Mittwoch, 30. Juli 2014

Höreindrücke im Juli

Es ist lange her, seitdem ich das letzte Mal "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende gelesen habe. Wenn ich die Wahl habe, dann greife ich immer eher zu "Momo" und bis vor kurzem hätte ich nicht sagen mehr sagen können, warum ich das eine Buch dem anderen vorziehe. Wenn ich mich an "Die unendliche Geschichte" erinnere, dann denke ich an Phantásien, an die Kindliche Kaiserin, an Fuchur und Atréju und an all die fantastischen Gestalten und Ideen. Als ich also die Gelegenheit bekam den Roman als Hörbuch (von Gert Heidenreich gelesen) zu hören, habe ich mich sehr darüber gefreut. Doch nach ungefähr der Hälfte der Geschichte fiel mir ein, warum ich das Buch so selten lese: Ich kann Bastian nicht leiden! Blöderweise ist er nun mal eine der Hauptfiguren und ich kann ihn nicht ignorieren, wenn ich mich mit der "unendliche Geschichte" beschäftige - auch wenn ich beim Lesen die unangenehmsten Stellen mit ihm ab und an überblättere. Meine Abneigung gegen Bastian ändert allerdings nichts daran, dass Gert Heidenreich das Ganze wunderbar liest (Natira war seine Art zu lesen übrigens zu getragen). Er verleiht jeder Figur Individualität, ohne seine Stimme groß zu verstellen oder zu übertreiben, und er hat eine natürliche "Märchenerzählerstimme", die sehr schön zu dieser Geschichte passt.

***

"Grabesgrün" von Tana French war ebenfalls eine Leihgabe und ich habe das Hörbuch vor allem deshalb beendet, weil ich den Sprecher David Nathan eigentlich sehr gern mag (obwohl ich ihn auch schon besser gehört habe als bei diesem Hörbuch, aber das lag wohl eher an dem Protagonisten). Der Anfang der Geschichte kam mir vertraut vor. Ein Prolog erzählt von drei verschwundenen Kindern (Adam, Peter und Jamie), von denen nur ein Junge, Adam Ryan, wiedergefunden wird - traumatisiert und ohne Erinnerungen an die Geschehnisse. Fast 25 Jahre später wird ein Mädchen (Katy Devlin) ermordet auf einem Opfertisch bei einer Ausgrabungsstätte gefunden und in dem Fall ermittelt Adam - inzwischen Rob - Ryan als Polizist. Ich mochte das freundschaftliche Verhältnis zwischen Rob und seiner Kollegin Cassie und seinen Versuch seine Arbeit als Polizist nicht davon beeinflussen zu lassen, was ihm als Zwölfjährigem passiert ist. Aber zwischendrin zieht sich die Handlung viel zu lang hin und Rob baut immer wieder so viel Mist, dass ich wirklich die Geduld mit ihm verloren habe. Und - auch wenn ich das regelmäßig sagen - die Auflösung war erschreckend vorhersehbar und dann ärgert es mich umso mehr, wenn Rob als Ich-Erzähler behauptet, dass ich als Hörer auf die gleichen Elemente hereingefallen wäre wie er. Nein, bin ich nicht! Wie hätte ich auch darauf reinfallen können, wenn die drei Haupthinweise auf die Lösung so offensichtlich platziert wurden?

Montag, 28. Juli 2014

Juli-Katzen

Während der heißen Tage in den letzten Wochen wäre es theoretisch relativ einfach gewesen die Katzen zu fotografieren, denn keine von ihnen wollte sich groß bewegen. Doch da wir spätestens ab 11 Uhr vormittags die Rollläden runterlassen, damit die Sonne nicht so in die Wohnung knallt, ist es eigentlich zu dunkel, um die Samtpfoten abzulichten. Ich habe trotzdem das eine oder andere Foto gemacht, das ich euch zeigen mag.

Baltimore

Christie ist schon mal versandfertig ;)


Logan und Baltimore - vollkommen erschöpft

Die beiden alten Coon-Herren leiden unter den warmen Temperaturen mindestens ebenso sehr wie ich und haben in den letzten Wochen (wieder mal) radikal abgenommen. So gut kann ich die beiden Kater den Winter über gar nicht füttern, dass sie den Sommer mit einem "normalen" Gewicht überstehen. Das finde ich jedes Jahr wieder beängstigend ...

Samstag, 26. Juli 2014

Dorothy Gilman: The Amazing Mrs. Pollifax (Hörbuch)

Nachdem ich im Juni solchen Spaß mit "The Unexpected Mrs. Pollifax" hatte, musste ich mir in diesem Monat gleich das zweite Hörbuch rund um diese ungewöhnliche "Hobbyagentin" besorgen. Seitdem Mrs. Pollifax aufgrund einer kleinen Verwechslung ihren ersten Auftrag von Mr. Carstairs bekommen hat, ist einige Zeit vergangen. Inzwischen lebt sie ganz zufrieden mit all den Verpflichtungen, die eine aktive Rentnerin so umtreibt, vom Gartenclub bist zum Kunstverein - wobei man die wöchentlichen Karatestunden, die Emily Pollifax inzwischen belegt hat, nicht unterschlagen sollte.

Von der CIA hat sie seit ihrem kleinen Kurierauftrag nicht mehr gehört, bis eines Vormittags das Telefon bei ihr klingelt und sie gefragt wird, ob sie innerhalb von zwanzig Minuten abreisebereit sein könne. Auch dieses Mal sucht Mr.Carstairs eine vertrauenswürdige und zuverlässige Person, die in Agentenkreisen unbekannt ist. So reist Mrs. Pollifax Hals über Kopf von ihrem gemütlichen Vorortleben in New Jersey nach Istanbul, um sich in einer Hotellobby mit einer kommunistischen Agentin zu treffen, die anscheinend überlaufen will. Damit Emily nicht wieder spurlos verschwindet und weil schon einer von Carstairs' Männern um Leben gekommen ist, bekommt die rüstige Rentnerin einen Aufpasser zur Seite gestellt, doch viel hilft das natürlich nicht.

So sieht sich Mrs. Pollifax wenige Stunden nach ihrer Ankunft in Istanbul von der Polizei befragt, von Unbekannten mit Waffen bedroht und überhaupt in großen Schwierigkeiten, die ihr allen möglichen Einfallsreichtum abverlangen. Zum Glück neigt diese ungewöhnliche Agentin dazu, immer wieder unerwartete Freundschaften zu schließen und so bekommt sie regelmäßig Hilfe von Menschen, von denen man das nicht hätte erwarten können. Viel mehr will ich über den Inhalt gar nicht sagen, denn dann würde ich zu viele amüsante Wendungen vorweg nehmen.

