Sonntag, 30. November 2014

Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen: 1. Advent

Wie schon angekündigt, beteilige ich mich auch in diesem Jahr an Arianas Adventslesen und stelle jeden Sonntag einen Beitrag online, in dem ich von den gelesenen adventlichen oder weihnachtlichen Geschichten berichte und auch von den - hoffentlich gemütlichen - Adventssonntagen, die ich ganz im Sinn dieser Vorweihnachts-Leseaktion verbringen möchte.

Eine Liste aller Teilnehmer ist bei Ariana unter diesem LINK zu finden - ich freu mich schon auf den Austausch! :)

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Für den 1. Adventssonntag habe ich mir gleich drei Bücher rausgesucht, um mich zu entspannen und vielleicht etwas mehr in Adventsstimmung zu bringen. Zwei der Titel ("Mumins lange Reise" von Tove Jansson und "Sleeping Beauty's Daugthers" von Diane Zahler) habe ich gerade erst zum Geburtstag bekommen, den dritten Roman ist eigentlich eine Sammlung von vier Geschichte ("Christmas in the Duke's Arms"), die von vier unterschiedlichen Autorinnen (Shana Galen, Miranda Neville, Carolyn Jewel und Grace Burrowes) rund um ein Gasthaus in England geschrieben wurden - diese Ausgabe habe ich mir extra für das Adventslesen besorgt, weil ich es im letzten Jahr so nett fand, als ich an jedem Wochenende eine historische Liebesgeschichte aus einem Christmas-4er-Bundle gelesen hatte. Die erste Geschichte, "A Knight Before Christmas" von Grace Burrowes, hatte ich gestern Abend schon angefangen, bin aber nicht sehr weit gekommen. Bislang habe ich gerade erst die Protagonistin (Penelope Carrington, die seit elf Monaten verwitwet ist) und den Protagonisten (Sir Leviticus Sparrow, Penelopes Anwalt und schon seit acht Jahren verwitwet) kennengelernt. Klingt ganz nett, erfordert nicht so viel Aufmerksamkeit und ich denke, damit werde ich ein paar entspannende und unterhaltsame Lesestunden haben. :)

Dieser Beitrag wird im Laufe des Tage immer wieder aktualisiert und wenn ich in der Woche in meinen "adventlichen" Büchern weiterlesen sollte, dann schreibe ich am kommenden Sonntag darüber. Mit den Kommentaren werde ich mich wohl heute etwas zurückhalten müssen. Seit gestern Abend tut mir das Handgelenk beim Tippen etwas weh und da sollte ich mich wohl zumindest am Wochenende etwas schonen, damit ich in der Woche wieder "funktioniere", aber ganz darauf verzichten mag ich definitiv nicht.

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Update 12:45 Uhr

Die erste Geschichte aus "Christmas in the Duke's Arms", "A Knight Before Christmas" von Grace Burrowes, entwickelt sich leider mehr zu einer Aneinanderreihung von intimen Szenen als zu einer netten Handlung. Wobei ich zugeben muss, das die betreffenden Szenen hübsch geschrieben wurden, aber mir wäre eine intensivere Ausarbeitung der Geschichte lieber gewesen, vor allem, da ich die Grundidee sehr nett fand. Penelope muss nämlich in den nächsten vier Wochen heiraten, um ihrer Familie finanziell helfen zu können, während Sir Levi Penelope gern heiraten würde, aber befürchtet, dass ihn dann eine andere Frau wegen eines gebrochenen Eheversprechens anklagen würde (er hat ihr nie einen Heiratsantrag gemacht, war aber so blöd und hat ihr Gedichte geschickt, die er für seine verstorbene Frau geschrieben hatte und die man im schlimmsten Fall so interpretieren könnte).

Weil ich zum Frühstück dann lieber etwas Märchenhafteres lesen wollte, habe ich mir "Mumins lange Reise" von Tove Jansson geschnappt und das Büchlein meinem Mann vorgelesen. Ich kann nun versichern, dass Mumin, seine Mutter und das kleine Tier ein Haus gefunden haben, bevor der Winter hereinbrechen konnte - und dass die Geschichte ihren Charme nach all den Jahren für mich nicht verloren hat. :)

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Update 15:15 Uhr

Bislang genieße ich den Sonntag wirklich. Alles ist ruhig und entspannt und durch das Fenster sehe ich heimeliges Novembergrau. :) Ich habe inzwischen "A Knight Before Christmas" beendet und kann berichten, dass es genauso weiterging wie befürchtet. Dabei fand ich die Charaktere, die Grundidee und sogar den Teil der Handlung, der Handlung war, wirklich sehr nett. Schade, dass die Autorin nicht etwas mehr aus der Geschichte gemacht hat. Immerhin muss ich zugeben, dass die Szenen, in denen sich die beiden körperlich näher kamen, auch so angelegt waren, dass einem berichtet wurde, dass sie die private Zeit auch nutzten, um sich besser kennenzulernen, sich über Hobbies und die Menschen in ihrem Leben, die ihnen wichtig sind, auszutauschen. Aber das bekam man nur zusammengefasst und nicht gezeigt.


 Zu Tee und Butterkuchen (mit etwas mehr Zucker auch aufgetaut sehr lecker!) gab es die ersten Seiten von "Sleeping Beauty's Daugthers" von Diane Zahler. Jetzt aber darf ich erst einmal eine Runde Wäsche zusammenlegen, bevor ich weiter lesen und eine Kommentarrunde drehen kann. :)

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Update 18:30 Uhr

Uff, diese Kommentarrunde zieht sich ganz schön und so langsam tut die Hand wirklich heftig weh. Wenn ich mit dem FeedReader durch bin, werde ich heute wohl keine Kommentare schreiben, sondern nur noch ein kleines Update vor dem Schlafengehen. 



Dafür habe ich während des Tippens immer wieder Leckereien in den Mund geschoben bekommen ... :D Besonders die Trüffel und Pralinen waren toll. Zu schade, dass wir so selten zu dem Geschäft bekommen! Aber dafür genießen wir sie dann auch besonders - auch wenn es für jeden immer nur einen halben Bissen gibt, damit wir mehr Sorten ausprobieren können. *g*

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Update 22:15 Uhr


Sehr viel habe ich seit dem letzten Update nicht mehr gelesen, stattdessen haben wir Abendessen (Pizza! :) ) gekocht, ich habe noch etwas kommentiert (ich kann es nicht lassen) und eine weitere Runde Wäsche zusammengelegt. Vor dem Schlafengehen lese ich aber noch etwas in "Der freundliche Feind" - mein aktuelles Sachbuch für die Challenge. Es geht übrigens um Wehrmachtssoldaten, die im zweiten Weltkrieg in besetzten Ländern wie z.B. Norwegen und Frankreich lebten, und darum, dass das Verhältnis zwischen Besatzern und Besetzten kompliziert war. Mal schauen, ob ich mich darauf noch etwas konzentrieren kann, so viele Seiten fehlen mir nicht mehr. Ansonsten antworte ich morgen auf die restlichen Kommentare und melde mich dann wieder am kommenden Sonntag! Hab eine schön Woche! :)

Samstag, 29. November 2014

SuB-Zuwachs im November

Der Monat fing im Bereich "Neuzugänge" ganz harmlos an, als mein Mann mich fragte, ob ihm eben einen Buchtitel von meiner Wunschliste nennen könnte, weil er sonst Porto zahlen müsste ...


Jennifer Estep: By a Thread
[Der Band ist ganz einfach die Fortsetzung der Reihe rund um Gin, die Spinne.]




Dann kam ein langersehntes Päckchen, das aber erst einmal von Baltimore mit Beschlag belegt wurde. Nach dem Öffnen kamen unter anderem ein paar Bücher (und französische Kekse :D) zum Vorschein, die meinen armen SuB wieder anwachsen lassen.


Jenny Milchman: Eisesgrab
[Neben all den Fantasybüchern brauche ich dann doch mal etwas Abwechslung ...]

Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
[Fortsetzung - und ich freu mich schon darauf zu entdecken, auf welche Bücher Jim C. Hines in diesem Band wieder anspielt.]

Akram El-Bahay: Flammenwüste
[Klappentextwunsch - Drachen und Wüste mag ich ja grundsätzlich! Und ich habe es bislang sogar geschafft keine Rezensionen dazu zu lesen.]

Larry Correia: Die Monster, die ich rief
[Noch ein Klappentextwunsch - ich habe eine Schwäche für monsterjagende Geheimorganisationen. ;)]

Will Hill: Department 19 - Das Gefecht
[Fortsetzung! :D]

Außerdem landete noch ein weiteres Buch von meinem Wunschzettel in meinem Briefkasten:


Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
[Noch eine tolle Fortsetzung! :)]

Vor ein paar Tagen war dann mein Geburtstag und gaaaaanz überraschend haben mir ganz viele liebe Menschen, ganz viele Bücher geschenkt. Ich liebe es, wenn mein Wunschzettel geplündert wird! :)


Comics und Sachbücher - wie ich gerade merke, fehlt das Buch mit den Anleitungen für Hobo Bags auf dem Foto - landen wie gewohnt nicht auf der SuB-Liste, aber ich wollte sie hier trotzdem vorstellen.

Jim Butcher: Changes/Ghost Story
[Fortsetzungen der Harry-Dresden-Romane - so langsam nähere ich mich dem aktuellen Stand! :D]

Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen
[Fortsetzung von "Frau Maier fischt im Trüben", was mir sehr gut gefallen hatte!]

Tove Jansson: Mumins lange Reise
[Kiya hatte mich vor einiger Zeit auf diese Mumins-Ausgaben aufmerksam gemacht - ich hoffe sehr, dass ich die Geschichten heute immer noch ebenso bezaubernd finde wie als Kind. Gehe aber davon aus, dass das der Fall sein wird. :)]

Lisa und Laura Roecker: The Liar Society 2 - The Lies That Bind
[Uuuuund noch eine Fortsetzung!]

Nnedi Okorafor: Akata Witch
[Jugendfantasy-Roman, dessen Geschichte in Afrika spielt und dessen Hauptfigur ein Albino ist. War mal von Jim C. Hines empfohlen worden und seine Beschreibung hatte mich sehr neugierig gemacht.]

