Mittwoch, 31. Dezember 2014

Sachbuch-Challenge 2015

Eigentlich wollte ich das kommende Jahr relativ "challengefrei" erleben. Aber nachdem ich von mehreren Seiten gefragt wurde, ob ich die Sachbuch-Challenge verlängern würde und mich selbst geärgert habe, dass ich zum Beispiel in meine John-Lennon-Biografie in diesem Jahr keinen einzigen Blick geworfen habe, bin ich doch schwach geworden.


Es gibt also auch für das Jahr 2015 eine Sachbuch-Challenge auf meinem Blog. Dieses Mal mit zwei Varianten, zwischen denen man sich entscheiden kann.

Die Regeln für die Challenge lauten wie folgt:
  • Die Anmeldung muss bis zum 31. Januar 2015 erfolgen - was euch noch etwas Bedenkzeit gibt. 
  • Die Challenge beginnt am 01.01. 2015 und endet am 31.12.2015.
  • Jedes gelesene Sachbuch soll auf dem Blog rezensiert oder zumindest mit einem Leseeindruck bedacht werden. Dabei erwarte ich in diesem Jahr, dass mindestens die Hälfte der gelesenen Bücher rezensiert wird - ausschließlich Leseeindrücke zu schreiben fände ich denjenigen gegenüber unfair, die sich die Mühe einer ausführlichen Rezension machen!
  • Als Sachbuch gilt weiterhin jedes Buch mit einem nicht-fiktiven Inhalt (Biografien, Reiseberichte, Fachbücher, Kochbücher, Ratgeber, Erlebnisberichte usw.)
  • Wer an der Sachbuch-Challenge teilnehmen möchte, der sollte sich bitte mittels eines Kommentars unter diesem Beitrag anmelden und mir einen Link zu einer Challenge-Übersichtsseite hinterlassen, auf der die Fortschritte vermerkt werden.

Außerdem gibt es zwei mögliche Varianten zur Teilnahme an der Challenge:
  • Variante A - Hier gelten die gleichen Regeln wie im letzten Jahr. Es müssen insgesamt zehn Sachbücher gelesen werden, davon müssen mindestens fünf Stück bis zum 30.06.2015 gelesen und rezensiert werden.
  • Variante B - Gilt für diejenigen, denen in diesem Jahr die Zeit zu knapp wurde, um wirklich umfangreiche Sachbücher zu lesen. Es müssen insgesamt nur acht Sachbücher gelesen werden, wobei eines der gelesenen Bücher pro Halbjahr ein Wälzer mit mindestens 500 Seiten sein soll. Das bedeutet, dass bis zum 30.06.2015 mindestens ein Wälzer und drei "normale" Sachbücher gelesen und rezensiert werden müssen.
  • Durch die Rezensionsbedingungen muss die Entscheidung für eine dieser Varianten erst bis zum 30.06.2015 getroffen (und erfüllt) werden.
  • Wenn in den Rezensionen keine Seitenzahlen angegeben werden, dann halte ich mich an die Angaben, die auf der dementsprechenden Verlagsseite zu finden sind, um beurteilen zu könne, ob ein Sachbuch ein "Wälzer" ist oder nicht.



Ich werde diesen Beitrag als Übersichtsbeitrag für die Challenge verwenden und alle Teilnehmer-Challengeseiten inklusive der gelesenen und rezensierten Titel hier verlinken. Ihr könnt diesen Post das gesamte Jahr 2015 über ganz einfach über das Logo in der Seitenleisten aufrufen. Oh, und natürlich können alle Teilnehmer die von mir für die Challenge angefertigten Logos auf ihren Blogs verwenden.



***

Teilnehmer:

A.Disia (Variante A)
  1. Adam Fletcher: Wie man Deutscher wird in 50 einfachen Schritten/How to be German 144 S.
  2. Lucinde Hutzenlaub: Hallo Japan - Familie Hutzenlaub wandert aus 288 S.
  3. Dr. Angela Fetzner: Matcha - Gesundheitswunder aus Japan oder teurer Trendtee 100 S.
  4. Linda Seger: Creating Unforgettable Charakters - Practical Guide to Character Development in Films, TV Series, Advertisments, Novels and Short Stories 256 S. 
  5. Ulrich Siegrist und Martin Luitjens: 30 Minuten Resilienz 96 S.
(5/10)

Ariana (Variante A)
  1. Denis O'Connor: Paw Tracks in the Moonlight 226 S.
  2. Steven Gilbar: Bibliomania - Es lebe das Buch! 160 S.
  3. Mark Benecke: Dem Täter auf der Spur - So arbeitet die moderne Kriminalbiologie 335 S.
  4. Marie Kondo: Magic Cleaning - Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert 224 S.
  5. Rik Smits: Linkshänder - Geschichten, Geschick, Begabung 238 S.
  6. Aboud Saeed: Der klügste Mensch im Facebook 128 S.
  7. Naoto Kan: Als Premierminister während der Fukushima-Krise 165 S.
  8. Rebecca Gablé: Von Ratlosen und Löwenherzen (Hörbuch) 240 S.
  9. Rüdiger Vossen: Weihnachtsbräuche in aller Welt - Von Martini bis Lichtmess 336 S.
  10. Christian Stöcker: Nerd Attack - Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook (Hörbuch) 320 S.
(10/10)

BücherFähe (Variante A)
  1. Steven Gilbar: Bibliomania - Ein listenreiches Buch über Bücher 154 S.
  2. Denise Zintgraff: Die Frau aus Tausendundeiner Nacht - Mein Leben in einem Harem 283 S.
  3. Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  4. Hans-Dieter Otto: Unser König ist wahnsinnig! Verrückte Herrscher von Caligula bis König Ludwig II 256 S.
  5. Hermann und Georg Schreiber: Geheimbünde von der Antike bis zur Gegenwart (Mafia - Camorra - Ku-Klux-Klan - Freimaurer und viele andere) 283 S.
  6. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike 208 S.
  7. Lesley und Roy Atkins: Die Römer - Kultur und Mythen 123 S. 
  8. Richard Kerler: Deutschland mal anders - Die interessantesten, witzigsten und kuriosesten Orte und Events, die man einmal im Leben gesehen oder erlebt haben sollte 207 S.
  9. Martyn Shallcross: Daphne du Maurier Country 95 S. 
  10. August Riese, Henry Félix, Théodore Jung: Die eiserne Maske, auf Grund der neuesten archivalischen Forschung 83 S.
(10/10)

cat/Sam (Variante A)
  1. Daniel Kehlmann: Wo ist Carlos Montúfar? 160 S.
  2. Leonard Mlodinow: Euclid's Window - The Story of Geometry from Parallel Lines to Hyperspace 320 S.
  3. Malala Yousafzai mit Christina Lamb: Ich bin Malala 432 S.
  4. Daniel Pennac: Wie ein Roman 197 S.
  5. Valerie Lawson: Mary Poppins, she wrote - The Life of P.L. Travers 416 S.
  6. Marjane Satrapi: Persepolis 160 S.
  7. Juli Zeh: Die Stille ist ein Geräusch - Eine Reise durch Bosnien 264 S.
  8. Amanda Palmer: The Art of Asking - Wie ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und lernte, mir helfen zu lassen 448 S.
(8/10)

DieJai (Variante B)
  1. Misha Anouk: Goodbye, Jehova - Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ 544 S.
  2. Julia Korbik: Stand up - Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene 416 S.
  3. Jürgen Becker: Religion ist, wenn man trotzdem stirbt 174 S.
  4. Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg 344 S.
  5. Cheryl Strayed: Der große Trip - Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst 448 S.
(5/8)

glencombscille (Variante A)
  1. Dominic Wallmann und Ben Newman: Professor Astrokatz 32 S.
  2. Margot Käßmann: Das Zeitliche segnen - Voller Hoffnung leben, in Frieden sterben 222 S.
  3. Martina Rosenberg: Mutter, wann stirbst du endlich? - Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird 256 S.
  4. Yvonne Hofstetter: Sie wissen alles 352 S.
  5. Jutta Jacobi: Die Schnitzlers - Eine Familiengeschichte 304 S.
  6. Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance - Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität 385 S. 
  7. Peter Teuschel: Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte - Geschichten über Menschen zwischen Wahn und Wirklichkeit 256 S.
  8. Karin Mölling: Supermacht des Lebens - Reisen in die erstaunliche Welt der Viren 318 S. 
  9. Petra Hartlieb: Meine wundervolle Buchhandlung 208 S.
  10. Malcolm Tait/Olive Tayler: Vögel - Von eleganten Elstern, graziösen Gänsen und zaghaften Zeisigen 192 S.
  11. Julie Zeh: Nachts sind das Tiere 360 S.
(11/10)

