Freitag, 31. Oktober 2014

Halloween-Lesen

Das Halloween-Lesen ist meine ganz persönliche und inoffizielle Verlängerung des Herbstlesens. Auf der einen Seite habe ich nach den letzten Wochen, in denen ich nicht so viel Zeit für den SuB hatte, das Bedürfnis, noch mal einen Lesetag einzulegen, auf der anderen Seite habe ich da noch ein paar Titel auf dem SuB, die ich schon lange lesen will und die thematisch passen. Also habe ich ein schon älteres Foto von Shandy bearbeitet und gönne mir heute ein paar freie Stunden zum Lesen. So habe ich auch einen Ort, an dem ich doch noch über die letzten beiden Kurzgeschichten aus "Home Improvement: Undead Edition" schreiben kann - es wäre doch schade, wenn die beiden Anthologie-Beiträge keine Erwähnung auf dem Blog fänden, nachdem ich zu jedem anderen während des Herbstlesens was geschrieben habe.

"It's all in the Rendering" von Simon R. Green ist von der Handlung her jetzt nicht so toll, aber ich mag die Grundidee hinter der Geschichte sehr. Die Handlung spielt in einem Haus zwischen den Welten, einem Haus, das als Zufluchtsort dient und das einige seltsame Bewohner hat. Verantwortlich für das Gebäude und die Personen darin sind Peter, ein Mensch, und Jubilee, eine Elfenprinzessin - und alles läuft seinen normalen ungewöhnlichen Gang bis eines Tages von beiden Welten Inspektoren vor den Türen stehen und das Haus begutachten wollen. Auch wenn das Ende etwas arg schnell kommt und mir das Gefühl gab, dass da unheimlich viele Möglichkeiten verspielt worden sind, mochte ich die Idee mit dem Haus, den unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Gebäude und die Bewohner und die Charaktere.

"In Brightest Day" von Toni L. P. Kelner ist wirklich ein toller und amüsanter Abschluss der Anthologie. Die Autorin erzählt die Geschichte einer Houngan (ich würde sie spontan als Vodoo-Priesterin bezeichnen, aber sie glaubt nicht an den "religiösen" Teil ihrer Arbeit), deren Job es ist Tote wiederzubeleben, damit sie ihre Lebensaufgabe beenden können. Doch bei ihrem aktuellen Auftrag kommt es zu Komplikationen, die dafür sorgen, dass der Zombie einfach nicht belebt bleibt. Die Geschichte ist witzig geschrieben, die Protagonistin ist - trotz ihres stellenweise flachen Humors - eine ungewöhnliche und sympathische Frau und die Idee rund um den wiederauferstandenen Architekten und seine Lebensaufgabe wirklich lustig.

Insgesamt hat mir "Home Improvement: Undead Edition" wirklich gut gefallen. :)

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Eigentlich wollte ich gestern Nachmittag noch "Charlotte und die Geister von Darkling" von Michael Boccacino anfangen, aber nachdem ich es fertig gebracht habe, mein Halblitertasse mit frischgekochtem Tee quer über Tisch und Boden im Wohnzimmer zu kippen, habe ich dann meine mühsam freigeschaufelten Lesestunden mit dem Trockenlegen von Büchern, DS-Spielen und Fernbedienungen und dem Wischen des Fußbodens verbracht. Also gibt es heute früh die ersten Seiten des Romans bis der Garten trocken genug ist, dass ich noch etwas darin arbeiten kann.

Für "Charlotte und die Geister von Darkling" und mich ist es der zweite Versuch, beim ersten Anlesen habe ich das Buch ganz schnell zur Seite gelegt, weil es überhaupt nicht zu meiner damaligen Stimmung gepasst hat. Heute hingegen klappt es wirklich gut mit Charlotte und mir, ich kann mich einfach erst einmal auf die Situation im Herrenhaus Everton einlassen. Erzählt wird die Geschichte von Charlotte Markham, die nach dem grausamen Tod ihres geliebten Ehemannes eine Stelle als Gouvernante in Everton angenommen hat und nun für die Erziehung der zwei Jungen James und Paul verantwortlich ist. Die beiden haben vor einiger Zeit erst ihre Mutter verloren und nun wird zu Beginn des Romans ihre Nanny ermordet. Bislang sehr atmosphärisch, aber auch noch sehr ruhig geschrieben. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. :)

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Während des Putzens und Katzenfütterns habe ich "Rot wie das Meer"-Hörbuch beendet. Keine halloweenmäßige Handlung, aber eine Geschichte, die passenderweise in den letzten Tagen des Oktobers spielt, und bei der ich das Buch schon sehr gern mochte. Allerdings scheint das Hörbuch die gekürzte Fassung zu sein, denn ich vermisste beim Hören die eine oder andere Szene.


Jetzt geht es aber wieder weiter mit "Charlotte und die Geister von Darkling" und passenderweise Porridge zum Frühstück - zumindest empfinde ich es als deutlich "viktorianischer" als z.B. ein Käsebrötchen, auch wenn man zu der Zeit wohl weder Mandel-Tonkabohnen-Creme, noch gemahlene Vanille zum Aromatisieren mit reingerührt hätte. *g*

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Charlotte passt heute wirklich gut - sowohl zu meiner Stimmung, als auch zum grauen Wetter da draußen. Trotzdem habe ich es fertig gebracht (und ärgere mich höllisch darüber) heute so einige Zeit mit dem Versuch zu verschwenden ein längeres Hörbuch irgendwie auf den mp3-Player zu bekommen. Leider lässt es sich einfach nicht richtig abspielen, sondern möchte immer mit einem Track in den 80ern anfangen. Egal, ob ich die Tracks CD-weise in Unterordner packe oder nicht, oder ob ich sie gesamt durchnummeriere oder auch da aufteile, es klappt einfach nicht. Das nervt mich unglaublich - was wiederum für eine Verschlechterung meiner Laune sorgt, weil ich mich von so einem Kleinkram nicht so aufbringen lassen möchte. Aber momentan sitze ich eh bei jedem Anlass auf der Palme ...

Jetzt koche ich erst einmal das Abendessen und dann schaue ich mal, ob ich mein Buch heute noch  beendet bekomme. Schön wäre es.

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Ich habe das Buch beendet und es war gut.

Auch wenn ich sicher bin, dass all die Eindrücke und Bilder, die ich beim Lesen von "Charlotte und die Geister von Darkling" mitgenommen habe, mir heute Nacht Albträume bereiten werden. :D

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Lese- und Höreindrücke im Oktober

"Mord im Park" von Cynthia Harrod-Eagles hatte ich aus der Bibliothek mitgenommen, weil ich auf der Suche nach einem Autor/einer Autorin war, die ich noch nicht kannte und die ich ausprobieren könnte. Ich hatte nicht weiter auf den Klappentext geachtet, nur geschaut, ob es auch wirklich ein Krimi sei, denn darauf hatte ich Lust. Erst nach dem Lesen des Romans habe ich mich etwas über die Autorin und ihre Bill-Slider-Reihe informiert und dabei festgestellt, dass ich den zehnten Roman um diesen Polizisten und den dritten ins Deutsche übersetzten Band gelesen habe. Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, ich hätte was vermisst oder mir würde Vorwissen fehlen, aber ich vermute, dass mir das Buch mehr Spaß gemacht hätte, wenn mir die Figuren vertrauter gewesen wären.

So ging es mir stellenweise zu viel um das Privatleben der verschiedenen Ermittler, obwohl mir diese Figuren relativ egal waren. Das Opfer hingegen fand ich anfangs sehr interessant, weil es mindestens ein Geheimnis in ihrem Leben zu geben schien. Je mehr man als Leser allerdings über Charlotte "Chattie" Cornfield erfährt, desto mehr ging mir die Neugier auf die Frau verloren. Und obwohl mir die ruhigen und angenehm objektiven Ermittlungen (es gibt nie nur eine Theorie zum Mord und die Verdächtigen lagen nicht so auf der Hand) zugesagt haben, zog sich die Handlung in der Mitte für meinen Geschmack zu sehr hin.