Diane Zahler: Sleeping Beauty's Daughters
[Das neuste Märchen von Diane Zahler - dieses Mal etwas dicker als die anderen Geschichten und im Hardcover erschienen. :)]

Christoph Marx: Geschichte Afrikas - Von 1800 bis zur Gegenwart
[Auch wenn das kleine Schriftbild etwas abschreckend ist, hoffe ich auf spannende und informative Lektüre. Über Afrika weiß ich viel weniger, als ich gern wissen würde - das sollte sich mal ändern!]

Diana Pharaoh Francis: The Cipher
[Trilogie-Auftakt von einer der Autorinnen, von denen ich gern mehr lesen mag.]

Guy Delisle: Aufzeichnungen aus Jerusalem
[Was für ein unglaublich dicker Comic! Oo Nach China, Korea und Birma nun also endlich Guy Delisles Erlebnisse aus der Zeit, als er mit seiner Familie in Jerusalem lebte.]

Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
[So ein hübsches Buch ... *hach* Ähm, und eine Autorin, von der ich bislang alles Gelesene sehr mochte! :)]

Und dann kam noch ein Geburtstagsnachzügler:


Tanya Huff: The Future Falls
[Eine weitere Gale-Geschichte! Jetzt kann ich die drei Bände mal am Stück lesen - also, wenn ich den ersten Band wieder aus meinen Kisten krame. :D]

Freitag, 28. November 2014

Leseeindrücke im November

"Fischland-Mord" von Corinna Kastner war mal wieder eine dieser Spontan-Ausleihen in der Bibliothek. Ein Teil von mir scheint immer noch nach neuen und unterhaltsamen Krimiautoren Ausschau zu halten, denn an ungewöhnlichen Kriminalromanen kann ich zur Zeit nicht vorbeigehen. "Fischland-Mord" spielt rund um Wustrow an der Ostsee und gehört zu der Sorte Regionalkrimis, die ich mag. Die Hauptfigur Kassandra Voß hat vor einem Jahr ein altes Kapitänshaus in Wustrow gekauft und eine kleine Pension daraus gemacht. Nun findet sie eines Morgens einen ihrer Gäste ertrunken in seinem Bett liegend, dass der Tote ermordet wurde, steht selbst für Kassandra schnell fest und als die Polizei dann auch noch sie zu den Verdächtigen zählt, beginnt sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Jonas und seinem Freund Paul zu ermitteln.

Ich habe mich mit dem Buch wirklich gut unterhalten gefühlt. Der Fall an sich war zwar etwas überkonstruiert, aber nicht so absurd, dass ich nicht hätte weiterlesen mögen. Die Figuren fand ich großteils sympathisch (wenn auch ein paar Nebenfiguren etwas überzogen waren) und die Rolle, die das Fischland in diesem Roman spielt, hat mir auch gefallen. Corinna Kastner lässt Kassandra immer wieder am Meer spazieren gehen oder darüber nachdenken, wie wohl sie sich auf diesem Stückchen Land zwischen Ostsee und Bodden fühlt, ohne dass ich das Gefühl hatte, das wäre jetzt künstlich aufgepropft worden, um für "Lokalkolorit" zu sorgen. Ich bin jetzt nicht so hingerissen, dass ich mir sofort die Fortsetzung kaufen würde, aber ich würde mich freuen, wenn sie mir in der Bibliothek in die Finger fallen würde. Mit "Fischland-Mord" habe ich einen angenehmen und entspannten Nachmittag verbracht - und manchmal ist genau das alles, was ich von einem Buch erhoffe.

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"Niemand ist ohne Schuld" und "Zurück von den Toten" (Band 3 und 4 der Dark-Village-Reihe) von Kjetil Johnsen haben mich ebenfalls gut unterhalten. Die Handlung ist zwar stellenweise vorhersehbar und entwickelt sich in immer absurdere und unglaubwürdigere Richtungen, aber bei dieser Serie kann ich damit gut leben. Die kurzen Kapitel, die kleinen Informationshäppchen und die verschiedenen Figuren halten mich so weit bei der Stange, dass ich mich beim Lesen wunderbar amüsiere. Inzwischen haben wir vier Tote, eine kriminelle Organisation, eine "Undercover Bösewichtin", mehrere Mörder und natürlich einige verwirrte Teenager, die nicht so recht wissen, wie sie mit all den Vorfällen umgehen sollen. In der Regel schnappe ich mir den frisch ausgeliehenen Band am selben Tag, an dem ich ihn in der Bibliothek mitnehmen konnte, und gönne mir damit ein paar intensive Lesestunden. "Dark Village" ist zwar keine Reihe, die ich mir kaufen würde, aber ich genieße die Bücher gerade wirklich und freu mich schon auf all die (vermutlich ziemlich überzogenen) Wendungen, die mich im Abschlussband erwarten. 

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"Smoke and Mirrors" von Tanya Huff ist der zweite Teil der Serie rund um Tony Foster und hat mich ebenso amüsiert wie schon "Smoke and Shadows". Nachdem sich Tony im ersten Band mit Schattenwesen herumschlagen musste, die durch ein Dimensionstor das Filmgelände, auf dem er arbeitet, erobern wollten, darf er sich nun mit einem Haus voller Geister beschäftigen. Dass er dabei auch noch auf das Filmteam aufpassen muss, das in dem Haus gerade eine weitere Folge einer bekannten Vampir-Serie drehen will, macht die Aufgabe nicht leichter für ihn. Ich mag es immer wieder, wie Tanya Huff klischeebelastete Elemente in ihren Romanen aufgreift und so verwendet, dass ich mich beim Lesern wunderbar amüsieren kann. Ich mag den Humor der Autorin, ich mag ihre Art ein Geisterhaus zu beschreiben und ich mag die Art und Weise wie ihre Figuren miteinander agieren. So langsam landet Tanya Huff wirklich auf der Liste der Autoren, von denen ich mir jeden verfügbaren Titel besorge. :)

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"Mädchenhimmel!" von Lili Grün war eine Leihgabe von Hermia, die auch eine sehr passende und informative Rezension zu dem Titel geschrieben hat. Ich fand die Gedichte und kurzen Geschichten von Lili Grün wunderbar zu lesen und in vielerlei Hinsicht immer noch aktuell und treffend. Eigentlich könnte ich hier Hermias Rezension hinkopieren, denn sie hat meine Meinung zu dem Buch sehr schön zusammengefasst. :) Gäbe es nicht einen kleinen Punkt, dann würde ich mir diesen Titel sofort auf die Wunschliste setzen. Aber ich muss zugeben, dass ich das Preis-/Leistungsverhältnis nicht so ganz angemessen finde, auch wenn ich verstehen kann, dass ein kleiner Verlag so einen Band nun einmal nicht zum Spottpreis auf den Markt werfen kann. Auch fand ich den Teil mit den Anmerkungen zum Großteil überflüssig, aber das kann an mir liegen, da ich durch mein Quer-durch-alle-Genres-Lesen kein Problem mit etwas altmodischen (oder österreichischen) Begriffen habe. Alles in allem bin ich Hermia sehr dankbar, weil sie mir das Buch geliehen und so sehr schöne Momente mit den Gedichten und Geschichten von Lili Grün bereitet hat.

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"Teatime mit Tante Alwine" von Ellen Jacobi wird vermutlich meine Mutter zu Weihnachten bekommen und war genau das richtige Buch, als ich vor kurzem wegen Bauchschmerzen eine schlaflose Nacht verbracht habe. Locker, flockig erzählt, nicht besonders anspruchsvoll, aber eine nette Geschichte mit dem einen oder anderen amüsanten (wenn auch arg übertriebenen) Moment. Ich mochte die kleinen "Backszenen" - mit manchen Themen kann man mich eben immer locken - und die energischen und dickköpfigen Damen, die in der Handlung vorkommen. Es hat mich jetzt nicht so begeistert, dass ich noch mehr von der Autorin lesen müsste, aber die Geschichte bot entspannende Ablenkung und ließ sich auch übermüdet gut lesen. 

Mittwoch, 26. November 2014

Verwöhntag für die Winterkatze

Gestern war wieder der offizielle "Verwöhntag für die Winterkatze" (auch mein Geburtstag genannt ;) ). In diesem Jahr begann der Tag mit einer viel zu kurzen Nacht, da mein Mann der Meinung war, er müsse unbedingt dabei sein, wenn ich meine Geschenke auspacke. Das bedeutete allerdings, dass ich zusammen mit ihm aufstehen musste - was mich ungefähr 1,5 Stunden Schlaf gekostet hat -, um schlaftrunken ins Wohnzimmer zu wanken und dort von dem Geschenkstapel erschlagen zu werden.

Meine Familie hat sich auch in diesem Jahr auf meinen Wunschzettel gestürzt und ihn mit vereinten Kräften geplündert:


Insgesamt ist da eine bunte Mischung zusammengekommen - und ich bin ehrlich froh, dass nicht alles davon "SuB-relevant" ist. *g* Die Sachbücher werden wohl noch eine Weile auf meine Aufmerksamkeit warten müssen, bis ich etwas mehr Zeit für sie habe. Die Mumins und die (darunter liegende) Frozen-DVD werde ich - ebenso wie das Märchen von Diane Zahler - in der Adventszeit lesen bzw. anschauen. Das passt einfach zusammen! Und den Rest werde ich wohl in der Reihenfolge verschlingen, in der er mir in die Finger kommt. Ich freu mich auf jeden Fall schon darauf! :)


Da ich aber nicht den ganzen Tag nur auf meine schönen neuen Bücher schauen konnte, habe ich mich dann aufgerafft und zwei Runden Hefeteig angesetzt. Ein Teig für die Ciabatta-Brötchen, die wir abends zum Essen haben wollten, und dann noch einen für den Butterkuchen, auf den ich in den letzten Tagen große Lust hatte. Das verlinkte Rezept ist absolut einfach und das Ergebnis wunderbar fluffig und lecker. Ich überlege nur, ob ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr Zucker in den Teig gebe, denn ich mag den Butterkuchen einen Tick süßer noch etwas lieber.