Abgesehen davon, dass ich ein wenig das Kartendeck vermisst habe, das Mrs. Pollifax in ihrem ersten Abenteuer stets begleitete, habe ich mich wieder großartig mit dieser Geschichte amüsiert. Es ist schon wieder ein paar Jahre her, dass ich die Romanvorlage gelesen habe, und obwohl ich mich an viele Details noch erinnerte (oh, dieser Hubschrauberflug oder das "love in"! :D), gab es immer wieder Momente, in denen mich die Ereignisse überrascht haben weil ich bestimmte Elemente nicht mehr parat hatte. Dorothy Gilman versteht es eine witzige Agentengeschichte zu erzählen, ohne dabei die schrecklichen oder bedrohlichen Momente zu vergessen. Dazu kommen noch einige wunderbar sympathische Charaktere, ein angenehmes 70er-Jahre-Feeling und Mrs. Pollifax angenehmer vorurteilsfreier Umgang mit anderen Menschen.

Wie schon beim ersten Teil (und bei "Crocodile on the Sandbank") sagte mir die Lesung durch Barbara Rosenblat sehr zu. Ihre Mrs. Pollifax klingt alt, aber nicht gebrechlich, und auch wenn ich nicht beurteilen kann, ob ihre Art Akzenten dazustellen wirklich so ganz korrekt ist, so sorgt es für eine angemessene Atmosphäre. Es hat wirklich Spaß gemacht zuzuhören. Bei diesem Hörspiel habe ich mal wieder gemerkt wie viel leichter mir meine Arbeit (die letzten Stunden Tapetenkratzen mit der Flurtapete) von der Hand geht, wenn ich ein gutes Hörbuch auf den Ohren habe und wie viel eher ich das Ganze um einen Tag verschiebe, wenn ich auf mein Hörbuch - sei es wegen des Sprechers oder der Geschichte an sich - nicht ganz so viel Lust habe.

Donnerstag, 24. Juli 2014

SuB-Zuwachs im Juli



Jim Butcher: Side Jobs

Um das Buch bin ich schon lange herum geschlichen. Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die von Sachen erzählen, die Harry Dresden "vor und zwischen" den Romanen passieren. Bislang kann ich nur drei der darin enthaltenen Geschichten lesen, weil ich für die anderen mehr Harry-Dresden-Romane kennen müsste ... ;)


Rob Thomas: Veronica Mars - The Tousand Dollar Tan Line

Ein Veronica-Mars-Roman - darauf bin ich während der letzten "7 Days - 7 Books"-Aktion gekommen, weil eine der anderen Teilnehmerinnen das Buch las. Es hat allerdings etwas gedauert bis ich mir das Buch wirklich bestellt habe. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf. :)


Juliet Blackwell: A Vision in Velvet

Band 6 der Witchcraft-Mysteries rund um die Hexe und Vintage-Ladenbesitzerin Lily Ivory. Dieses Mal stolpert Lily über einen toten Antiquitätenhändler und bekommt ein Kleidungsstück in die Hände, das vielleicht aus der Zeit der Hexenverbrennungen in Neuengland stammt. Den Roman habe ich gleich angefangen, nachdem ihn mir der Fahrradkurier in die Hand gedrückt hat. Wie immer war es unterhaltsam Lily bei der Suche nach dem Mörder zu begleiten - ich mag die Reihe wirklich sehr.


Jennifer Estep: Venom (Elemental Assassin #3)

Reihenfortsetzung, nachdem ich im Juli den zweiten Band gelesen habe und nun unbedingt wissen will, wie es mit der neuen Polizistin in der Stadt läuft. ;)


A.C.H. Smith: The Dark Crystal

Nachdem ich mit Labyrinth ja schon so einige Kindheitserinnerungen auffrischen konnte, durfte auch die gerade erschienene Ausgabe von "The Dark Crystal" bei mir einziehen. Der Film ist mir zwar nicht ganz so präsent wie "Labyrinth" (ich könnte die DVD mal wieder schauen :D), aber auch hier erzählt Jim Henson eine fantastische Geschichte voller bezaubernder Elemente und toller Figuren - mal schauen, wie das Ganze dann als Roman so wirkt. :)

Ach ja, dieses Mal sind die Zeichnungen von Brian Froud nicht am Ende angefügt worden, sondern inmitten des Textes zu finden, was ich doch deutlich hübscher finde.




Mittwoch, 23. Juli 2014

Kelly Meade: Black Rook (Cornerstone Run Trilogy 1)

Ich mag von Kelly Meding die Dreg-City-Bücher rund um Evy Stone sehr gern, weil die Protagonistin eine coole, starke Frau mit jeder Menge Rückgrad ist, die keine Hemmungen hat, in andere Leute Hintern zu treten, wenn es notwendig ist. Dazu kommen eine actionreiche Handlung, eine gut ausgedachte UF-Welt und die Tatsache, dass die Romane keine nennenswerte Liebesgeschichte enthalten. Also genau die Art Geschichte, die ich wirklich gern lese. Als die Autorin dann von ihrer neuen Trilogie (romantische Urban Fantasy, veröffentlicht unter dem Pseudonym Kelly Meade) berichtete, war ich überraschenderweise neugierig, obwohl ich ja eigentlich momentan so gar keine Lust mehr auf Liebesgeschichten, Werwölfe und ähnliche Elemente habe.

Letzte Woche Dienstag kam dann "Black Rook", der erste Band der Cornerstone-Run-Trilogy, als eBook raus und ich dachte gegen Mittag, dass ich das Buch doch eben runterladen könnte, damit ich es am Mittwoch im Wartezimmer des Arztes lesen könnte. Dann dachte ich, ich könnte mal eben das erste Kapitel anlesen, während ich frühstücke ... nach Mitternacht habe ich die letzte Seite umgeblättert, nachdem ich den Roman in einem Rutsch durchgelesen habe. Dabei kann ich nicht mal sagen, dass die Geschichte so etwas besonderes gewesen wäre, ich mochte nur nicht aufhören zu lesen. :D

Ich glaube, es sind die vielen Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass sich dieser Roman in meinen Augen von vielen ähnlichen so angenehm unterscheidet. Die Handlung dreht sich um Brynn, die zu den Magi (Zauberern) gehört und die eine Vision hatte, in der ein Loup Garou mit blutigen Händen über der Leiche ihres Vaters steht. Fest davon überzeugt, dass dieser Unbekannte ihren Vater ermorden wird, recherchiert Brynn online bis sie die Identität des Mannes herausgefunden hat und macht sich dann auf den Weg, um herauszufinden wie sie den Mord verhindern kann. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in Cornerstone, einem Zufluchtsort der Loup Garou, muss Brynn feststellen, dass der potenzielle Mörder, Rook McQueen, nicht nur überraschend sympathisch (und natürlich attraktiv) ist, sondern anscheinend auch keinerlei Grund hätte, ihren Vater zu töten.

Dadurch, dass die Autorin ihre Welt so aufgebaut hat, dass die verschiedenen magischen Parteien (Magi, Loups Garous und Vampire) normalerweise keinen Kontakt zueinander haben, müssen sich Brynn und Rook im Laufe der Zeit gegenseitig viel erklären, was dem Leser die Möglichkeit gibt nach und nach die unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten kennenzulernen. Brynn ist als Magus eine Enttäuschung für ihren Vater und wird von diesem nicht gerade respektvoll behandelt, aber statt sich deswegen benachteiligt zu fühlen geht die junge Frau recht stoisch damit um. Für sie steht fest, dass sie in einer Welt, in der Abstammung und magische Fähigkeiten das Wichtigste sind, eben nur "zweite Wahl" ist, aber das hindert sie nicht daran selbstbewusst zu sein, aktiv zu werden und sich auf ihre Weise als "nützlich" zu erweisen. Ich mochte Brynn sehr, eben weil sie zwar eine eher schüchterne und nicht gerade lebenserfahrene Person ist, aber Rückgrad und Mut hat und in gewisser Weise ein unabhängiger Geist ist.

