zur Erinnerung folgt hier:
Jeden Monat muss ein Buch von der "The Big Read"-Liste gelesen und rezensiert werden.
Von jedem Autor darf nur ein Buch gelesen werden.
Wenn in einem Monat kein Buch gelesen wird,
muss im nächsten Monat zusätzlich ein Strafbuch bewältigt werden.
(Milas Übersichtsliste)

Januar: Terry Prattchet - Gevatter Tod
Februar: Dodie Smith - I Capture The Castle
März: Frances Hodgson Burnett - The Secret Garden
April: Daphne du Maurier - Rebecca
Mai: Lucy Maud Montgomery - Anne auf Green Gables
Juni: Harper Lee - Wer die Nachtigall stört
Juli: Jacqueline Wilson - The Story of Tracy Beaker
August: Wilkie Collins - The Woman in White
September: Jane Austen - Überredung
Oktober: Charlotte Brontë - Jane Eyre
November: Louisa May Alcott - Little Women
Dezember: Charles Dickens - A Christmas Carol

12/12 gelesen und rezensiert - beendet am 29.12.2013


Persönliche Vorhaben für 2013:


1. English-Challenge

Da mir die "English-Challenge" von Katrin und Nina in den letzten zwei Jahren Spaß gemacht hat und das Lesen auf Englisch dadurch wieder viel selbstverständlicher geworden ist, verlängere ich die Challenge für mich um ein weiteres Jahr. Also werde ich wieder ein englisches Buch pro Monat lesen und möglichst zeitnah rezensieren und wenn ich das in einem Monat nicht schaffe, dann gibt es zusätzlich ein Strafbuch!

Januar: Seanan McGuire - Discount Armageddon (InCryptid #1)
Februar: Juliet Blackwell - Secondhand Spirits (Witchcraft Mystery #1)
März: Rhys Bowen - Her Royal Pain (A Royal Spyness Mystery #2)
April: Seanan McGuire - Midnight Blue-Light Special (InCryptid #2)
Mai: Tanya Huff - The Complete Keeper Chronicles
Juni: Tamora Pierce - Tordall and Other Lands
Juli: Juliet Blackwell - Tarnished and Torn (Witchcraft Mystery #5) [nicht rezensiert, da Band 5]
August: Diane Zahler - The Thirteenth Princess
September: Kelly Meding - Another Kind of Dead (Dreg City # 3) [nicht rezensiert, da Band 3]
Oktober: Kelly Meding - Wrong Side of Dead (Dreg City #4) [nicht rezensiert, da Band 4]
November: Julia Quinn - A Night Like This
Dezember: Louisa May Alcott: Little Women

12/12 gelesen (und rezensiert) - beendet am 13.12.2013


2. Individuelle Monatsvorhaben (zum SuB-Abbau)

Januar: 5 Bücher vom SuB lesen (5/5)
Februar: Leih-SuB abarbeiten (3/3) [2 Bücher im März gelesen, 1 Buch im Mai gelesen]
März: 5 Bücher vom SuB lesen (7/5)
April: 3 R-Titel (2/3) und 1 T-Titel (1/1) vom SuB lesen [je 1 R-Titel im April und Mai, 1 T-Titel im August]
Mai: 5 Bücher vom SuB (5/5) lesen [4 im Mai, 1 im August]
Juni: 3 angefangene Serien (soweit vorhanden) beenden [2/3]
Juli: Urlaub von den ganzen Vorhaben!
August: 5 Bücher vom SuB lesen (8/5) [+1 um den Mai auszugleichen]
September: Schwerpunkt Reihenlesen ohne Mengenvorgabe
Oktober: 5 Bücher vom SuB lesen (4/5)
November: 5 Bücher vom Leih-SuB lesen (5/5)
Dezember: 5 Bücher vom SuB lesen (3/5)

Stand 31.12.2013 - Gerade mal die Hälfte der Monate war ich erfolgreich, aber ich habe trotzdem mehr geschafft, als ich ohne diese Vorhaben auf die Reihe bekommen hätte und bin deshalb zufrieden. 

Montag, 30. Dezember 2013

Sachbuch-Challenge 2014 - Eine Vorauswahl


Nachdem es nur noch zwei Tage bis zum Beginn meiner Sachbuch-Challenge sind, habe ich mich heute mal durch mein Regal gewühlt und eine Vorauswahl getroffen. Einige dieser Titel liegen schon seit Jahren da und warten darauf, dass ich ihnen meine Aufmerksamkeit widme, andere "nur" seit ein paar Monaten. Immerhin kann ich sagen, dass ich mich immer noch für die verschiedenen Themengebiete interessiere und keines der Bücher als nicht mehr reizvoll empfinde.


1. Cornelia Gerlach: Pionierin der Arktis
Das Buch hatte ich im Sommer schon mal angefangen, bin aber nie über das erste Drittel hinausgekommen. Sollte es in den nächsten Wochen doch mal schneien, werde ich damit von vorne anfangen und hoffen, dass ich dieses Mal auch bis zum Ende komme.

2. Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten
Heute frisch eingetroffen und bislang nur kurz durchblättert. Ein Sachbuch rund um den Anbau von Obst und Gemüse in Kübeln, das mir hoffentlich im nächsten Jahr viel Lust aufs Experimentieren macht.


3. Sven Rausch: 50 Klassiker - Römische Antike
Die "50 Klassiker" sind mir schon vor einiger Zeit ans Herz gelegt worden und ich dachte, dass das eine gute Gelegenheit wäre, meine paar Wissensbrocken etwas auszuweiten.

4. Barbara Sichtermann: 50 Klassiker - Schriftstellerinnen
Da ich zu den Lesern gehöre, die es spannend finden, wenn sie mehr über die Menschen hinter den Büchern erfahren, musste ich bei dem Buch zugreifen. Tja, und nun steht es schon seit vier Jahren im Regal und wartet auf Aufmerksamkeit.

5. Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind
Ich gehöre (leider) zu den Leuten, die etwas übersättigt sind von Filmen und Büchern zum Thema "2. Weltkrieg". Wir haben nicht nur damals in der Schule sehr viele Unterrichtsstunden dafür aufgewandt, ich habe zu der Zeit auch privat sehr viel dazu gelesen. Wenn ich aber über einen Titel stolpere, der mir das Gefühl gibt, dass er andere Facetten dieser Zeit beleuchtet, dann werde ich doch wieder neugierig.

6. Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung
 - siehe Nr. 5 - ;)

7. Laura Thompson: Agatha Christie
Das Buch habe ich mir zu einer Zeit zugelegt, als ich sehr viel über Agatha Christie las - und am Ende etwas genervt war, weil ich in all diese Biografien die gleichen Textpassagen fand. Inzwischen ist etwas Zeit vergangen und ich hoffe, dass Laura Thompson mir vielleicht etwas Neues über die Schriftstellerin zu erzählen hat.

8. Dieter Breuers: Colonia im Mittelalter
Ein bisschen Wissen über die Stadtgeschichte Kölns habe ich, dazu kommen sehr viele Informationsbröckchen aus historischen Romanen, die in der Gegend spielten. Da ich dachte, dass fundiertere Informationen ganz spannend wären, habe ich mir das Buch zugelegt - und bislang nicht einmal aufgeschlagen ...

9. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten
Was das Thema "Erfindungen" angeht, so würde ich behaupten, dass ich da ein gut fundiertes Allgemeinwissen habe - und es schadet ja nie, wenn man das noch etwas vertieft. ;)

10. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure
Vom dem Buch erhoffe ich mir Details über das Römische Reich, die mal andere Bereiche betreffen als die Dinge, die ich im Lateinunterricht, im Studium oder über historische Romane gesammelt habe.


Diese zehn Titel sind nur ein Teil meines Sachbuch-SuBs und wurden von mir heute spontan aus dem Regal gezogen, weil ich darauf momentan die meiste Lust hatte. Ich bin gespannt, ob ich diese zehn Bücher wirklich im kommenden Jahr lesen werden oder mich immer wieder umentscheide. Wie ich mich kenne, wird mich auch der eine oder andere Challenge-Mitstreiter noch mit einer begeisterten Rezension zu einem Sachbuch verführen können. ;) Auf jeden Fall freu ich mich gerade sehr auf diese Challenge!

Sonntag, 29. Dezember 2013

Jane Austen: Überredung

Seitdem ich vor zwei Jahren den Jane-Austen-Schuber zum Geburtstag bekommen habe, möchte ich die Romane wieder lesen. Als ich dann Mitte November feststellte, dass mir die Zeit für die "100 Bücher"-Challenge davonlief (und dass die Bibliothek die dafür vorgemerkten Titel wohl nicht mehr rechtzeitig zur Verfügung stellen kann), nahm ich mir vor, dass ich diese Challenge - und somit vermutlich auch mein "Lesejahr" - mit einem Titel von Jane Austen beenden werde. Meine Wahl dafür ist auf "Überredung" gefallen, eine meiner Lieblingsgeschichten von Jane Austen, die aber - zumindest empfinde ich das so - von den meisten Leuten weniger geschätzt wird als "Stolz und Vorurteil", "Verstand und Gefühl" oder "Emma".

Ich muss zugeben, dass Anne als Hauptfigur deutlich weniger im Mittelpunkt der Geschichte steht als andere Charaktere von Jane Austen. Während sich bei den anderen Romanen die Handlung zum Großteil um die Protagonisten arrangiert und die Nebenfiguren nicht so präsent sind wie diese, habe ich bei "Überredung" das Gefühl, dass Anne deutlich weniger ins Auge fällt. Sie hat so viele Jahre ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, dass sie dem Leser vor lauter Zurückhaltung weniger nah kommt - und doch lernt man all die Nebenfiguren vor allem dadurch kennen, wie sie Anne behandeln, wie sie sie und ihre Aufmerksamkeit als selbstverständlich nehmen und wie sie sie ebenso selbstverständlich zugunsten ihrer eigenen (und häufig sehr egoistischen)Wünsche in die Ecke drängen.