Eigentlich wollte ich nach dem Backen mein Frühstück (frischer Butterkuchen! :D) genießen und dabei in meinen neuen Büchern stöbern, aber das Lesen konnte ich dank des klingelnden Telefons vergessen. Stattdessen habe ich mit lauter lieben Menschen gesprochen, die allerdings damit leben mussten, dass ich ihnen fröhlich ins Ohr kaute. ;) Zum Katzenfüttern wurde es dann etwas ruhiger und nachdem die Viecher versorgt waren, die Küche wieder ordentlich aussah und ich den Salat für den Abend vorbereitet hatte, ging es für mich wieder aufs Sofa. Den Nachmittag habe ich dann weniger kommunikativ verbracht - dafür gab es noch eine Runde Kuchen und Tee und ein Blick in "The Lies That Bind", das Hobo-Bag-Buch (ich muss mir unbedingt mal ein paar Schnallen, Haken und Ringe für Taschen zulegen! :D) und "The Thirteenth Children". Außerdem klingelte der Paketbote und brachte ein paar Leckereien für mich, die ich in den nächsten Tagen genießen werde. Geschenke aus der Küche sind einfach eine tolle Sache. Danke! :)

Der Einzige, der das mit dem "Verwöhntag für die Winterkatze" irgendwie falsch verstanden hat, war der Kerl hier:

So musste ich - nachdem die letzten Tagen in der Hinsicht mal ruhiger verlaufe waren - im 2-Stunden-Takt zu Lappen und Eimer greifen und putzen. Wobei ich am späten Nachmittag wenigstens einen Grund für seine Unruhe gefunden hatte, als die Nachbarskatzen sich vor unserem Wohnzimmerfenster eine geräuschintensive Schlacht lieferten. Ich hoffe nur, keines der flüchtenden Tiere rannte in den Feierabendverkehr ...  


Den Rest des Tages habe ich dann nur noch mit Abendessen (mit sehr knusprig gewordenem Ofenkäse, da ich abgelenkt wurde) und dem Telefon verbracht. Wie in jedem Jahr habe ich das Gefühl, ich hätte an diesem einen Tag mindestens ebenso viel telefoniert wie sonst innerhalb von sechs Monaten. Vor dem Schlafengehen war ich einfach nur noch müde und glücklich und erschlagen von all den lieben Worten und Wünschen und Gesprächen. Danke an alle, die an diesem Tag an mich gedacht haben!

Montag, 24. November 2014

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)

In diesem Monat habe ich mir meine Mrs. Pollifax für besonders unangenehme Arbeiten aufgehoben und die nicht ganz so schlimmen Tätigkeiten entweder ohne Ablenkung oder mit Stephen Kings "Der Anschlag" auf den Ohren verbracht. Trotz der längeren Pausen und der nicht so schönen Beschäftigung nebenbei, habe ich "Mrs. Pollifax on the China Station" von Dorothy Gilman wieder sehr genossen. Dieses Mal wird die rüstige Rentnerin von ihrem Auftraggeber Mr. Carstairs nach China geschickt, wobei von Anfang an feststeht, dass ihre Aufgabe nicht ganz ungefährlich ist und dass sie - unter anderem - mit dem Job beauftragt wurde, weil sie spontan handeln kann, auf andere Menschen vertrauenserweckend wirkt und bewiesen hat, dass sie bei Folter (!) nicht so schnell einbricht.

Obwohl Mrs. Pollifax auch auf dieser Reise mit einer geführten Reisegruppe unterwegs ist, so wie schon in "Mrs. Pollifax on Safari", erwarten sie deutlich größere Herausforderungen. Erst einmal soll sie mit einem anderen - ihr unbekannten - CIA-Mitarbeiter zusammenarbeiten, dann reisen sie nach China, wo sie als westliche Touristen ständig unter Beobachtung stehen, und zuletzt besteht ihr Auftrag darin, dass sie einen chinesischen Ingenieur aus einem Arbeitslager befreien sollen, wo er seit Jahren gefangen gehalten wurde. All die Unwägbarkeiten machen Emily Pollifax verhältnismäßig unsicher, doch trotzdem versucht sie die Reise nach China zu genießen und so viel Kultur wie möglich zu sehen.

Eigentlich beginnt die Geschichte für den Hörer ganz harmlos. Gemeinsam mit Mrs. Pollifax kann man darüber grübeln, welcher mitreisende Person wohl ebenfalls von der CIA ist, während man die unterschiedlichen Figuren immer besser kennenlernt. Und Emiliys erste Begegnung mit Einheimischen, die nicht tagtäglich mit Ausländern zu tun haben, sind auch ganz wunderbar beschrieben, ebenso ihre Begeisterung für die Geschichte und Kultur. Doch dann wird die Frage immer drängender, wie wohl der zu befreiende Ingenieur aus dem Arbeitslager rausgeholt werden kann - und wer wohl das Gepäck von Mrs. Pollifax durchsucht hat ...

"Mrs. Pollifax on the China Station" ist trotz vieler amüsanter und liebenswerter Momente nicht ganz so leicht geschrieben wie die vorhergehenden "Mrs. Pollifax"-Geschichten. Emily vermisst den Mann, den sie bei ihrem Abenteuer in Afrika kennengelernt hat und muss feststellen, dass es für sie nicht mehr so einfach ist ihr Leben zu riskieren, wenn es doch einen so wichtigen Menschen in ihrem Leben gibt. Auch fühlt sie sich lange Zeit allein auf ihrer Reise, da die Identität ihres Kollegen erst spät gelüftet wird. Was das Lokalkolorit angeht, so gibt es viele atmosphärische Szenen, doch vor allem konzentriert sich die Autorin dabei auf die lange Historie des Landes und weniger auf aktuelle Ereignisse - vielleicht, weil um 1980 zwar viel in China passierte, aber sich nur wenig davon gut in einem Roman darstellen lässt.

Aber auch so mag ich die Geschichten rund um Mrs. Pollifax und freue mich weiterhin darüber, dass ich noch einige Hörbücher mit ihr vor mir habe. Über die Sprecherin Barbara Rosenblat muss ich inzwischen ja wohl nichts mehr sagen - ich mag ihre Stimme und ich mag ihre Art die verschiedenen Figuren darzustellen.

Sonntag, 23. November 2014

Und was ist mit den Kommentaren?

In diesem November gab es einige Posts zum Thema "Bloggen". Melanie hat sich zum Beispiel Gedanken über das spontane oder geplante Veröffentlichen von Blogbeiträgen gemacht oder über das Rezensieren von Fortsetzungen. Tina von reading tidbits hat sich hingegen gefragt, "Wie oft bin ich verpflichtet zu bloggen?", und Annett schreibt über Verrisse. Grundsätzlich finde ich all diese Gedanken und Anregungen rund ums (Buch-)Bloggen gut und spannend, aber bei all diesen Beiträgen fehlt mir das Thema Kommentare.

In meiner Twitter-Timeline haben ein paar Leute vor einiger Zeit festgestellt, dass sie ja in gewisser Weise auch selbst Schuld sind, wenn sie wenige Reaktionen auf ihre Blogbeiträge bekommen, sie würden ja auch nie bei anderen Blogs kommentieren. Letztendlich wurde daraus eine Kommentar-Challenge, von der ich nicht beurteilen kann, ob sie am Ende etwas gebracht hat. Ich bekomme eher die Tweets mit, die sich darum drehen, dass jemand den Überblick über die abgegebenen Kommentare verloren hat oder mal wieder kommentieren müsste, um da noch einigermaßen erfolgreich abzuschneiden.

Ich hingegen frage mich vor allem, warum das Kommentieren und das Reagieren auf Kommentare für manche Blogger so eine Herausforderung zu sein scheint. Zugegeben, ich bin ein schrecklich kommunikativer Mensch, aber sind wir Blogger das nicht in gewisser Weise alle? Schließlich bloggen wir, um uns über Bücher und andere Themen auszutauschen. Zu diesem Austausch gehört meiner Meinung nach auch eine - mehr oder weniger - zeitnahe Reaktion auf Kommentare, die zu den eigenen Beiträgen abgegeben werden, ebenso wie die zeitnahe Freischaltung von Kommentaren, die moderiert werden. Natürlich kann nicht jeder Blogger jeden Tag Zeit für sein Hobby aufwenden, aber ich erwarte schon, dass das jemand innerhalb einer Woche auf die Reihe bekommt. Es würde mir häufig schon reichen, wenn es nur eine "Entschuldigung, ich bin im Stress und schreibe später ausführlicher"-Bemerkung ist, aber als kommentierender Leser möchte ich gern ab und an das Gefühl haben, wahrgenommen worden zu sein. Nicht immer unbedingt bei jedem Kommentar, manchmal hinterlässt man ja auch nur ein "hallo, ich war da und habe deine Meinung gelesen", auf das nicht leicht zureagieren ist. Aber spätestens bei einem Beitrag, der zu einer Diskussion anregen soll, hätte ich schon gern irgendwann ein Lebenszeichen der Person, die den Post veröffentlicht hat.

Werde ich als Kommentator oft genug von einem Blogger ignoriert, dann fliegt der betreffende Blog aus meinem FeedReader, weil ich es zu frustrierend finde, immer wieder Kommunikationsbereitschaft zu zeigen und nur auf Stillschweigen zu treffen. Ebenso unangenehm finde ich es, wenn ein Blog kein Kommentar-Abo für einzelne Beiträge anbietet, denn ohne eine solche Benachrichtigungsfunktion kann nur sehr schlecht ein Austausch zustandekommen. Ich erinnere mich vielleicht noch ein oder zwei Tage lang daran, dass ich da kommentiert habe und dass ich ja mal nach einer Antwort schauen könnte, aber da ich erst einmal den Blog im FeedReader suchen, ihn aufrufen und ihn dann nach dem entsprechenden Beitrag und einer eventuellen Reaktion durchwühlen muss, bleibt es oft bei dem Gedanken ...

Fehlende Reaktionen oder ein nicht vorhandenes Kommentar-Abonnement sind also die beiden Sachen, die mich vom Kommentieren abhalten. Sonst aber finde ich, dass das Kommentieren zum Bloggen ebenso dazugehört wie das Schreiben von Blogbeiträgen. Ich bemühe mich, mindestens einmal am Tag meinen FeedReader zu leeren und dabei auch einen Kommentar bei den Beiträgen zu hinterlassen, zu denen mir spontan etwas einfällt. Das alles kostet mich nur ein paar Minuten (wenn ich nicht gerade ausnahmsweise zu einem komplexeren Thema endlos meine Meinung äußere, was meist bedeutet, dass ich den Beitrag "aufgehoben" habe, bis ich Ruhe dafür finde :D ) - weniger Zeit, als die meisten Leute in meiner Timeline pro Stunde bei Twitter verbringen, um über ihre schlechte Laune oder die fehlende Motivation für diese oder jene Tätigkeit zu schwatzen oder ihr Essen zu präsentieren. ;) Diese 140 Zeichen für einen Tweet sind so schnell geschrieben - und würden doch oft genug schon für einen Kommentar ausreichen.