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Ich bin froh, dass ich es noch geschafft habe "The Cuckoo's Calling" von Robert Galbraith (J.K. Rowling) vor dem Ablaufen der Ausleihfrist zu beenden. Auch wenn ich eigentlich in den letzten Wochen viel zu unkonzentriert für diese Art von Kriminalroman war und sich die Geschichte so für mich über mehr als zwei Wochenenden zog. "The Cuckoo's Calling" lässt mich nun nicht in solche Begeisterungstürme ausbrechen wie Mila, deren ungewöhnliche Rezension mich überhaupt erst zum Lesen veranlasst hat, aber ich habe den solide geschriebenen Kriminalroman wirklich genossen. Genau genommen habe ich kaum etwas gefunden, worüber ich mich hätte aufregen können und das ist inzwischen wirklich eine Seltenheit, wenn ich Kriminalromane lese. ;)

J.K. Rolling hat es geschafft mit "The Cuckoo's Calling" einen interessanten Fall mit überraschend realistisch wirkenden Figuren und einem sympathischen Protagonisten zu erzählen. Ich mochte ihren Umgang mit den verschiedenen Charakteren wirklich, niemand ist einfach nur gut oder böse, sie alle haben ihre Ecken und Kanten und selbst mit der unsympathischten Figuren gibt es Momente, die sie menschlicher wirken lassen. Die Handlung selbst wird sehr ruhig erzählt. Der Detektiv Cormoran Strike nähert sich dem vermeintlichen Selbstmord des Models Lula sehr systematisch und interviewt einen Zeugen nach dem anderen. So bekommt man das Opfer, ihren letzten Tag und ihr Umfeld aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben und kann sich seine eigenen Gedanken zu den Motiven der Charaktere und zu ihrem Verhältnis zu Lula machen. Wenn es eine Fortsetzung mit Cormoran gibt, dann werde ich sie auf jeden Fall auch lesen!

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Nachdem ich vor einiger Zeit schon "Schwarze Piste" von Andreas Föhr gehört hatte, hat mir Natira auch noch "Der Prinzessinnenmörder" den ersten Teil der Reihe als Hörbuch geliehen. Wie schon bei "Schwarze Piste" habe ich mich von der Geschichte gut unterhalten gefühlt. Der Kriminalfall war jetzt nicht gerade komplex gestaltet, aber er bot den passenden Rahmen für die beiden gegensätzlichen Protagonisten Leonhard Kreuthner und Clemens Wallner. Ich fand es hier einfacher in die Handlung reinzufinden als bei "Schwarze Piste", auch weil es der erste Band der Reihe ist und so die Figuren doch etwas mehr eingeführt werden. Dazu hatte ich den Eindruck, dass die Geschichte einen höheren Wallner-Anteil hatte - und der ernsthaftere Charaktere liegt mir doch etwas mehr als der urigere Kreuthner. Außerdem bin ich froh, dass Opa Manfreds Besessenheit bezüglich Sex (seinem und dem seines Neffen Clemens) sich im Laufe der Reihe gegeben hat, denn das fand ich bei "Der Prinzessinnenmörder" doch arg häufig erwähnt. Insgesamt keine Serie, die ich aktiv verfolgen würde, aber als Hörbuch sind die einzelnen Fälle doch ganz unterhaltsam. Den Sprecher Michael Schwarzmaier finde ich ebenfalls nicht schlecht, allerdings könnte er für meinen Geschmack ruhig die Dialekte sein lassen - auch wenn die vermutlich vom Autor in die Geschichte geschrieben wurden. ;)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

SuB-Zuwachs im Oktober

Da ich nicht davon ausgehe, dass ich in den nächsten zwei Tagen noch eine Bücherlieferung bekomme, gibt es heute schon die Neuzugänge dieses Monats. Eigentlich lohnt sich der Post gar nicht so recht, aber für die Statistik wollte ich ihn trotzdem noch veröffentlichen.

Mein Neuzugang in diesem Monat besteht aus einem Buch, das ich bei der BücherFähe gewonnen habe. Noch einmal herzlichen Dank dafür! :)

Genau gesagt habe ich ein Wunschbuch gewonnen und deshalb diesen Titel von der Wunschliste befreit:


"Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch sind mir auf mehreren Blogs begegnet und dann gab es in der Inhaltsangabe so einige Schlagwörter, die bei mir ein "will ich lesen"-Gefühl auslösten, aber auch ein paar Sachen, derer ich eigentlich schon überdrüssig bin. Aber da ich hier den Eindruck habe, dass der Autor mit seiner Stadt voller Diebe, dem Weltenbau und der Grundidee um den Geheimen Frieden aus vertrauten Elementen etwas gemacht hat, dass vielleicht nicht neu (das kann ich noch nicht beurteilen), aber unterhaltsam und gut geschrieben ist, musste ich den Roman unbedingt ausprobieren. Ich bin auf jeden Fall neugierig und werde die Geschichte bald in Angriff nehmen. :)

Montag, 27. Oktober 2014

Ich kann so nicht lesen!

Auch wenn ich nicht mehr so viele Seiten in "The Cuckoo's Calling" vor mir habe, so sollte ich mich langsam ranhalten, damit ich das Buch vor Mittwochvormittag beendet habe.

Wenn man aber nicht mal an den Roman herankommt, weil ein Puschelkater beschlossen hat, dass das Buch ein guter Ruheplatz ist ...


... oder dass er unbedingt jetzt bekuschelt werden muss ...


... dann wird es wirklich schwierig mit dem Lesen!

Und bei diesem Blick ...


... bringe ich es auch nicht übers Herz, Baltimore abzuweisen und
das Buch einfach unter ihm hervor zu ziehen.


Aber immerhin hat mir sein Aufmerksamkeitsbedürfnis die Gelegenheit verschafft, in meinem 1000. Beitrag über zwei Elemente meines Lebens zu schreiben, dir mir sehr wichtig und deshalb seit mehr als fünf Jahren ein großer Bestandteil meines Blogs sind. ;)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Herbstlesen im Oktober (9) - Sonntag

Gestern habe ich mich ja vollkommen auf "The Cuckoo's Calling" konzentriert und ansonsten nur noch die paar Seiten der Kurzgeschichte "The Path" gelesen, die ich in der Woche nicht geschafft hatte.

Ich überlege, ob ich heute mal  zu einem anderen Buch greife, um mal wieder etwas zügiger voran zu kommen. Zwar interessieren mich gerade vor allem Titel von meinem englischen SuB und die würde ich nur ungern parallel lesen, aber ich finde bestimmt unter den deutschen Büchern noch etwas, das mich heute reizen kann.

Oh, eine weitere "Home Improvement: Undead Edition"-Kurzgeschichte wäre auch noch ganz gut, denn ich würde die Anthologie in diesem  Monat gern beenden (und dann müsste ich mich auf die Suche nach dem verschollenen "West Ward Weird" machen, wenn ich die auch noch in diesem Jahr lesen mag *g*).

Außerdem würde ich gern heute noch ein bisschen nähen, da gibt es ein Projekt, das ich schon so lange in Angriff nehmen möchte und was eigentlich nicht viel Zeit kosten sollte. (Ich erzähle jetzt lieber nicht von all den anderen Dingen in meinem Leben, die "eigentlich nicht viel Zeit kosten sollten" ;) ).

P.S.: Wie ich gerade feststelle, ist das hier mein 999 Beitrag auf diesem Blog. *g*

Update 9:20 Uhr

Heute starte ich mit einem Milchkaffee und einer Kurzgeschichte in den Lesetag. Außerdem ist die Küche wieder aufgeräumt, die Brötchen fürs Frühstück sind aufgebacken, Eier gekocht (die dann mein Mann essen darf) und das Badezimmer ist gewischt (nach einer recht ruhigen Woche nimmt Shandy wieder sein lästiges Benehmen auf *seufz*). Los geht es mit "Rick The Brave" von Stacia Kane!