Durch diese erzwungene Passivität ist Anne aber auch eine perfekte Beobachterin geworden. Sie sieht die Gefahr, die von einer Bekannten ihrer älteren Schwester Elizabeth ausgeht, sie ist gegenüber dem wiederentdeckten Cousin Mr. Elliot zurückhaltender als der Rest ihres Bekanntenkreises und wenn man es genau nimmt, dann sah sie schon als junge Frau die Qualitäten in Kapitän Wentworth, die letztendlich zu seinem beruflichen und finanziellen Erfolg führten. So bescheiden sie in allen Dingen ist, so haben die Jahre, in denen sie bedauerte, dass sie sich nicht über den Einfluss von Freunden und Verwandten hinweggesetzt hat und dass sie nicht ihrem Herzen gefolgt ist, dann doch dafür gesorgt, dass sie - bei aller Zurückhaltung und Höflichkeit - ein Rückgrat und feste Ansichten entwickelt hat.

Angenehmerweise schreckt sie auch nicht davor zurück, diese Ansichten zu teilen. Für mich sind das häufig die schönsten Szenen im Buch, diese kleinen Momente, in denen sie im Gespräch mit einer anderen Person ist und ihre Meinung äußert. Hier wird oft deutlich, dass die meisten ihrer hochgeborenen Gesprächspartner recht dumm und oberflächlich sind, weil sie Annes wohldurchdachte Meinung herabsetzen oder nicht ernst nehmen. Diese subtile Kritik an der Oberflächlichkeit einer Gesellschaft, die auf den Rang, den Namen und das Äußere einer Person setzt, statt sich auf das Benehmen und die Intelligenz zu konzentrieren, mag ich sehr. Ebenso schön finde ich es, dass in "Überredung" immer wieder betont wird, dass die Herkunft oder das manchmal etwas ungehobelte Benehmen einer Figur vollkommen verzeihlich ist, wenn Herzensgüte, Bildung und Anstand ihr Verhalten bestimmen.

Und gerade nach dem Lesen von "Jane Eyre", wo von der Erzählerin auf jede Gemütsregung eingegangen und ständig eine Nabelschau abgehalten wird, genieße ich die Zurückhaltung und Einfachheit der Erzählweise in "Überredung". Anne ist in allen Belangen sehr vorsichtig, sie will weder verletzen noch verletzt werden, und so kann man als Leser nur hier und da erahnen, wie sehr sie in den vergangenen Jahren gelitten hat und wie sehr sie nun aufgewühlt ist, weil es ein Wiedersehen mit Kapitän Wentworth gibt. Besonders deutlich wird Annes Situation in den kleinen Nebenbemerkungen, wenn sie zum Beispiel über die innige Verbundenheit der Schwestern Musgrove nachdenkt oder über die Ehe der Crofts und dadurch deutlich wird, wie sehr sie eine Vertraute vermissen muss und wie sehr sie sich nach einer harmonischen Beziehung sehnt. Aber nicht einmal in diesen Szenen klagt sie über ihr Schicksal, sondern arrangiert sich mit ihrer lieblosen Familie und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Ich habe zwei schöne Tage mit Anne verbracht und mich an all den kleinen Momenten erfreut, in denen sie Hoffnung schöpfte, Rückgrat zeigte und mich mit ihren - zum Teil erstaunlich spitzen - Beobachtungen unterhalten hat. So hat mir die "100 Bücher"-Challenge das Jahr hindurch nicht nur erlaubt, einige Neuentdeckungen zu machen, sondern auch die Gelegenheit gegeben, einige schon bekannte Klassiker neu zu entdecken. Ich finde es immer wieder schön und spannend, welche neuen Facetten mir an einer Geschichte auffallen und an welche Aspekte ich mich noch klar erinnerte, obwohl das letzte Lesen einige Jahre her ist.

Freitag, 27. Dezember 2013

Charlotte Brontë: Jane Eyre

Auch "Jane Eyre" von Charlotte Brontë gehört zu den Romanen, die ich für die "100 Bücher"-Challenge gelesen habe. "Jane Eyre" habe ich das erste (und letzte) Mal mit ungefähr zwölf Jahren gelesen und inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich damals eine ungekürzte Fassung in die Hände bekommen hatte oder ob ich in der Zwischenzeit sehr viel vergessen hatte.

So konnte ich mich zum Beispiel nicht mehr daran erinnern, dass in diesem Roman anfangs ein gar nicht so unerheblicher Teil dafür draufgeht, das Leben der kleinen Jane bei ihrer Tante zu beschreiben. Dabei wird deutlich, wie sehr das Mädchen unter der ungerechten Behandlung ihrer Verwandten und den Quälereien durch ihren Cousin leidet. Auch die Zeit im Institut hatte ich ziemlich verdrängt, auch wenn ich mich noch daran erinnerte, dass sie in einem solchen ausgebildet wurde. Und ich muss zugeben, dass ich beim nochmaligen Lesen ganz froh war, dass ich an Janes Freundin Helen zum Beispiel keine Erinnerungen mehr hatte, denn deren langen Monologe fand ich stellenweise doch recht ermüdend.

Erst mit Janes Eintreffen auf Thornfield und ihrer ersten Begegnung mit Mr. Rochester kam ich wieder in vertrautes Gebiet. Allein schon die Szene mit dem Pferd und dem Hund ist ja recht unvergesslich, aber auch das langsame Kennenlernen der beiden Charaktere, Janes Sehnsucht nach mehr Abenteuer, als ihr ihr Leben bieten kann, sein launenhaftes Wesen und natürlich das in Flammen stehende Bett - das alles sind bekannte Fixpunkte. Was ich hingegen vollständig verdrängt hatte, war, dass auch Mr. Rochester eine Neigung zu Monologen hegte - natürlich nur herbeigeführt durch Janes geduldiges Zuhören. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass sich alle Menschen in diesem Roman sehr gern selbst reden hören. ;)

Außerdem ist mir der Unterschied zwischen den beiden Männern in Janes Leben nicht mehr so bewusst gewesen. Während ich Mr. Rochester mag und verstehen kann (obwohl er trotz der Dame im dritten Stock Zukunftspläne hegt), ist mir St. John recht zuwider gewesen. Seine Bereitschaft, alle Mittel anzuwenden, um seinen Willen zu bekommen, und dabei immer zu behaupten, es geschehe doch nur im Namen Gottes, fand ich wirklich abschreckend. Ebenso unangenehm war es mir, wie Jane sich in seiner Gegenwart von Woche zu Woche verändert hat.

Am Ende ist es aber - trotz der großen Liebe, die zwischen ihnen herrscht - das Verhältnis zwischen Jane und ihrem Mr. Rochester, das dafür sorgt, dass ich den Roman wohl so schnell nicht noch einmal lesen werde. Jane verhindert anfangs jede Großzügigkeit von seiner Seite, er ist verliebt, er möchte sie erfreuen, aber sie scheint dabei nur das Gefühl zu haben, dass er sie kaufen will. Erst als er derjenigee ist, der abhängig von ihr ist, als sie großzügig und "opferbereit" sein darf, kann sie ihrer Liebe nachgeben, erst dann gibt es eine Zukunft für die beiden - und das lässt mich das Buch mit einem etwas bitteren Nachgeschmack beenden.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge Fazit

Als Ariana im November ihre "Vorweihnachts-Lese-Challenge" vorstellte, war ich gleich angetan von dem Gedanken. Sich bewusst während der Adventszeit hinzusetzen und nicht nur zu lesen, sondern Bücher mit Weihnachts- oder Winterbezug zu wählen, fand ich nett. Da ich zu dem Zeitpunkt nicht sicher war, ob ich mehrere Titel zu diesen Themen finden würde, hatte ich mir nur die Anthologie "A Grosvenor Square Christmas" und regelmäßige Lesestunden an den Adventssonntagen vorgenommen. Heute endet die Challenge offiziell und ich mag noch einmal auf die gelesenen Bücher zurückblicken.

Lustigerweise waren die Advents(sonn)tage für mich von Anthologien geprägt. Neben den Regency-Geschichten aus "A Grosvenor Square Christmas" hatte ich mir noch "Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um" vorgenommen. Dieser Titel enthält zwölf sehr unterschiedliche (Krimi-)Kurzgeschichten rund um das Thema Weihnachten - mir persönlich war die Zusammenstellung ehrlich gesagt zu unterschiedlich und so musste ich mich nicht nur durch manche Geschichte hindurchkämpfen, sondern habe mich zum Teil sehr über manchen Autor geärgert.

"A Christmas Carol" von Charles Dickens hat mir hingegen viel Spaß bereitet und ich war am Ende richtig traurig, weil dieses Buch so schnell gelesen war. Diese Geschichte hatte mich so richtig in Weihnachtsstimmung gebracht (und mein armer Mann durfte sich das eine oder andere "Bah! Humbug!" anhören. ;) )

Weiter ging es mit "Süßer die Schreie nie klingen" - wenn ich nicht so spät damit angefangen hätte, dann wäre diese Anthologie ein schöner Adventskalender geworden. Der Titel beinhaltet 24 weihnachtliche Krimikurzgeschichten von Autoren, die sich zum Großteil auf Regionalkriminalromane spezialisiert haben. Ich fand die Zusammenstellung deutlich harmonischer als in der anderen Weihnachtskrimianthologie und die Geschichten haben mir auch mehr zugesagt. So habe ich mir so gut wie immer gut unterhalten gefühlt und manchmal fröhlich vor mich hingekichert, während ich eine bitterböse Handlung verfolgte, habe mit ein paar unabsichtlichen Mördern mitgefühlt oder ein kleines Tränchen für einen Auftragsmörder verdrückt.