Ähnlich halte ich es mit den Kommentaren, die auf  meinem Blog landen. Bekomme ich per Mail die Nachricht, dass da ein Kommentar geschrieben wurde, wird der eben mit einem Klick freigeschaltet und kurz beantwortet. Nur selten unterhalten wir uns über so komplexe Themen, dass es mich mehr als ein oder zwei Minuten kostet, um auf ein "ich teile deine Meinung" oder "klingt nach einem interessanten Buch" zu reagieren. Manchmal entstehen so spannende, interessante oder auch nur alberne Unterhaltungen, die für mich einen großen Reiz des Bloggens ausmachen. Denn auch wenn ich das Bloggen für mich betreibe, so ist es doch der Austausch mit den Bloglesern, der für Buchtipps, neue Ideen und frische Motivation in stressigen Zeiten sorgt. Deshalb bemühe ich mich auch selbst in Phasen, in denen ich richtig viel um die Ohren habe, spätestens innerhalb von 24 Stunden auf einen Kommentar zu antworten - ohne, dass mir das Druck bereiten würde, denn es gibt einfach keinen Tag, an dem ich nicht ein paar Minuten Pause mache, in denen ich dann eben auch das Netbook in Reichweite habe.

Natürlich gibt es trotzdem mal Wochen, in denen dieses "normalerweise" auch bei mir nicht funktioniert. Aber da dieses Hobby "Bloggen" inzwischen einfach zu meinem Alltag gehört, kommen die an Kommentaren armen Zeiten eigentlich nicht ganz so häufig vor.

Ich weiß nicht, ob ich unter meinen "stillen" Mitlesern Leute habe, für die das Kommentieren auch problematisch ist. Wenn ja, dann fände ich es spannend zu erfahren, warum es ihnen so schwer fällt, (regelmäßig) eine Meinung zu einem gelesenen Beitrag zu hinterlassen.

Ansonsten bin ich sehr dankbar für die Blogger (und Nichtblogger!), die ebenso wie ich gern regelmäßig kommunizieren und seit Jahren immer wieder bei mir vorbeischauen und mit mir über Bücher und all die anderen Dinge schwatzen, über die ich schreibe.

Freitag, 21. November 2014

Caroline Stevermer: Magic Below Stairs

Kiya hat mich vor kurzem unabsichtlich - über einen Link in den Kommentaren - auf "Magic Below Stairs" von Caroline Stevermer aufmerksam gemacht und ich habe den (viel zu kurzen) Roman auch schon gelesen. Caroline Stevermer ist mir von den "Cecelia and Kate"-Romanen bekannt, die sie zusammen mit Patricia C. Wrede geschrieben hat, und als ich mitbekam, dass "Magic Below Stairs" in der selben Welt spielt, musste ich das Buch einfach haben - auch wenn die Geschichte sich an ein jüngeres Publikum (10 bis 12 Jahre) richtet als die "Cecelia and Kate"-Bücher.

Protagonist von "Magic Below Stairs" ist Frederick, den der Leser kennenlernt, als er gerade in einem Waisenhaus eine Strafarbeit verrichten muss. Allerdings es ist Frederick unmöglich die Erbsen und Bohnen, die der Waisenhausleiter in der Küche verteilt hat, aufzusammeln, bevor er mitten in der Nacht erschöpft einschläft. Doch als er am nächsten Morgen aufwacht, findet der Junge die Hülsenfrüchte ordentlich in Schüsseln und den Fußboden blitzeblank vor - und muss sich fragen, ob der grüngekleidete kleine Mann, von dem er geträumt hatte, vielleicht doch real war. In den folgenden Monaten darf der Junge dem Koch des Waisenhauses zur Hand gehen und lernt das eine oder andere Nützliche von dem freundlichen Mann.

Mit elf Jahren wird Frederick dann als Laufjunge im Haushalt von Lord Schofield (jupp, Kates Ehemann) aufgenommen, weil er das Glück hat, dass ihm die Uniform des vorherigen Laufburschen perfekt passt. Wieder ergibt sich so die Gelegenheit für den Jungen ganz viel neues Wissen zu sammeln, während er seinen diversen Aufgaben nachgeht. Viel passiert eigentlich gar nicht in dieser Zeit, aber langweilig wird das Buch trotzdem nicht. Caroline Stevermer erzählt von den vielen kleinen Begebenheiten, die Fredericks neues Leben ausmachen, und beschreibt dabei wunderbar nachvollziehbar die Reaktionen des Jungen auf die neuen Lebensumstände, seine Pflichten und die Menschen um ihn herum. Ich habe zum Beispiel mit glänzenden Augen dagesessen, als Frederick herausfand, dass er als Dienstbote im herrschaftlichen Haushalt frisches Brot zu essen bekommt. Auch mochte ich es von all den kleinen Aufgaben zu lesen, die zu seinem Alltag gehören, und von den Gedanken, die er sich zu den verschiedenen Leuten macht.

Natürlich bleibt Fredericks Leben nicht so geruhsam - schließlich sind Kate und ihr Mann nicht gerade dafür berühmt, dass ihr Alltag langweilig verläuft, was natürlich auch Auswirkungen auf ihr Personal hat. So findet der Junge im Laufe der Zeit eine gute Freundin, einen unerwarteten Verbündeten und sogar eine überraschende Chance für sein zukünftiges Leben, während er mit den Auswirkungen einer magischen Auseinandersetzung konfrontiert wird. Ich habe die heimelige Atmosphäre im Haus der Schofields ebenso genossen wie den Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. Frederick ist mir, ebenso wie verschiedene andere Mitglieder des Haushalts, sehr ans Herz gewachsen und ich fand es wunderbar auf diese Weise noch einmal in diese Welt zurückzukehren (auch wenn ich Cecelia etwas vermisst habe).

Mittwoch, 19. November 2014

Kelly Meade: Gray Bishop (Cornerstone Run Trilogy 2)

Manche Romane finde ich sehr schwer zu rezensieren, weil Verstand und Gefühl da eher getrennte Wege gehen. Mein Verstand sagt mir, dass die "Cornerstone Run Trilogy" von Kelly Meade (Kelly Meding) ja "nur" eine unterhaltsame romantische Urban-Fantasy-Geschichte ist, mein Gefühl hingegen ist einfach nur hingerissen, weil ich nach dem Lesen des zweiten Teils, "Gray Bishop", genauso emotional ausgelaugt war, wie schon nach dem Lesen von "Black Rook".

Während im ersten Teil der Serie die Urban-Fantasy-Welt inklusive Magi, Loups Garouxs und Vampire ausführlich vorgestellt wurde, konzentriert sich die Autorin in "Gray Bishop" mehr auf den Ort Cornerstone und darauf wie die unterschiedlichen Werwolf-Gemeinschaften mit der Bedrohung durch die Hybriden umgehen. Dabei stehen dieses Mal Bishop McQueen (grauer Wolf, sowie ältester Sohn und potenzieller Nachfolger des Cornerstone-Alphas) und Jillian Raynolds (schwarze Wölfin und Tochter des Springwell-Alphas) im Mittelpunkt der Geschichte. Ich muss gestehen, dass ich es ein bisschen vermisste habe, die Perspektive von Rook und Brynn zu teilen, vor allem, da man als Leser ziemlich viele Szenen aus Knights Sicht (der dritte der drei McQueen-Brüder) mitbekommt, aber da ich Bishop und Jillian auch sehr sympathisch fand, ist das nun ein winziger Wermutstropfen.

Nach den Ereignissen im ersten Band muss sich die Bevölkerung von Cornerstone erst einmal wieder sammeln. Das Rudel hat einige größere Verluste einstecken müssen und die Flüchtlinge, die dank der Angriffe der unheimlichen Hybriden nicht zurück in ihre Heimatorte können, müssen einen Platz in der Gemeinschaft finden. Dabei ist den Loups Garouxs durchaus bewusst, dass sie sich um die unberechenbaren Schwestern kümmern müssen, weshalb die Alphas beschließen, dass Bishop und Jillian eine Falle für die Hybriden errichten sollen. Bishop und Jillian hingegen haben neben ihrer Sorge um das Wohlergehen ihres Rudels genügend private Probleme.

Bishop muss sich zwar inzwischen keine Gedanken mehr darüber machen, dass ihm sein kleiner Bruder Rook den Platz als Nachfolger ihres Vaters streitig machen könnte, aber trotzdem hat er das Bedürfnis zu beweisen, dass er die Position des Cornerstone-Alphas nach dem Rücktritt von Thomas McQueen ausfüllen kann, obwohl er "nur" ein grauer Wolf ist. Außerdem macht er sich große Sorgen um seinen Bruder Knight, der sich seit seiner Gefangennahme durch die Hybriden stark verändert hat, und kämpft mit seinen Gefühlen für Jillian Raynolds.

Jillian hingegen trauert immer noch um ihren vor zwei Jahren umgekommenen Mann und den zeitgleich erlittenen Verlust ihres ungeborenen Kindes. Ihr ist bewusst, dass sie für diese Trauer nicht mehr viel Zeit hat, denn gerade in einer solch gefährlichen Situation ist es notwendig einen Mann zu finden, der als Nachfolger ihres Vaters die Führung des Springwell-Rudels übernehmen kann. Obwohl sich Bishop und Jillian zueinander hingezogen fühlen (das ist wieder diese "mein Wolf erkennt den anderen als den Partner fürs Leben"-Sache *g*), kann sich keiner von ihnen vorstellen die Verpflichtungen gegenüber dem jeweiligen Rudel zugunsten dieser Zuneigung zu vernachlässigen.

So wie schon Rook ist auch Bishop ein wunderbarer Held, er ist stark, pflichtbewusst, aber auch fürsorglich und ein Familienmensch ... äh ... Familien-Loup-Garoux. ;) Aber noch mehr als die Männer haben es mir Kelly Meads weibliche Hauptfiguren (nicht nur in dieser Serie) angetan. Jillian ist zwar "nur" eine Frau und kommt somit nicht als Nachfolgerin ihres Vaters in Frage - dafür steht fest, dass sie den zukünftigen Alpha des Springwell-Rudels heiraten muss -, aber sie ist stark, selbstbewusst und führt ganz selbstverständlich den Teil der Springwell-Loups-Garouxs an, die das Cornerstone-Rudel unterstützen. Eben weil die beiden Protagonisten ihre Prioritäten so setzen, dass das Wohl des Rudels höher gewertet wird als ihre persönlichen Gefühle, machen sie kein großes Drama daraus, dass sie nicht zusammenkommen können. Sie gehen zum Großteil recht rational und "erwachsen" mit ihren Emotionen um und das hat mir sehr gut gefallen.