Update 10:45 Uhr

Das Lesen würde schon etwas schneller gehen, wenn ich nicht regelmäßig noch hier und da kommentieren, noch einen Artikel zwischenschieben und sowieso eine Menge anderer Dinge machen würde. ;) Trotzdem habe ich inzwischen "Rick The Brave" beendet und mich wunderbar dabei amüsiert. Es war schön mal eine Chess-Geschichte zu lesen, die aus einer anderen Perspektive erzählt wurde. Dieses Mal ist die Hauptfigur ein Handwerker, der keine Erfahrung mit dem Leben in der Downside hat, der aber aufgrund seiner finanziellen Situation einen Job in dieser gefährlichen Gegend angenommen hat. Als das Renovierungsteam dann die ersten Fußleisten entfernt, wird das Haus von Geistern überschwemmt ... Sehr amüsant zu lesen, wobei ich nicht beurteilen kann, ob die Geschichte für jemanden, der die Reihe nicht kennt, ebenso unterhaltsam gewesen wäre. Zum Teil fand ich es nämlich vor allem witzig, wie Rick über Terrible und Chess dachte, während ich ja deutlich mehr über die beiden Figuren wusste als der arme Handwerker.

Jetzt mache ich mir erst einmal Frühstück und dann schau ich mal, was ich als nächstes lese.

Update 13:30 Uhr


Wie ihr sehen könnt, habe ich zum Frühstück zu "Der kleine Mann" gegriffen. Das Buch liest sich überraschenderweise deutlich schneller als "The Cuckoo's Calling" und so habe ich die Hälfte der Handlung mal eben durchlebt. ;D Ich mag die Geschichte immer noch gern, auch wenn sie eindeutig für ein wesentlich jüngeres Publikum geschrieben wurde und inzwischen doch sehr viele altmodische Elemente beinhaltet. Aber das war auch schon so, als ich noch ein Kind war und trotzdem fand ich das Ganze bezaubernd. Bevor ich meinen Stoff aus den Kisten krame, den Rollschneider suche und - im schlimmsten Fall - ein paar Stecknadeln aus angefangenen Projekten ziehe, weil ich davon irgendwie immer alle in Stoffen stecken habe und nie in der Schachtel, in der ich sie kaufte, noch etwas zum Thema Kommentare.

Blogspot hat gerade wirklich ein Problem bei den Kommentaren und deshalb möchte ich euch bitten, dass ihr eure Kommentare vor dem Abschicken zwischenspeichert und euch nach dem Absenden noch einen Moment Zeit nehmt, um zu schauen, ob der Kommentar veröffentlicht wurde. Im Zweifelsfall könnt ihr so problemlos einen zweiten Kommentarversuch starten. Es gibt für mich keine Möglichkeit verlorene Kommentare zu rekonstruieren und ich finde es zu schade, wenn sich weiter die "ich hatte eigentlich kommentiert und hinterlasse jetzt nur noch eine kurze Meldung"-Kommentare häufen. Das macht weder euch noch mir Spaß ...

Update 15:30 Uhr


Auch wenn es nicht so aussieht, aber der größte Teil der "Näharbeit" ist geschafft, denn jetzt muss ich wirklich nur noch nähen. Seit dem letzten Update habe ich mein Werkzeug zusammengesucht, die Stoffe gesucht (die Kiste war natürlich nicht da, wo sie eigentlich hingehört *seufz*) und gebügelt, zwei Schnitte berechnet, den Stoff und das Vlies geschnitten und jetzt muss ich nur noch die Nadel schwingen. ;) Vorher gibt es aber noch eine Blogrunde, damit ihr merkt, dass ich noch lebe. ;)


Ich frage mich, ob einer von euch errät, was ich da heute anfertige ... Ich gebe aber zu, es gibt kaum Hinweise auf meinen Fotos. ;)

Update 17:00 Uhr

*seufz* Ich käme heute auch mit allem schneller voran, wenn das Netbook nicht für jede einzelne neue Seite Minuten zum Laden brauchen würde. Ich muss wohl mal wieder alle überflüssige Daten auf der externen Festplatte sichern und vom Netbook werfen, sonst treibt mich das noch in den Wahnsinn. Es leistet ja gute und treue Dienste, aber es ist etwas empfindlich, wenn mein Mann mal wieder seine CDs auf der Festplatte stapelt, während ich eindeutig zu viele Fotos mache. ;)

Jetzt gibt es für mich erst mal eine kleine Kakao- und Schneckenpause!



Update 19:00 Uhr

Teilweise grumpige Gesellschaft. :D
Es ist doch erstaunlich, wie schnell das Nähen von der Hand geht, während man parallel Blogs aufruft und kommentiert. ;) So ist das erste Teil fertig (Foto gibt es später, wenn alles geschafft ist) und "Der kleine Mann" ist ausgelesen. Jetzt wandere ich erst einmal in die Küche und mache das Abendessen.


Update 22:30 Uhr


Das Abendessen war deutlich köstlicher als erwartet. Ich habe den Rote-Bete-Aufstrich mit etwas Gemüsebrühe und einem Schuss Sahne verlängert und mit Harissa und Rosenpaprika nachgewürzt - so gab es eine angenehm pikant-erdige Nudelsauce. Sehr lecker! :)

Und da ich das bislang vergessen hatte zu erwähnen: Mein Hörbuch ("Der Prinzessinenmörder" von Andreas Föhr) habe ich heute Nachmittag auch beendet. Außerdem ist mein heutiges Nähprojekt fertig und gründlich fotografiert worden. Die Bildhelligkeit gefällt mir noch nicht, damit muss ich noch mal herumexperimentieren - heller wird es ja die nächsten Wochen tagsüber nicht werden. ;)


Nach euren vorsichtigen Schätzungen, was es denn werden könnte, muss ich feststellen, dass ihr alle das sogenannte "Zaubertäschchen" (HIER gibt es eine tolle Anleitung dafür) nicht kennt. Und ich dachte, das wäre inzwischen so weit verbreitet - auch weil es ein supereinfacher Schnitt für Büchertaschen ist -, dass man ihn auf Anhieb erkennen könnte. Da ich mit der Hand nähe, hat es den halben Tag gedauert, aber mit der Maschine (wenn man denn eine hat, die durch vier Lagen Stoff plus Vlies und in diesem Fall auch ein festes Gummiband näht) wäre das Ganze in einer Stunde fertig gewesen.


Genau genommen wurden es eine kleine Tasche für die neue Kamera (allerdings habe ich da die Lasche etwas arg knapp bemessen), damit das Display nicht verkratzt und die Katzen nicht in Versuchung geraten mit der Handschlaufe zu spielen und zwei Taschen für unsere 3DS.

Für meinen Mann gab es die dunkelblaue Taschen mit dem roten Innenfutter - passend zu seiner übergroßen Buchtasche, allerdings habe ich hier kein BPRD-Logo in die Taschenlasche gestickt. *g* Und für mich die dunkelbraune Tasche mit dem beigen Innenfutter - das zarte Muster sieht man auf den Fotos leider nicht gut genug. In der Kombination mag ich mir auch noch Buchtaschen nähen, aber das ist nicht so eilig. Zur Zeit nehme ich eh immer den Kindle mit, wenn ich mal ein Unterwegsbuch benötige - was selten genug der Fall ist.

Jetzt drehe ich noch eine Blog- und Kommentarrunde und lese dann noch eine Kurzgeschichte aus "Home Improvement: Undead Edition". :)

Herbstlesen-Ende

Inzwischen habe ich auch die zwölfte Kurzgeschichte, "Full-Scale Demolition" von Suzanne McLeod, aus "Home Improvement: Undead Edition" gelesen und mich eigentlich gut dabei unterhalten gefühlt. Die Geschichte gehört zur Spellcrackers-Serie der Autorin, von der ich bislang absolut nichts gehört hatte. Die Hauptfigur Genny Taylor ist eine Sidhe fea, die sich auf das Lösen von magischen Problemen spezialisiert hat. In "Full-Scale Demolition" wird sie von einer Kunden damit beauftragt einen Pixie-Befall ihres Hauses zu beseitigen. Allerdings stellt sich kurz darauf heraus, dass dieser Job noch ein paar weitere Aufgaben beinhaltet. Sehr nett und amüsant geschrieben, theoretisch gut genug, um mein Interesse an der Reihe zu wecken, wenn es da nicht ständig diese "dieser Kelpie ist so heiß, dass ich nur noch seinen makellosen Körper bewundern und keinen vernünftigen Gedanken denken kann"-Passagen wären. Ich kann es einfach nicht mehr lesen. Diese Art von "romantischer" Urban Fantasy geht mir inzwischen wirklich auf die Nerven. Sehr schade, denn grundsätzlich fand ich die Welt - soweit man das nach einer Kurzgeschichte beurteilen kann- und die Figuren schon interessant.