Am vierten Adventssonntag reichte meine Konzentration dann nur noch für das Beenden von "A Grosvenor Square Christmas" - leider mit einer nicht ganz so hübschen Geschichte wie die vorhergehenden drei Episoden. Trotzdem musste ich feststellen, dass diese netten und manchmal etwas kitschigen Kurzgeschichten fast schon den Höhepunkt meines Advenslesen bildeten. Denn so gern ich die Krimikurzgeschichten aus "Süßer die Schreie nie klingen" mochte, so erholsam und weihnachtlich fand ich es, wenn sich ein Pärchen auf einem Weihnachtsball am Grosvenor Square einfand.

Eigentlich hatte ich noch gehofft, dass ich in diesen Tagen einen Blick in "Krampus" werfen könnte, aber wie so oft hatte ich weniger Lesezeit als erwartet zur Verfügung. Aber der Roman läuft mir ja nicht weg und ich werde bestimmt in den nächsten Wochen dazu kommen. Seit dem 4. Adventssonntag habe ich allerdings kein winter-weihnachtliches Buch mehr angefasst, da ich mich im Endspurt für die "100 Bücher"-Challenge befinde. Bis ich "Jane Eyre" und einen noch unbestimmten Jane-Austen-Roman beendet habe, ist nicht nur die Vorweihnachts-Lese-Challenge vorbei, sondern vermutlich auch das Jahr 2013. ;)

Vielen Dank an Ariana für die tolle Idee! Ohne diese Challenge hätte ich zwar auch im Dezember das eine oder andere Buch gelesen, aber ich weiß nicht, ob ich mir bewusst die Sonntage dafür freigehalten und so viel Weihnachtliches gelesen hätte. Da das aber - trotz der einen oder anderen enttäuschende Geschichte - so viel Spaß gemacht hat, hoffe ich, dass ich mir auch im nächsten Jahr wieder bewusst ein paar Adventslesestunden gönnen werde.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Weihnachtlicher SuB-Zuwachs

Ach, was ist es doch gemütlich, beieinander zu sitzen, zu schwatzen, zu lesen und zu spielen - und zu wissen, dass all die Menschen, die einem am Herzen liegen, sich an diesem Tag ebenso über die kleinen Aufmerksamkeiten freuen, die man verschenkt hat, wie man selbst sich über die Geschenke freut, die man bekommen hat.

Getränkt von dieser "es ist Weihnachten"-Stimmung, sitze ich seit heute Vormittag auf dem Sofa, schmuse mit den Katzen, telefoniere mit der Familie und stöbere hier und da ein bisschen in den neuen Büchern. Bevor ich mich gleich wieder "Jane Eyre" (Challenge-Endspurt) widme, stelle ich noch den "weihnachtlichen SuB-Zuwachs" online, denn ich habe so wunderschöne Titel bekommen, dass ich sie gleich herzeigen mag. ;)


Durch "Täglich vegetarisch" habe ich gestern Abend schon gründlich geblättert und bin ganz hingerissen. So viele simple, aber lecker klingende Gerichte! Mit einem Schmunzeln musste ich aber auch feststellen, dass ich das eine oder andere Rezept schon gekocht habe, da es (leicht abgewandelt) auf meinem Lieblingsfoodblog zu finden ist. :D Mit "Rune Factory 3" habe ich die Reihe nun komplett - Teil 4 wird bei mir dann aber wohl nicht mehr einziehen, da Nintendo leider mit dem 3DS auch Regionalcodes eingeführt hat und dieses Spiel leider bislang nicht in Europa veröffentlicht wurde.

"Moon Called" ist der einzige Buch-Zugang, der nicht auf dem SuB landen wird, denn den Band kenne ich schon auf Deutsch. Mit "Shadow City" geht für mich die "Horngate Witches"-Reihe weiter und auch "Kiss of Frost" und "Dark Frost" (Mythos Academy) sind Reihenfortsetzungen, auf die ich mich sehr freue.


Besonder schön finde ich "Battle Magic" von Tamora Pierce. Ich freue mich sehr darüber, dass mich eine Freundin damit überrascht hat. So sehr ich Tamora Pierce als Autorin schätze und ihre Bücher mag, so sehr habe ich doch - dank der langen Wartezeiten - inzwischen ihre Veröffentlichungen aus den Augen verloren.

Marie Brennans "Natural History of Dragons" ist innen ebenso schön anzuschauen wie von außen - auch wenn die Ausgabe leider einen Rough Cut hat, was ich wirklich schrecklich finde. So langsam muss ich mir wohl mal wieder einen Buchbinder suchen, der mir diese Ausgaben begradigt. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, es zu lesen!

Aber erst einmal werde ich mich heute - wie gesagt - mit "Jane Eyre" einrollen. Das Essen ist so weit fertig und mein Mann ist so lieb und übernimmt später das Servieren. So kann ich den Rest des Tages einfach gemütlich mit den Katzen auf dem Sofa verbringen, während mein Mann auf dem Nachbarsofa ausgiebig sein neues DS-Spiel testet. ;)

Ich hoffe, ihr könnt euren 1. Weihnachtsfeiertag ebenso gemütlich verbringen wie wir.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Feiertage!

Auch in diesem Jahr können wir von weißen Weihnachten nur träumen, aber das hindert uns ja nicht daran, es uns gemütlich zu machen und die Feiertage zu genießen. Mein Mann und ich werden die kommenden Tage in Ruhe mit den Katzen verbringen und uns von diesem (etwas chaotischen) Jahr erholen.

Ich hoffe, dass auch ihr eine schöne Zeit habt. Egal, ob ihr die Weihnachtstage mit der Familie oder allein, mit oder ohne Haustiere verbringt:

Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage!


Montag, 23. Dezember 2013

SuB-Zuwachs Dezember

In diesem Monat kamen meine Neuzugänge mal nicht gesammelt bei mir an, was dazu geführt hat, dass ich diesen Post fast vergaß. Aber bevor am Weihnachtsabend vielleicht weiterer SuB-Zuwachs zu vermelden ist, möchte ich doch noch - und sei es für meine persönliche Statistik - einen Zugangspost veröffentlichen.



Jennifer Estep: Elemental Assassin 1 - Spider's Bite
[Mein englischer SuB-Zuwachs kam von Melli, die ihre Begeisterung über diese Serie teilen wollte und deshalb so lieb war und den ersten Band der Elemental-Assassin-Reihe verlost hat.]

Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
[Da ich bislang alle Flavia-Geschichten sehr mochte, musste natürlich auch Band 5 bei mir einziehen.]

Stella Gibbons: Der Sommernachtsball
[Ich mag den Klappentext, ich mag England in den 1930er Jahren und ich hoffe auf wirklich nette Lesestunden.]

Mit drei Titeln hält sich der SuB-Zuwachs noch in Grenzen, was nach den vielen (noch ungelesenen) Büchern, die ich zum Geburtstag bekommen hatte, auch ganz gut ist. ;)

Sonntag, 22. Dezember 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge am 4.Advent

Der 4. Adventssonntag und somit wieder Zeit für einen "Vorweihnachts-Lese-Challenge-Beitrag". Ich muss zugeben, dass ich so langsam reif für etwas mehr Weihnachtsruhe bin. Weniger in meinem näheren Umfeld - wir haben es in den letzten Tagen wirklich so gemütlich wie möglich angehen lassen - als in der Nachbarwohnung, mit der es in der vergangenen Woche so viel Stress (durch Lärmbelästigung, in unser Wohnzimmer laufenden Fließestrich und die ganzen folgenden Mails mit unserem Vermieter und dem neuen Besitzer der Nachbarwohnung) gab. Immerhin gab es dann noch gute Nachrichten zum Thema Schallschutz beim weiteren Umbau - trotzdem hätte ich jetzt gern mal eine Phase ohne Lärm und Dreck von oben.

Gelesen habe in der vergangenen Woche nicht so viel, aber "Süßer die Schreie nie klingen" ist inzwischen trotzdem beendet. So eine Kurzgeschichte kann man ja gut zwischendurch einschieben, wenn man ein paar Minuten zu überbrücken hat. Heute möchte ich ansonsten noch "A Grosvenor Square Christmas" beenden - und freu mich jetzt schon auf die vierte Liebesgeschichte aus der Anthologie - und dann wird Broms "Krampus" angelesen. Mal schauen, wie weit ich heute damit komme ...

***

"The Last First Kiss" von Kate Noble bildet den Abschluss der "A Grosvenor Square Chrismas"-Geschichten und handelt von Susannah, die schon seit ihrem neunten Lebensjahr in den Sebastian, den Sohn der Nachbarn, verliebt ist. Während die sechzehnjährige Susannah am Boden zerstört ist, weil Sebastian 1. auf Grand Tour geht und 2. anscheinend nicht mehr als brüderliche Gefühle für sie hegt, macht ihre Tante Julia ihr klar, dass die Abwesenheit ihres Schwarms für sie die Chance ist, sich weiter zu entwickeln. Drei Jahre später treffen sich Susannah und Sebastian auf dem Weihnachtsball am Grosvenor Square wieder ...

Die Geschichte war nett, aber auch nicht  mehr. Und ich muss feststellen, dass mir der Schreibstil von Kate Noble nicht so sehr zusagt wie der der anderen Autorinnen. Außerdem bekommen Lucy und Philbert, die schon in den vorhergehenden Episoden etwas Raum hatten, eine Wendung verpasst, die mir nicht so gefällt. Aus den vorherigen Geschichten hatte ich den Eindruck gewonnen, dass sich die beiden sehr nahe stehen, hier hingegen bekomme ich das Gefühl, dass all die kleinen Gesten vorher viel weniger bedeutet haben sollen. Ich hätte lieber die romantischere Sicht der vorhergehenden Geschichten behalten. ;)

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Dies und Das (11)

Eigentlich dachte ich, dass ich mit den Pralinen, die ich am Wochenende gemacht habe, nun wirklich durch wäre mit den Weihnachtsgeschenken.


Gestern Abend fiel mir dann ein, dass ich heute eigentlich ein Weihnachtspäckchen an eine Freundin schicken wollte - und das ich das dementsprechende Geschenk noch nicht gemacht hatte. Inzwischen kann ich sagen, dass ich gut zwei Stunden brauche, um eine Buchtasche für ein US-Paperback mit der Hand zu nähen. Oh, und dass ich es nie schaffe die Druckknöpfe symmetrisch anzubringen ...