Da ich Spoiler vermeiden möchte, kann ich leider nicht auf weitere Details eingehen, aber ich kann verraten, dass ich beim Lesen sehr viel geschmunzelt habe, weil es trotz der bedrohlichen Situation, in der die Wölfe schweben, zu einigen amüsanten Momenten kam. Außerdem habe ich so getrauert und gelitten (und geheult ;) ), als es zu einem erneuten Kampf gegen die Hybriden kam und dabei Figuren starben, die mir sehr ans Herz gewachsen waren. Und dann gab es da noch einen potenziellen Gegenspieler von Bishop, der mir - trotz eines recht kleinen Auftritts - sehr an die Nieren ging, weil der vermeintliche Feind doch eigentlich ein wirklich sympathischer Kerl war. Alles in allem habe ich "Gray Bishop" wirklich genossen, ich fand es toll, dass dieser Roman nicht nur ein typischer "mittlerer Teil" war und ich freu mich jetzt schon auf den Abschluss der Reihe, der Anfang 2015 veröffentlicht wird.

Montag, 17. November 2014

Sofa-Katzen im November

Als Erstes sollte ich wohl erwähnen, dass wir noch nicht heizen und dass ich deshalb nachmittags zum Schreiben häufig mit dem Netbook unter einer Decke auf dem Sofa verschwinde. Christie findet die Wärme, die ich dabei abgebe, ganz toll und sorgt in der Regel dafür, dass sie auch (oft genug ganz allein) davon profitiert - was mir viele Gelegenheiten gibt, um unsere kleine Kampfkatze zu fotografieren.


Christie hängt auf meinen Knien - und mag definitiv nicht von der Kamera gestört werden. :D


Christie hat sich mal wieder zwischen mich und die Sofalehne gequetscht. 


Manchmal duldet sie auch eine weitere Wärmequelle an ihrer Seite ...


... oder sogar zwei. Was dann für mich der Zeitpunkt ist, an dem ich gern mal wieder frei atmen würde.

Samstag, 15. November 2014

Arianas Adventslesen ...

... oder genauer gesagt Arianas "Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen". Ich zitiere mal einen Teil von Arianas Ankündigungsbeitrag:

Wie sieht die Aktion konkret aus?

Wie schon im letzten Jahr entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion.

***

Im Moment habe ich noch keine konkrete Lektüre im Sinn, möchte mir aber schon etwas Adventliches oder Weihnachtliches für diese Zeit zum Lesen raussuchen. Oder vielleicht besorge ich mir in der Bibliothek eine Märchensammlung und stöbere da mal wieder durch - ich habe schon viel zu lange keine Märchen mehr gelesen. Und dann gibt es da ja noch den "Krampus" auf meinem SuB und das eBook-Angebot auf meinem Kindle, mit dem ich wieder jedes Wochenende eine weihnachtliche Kurzgeschichte lesen könnte. :D Auf jeden Fall wird es an jedem Adventssonntag einen Post von mir geben, in dem ich über das (in der Woche) Gelesene plaudern werde. Die Beiträge werden nicht so ausführlich wie beim Herbstlesen - zumindest gehe ich davon aus *g* -, aber ich freu mich schon auf die Möglichkeit zum Austauschen mit den anderen Teilnehmern.

Donnerstag, 13. November 2014

Thomas Finn: Schwarze Tränen

"Schwarze Tränen" von Thomas Finn gehört auch zu den Büchern, auf die ich total neugierig war, die aber trotzdem monatelang auf dem SuB lagen. Vor allem schreckte mich der Faust-Bezug (der mich eigentlich erst auf den Roman aufmerksam gemacht hatte) von einem spontanen lesen ab. Nun habe ich die Geschichte endlich gelesen und befürchte, dass es mir mit Thomas Finn langsam ebenso geht wie mit Kai Meyer. Dessen Romane finde ich eigentlich immer ganz unterhaltsam, aber seine Charaktere liegen mir nicht. Sie berühren mich einfach nicht, ihr Schicksal ist mir egal - und somit bin ich beim Lesen erschreckend wenig neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung, obwohl ich die Geschichte so gerne mögen würde, weil ich die Grundidee wirklich gut finde. Bei den "Chroniken der Nebelkriege" von Thomas Finn und der Serie rund um "Die Wächter von Astaria" ging mir das nicht so mit den Figuren, bei "Weißer Schrecken" schon (wobei mir da auch die Auflösung ganz am Ende nicht so zusagte) - vielleicht sollte ich bei dem Autor bei den Jugendbüchern bleiben?

Bei "Schwarze Tränen" begleitet man Lukas Faust, Nachfahre des berühmten Doktor Johannes Faust, bei einer abenteuerlichen Reise. Eigentlich war er nur nach Staufen gekommen, um seine Exfreundin zu stellen, die sich mitsamt seinen - nicht ganz redlich erworbenen - Ersparnissen aus dem Staub gemacht hatte. Doch als er Sylvia endlich findet, muss er feststellen, dass sie keine normale junge Frau, sondern ein höllischer Sukkubus ist. Außerdem hat sie ihn gezielt nach Staufen gelockt, was letztendlich dazu führt, dass ihm einige Zauberer auf den Fersen sind und dass Mephisto - selbstverständlich in der Gestalt eines schwarzen Pudels - ihm nicht mehr von der Seite weicht.

Ich mochte eigentlich die Art und Weise, in der Thomas Finn die Geschichte vom Doktor Faust mit den diversen Sagengestalten, berüchtigten Orten und historischen Figuren vermischte und daraus einen modernen fantastischen Roman strickte. Und da Lukas Faust anfangs keine Ahnung von all den übernatürlichen Wesen und Artefakten hat, bekommt er  - ebenso wie der Leser - eine gründliche Einführung in die verschiedenen verwendeten Elemente. Stellenweise war mir das schon ein bisschen viel und sorgte dann für etwas Langeweile beim Lesen, auch wenn es grundsätzlich nicht geschadet hat, dass ich so mein Wissen um deutsche Sagen und Legenden auffrischen konnte.

Neben Lukas (erfolgloser Zauberkünstler und ebenso erfolgloser kleiner Gauner), Mephisto (Teufel in Pudelgestalt) spielen auch noch Abraham (Gelehrter, der vor vielen Jahrhunderten einen Höllenpakt eingegangen ist) und Millepertia (Kräuterkundige, die ebenfalls vor einigen hundert Jahren auf den Teufel hereingefallen ist) eine große Rollen in der Handlung. Dummerweise fand ich den einen oder anderen Charakter zwar interessant, aber keinen von ihnen wirklich sympathisch und die Suche nach weiteren Teufelstränen zog sich auch immer wieder etwas hin. Erst auf den letzten gut 100 Seiten hat Thomas Finn mich mit seiner Geschichte so weit gepackt, dass ich mich gut unterhalten fühlte (und erschreckenderweise hatte die Gothic-Band inklusive Teufelsgeiger dank all der Klischee-erfüllenden Witze eine Menge damit zu tun), aber das hat leider nicht gereicht, dass ich am Ende zufrieden mit dem Roman war.

Dienstag, 11. November 2014

[Kulinarisches] Cremige Blumenkohl-Suppe

Manchmal sind es ja gerade die einfachen Rezepte, die wahre Seelentröster sind. Diese Blumenkohl-Suppe gehört für mich ganz klar dazu. Schon als Kind mochte ich Blumenkohl-Suppe sehr gern, wobei meine Mutter die früher mit Mehl oder Ei gebunden hat, was ich wiederum nicht so gerne mache. Deshalb koche ich also diese Variante:



Zutaten (für 4 Portionen):

4 mittelgroße Kartoffeln
1 mittelgroßer Blumenkohl
1,5 Liter Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Muskat(blüte)
gehackte Petersilie
Zitronensaft

Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und mit den 1,5 Litern Gemüsebrühe in einem großen Topf aufsetzen. Den Blumenkohl putzen, in kleine Röschen teilen (den Stiel würfeln) und zu den kochenden Kartoffeln in den Topf geben. Das Ganze zehn Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl bissfest ist. Dann die Hälfte der Blumenkohl-Röschen mit einer Schaumkelle aus dem Topf fischen und zur Seite stellen. Jetzt wird der restliche Topfinhalt mit einem Pürierstab bearbeitet, bis eine cremige Suppe ohne Stückchen entstanden ist, dann kommt etwas feingehackte Petersilie dazu - die Menge hängt vom individuellen Geschmack und dem vorhandenen Vorrat ab ;) - sowie die zur Seite gestellten Blumenkohl-Röschen, und zuletzte wird das Ganze mit Salz, Pfeffer, Muskat(blüte) und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Suppe ist supersimpel und sehr lecker.

Montag, 10. November 2014

Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling

Mit "Charlotte und die Geister von Darkling" und mir ist das so eine Sache. Erst wollte ich das Buch unbedingt lesen, als ich es Anfang des Jahres bekommen habe, kam aber einfach nicht in die Geschichte rein. Nach wenigen Seiten habe ich aufgegeben und den Roman erst einmal auf dem SuB liegen lassen. Dann hatte ich zu Halloween das Gefühl, es sei endlich Zeit für die Geschichte und habe sie an einem Tag durchgelesen, weil ich in genau der richtigen Stimmung dafür war. Als nächstes wollte ich unbedingt eine Rezension zu dem Buch schreiben - und fand tagelang nicht die richtigen Worte, um der Handlung gerecht zu werden. Eigentlich habe ich immer noch das Gefühl, dass ich nicht weiß, wie ich zu dem Roman was schreiben soll, aber bevor ich den Text weiter vor mir herschiebe, versuche ich es trotzdem mal. ;)

Für mich war "Charlotte und die Geister von Darkling" von Michael Boccacino ein Roman, auf den ich mich erst einmal einlassen musste. Obwohl es zu Beginn der Geschichte zu einem brutalen Mord kommt, verläuft die Handlung eher ruhig und - auf eine unheimliche Weise - märchenhaft ab. In meinen Augen eine wunderbare Hommage an den viktorianischen Schauerroman, ebenso wie an die Werke von H. P. Lovecraft. Erzählt wird die Handlung von Charlotte Markham, die auf Everton als Gouvernante arbeitet. Ihre beiden Schützlinge James und Peter haben vor einigen Monaten ihre Mutter durch eine schreckliche Krankheit verloren und trauern immer noch, als Nanny Prum eines Nachts auf fürchterliche Weise ermordet wird.