Hermia (Variante B)
  1. Wolfgang Putz und Beate Steldinger: Patientenrechte am Ende des Lebens 320 S.
  2. Amanda Adams: Scherben bringen Glück - Pionierinnen der Archäologie 240 S.
  3. Bill Bryson: Frühstück mit Kängurus - Australische Abenteuer (Hörbuch) 416 S.
  4. Michael Prang: Alternativmedizin - Was sie leistet - Wann sie schadet 256 S.
  5. Matthew Goodman: In 72 Tagen um die Welt - Wie sich zwei rasende Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten 720 S.
  6. Mark Salisbury: Tim Burton - Der melancholische Magier 348 S.
  7. Simon Winchester: Der Atlantik - Biografie eines Ozeans 528 S.
  8. Haruki Murakami: Untergrundkrieg - Der Anschlag von Tokio 480 S.
  9. Thomas Jeier: Die ersten Amerikaner - Eine Geschichte der Indianer 352 S.
  10. Kristín Steinsdóttir: Leben im Fisch - Kristín Steinsdóttir erzählt das Island ihrer Kindheit
  11. Barbara Sichtermann: 50 Klassiker - Frauen 320 S.
(11/8)

Natira (Variante A)
  1. Fred Bruemmer: Mein Leben mit den Inuit - Reisen zwischen Grönland und Alaska 173 S.
  2. David Bergmann: Der, die, was? Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth 212 S.
  3. John Vaillant: Der Tiger 448 S.
  4. Amanda Palmer: The Art of Asking - How I Learned to Stop Worrying and Let People Help 352 S.
  5. Barbara Sichtermann und Ingo Rose: Frauen einfach genial - 14 Erfinderinnen, die unsere Welt verändert haben (Hörbuch) 128 S.
  6. Christiane Kohl: Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945 - Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen 256 S. 
  7. Mark Rowlands: The Philosopher and the Wolf: Lessons from the Wild on Love, Death and Happiness 256 S.
  8. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel - Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge 373 S.
  9. Farley Mowat: Ein Sommer mit Wölfen 192 S.
  10. Scott Lillie: Tents, Tortoises and Tailgates - My Life as a Wildlife Biologist 144 S.
  11. Louise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land - Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort 144 S. 
  12. Ivan Bargna: Afrika - Kunst und Architektur 72 S.
  13. Ewald Weber: Das kleine Buch der botanischen Wunder 171 S.
  14. Anna Lindsey: Im Dunklen - Mein Leben ohne Licht 257 S.
  15. Henry Keazor: Täuschend echt! Eine Geschichte der Kunstfälschung 224 S.
  16. Véronique Poulain: Worte, die man mir nicht sagt - Mein Leben mit gehörlosen Eltern 160 S. 
  17. Sabine Bode: Die vergessene Generation - Kriegskinder brechen ihr Schweigen 304 S.
  18. Marc Baumann: Richter Ahnungslos - Wie ich unfreiwillig Schöffe wurde und was ich dabei über Recht und Unrecht gelernt habe 160 S.
  19. Luise Berg-Ehlers: England und die Detektive 128 S.
  20. Volker Uhl (Herausgeber): Jeden Tag den Tod vor Augen - Polizisten erzählen 224 S.
(20/10)

Neyasha (Variante A oder B)
  1. Karl-Wilhelm Weeber: Baden, spielen, lachen - Wie die Römer ihre Freizeit verbrachten 152 S.
  2. Robyn Davidson: Tracks 280 S.
  3. 3 Kurzrezensionen zu Balkonratgebern (Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten; Karl Ploberger: Die schönsten Balkone und Terrassen für intelligente Faule; Ursula Braun-Bernhart: Balkon und Terrasse - 280 Pflanzen im Porträt insgesamt 456 S.
  4. Matthew Goodman: In 72 Tagen um die Welt - Wie sich zwei rasende Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten 721 S.
  5. Jo Walton: What Makes This Book So Great? 448 S.
  6. Alfred Lansing: 635 Tage im Eis - Die Shakelton-Expedition (Hörbuch) 320 S.
  7. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike 208 S.
  8. Monika Reitprecht: Wo stehen hier die E-Books? 180 S.
  9. Randall Munroe: What if? Was wäre wenn? 368 S.
(9/10)

Sarah (Variante A)
  1. Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  2. Heinrich Böll: Irisches Tagebuch 195 S.
  3. Ursus Wehrli: Kunst aufräumen 48 S.
  4. Cliffs Note on Uncle Tom's Cabin 122 S.
  5. Ulrich Strunz: Wunder der Heilung: Neue Wege zur Gesundheit - Kenntnisse und Erfahrungen 223 S.
  6. J. K. Rowling: Very Good Lives 80 S.
  7. Cliffs Note on Shakespeare's Macbeth 104 S.
  8. Bernard Cornwell: Waterloo - Eine Schlacht verändert Europa 479 S.
  9. Jürgen W. Müller (Hrsg.) Das Jahr im Bild 2015 160 S.
  10. Steven Gilbar: Bibliomania 159 S.
(10/10)

Sayuri (Variante B)
  1. Cheryl Strayed: Der große Trip - Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst 448 S.
  2. Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  3. Heike Dorsch: Blauwasserleben - Eine Weltumseglung, die zum Albtraum wurde 272 S. 
  4. Anne Stevenson: Sylvia Plath - Eine Biografie 656 S.
  5. Harriet Brown: Brave Eating Girl 256 S.
  6. Nelson Mandela: Der lange Weg zur Freiheit 864 S.
  7. Marjane Satrapi: Persepolis - Eine Kindheit im Iran 160 S.
  8. Marjane Satrapi: Persepolis - Jugendjahre 160 S.
  9. Karl Ove Knausgårds: Sterben 576 S.
(9/8)

Winterkatze (Variante A)
  1. Frank Patalong: Der viktorianische Vibrator - Törichte bis tödliche Erfindungen aus dem Zeitalter der Technik 288 S.
  2. Patricia C. Wrede: Wrede on Writing - Tips, Hints and Opinions on Writing 246 S.
  3. Jan Gehl: Städte für Menschen 304 S.
  4. Judith Flanders: The Making of Home - The 500-year story of how our houses became homes 368 S.
  5. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel - Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge 373 S.
  6. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land - Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort 144 S.
  7. Simon Winchester: Der Atlantik - Biografie eines Ozeans 528 S.
  8. Ivan Bargna: Afrika - Kunst und Architektur 72 S.
  9. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare 272 S.
  10. Luise Berg-Ehlers: England und die Detektive 128 S.
(10/10)

Wörterkatze (Variante A oder B)
  1. Dian Fossey: Gorillas im Nebel - Mein Leben mit den sanften Riesen 415 S.
  2. Christine Brügge: Und dann kam Luna 256 S.
  3. Barbara Tuchmann: August 1914 528 S.
  4. Randy Pausch (mit Jeffrey Zaslow): Last Lecture - Die Lehren meines Lebens 240 S.
  5. Jon Spence: Geliebte Jane - Die Geschichte der Jane Austen 379 S.
(5/10)

Die Zahlen in Klammern bezeichnen den Stand vom 01.01.2016 (01:10 Uhr) - und somit das Endergebnis der Challenge. Einen Fazit-Beitrag gibt es von mir in den nächsten Tagen, bis dahin noch einmal vielen Dank für eure Teilnahme! :)

Jahresend-Post

Und wieder ein Jahr vorbei ... Die letzten Wochen waren schön und anstrengend - eigentlich trifft das auf das ganze vergangene Jahr zu. Den heutigen Abend werden wir wie eigentlich an jedem Silvesterabend auf dem Sofa verbringen. Wir werden lesen und spielen und etwas schwatzen, etwas Leckeres essen und hoffen, dass die Katzen sich von dem Feuerwerk der Nachbarn nicht zu sehr aufregen lassen.

2015 wird für mich erst einmal mit dem Beenden der nicht geschafften Projekte beginnen - und wenn ich damit fertig bin, gibt es noch ein paar weitere Pläne, die auf ihre Verwirklichung warten. Langweilig wird es mir gewiss nicht. ;)

Doch erst einmal möchte ich euch einen schönen Übergang ins neue Jahr wünschen!

Ich hoffe, das neue Jahr hält für euch Gesundheit
und viele wunderschöne und unvergessliche Momente parat.
Passt gut auf euch auf,
verbringt viel Zeit mit Menschen,
die euch gut tun und am Herzen liegen,
und verbringt viele Lesestunden mit umwerfenden Büchern!

Dienstag, 30. Dezember 2014

Sachbuch-Challenge: Der letzte Aufruf!


Nicht einmal mehr zwei Tage bis zum Ende der Sachbuch-Challenge, und deshalb kommt hier ein "letzter Aufruf" mit der Erinnerung, dass ihr nicht mehr viel Zeit habt, um die letzten Seiten zu lesen, noch Rezensionen zu verfassen oder eure Liste zu aktualisieren.

Die meisten von uns haben ja in den letzten Tagen noch einen beachtlichen Endspurt hingelegt und die Challenge inzwischen geschafft. Aber auch euch möchte ich bitten, vor dem 1. Januar 2015 (bzw. bis Mitternacht am 31. Dezember 2014) noch einmal eure Übersichtsseite zur Challenge zu kontrollieren und eventuell zu aktualisieren. Ich schaue mir dann eure Aufstellungen am 1. Januar an und schreibe Anfang des Jahres noch ein kleines Fazit zur Challenge.