Die restlichen beiden Geschichten aus dieser Anthologie werde ich hoffentlich noch in dieser Woche lesen, ich würde das Buch gern noch im Oktober beenden. Ansonsten geht es für mich morgen mit "The Cuckoo's Calling" weiter - schließlich habe ich nur noch zwei Tage dafür Zeit. ;)

Bevor ich jetzt ins Bett wandere, möchte ich mich noch bei all meinen Mitlesern der vergangenen zwei Monate bedanken! Es hat wirklich Spaß gemacht, gemeinsam mit euch zu lesen - auch wenn schon wieder viel zu viele interessante Titel auf meine Wunsch- oder Vormerkliste gewandert sind. Ohne eure Beiträge und Kommentare wären diese Wochenenden lange nicht so unterhaltsam, entspannend und interessant gewesen. Ich hoffe, das Herbstlesen hat euch ebenso gefallen wie mir und ihr konntet ebenfalls wunderbar erholsame Tage damit erleben! Habt einen guten Start in die Woche und wenn euch im November mal das Wetter, die Arbeit oder das Studium auf die Nerven geht, dann denkt daran, dass ihr euch ein paar Stunden freinehmen, zu einem Buch greifen und euch etwas erholen solltet. ;)

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Heutige Mitleser:

Ariana
Neyasha
Mila (Fantasy and more)
Cat
Ina
A. Disia
Sayuri
Hermia
Natira
Anorielt

Samstag, 25. Oktober 2014

Herbstlesen im Oktober (8) - Samstag

Kaum zu glauben, dass heute schon das letzte Herbstlesen-Wochenende beginnt. Die zwei Monate sind - trotz der Verlängerung - doch erschreckend schnell rumgegangen. Ich fand es sehr schön die Wochenenden mit euch gemeinsam zu verbringen, muss aber auch zugeben, dass ich überlege, ob ich kommendes Wochenende nicht einfach mal offline verbringe. ;)

Obwohl ich in der Woche gut zu tun hatte, habe ich trotzdem ab und an Zeit zum Lesen gefunden und so ging es sowohl mit "The Cuckoo's Calling"von Robert Galbraith, als auch mit "Home Improvement: Undead Edition" weiter. Die neunte Kurzgeschichte der Anthologie trägt den Titel "Through This House", ist von Seanan McGuire und gehört zu ihren October-Daye-Romanen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Geschichte zeitlich richtig einordne und bin zu faul die Bücher rauszusuchen, vermute aber, dass die Handlung vor oder nach "One Salt Sea" anzusiedeln ist. Toby ist inzwischen die Countess of Goldengreen, doch ihr neuer Besitz akzeptiert sie nicht als neue Hausherrin, ebenso wenig wie die Hausbesetzer, die sich in den letzten Jahren dort eingenistet haben, so dass sie zu ungewöhnlichen Mitteln greifen muss, um in Goldengreen einziehen zu können. Tja, was soll ich sagen? Ich mag die October-Day-Romane, ich mag Seanan McGuires Art eine Geschichte zu erzählen und so ist es kein Wunder, dass ich "Through This House" sehr genossen habe.

Geschichte Nummer 10, "The Path" von S.J. Rozan, beginnt in China und erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Renovierung. Denn dieses Mal geht es nicht um ein Haus, sondern um eine Höhle mit einer Buddha-Statue - der bedauerlicherweise der Kopf fehlt. Ich mag die wirklich ungewöhnlichen Protagonisten und den Humor in der Geschichte, habe es aber leider noch nicht geschafft die Geschichte zu beenden.

Wie immer muss ich erst einmal den Wochenendeinkauf erledigen, bevor ich mit dem Lesen anfangen kann - wir hören also später wieder voneinander! :)

Update 13:15 Uhr

Katzen sind gefüttert, alles andere ist auch erledigt und nun gibt es Frühstück und den Rest der Kurzgeschichte ("The Path"), die ich schon angefangen habe. Zumindest dann, wenn ich mich aufs Lesen konzentrieren kann, denn mein Mann lässt gerade - zur Gesellschaft neben seinem "Fantasy Life"-Spiel - "Shopping Queen" laufen und lästert dabei fröhlich vor sich hin. ;)


Oh, und da ich in der letzten Woche über mein Frühstück gejammert habe: Heute gibt es selbstgebackene Haferflocken-Nuss-Brötchen mit Inselhonig, den mir die Nachbarn fürs Briefkasten-Sitten aus dem Urlaub mitgebracht haben (etwas arg hell, aber nicht schlecht im Geschmack), und Curry-Lauch-Brötchen mit Rote-Bete-Aufstrich (nach diesem Rezept, das mir Natira letztes Wochenende verlinkt hatte). Für den Energieaufwand finde ich den Aufstrich etwas unbefriedigend, wobei er auf dem sehr herzhaften und currylastigen Brötchen deutlich besser schmeckt als beim Testessen auf einem schlichten Weizenmehlbrötchen. Vielleicht fehlt dem Rezept für den richtigen Kick einfach die scharfe Komponente. Ich wollte den restlichen Aufstrich morgen für eine Nudelsauce verwenden und werde da auf jeden Fall noch Harissa zufügen. Die Lauchbrötchen hingegen sind großartig und schmecken auch pur fantastisch.



Update 16:45 Uhr

"The Path" von S.J. Rozan hat mir wirklich gut gefallen, die Geschichte war witzig und ungewöhnlich und sehr nett zu lesen! Und nachdem mein Mann von "Fantasy Life" zu "Gran Turismo" gewechselt ist, war die Geräuschkulisse auch monoton genug, dass ich zum samstäglichen Puddingteilchen auch mit "The Cuckoo's Calling" weitermachen konnte. Ich mag den Krimi und würde ihn gern bis Dienstagabend noch beenden (Mittwoch ist Abgabetermin), aber es kostet mich überraschend viel Zeit, um mit der Geschichte voran zu kommen. Wenn ich überlege, dass ich vergleichbare Harry-Potter-Romane in einer Nacht durchgelesen habe. ;)


Jetzt gibt es erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde für mich, um zu schauen, wie es den anderen bislang so ergangen ist. Danach überlege ich dann, ob ich mit dem Krimi weitermache oder doch ein anderes Buch anfange. Ich hätte gern mal wieder einen Roman in den Händen, bei dem das Lesen besser fluppt. ;) Ach ja, nette Gesellschaft habe ich auch schon den ganzen Nachmittag über - und ich habe sogar ein Putzfoto machen können, das nicht total verschwommen ist! :D


Update 20:45 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich noch etwas in "The Cuckoo's Calling" gelesen und dann das Abendessen gekocht (heute gab es Schweizer Käsemakkaroni, bei denen es leider einen leichten Unfall beim Würzen gab, als mir die Dose aus der Hand fiel und ein großer Klumpen gemahlene Muskatblüte im Essen landete - geschmacklich ging es aber noch). Im Moment schauen wir ein Video, das wir in der Woche aufgenommen haben - währenddessen habe ich noch etwas kommentiert und online gelesen. Gleich greife ich erst einmal zum DS - ob ich später noch etwas lese, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. So langsam werde ich doch müde, sehr lange werde ich wohl heute nicht mehr machen (wenn ich nicht vor dem Schlafengehen den toten Punkt überwinde und mal wieder die halbe Nacht durchmache *g*).



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Heutige Mitleser:

Mila (Fantasy and more)
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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Oktober-Katzen

Da ich im Moment wenig Zeit zum Bloggen und wenig Zeit zum Lesen (ich hänge immer noch an "The Cuckoo's Calling") habe, aber immerhin zwischendurch mit der neuen Kamera rumspiele, gibt es heute ein paar Katzenfotos für euch.




Baltimore liebt die Kamera und will immer seine Nase ins Objektiv drücken.