Während Charlotte versucht den Jungen in ihrer Trauer und ihrem Schock beizustehen, macht sie sich Gedanken über den brutalen Tod des Kindermädchens, aber auch Sorgen um ihr Schützlinge und ihre Freunde, da der Mörder nicht gefasst werden kann. Gleichzeitig träumt sie nachts immer wieder von einem Mann in Schwarz und einem ungewöhnlichen Herrenhaus und auch James und Peter werden immer wieder von seltsamen Träumen geplagt, die die drei letztendlich zu dem Haus von Darkling - und zu der verstorbenen Mutter der Kinder - führt. Mr. Whatley, der Besitzer des Hauses von Darkling, ist fasziniert von allem, was mit normalen Menschen zu tun hat, während Charlotte hin- und hergerissen ist zwischen Interesse, Neugier und Abscheu. Je mehr die Gouvernanten über Mr. Whatley erfährt, desto sicherer ist sie sich, dass sie, ihre Schützlinge und ihre Freunde in Gefahr schweben und dass es an ihr liegt, diejenigen zu retten, die ihr am Herzen liegen.

Michael Boccacino hat mit dem Haus von Darkling eine wirklich skurrile Kulisse für die ungewöhnlicheren Aspekte der Handlung geschaffen und obwohl einige Szenen nicht ganz so appetitlich waren, wie ich es mir gewünscht hätte (auf abgeschnittene Körperteile, die Teil des Menüs sind, reagiere ich etwas empfindlich), fand ich die Welt die der Autor da geschaffen hat, faszinierend. Ebenso sehr hat es mir gefallen, dass Michael Boccacino für sehr viele Elemente keine Erklärung geliefert, sondern es der Fantasie des Lesers überlassen hat, sich einen Reim auf das Ganze zu machen. Ich mochte auch diese Mischung auf vertraut wirkenden Dingen und Sachen, die der ganzen Welt eine neue Bedeutung verliehen haben.

Es ist schwierig für mich, konkreter über das Buch zu schreiben, weil die Handlung aus so vielen kleinen und sehr atmosphärischen Szenen besteht, die man einfach beim Lesen selbst entdecken muss. Ich mochte es auch, dass die Geschichte sehr ruhig erzählt wird und es viele Momente gibt, die eigentlich recht heimelig wären, wenn nicht der gesamte Roman von dieser unterschwelligen Bedrohung durch den unheimlichen Mörder, der Nanny Prum auf dem Gewissen hat, durchzogen wäre. So bekommen selbst die harmlosesten Szenen eine unheimlichen Unterton, während man sogar beiläufige Gespräche gespannt verfolgt, in der Hoffnung, mehr Details über die Hintergründe der Ereignisse zu erfahren.

Samstag, 8. November 2014

Erich Kästner: Der kleine Mann

"Der kleine Mann" von Erich Kästner gehört zu den ersten Büchern, die ich selber gelesen habe und ich habe ihn immer wieder gelesen, weil es einfach eine bezaubernde Geschichte ist. Von vielen (Kinderbuch-)Klassikern kann man ja sagen, dass sie zeitlos sind, aber das trifft auf den "kleinen Mann" definitiv nicht zu. Genau genommen verfügte die Geschichte schon über einen altmodischen Charme, als ich sie zum ersten Mal gelesen habe, denn sie strotzt vor Figurentypen und Nebenbemerkungen, die einfach in ihre Zeit (das Buch wurde 1963 geschrieben) gehören und heute so nicht mehr erzählt werden würden.

Die Hauptfigur in "Der kleine Mann" ist Mäxchen Pichelsteiner, ein Junge, der gerade mal fünf Zentimeter groß ist, und der nach dem Tod seiner Eltern von dem Zirkus-Zauberer Jokus von Pokus aufgezogen wird. Gemeinsam mit den beiden Tauben Emma und Minna und dem Kaninchen Alba gehören die beiden zum Zirkus Stilke und reisen so durch alle möglichen Länder. Auch Mäxchens Eltern gehörten zum Zirkus bis sie eines Tages vom Eiffelturm geweht wurden und für immer verschwanden - nur die beiden falschen Zöpfe, die sie in ihrer Rolle als "chinesische" Akrobaten trugen, wurden einige Zeit später aus dem Meer gefischt. Auch Mäxchen möchte ein Akrobat werden, obwohl Jokus von Pokus ihm immer wieder erklärt, dass er aufgrund seine Größe nie als normaler Artist im Zirkus auftreten kann. So macht ihm der Zauberer immer wieder neue Vorschläge, was für einen Beruf Mäxchen doch ergreifen könnte, während dieser so langen an seinem Traum festhält, bis Jokus eine vielversprechende Idee hat ...

Als erwachsener Leser finde ich es natürlich schön zu erleben, dass es nur ein bisschen Nachdenken und Kreativität erfordert, damit Mäxchen doch noch seinen Traumberuf ergreifen kann - auch wenn er dafür ungewöhnliche Wege gehen muss. Als Kind hingegen war es für mich vollkommen selbstverständlich, dass der kleine Mann ein Akrobat werden würde - schließlich war das sein Wunsch. ;) Auch heute noch mag ich den Einfallsreichtum und die vielen amüsanten Elemente in der Geschichte. Einige Scherze und Anmerkungen sind schon arg altmodisch und würden heutzutage so in keinem (Kinder-)Buch mehr auftauchen, aber das finde ich in erster Linie charmant und nicht unangenehm. Bei der Beschreibung des Tods von Mäxchens Eltern ist mir sogar positiv aufgefallen, wie wenig "Aufwand" in der Geschichte darum gemacht wurde. Erich Kästner beschreibt kurz was passiert ist, erzählt von der Beerdigung und wie traurig der Junge war - und dann geht die Geschichte weiter.

Überhaupt werden die traurigen oder nachdenklichen Momente eher beiläufig eingeflochten und der Leser kann sich dann selber vorstellen wie es Mäxchen damit wohl ergeht und welche Gedanken und Kümmernisse er wohl haben mag, die er nicht zum Ausdruck bringt. Ich fand es angenehm, mal wieder ein Buch zu lesen, bei dem diese emotionalen Elemente nicht so betont wurden und hatte wirklich nicht das Gefühl, dass dabei die Figurentiefe fehlen oder die Charakterentwicklung zu kurz kommen würde. In einigen Bereichen ist die Geschichte schon etwas einfach gestrickt, aber das fällt bei all dem Humor und den sympathischen Figuren gar nicht auf. :)

P.S.: Die Fortsetzung "Der kleine Mann und die kleine Miss" habe ich natürlich im Anschluss auch wieder gelesen und der Roman ist ebenso hübsch wie der erste Band. :)

Donnerstag, 6. November 2014

Guilia Enders: Darm mit Charme

Als im März "Darm mit Charme" von Guilia Enders veröffentlicht wurde, bekam das Buch eine ziemliche Medienpräsenz. Ich wurde neugierig auf das Thema und habe den Titel direkt nach Anschaffung in der Bibliothek vorgemerkt. Es hat allerdings Monate gedauert, bis ich das Buch endlich in den Händen halten konnte - da hatten wohl noch einige andere Nutzer die gleiche Idee. ;) Inzwischen haben schon die Wörterkatze (nur als kurzer Leseeindruck) und Natira (deutlich ausführlicher) den Titel für die Challenge besprochen und so kommt es mir etwas komisch vor, auch noch meine Meinung zu äußern, aber es lässt sich ja nicht ändern, wenn wir nun mal die gleichen Bücher interessant finden.

Guilia Enders schreibt wirklich unterhaltsam über den Aufbau und die Funktionen des Darms und die "Nebenwirkungen", die der Darm auf den restlichen Körper und für die Psyche des Menschen haben kann. Dabei beginnt die Autorin wirklich mit den einfachen Grundlagen und erklärt mit so wenig Fachvokabular wie möglich die verschiedenen Vorgänge, was ich sehr angenehm fand. Ergänzt werden die Texte durch Zeichnungen ihrer Schwester Jill Enders, die die beschriebenen Informationen noch etwas plastischer darstellen. Insgesamt bot mir "Darm mit Charme" einiges schon bekannte Wissen, viele neue Informationen und die Möglichkeit, das Ganze mal zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen - was ich sehr spannend fand. Besonders interessant war für mich übrigens den Teil, der sich um den Aufbau des Immunsystems vor und während der Geburt eines Babys drehte. Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht.

Einige Passagen - gerade die, in denen es um Tier- und Menschenversuche ging - haben mich daran erinnert, dass ich als Teenager viele Bücher über (Tier-)Verhaltensforschung gelesen habe und mich schon damals fragte, wie sinnvoll Versuche sind, die sich auf einen einzelnen winzigen Aspekt (in einer klinischen Umgebung) konzentrieren. So gibt es auch bei "Darm mit Charme" einige Absätze, die mir vor allem zeigen, wie wenig die Forschung bislang überhaupt über das Gebiet weiß - und ja, ich gebe zu, dass das einige meiner Vorurteile gegenüber der Schulmedizin bestätigt. Mir ist bewusst, dass das ein schwieriges Thema ist, allein die Seiten zu Helicobacter zeigen schon, dass man z. B. Bakterien nicht einfach in gut und böse (oder nützlich und schädlich) einteilen kann, aber es gibt mir auch zu denken, dass anscheinend erst so langsam in der Medizin ein Bewusstsein dafür entsteht, dass der Körper ein komplexes Werk ist, bei dem man die einzelnen Bestandteile eigentlich nicht separat sehen kann.

Natira schreibt in ihrer Rezension (die ich erst nach dem Beenden von "Darm mit Charme" gelesen habe), dass sie zwei Sachen gestört hätten: Einmal ein Witz zum Thema Tierversuche, den ich anscheinend überlesen habe, denn der fiel mir nicht ins Auge. Und dann ein englisches Zitat, das mir auch negativ auffiel, weil ich es ansonsten so angenehm fand, wie gut verständlich dieses Buch geschrieben war und wie wenig Fachvokabular die Autorin verwendete. Oh, und den Teil über die "Toxoplasmen" fand ich ebenfalls sehr erschreckend.