Auf jeden Fall bin ich jetzt schon davon hingerissen, wie viele von euch bis zum Ende durchgehalten haben und was für spannende und interessante Sachbücher im Rahmen dieser Challenge von euch gelesen wurden. Vielen Dank für die rege Teilnahme und den teilweise recht intensiven Austausch - nicht nur von Buchtipps und Titeln, sondern auch von Leihexemplaren. :)

Sonntag, 28. Dezember 2014

Challenges 2014 - Statistik

Challenges 2014


Mein eigene Sachbuch-Challenge:
Details zu den Regeln gibt es in diesem Post: Sachbuch-Challenge 2014
Kurz zusammengefasst müssen pro Halbjahr im Jahr 2014
fünf Sachbücher gelesen und mit zumindest einem kurzem Leseeindruck bedacht werden.

Januar bis Juni 2014:


Juli bis Dezember 2014:


10/10 gelesen und rezensiert



Arianas Hörbuch-Challenge
Grob zusammengefasst müssen für diese Challenge im Jahr 2014
insgesamt 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden.
Mehr Details gibt es in Arianas Beitrag zur Challenge.

  1. Ulrich Hefner: Blutinsel (Hörbuch) 
  2. Barbara Sichtermann: Gerstenbergs Klassiker - Schriftstellerinnen (Hörbuch)
  3. Laini Taylor: Daughter of Smoke and Bone - Zwischen den Welten (Hörbuch)
  4. Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury und das Buch des Hexers (Hörbuch)
  5. Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury und die Bruderschaft des Todes (Hörbuch)
  6. Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage (Hörbuch)
  7. Ian Rankin: Der diskrete Mr. Flint (Hörbuch)
  8. Elizabeth Peters: Im Schatten des Todes (Hörbuch)
  9. Caroline Vermalle: Denn das Glück ist eine Reise (Hörbuch)
  10. Harald Schneider: Tote Beete (Hörbuch)
  11. Agatha Christie: Ruhe unsanft (Hörbuch)
  12. Agatha Christie: 16 Uhr 50 ab Paddington (Hörbuch)
  13. Andreas Föhr: Schwarze Piste (Hörbuch)
  14. Jim Butcher: Sturmnacht (Hörbuch)
  15. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 1 - The Unexpected Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  16. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 2 - The Amazing Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  17. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 3 - The Elusive Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  18. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 4 - A Palm for Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  19. Seanan McGuire: Velveteen vs. The Junior Super Patriots (Hörbuch)
  20. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 5 - Mrs. Pollifax on Safari (Hörbuch)
  21. Andreas Föhr: Der Prinzessinenmörder (Hörbuch)
  22. Lucy Maud Montgomery: Anne auf Green Gables 1-4 (Hörspiel)
  23. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 6 - Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)
  24. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 7 - Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha (Hörbuch)

24/10 gehört und rezensiert


Persönliche Vorhaben für 2014:

1. English-Challenge

Da es mit dem englischen Lesen im letzten Jahr so gut geklappt hat und ich inzwischen einen ordentlichen SuB mit englischen Büchern habe, nehme ich mir wieder (mindestens) ein englisches Buch pro Monat vor.

Januar:
  1. Jennifer Estep - Spider's Bite (Elemental Assassin #1)
  2. Diana Pharaoh Francis: Shadow City (Horngate Witches #3)
  3. Diana Pharaoh Francis: Blood Winter (Horngate Witches #4)
  4. Jennifer Estep: Touch of Frost (Mythos Academy #1)
  5. Jennifer Estep: Kiss of Frost (Mythos Academy #2)
  6. Jennifer Estep: Dark Frost (Mythos Academy #3)
  7. Jennifer Estep: Crimson Frost (Mythos Academy #4)
  8. Jennifer Estep: Midnight Frost (Mythos Academy #5)
Februar:
  1. Stacia Kane - Unholy Ghosts (Downside Ghosts #1)
  2. Diane Zahler: A True Princess
  3. Diane Zahler: Princess of the Wild Swans
März:
  1. Jennifer Estep: Killer Frost (Mythos Acadmy #6)
  2. Agatha Christie: While the Light Lasts
  3. Seanan McGuire. Indexing
April:
  1. Soman Chainani: The School of Good and Evil
  2. A.C.H. Smith and Brian Froud: Jim Henson's Labyrinth
  3. Sheila Roberts: Better Than Chocolate (An Icicle Falls Story #1)
  4. Margaret Sullivan: The Jane Austen Handbook - A Sensible Yet Elegant Guide to Her World
Mai:
  1. Jim Butcher: Proven Guilty (Harry Dresden #8)
Juni:
  1. Stacia Kane: Unholy Magic
  2. Stacia Kane: City of Ghosts
  3. Dorothy Gilman: The Unexpected Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  4. Elizabeth Peters: Crocodile on the Sandbank (Hörbuch)
Juli:
  1. Juliet Blackwell: A Vison in Velvet (Witchcraft Mystery #6)
  2. Kelly Meade: Black Rook (A Cornerston Run Trilogy #1)
  3. Jennifer Estep: Web of Lies (Elemental Assassin #2)
  4. Jim Butcher: White Night (Harry Dresden #9)
  5. Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #10)
  6. Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #11)
August:
  1. Jennifer Estep: Venom (Elemental Assassin #3)
  2. Amber Benson: Death's Daughter (Calliope Reaper-Jones #1)
  3. Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok
  4. Carola Dunn: Manna from Hades (Cornish Mystery #1)
  5. Jennifer Estep: Tangled Threads (Elemental Assassin #4)
  6. Tanya Huff: Smoke and Shadows (Smoke Trilogy #1)
  7. Jessica Verday: Flesh which is not flesh (Kurzgeschichte)
September:
  1. Jennifer Estep: Spider's Revenge (Elemental Assassin #5)
  2. Carola Dunn: Death at Wentwater Court (Miss Daisy #1)
  3. Carola Dunn: The Winter Garden Mystery (Miss Daisy #2)
  4. Carola Dunn: Requiem for a Mezzo (Miss Daisy #3)
  5. Carola Dunn: Murder on the Flying Scotsman (Miss Daisy #4)
  6. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 3 - The Elusive Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  7. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 4 - A Palm for Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  8. Dorothy L. Sayers: Whose Body?
  9. Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
  10. Seanan McGuire: Velveteen vs. The Junior Super Patriots
  11. Carniepunk (Anthologie)
Oktober:
  1. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 5 - Mrs. Pollifax on Safari (Hörbuch)
  2. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 2 - The Amazing Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  3. Home Improvement: Undead Edition (Anthologie)
  4. Robert Galbraith: The Cuckoo's Calling
November:
  1. Kelly Meade: Gray Bishop (A Cornerston Run Trilogy #2)
  2. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 6 - Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)
  3. Tanya Huff: Smoke and Mirrors (Smoke Trilogy 2)
  4. Jill Shalvis: Animal Magnetism
  5. Caroline Stevermer: Magic Below Stairs
  6. Lisa und Laura Roecker: The Liar Society 2 - The Lies That Bind
  7. Diane Zahler: Sleeping Beauty's Daughters
Dezember:
  1. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 7 - Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha (Hörbuch)
12/12 gelesen bzw. gehört

2. Individuelle Vorhaben zum SuB-Abbau:

Januar: 5 2013-Titel vom SuB lesen (5/5)
Februar: 5 Titel vom SuB lesen (5/5)
März: 5 Titel vom Leih-SuB lesen (7/5)
April: 5 Titel vom SuB lesen (3/5)
Mai: 3 Titel vom SuB lesen (4/3)
Juni: 3 Titel vom SuB lesen (4/3)
Juli: 3 Titel vom SuB lesen (7/3)
August: 3 Titel vom deutschen SuB lesen (3/3)
September: 3 Titel vom SuB lesen (4/3)
Oktober: 3 Titel vom SuB lesen (2/3)
November: SuB ausmisten (3 gelesen/1 aussortiert)
Dezember: SuB ausmisten (1 gelesen/0 aussortiert)

In 10 von 12 Monaten habe ich meine Vorhaben auf die Reihe bekommen oder sogar übertroffen. Damit kann ich eindeutig zufrieden sein. 

Freitag, 26. Dezember 2014

Dies und Das (10): Weihnachten/Adventslesen/Renovierungskram

Wie schon erwartet, wurde unser Weihnachtsfest ungewöhnlich geschäftig. So habe ich am 24. erst gegen 17 Uhr meine Leiter und die Renovierungssachen weggeräumt, und dann dauerte es noch ein bisschen, bis das Essen im Ofen, die Geschenke auf dem (frisch gestrichenen und deshalb wieder wunderschönen) Tisch lagen und wir den Abend genießen konnten. Es gab übrigens eine Gemüse-Frittata und zum Nachtisch ganz traditionell Panna Cotta mit Mango-Kompott. So eine fantastische Mango hatten wir noch nie, allerdings war ich etwas zu ungeduldig beim Auslösen der Panna Cotta aus der Form, so dass das Schneeflockenmuster ziemlich verlaufen ist. *g* Nach dem Essen haben wir ganz in Ruhe und genüsslich unsere Geschenke ausgepackt und einen gemütlichen Abend miteinander verbracht.