"Spider's Bite" durfte dann schon mal ausprobieren, ob die Tasche auch wirklich die richtige Größe hat. ;)

***

Seitdem wir hier wohnen, nehme ich für die Nachbarn die Pakete an, wenn die nicht da sind. Das ist für die Paketboten angenehmer, deren Arbeitsbedingungen ja nicht gerade ideal sind, und für die Nachbarn auch, da die nächstgelegene Postfiliale keine berechenbaren oder gar arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten hat. Wenn aber in der Vorweihnachtszeit viermal am Tag der Paketbote klingelt, dann wird es mir doch etwas viel. Und manchmal würde ich gern meinen Küchentisch auch mal problemlos nutzen können, ohne die Nachbarpakete vorher wegräumen zu müssen.


Auf der anderen Seite gab es in den letzten Tagen diese Momente, wenn der Paketbote mir mit einem verlegenen "Danke" ein paar Bonbons in die Hand gedrückt hat oder die Nachbarin mit einer Weinflasche vor der Tür stand und erzählte, dass der FedEx-Bote sie angerufen hat, um begeistert zu erzählen, dass das Paket von der Nachbarin angenommen wurde und dass er das in dieser Stadt schon seit Monaten nicht mehr erlebt hätte. (Was vermutlich daran lag, dass das der erste FedEx-Bote war, den ich je zu Gesicht bekommen habe. ;D)

***

Auf Twitter habe ich heute schon genug darüber gejammert, trotzdem kommt hier noch ein bisschen Gejammer zum Thema Handwerker. Die Nachbarwohnung über uns ging im Sommer auf einen anderen Besitzer über und im August fingen dann die Renovierungen an. Ich weiß nicht, was für eine Firma da beauftragt wurde, aber wir haben in den vergangenen Monaten zwar keinen durchgehenden Baulärm gehabt, dafür aber sehr viel Lärm zu ungewöhnlichen Zeiten. Nicht selten saßen wir hier zu den 20-Uhr-Nachrichten und hofften vergeblich, dass nun endlich mal Ruhe wäre, oder wir mussten Sonntagsvormittags erleben, dass der Sprinter vom Handwerker vor der Tür geparkt wurde und dann die Arbeit losging.

Ich gebe zu, dass diese Handwerker nichts dafür können, dass es keinen nennenswerten (Tritt-)Schallschutz in diesem Haus gibt. Wir wohnen in einem sehr alten und sehr hellhörigem Haus und haben uns im Laufe der Zeit auch daran gewöhnt, dass wir vom Wecker der inzwischen ausgezogenen Nachbarin immer wach wurden, dass wir frühmorgens mitbekommen, wenn der Nachbar von der Arbeit nach Hause kommt oder genau wissen, wann der andere Nachbar wieder seine Tochter zu Besuch hat und morgens mit ihr zum Kindergarten muss. Aber Baumlärm ist eben doch noch etwas anderes als die alltäglichen Nebengeräusche, die gedämpfter und auch vertrauter sind.

Heute hat einer der Handwerker dann wohl die Fußböden in der Wohnung über uns mit schwerem Gerät geschliffen. Das klang, als ob ich mit den Katzen in einer Flugzeugturbine sitzen würde - und im Gegensatz zu dem Handwerker stand mir und den Tieren kein Gehörschutz zu Verfügung. Bei der Gelegenheit hat sich auch mal wieder gezeigt, dass unsere Wohnung auch dringend eine gründliche Renovierung nötig hätte, denn jedes Mal, wenn der Handwerker oben gegen die Wand stieß, rieselten bei mir Putz und Sand von der Decke. Außerdem haben die Vibrationen dazu geführt, dass im Flur die gläsernen Lampenschirme von der Decke gefallen sind - zum Glück sind die sehr robust und sind nicht zersprungen. Außerdem wurden weder die Katzen noch ich davon getroffen.

Laut Flurfunk soll die Wohnung Mitte Januar vermietet werden und ich hoffe, dass sich der Lärm bis dahin (und auch nach einem eventuellen Einzugstermin) in Grenzen hält und wir die kommenden Feiertage (glaubt mir, wir befürchten da inzwischen das Schlimmste) in Ruhe genießen können.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge am 3. Advent

Schon der dritte Adventssonntag, die Zeit vergeht mal wieder viel schneller als erwartet. In der letzten Woche habe ich hauptsächlich "Little Women" (und "Jane Eyre" gelesen) und nur ab und an in "Süßer die Schreie nie klingen" reingeguckt. Auf jeden Fall gefällt mir diese Anthologie besser als "Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um", ich finde die Geschichten - soweit bislang gelesen - unterhaltsamer und netter für zwischendurch. Insgesamt sind es 24 Kurzgeschichte von deutschen Regionalkrimiautoren, so dass man den Band auch als Adventskalender lesen könnte.

Wie schon an den anderen Sonntagen hoffe ich, dass ich heute (nach dem Sconesbacken) besonders viel Zeit auf dem Sofa mit einem Buch in der Hand verbringen kann. Zwischendurch werde ich aber noch weiter "Pralinen" machen, damit ich Anfang der Woche ein Päckchen an meine Eltern abschicken kann. Mit selbstgemachten Geschenken ist es ja immer so ein Ding - da ich nicht riskieren will, dass die Leckereien nicht mehr bis Weihnachten ankommen, schicke ich sie lieber zu früh ab und sage meiner Mutter, sie soll das Päckchen kühl lagern, damit es zu Weihnachten keine undefinierbaren Schokofladen gibt. ;)

Oh, und natürlich freu ich mich auf die dritte Geschichte aus dem "A Grosvenor Square Christmas"-Band! Wie immer gibt es im Laufe des Tages ein paar Aktualisierungen dieses Beitrags, bis dahin wünsche ich euch einen wunderschönen Start in den dritten Adventssonntag! :)

***

Achtung, Fotos! ;) Wieso mache ich eigentlich an meinen "Lesetagen" immer so viele andere Dinge?

Ich habe Scones zum Frühstück gebacken ...
... die Pralinen von gestern eingetütet ...
... weiße Schokolade mit Cranberries gemischt ...

... und jetzt werde ich aber wirklich nur noch lesen!
***

"His Christmas Cinderella" von Anna Campbell habe ich inzwischen gelesen - eine zuckersüße Geschichte über eine arme Waise, die seit zehn Jahren für ihre hartherzige Tante arbeitet und während der Londoner Saison ihrer Cousine zufällig einen netten - und natürlich viel zu hochgestellten - Mann kennenlernt. Die Geschichte beginnt sechs Wochen, nachdem die beiden miteinander im Bett gelandet sind und an dem (Vorweihnachts-)Nachmittag, an dem sie seine Gesellschaft zum letzten Mal genießen möchte, bevor sie wieder aufs Land geschickt wird. Richtig gut haben mir die Szenen gefallen, in denen seine Mutter auftauchte. :D Weiter geht es mit weniger romantischen Weihnachtsgeschichten ...

***

Es bleibt dabei, ich mag "Süßer die Schreie nie klingen" deutlich lieber als die vorher gelesene Anthologie! Zwar kann mich auch hier nicht wirklich jede Geschichte begeistern, aber die "schlechten" sind immerhin noch ganz nett und bringen mich nicht dazu fluchend durch die Wohnung zu rennen und meinem Mann lang und breit zu erzählen, was denn nun so bescheuert daran war. ;) Die guten Geschichten hingegen sind bitterböse und bringen mich trotzdem (oder gerade deshalb) oft genug zum Kichern. :D

Freitag, 13. Dezember 2013

Louisa May Alcott: Little Women

Auch "Little Women" von Louisa May Alcott habe ich in den letzten Tagen im Rahmen der "100 Bücher"-Challenge gelesen (außerdem passte der Anfang so schön zum Adventslesen ;) ). So wie ich das sehe, werde ich die Challenge mit lauter Re-Reads beenden müssen, denn die restlichen vorgemerkten Titel in der Bibliothek kommen wohl nicht mehr rechtzeitig. Aber ich finde das auch nicht schlimm, denn so bekomme ich die Chance meine Erinnerungen an Klassiker aufzufrischen, die ich vor vielen Jahren gelesen habe und mit denen mich nur noch ein paar Figuren oder einzelne Szenen verbinden. So auch bei dem Roman "Little Women", den ich das erste Mal mit ungefähr zehn Jahren gelesen habe. Damals war ich hingerissen von den vier unterschiedlichen Schwestern, der liebevollen Mutter und einem Umfeld, das mich in manchen Elementen an die Geschichten von Laura Ingalls Wilder erinnerte.

Da die Bibliothek, aus der ich das Buch geliehen hatte, ein recht übersichtliches Angebot hatte, habe ich die Geschichte in den folgenden Jahren immer wieder gelesen. Und während des Studiums startete ich meinen ersten - und für lange Zeit letzten - Versuch mit einem englischen Hörbuch mit diesem Titel. Ich dachte, es sei einfacher, wenn ich die Handlung schon kenne, bedachte dabei aber nicht, dass die Sprecherin des Hörbuchs ein für mich absolut unverständliches Englisch sprach. *g* Seitdem sind so einige Jahre vergangen und beim erneuten Lesen habe ich in den letzten Tagen gemerkt wie selektiv meine Erinnerungen an das Buch waren.

Ich habe mich zwar an verschiedene Begebenheiten mit den vier Mädchen erinnert und vor allem der Anfang ist mir noch sehr präsent gewesen. Ich mag einfach diese Szene vor dem Kamin, in der man Meg, Jo, Beth und Amy kennenlernt, wie sie darauf warten, dass ihre Mutter von der Arbeit nach Hause kommst, wie sie ihren Vater vermissen, der freiwillig in den Krieg gezogen ist, wie sie darüber lamentieren, dass sie so arm sind, dass sie das Weihnachtsfest nicht richtig feiern können - und wie man doch bei jedem Satz merkt, dass sie doch recht glücklich miteinander sind.