Logan hingegen findet es nicht so toll, wenn er fotografiert wird. :D








Unserer Hübschen wird es zur Zeit schon wieder zu kalt, da hilft nur noch einrollen ...






... oder mit einem warmen Menschen schmusen.


Shandy hingegen fühlt sich zur Zeit angenehm entspannt.




Sonntag, 19. Oktober 2014

Herbstlesen im Oktober (7) - Sonntag

Gestern habe ich mich zwischendurch viel zu viel ablenken lassen (und das Nickerchen hat auch nicht gerade geholfen), um besonders weit mit meinem Buch zu kommen. Aber schön war der Tag. Mal schauen, wie es mir heute mit "The Cuckoo's  Calling" so ergeht und ob ich zwischendurch doch noch mal zu "Home Improvement: Undead Edition" greifen werde. So richtig Lust habe ich zur Zeit auf fantastische Geschichten nicht, aber diese Kurzgeschichten passen trotzdem erstaunlich gut und machen Spaß beim Lesen.

Wie schon an den vorhergehenden Wochenenden schalte ich diesen Beitrag recht früh frei, damit ihr bei Bedarf darauf verlinken könnt und aktualisiere ihn dann, wenn ich wach genug bin, etwas zu erzählen habe und ein paar Mitleser-Beiträge verlinken kann. :)

Update 12:30 Uhr

Mein Vormittag bestand bislang aus dem Beantworten und Hinterlassen von Kommentaren, der Recherche nach Dick-Francis-Titeln (dummerweise habe ich jetzt wieder unglaublich viel Lust auf den Autor und natürlich keine Ahnung in welchem Karton die Romane stecken *seufz*), einem Telefonat mit meiner Mutter (die sich jetzt auch mal einen Dick-Francis-Krimi aus dem Bestand meines Vater schnappen wird, um den Autor anzutesten :D), dem Beschmusen diverser Kater und dem Lesen eines - wie ich finde sehr rührenden - Interviews in der Zeit über das Alter (bei Interesse HIER zu finden). Jetzt muss ich wohl erst einmal die Viecher füttern, dann gibt es Frühstück für mich und endlich die ersten Seiten zum Lesen ... Wieso gehen diese Vormittagsstunden immer so schnell vorbei? ;)

Update 15:45 Uhr



Eine Runde Katzenfüttern, ein Frühstück, ein paar Minute DS spielen und eine Kurzgeschichte später ... Inzwischen habe ich "Woolsley's Kitchen Nightmare" von E.E. Knight gelesen. Die Geschichte wird von Sean Woolsley erzählt, der als Koch für die übernatürliche Gesellschaft einen hohen Ruf genießt. Leider war er so erfolgreich in seinem Gebiet, dass die Konkurrenz neidisch wurde und ihm ein paar Templer auf den Hals gehetzt hat. Also hat er seine Restaurants verkauft und zieht nun durch die Gegend und berät andere Restaurantbetreiber bei ihrem Geschäft. So verschlägt es ihn zu Beginn dieser Geschichte in den Mittleren Westen der USA, wo überraschenderweise ein Mensch seinen Service angefragt hat, um sein Restaurant für übernatürliche Kundschaft erfolgreicher zu machen. So ganz kommen Sean und sein neuer Auftraggeber aber nicht auf einen Nenner, was recht amüsant, wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar zu lesen war.

Allerdings irritiert mich der erste Satz der Geschichte, der da lautet: "There's a joke over in Europe that if you find yourself in America's Upper Midwest, it's time to switch your GPS." Überraschenderweise kennt mein Teil von Europa diesen Witz nicht, wie ist es bei euch so? ;)

Ansonsten muss ich mich gerade zurückhalten, damit ich nicht anfange nach Rezepten für vegetarische herzhafte Brotaufstriche ohne Sojaprodukte zu suchen. Momentan finde ich mein Frühstück nämlich ziemlich langweilig, mag aber die meisten Supermarkt-Alternativen nicht und will auch nicht auf "süß" umschwenken, weil ich da momentan auch keine Lust drauf habe. Aber bevor ich mich jetzt weiter von allem möglichen ablenken lasse, greife ich wohl besser wieder zu "The Cuckoo's Calling" ... und dann ist da noch das Kuchenstück, das mein Mann gerade vor mich gestellt hat. ;)



Update 19:30 Uhr

Inzwischen ist der Kuchen gegessen und ich habe sogar endlich etwas weiter in "Cuckoo's Calling" gelesen. Dafür, dass ich die Geschichte eigentlich mag, habe ich erstaunlich wenig Lust gehabt wieder zum Buch zu greifen. Immerhin glaube ich inzwischen zu wissen, warum das so ist. Ich habe ja sehr lange nichts auf Englisch gelesen, bis ich vor einiger Zeit mit amerikanischen Urban-Fantasy-Romanen wieder damit angefangen habe. Bei Fantasygeschichten habe ich nicht das Gefühl, ich müsse jedes einzelne Wort verstehen, und die Schreibweise ist oft genug so flüssig, dass die Geschichten auch sprachlich relativ einfach zu lesen sind. Die Krimis, die ich danach gelesen habe, waren in der Regel Cozies und auch da war die Handlung selten so richtig komplex und es ging eher um die Charaktere, den Humor und das Setting. Bei "The Cuckoo's Calling" hingegen habe ich das Gefühl, ich müsse jeden Satz bewusst lesen, um den Details der Handlung folgen zu können (Harry Potter fand ich da als Jugendbuch doch deutlich einfacher ;) ) und das ist nicht nur anstrengender, sondern erfordert auch einen Grad an Konzentration, der mir gerade schwer fällt. Da stört es doch ziemlich, dass die Nachbarn über uns an diesem Wochenende Besuch haben und die Geräuschkulisse mich ganz kirre macht, und sogar mein Mann ist mir gerade in der Hinsicht zu viel, denn vom Nachbarsofa kommen regelmäßig Geräusche oder er lässt den Fernseher laufen, um "Gesellschaft" zu haben. Aber nun gut, ich bin etwas weiter gekommen und nun mache ich erst einmal eine Pause zum Kochen. ;)

Update 21:30 Uhr


Mhhh, so ein leckeres Abendessen. Ofengemüse und Grillkäse, beides heute von mir sehr gut gewürzt (das ist bei mir ja immer so Glückssache ;) ) und somit wirklich lecker. :) Vom Kochen abgesehen, habe ich nicht so viel gemacht und nun werde ich mich mit dem Strickzeug auf dem Sofa einrollen und nur noch die heutige "Barnaby"-Folge schauen (womit es dann auch erst einmal mit den neuen Folgen dieser Serie vorbei ist). Ich bin mir sicher, dass Baltimore mir weiterhin Gesellschaft leisten wird, der Kerl scheint heute etwas Bauchweh zu haben und ist deshalb etwas bedürftig.


Vor dem Schlafengehen drehe ich dann noch eine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. :)

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Heutige Mitleser:

Ariana
Mila
Neyasha
Ina
Anorielt
Natira
Sunny

Samstag, 18. Oktober 2014

Herbstlesen im Oktober (6) - Samstag

Nachdem am letzten Wochenende am Sonntag nicht so gut lief, habe ich immerhin in der Woche ein bisschen gelesen. So habe ich "Zelot" von Reza Aslan genau rechtzeitig zum Abgabetermin beendet und sogar noch rezensiert bekommen. Endlich ist mal wieder ein Titel für die Sachbuch-Challenge geschafft - ich sollte nicht immer so viele Sachbücher parallel lesen!

Auch mit "Home Improvement: Undead Edition" ging es in der Woche weiter, irgendwie hatte ich nachmittags immer gerade genug Zeit für die nächste Geschichte aus der Anthologie, aber nicht genügend Zeit, um in Ruhe einen Roman anzufangen. Die dritte Kurzgeschichte war von Patricia Briggs und trug den Titel "Gray". Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, ich habe selten eine so rührende Vampir-Geist-Geschichte gelesen. Dabei hatte ich nach dem Einstieg, bei dem die Hauptfigur Elyna etwas melancholisch gestimmt über all die Erinnerungen, die für sie mit einer Wohnung in einem Apartmenthaus verbunden sind, nicht mit so einer hübschen Handlung gerechnet. Schnell steht fest, dass Elyna einmal dort mit ihrem Liebsten Jack gelebt hat, bis etwas Schreckliches passierte, das die beiden für immer trennte. Doch sehr hübsch gemacht.