Das macht sich auch in der Liebesgeschichte bemerkbar. Denn obwohl Brynn und Rook sich auf den ersten Blick (für beide überraschend) voneinander angezogen fühlen, so bedeutet dies nicht, dass sie nun automatisch ein Paar werden müssen. Genau genommen gehen beide davon aus, dass sie aufgrund ihrer so unterschiedlichen Herkunft keine Zukunft haben - und selbst wenn die Herkunft keine Rolle spielen würde, so gibt es noch so viele andere Faktoren zu beachten, dass es am Ende für beide eine bewusste und wohlüberlegte Entscheidung ist, ob sie eine Beziehung eingehen oder nicht. Mir hat es sehr gefallen, dass Kelly Meade nicht auf die "mein innerer Wolf will sie, alles andere ist irrelevant"-Schiene aufgesprungen ist. :D

Und dann noch die Loups Garous! In dieser Trilogie gibt es kleine Orte, die vollkommen in der Hand eines Rudels sind und in denen keine oder nur sehr wenige eingeweihte Menschen leben. Diese Orte sind in der Regel geprägt von der Persönlichkeit ihres Alphas, in Cornerstone ist das Thomas McQueen, der Vater von Rook, Knight und Bishop. Normalerweise fallen mir die Eltern der Hauptfiguren nicht so ins Auge, aber bei Thomas McQueen ist das anders, denn bei ihm zeigt sich am Besten inwieweit sich Kelly Meades Werwölfe von den anderer Autoren unterscheiden. Thomas McQueen ist eindeutig derjenige, der die Regeln in der Stadt aufstellt und dafür sorgt, dass sie eingehalten werden. Auf der anderen Seite ist er einfach ein netter Kerl, der gut überlegt, bevor er Entscheidungen fällt, und der jedem erst einmal eine Chance gibt, bevor er über ihn urteilt. Bei ihm zeigt sich keine Aggressivität oder gar Imponiergehabe, er ist ein ruhiger Mann und liebevoller Vater und ihm ist wichtig, dass sich die Personen in seiner Umgebung frei entscheiden können (auch wenn es natürlich wichtige Regeln beim Zusammenleben von Werwölfen gibt, die trotzdem beachtet werden müssen).

Bei so einem Vater ist es kein Wunder, dass auch Rook ein eher ruhige Mann ist. Sein Traum war es Musiker zu werden und die Musik spielt auch weiterhin eine wichtige Rolle für ihn. Doch nun ist er zurück in Cornerstone und muss sich mit der Frage auseinandersetzen, was er in Zukunft aus seinem Leben macht. Hier kommt ein weiterer Aspekt zum Tragen, den die Autorin sich für ihre Werwolf-Variante überlegt hat: Die Wölfe haben je nach Fellfarbe, unterschiedliche Fähigkeiten und Aufgaben in ihrem Rudel. Und da Rook ein schwarzer Wolf ist, könnte er der Nachfolger seines Vaters als Rudelführer werden, obwohl er nicht der älteste Sohn des Alpha ist und sein Bruder Bishop von klein auf für die Aufgabe ausgebildet wurde. Denn obwohl Bishop hervorragend für die Rolle des Rudelführers geeignet wäre, ist er "nur" ein grauer Wolf. Diese in der Luft hängende Entscheidung bietet der Autorin einige Möglichkeiten, um Rooks Persönlichkeit zu beleuchten und mir gefiel sehr gut, was sie daraus (und aus dem schwarzen Wolf) gemacht hat.

Natürlich spielt die Liebesgeschichte eine große Rolle in "Black Rook", aber der Rest der Handlung kommt auch nicht zu kurz. Während Brynn herauszufinden versucht, wer ihren Vater töten will, müssen die Loups Garous damit fertig werden, dass Unbekannte ein befreundetes Rudel ausgelöscht haben. Hier blitzt etwas von der Härte durch, die ich bei den Dreg-City-Romanen so gemocht habe. Es gibt viele Tote, gnadenlose Gegner und schwere Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Die eine oder andere Wendung war zwar nicht so ganz überraschend, aber so gut präsentiert, dass ich das Ganze trotzdem spannend fand. Ich bin schon neugierig darauf, wie es damit weitergeht.

Montag, 21. Juli 2014

Reihenlesen

Während ich das Ganze hier geschrieben habe, ist mir aufgefallen, wie viel Fantasy ich wieder lese, und das ist toll! Ich war so viele Jahre lang so unglücklich mit der Auswahl an fantastischen Romanen, dass ich in dem Genre nur meine alten Schätze wiedergelesen und nichts Neues entdeckt habe. Das hat sich in den letzten Jahren definitiv geändert, und ich habe so viele neue Autoren und unterhaltsame Reihen für mich entdecken können. :) 

In den letzten Tagen habe ich ein bisschen über meine Art, Reihen zu lesen, nachgedacht. Dabei habe ich festgestellt, dass ich gern Reihen für mich entdecke, bei denen schon einige Teile veröffentlicht wurden. Zumindest dann, wenn es sich um Romane handelt, die nicht so intensiv durch die Buchblogs besprochen wurden, dass ich schon vor dem ersten Anlesen übersättigt bin.

Die Rachel-Morgan-Romane oder auch die Harry-Dresden-Serie gehört zum Beispiel dazu. Beide Reihen habe ich für mich entdeckt, als schon einige Titel davon auf dem Markt waren. Und das gibt mir die Möglichkeit, mir ab und an gleich mehrere Bände davon zu Geburtstag oder Weihnachten zu wünschen oder sie gleich selbst zu kaufen und dann eine intensive Leserunde damit einzulegen. Aktuell hat mich zum Beispiel Harry Dresden wieder im Griff und ich finde es toll, dass ich nach "White Night" (Samstagabend angefangen, Sonntagabend beendet) heute zu "Small Favor" greifen kann. Und wenn ich dann noch nicht genug davon habe - was wahrscheinlich ist -, dann liegt da auch noch "Turn Coat" auf dem SuB.

Bei den "Elemental Assassin"-Romanen hingegen reicht es, wenn ich mir ab und an einen neuen Band gönne, denn Jennifer Estep wiederholt immer so viel vom vorherigen Geschehen, dass ich da aufpassen muss, dass ich die Bücher nicht zu schnell hintereinander lese. Trotzdem finde ich es angenehm, wenn ich nach dem Lesen eines Romans die Bestellung des nächsten Bandes tätigen kann, nur um die Gewissheit zu haben, dass er da ist, wenn ich weiterlesen will.