Auch an die sich entwickelnde Freundschaft der vier Mädchen zu dem Nachbarjungen Laurie konnte ich mich gut erinnern, während Lauries Großvater mir überhaupt nicht mehr präsent war - dabei ist das so ein netter alter Herr, der einen doch spürbaren Einfluss auf das Leben der Mädchen hat. Ebenso ging es mir mit dem Vater von Meg, Jo, Beth und Amy - der ist zwar von Anfang an fern, wird aber so häufig erwähnt und hat so einen Einfluss auf das Leben der Mädchen (und ihrer Mutter), dass man sich doch eine ganz gute Vorstellung von ihm machen kann.

Was mich aber immer wieder überraschte, war die moralische Erzählweise der einzelnen Episoden. Da genießen die vier Schwester eine freie Wochen ohne Verpflichtungen und natürlich endet das Ganze damit, dass sie schlecht gelaunt sind, der Haushalt zusammenbricht und all gelernt haben, dass das Leben mit den täglichen Arbeiten deutlich angenehmer ist, weil man so nicht nur in einem gepflegten Umfeld lebt, sondern nach der Arbeit auch die Mußestunden viel mehr genießen kann. Anscheinend habe ich das als Kind/Jugendliche entweder nicht so wahrgenommen oder in der Zwischenzeit erfolgreich verdrängt.

Aber trotz der Lektion, die am Ende eines jeden Kapitels zu erwarten war, hat mir das Buch auch nach so vielen Jahren wieder viel Spaß gemacht. Ich habe die Höhen und Tiefen im Leben der vier Mädchen genossen, gerade weil sie so humorvoll erzählt werden, mochte vor allem Jos unbändigen Charakter und fand all die kleinen Geschichten und Fantastereien, die sie sich tagtäglich ausgedacht haben, ganz großartig. Im Vergleich zu anderen "Klassikern" finde ich "Little Women" zwar deutlich angestaubter und viel weniger zeitlos, aber damit kann ich bei so amüsanten kleinen Episoden definitiv leben.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

[Comic] K. Lynn Smith: Plume 1 - ... wie eine Rauchwolke

Ich lese wirklich gern Comics, wobei ich weniger lese, als ich eigentlich möchte (zu viele Hobbies, zu wenig Zeit ;) ) und wenn, dann hauptsächlich Manga, weil ich davon einfach mehr Nachschub bekomme. Trotzdem denke ich, dass ich ruhig häufiger auf dem Blog über Comics schreiben könnte, schließlich tauchen die auch immer wieder in meinen Leselisten auf. Einer der Comics, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, ist "Plume" von K. Lynn Smith. Entstanden ist die Geschichte rund um die junge Vesper Gray in Amerika als wöchentlicher Online-Comic. Inzwischen gibt es eine Druckversion davon, die in wenigen Tagen von dani books in der deutschen Ausgabe erscheint.

Die Handlung rund um Vesper Gray ist nicht besonders anspruchsvoll, aber ich fand diesen ersten Band sehr unterhaltsam und freue mich auf weitere fantastische Abenteuer in diesem - sehr frei angelegten - Western-Setting. Mit sechzehn Jahren wohnte Vesper noch bei ihrer sehr korrekten und steifen Tante Agatha Murdock, während ihr Vater als Archäologe beruflich unterwegs war. Für Vesper war der Aufenthalt bei der Tante nicht ganz einfach, da sie von ihrer Erziehung und ihrem Temperament her nicht für ein so konventionelles Leben geeignet ist. Doch dann geriet sie durch eine Unachtsamkeit in Lebensgefahr und aus dem Amulett, das ihr ihr Vater geschenkt hatte, erschien Corrick und rettete ihr das Leben.


Von diesem Moment an ist selbst das ereignisarme Leben bei ihrer Tante für Vesper nicht mehr langweilig, da Corrick stets an ihrer Seite bleibt und seine Vergangenheit ebenso wie sein Verhalten der jungen Frau immer wieder Rätsel aufgeben. Wenig später ergibt sich für Vesper die Gelegenheit, gemeinsam mit ihrem Vater auf eine abenteuerliche Reise zu gehen - und schon muss Corrick einige Herausforderungen bestehen, während er versucht, Vesper vor Verbrechern und anderen Gefahren zu schützen.


Es gibt viele Dinge in "Plume", die mich an die "Indiana Jones"-Filme erinnern. Da gibt es nicht nur den Vater, der als Archäologe viele Jahre auf der Jagd nach besonderen Artefakte war, sondern auch die übernatürlichen Elemente rund um Corrick und die magischen Fundstücke sowie die Gegenspieler, die ebenfalls auf der Suche nach den magischen Kostbarkeiten sind. Vesper ist eine sehr impulsive Protagonistin, was immer wieder zu unterhaltsamen Konflikten mit Corrick führt, der nicht nur deutlich lebenserfahrener ist als das Mädchen, sondern auch die Aufgabe hat, die leichtsinnige Vesper zu beschützen.

Das Geheimnis um Corricks Herkunft, die Geschehnisse, die zu seiner Bindung an das Amulett geführt haben, und überhaupt der ganze Charakter machen mich neugierig auf weitere Veröffentlichungen (auch wenn es noch etwas dauern wird, bis ein zweiter Teil erscheinen kann). Dazu kommen noch sympathische Nebenfiguren wie zum Beispiel die "Bardame" Tegan, von der ich hoffe, dass sie noch weitere Auftritte in der Geschichte bekommen wird. Die Zeichnungen sind relativ detailarm und großflächig, aber schön atmosphärisch gehalten und zeigen immer mal wieder amüsante Momente. Ich mag das Charakterdesign sehr. 

Wer sich einen ersten Eindruck von dem Comic verschaffen will, findet auf der Verlagsseite von dani books eine Leseprobe zu "Plume". Oh, und für diejenigen, die sich noch an meine "Monster Allergy"-Rezension erinnern: Die deutsche Umsetzung von "Plume" ging komplett an mir vorbei, auch wenn ich netterweise die fertige Version schon vor dem Druck lesen konnte, also denke ich, ich kann auf das "Achtung, Werbung!" hier verzichten. ;) Auch wenn ich dem kleinen Verlag viel Glück wünsche, so schreibe ich nicht grundsätzlich über jede Veröffentlichung, sondern nur zu den Comics, die mir gefallen haben. 

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Dies und Das (10) - Achtung, Wäsche! ;)

Am Montag zog ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk bei uns ein und seitdem hüpfe ich ständig zwischen Wohnung und Keller hin und her. Als wir in diese Wohnung einzogen, haben wir schnell ein Eckchen im Schlafzimmer als Standort für einen Wäscheständer ausgeguckt. Bei Bedarf gab es dann noch einen zweiten Ständer im Keller, aber den haben wir so selten wie möglich genutzt, denn dort dauert es über eine Woche bis die Wäsche trocken ist. Für die Badezimmerteppiche oder anderen Sachen, die nicht regelmäßig in der Waschmaschine landeten reichte es, aber bei Kleidung finde ich es schon unangenehm, wenn sie im Laufe der Tage den "Duft" nach muffigen Keller annimmt.

Vor einigen Monaten hat Shandy dann angefangen zu markieren und eine der Stellen, an denen er seine Duftmarke gesetzt hat, war die Ecke im Schlafzimmer, in der der Wäscheständer stand. Da scheinen durch die Steckdose an der Außenwand so viele Gerüche in den Raum zu kommen, dass er regelmäßig zeigen muss, dass das seine Wohnung ist. Die andere potenzielle Wäscheständerecke wurde inzwischen aber von einer dringend benötigten Kommode belegt und sonst hätte es vom Platz her nur noch gepasst, wenn wir den Ständer zwischen meine Kartons mit Büchern gestellt hätten. Das kam aber für mich nicht in Frage, da 1. damit der Weg raus auf den Balkon verbaut worden wäre und 2. die Feuchtigkeit meinen Büchern bestimmt nicht gut getan hätte.

Im Sommer war das Ganz noch kein so großes Problem. Ein sonniger Tag reichte, um drei bis vier Ladungen Wäsche draußen auf der Leine zu trocknen. Aber durch das kühlere Wetter in den letzten Wochen und den andauernden Regen, bekam ich so langsam wirklich ein Problem. Eine Maschine pro Woche reicht, um ausreichend Kleidung für die nächste Woche zu haben und dank des Heizungskellers nebenan wurde diese eine Maschine in den letzten Wochen auch innerhalb dieser Zeit trocken. Bei zwei belegten Wäscheständern dauerte es hingegen über zehn Tage, bis man die Sachen abnehmen und in den Schrank packen konnte.

Einige Teile habe ich dann schon zwischendurch auf einem Ständer getrocknet, den man an die Heizung im Bad hängen kann, aber das ging auch nur mit Kleinteilen. Bettwäsche (wovon wir dank Besuch und Sofadecken so einiges in den letzten Wochen verbraucht haben), Teppiche, Tagesdecken oder auch nur ein größerer Verbrauch an Kleidung sorgte dann wieder für Probleme und es gab so manchen Sonntagabend, an dem mein Mann in seinen Schrank guckte und nichts für Montagmorgen zum Anziehen fand. Und so lustig fand ich es auch nicht, wenn ich dann noch Shirts trockenbügeln durfte, damit das Problem gelöst werden konnte.

Also haben wir beschlossen uns von den Eltern Zuschüsse zu einem Wäschetrockner zu Weihnachten schenken zu lassen. Am Montag ist das Gerät nach einiger Internetrecherche, Beratung vor Ort und vielen Fragen und Zweifeln dann etwas verfrüht bei uns eingezogen. Nicht so energiesparend wie gewünscht, aber dafür mit - angeblich - erprobter Technologie und von einem Händler in unserem Stadtteil. Da wir nur eine Steckdose im Keller haben, kann ich Waschmaschine und Trockner nur nacheinander benutzten. So bekomme ich zwei Ladungen Wäsche pro Tag fertig, hüpfe dafür zwischen vier- und fünfmal am Tag in den Keller und bin wirklich glücklich mit der Neuanschaffung.