Gaaanz überraschend gab es ein paar neue Bücher für mich zu Weihnachten ... und ein paar Bücher ... und eine CD und ein Spiel. :D Nur gut, dass die Schuber nicht auf den SuB wandern, weil ich die Geschichten eigentlich schon kenne. "Eigentlich", weil die Bond-Romane (die meinem Mann und mir geschenkt wurden) von Cross Cult neu übersetzt und ungekürzt veröffentlicht wurden und weil ich bei den Sherlock-Holmes-Bänden zwar davon ausgehe, dass ich im Laufe der Jahre alle Geschichten gelesen habe, aber nicht 100%ig sicher sein kann, weil ich die in unterschiedlichen Ausgaben aus verschiedenen Bibliotheken ausgeliehen hatte.


Der erste Feiertag verlief dann überraschend entspannt, weil der Trocknungszustand meines Flurs keine großen Renovierungsfortschritte erlaubte. Also habe ich umdisponiert, mich damit abgefunden, dass ich vor dem Eintreffen des Besuchs eh nicht fertig werde, und den Tag entspannter verbracht als vorher erwartet. Ich habe sogar Zeit gefunden, um endlich (!) das Mumin-Buch zu beenden, das ich während des Adventslesens angefangen hatte. Die Geschichte und die Zeichnungen sind so knuffig - der nächste Band steht schon auf meinem Wunschzettel. :D

Da heute unser Besuch eintrifft, wird der Flur in den nächsten Tagen von mir erst einmal in Ruhe gelassen. Und auch für weitere Lesestunden habe ich wohl erst einmal nur wenig Zeit, immerhin habe ich seit dem 4. Advent noch zwei Hörbücher - "Der Mord an Roger Ackroyd" und "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie - gehört. So habe ich zwar während des Adventslesens lange nicht so viel Zeit mit Büchern verbracht, wie ich gehofft hatte, aber ich habe den Austausch mit den anderen Lesern wieder sehr genossen. Vielen Dank an Ariana, dass sie das ermöglicht hat!

***

Aktueller Projektstand:

- Regalbrett gestrichen und in der Küche angebracht
- kleiner Esstisch gestrichen und gegen den großen Schreibtisch im Wohnzimmer ausgetauscht
- Sofatisch gestrichen
- Schlafzimmervorhänge fertig genäht
- Sofabezüge genäht (Ersatzbezüge angefangen)
- Wohnzimmervorhänge weitergenäht (noch nicht beendet)
- Flurrenovierung angefangen (noch zwei Arbeitstage bis zur Fertigstellung)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Feiertage!

Bei uns ist es in diesem Jahr über die Weihnachtstage deutlich weniger ruhig als sonst und auch das Wetter fühlt sich nicht gerade nach Winter und Weihnachten an. Trotzdem freue ich mich sehr auf die kommenden Tage! Wir werden viel Zeit mit einem Teil der Familie verbringen, haben viele Pläne gemacht und diverse Restaurant-Reservierungen, damit wir stressfrei köstliches Essen genießen können.


Euch wünsche ich, dass die kommenden Tage auch ganz wunderbar verlaufen. Habt eine schöne Zeit, egal, ob ihr sie inmitten einer trubeligen Familie, ruhig mit einer Katze auf der Couch oder ganz allein verbringt. Lasst es euch gut gehen, genießt leckeres Essen und denkt an die Menschen, die euch wichtig sind, wenn es schon nicht möglich sein sollte, mit ihnen Zeit zu verbringen.

Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage! 

Montag, 22. Dezember 2014

Und wieder einmal Katzenfotos ...

Während ich fleißig durch die Gegend wusel, beschwert sich Shandy auf die übliche Weise über die Abweichung vom Alltag. *seufz* Die anderen drei Katzen hingegen nehmen den Lärm und die Unruhe mit typischer Gelassenheit und Christie "hilft" sogar, so gut sie kann, beim Nähen. ;)




Sonntag, 21. Dezember 2014

Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen: 4. Advent

 Am letzten Sonntag fand ich nur etwas Zeit für "The Spy Beneath the Mistletoe" von Shana Galen - wobei mir die Kurzgeschichte nicht so gut gefiel - und für ein paar Seiten in dem zweiten Mumins-Band, "Komet im Mumintal". Und auch in der Woche habe ich nicht so viel gelesen, auch wenn ich inzwischen mit "Marco Polos wunderbare Reisen" immerhin meine Sachbuch-Challenge abschließen konnte. Ein Hoch auf hübsche, unterhaltsame und nicht so dicke Kinder-Sachbücher! ;)

Stattdessen habe ich mich am Montag auf die Leiter geschwungen, den Kuhfuß in die Hand genommen und die Holzdecke attackiert. Danach waren wir dann etwa entsetzt vom Zustand der Decke und erweiterten unsere Baumarkt-Einkaufsliste um Gipskartonplatten und andere notwendige Dinge zum Anbringen und Verarbeiten der Platten. Damit war ich dann den Rest der Woche gut beschäftigt und werde auch Anfang der nächsten Woche noch etwas damit zu tun haben. Deshalb werde ich mir heute erst einmal vorlesen lassen, während ich auf der Leiter rumturne - ich habe noch eine Pater-Brown- und zwei Agatha-Christie-Geschichte auf dem Player. Bevor ich mich später gemütlich auf dem Sofa einrollen, die Arbeit vergessen verdrängen und ein paar Seiten lesen kann. Auf jeden Fall habe ich die Mumins schon in Couch-Reichweite gelegt und dann habe ich noch ein angefangenes eBook ("Whiskey and Water" von Elizabeth Bear), das ich gern mal weiterlesen würde, bevor ich vergesse, auf welcher Seite welcher Protagonist ist, welcher Gruppe er angehört und worum es überhaupt in der Handlung geht. ;)

Meine Blogrunde werde ich vermutlich erst später drehen - bis dahin wünsche ich euch schon mal einen schönen 4. Adventssonntag!

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Update 17:00 Uhr

Bislang habe ich ein paar Pater-Brown-Geschichten gehört, die ich sehr nett fand. So hat sich der Geistliche mit der Frage auseinandergesetzt, warum ein Mann, den er im Flur laufen hörte, mal gehen, mal schleichen, mal stapfen sollte. Aber auch mit einem mysteriösen Buch, das Menschen verschwinden lässt, oder mit einem Mord, der wohl von einem unsichtbaren Mann begangen wurde. Die Erzählweise ist schon etwas betulich, aber ich mag die immer mal wieder vorkommenden bildhaften Vergleich, das altmodische Verhalten der Personen und die Atmosphäre der Geschichten. Ich konnte mich gar nicht mehr an Details oder Erzählton erinnern, obwohl ich einige Pater-Brown-Geschichten als Jugendliche gelesen hatte, finde es aber nett, dass ich meine Erinnerung nun anhand dieses Hörbuchs auffrischen konnte.

Außerdem habe ich mit "Der Mord an Roger Ackroyd" von Agatha Christie angefangen und bin gerade erst - für die, die die Geschichte kennen - beim fliegenden Kürbis gelandet. :D Was bedeutet, dass ich den Ort, den Erzähler und die wichtigsten Personen kennengelernt habe - und mich so langsam wieder erinnere, warum welcher Mord von welchem Charakter begangen wurde. Charly Hubner wäre jetzt nicht mein Wunschsprecher gewesen, aber bislang finde ich seine Leistung okay.


Ich gönne mir jetzt erst einmal eine Pause zum Schokoladenkekse essen, kommentieren und ein paar Seiten lesen, danach geht es mit meinem Krimi auf den Ohren in die Endrunde und dann in die Küche zum Kochen. Ein Update wird es heute von mir bestimmt noch mal geben - dann erzähle ich auch ein bisschen mehr über die Mumins. ;)

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Update - irgendwann nach Mitternacht

Wo ist eigentlich mein Sonntag hin? ;) Nach dem letzten Update habe ich noch etwas gehandwerkelt, eine Gemüselasagne gekocht und gegessen, sehr viele Kommentare gelesen, beantwortet und geschrieben und ein bisschen in meinem Mumin-Buch gelesen. Ich hätte nie gedacht, dass so ein dünnes Buch je so lange reichen kann. ;)

Inzwischen haben Mumin und das kleine Tier mit dem Schnupferich einen neuen Reisegefährten gefunden. Der Schnupferich ist ein ganz schön kluger Kerl und erzählt viele Geschichten und bringt den beiden anderen neue Spiele bei. Und ein bisschen erzieht er auch das kleine Tier, das immer wieder ein bisschen zu gierig, zu ängstlich und zu selbstbezogen ist, obwohl es sich doch eigentlich wünscht, es könne sich um ein ganz besonderes Wesen kümmern. Außerdem gibt es da dieses Snorkfräulein mit dem Fußreif - und natürlich erfährt unsere kleine Reisegruppe immer mehr über den Kometen, der ihr Tal bedroht. :)

Für heute ist nun aber genug. Ich wünsche euch noch ein paar wunderbare Tage bis Weihnachten und melde mich zum Adventslesen noch einmal kurz an einem der Feiertage. :)

Freitag, 19. Dezember 2014

Anke Dörrzapf und Claudia Lieb: Marco Polos wunderbare Reisen

Nachdem ich gerade nicht so glücklich mit einem Roman war, der zum Teil in Tibet und China spielte und auch Bezug auf Marco Polo nahm, habe ich mir gedacht, ich sollte mich mal auf angenehme Weise mit dieser Region beschäftigen. Da passte es doch ganz gut, dass ich auch noch ein Buch für meine Sachbuch-Challenge lesen musste und dass "Marco Polos wunderbare Reisen" nicht ganz so umfangreich ist und somit stressfrei bis zum Jahresende bewältigt werden konnte. Geschrieben wurden die Texte von Anke Dörrzapf und die Illustrationen stammen aus der Feder von Claudia Lieb. Das Ganze ist ein Sachbuch für Kinder, was sich auch in der verwendeten Sprache niederschlägt. Trotzdem ist das Buch auch gut für Erwachsene zu lesen. Man merkt, dass es als "Familien(vorlese)buch" geschrieben wurde.