Schwieriger wird es für mich mit den Reihen, bei denen ich auf dem aktuellen Stand bin, wie bei den Krimis von Deborah Crombie, den Witchcraft Mysteries oder den Serien von Seanan McGuire. Den aktuellen Band der Witchcraft Mysteries hatte ich vorbestellt, gleich nach Eintreffen gelesen und mich gut dabei amüsiert. Aber ich habe nun kein Problem damit, dass ich wieder ein Jahr warten muss, bis der nächsten Teil erscheint. Bei dieser Serie habe ich Geduld, weil sie halt nett ist und ich sie zwar weiter verfolgen will, aber nicht so begeistert bin wie von den beiden anderen Beispielen.

Bei den Deborah-Crombie-Krimis und Seanan McGuires Büchern hingegen merke ich, dass ich mir die aktuellen Bände immer etwas aufhebe, obwohl ich mich so darauf gefreut habe. Aber eigentlich ist das auch der Punkt: Ich habe mich darauf gefreut und bin so erleichtert, dass endlich der nächste Band da ist, dass ich die Vorstellung, wieder ein Jahr warten zu müssen, nicht so prickelnd finde. Also lasse ich mir Zeit mit dem Lesen und versuche so, die Wartezeit etwas zu verkürzen. Während ich inzwischen anfange, mich auf die Veröffentlichung des nächsten October-Daye-Bandes zu freuen, der im September veröffentlicht wird, denke ich, dass es so langsam Zeit wird, den Teil aus dem letzten Herbst zu lesen und herauszufinden, wie es October so ergangen ist.

Ich merke auch, dass es mir wichtig ist, dass ich mich - ungefähr zumindest - auf eine regelmäßige Veröffentlichung verlassen kann. Bei den Tamora-Pierce-Romanen ist es für mich nämlich viel schwieriger, endlich mit dem Lesen anzufangen, obwohl ich da inzwischen auch einige auf dem SuB gesammelt habe. Aber die Autorin hat in den letzten Jahren so wenig veröffentlicht und sich überhaupt nicht mehr an angekündigte Termine gehalten (inzwischen gibt es auch keine Aussagen mehr darüber, wann etwas erscheinen soll), dass ich die Reihenfortsetzungen einfach erst mal auf den SuB lege und etwas verdränge, weil ich es frustrierend finde, regelmäßig nach Veröffentlichungsdaten zu recherchieren und doch keine verlässlichen Informationen zu bekommen.

Irgendwie finde ich es ganz spannend, mir Gedanken darüber zu machen, warum ich welche Reihenfortsetzung zu welchem Zeitpunkt lese (mal abgesehen davon, dass ich einfach manchmal auf bestimmte Genres keine Lust habe, obwohl ich mich auf einen Roman sehr gefreut habe). Und nun wäre ich doch neugierig, wie es bei euch damit ist:

Lest ihr jede Fortsetzung sofort? Findet ihr es frustrierend, eine seit Längerem laufende Reihe neu zu entdecken und zu wissen, dass ihr euch noch ganz viele Bände zulegen "müsst"? Wartet ihr grundsätzlich mit dem Lesen der Fortsetzungen, bis ihr einige Teile gesammelt habt, um dann intensiv die Serie weiterlesen zu können? Oder könnt ihr bei euch keine Regelmäßigkeiten feststellen, wenn es ums Reihenlesen geht?

Samstag, 19. Juli 2014

Dies und Das (6)

37 Grad ... mein Auto zeigte mir um elf Uhr 37 Grad an! Ich verstecke mich dann mal für den Rest des Tages hinter heruntergelassenen Rollläden und halte mich an meiner Wasserflasche fest. (Für diejenigen, die mich persönlich kennen: Ja, bei dem Wetter trinke sogar ich Wasser statt Tee. ;) )

Eigentlich wollten wir heute ins Kino gehen und "Wenn der Wind sich hebt" sehen, aber bei der Hitze haben wir den Kinobesuch um eine Woche verschoben. Im Kino selbst ist es zwar klimatisiert, aber der Weg dahin ist mir bei dem Wetter zu anstrengend und auf das ebenfalls geplante Essengehen habe ich bei den Temperaturen auch keine so große Lust.

Stattdessen haben wir heute Vormittag - nach einem sehr frühen und schnellen Wochenendeinkauf - den Optiker aus der Nachbarschaft unsicher gemacht. Am Mittwoch war ich beim Augenarzt und durfte mir so unangenehme Worte anhören wie "Altersweitsichtigkeit" und "Gleitsichtbrille" - der charmante Optiker war heute dann etwas irritiert wegen meines Brillenwunsches, weil er meinte, dass ich dafür doch zu jung sei. Ich gebe zu, das tut dann doch ganz gut, auch wenn es vermutlich nur eine "ich bin nett zur Kundin"-Aussage war. ;)

Eine Gleitsichtbrille wird es dann doch nicht, die wäre nicht so ideal, um am Bildschirm zu arbeiten, aber eine Fernsichtbrille brauche ich, wenn ich weiter Auto fahren will. Ich werde also in Zukunft mit zwei Brillen jonglieren und muss zugeben, dass ich mich sehr über meine neue Brille freue. Ich habe ein hübsches Gestell gefunden, das mir gut steht, und ich habe noch nie zuvor so einen angenehmen Optikerbesuch erlebt. Gute und ausführliche Beratung, mehrere hübsche Gestelle zur Auswahl, die mir alle ziemlich gut standen, und mir wurde nicht vorgeschrieben, wie ich meine Brille zu tragen hätte. Stattdessen wurde gefragt, wie und warum ich meine Brille so auf der Nase sitzen habe, wie ich sie nun mal trage - und nun wird die Brille an meine Trageweise angepasst. Doch, das war fein und ich freu mich jetzt schon darauf, die neue Brille in der nächsten Woche abholen zu können.

Ansonsten werde ich wohl meine volle To-do-Liste etwas zusammenstreichen und bei den angekündigten heißen (und schwülen) Tagen etwas mehr Zeit als geplant auf dem Sofa verbringen und lesen. Überhaupt habe ich in den letzten Tagen erstaunlich viel gelesen und eigentlich würde ich auch gern über einen Großteil der gelesenen Bücher schreiben, aber irgendwie reicht die Konzentration immer nur für den ersten Absatz einer Rezi und ein paar Stichworte. Mal schauen, ob sich das in den nächsten Tagen ändert. Wenn nicht, dann gibt es am Ende des Monats vermutlich einen schrecklich langen Beitrag mit "Leseeindrücken".

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende - und holt euch keinen Sonnenbrand! ;)

Samstag, 12. Juli 2014

Laurel Corona: Die Geigenspielerin

Durch Birthe und ihre Besprechung bin ich auf "Die Geigenspielerin" von Laurel Corona aufmerksam geworden und hatte den Roman in der Bibliothek vorgemerkt, weil sie so begeistert von und so zufrieden mit dem Buch war. Als ich den Roman dann vor ein paar Wochen endlich in der Hand hatte, habe ich das erste Kapitel gelesen, in dem beschrieben wird wie die beiden Schwestern Maddalena und Chiaretta von ihrer Mutter in die Ospedale della Piéta gebracht werden. Das las sich so weit ganz nett, hatte mich aber nicht so weit gepackt, dass ich sofort weiterlesen musste.