Endlich kann ich all die aufgesparte Wäsche erledigen - es ist wirklich unglaublich, wie viel sich da angesammelt hat! - und muss in den nächsten Wochen nicht ständig überlegen wie ich was wann wasche, damit mein Mann angezogen zur Arbeit gehen kann, wir uns mit sauberen Handtüchern abtrocknen können und ob ich gerade jetzt die Betten neu beziehen kann oder nicht. Ich bin auch in den letzten Tagen deutlich gelassener gewesen, wenn es um Shandy ging. Denn wenn er jetzt seine Markierungen doch mal wieder so setzt, dass Bettwäsche oder (zu dem Zeitpunkt) getragene Kleidung betroffen ist, dann ist das keine kleine Katastrophe mehr, sondern eine Angelegenheit, die sich im Zweifelsfall innerhalb eines Tages wieder aus der Welt schaffen lässt.

Langfristig gehe ich davon aus, dass ich meinen normalen Wäscherhythmus von drei Waschmaschinenladungen in zwei Wochen wiederfinden werde - und spätestens im Sommer landet die Wäsche wieder draußen auf der Bleiche, um zu trocknen. Aber die Wintermonate werden von nun an in dieser Beziehung deutlich angenehmer. Außerdem kann ich mir in Zukunft viele Stunden mit Bürste und Fusselrolle sparen, da der Wäschetrockner die Katzenhaare ganz wunderbar aus den Sachen rauspustet. Perfekt ist das zwar noch lange nicht, gerade die Maine-Coon-Haare neigen zum Filzen, wogegen der Trockner auch nicht angehen kann, aber der Unterschied ist schon unglaublich.

Eigentlich ist es ganz schön erschreckend wie glücklich mich dieses Luxusgerät gerade macht. Das ist ein bisschen wie mit der Küche. Aber wenn man bei so etwas Wichtigem so lange improvisieren musste, dann genießt man es hinterher umso mehr, wenn am Ende neue Geräte einziehen ...

Sonntag, 8. Dezember 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge am 2. Advent

Am vergangenen Sonntag begann die "Vorweihnachts-Lese-Challenge" von Ariana für mich mit einem gemütlichen 1. Adventssonntag. In der folgenden Woche habe ich "Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um" erst einmal nicht weitergelesen. Einer der Vorteile an einer Anthologie ist ja, dass man sie hemmungslos aus der Hand legen kann, wenn man eine Kurzgeschichte beendet hat. ;) Stattdessen habe ich mir einen Titel rausgesucht, der nicht nur zum "Vorweihnachtslesen" passt, sondern auch für die "100 Bücher"-Challenge gezählt werden kann.



So habe ich also an den letzten Abenden zu "A Christmas Carol" von Charles Dickens gegriffen und die Geschichte zum ersten Mal in meinem Leben auf Englisch gelesen. Ich gehöre zu den vielen Menschen, die die Handlung rund um den weihnachtsverachtenden Geschäftsmann Scrooge jedes Jahr wieder lesen (oder in einer der vielen - guten! - Verfilmungen sehen) können. ;)

Ich weiß selber nicht, warum ich bislang nie zum englischen Text gegriffen habe, aber ich fand ihn - trotz des einen oder anderen altmodischen Ausdrucks - gut lesbar. Damit habe ich also meine diesjährige Portion Scrooge schon genossen - ich hoffe trotzdem, dass in diesem Jahr wieder die Verfilmung mit Patrick Stewart im Fernsehn laufen wird ...


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Heute habe ich mir wieder viel weihnachtliche Lesezeit vorgenommen und werde nicht nur die zweite Kurzgeschichte von "A Grosvenor Square Christmas" lesen, sondern auch endlich "Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um" beenden. Zumindest hoffe ich das, denn nachdem ich inzwischen acht der zwölf Kurzgeschichten gelesen habe und nur eine wirklich unterhaltsam fand, ist die Motivation zum Lesen nicht sehr groß. Auf der anderen Seite möchte ich natürlich auch nicht riskieren eine Perle unter den Weihnachtskurz"thrillern" zu verpassen! ;) Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass mich mein seit drei Tagen nicht angeschauter FeedReader und das Aufräumen und Putzen des Kellers, das ich mir für den Nachmittag vorgenommen habe, nicht zu sehr von dieser Anthologie ablenkt. ;)

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Nur noch zwei Kurzgeschichten liegen in der Anthologie vor mir, aber jetzt mache ich erst einmal eine Pause und widme mich dem Keller, damit morgen der Wäschtrockner einfach nur noch reingestellt und angeschlossen werden kann. *hüpf* Es gibt in meinen Augen überraschend viele Probleme mit "Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um". Erst einmal sind die Geschichten so vielfältig gehalten, dass die meisten Leser vermutlich nur zwei oder so wirklich mögen werden, was in meinen Augen zu wenig ist, wenn man zwölf Geschichten vor sich hat. Dann habe ich das Problem, dass ich unheimlich viele der nicht so abgedrehten Handlungen sehr vorhersehbar finde. Das habe ich zwar auch bei vielen Krimis in Romanlänge, aber da gibt es dann immerhin noch genügend Figuren und "atmosphärische" Passagen, die mich dann dafür entschädigen können. Bei einer Kurzgeschichte hingegen gibt es dafür nicht gerade viel Raum (und bei denen, die sich den Platz dafür nehmen, fühlt es sich oft so an, als ob da jemand Wörter geschunden hat, statt sich auf die Handlung zu konzentrieren). Bei den "skurrileren" Geschichten hingegen haben ich oft das Gefühl, dass sich der Autor so sehr darüber gefreut hat, dass er sich etwas total unvorhersehbares und seltsames ausgedacht hat, dass er leider darüber vergaß, dass ein Leser mit seiner Geschichte auch noch etwas anfangen können muss ... ;)

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"Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um" habe ich dann heute doch noch beendet. Die letzten beiden Geschichten waren soweit ganz okay, aber insgesamt würde ich die Anthologie nicht weiterempfehlen. Ich hoffe nur, dass die andere Weihnachtssammlung ("Süßer die Schreie nie klingen") etwas mehr nach meinem Geschmack ist.

Um mich von der nicht ganz so gelungenen Lektüre zu erholen, habe ich mir eben zu Tee und Zitronenkuchen "One Kiss for Christmas" von Vanessa Kelly gegönnt. Die zweite Geschichte der "A Grosvenor Square Christmas"-Anthologie war einfach nur zuckersüß, entspannend und niedlich. Am Anfang besucht man zusammen mit Nigel Dash einen Ball, auf dem er wieder einmal mit ansehen muss wie die junge Frau, die er liebt, von Verehrern umringt wird. Nachdem ihm ein guter Freund einen kräftigen Stupser gegeben hat, beschließt er, dass er von nun an nicht mehr der geduldige und nette Nigel zu sein, sondern etwas schneidiger und forscher aufzutreten, um die Amelias Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Natürlich ist Amelia ein bisschen verwirrt von dem ungewohnten Auftreten des Mister Dash, während er am Ende seine wahre Natur nicht verleugnen kann und sich immer wieder in Situationen wiederfindet, die zeigen, was für ein gutmütiger Kerl er ist. :D

Da ich "One Kiss for Christmas" als einen wirklich süßen und passenden Ausklang für den "Buchteil" des zweiten Adventssonntags empfinde, werde ich heute wohl nichts mehr lesen. Stattdessen gönne ich mir gleich das Abendessen und teile mir dann den Abend zwischen FeedReader und dem DS auf. Mein schrecklich lieber Mann hat mir nämlich mit "Bravely Default" ein neues Spiel zum Nikolaustag besorgt, das mir verflixt viel Spaß macht ... ;)

Oh, und im Laufe der kommenden Woche werde ich nicht nur zu "Süßer die Schreie nie klingen" greifen, sondern auch zu "Little Women", denn schließlich lautet die erste Zeile dieses Klassikers:
"Christmas won't be Christmas without any presents," grumbled Jo, lying on the rug.

Samstag, 7. Dezember 2013

Charles Dickens: A Christmas Carol

Mit "A Christmas Carol" von Charles Dickens habe ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das Buch passt auf der einen Seite ganz wunderbar zu "Vorweihnachts-Lese-Challenge" und auf der anderen Seite kann ich den Titel für die "100 Bücher"-Challenge anrechnen. Außerdem mag ich die Geschichte sehr gern und lese sie immer wieder mit Vergnügen rund um die Weihnachtszeit. In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal die englische Ausgabe des Textes gelesen und mich dabei sehr an der Sprache erfreut. Dickens gelingt es nicht nur immer wieder wunderschöne kleine Szenen heraufzubeschwören - wie zum Beispiel den Weihnachtsabend bei Scrooge Lehrherrn, an dem zwanzig Paare tanzen und ihren Spaß haben -, sondern auch kleine Dinge so zu beschreiben, dass ich sie wirklich genießen kann.