Zu Beginn begegnet man Marco Polo im Gefängnis von Genua, wo er nach einer verlorenen Schlacht zwischen Venedig und Genua gelandet ist. Dort trifft er auf den Autor Rustichello, der schon seit 16 Jahren in diesem Gefängnis eingesperrt ist und der Marco Polo nach seinen Abenteuern fragt. So kommt es, dass der Reisende dem Mitgefangenen seine Geschichte erzählt - beginnend bei seiner Kindheit und der Tatsache, dass er seinen Vater erst kennenlernte, als er schon 15 Jahre alt war. Denn dieser war in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Marcos Onkel durch den Osten gereist und hatte nicht nur viele Länder entdeckt, die nur von wenigen venezianischen Händler bereist wurden, sondern hatte auch die Bekanntschaft des Kublai Khan gemacht.

Natürlich bekommt man als Leser Marco Polos Reise nach China nur in ausgewählten Szenen erzählt, aber ich fand den Text stimmungsvoll und faszinierend. Mal wird von den seekranken Reisenden bei der Abreise aus Venedig erzählt, mal von den Gefahren in der Wüste oder den ganzen fremdartigen Eindrücken, die der venezianische Teenager (Marco Polo war zu Beginn der Reise, die er mit seinem Vater und seinem Onkel unternahm, gerade mal 17 Jahre alt) aufnimmt. Und wie es sich für reisende Händler gehört, dreht sich auch ein Teil der Texte um die Bemühungen des Vaters und des Onkels, sich einen Überblick über die jeweiligen örtlichen Preise zu verschaffen oder günstig an Kostbarkeiten zu gelangen, die sich in die Kleidung einnähen lassen. Auch von Räubern und Politik ist die Rede, denn beide Elementen haben natürlich einen großen Einfluss auf den Verlauf der Reise.

Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit der Zeit, die Marco Polo für Kublai Khan gearbeitet hat, in dessen Auftrag er dann ganz China bereiste. Abschließend wird noch erklärt, aus welchen Gründen wohl das Gerücht aufkam, dass Marco Polo diese lange Zeit im Osten gar nicht erlebt habe. So gibt es in seinen Reisebeschreibungen keine Erwähnung der Chinesischen Mauer oder anderer Elemente, die andere (touristische) Reisende als bemerkenswert erwähnt haben. Die Autorin hingegen betont, dass Marco Polos Bericht wie ein Ratgeber für Kaufleute geschrieben wurde. So zählt er auf, in welchen Ländern welche Produkte verkauft werden und wie man vor Ort Handel betreibt. Außerdem wird betont, dass Marco Polos Originalschrift schon lange verschollen ist und dass jeder, der das Buch übersetzt oder kopiert hat, Passagen auslassen oder ausschmücken konnte.

Ergänzt werden die Passagen um Marco Polos Reise durch kleine informative Einschübe, die im Text verwendete Begriffe oder andere Details näher erklären. Das alles ist kindgerecht gehalten, unterhaltsam und stört den Lesefluss nicht, wenn man sich erst einmal nur auf die Erlebnisse des Reisenden konzentrieren möchte. Außerdem ist jede Seite reichlich bebildert - viele Darstellungen nehmen die Hälfte des vorhandenen Platzes ein - und mir haben die Illustrationen gut gefallen. Dezente Farben, reduzierte, stellenweise recht grafische Formen und sehr atmosphärische Darstellungen zeigen Szenen, Landschaften und Orte, wie sie Marco Polo auf seinen Reisen gesehen haben könnte. Besonders stimmungsvoll fand ich zum Beispiel eine Doppelseite, bei der die obere Hälfte nur einen Gebirgszug in verschiedenen Blau- und Violetttönen zeigte, was einfach toll aussah.

Ich fand es wirklich angenehm, in den letzten Tagen abends das Buch zur Hand zu nehmen, die Bilder zu betrachten und ein paar Passagen über Marco Polos Reisen zu lesen. Das Buch ist zu dünn, um wirklich ausführlich auf die Reisen des Venezianers einzugehen, aber ich hatte das Gefühl, ich bekäme einen guten Überblick und interessante Informationen vermittelt. Zudem hat mich der Text immer wieder dazu veranlasst, innezuhalten und mir zu überlegen, wie es wohl für diesen Mann gewesen sein muss, von Jugend an immer auf Reisen zu sein, ständig neue Eindrücke zu gewinnen und - trotz der langen Zeit im Dienst des Khans - kein Zuhause zu haben.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Arianas Hörbuch-Challenge 2015

Da mir die Hörbuch-Challenge in den vergangenen Monaten viel Spaß gemacht hat und Ariana die Challenge auch für 2015 wieder anbietet, gibt es auch im kommendem Jahr wieder viele Hörbuchrezensionen von mir auf diesem Blog.

Um es mir einfach zu machen, zitiere ich hier die Regeln, die Ariana in ihrem Ankündigungsbeitrag aufgelistet hat.:

Hier sind also die alten/neuen Regeln zur Challenge:

  • Die Challenge läuft vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2015.
  • Im Challenge-Zeitraum sollen mindestens 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden. Wie ihr euch das einteilt, bleibt euch überlassen. Ideal wäre es, wenn ihr bis zur Jahresmitte 5 Hörbücher schafft, dann kommt ihr zum Jahresende nicht zu sehr in Stress. ;-)
  • Jeder Teilnehmer erstellt auf seinem Blog eine Challenge-Seite, auf der die eigenen Fortschritte festgehalten werden. Den Link zu eurer Übersichtsseite teilt ihr mir bitte mit, damit ich eure Seite auf meiner Übersichtsseite zur Challenge verlinken kann. Dort verlinke ich auch gern eure Rezensionen zu den einzelnen Hörbüchern. 
  • Anmeldung zur Challenge ist jederzeit möglich (per Kommentar zu diesem Post oder auf meiner Übersichtsseite zur Challenge), gewertet werden können aber nur die Hörbücher, die ab dem Zeitpunkt der Anmeldung gehört/rezensiert werden.
  • Wenn ihr an meiner Challenge teilnehmt, dürft ihr euch das Logo natürlich gern für eure eigenen Challenge-Seiten mitnehmen. 

Ergänzungen: 

  • Zu den Hörbüchern zählen im Rahmen dieser Challenge auch Hörspiele - vorausgesetzt, sie basieren auf einem Buch und sind nicht als reine Hörspiele konzipiert.
  • Und natürlich dürfen auch Hörbücher, die ihr früher schon einmal gehört habt, für die Challenge gezählt werden – vorausgesetzt, ihr hört sie im Challenge-Zeitraum noch einmal und schreibt nicht eine Rezension aus der Erinnerung an das Hören vor fünf Jahren. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Wiederhören auch ein tolles Erlebnis ist – vielleicht entdeckt man da sogar ganz neue Seiten an einem Lieblingshörbuch.
***

Wer also ebenfalls Lust auf die Challenge haben sollte, kann jederzeit zu Arianas Blog hüpfen und daran teilnehmen! Ich freue mich schon auf den erneuten Austausch über Hörbücher und Sprecher - und irgendwie auch auf all die Empfehlungen, die ich durch die Challenge wieder mitnehmen werde. ;)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

[Kulinarisches] Wirsing-Rouladen mit Reis-Paprika-Füllung

In den letzten Wochen gab es bei all den stressigen Tagen abends doch immer eher simple und wenig zeitaufwändige Gerichte. Trotz Renovierungs- und "ich will noch so viel vor Weihnachten schaffen"-Chaos wollte ich das mal wieder ändern und ein bisschen aufmerksamer kochen, während mein Mann Urlaub hat. Simpel sind diese Wirsing-Rouladen auch, aber dafür brauchen sie schon ein bisschen Zeit bei der Zubereitung.