Die vierte Kurzgeschichte "Squatter's Rights" von Rochelle Krich hingegen begann besser als sie endete. Die Handlung dreht sich um Eve und Joe, ein junges Ehepaar, das sich gerade ein Haus gekauft hat und es nun renovieren möchte. Das Haus war günstig, weil dort ein Verbrechen verübt wurde, bei dem die vorherige Bewohnerin erst ihren Mann und dann sich selbst getötet hat. Als nun Eve die erste Nacht in dem Haus verbringt, hört sie beunruhigende Geräusche ... Die Grundidee der Geschichte mochte ich eigentlich, aber das Ende fand ich leider unbefriedigend.

Dafür hat mir "Blood on the Wall" von Heather Graham zugesagt. Die Geschichte beginnt damit, dass sich der Privatdetektiv DeFeo Montville darüber ärgert, dass der Sektenführer Austin Cramer schon wieder Blut in dem Mausoleum von DeFeos Familie vergossen hat. Kurz darauf wird DeFeo von der Polizei von New Orleans um Hilfe gebeten, weil diese die zerstückelte und anscheinend angekaute Leiche einer jungen Frau auf einem Friedhof gefunden haben. Trotz dieser brutalen Vorkommnisse (und eines etwas arg vorhersehbaren Endes) ist mir vor allem der Humor in dieser Kurzgeschichte aufgefallen. Den mochte ich ebenso wie die New-Orleans-Atmosphäre.

In "The Mansion of Imperatives" von James Grady nimmt ein Haus seine potentiellen neuen Besitzer gefangen, weil es Menschen benötigt, die es in einem guten Zustand erhalten. Eine böse kleine Geschichte, die mich eigentlich ganz gut unterhalten hat. Bei der mir aber auch auffiel, dass ich mich auch bei den Kurzgeschichten wohler fühle, wenn der Autor einen Humor durchschimmern lässt, der mir zusagt - was hier nicht so der Fall war.

Besser lief es dann wieder mit Melissa Marr und "The Strength Inside", diese Geschichte war angenehm böse. Dabei beginnt sie ganz harmlos mit den beiden Schwestern Chastity und Alison, die gerade ein Haus gekauft haben und sich nun mit einer Nachbarschaftsorganisation rumschlagen müssen, die darauf achtet, dass alle baulichen Veränderungen im Rahmen der von ihnen aufgestellten Regeln stattfinden. Vor allem die Vorsitzende dieser Organisation hat ganz genaue Vorstellungen davon, wie ein Haus in diese Straße auszusehen hat und welche Verschönerungen die Bewohner vornehmen dürfen - oder eben auch nicht. Während die Schwestern wiederum unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie man mit einer solchen Nachbarin umzugehen hat ... :D

Bevor ich mich nun auf dem Sofa einrollen und den Nachmittag mit einem Buch verbringen kann, muss ich wieder den Wochenendeinkauf hinter mich bringen und den Kuchen fertig machen, den sich mein Mann schon vor einiger Weile gewünscht hatte. Oh, und wenn ich schon den Kuchen erwähne: Es gibt heute wieder Fotos! :D Eine liebe Freundin hat mir ihre "kleine" Kamera geschickt, die sie selber nicht mehr genutzt hat. Das Gerät hat deutlich mehr Funktionen als meine alte Kamera und es wird noch etwas dauern bis ich mich damit vertraut gemacht habe, aber das hindert mich ja trotzdem nicht daran, meine ersten Fotoversuche mit dem Schätzchen online zu stellen. ;)

Update 14:30 Uhr

Irgendwie dauert bei mir ja immer alles länger als geplant, aber jetzt ist alles (abgesehen vom Kochen des Abendessens) erledigt und ich kann frühstücken und anfangen zu lesen. Für heute habe ich mir "The Cuckoo's Calling" von Robert Galbraith (J.K. Rowling) rausgelegt. Den Roman will ich schon eine ganze Weile lesen (und nun habe ich nur noch eine Woche bis zum Abgabetermin :D), hatte aber nicht die Ruhe, um mit einem englischen Kriminalroman anzufangen. Heute klappt es hoffentlich endlich!



Update 16:30 Uhr


Während sich Shandy und Baltimore notgedrungen miteinander arrangiert haben, weil sie beide unbedingt auf dem Büroschrank sitzen wollen (man sieht aber wunderschön, dass keiner von beiden wirklich glücklich mit der Nahe des anderen ist), kuscheln sich Logan und Christie in die Sonne. Logan ist natürlich ganz Kavalier und wärmt unsere kleine Arthrosekatze dabei schön mit seinem Puschelschwanz - allerdings nicht Kavalier genug, um ihr den letzten Sonnenplatz zu überlassen. ;)


Ich hingegen habe die letzten zwei Stunden schön mit meinem Buch auf dem Sofa verbracht (abgesehen von den Momenten, in denen ich Fotos gemacht habe, meinen Mann bei der Farbe seiner Autos - er spielt gerade Gran Turismo - beraten und sonstige Sachen gemacht habe ;) ). Inzwischen habe ich die Grundsituation kennengelernt (eine Model starb nach einem Sturz oder Sprung von einem Balkon - die Polizei ist zu dem Schluss gekommen, dass es ein Suizid war, während ihr Bruder von Mord ausgeht), ebenso wie den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine neue Sekretärin Robin Ellacott, die ich bislang beide auf ihre Art sympathisch finde. Cormoran hatte eine harte Nacht, denn er hat sich nicht nur mit seiner Geliebten gestritten und dabei ein Veilchen verpasst bekommen, sondern er ist auch mit einem kleinen Köfferchen in seinem Büro gelandet und kann nun davon ausgehen, dass die Dame seines Herzens gerade dabei ist, seinen restlichen Besitz zu vernichten. Robin hingegen hat sich am Vorabend mit ihrem Freund verlobt, der ihr einen wunderbar romantischen Antrag gemacht hatte. So glücklich ist sie gerade, dass nicht mal das etwas schmerzhafte erste Zusammentreffen mit Cormoran, der Zustand seines Büros oder seine offenkundigen Probleme etwas an ihrer guten Laune ändern können.

Bevor ich "The Cuckoo's Calling weiterlese, gibt es aber erst einmal ein großes Stück Schoko-Birnen-Torte und dazu eine kleine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen bislang so ergangen ist. :)



Update 21:00 Uhr

So viel habe ich seit dem letzten Update nicht gelesen, dafür habe ich tief und fest auf dem Sofa geschlafen. Die Nächte sind dank Husten immer noch kürzer als mir lieb ist, auch wenn die Erkältung eigentlich schon fast wieder weg ist. Außerdem habe ich Pastinakensuppe gekocht, die heute ein bisschen schärfer geworden ist, als beabsichtigt. Aber trotzdem ist sie sehr lecker gewesen! :)


Jetzt gibt es erst einmal wieder eine Blogrunde und dann greife ich noch einmal zum Buch, etwas weiter möchte ich heute damit doch noch kommen - und ausgeschlafen haben ich ja jetzt erst einmal. ;)

Update 0:30 Uhr

Obwohl hier von verschiedenen Seiten alles getan wird, um mich von meinem Buch fernzuhalten oder zumindest meine Sicht aufs Buch zu behindern, bin ich noch ein paar Seiten weiter gekommen. So langsam könnte mal etwas mehr passieren, aber noch bin ich nicht so ungeduldig mit der Handlung


Außerdem habe ich mich zwischendurch, wie ich dann doch zugeben muss, noch etwas von John Oliver ablenken lassen. Jetzt drehe ich noch eine abschließende Blog- und Kommentarrunde für heute und dann geht es wohl so langsam ins Bett. Ich hoffe, ihr hattet alle einen entspannten und angenehmen (Lese-)Tag! :)

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Heutige Mitleser:

Ina
Ariana
Anorielt
Natira
Sunny
Neyasha

Freitag, 17. Oktober 2014

Buchtipps gesucht!