Einige Tage später war ich dann in der richtigen Stimmung für einen historischen Roman und nachdem ich mich erst einmal auf die ruhige Erzählweise und Venedig Anfang des 18. Jahrhundert eingelassen hatte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Nicht, weil die Geschichte so spannend war, sondern eher weil ich es so genossen habe die beiden Schwestern auf ihrem Weg zu begleiten, weil ich die Sprache mochte und sogar mit den ausführlichen und bildhaften Beschreibungen zum Thema Musik etwas anfangen konnte, obwohl Musik - vor allem klassische Musik - eine relativ geringe Rolle in meinem Leben spielt.

Die Ospedale della Piéta ist ein von Nonnen geführtes Waisenhaus und eine der vier großen Musikschulen Venedigs. So lernen auch Maddalena und Chiaretta, als sie dafür alt genug sind, singen und ein Instrument spielen. Während Chiaretta recht schnell als begabte Sängerin erkannt wird, zeigt ihre ältere Schwester Maddalena anfangs wenig Talent für die Musik und es sieht so aus, als ob sie vor allem mit dem Klöppeln zum Auskommen der Piéta beitragen und sich langfristig eine kleine Mitgift erarbeiten kann. Doch dann entdeckt das Mädchen die Geige für sich und entwickelt eine ungewöhnliche Leidenschaft für dieses Instrument.

Mir hat es sehr gut gefallen wie Laurel Corona die Piéta mit all ihren Regeln beschrieben hat, wie gezeigt wird, dass dieses Waisenhaus das für den Unterhalt dringend benötigte Geld mit dem musikalischen Können ihrer Schützlinge verdient oder auch einen - nicht gerade geringen - Brautpreis verlangt, wenn jemand eine ihrer begabten Musikerinnen heiraten möchte. Doch vor allem fand ich es großartig, dass die verschiedenen Charaktere (und zwar nicht nur Maddalena und Chiaretta) angenehm realistisch gestaltet wurden, mit Stärken und Schwächen, mit Wünschen und dem Wissen darum, dass manche Dinge eben in ihrer Welt nicht einfach erreichbar sind. Und obwohl ihnen manche Träume verwehrt bleiben, so gehen sie recht pragmatisch damit um und suchen ihr Glück in den Sachen, die greifbar sind. Das gibt dem ganzen Roman eine wunderschöne Stimmung, die ich als regelrecht wohltuend beim Lesen empfunden habe.

Auch die Sicht auf Vivaldi, der von der Piéta als Lehrer engagiert wurde und für die Musikerinnen und Sängerinnen Stücke komponierte, ist in gewisser Weise bodenständig. Er wird zwar als musikalisches Genie beschrieben, aber eben auch als ein Mann, der nicht glücklich ist mit seinem Priesteramt, und der als Berufsmusiker und Komponist auf die Gnade seiner Gönner und Kunden angewiesen war. Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen immer wieder Pausen gemacht habe, um mir die erwähnten Musikstücke anzuhören, dass ich aber nicht immer (vielleicht aufgrund der Qualität der Aufnahmen) nachvollziehen konnte, was nun die Besonderheit des jeweiligen Stücks ausmachte. Beschrieben fand ich die Musik zum Teil ansprechender als beim direkten Hören. ;)

Birthe erwähnt in ihrer Rezension auch noch den von Laurel Corona in ihren Roman eingebauten Umgang mit der Liebe- und ich kann ihr da nur in jeder Beziehung zustimmen. Ich fand es sehr schön mitzuerleben wie nah sich die beiden Schwestern sind, obwohl sie aufgrund ihrer gegensätzlichen Charaktere nicht immer nachvollziehen können, was die andere bewegt. Auch was die Beziehungen zu anderen Menschen angeht, hat Laurel Corona ihren Figuren eine angenehme und wie ich finde realistische Offenheit verpasst. Es gibt nicht die eine große Liebe, ohne die das Leben keinen Sinn mehr hat (was ich wirklich nicht mehr lesen kann), sondern die Autorin lässt ihre Figuren viele verschieden Facetten von Liebe erleben, neben all den anderen Dingen, die eben das Leben ausmachen.

"Die Geigenspielerin" ist ein eher ruhiger und flüssig zu lesender Roman, ohne große Höhen und Tiefen, ohne großes Drama, aber dafür voller interessanter und trotzdem angenehm realistisch geschilderter Charaktere, voller Freude an der Musik, vor der tollen Kulisse des Venedigs des 18. Jahrhunderts - für mich ein richtiges Wohlfühlbuch, das mir angenehme Lesestunden bereitet hat.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Clara Kramer (und Stephen Glantz): Eine Handbreit Hoffnung - Die Geschichte meiner wunderbaren Rettung

"Eine Handbreit Hoffnung" ist die Geschichte der jüdischen Clara Kramer, die sich als Jugendliche in Polen vor den Nazis verstecken musste. Geschrieben wurde das Buch von Stephen Glantz, basierend auf dem Tagebuch, das Clara damals führte, und auf ihren Erinnerungen, ergänzt durch Materialien (Briefe, Tagebücher u.ä.) und Erzählungen anderer Überlebender, die Kontakt zu Clara und ihrer Familie hatten. Ich habe schon einige Erfahrungsberichte aus dieser Zeit gelesen, ebenso Romane, die sich entweder auf wahre Ereignisse stützten oder eine fiktive Geschichte erzählten, um all die schrecklichen Fakten zu vermitteln. Viele dieser Bücher spielten in Deutschland oder den Niederlanden, einige auch in den jüdischen Ghettos in Polen, und obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich sie gelesen habe, so haben sie doch in der Regel einen anhaltenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Auch "Eine Handbreit Hoffnung" werde ich wohl so schnell nicht vergessen - nicht nur, weil die lange Zeit des Versteckens so eindringlich geschildert wird, sondern auch, weil ich die ganzen zusätzlichen Komplikationen für die jüdische Familie durch die Ukrainer und Russen sowie die schon vor dem Einmarsch der Deutschen schwierige politische Situation spannend fand (auch wenn es sich angesichts der Erlebnisse von Clara Kramer und ihrer Familie komisch anfühlt, das Ganze als "spannend" zu bezeichnen).

Anhand von Clara Kramers Erzählungen kann man gut nachvollziehen, wie schleichend die Veränderungen für die 5000 polnischen Juden in der Stadt Zólkiew kamen. Erst die Berichte von der Machtergreifung Hitlers und der Unglaube, dass so ein Mensch auch noch Unterstützung findet, dann die ersten Flüchtlinge, die im Osten Zuflucht suchten und von der Zerstörung ihrer Synagogen, von Plünderungen und Misshandlungen berichteten - und das alles, während sie einmal die Woche am schön gedeckten Esstisch vom besten Porzellan bewirtet wurden - und ein Jahr später der Nichtangriffspakt zwischen Russland und Deutschland, der Polen schutzlos zurückließ.