Außerdem habe ich seit dem Lesen des Buches Heißhunger auf (präbiotischen) Kartoffelsalat ...

Mittwoch, 5. November 2014

Johan Theorin: Inselgrab

Den vierten und leider letzten Öland-Band von Johan Theorin habe ich am vorletzten Samstag recht konzentriert durchgelesen, weil mir der Roman so gut gefallen hatte. Bei "Inselgrab" hatte ich das Gefühl, dass der Schwerpunkt mehr auf Gerlof Davidsson lag als bei den anderen Romanen, aber das kann auch täuschen, weil ich diese Passagen recht intensiv wahrgenommen habe. Die Geschichte spielt während des Sommers auf Öland und so gelingt es Johan Theorin einen schönen Kontrast zwischen den beiden Handlungssträngen zu schaffen. Denn auf der einen Seite liest man vom Inselleben im Sommer, während die Touristen sich auf Öland ausbreiten, das Mittsommerfest gefeiert wird und die Insel voller Heiterkeit, Trunkenheit und Partyleben vibriert und auf der anderen Seite gibt es noch den Erzählstrang rund um Aron, der als Junge mit seinem Stiefvater Sven die Insel verlässt.

Sven hat Aron schon lange von dem "Neuen Land" erzählt, in dem es ihnen besser gehen würde als auf der Insel, die kaum Arbeit für all die Bewohner bietet und wo Großgrundbesitzer das Sagen haben, während ihre Angestellten unter der Willkür der Reichen zu leiden haben. Doch auch das "Neue Land" hat seine Schattenseiten, die die Neuankömmlinge viel zu schnell kennenlernen. Während Sven im Laufe der Zeit alle Hoffnung aufgibt. lernt Aron zu töten, zu täuschen und zu foltern, um in der neuen Heimat zu überleben.

Bindeglied zwischen den beiden Erzählsträngen ist die Familie Kloss, die inzwischen auf der Insel eine Ferienanlage betreibt und sich darauf vorbereitete in den wenigen Sommerwochen das große Geld zu verdiene. Doch statt sich auf ihr Geschäft zu  konzentrieren, kommt es immer wieder zu erschreckenden Vorfällen. Besonders schlimm sind diese Ereignisse für den jungen Jonas Kloss, der in seiner Familie keine Unterstützung findet und sich deshalb an Gerlof wendet, um mit all den Geschehnissen fertig zu werden.

Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, denn wie immer erzählt Johan Theorin die Geschichte zwar sehr ruhig, so dass vor allem die Atmosphäre zu zählen scheint, aber es verstecken sich eben auch viele kleine Hinweise in diesen scheinbar belanglosen Szenen. Besonders mit einer Enthüllung in der Mitte des Buches hat er mich dieses Mal erwischt, weil diese Entdeckung alles bislang beschriebene auf den Kopf stellt - doch, sehr schön gemacht. Trotzdem ist "Inselgrab" kein Kriminalroman, der davon lebt, dass der Leser mitermittelt, in erster Linie packen mich immer die Atmosphäre, die Beschreibungen der Insel und Figuren wie Gerlof, der mir im Laufe der Zeit wirklich ans Herz gewachsen ist.

Abgesehen von der Anfangsszene, bei der es Klopfgeräusche aus einem frischvergrabenen Sarg zu hören gibt, gibt es eigentlich kaum "übernatürlich" wirkende Szenen in diesem Roman, aber auch das ist passend, denn der Sommer auf Öland ist so kurz, dass man sich darauf konzentriert das Leben zu genießen - erst im Herbst kommt dann wieder die Zeit für Geistergeschichten. ;) Dafür gibt es wieder viele Erinnerungen von Gerlof an frühere Zeiten, doch statt sich darüber zu grämen, wie sehr sich die Insel verändert hat, versucht er sich mit all den Neuerungen zu arrangieren. Dabei gibt es so wunderbare kleine Szenen wie der Moment, in dem Gerlof feststellt, dass er mit seinem neuem Hörgerät wieder die Vögel im Garten hören kann. Ich mag diese Mischung aus Abschiednehmen (wenn der Sommer vorbei ist, muss er wieder vom Sommerhäuschen in sein Pflegeheim ziehen) und dem Willen das Leben positiver zu sehen und mehr auf anderen Menschen zuzugehen. So sind es auch diese kleinen Szenen, die lange in mir nachklingen, auch weil sie in solchem Kontrast zu Arons Erlebnissen stehen.

Dienstag, 4. November 2014

Lucy Maud Montgomery: Anne auf Green Gables 1-4 (Hörspiel)

Vor gut 1 1/2 Jahren habe ich mit großem Vergnügen wieder einmal "Anne auf Green Gables" gelesen. Zu dem Zeitpunkt war ich fest entschlossen bald einmal die Fortsetzung der Geschichte zu lesen oder zumindest endlich mal die Hörspiel-Version zu hören, die schon so lange auf meinem Hörbuch-SuB herumlag. Aber natürlich kam mir immer wieder etwas dazwischen, so dass die Fortsetzung weiterhin nur angelesen auf meinem eReader liegt und die Hörspiele im Regal Staub ansetzten.

Da ich aber Sonntag wusste, dass ich für den Montag viel Hörunterhaltung brauchen würde, und weil ein Hörbuch nach dem anderen sich nicht richtig auf den Player packen ließ (es bringt einfach nichts, wenn sich die Tracks nicht in die richtige Reihenfolge bringen lassen oder nur eine CD richtig abgespielt wird, wenn ich mindestens drei Stunden am Stück etwas hören möchte und meine Tätigkeit nicht mal eben unterbrechen kann, um den Player neu zu bespielen) wurde es endlich Zeit die CDs aus dem Regal zu holen.

Obwohl ich mich dieses Mal an viel mehr Details noch erinnern konnte, fand ich es wieder schön nach Green Gables zu reisen, gemeinsam mit Anne die Geschwister Cuthbert und ihre Nachbarn kennenzulernen und die großen und kleinen Abenteuer des rothaarigen Waisenmädchens zu verfolgen. Ich glaube, Anne Shirley ist die einzige Romanfigur, der ich es verzeihen kann, dass sie nicht nur ungemein viel Fantasie hat, sondern auch entsetzlich "romantisch" ist. So stellt sie sich als kleines Mädchen gern vor, wie romantisch es doch wäre dahinzusiechen oder die Haare aufgrund einer Krankheit zu verlieren (statt dafür die "Hilfe" eines Hausierers in Anspruch zu nehmen :D).

Für die eher pragmatischen Geschwister Matthew und Marilla Cuthbert sind Annes fantastische Gedankenspiele ebenso befremdlich wie ihre Neigung den ganzen Tag durchzuplappern und all ihre Beobachtungen und Gedanken mit ihrer Umgebung zu teilen. Während Marilla sich bemüht Anne zu einem ordentlichen und vernünftigen Mädchen zu erziehen, genießt Matthew das unbeschwerte und fröhliche Wesen von Anne und verwöhnt sie, wann immer es ihm möglich ist. Ich finde es immer wieder wunderschön zu verfolgen, wie Matthew und Marilla Anne ins Herz schließen und sich sogar die diversen misstrauischen Nachbarn mit Anne anfreunden und schließlich sogar stolz auf ihre Entwicklung und ihre Leistungen werden.

Dabei passieren Anne im Laufe der gut vier Jahre, die man in den ersten vier Hörspielen (bzw. dem ersten Roman) verfolgen kann, so einige amüsante Missgeschicke, so dass die Geschichte bei aller Betulichkeit wirklich charmant und sehr kurzweilig erzählt wird. Oh, und da ich ja genau weiß, was am Ende der vierten CD auf mich zukam, hatte ich beim Hören die ganze Zeit einen Kloß im Hals bis schließlich die Tränen kullerten - nur gut, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht im Garten war, sondern nur die Katzen fütterte. ;)

Ein bisschen hatte ich vor dem Hören Angst, dass die Sprecherauswahl nicht meinen Geschmack treffen würde, aber zum Glück ist das nicht eingetroffen. Marie Bierstedt macht ihre Sache als Anne sehr gut und trifft den richtigen Ton, um Annes dramatische Art so darzustellen, dass es immer noch liebenswert und amüsant rüberkommt, und dass man nachvollziehen kann, warum sie so schnell Freunde findet. Besonders gefreut hatte ich mich über die Wahl von Jochen Schröder für Matthew, denn dessen Stimme mag ich sehr und sie passte perfekt zu dem zurückhaltenden und liebenswerten Mann. Auch Marilla wird sehr stimmig von Dagmar von Kurmin dargestellt, so dass man bei aller Zurückhaltung, allen Anweisungen und Rügen doch immer mehr die Zuneigung durchschimmern hört, die die ältere Frau für Anne empfindet.

Sehr schmunzeln musste ich, als ich die Stimme von Regina Lemnitz erkannte, die Rachel Lynd darstellte, denn die schwatzhafte und häufig penetrante Nachbarin der Cuthberts hat schon den einen oder anderen Zug mit der Figur "Roseanne Conner" gemeinsam (auch wenn sie natürlich deutlich respektabler ist :D). Auch die weiteren Rollen bei diesem Hörspiel wurden wirklich gut besetzt, kein Sprecher fiel mir negativ auf und selbst die Nebenfiguren, die eher selten vorkamen, hatten stimmlich einen hohen Wiedererkennungwert. Ich weiß nicht, ob ich mir die weiteren Teile des Hörspiels noch besorgen werde - es sind ja schon noch einige CDs, die mir da fehlen -, aber mein Zögern hängt wirklich nur mit der Menge der Veröffentlichungen zusammen und nicht mit der Qualität, denn die ist mehr als zufriedenstellend.