Meine Mutter hat Ende des Monats Geburtstag und ausnahmsweise habe ich absolut keine Idee, was ich ihr schenken soll. Sie wünscht sich Bücher, kann mir aber kein Genre nennen, auf das sie Lust hätte. Auch merkt sie sich keine Titel oder Autoren, die ihr gefallen haben, so dass ich auch nicht von derartigen Infos ausgehen kann, um nach "ähnlichen" Büchern zu suchen.

Es wäre also toll, wenn ihr ein paar Buchempfehlungen für mich hättet (wenn genügend Tipps zusammenkommen, könnten meine Schwester und mein Vater auch noch darauf zurückgreifen - und dann steht ja auch noch irgendwann Weihnachten an ;) ). Meine Mutter liest Allgemeine Belletristik, Kriminalromane und "Frauenromane", und das ausschließlich auf Deutsch. Mit fantastischen Elementen kann sie überhaupt nichts anfangen, egal wie dezent sie in eine Geschichte eingebaut sind. Schwierig ist auch, dass sie Bücher benötigt, die sich flüssig lesen lassen und nicht zu anstrengend, aber auch nicht zu oberflächlich geschrieben sind.

Bei den Kriminalromanen wären sowohl Cozies (aber keine Regionalkrimis) als auch Thriller geeignet, aber bei den letzteren mag sie es nicht, wenn es zu blutrünstig ist oder die Motive des Täters zu wenig realistisch sind. Krimis mit politischem oder wirtschaftlichem Schwerpunkt mag sie nicht, außerdem könnte sie da auf den Bestand meines Vaters zurückgreifen.

Bei den "Frauenromanen" hat sie ein paar Jahre lang gern Titel gelesen, die sich um Freundschaft und Tod drehten. Aber da es in letzter Zeit einige Todesfälle und ernsthafte Erkrankungen in unserer Familie gab, wäre das gerade zu aufwühlend. Ich hätte lieber Geschichten, die sie von gerade diesen Themen ablenken und aufheitern. Wenn es bei "Die Listensammlerin" nicht die Passagen rund um die an Alzheimer erkrankte Großmutter gäbe, hätte ich den Titel in Betracht gezogen. Ich habe auch schon über historische Romane nachgedacht, aber da ich selbst so gut wie nichts mehr in dem Bereich lese, fällt mir auch kein passendes Buch ein.

Ihr seht, es ist recht schwierig das passende Buch für meine Mutter zu finden. Gerade deshalb wäre es großartig, wenn ihr mir den einen oder anderen Tipp geben könntet! :)

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Dies und Das (9)

Wenn ich mir diese Empfehlungen, basierend auf meinen bisherigen Hörbuch-Downloads anschaue, bin ich überraschend glücklich. Noch so viele Stunden mit Mrs. Pollifax liegen vor mir! :D Aber wo kommt der Tad-Williams-Titel her?


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Seit Sonntag  muss Shandy zweimal am Tag Tabletten verabreicht bekommen und ich bin wieder einmal froh, dass das mit diesem Kater so problemlos funktioniert. Bei den anderen drei Katzen ist es oft ein Kampf, bis Tabletten geschluckt werden, und nicht selten sind wir am Ende alle miteinander genervt und mich zieren im schlimmsten Fall so einige Kratz- und Biss-Spuren. Shandy hingegen schluckt von klein auf brav alles, was ich ihm in die Schnauze lege, solange ich dabei ein Leckerli in der Hand halte, das er danach auch fressen darf.

Gestern habe ich dann Leckerli und Tabletten auf der Flurkommode bereit gelegt und mich umgedreht, um den Kater zu suchen, als ich aus dem Augenwinkel mitbekam, wie er schon von selbst auf die Kommode sprang, Tabletten und Leckerli fraß, als ob es keinen Unterschied gäbe, und mich dann anschaute, als ob er nach mehr fragen wollte. Seitdem lege ich nur noch ein Häufchen mit Medizin und Leckerchen auf die Kommode, passe dann auf, dass die anderen Katzen keine Leckerli klauen, und schaue zu, wie Shandy mit Begeisterung seine Tabletten frisst.

Ihm geht es übrigens deutlich besser, auch wenn er immer noch viel schläft. Wenn das so weitergeht, dann sehen wir den Tierarzt - zumindest wegen Shandy - wohl wirklich erst zur Kontrolle der Nierenwerte im Dezember wieder. :)

Dienstag, 14. Oktober 2014

Reza Aslan: Zelot - Jesus von Nazaret und seine Zeit

Ich weiß nicht mehr, wo ich über "Zelot - Jesus von Nazaret und seine Zeit" von Reza Aslan gestolpert bin, glaube aber, dass es auf einem Blog war. Auf jeden Fall habe ich die Aussage im Hinterkopf, dass in dem Buch die Zeit, in der Jesus lebte, sehr interessant dargestellt wurde - und das reizte mich genug, um den Titel in der Bibliothek vorzumerken. Reza Aslan leitet das Buch mit zwei Abschnitten ein, in denen er einmal erklärt, wie er überhaupt auf das Thema kam, und in denen er erläutert, welche Quellen er für seine Forschung herangezogen hat.

Dies beides fand ich schon einmal sehr interessant. Der Amerikaner Reza Aslan entstammt einer nicht besonders gläubigen muslimischen Familie und entdeckte als Teenager in einem Jugendcamp das Christentum für sich. Wie es sich für frisch missionierte Gläubige gehört, versuchte er in den folgenden Jahren andere Menschen für das Christentum zu begeistern und ging sogar soweit, dass er anfing Religionswissenschaften zu studieren. Was wiederum dazu führte, dass er feststellen musste wie viele Widersprüche in der Bibel zu finden sind - was ihn an seinem Glauben zweifeln ließ und letztendlich dazu führte, dass er als sich weniger als Christ, als als Wissenschaftler und Historiker mit der Bibel beschäftigte (und sich wieder dem Islam zuwandte). Die aus dieser Beschäftigung gewonnenen Erkenntnisse verarbeitete er dann in diesem Sachbuch, wobei immer wieder auch Argumente aufgeführt werden, die von anderen Bibelforschern aufgestellt wurden und die gegen seine Ansichten und Theorien sprechen, nur um dann anhand von Zitaten und historisch belegten Ereignissen in Zweifel gezogen zu werden.

Bei der Angabe der Quellen betont Reza Aslan immer wieder, dass er sich bei der Bibel auf die ältesten Teile bzw. die Schriften, auf denen diese Passagen basieren, bezogen hat. Wobei auch klar wird, dass die ersten schriftlichen Zeugnisse erst ca. zwanzig Jahre nach Jesus Tod entstanden sind und von seinen Anhängern stammen, die seinen Widerstand wollten und dafür eine Galionsfigur benötigten, was zu einer nicht unerheblichen Verklärung führte. Weitere Quellen sind zum Beispiel Passagen aus Werken jüdischer Historiker, von denen die ältesten Schriftstücke ungefähr hundert Jahre nach den geschilderten Ereignissen entstanden sind. Interessant fand ich hier die Erwähnung, dass die Historiker sich damals weniger mit Jesus als Person beschäftigt haben, als mit den Ereignissen rund um seine Widerstandsbewegung.

Nach diesen einleitenden Seiten teilt sich "Zelot" in drei Abschnitte. Der erste Teil beginnt um 63 v. Chr. als Judäa (und somit auch Jerusalem, das Zentrum des jüdischen Glaubens) - nach einer sehr langen Phase unter Führung von Priesterkönigen - römisches Protektorat wurde. Reza Aslan umreißt in diesen Kapiteln, welche religiösen, wirtschaftlichen und gesellschaftliche Auswirkungen die römische Besatzung auf die Juden hatte, welche Aufstände und Kämpfe es sowohl zwischen Römern und Juden, aber auch zwischen jüdischen Gläubigen und den jüdischen Priestern gab und wie dies die Welt formte, in der Jesus seine Kindheit verbracht hat. So faszinierend ich die verschiedenen Passagen darüber fand, wer wann wie viel Macht über das Gebiet hatte und welcher römische Statthalter welchen Einfluss auf das Leben der Einheimischen hatte, so war es doch etwas anstrengend bei all den Namen, Daten und Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Personen noch den Ereignissen zu folgen.