Als die Nazis im September 1939 in Zólkiew einmarschierten, war Clara gerade mal zwölf Jahre alt. Aus Angst vor den Deutschen wagten sich die jüdischen Kinder nicht auf die Straße, bekamen aber später erzählt, dass sich die Deutschen wie ein Haufen Touristen verhalten hätten. Trotzdem war es eine Erleichterung für die Juden, als kurz darauf die Russen das Gebiet übernahmen. Die Russen waren zwar keine Freunde der Juden und hatten schon so einige Polen in Straflager nach Sibirien geschickt, aber alle sind sich sicher, dass das Leben unter den Kommunisten der Behandlung durch die Nazis vorzuziehen sei.

Doch nach und nach verschlechtert sich das Leben - nicht nur der Juden - in der Stadt. Erste Familien werden deportiert und Russen ziehen übergangslos in die Häuser der verschwundenen Familien ein und übernehmen die zurückgelassenen Besitztümer. Auch in Claras Familie gibt es erste Verhaftungen - erst Jahre später wird ihnen bewusst, dass die Deportation nach Kasachstan für viele von ihnen ein Glücksfall war, da diese Familienmitglieder so den Nazis entgingen. Andere Familienmitglieder - so wie Claras Großvater - werden von ukrainischen Nationalisten ermordet, als sich im Frühling 1941 die Russen zurückziehen und das Gebiet den Deutschen überlassen.

Wenige Monate später wird den Juden bewusst, dass all das Geld, das sie Monat für Monat dem Kommandanten der SS von Lemberg überreichen, ihr Leben nicht sichern kann. Während die einen versuchen, einen Fluchtweg aus der Stadt zu finden, graben die Familie Schwarz (Claras Familie), Melman und Patrontasch ein Versteck unter dem Fußboden des Hauses der Melmans. Eine geschickt ausgeschnittene Luke im Parkettboden des Schlafzimmers bildet den Eingang, und anfangs ist die Lücke unter dem Haus so klein, dass nur die Kinder graben können. Im Laufe einiger Wochen schaffen die drei Familien es so, die Hälfte des Hauses zu "unterkellern", wobei es keine Verbindung zum kleinen "offiziellen" Keller unter der Küche des Hauses gibt und das Versteck so niedrig ist, dass man nicht darin stehen kann.

Doch erst das Angebot des volksdeutschen Ehepaars Beck (Julia Beck hat früher als Haushälterin für Claras Familie gearbeitet, ihr Mann hingegen ist als Antisemit bekannt), das Haus der Melmans zu übernehmen und so das Versteck der drei jüdischen Familien zu schützen und ihre Versorgung mit Lebensmitteln zu sichern, ermöglicht es ihnen ab Dezember 1942, dieses Kellerloch zu nutzen.

Bis zum Juli 1944 müssen die drei Familien in ihrem Kellerversteck überleben, lange Monate ohne Frischluft, ohne ausreichendes Essen, ohne nennenswerte Bewegung, auch wenn sie anfangs immer mal wieder hinauf zu den Becks steigen können. Doch je länger der Krieg andauert, desto schwieriger wird nicht nur die Versorgung der Versteckten mit Lebensmitteln, sondern desto gefährlicher wird auch ihre Lage. Diverse Personen - darüber natürlich auch Nazis - werden bei den Becks einquartiert, Gerüchte machen die Runde, dass sich bei den Becks Flüchtlinge verstecken, so dass es immer wieder zu Hausdurchsuchungen kommt - und Beck selbst ist auch ein Risiko. Beck ist ein Spieler und Säufer, er betrügt seine Frau, er kann den Mund nicht halten und bringt sich durch Geschäfte mit Nazis, Ukrainern und Russen in Gefahr - und somit auch immer die Juden, die auf ihn angewiesen sind.

Auch im Versteck gibt es immer wieder Veränderungen. So bricht in der Straße ein Feuer aus und eine Person flüchtet vor lauter Angst aus dem Haus, während die anderen versuchen, unbemerkt von der Außenwelt Wasser zum Löschen heranzuschaffen. Weitere Juden (in der Regel Familienmitglieder der schon Versteckten) tauchen vor Becks Tür auf und brauchen Hilfe oder eine Zuflucht. So ändert sich im Laufe der Zeit die Zusammensetzung der Flüchtlingsgruppe und es gibt immer mehr Reibung zwischen den unterschiedlichen Personen, was noch dadurch erschwert wird, dass sie tagelang keinen Laut von sich geben dürfen, während über ihnen die deutschen Besatzer ein- und ausgehen.

Abgesehen von den ersten Seiten, in denen Clara Kramer ihre sehr große Familie und auch die Familien der Nachbarschaft vorstellt, lässt sich "Eine Handbreit Hoffnung" sehr gut lesen. Die Flut der Namen - bei denen sich einige wiederholen oder gar mehrfach vorkommen, weil man die Kinder nach den Vorfahren benannt hat - ist wirklich anstrengend, und auch im Laufe der Geschichte musste ich hin und wieder innehalten und mich erinnern, welche Person da nun gemeint war und in welchem Verhältnis sie zu Clara stand. Davon abgesehen empfand ich "Eine Handbreit Hoffnung" überraschend ausgewogen. Auf der einen Seite basiert das Buch zwar auf den Tagebüchern, die Clara während ihrer Zeit im Kellerversteck geschrieben hat, was zu einer eindringlichen und berührenden Schilderung führt, auf der anderen Seite liegen gut sechzig Jahre zwischen den Ereignissen und dem Verfassen des Buches (und das eigentliche Schreiben wurde von Stephen Glatz erledigt), was zu einem gewissen Abstand führt, der es ermöglicht, mehrere Seiten zu beleuchten und manche Geschehnisse in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

Dieser "Abstand" führt aber nicht dazu, dass einem die Ereignisse beim Lesen egal sind. Ich fand es interessant, mal die "Vorgeschichte" mitzuerleben, zu lesen, wie es für die jüdische Familie unter der russischen Herrschaft war und welche Rolle die ukrainischen Nationalisten spielten. Und - gerade weil ich wusste, was in den kommenden Jahren noch folgen wird - ich fand es schrecklich, die immer größer werdende Gefahr für die Familie zu verfolgen, die Überlegungen, ob man flieht oder bleibt, und schließlich diese langen anderthalb Jahre im Kellerversteck. Die Enge, die Hitze, der Hunger, die Fassungslosigkeit angesichts der Geschehnisse, aber auch die ungläubige Dankbarkeit über die Hilfe aus unerwarteter Richtung - das alles lässt einen beim Lesen definitiv nicht ungerührt.

Dienstag, 8. Juli 2014

Sachbuch-Challenge: Halbzeitstand


Nachdem ich Ende Juni das Halbzeit-Ziel um eine Woche verschoben habe, ist es jetzt wirklich Zeit, um zu schauen, wie viele Teilnehmer die ersten sechs Monate der Sachbuch-Challenge erfolgreich hinter sich gebracht haben.