Montag, 3. November 2014

Sofa-Christie

Als Christie bei uns einzog, war sie halb wild und ließ sich nicht anfassen. Es hat Jahre gedauert, bis sie zu einem von uns kam und signalisierte, dass sie Aufmerksamkeit haben möchte. Und es immer noch mit einem Risiko verbunden, wenn man sie streichelt, weil ihre Stimmung jederzeit von Genuss zu Aggression umschlagen kann. Man merkt einfach, dass sie als kleine Katze nicht gelernt hat, dass man einem Menschen ruhig vertrauen kann. Umso kostbarer sind die Stunden, die sie mit uns schmust. Dabei ist eine ihre Lieblingspositionen zwischen mir und der Sofalehne, wobei sie ihre Hinterpfoten fest gegen mein Bein stemmt, sich seitlich legt und sich den Bauch kraulen lässt. Dabei passiert es nicht selten, dass sie mit ihren Vorderpfoten meine Hand einfängt und kleine Bisse verteilt, aber das Risiko gehe ich bei dem hübschen Anblick doch gern ein. ;)





Sonntag, 2. November 2014

Sachbuch-Challenge Endspurt-Anstupser


Nachdem der November schon angebrochen ist, wird es für einige von uns Zeit, einen Endspurt für die Challenge einzulegen. Ich persönlich muss vor allem das mit dem Rezensieren endlich auf die Reihe bekommen, habe aber auch noch ein paar Bücher hier liegen, die ich eigentlich für die Challenge (fertig-)lesen wollte.

Noch - so würde ich zumindest behaupten - ist das Challenge-Ziel für uns alle erreichbar. Aber das zum Teil auch nur, wenn wir uns so langsam ein wenig ranhalten. ;) Vielleicht hat die eine oder andere Teilnehmerin ja auch schon eine Rezension geschrieben, die mir durchgegangen ist oder die nicht auf der entsprechenden Challenge-Seite gelistet wurde. Daher würde ich euch auch darum bitten, dass ihr die Seiten spätesten Ende Dezember noch einmal anschaut und aktualisiert.

Ariana
  1. Ronald Reng: Gebrauchsanweisung für London
  2. Anna Regeniter: Ein Jahr in London
  3. Ditte und Giovanni Bandini: Das Vampirbuch
  4. Gerhard Elfers: 111 Gründe, London zu lieben
  5. Gerhard Wagner: Das geht auf keine Kuhhaut - Redewendungen aus dem Mittelalter
  6. Michael Tsokos: Der Totenleser
BücherFähe
  1. Charles River Editors: Calico Jack, Anne Bonny and Mary Read - The Lives and Legacies of History's most famous Pirate Crew
  2. Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft
  3. Luise Schmidt: Canarisches Tagebuch 1904-1906
  4. Richard Louv: Das Prinzip Natur - Grünes Leben im digitalen Zeitalter
  5. Philip Matyszak: Gladiator - Der ultimative Karriereführer
  6. John Douglas und Mark Olshaker: Anatomie des Mörders
  7. Karl-Wilhelm Weeber: Nachtleben im alten Rom
Hermia
  1. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook - Proper Life Skills from Regency England
  2. Thomas de Padova: Leipniz, Newton und die Erfindung der Zeit
  3. Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
  4. Roberta S. Kremer: Zerissene Fäden
  5. Sam Wasson: Verlieben Sie sich nie in ein wildes Geschöpf - Audrey Hepburn und "Frühstück bei Tiffany"
  6. Irfan Orga: Das Haus am Bosporus
  7. Ian Mortimer: Im Mittelalter - Handbuch für Zeitreisende
  8. Julia Korbik: Stand Up - Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene 
  9. A Map of the World - The World According to Illustrators and Storytellers
  10. Gero von Boehm: Unterwegs in der Weltgeschichte mit Hape Kerkeling (Hörbuch) 
  11. Meike Winnemuth: Das große Los
  12. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land
DieJai
  1. Jinaika Jakuszeit und Miriam Dornemann: Die kreative Manufaktur: Schönheit aus der Natur - Naturkosmetik selbst herstellen
  2. Daniela Matijevic: Mit der Hölle hätte ich leben können - Als deutsche Soldatin im Auslandseinsatz
  3. Birga Dexel: Von Samtpfoten und Kratzbürsten
  4. Martina Kittler: Expresskochen vegetarisch
  5. Ute Hayit und Cornelia Auschra: Kölner Ausflüge
  6. Anna Maria Sigmund: Die Frauen der Nazis
  7. Jan Bredack: Vegan für Alle
Natira
  1. Lena Gorelik: Lieber Mischa
  2. Richard P. Feynman: Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken
  3. E.H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst
  4. Charles Darwin: Reise um die Welt (Hörbuch)
  5. Maggie Lane: Understanding Austen
  6. Emma Dickens: Das da Vinci Universum - Die Notizbücher des Leonardo
  7. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare
  8. Florian Heine: Mit den Augen der Maler - Schauplätze der Kunst neu entdeckt
  9. Rebecca Gablé: Von Ratlosen und Löwenherzen (Hörbuch)
  10. Walter Kempowski: Im Block
  11. Ben Crystal: Shakespeare on Toast - Getting a Taste for the Bard
  12. Barbara Rosenblat: Audiobook Narrator - The Art of Recording Audio Books 
  13. Suzanne Sega: Kollision mit der Unendlichkeit
  14. Jennifer Croll: Mode - Eine kurze Geschichte
  15. Julia Korbik: Stand Up
  16. Guilia Enders: Darm mit Charme
Neyasha
  1. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure - Die Reise einer Münze durch das Römische Reich
  2. Reinhold Messner: Der nackte Berg. Nanga Parbat - Bruder, Tod und die Einsamkeit
  3. Axel N. Halbhuber: Ich geh dann mal heim
  4. Jessica Fellowes: The World of Downton Abbey
  5. Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller - Geschichte einer Freundschaft
  6. Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln
  7. Susanne Klingner: Hab ich selbst gemacht - 365 Tage, 2 Hände, 66 Projekte
  8. Michael Wigge: Ohne Geld bis ans Ende der Welt
  9. Tomas Tranströmer: Die Erinnerungen sehen mich
Nina
  1. Sabrina Fox: Mrs. Fox will heim
  2. Gayle Tufts: Miss Amerika
  3. Linda Lovelace: Ich packe aus!
  4. Flavius Josephus: Geschichte des judäischen Krieges
  5. Bernd Senf: Die blinden Flecken der Ökonomie (Teil 1)
Sayuri
  1. Michael Martin: 30 Jahre Abenteuer - Unterwegs in den Wüsten der Erde
  2. Arnhild Lauveng und Günther Frauenlob: Nutzlos wie eine Rose
  3. Luise Reddemann und Cornelia Dehner-Rau: Trauma
  4. Bill Bryson: A Walk in the Woods
  5. Luise Reddemann, Peter Schellenbaum und Manuela Miller: Das innere Kind
Winterkatze
  1. Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen
  2. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook - A Sensible Yet Elegant Guide to Her World
  3. Laura Thompson: Agatha Christie
  4. Barbara Sichtermann: Gerstenbergs 50 Klassiker - Schriftstellerinnen
  5. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten - Eine kurze Geschichte der Technik
  6. Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung - Die Geschichte meiner wunderbaren Rettung
  7. Reza Aslan: Zelot - Jesus von Nazaret und seine Zeit
Wörterkatze
  1. Helge Sobik: Das letzte Postamt diesseits des Polarkreises - Finnische Fundstücke
  2. Dick Houston: Bulu - Der afrikanische Wunderhund
  3. Celia Haddon: Tilly- Die Katze, die niemand haben wollte
  4. Richard P. Feynman: Sie belieben wohl zu scherzen
  5. Sabine Kuegler: Dschungelkind
  6. Peter Gethers: Klappohrkatze
  7. Guilia Enders: Darm mit Charme
  8. Thomas Bauer: Möge Allah dir Flügen verleihen - Per Liegerad durch die Türkei

Samstag, 1. November 2014

November-SuB 2014

Es wird wieder Zeit für den Monatsanfangspost mit dem SuB-Stand und dem "Lesefazit" des vergangenen Monats. Sowohl der Stress der letzten Wochen, als auch "The Cuckoo's Calling" haben sich deutlich auf mein Lesepensum ausgewirkt, so dass es nur den Kinderbüchern zu verdanken ist, dass ich insgesamt 9 Bücher gelesen habe. Außerdem gab es 4 Hörbücher für die Ohren, wobei nur eine der Geschichten ("Der Prinzessinenmörder") neu für mich war. Den Rest kannte ich entweder schon als Buch oder ich habe das Hörbuch noch einmal gehört, weil es mir beim ersten Mal so gut gefallen hatte.

Der November bringt wieder die üblichen Vorhaben bezüglich der Sachbuch-Challenge - wobei es dieses Mal weniger um das Lesen als um das Schreiben der Rezensionen geht, da muss ich dringend aufholen! Außerdem werde ich mir (mindestens) ein englisches Buch vornehmen. Zusätzlich habe ich mir ein größeres und langfristiges Projekt vorgenommen. In den letzten Wochen fühlte ich mich sehr unzufrieden mit dem SuB und immer schienen andere Bücher wichtiger zu sein, als die, die schon eine Weile auf meine Aufmerksamkeit warteten. In dieser Stimmung wäre es ein leichtes gewesen den SuB mal eben um 90% zu reduzieren - ich kann dann sehr radikal sein.

Ganz so extrem möchte ich aber nicht damit umgehen, es bleibt immer noch dabei, dass ich die Bücher schließlich mal lesen wollte. Auf der anderen Seite bekomme ich zum Geburtstag und zu Weihnachten vermutlich (oder eher hoffentlich) ein paar Neuzugänge, die ich richtig gern lesen würde und von denen ich nicht will, dass sie auf dem SuB versauern, weil ich versuche meine Zeit zwischen den älteren, den neueren und den geliehenen Büchern aufzuteilen. Also werde ich in den nächsten Wochen regelmäßig einen Titel vom SuB anlesen und schauen, ob mich das Ganze nicht doch noch reizt. Lese ich mich fest, dann habe ich den Roman wenigstens endlich in Angriff genommen, packt mich die Geschichte nicht, dann wird sie eben rausgeworfen. Das ist also mein "persönliches Projekt" für den November (und vermutlich auch die folgenden Monate ;) ).


A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (11)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Larry Correia: Die Monster, die ich rief

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (7)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 - Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 - Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)
Tove Jansson: Mumins lange Reise

K (4)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Jenny Milchman: Eisesgrab

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
-

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund

Q (0)
-

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
-

Sonstige (0)
-

82 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:

Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: Side Jobs (Harry Dresden Kurzgeschichten)
Jim Butcher: Changes
Jim Butcher: Ghost Story
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Jennifer Estep: By A Thread
Diana Pharaoh Francis: The Cipher
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson's The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
Lisa und Laura Roecker: The Liar Society 2 - The Lies That Bind
A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
Diane Zahler: Sleeping Beauty's Daughters

Sonstiges:
West Ward Weird

29 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)