Spannend fand ich dann im zweiten Teil die Passagen über den vermutlichen Anfang von Jesus "Karriere" als Wanderprediger, Wunderheiler und Aufständischen, über den Einfluss, denn Johannes der Täufer anscheinend auf ihn hatte, und darüber wie in historischen Schriften über ihn berichtet wird. All diese Aussagen laufen laut Resa Aslan letztendlich darauf hinaus, dass der historische Jesus ein Aufrührer war, der zu einer Revolution aufrief, die die Machtverhältnisse des Landes auf den Kopf stellen sollte.

Die Reichen, die Priester, die Römer sollten entmachtet werden und das Land und seine Güter sollten zurückkehren in die Hand der - unter römischer Herrschaft verarmten - Juden. Mit diesem Bedürfnis nach einem Aufstand war Jesus nicht allein, es gab eine Menge Widerstandsgruppen, die sich gegen die Besatzer und die Priester, die mit ihnen zusammenarbeiteten, auflehnten. So geht der Autor davon aus, dass Jesus kein besonders friedsuchender Mensch war, sondern dass diese biblische Darstellung auf einem Ideal der frühchristlichen (und von griechischen und römischen Denken beeinflussten) Kirche basierte. Auch betont Resa Azlan, dass Jesus Jude war und verschiedene seiner Aussagen - in diesem religiösen und zeitlichen Zusammenhang gesehen - die Juden über alle anderen Volks- und Religionsgruppen erheben würden, womit in diesen Anfangsjahren des "Christentums" nicht viel von dem menschenfreundlichem Gedankengut vorhanden war, das heute doch als so elementar für diese Religon gesehen wird.

Der dritte Part beschäftigt sich hingegen mit der Zeit nach Jesus Tod und auch hier betont Reza Aslan immer wieder, dass die schriftlichen Überlieferungen von Jesus Taten nicht von seinen frühen Jüngern oder sonstigen Menschen seiner Zeit und Herkunft niedergeschrieben wurden, sondern häufig von gebildeten, griechischsprachigen Städtern, deren Sicht auf die Ereignisse davon beeinflusst wurde, dass sie mit ihren Schriften Jesus Messias-Status festigen wollten. Dazu kam anscheinend in den Jahrzehnten nach der Kreuzigung noch einer Feindschaft zwischen den Jesus-Anhängern, die von seinem Bruder Jakobus vertreten wurden, und denen, die von Paulus angeführt wurden. Wobei die Lehren des letzteren nicht mehr viel mit dem gemein hatten, was Jesus zu Lebzeiten selbst verkündet hat - widersprachen Paulus Aussagen doch in der Regel dem jüdischen Glauben.

Zum Schluss kommen noch ungefähr hundert Seiten mit Anmerkungen des Autors, in denen Reza Aslan auf Veröffentlichungen hinweist, die er herangezogen hat, um seine Theorien zu Jesus Leben aufzustellen. Wobei ich es interessant fand, dass er zu einigen Passagen zwar mehrere Werke herangezogen hat, diese aber oft alle von einem Autoren stammten. Mir ist bewusst, dass es grundsätzlich schwierig ist Konkretes über eine Zeit zu sagen, die schon so lange her ist, noch schwieriger ist es natürlich, wenn man Informationen zu einer bestimmten Person sammeln möchte, die einer niedrigen Gesellschaftsschicht angehörte.

Obwohl das alles beweist, dass es wirklich wenig greifbare oder gar belegbare Informationen zu dieser Zeit existieren, gibt wirklich ungemein viele Elemente, die ich an diesem Buch spannend finde. Stellenweise habe ich mich zwar auch gefragt, wie weit die persönliche Geschichte des Autors seine Interpretation der verschiedenen Quellen und Ereignisse beeinflusst haben könnte, aber vor allem habe ich "Zelot" als eine faszinierende Möglichkeit wahrgenommen mich der Geschichte einer Region zu nähern, über die ich viel zu wenig weiß. Zusätzlich zu all den Namen und Daten, die zeigen welche Machtverhältnisse rund um das Jahr Null herrschten und welche Veränderungen welche Auswirkungen auf das Leben der einfachen Menschen hatten, fand ich auch den Umgang mit den (oft aus verschiedenen Gründen fragwürdigen) Quellen, die Überlegungen zum Thema Sprache und Übersetzung und die Gedanken rund um die Intentionen der verschiedenen Verfasser historischer Schriften sehr fesselnd. Stellenweise fühlte ich mich mit all den Zitaten aber auch etwas überfordert, denn das Buch erfordert schon Zeit und Konzentration und davon hatte ich in den letzten zwei Monaten nicht ganz so viel wie gewünscht, aber insgesamt war es ein sehr faszinierendes Leseerlebnis.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Herbstlesen im Oktober (5) - Sonntag

Gestern Abend habe ich "Inselgrab" von Johan Theorin ausgelesen und nach einer ziemlich unruhigen Nacht sitze ich nun da und habe keine Ahnung, was ich heute lesen soll. Ich glaube, ich greif heute morgen erst einmal zum DS, mach vielleicht noch mal ein Nickerchen und überlege mir in Ruhe, mit welchem Buch es weitergeht.

Ach ja, "Home Improvement: Dead Edition" hab ich nicht vergessen, ich weiß nur nicht, ob ich mich nach "Inselgrab" so leicht auf eine fantastische Kurzgeschichte einlassen mag. ;)

Update 14:30 Uhr

Bislang habe ich wirklich nicht mehr gemacht als ein paar Kommentare zu schreiben, "Fantasy Life" zu spielen (ich entdecke gerade eine neue Insel :D) und mit meiner Mutter zu telefonieren. Außerdem sind die Katzen versorgt (der kranke Kerl hat heute schon wieder einmal markiert, was irgendwie ein gutes Zeicheen ist, und brav seine Tabletten geschluckt), gefrühstückt haben wir auch und nun sitze ich mit Christie auf den Füßen auf dem Sofa und werde wohl doch endlich zu "Home Improvement: Undead Edition" greifen. Aber vorher werde ich noch eine kurze Runde bei den anderen vorbeischauen. :)

Update 18:00 Uhr

Ich habe bislang weder gelesen, noch geschlafen, stattdessen ist der Nachmittag irgendwie vergangen, während ich vor mich hingeglubscht habe. Jetzt geht es erst einmal in die Küche, um das Abendessen zu kochen und ich fürchte, auch danach wird es eher ein "Fernsehabend" als der Abschluss eines Lesewochenendes. Aber so ist das eben manchmal. :) Immerhin haben meine Mitleser heute anscheinend eine gute Mischung aus Lesen, Erholen und anderen Unterhaltungen gefunden.

Ich vermisse übrigens meine Kamera ... kein Tee-Keks-Buch-Foto bedeutete heute nämlich auch keine Kekse und kein Buch. ;)

Update Montag

Irgendwie war ich gestern Abend dann zu weggetreten, um hier noch einmal ein Lebenszeichen zu hinterlassen. Wir haben den Tatort laufen lassen (überraschend unterhaltsam, aber wieso haben die beim Teletext eingeblendeten Twitterer die Anspielung auf "Spiel mir das Lied vom Tod" als Tarantino-Anspielung verstanden? Hat keiner von denen die Westernklassiker gesehen?) und danach die aktuelle Barnaby-Folge (zwischendurch bin ich eingenickt, aber grundsätzlich mag ich die Veränderungen, die mit dem Schauspielerwechsel kamen. Die Serie wirkt so weniger verstaubt, ohne den altmodischen Charme zu verlieren.) und dann bin ich nur noch ins Bett gewankt. Die Nacht verlief gar nicht so schlecht, es gab sogar ein paar Stunden, die ich durchschlafen konnte. :) Ich gehe also davon aus, dass ich auf dem Weg der Besserung bin und am kommenden Wochende wieder "richtig" lesen kann. :)

***

Heutige Mitleser:

Ariana
Kiya
Melli
Hermia
Sayuri
Neyasha