Birthe hatte schon Ende Juni gesagt, dass es mit ihr und der Sachbuch-Challenge nicht geklappt hat - ich hoffe, sie bespricht vielleicht trotzdem noch im Laufe des Jahres das eine oder andere interessante Sachbuch (obwohl ich dank ihrer Rezensionen zu historischen Romanen gerade eh schon viel zu viele Bibliotheksbücher ausgeliehen habe). Rachel hat seit Anfang Mai nicht mehr gebloggt und hatte vorher auch keine Sachbuch-Rezension verlinkt. Ich vermute mal, dass ihr Leben zu trubelig wurde, um an einer Challenge teilzunehmen. Und von Marie L. liegt leider auch nur eine Rezension vor.

Alle anderen Teilnehmer haben in der Zeit mindestens fünf Sachbücher gelesen (und besprochen), einige haben sogar etwas mehr gelesen und sich so einen Puffer für das kommende Halbjahr geschaffen - und Natira hat mal eben im ersten Halbjahr locker das Gesamtziel der Challenge erreicht. Ich finde es spannend, wie unterschiedlich die Themengebiete sind, in denen wir lesen, und ich finde es erschreckend, wie oft eines der besprochenen Sachbücher mein Interesse weckt und deshalb auf einer der Leihlisten oder gar auf meiner Wunschliste landet. Nur gut, dass dann doch einige Gebiete darunter sind, die mich definitiv überfordern (Ökonomie ist eher nicht so meins und auch bei Psychologie möchte ich eher nicht in die Tiefe gehen). Vielleicht geht es euch ja ähnlich und ihr habt euch auch schon von den Rezensionen der anderen Teilnehmer inspirieren lassen.

Ich wünsche uns allen für das zweite Sachbuch-Challenge-Halbjahr viel Erfolg
 und hoffe, dass ihr weiterhin Spaß beim Lesen habt! 


Teilnehmer:

Ariana
  1. Ronald Reng: Gebrauchsanweisung für London
  2. Anna Regeniter: Ein Jahr in London
  3. Ditte und Giovanni Bandini: Das Vampirbuch
  4. Gerhard Elfers: 111 Gründe, London zu lieben
  5. Gerhard Wagner: Das geht auf keine Kuhhaut - Redewendungen aus dem Mittelalter
Birthe
-

BücherFähe
  1. Charles River Editors: Calico Jack, Anne Bonny and Mary Read - The Lives and Legacies of History's most famous Pirate Crew
  2. Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft
  3. Luise Schmidt: Canarisches Tagebuch 1904-1906
  4. Richard Louv: Das Prinzip Natur - Grünes Leben im digitalen Zeitalter
  5. Philip Matyszak: Gladiator - Der ultimative Karriereführer
  6. John Douglas und Mark Olshaker: Anatomie des Mörders
Hermia
  1. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook - Proper Life Skills from Regency England
  2. Thomas de Padova: Leipniz, Newton und die Erfindung der Zeit
  3. Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
  4. Roberta S. Kremer: Zerissene Fäden
  5. Sam Wasson: Verlieben Sie sich nie in ein wildes Geschöpf - Audrey Hepburn und "Frühstück bei Tiffany"
  6. Irfan Orga: Das Haus am Bosporus
DieJai
  1. Jinaika Jakuszeit und Miriam Dornemann: Die kreative Manufaktur: Schönheit aus der Natur - Naturkosmetik selbst herstellen
  2. Daniela Matijevic: Mit der Hölle hätte ich leben können - Als deutsche Soldatin im Auslandseinsatz
  3. Birga Dexel: Von Samtpfoten und Kratzbürsten
  4. Martina Kittler: Expresskochen vegetarisch
  5. Ute Hayit und Cornelia Auschra: Kölner Ausflüge
  6. Anna Maria Sigmund: Die Frauen der Nazis
Marie L.
  1. Ina Jung und Christoph Lemmer: Der Fall Peggy - Die Geschichte eines Skandals
Natira
  1. Lena Gorelik: Lieber Mischa
  2. Richard P. Feynman: Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken
  3. E.H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst
  4. Charles Darwin: Reise um die Welt (Hörbuch)
  5. Maggie Lane: Understanding Austen
  6. Emma Dickens: Das da Vinci Universum - Die Notizbücher des Leonardo
  7. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare
  8. Florian Heine: Mit den Augen der Maler - Schauplätze der Kunst neu entdeckt
  9. Rebecca Gablé: Von Ratlosen und Löwenherzen (Hörbuch)
  10. Walter Kempowski: Im Block
  11. Ben Crystal: Shakespeare on Toast - Getting a Taste for the Bard
Neyasha
  1. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure - Die Reise einer Münze durch das Römische Reich
  2. Reinhold Messner: Der nackte Berg. Nanga Parbat - Bruder, Tod und die Einsamkeit
  3. Axel N. Halbhuber: Ich geh dann mal heim
  4. Jessica Fellowes: The World of Downton Abbey
  5. Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller - Geschichte einer Freundschaft
  6. Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln
Nina
  1. Sabrina Fox: Mrs. Fox will heim
  2. Gayle Tuffs: Miss Amerika
  3. Linda Lovelace: Ich packe aus!
  4. Flavius Josephus: Geschichte des judäischen Krieges
  5. Bernd Senf: Die blinden Flecken der Ökonomie (Teil 1)
Rachel
-

Sayuri
  1. Michael Martin: 30 Jahre Abenteuer - Unterwegs in den Wüsten der Erde
  2. Arnhild Lauveng und Günther Frauenlob: Nutzlos wie eine Rose
  3. Luise Reddemann und Cornelia Dehner-Rau: Trauma
  4. Bill Bryson: A Walk in the Woods
  5. Luise Reddemann, Peter Schellenbaum und Manuela Miller: Das innere Kind
Winterkatze
  1. Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen
  2. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook - A Sensible Yet Elegant Guide to Her World
  3. Laura Thompson: Agatha Christie
  4. Barbara Sichtermann: Gerstenbergs 50 Klassiker - Schriftstellerinnen
  5. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten - Eine kurze Geschichte der Technik
Wörterkatze
  1. Helge Sobik: Das letzte Postamt diesseits des Polarkreises - Finnische Fundstücke
  2. Dick Houston: Bulu - Der afrikanische Wunderhund
  3. Celia Haddon: Tilly- Die Katze, die niemand haben wollte
  4. Richard P. Feynman: Sie belieben wohl zu scherzen
  5. Sabine Kuegler: Dschungelkind
  6. Peter Gethers: Klappohrkatze
  7. Guilia Enders: Darm mit Charme

Mittwoch, 2. Juli 2014

Katzen! :D

Als am Samstag der Postbote klingelte, hatte ich überlegt, ob ich den Band noch in meinen "SuB-Zuwachs"-Post für Juni einfüge, aber genau genommen ist "Katzen! Band 1: Katz-Cha-Cha" kein Comic für den SuB, denn ich kenne die Geschichten schon sehr gut.