So richtig ist mir das ziemlich zu Beginn des Textes aufgefallen - nicht nur bei all den Straßenmomenten und der malerischen Beschreibung des Büros, in dem Scrooge seine Geschäfte tätigt, sondern vor allem bei der Passage, in der es um Scrooge Heimkehr und seine Wohnung geht:
".They were a gloomy suite of rooms, in a lowering pile of building up a yard, where it had so little business to be, that one could scarcely help fancying it must have run there when it was a young house, playing at hide-and-seek with other houses, and have forgotten the way out again."  (Seite 7 des Originalmanuskripts)
Ich verfolge gern im Rahmen der ersten Heimsuchung die Entwicklung des jungen und bücherbegeisterten Scrooge zum menschenverachtenden Geizhals. Dabei schüttel ich immer wieder amüsiert den Kopf darüber, wie schnell der alte Ebenezer auf den Gedanken kommt, dass er doch am heutigen Weihnachtsabend anders hätte handeln sollen. Dass er dem Weihnachtssänger etwas hätte zukommen lassen oder ein Wort mit seinem Anstellten hätte wechseln sollen, statt in seiner üblichen Humbug-ausrufenden Art Weihnachten als sentimentale Zeitverschwendung abzutun. Dickens erzählt die Geschichte so plakativ wie es eigentlich nur bei Märchen der Fall ist und gerade das passt so hübsch zur Weihnachtszeit. ;)

Bis zum zweiten Geist schaffe ich es immer Tiny Tim zu verdrängen - und nun muss ich eine erschreckende Tatsache beichten: Ich kann Tiny Tim nicht leiden! Dieser kleine Junge, dem Tode geweiht, so christlich denkend und allen Menschen nur das Beste wünschend, ist für mich das unangenehmste Element der Geschichte. An der Stelle, an der Scrooge den kleinen Tim neben seinem Vater im Kreise der Familie sitzen sieht und vom Geist erfährt, dass der Junge das nächste Weihnachtsfest nicht mehr erleben wird, möchte ich Scrooge am Liebsten zurufen, dass er sich zusammenreißen und ein kräftiges "Humbug" in die Welt hinausschmettern soll. Aber stattdessen fängt der alte Geizkragen an zu zittern und zu klagen und sorgt sich um die Zukunft von Tiny Tim ...

Zum Glück kommen kurz darauf die Szenen mit Scrooge Neffen und ich mag die Vorstellung, wie der alte Ebenezer mit Feuereifer bei irgendwelchen "kindischen" Spielen mitmacht, obwohl ihn niemand sehen oder hören kann. Etwas weniger Eifer hätte ich eigentlich beim Erscheinen des dritten Geistes erwartet, denn wer möchte schon eine Zukunft sehen, die er fürchtet. Aber da Scrooge sich sicher ist, dass diese eine Weihnachtsnacht ihn vollständig verändert hat, ist es wiederum verständlich, dass er die dritte Erscheinung einfach hinter sich bringen will, um dann in ein neues Leben zu starten. Und da ich schon meine Abneigung gegenüber Tiny Tim zum Ausdruck gebracht habe, kann ich gleich noch zugeben, dass ich die Leichenfledderer-Szene in diesem Teil der Handlung mag. ;)

Zum Schluss noch ein Ende voller Truthahn, Kichern, "Ablasshandel", kindischer Spiele und ähnlich netter Dinge, wobei es mir nach all den Szenen in Puschen und Hausmantel immer schwer fällt, Scrooge in seinem besten Anzug vor mir zu sehen. ;) Dieses Werk von Dickens ist schrecklich kitschig und doch so schön zu Weihnachten! Trotzdem gibt es für mich nur eine Art, einen Text über diese Geschichte zu beenden:

Bah! Humbug! 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Mal wieder ein paar Leseeindrücke

Die Rezension zu "Totenhauch" von Amanda Stevens hatte ich ja schon veröffentlicht und danach ging es bei mir in den letzten Tagen immer weiter mit den (leicht) gruseligen Geschichten.

"Chilischarfes Teufelszeug" von Rebecca Promitzer hatte ich bei Kiyas Monatsübersicht für den August gesehen und unabhängig von meinem November-Leseplan spontan eingeschoben, nachdem ich es kurz nach der Abholung aus der Bibliothek angelesen hatte und nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Geschichte rund um die patente Bea hat mir sehr gut gefallen. Die vom Dauerregen geplagte Stadt Elbow (deren Einwohner schon Schimmel und Schwimmhäute zwischen den Zehen bekommen), die unheimliche Leiche, die Bea mit ihrem Freund Sam zu Beginn der Sommerferien findet, das Geheimnis rund um einen unheimlichen Untermieter, die Ferienfreundschaften, die durch eine seltsame Regel der örtlichen Schule entstehen, und die vielen skurrilen, unheimlichen und witzigen Szenen haben mir wirklich Spaß gemacht. Ich hoffe, dass Rebecca Promitzer noch ein paar weitere Romane schreibt, in denen fantastische, unheimliche und unterhaltsame Elemente zu so einer unterhaltsamen Geschichte vermischt werden.

"Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe" von Jonathan Stroud ist mir auf diversen Blogs (unter anderem ebenfalls in Kiyas Monatsübersicht für den August) begegnet und irgendwann wurde ich dann doch neugierig auf das Buch. Tja, und jetzt hätte ich dann gern eine Fortsetzung davon, denn es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht in diese geisterbevölkerte Alternativwelt einzutauchen, in der Kinder - aufgrund der Tatsache, dass sie mit ihren Sinnen noch Geister wahrnehmen können - dafür verantwortlich sind gefährliche (oder auch nur lästige) Spukgestalten zu vernichten. Sehr atmosphärisch, sehr unterhaltsam und toll gruselig. Überhaupt stehe ich gerade anscheinend auf spukige Geschichten. ;)

Auch "Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack" von Mark Hodder brachte mich in eine fantastische und atmosphärische Parallelwelt. Der Autor hat hier eine Welt geschaffen, in der Entdecker Sir Richard Francis Burton zum geheimen Ermittler für König Albert ernannt wird. Der berühmte Forscher soll in London für den Monarchen dem Gerücht nachgehen, dass Werwölfe gesichtet wurden. Außerdem scheint der mysteriöse Spring Heeled Jack wieder sein Unwesen zu treiben und muss endlich in seinem Tun gehindert werden. Wenn ein Autor mir eine alternative Vergangenheit präsentieren will, dann muss er es schon auf einer so atmosphärische Weise tun, dass ich über eventuelle Ungereimtheiten hinwegsehen kann - und das hat Mark Hodder geschafft. Sein viktorianisches albertinisches England strotzt vor Dampfmaschinen, Luftschiffen und genetischen Experimenten, die Luft ist rußgeschwängert, die Industrialisierung zeigt sich von ihrer schlimmsten Seite und zusammen mit Burton und seinem späteren Assistenten, dem Dichter Algernon Charles Swinburne, entdeckt man die erbärmlichsten und die luxuriösten Seiten dieser Welt. Zwar lag das Geheimnis rund um Spring Heeled Jack für mich recht schnell auf der Hand, aber die Figuren, die Welt und die gesamte Handlung sind so unterhaltsam konzipiert, dass ich den zweiten Teil rund um Burton und Swinburne auf jeden Fall noch in diesem Jahr lesen werde.

Montag, 2. Dezember 2013

[BuchSaiten-Blogparade] Zum Jahresende 2013 ...

Auch in diesem Jahr fragt Katrin von den BuchSaiten im Dezember wieder nach den Enttäuschungen und Höhepunkten des Lesejahres - und auch in diesem Jahr bin ich wieder dabei. Es ist zwar noch früh im Dezember, aber wenn ich in den nächsten Tagen noch über weitere Höhe- oder Tiefpunkte stolpere, dann werden die vermutlich eh verbloggt.

Wer ebenfalls an der Blogparade  teilnehmen möchte, der findet den dementsprechenden Beitrag HIER und kann dort seinen Beitragslink und einen Kommentar hinterlassen.

Wie immer fand ich es erstaunlich schwierig, die Fragen zu beantworten ...



Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Beim Durchblättern meiner Leseliste bin ich auf erstaunlich viele Bücher gestoßen, die meinen Erwartungen genau entsprochen haben. Da gab es Titel, an die ich ganz große Hoffnungen knüpfte und die einfach großartig waren, andere, die ich las, weil ich was "Nettes" suchte und genau das dann auch bekam, und sogar einige Romane, denen ich skeptisch gegenüberstand und die mich bis zum Ende nicht überzeugen konnten. Aber wenn ich ehrlich bin, dann gab es erschreckend wenig Titel, die mich positiv überrascht haben. Letztendlich habe ich mich für zwei Nennungen entschieden: "Totenhauch" von Amanda Stevens und die Benny-Griessel-Reihe von Deon Meyer.

Als mir "Totenhauch" ins Haus flatterte, schrieb ich dazu: "Ein Thriller, um eine Frau, die Geister sehen kann. Das ist entweder total bescheuert oder atmosphärisch gruselig ... ich lasse mich überraschen!" Zum Glück wurde es dann eher "atmosphärisch gruselig" als total bescheuert und ich fühlte mich beim Lesen gut unterhalten. Der Roman ist kein Meisterwerk und der Krimianteil könnte besser ausgearbeitet sein, aber mir haben die Geistererscheinungen gefallen (und ein paar schaurige Träume verursacht) und auch die Hauptfigur fand ich ganz reizvoll und freue mich darauf noch mehr von ihr zu lesen.

Bei den Benny-Griessel-Titeln von Deon Meyer hatte ich auf mehreren Blogs den Band "Dreizehn Stunden" erwähnt gesehen und ihn aus Neugier aus der Bibliothek ausgeliehen. Eigentlich mag ich keine Romane, in denen Alkoholiker die Protagonisten sind, und Thriller haben es bei mir inzwischen auch schwer, daher waren meine Erwartung auch nicht so hoch. Doch "Dreizehn Stunden" hatte mich so gepackt, dass ich inzwischen auch "Der Atem des Jägers" und "Sieben Tage" gelesen habe und obwohl sich die Titel immer wieder deutlich voneinander unterscheiden, waren sie alle sehr spannend zu lesen, mit sympathischen Protagonisten und fesselnden Einblicken in da heutige Südafrika.


Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Viel versprochen ist vielleicht zu viel gesagt, aber nachdem ein paar Teilnehmer der "100 Bücher"-Challenge positive Rezensionen über einige Titel der Autorin Jacqueline Wilson geschrieben hatten, hatte ich gehofft, dass ich mit "The Story of Tracy Beaker" ein unterhaltsames Kinderbuch in die Hände bekommen würde. Stattdessen bekam ich eine Protagonistin, die ich einfach nicht ausstehen konnte. Tracy und ich, wir passten einfach nicht zusammen. So saß ich beim Lesen da und wollte die ganze Zeit ein zehnjähriges Waisenkind ohrfeigen, was gar kein schönes Gefühl war. ;)


Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Spontan fallen mir da zwei Autoren ein: Deon Meyer hat mich mit seinen Benny-Griessel-Romanen einfach gepackt und neugierig auf das heutige Südafrika gemacht. Ich freu mich jetzt schon auf weitere Teile der Reihe. Diane Zahler hingegen hat mich mit ihrem Märchen "The Thirteenth Princess" hingerissen. Ich mag grundsätzlich Märchenadaptionen, aber selten habe ich eine so bezaubernde, berührende, unterhaltsame und magische Umsetzung eines nicht ganz so bekannten Märchens gelesen. Zum Geburtstag gab es zwei weitere Titel der Autorin, mit denen ich mir die Adventszeit versüßen werde.


Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr
und warum?

Das ist eindeutig die schwierigste Frage für mich bei der Blogparade. Ich schaue selten so richtig bewusst auf Cover. Natürlich fällt es mir ins Auge, wenn etwas sehr hässlich, herausstechend oder unpassend ist, aber da die meisten Cover meiner Meinung nach erschreckend langweilig, gleichförmig und nichtssagend gestaltet werden, versuche ich nicht so genau hinzugucken und mich mehr auf den Inhalt eines Buches zu konzentrieren. Manchmal ist mir die Ausgabe aber doch überraschend wichtig. So habe ich mich über die rote HC-Ausgabe von "Unspoken" gefreut, weil die schlicht und hübsch und im Gegensatz zur TB-Ausgabe ohne Gesichter halten wurde. ;) Aber am Ende habe ich mich als Antwort auf diese Frage für "Kleine Tierkunde Ost-Afrikas" von Nicholas Drayson entschieden. Das Cover ist schlicht mit liebevollen Details und passt - soweit ich das anhand des Vorgängerromans sagen kann - perfekt zum Inhalt.


Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2014 lesen und warum?

Es gibt so einige Romane, die ich im kommenden Jahr lesen möchte. Seanan McGuire (*g*) zum Beispiel veröffentlicht ein paar Reihenfortsetzungen, auf die ich mich schon sehr freue. Dann möchte ich mit meiner Sachbuch-Challenge endlich meinem Sachbuch-SuB an den Kragen gehen, und bin jetzt schon gespannt auf das eine oder andere Buch. Spontan fällt es mir wirklich schwer mich für ein "unbedingt lesen"-Buch zu entscheiden - ich fiebere normalerweise nicht einem einzelnen Titel entgegen.

Aber einen Roman habe ich dann doch in meiner Liste gefunden: "Die Buchmagier" von Jim C. Hines. Mich reizt die Geschichte schon seit der amerikanischen Veröffentlichung (die mit "Libriomancer" eindeutig den besseren Titel - und auch das hübschere Cover - hat!), aber als Hardcover wollte ich mir das Buch dann doch nicht zulegen. Nun kommt im März die deutsche Ausgabe heraus und ich fürchte, dass ich dann schwach werden - und hoffentlich genauso viel Spaß beim Lesen dieses Romans habe wie schon mit "Drei Engel für Armand" und den Folgebänden.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge am 1. Advent

Mit dem 1. Dezember beginnt Arianas "Vorweihnachts-Lese-Challenge" und angenehmerweise ist dieser Tag auch gleich ein Adventssonntag. Das bedeutet für mich, dass ich heute so viel Zeit wie möglich mit weihnachtlich-winterlicher Lektüre auf dem Sofa verbringen möchte. Im Laufe des Tages werde ich ein bisschen über die gelesenen Sachen erzählen. Nach dem Frühstück werde ich erst einmal mit "1803 - The Seduction of a Duchess" von Shana Galen starten. Das ist die erste Kurzgeschichte aus "A Grosvenor Square Christmas" - die anderen drei Geschichten werde ich mir für die kommenden Adventssonntage aufheben.

Ansonsten habe ich mir noch ein paar weitere Titel bereit gelegt und schaue dann mal, womit ich nach der Kurzgeschichte so weitermache. :) Aktuell warte ich noch darauf, dass der Ciabatta-Teig auf der Heizung fertig gegangen ist, damit ich die Brötchen fürs Frühstück backen kann. Ich bin zwar heute schon vor sieben Uhr aufgestanden, aber dank der Katzen hat sich alles ein bisschen verzögert.

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So viel zu "ich will den ganzen Sonntag mit Lesen verbringen". Leckeres Frühstück gab es zwar, aber dann kamen mir lauter andere Dinge dazwischen (immerhin habe ich dafür auch schon das erste Weihnachtspaket fertig gepackt und kann es spätestens Mittwoch auf den Weg bringen - was nötig ist, da es auch das Geburtstagsgeschenk für meinen Neffen enthält). Jetzt ist es schon 13:45 Uhr und ich nehme mir nun ein Beispiel an Christie ...


... und strecke mich auf dem Sofa aus und lese endlich "1803 - The Seduction of a Duchess" von Shana Galen. ;)

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The Seduction of a Duchess

Die Kurzgeschichte war wirklich niedlich und unterhaltsam zu lesen. Im Zentrum stand eine 47jährige Witwe, die nach vielen Jahren einen Mann wiedersieht, der sie und ihren Sohn während der französischen Revolution in Sicherheit gebracht hat. Abgesehen vom Weihnachtsball, einem Mistelzweig und etwas Schnee gab es zwar nicht viel weihnachtliches, aber dafür fand ich die ungewöhnliche Konstellation wirklich nett. :)

"Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um"



Danach ging es weiter mit der ersten Kurzgeschichte aus "Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um". Die Geschichte wurde von Petra Busch geschrieben, trägt den Titel "Nur ein Schneehase" und hat mich nicht so begeistern können. Vor allem die Figur, die Schuld am Tod eines Kindes ist, konnte mich so gar nicht überzeugen und die Entwicklung der Handlung fand ich auch recht vorhersagbar. Mal gucken, wie mir die nächste Geschichte gefällt, vorher koche ich mir aber noch einen Tee und hole ein paar Kekse aus der Küche. ;)

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Inzwischen habe ich sechs der zwölf Kurzgeschichten aus dieser Anthologie gelesen (und gekocht und gegessen und etwas mit meinem Mann geschwatzt). Und nachdem mir auch die zweite Story nicht so recht gefallen hatte und ich überhaupt so langsam mal wieder das Gefühl bekam, dass ich schon zu viele Krimis gelesen habe, weil ich die Auflösungen so schrecklich vorhersagbar finde, konnte mich dann doch noch eine Geschichte gut unterhalten. Bei einer anderen Kurzgeschichte bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, aber es ist ja schon mal gar nicht so schlecht, wenn einen so etwas noch eine Weile beschäftigt. ;)

Aber jetzt ist für mich heute erst einmal Schluss mit dem "Vorweihnachtslesen", am kommenden Adventssonntag gibt es dann den nächsten Post zu diesem Thema.

Dezember-SuB 2013

Jetzt ist der Dezember schon da und ich habe nur noch 31 Tage, um meine Ziele für dieses Jahr zu erreichen. Ich verkneife mir jetzt mal ein "Wo ist nur die Zeit hin?" und konzentriere mich lieber auf die übliche Monatsanfangstatistik. Im November habe ich 10 Bücher, 4 Comics und 2 Manga gelesen - Zeit für ein Hörbuch habe ich leider nicht gefunden.

Ansonsten brachte der November lieben Besuch (und somit viele schöne Koch- und Backstunden, viel gemeinsame Zeit zum Schwatzen und lustige Kniffel-Runden :D) und dank meines Geburtstags schrecklich viele Buchzugänge. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich bis zum Jahresende einen stabilen SuB-Stand unter 80 haben werde, aber das kann ich - auch da ich noch ein paar Bücherwünsche zu Weihnachten habe :D - wohl vergessen. Und wieso habe ich inzwischen so einen hohen englischen SuB?

Was ich noch nicht vergessen möchte, ist die "100 Bücher"-Challenge, die von mir noch einen heftigen Endspurt erfordern. In den letzten Wochen konnte mich keines der Bücher packen, die ich angelesen hatte, jetzt muss ich mal etwas weniger wählerisch sein und die Sache zu Ende bringen. ;) Wenn ich jede Woche ein Buch lese und rezensiere, dann bekomme ich es noch auf die Reihe. Dazu noch etwas SuB-Abbau und ein englisches Buch für meine eigenen Vorhaben ... ;) Deutlich entspannter wird es wohl mit der "Vorweihnachts-Lese-Challenge" von Ariana werden, denn da geht es "nur" um gemütliche winterlich-weihnachtliche Lesestunden. Dazu wird es von mir an den Adventssonntagen immer einen Beitrag geben, den ich vermutlich im Laufe des Tages auch immer wieder ergänzen werde.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (9)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Die Elementare von Calderon (Codex Alera 1)

C (2)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Deborah Crombie: Wer Blut vergießt

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)
-

F (8)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Stella Gibbons: Der Sommernachtsball
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (10)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Kim Harrison: Blutschwur (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Blutsbande (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Bluteid (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Blutdämon (Rachel-Morgen-Serie)
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 - Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)
-

K (6)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Boris Koch: Die Drachenflüster-Saga
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
-

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund

Q (0)
-

R (9)
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (7)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
-

Sonstige (2)
Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um
Süßer die Schreie nie klingen

86 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:

Amber Benson: Death's Daughter (A Calliope Reaper-Jones-Novel)
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Jennifer Estep: Elemental Assassin 1 - Spider's Bite
Jennifer Estep: Mythos Academy 2 - Kiss of Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 3 - Dark Frost
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Diana Pharaoh Francis: Shadow City (Horngate Witches #3)
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
Diane Zahler: Princess of the Wild Swans
Diane Zahler: A True Princess

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

25 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)