Zutaten für 8 Rouladen (oder zwei hungrige Personen)

8 große Wirsingblätter in gutem Zustand (also nicht die Blätter ganz außen, die haben regelmäßig kleine Löcher)
250 g Reis
1-2 Paprikaschoten
etwas Öl zum Dünsten
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika-Pulver
ca. 300 ml Sahne
(8 Zahnstocher)


Zubereitung:

Bei den Wirsingblättern den mittleren dicken Strunk mit einem scharfen Messer an der Außenseite so weit wegschneiden, dass er nicht mehr viel dicker als das Blatt ist. Dann die Blätter kurz in einem großen Topf in köchelndes Wasser legen, bis sie so weich sind, dass man sie später gut rollen kann. Ich mache das einzeln, damit mir nicht ein Teil zu gar wird, während die oberen noch zu knackig sind. Die Wirsingblätter dann in einem Sieb abtropfen lassen. Dann den Reis in Salzwasser garen, parallel dazu die Paprika säubern, in kleine Stücke schneiden und mit ein bisschen Öl in einer Pfanne andünsten.

Danach den fertig gekochten Reis mit der Paprika mischen und das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und dem Rosenpaprika-Pulver würzen. Die Masse sollte auf jeden Fall überwürzt schmecken, da der Wirsing ja ungewürzt ist. Dann die Wirsingblätter mit der Reis-Paprika-Mischung füllen - je nach Blattgröße nehme ich da 3-4 Esslöffel pro Blatt, schlage dann die Seiten über der Füllung zusammen und rolle das Ganze vom Stiel her auf, bis eine Roulade entstanden ist, und fixiere dann das Ende des Wirsingblatts mit einem Zahnstocher.

Als Nächstes werden die Wirsingrouladen in die nun leere Pfanne gelegt und mit Sahne angegossen, bis die Rouladen zu einem Viertel bis Drittel in der Sahne liegen. Dann kommt ein Deckel auf das Ganze und die Pfanne wird erhitzt, bis die Sahne leicht köchelt. Hier etwas aufpassen, dass die Hitze wirklich so niedrig ist, dass die Sahne nicht zu sehr hochkocht. Die Wirsingrouladen sollen insgesamt 20 Minuten in der Sahne gar ziehen, die Rouladen nach der Hälfte der Zeit wenden, damit sie von beiden Seiten gleichmäßig garen. In dieser Zeit kocht die Sahne deutlich ein, bekommt ein paar Aromen von dem Wirsing und den Gewürzen ab und ergibt so am Ende eine leckere Sauce für das Essen.

***

Wer sich nun fragt, was mit dem Rest Wirsing gemacht werden könnte: Mein Vorschlag wäre ein Wirsing-Risotto. Einfach ein klassisches Risotto ansetzen und nach dem Angießen der letzten Kelle Brühe kleingeschnittenen Wirsing (und einen Hauch Muskatnuss) unterrühren und mit dem Risotto fertig garen.

Oder man macht ein Resteessen - das gab es am Montag bei uns. Dafür habe ich die restlichen 2 Paprika und den übrigen Wirsing kleingeschnitten und in der Pfanne angebraten, dazu gab es den Rest eines angefangenen Frischkäses (den ich auf Brot nicht so mochte und der langsam mal aufgebraucht werden sollte) und einen Schuss Brühe, damit es nicht so trocken wird. Das Ganze habe ich dann mit Harissa, Salz und Pfeffer scharf abgeschmeckt und am Ende mit ein paar frisch gekochten Nudeln gemischt.

Montag, 15. Dezember 2014

[Blogparade] Zum Jahresende 2014 ...

... von Katrin von den BuchSaiten.

Wer ebenfalls Interesse an der Blogparade hat, findet HIER die Fragen und eine Möglichkeit, seinen Blogbeitrag bei Katrin zu registrieren. 

Wie schon in den letzten Jahren bin ich relativ früh mit dem Beantworten der Fragen. Aber ich habe diese Blogparade gern aus dem Kopf, bevor die Feiertage beginnen, sonst denke ich doch immer wieder darüber nach, ob ich nicht doch noch ein schöneres Cover, einen anderen Autor oder sowieso etwas ganz anderes erwähnen sollte.


Wie immer habe ich zum Beantworten der Fragen meine Leselisten gewälzt, trotzdem fand ich es wieder verflixt schwierig - und beschränke mich deshalb bei den Antworten nur selten auf einen einzigen Titel. ;)

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Ich hatte einige Rezensionen zu "Bienensterben" von Lisa O'Donnell gelesen, bevor ich das Buch in der Bibliothek vorgemerkt hatte. Von mir aus lese ich eigentlich keine Romane (mehr), in denen Kinder - aus welchem Grund auch immer - von ihren Eltern verlassen werden, außerdem hatte ich sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Titel gesehen. Deshalb waren meine Erwartungen nicht so hoch, als ich mit dem Buch anfing, aber nach der letzten Seite blieb mir nur noch dieses Fazit, um mal meine eigene Rezension zu zitieren:
"Auch wenn es mir etwas merkwürdig vorkommt ein Buch, in dem es um Vernachlässigung von Kindern, Tod, Misshandlung, Alkohol- und Drogenmissbrauch geht, als "schön" zu bezeichnen, so hat mir "Bienensterben" wirklich sehr gut gefallen. Dieser Roman verfügt über individuelle und faszinierende Protagonisten, eine tolle Erzählweise und eine Handlung, die mich - zum Teil gerade wegen diverser skurril wirkender Entwicklungen - sehr gepackt hat."
Ein Titel, mit dem ich keine Erwartungen verknüpft hatte, war "Der Trümmermörder" von Cay Rademacher. Das Buch ist bei irgendeiner Aktion auf meinen eReader gehüpft und dann hatte ich es ganz vergessen, bis ich während der "7 Days - 7 Books" im April auf der Suche nach einem Krimi war, den ich zur Abwechslung lesen konnte. Ich habe den Roman dann an einem Tag durchgelesen und fand vor allem die Atmosphäre und die Darstellung der Nachkriegszeit wirklich gut gemacht. HIER hatte ich etwas mehr dazu geschrieben.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Bei dieser Frage ist mir ausnahmsweise sofort ein Buch eingefallen, nämlich "Wunder muss man selber machen" von Sina Trinkwalder. So toll ich es finde, dass die Frau ein funktionierendes industrielles, ökologisches und soziales Textilunternehmen auf die Beine gestellt hat, so wenig informativ fand ich das Buch, das sie darüber geschrieben hat. Nähere Details kann man in meiner Rezension zu dem Titel nachlesen.

Auch bei "Die Listensammlerin" von Lena Gorelik hatte ich Erwartungen, die der Roman nicht ganz erfüllen konnte. Dabei hat mir die eine Hälfte der Geschichte (die Passagen, die von Grischa erzählen) gut gefallen, aber bei den anderen Kapiteln hatte ich große Probleme mit der Protagonistin, und insgesamt hatte ich - aus welchen Gründen auch immer - erwartet, dass der Roman einen größeren und länger anhaltenden Eindruck bei mir hinterlassen würde. HIER geht es zu meiner Rezension.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Robert Galbraith - und ja, mir ist bewusst, dass es sich dabei um J.K. Rowling handelt, aber ich hatte nicht erwartet, dass die Autorin in der Lage wäre, einen Krimi zu schreiben, der mir so gut gefallen würde. Ich hatte zu "The Cuckoo's Calling" nur einen Leseeindruck geschrieben, aber den relevanten Teil möchte ich hier gern zitieren:
"... ich habe den solide geschriebenen Kriminalroman wirklich genossen. Genau genommen habe ich kaum etwas gefunden, worüber ich mich hätte aufregen können und das ist inzwischen wirklich eine Seltenheit, wenn ich Kriminalromane lese. ;)
J.K. Rolling hat es geschafft, mit "The Cuckoo's Calling" einen interessanten Fall mit überraschend realistisch wirkenden Figuren und einem sympathischen Protagonisten zu erzählen. Ich mochte ihren Umgang mit den verschiedenen Charakteren wirklich, niemand ist einfach nur gut oder böse, sie alle haben ihre Ecken und Kanten, und selbst mit der unsympathischsten Figuren gibt es Momente, die sie menschlicher wirken lassen. Die Handlung selbst wird sehr ruhig erzählt. Der Detektiv Cormoran Strike nähert sich dem vermeintlichen Selbstmord des Models Lula sehr systematisch und interviewt einen Zeugen nach dem anderen. So bekommt man Lula, ihren letzten Tag und ihr Umfeld aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben und kann sich seine eigenen Gedanken zu den Motiven der Charaktere und zu ihrem Verhältnis zu Lula machen. Wenn es eine Fortsetzung mit Cormoran gibt, dann werde ich sie auf jeden Fall auch lesen!"
"Der Seidenspinner" ist übrigens schon im Haus und wartet nun darauf, dass ich mal wieder etwas mehr Ruhe zum Lesen habe. ;)

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Mein persönliches Lieblingscover dieses Jahres stammt eigentlich aus dem Jahr 2009, aber da ich den Roman in diesem Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, ist es mein Coverhighlight 2014. ;)

Genau genommen geht es um die Hardcover-Ausgabe von "The Thirteenth Child" von Patricia C. Wrede. Abgesehen davon, dass ich die relativ einfache Gestaltung und die Farben des Covers mag, gefällt es mir auch, dass es so viel über den Inhalt des Buches aussagt. Die Geschichte spielt im "Wilden Westen" einer fantastischen Parallelwelt, in der nicht die dort siedelnden Indianer den Fortschritt der Siedler "beeinträchtigen", sondern wilde magische Wesen ... Nur schade, dass die Gestaltung der Fortsetzungen nicht zu diesem schönen Cover passt.

Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2015 lesen und warum?

Es gibt nicht das eine Buch, das ich unbedingt im kommenden Jahr lesen will. Es gibt eine Handvoll Neuerscheinungen - in der Regel Reihenfortsetzungen -, die 2015 veröffentlicht werden, auf die ich mich freue und die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei mir einziehen werden. Aber vor allem möchte ich im nächsten Jahr meinen SuB um ein paar Titel erleichtern. Da gibt es (gerade bei den englischen Romanen) so tolle Geschichten, die ich so gern haben wollte und für die bislang irgendwie keine Zeit war. Das möchte ich in den kommenden Monaten wirklich ändern!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Advent

Am letzten Sonntag habe ich neben dem Muffinbacken und einer weiteren Geschichte aus "Christmas in The Duke's Arms" dann doch etwas weniger Zeit zum "Adventslesen" als ich ursprünglich gedacht hatte. Und auch in der vergangenen Woche war es wieder trubelig (dafür habe ich aber auch eine Menge anderer Dinge geschafft, die ich schon so lange erledigt haben wollte) - nur das Lesen kommt in diesem Monat bislang etwas zu kurz.

Trotzdem habe ich mir am Dienstag etwas Zeit genommen, um nachmittags mein aktuelles "SuB-Abbau-Buch" anzulesen und den letzten Muffin vom Sonntag (und ein paar Kekse) zu vernichten, bevor ich wieder zu Nähnadel gegriffen habe. Zu dem Roman möchte ich lieber noch nichts sagen, aber es ist nicht die qualitativste Lektüre, die ich bislang in dem Bereich gelesen habe. Genau genommen beschäftigen wir uns seit Dienstag jeden Abend damit die widersprüchlichen Theorien und "historischen Details", die der Protagonist aufstellt bzw. erfährt, auseinander zupflücken. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Autor reale Begebenheiten und Personen für einen fiktiven Roman kreativ verarbeitet, aber dann sollte dies wenigstens innerhalb der Geschichte stimmig sein und nicht dazu führen, dass das Ganze innerhalb weniger aufeinanderfolgender Absätze wieder ad absurdum geführt wird.


Am Mittwoch hatte mein Mann noch eine nachträgliche "Nikolausüberraschung" für mich und überreichte mir den zweiten Mumin-Band. Ich hoffe, dass wir am Wochenende wieder etwas Zeit finden, damit ich meinem Mann "Komet im Mumintal" wieder vorlesen kann. Und am Freitag habe ich die letzten (Geburtstags- und Weihnachts-)Geschenke eingepackt und verschickt. Da ich nach dieser Woche ziemlich müde bin, kann es sein, dass ich einen Teil des Nachmittags verschlafe, außerdem muss ich noch mal die Farbrolle schwingen und werde heute Abend weiter nähen, aber erst einmal gibt es Frühstück und dazu die Frage, was ich heute lese. ;)

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Update 14:45 Uhr

Seit dem Frühstück habe ich meine Nase recht konzentriert in "The Spy Beneath the Mistletoe" von Shana Galen gelesen, das ist die vierte und letzte Geschichte aus "Christmas in The Duke's Arms". Vor allem bin ich so hartnäckig dabei geblieben, weil mir die Handlung nicht so recht gefallen hat und auch die Protagonisten fand ich nicht sonderlich sympathisch. Sie designt Waffen für den Geheimdienst, er ist dort Büroangestellter - und aufgrund der feiertagsbedingen Personalknappheit bekommen beide (unabhängig voneinander) den Auftrag den Wegelagerer zu fangen, der seit Wochen sein Unwesen in der Nähe des "The Duke's Arms" treibt. Doch vor allem sind die beiden damit beschäftigt zwischen "ich begehre mein Gegenüber" und "der andere ist doof" zu schwanken. Immerhin waren die beiden schon mal miteinander im Bett und ihr Fazit dazu ist, dass das Ganze eine unangenehme Angelegenheit war, die viel zu schnell vorbei und nur für einen von beiden befriedigend war. Was doch eine überraschende Abwechslung zu all den Damen ist, die ihre Entjungferung so genossen haben, dass sie zukünftig sämtliche gesellschaftlichen Konventionen vergaßen, um nur bei ihm sein zu können ...

Insgesamt haben mir also nur zwei von den vier Geschichten aus "Christmas in The Duke's Arms" gefallen. Und da ich mich spontan nicht für eine andere Lektüre entscheiden kann, bügel ich erst einmal die nächste Vorhangnaht. ;)

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Update 16:45 Uhr

Bei mir ging es seit dem letzten Update mit dem Bügeleisen, Kuchen und Mumin weiter. Ich freu mich so über die Wiederentdeckung der Mumin-Bücher - noch einmal vielen Dank an Kiya, über deren Neuzugänge ich die entdeckt habe. :D


Viel bin ich nicht zum Lesen gekommen (so ein voller Mund stört doch etwas beim Vorlesen ;)), aber der Muminvater hat eine Brücke über den Fluss gebaut, Mumin und das kleine Tier haben einen unheimlichen Weg, einen Strand und eine Höhle entdeckt und mitten in der Nacht gab es Besuch von einem weltuntergangverkündenden Bisam. Diesen grummeligen Herrn hat mein Mann gleich ins Herz geschlossen, vor allem als er auch noch die Bedeutung der Erde im Universum anhand von Zuckerschalen, Keksen und Krümeln erklärte - und damit Mumin und dem kleinen Tier ordentlich Angst einjagte. :)

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Update 22:45 Uhr 


Heute Abend habe ich nichts mehr gelesen, sondern erst etwas genäht, dann noch etwas genäht und dann Wirsingrouladen (gefüllt mit Reis und Paprika) gekocht. Dann haben wir eine Folge "Die Frau hinter der Ladetisch" gesehen (die Serie hat uns Natira geliehen und wir finden sie sehr entspannend), während ich noch etwas genäht habe. Morgen noch zwei kurze Nähte und diese Vorhänge sind endlich fertig. Jetzt werde ich nur noch ein paar Kommentare beantworten und dann ins Bett fallen.

Ich wünsche euch eine schöne Adventswoche - spätestens am Sonntag lesen wir uns wieder! :)

Freitag, 12. Dezember 2014

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha (Hörbuch)

In Mrs. Pollifax Leben gab es in den letzten Geschichten einige Entwicklungen, die zu Beginn von "Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha" dazu führen, dass sich Emily Pollifax mit Handwerkern herumschlagen darf, die ihr neues Haus umbauen sollen. Da passt es eigentlich überhaupt nicht, dass Mr. Carstairs Assistent Bishop plötzlich auftaucht und sie bittet für die CIA nach Hong Kong zu reisen. Aber Mrs. Pollifax hat ja schon früher ihre Spontanität bewiesen und so befindet sie sich kurz darauf in Hong Kong, um ein Treffen mit dem jungen Chinesen Shang Ti zu arrangieren.

Den jungen Mann hatte Emily kennengelernt, als sie vor wenigen Monaten mit einer Reisegruppe in China unterwegs war. Auch aufgrund ihrer Hilfe hat Shang Ti es inzwischen nach Hong Kong geschafft und dort eine Anstellung bei einem Diamentenhändler gefunden. Genau genommen bei einem Diamantenhändler und Informanten der CIA in Hong Kong. Doch seit einiger Zeit kommen nur noch sehr seltsame Berichte bei Mr. Carstairs an und so soll Mrs. Pollifax - mit Shang Tis Hilfe herausfinden, was in Hong Kong los ist. Doch nicht nur Shang Ti trifft die rüstige Spionin in Hong Kong wieder, es kommt auch zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Juwelendieb Robin, der ebenfalls beruflich in der Region unterwegs ist.

Ich muss zugeben, dass diese Geschichte relativ wenige Spuren in meiner Erinnerung hinterlassen hatte (wobei ich mich inzwischen frage, ob ich den Titel wirklich habe oder ob ich ihn früher nur aus der Bibliothek geliehen hatte) und so fühlte sich das Hören des Hörbuches beinah so an, als ob ich Mrs. Pollifax Abenteuer in Hong Kong zum erste Mal miterleben würde. Die Handlung verläuft lange Zeit sehr ruhig, während Mrs. Pollifax darauf wartet, dass sie Kontakt zu Shang Ti aufnehmen kann. Währenddessen lernt sie einen Mann kennen, der in Hong Kong mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten einen verschwundenen Polizisten finden solle und frischt ihre Bekanntschaft mit Robin wiederauf.

Das Ganze fühlt sich ein bisschen schwammig an, weil weder Emily noch der Hörer lange Zeit überhaupt eine Ahnung haben, was überhaupt vor Ort los ist und worum sich die gesamte Angelegenheit dreht - als allerdings dann klar wird, welche Gefahr für die Stadt hinter den seltsamen Vorgängen steckt, wird es auch sehr dramatisch für Mrs. Pollifax. So ist die Geschichte nicht ganz so amüsant wie die anderen Folgen, die ich in den letzten Monaten gehört habe, und man braucht hier ein bisschen Geduld mit der Handlung. Trotzdem habe ich es genossen Mrs. Pollifax immer größer werdende Professionalität als Spionin zu verfolgen und mehr über Robin und Shang Ti herauszufinden.