Trotzdem freue ich mich sehr darüber, den Band endlich in den Händen halten zu können - umso mehr, da mir eine von den limitierten Messe-Editionen inklusive Druck und einer supersüßen Skizze zugeschickt wurde. Auch ohne zum Comic Salon in Erlangen zu fahren, kann ich also von Paola Antistas Signierstunden dort profitieren. :D

In "Katzen!" erleben drei Mädchen verschiedene Abenteuer mit ihren drei Katzen. Als Katzenmensch kann ich nicht ganz darüber hinwegsehen, dass zu Beginn ein allergisches Mädchen von ihren Freundinnen dazu überredet wird, sich eine Katze anzuschaffen - auch wenn es "nur" ein Comic ist, ist das ein Verhalten, das mich stört. Aber von diesem winzigen Punkt abgesehen, sind die einzelnen Geschichten wirklich süß und lustig erzählt. Mal geht es um ganz Alltägliches wie zum Beispiel um die Tatsache, dass die Protagonistin Manou tagsüber gern mit ihrem viel zu müden Kater Pampelmuse spielen würde, während dieser in der Nacht unglaublich aktiv ist - und so natürlich Manou am Schlafen hindert. (Jeder, der meinen Blog schon länger liest, darf jetzt gern an unseren Logan und seinen nächtlichen Schmusebedarf denken. *g*) Andere Geschichten sind etwas weniger realistisch, aber dafür nicht weniger amüsant - und den Zeichenstil finde ich auch bezaubernd.


Oh, wer gern mehr davon sehen würde, der kann sich ja HIER die Leseprobe anschauen.

Dienstag, 1. Juli 2014

Gelesen: April, Mai und Juni 2014

Frühere Statistiken sind unter "Diverses" zu finden.

Bücher:

  1. Jim Butcher: Proven Guilty (Dresden Files 8)
  2. Soman Chainani: The School of Good and Evil
  3. Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
  4. Natasha Farrant: Die Geschwister Gadsby
  5. Lena Gorelik: Die Listensammlerin
  6. Andrea Habeney: Arsen und Apfelwein
  7. Kim Harrison: Bluteid (Rachel Morgan 8)
  8. Kim Harrison: Blutdämon (Rachel Morgan 9)
  9. Kim Harrison: Blutsbande (Rachel Morgan 10)
  10. Kim Harrison: Blutschwur (Rachel Morgan 11)
  11. Jim C. Hines: Die Buchmagier 
  12. Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt: Der Mann, der kein Mörder war (Sebastian Bergman 1)
  13. Stacia Kane: Unholy Magic
  14. Stacia Kane: City of Ghosts
  15. Michelle Lovric: Melodie der Meerjungfrauen
  16. Garth Nix: Das Imperium der Prinzen 
  17. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten
  18. Cay Rademacher: Der Trümmermörder
  19. Phoebe Rivers: Saranormal - Die Geisterstadt
  20. Sheila Roberts: Better Than Chocolate (An Icicle Falls Story 1)
  21. Maya Rodale: Lady meines Herzens 
  22. A.C. H. Smith und Brian Froud: Jim Henson's Labyrinth: The Novelization
  23. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook - A Sensible Yet Elegant Guide to Her World
  24. Laura Thompson: Agatha Christie


Manga/Comics:

  • 20th Century Boys 1 (Manga)
  • 20th Century Boys 2 (Manga)
  • 20th Century Boys 3 (Manga)
  • 20th Century Boys 4 (Manga)
  • 20th Century Boys 5 (Manga)
  • 20th Century Boys 6 (Manga)
  • 20th Century Boys 7 (Manga)
  • 20th Century Boys 8 (Manga)
  • 20th Century Boys 9 (Manga)
  • 20th Century Boys 10 (Manga)
  • 20th Century Boys 11 (Manga)
  • 20th Century Boys 12 (Manga)
  • 20th Century Boys 13 (Manga)
  • 20th Century Boys 14 (Manga)
  • 20th Century Boys 15 (Manga)
  • 20th Century Boys 16 (Manga)
  • 20th Century Boys 17 (Manga)
  • 20th Century Boys 18 (Manga)
  • 20th Century Boys 19 (Manga)
  • 20th Century Boys 20 (Manga)
  • 20th Century Boys 21 (Manga)
  • 20th Century Boys 22 (Manga)
  • 21th Century Boys 1 (Manga)
  • 21th Century Boys 2 (Manga)
  • Big Order 1 (Manga)
  • Detektiv Conan 79 (Manga)
  • Half Past Danger (Comic)
  • Kirschblut - Dead Friend's Love Letter (Manga)
  • Die Sargprinzessin 1 (Manga)
  • Sukuiya 1 (Manga)
  • Yuuwaku Animal (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:


Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen in diesem Jahr auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

Juli-SuB 2014

Ich hätte gern mal wieder, dass ich am Anfang eines Monats zurückblicken kann und nicht das Gefühl habe, dass der vergangene Monat "seltsam" war. Aber nun gut, der Juni war seltsam, das lässt sich im Nachhinein nicht ändern. ;) Ich war in den letzten Wochen ziemlich unkonzentriert und musste mich ein wenig zum Lesen zwingen, um überhaupt etwas von meinen Vorhaben auf die Reihe zu bekommen. Nur die Hörbücher begleiten mich weiterhin zuverlässig bei allen lästigen Arbeiten, die weder geräuschintensiv sind, noch besonders viel Gehirnkapazität benötigen.

Insgesamt habe ich 8 Bücher (und 15 Gratis-Comic-Tag-Hefte) gelesen und 7 Hörbücher/Hörspiele gehört und dank eines Endspurts in den letzten Tagen habe ich nicht nur meine persönlichen Monatsvorhaben und das Halbjahresziel für die Sachbuch-Challenge noch geschafft (wäre ja auch zu peinlich, wenn ich bei meiner eigenen Challenge versagen würde *g*), sondern auch so gut wie jede gelesene oder gehörte Geschichte auf dem Blog besprochen - und sei es nur mit einem Kurzeindruck. Da ist es dann doch wieder von Vorteil, wenn ich nicht so viel zum Lesen komme.

Für den Juli habe ich mir ein Sachbuch (ich schwanke zwischen der Dorothy-Sayers-Biografie und "Eine Handbreit Hoffnung") vorgenommen, damit das zweite Challenge-Halbjahr nicht wieder mit einem Endspurt endet. Außerdem gibt es natürlich das obligatorische englische Buch (auch wenn ich inzwischen regelmäßig auf Englisch lese, ist es mir wichtig, dass ich mir dieses Monatsvorhaben fest vornehmen), sowie ein paar Bibliotheksbücher, die ich so langsam nicht mehr verlängern kann, und mit 3 Büchern vom SuB (vielleicht eins davon vom "Alt-SuB"?) ein schaffbares Monatsvorhaben zum SuB-Abbau.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)
-

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (8)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 - Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)
-

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
-

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund

Q (0)
-

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (9)
Courtney Schafer: Die Chroniken von Ninavel 2 - Stadt der Magier
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
-

Sonstige (0)
-

85 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:

Amber Benson: Death's Daughter (A Calliope-Reaper-Jones-Novel)
Juliet Blackwell: A Vision in Velvet
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: White Night (Harry Dresden #9)
Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #10)
Jim Butcher: Turn Coat (Harry Dresden #11)
Jim Butcher: Side Jobs (Harry Dresden Kurzgeschichten)
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Jennifer Estep: Web of Lies (Elemental Assassin #2)
Jennifer Estep: Venom (Elemental Assassin #3)
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok (InCryptid #3)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

32 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)