Zu Barbara Rosenblat muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen, obwohl ich doch anmerken möchte, dass ihre "Chinesen", "Araber" und "Osteuropäer" immer mal wieder über ähnliche "Akzente" verfügen, was mir bei den Asiaten dann doch nicht ganz so stimmig vorkommt. ;)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind - Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa

Ich hatte schon bei dem "Vorauswahl-Beitrag" für die Sachbuch-Challenge geschrieben, dass ich eigentlich etwas übersättigt bin, wenn es um das Thema "2. Weltkrieg" geht. Aber wenn ich dann über einen Titel stolpere, der mir den Eindruck vermittelt, dass dort eine Seite des Kriegs vorgestellt wird, die ich noch nicht so gut kenne, werde ich doch wieder neugierig. So habe ich über "Eine Handbreit Hoffnung" nicht nur das Schicksal einer jüdischen Familie in Polen verfolgt, sondern auch wieder mehr über das Verhältnis Polen-Russland-Ukraine gelernt. "Der freundliche Feind" von Ebba D. Drolshagen hingegen beschäftigt sich mit Wehrmachtsoldaten, die als Besatzer jahrelang - relativ friedlich - außerhalb von Deutschland gelebt haben, und dem Verhältnis zwischen diesen Soldaten und der einheimischen Bevölkerung.

Vor allem konzentriert sich die Autorin dabei auf die Soldaten, die in Norwegen und Frankreich stationiert waren, und erklärt erst einmal die unterschiedlichen Ausgangssituationen in den beiden Ländern. Während Frankreich den Vormarsch der Deutschen genau verfolgen konnte und mit dem Einmarsch der Soldaten rechnen musste, wurden die Norweger über Nacht von der Inbesitznahme überrascht. So hatten auf der einen Seite die Franzosen viel Zeit, um sich die Gräueltaten auszumalen, die die Deutschen nach der Invasion an ihnen ausüben würden, während die Norweger gar nicht fassen konnten, dass sie - trotz erklärter Neutralität - nun unter deutscher Besatzung  standen.

Auch für die deutschen Soldaten brachte diese Besatzungszeit ungewohnte Herausforderungen mit sich. Auf der einen Seite mussten sie jahrelang in einer engen und von oben erzwungenen Kameradschaft leben, die keine Rücksicht auf individuelle Befindlichkeiten nahm, auf der anderen Seite durften sie nur in Uniform aus den Kasernen gehen und bekamen so natürlich die Feindschaft der Einheimischen zu spüren. Dazu kam bei den Soldaten noch das Wissen, dass sie - im Vergleich zu ihren Familien, die in Deutschland von den Alliierten bombardiert wurden, und den Soldaten an den Fronten - in einer sehr friedlichen und sicheren Lage den Krieg erlebten.

Nach dem ersten Schock standen die Einheimischen vor der Frage, wie sie mit den (aufgrund von Befehlen und Propagandaeinflüssen) oft recht freundlich agierenden Soldaten umgehen sollten. Gerade diejenigen, die kaum Kampfhandlungen erlebt hatten, schienen sich zu benehmen, als ob sie im Urlaub wären. So schwankten die Besetzten zwischen der Ablehnung gegenüber den Invasoren und der Höflichkeit gegenüber einem freundlichen Fremden, der nach dem Weg fragt oder für sich und seine Freunde nur ein Eis kaufen möchte - wobei natürlich das Zeigen der Ablehnung überwog, was zum Teil wiederum seltsame Maßnahmen von Seiten der einheimischen Obrigkeit provozierte, die versuchen musste, mit den Besatzern auszukommen. Sehr schön finde ich es auch, wie die Autorin anhand von Zitaten aus Tagebucheinträgen, Briefen und Erinnerungen von Zeitzeugen darstellt, wie unterschiedlich Verhalten oft ausgelegt wurde. So leisteten z. B. Ladenbesitzer Widerstand, indem sie den Deutschen keine Waren verkauften, sondern nur - wie es die Höflichkeit gegenüber Fremden gebot - eine Tasse Kaffee anboten. Das führte wiederum dazu, dass sich einige deutsche Soldaten in solchen Situationen überraschend willkommen fühlten, boten ihnen die Norweger doch trotz ihres Mangels an Waren bei jedem Besuch eine Tasse Kaffee an.

Natürlich verschweigt die Autorin nicht, dass die Deutschen - bei aller befohlenen "Freundlichkeit" - als Invasoren im Land waren, dass Druck auf die Bevölkerung ausgeübt wurde, dass besetzt und geplündert wurde und dass die Einheimischen in Angst vor den fremden Soldaten lebten. Aber je länger man zusammenlebte und je enger man zusammenarbeitete - wie es oft besonders in ländlichen Regionen der Fall war -, desto häufiger haben beide Seiten nicht mehr den "Feind", sondern auch den Menschen gesehen. Außerdem gab es natürlich - neben denjenigen die mehr oder weniger aktiv Widerstand leisteten - auch diejenigen, die die Besatzungszeit durch die Deutschen nutzten, um gute Geschäfte zu machen, ihre Feinde und Konkurrenten zu denunzieren oder auf andere Weise von den veränderten Machtverhältnissen zu profitieren.

Ebba D. Drolshagen erzählt im letzten Kapitel auch, wie sie als Deutsch-Norwegerin überhaupt auf das Thema gekommen ist - und wie sehr es sie anfangs irritiert hat, als sie sich Erzählungen von Norwegern und Deutschen angehört hat, die von der Kriegszeit erzählten. Denn während die Norweger von der beängstigenden Atmosphäre, von dem Hunger, dem Mangel und dem Zwang berichteten, vermittelten die ehemaligen deutschen Soldaten das Gefühl, als ob sie Norwegen als zweite Heimat empfunden und dort viele einheimische Freunde gefunden hätten. Erst mit viel Geduld und der Einsichtnahme in einige Dokumente aus dieser Zeit kam sie der Realität etwas näher, die eben nicht schwarz-weiß war, sondern aus unendlich vielen Grauschattierungen bestand - und an die man scih im Laufe der Jahre auf beiden Seiten nur noch sehr selektiv erinnerte.

Ich fand es spannend, mal ein Sachbuch zu lesen, das sich nicht in erster Linie mit der Vernichtung der Juden, den Ereignissen an der Front, den großen Schlachten und den unzähligen Verbrechen der Nazis beschäftigte (wobei ich betonen möchte, dass diese Aspekte in dem Buch nicht verschwiegen werden). Über den normalen Alltag in den besetzten Gebieten habe ich mir vorher kaum Gedanken gemacht, wenn ich von dem einen oder anderen Roman absehe, der eine sehr persönliche - und oft auch dramatische - Sicht auf das Thema präsentiert hat. Auch mochte ich den Versuch der Autorin, so neutral wie möglich die Erinnerungen und Ereignisse wiederzugeben. Sie erwähnt zwar, dass erschreckend viele der damals sehr jungen Deutschen auch im hohen Alter noch eine von der Nazi-Propaganda geprägte Sprache (und Gesinnung) zeigten, wenn sie von ihrer Wehrmachtszeit sprachen, betont aber auch, wie sehr das kollektive Schweigen der Besiegten wohl die objektive Auseinandersetzung erschwert hat.

Auf beiden Seiten zeigt die Autorin eine gewissen Schizophrenie auf, wenn es um die Taten aller Kriegsparteien geht sowie um die Wahrnehmung des individuellen Empfindens und der persönlichen Haltung - vor allem in der Rückschau und mit dem Wissen um den Ausgang des Krieges und die Details um die jeweiligen Verbrechen. So endet ihr Buch auch nicht mit dem Kriegsende, sondern geht auch noch kurz darauf ein, wie in den jeweiligen Ländern in den Jahren nach dem Krieg mit den Landsleuten umgegangen wurde, die - aus dem einen oder anderen Grund - den Besatzern vielleicht näher standen (oder von denen dies nur behauptet wurde) und wie dort die Ereignisse dieser Besatzungsjahre in den Geschichtsbüchern festgehalten wurden. Schließlich konzentrieren sich diese Bücher nicht auf die individuellen Erfahrungen der verschiedenen Beteiligten, sondern auf die großen politischen Entscheidungen, die entscheidenden Schlachten und die völkerumfassenden Auswirkungen des Krieges.

Sehr schade finde ich, dass die Quellen und Anmerkungen in einem Anhang zusammengefasst wurden, statt als Fußnoten auf derselben Seite aufgeführt zu werden. So musste ich immer viel blättern, obwohl die gesuchte Information oft nur aus einer kurzen (aber interessanten) Quellenangabe bestand, die ich bei einer anderen Anordnung mit einem kurzem Seitenblick hätte erfassen können, ohne dafür im Lesefluss unterbrochen zu werden.