Samstag, 28. Februar 2015

Lynes und Neyashas Lesetag

Heute veranstalten Lyne und Neyasha einen Lesetag mit dem Motto "Lesen gegen das Wintertief". So richtig winterlich fühlt es sich zwar nicht an, wenn der Tag mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem blauen Himmel beginnt, aber Lesen kann man ja trotzdem. ;)


Richtig los geht es bei mir mit dem Lesen erst am frühen Nachmittag, bis dahin denke ich aber schon mal darüber nach, was ich überhaupt lesen mag. :) Nachdem ich gestern "The Cipher" von Diana Pharaoh Francis beendet habe, hätte ich nun Lust auf ein weiteres Fantasybuch, auf der anderen Seite sollte ich bis Mittwoch einen Teil meiner Bibliotheksausleihen gelesen haben. So richtig kann ich mich jetzt noch nicht entscheiden, was mich heute mehr lockt. Zur Auswahl stehen "Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte", "Wind" und "Blutrecht". Die beiden Fantasybücher würde ich eigentlich gern mal in Ruhe anlesen, auf der anderen Seite möchte ich gerade so gern einige Reihen beenden, muss aber ein bisschen schauen, welche Fortsetzungen ich mir leiste - und habe deshalb Hemmungen erste Bände anzufangen. (Was irgendwie bescheuert ist, wenn ich die Bücher doch eh schon im SuB habe ...) Bis ich mit dem Wochenendeinkauf und allen anderen Erledigungen fertig bin, habe ich mich hoffentlich für ein Buch entschieden.

Denjenigen von euch, die heute schon früh mit dem Lesen anfangen, wünsche ich schon mal viel Spaß!

Update 13:00 Uhr

 Inzwischen ist der Einkauf erledigt und sogar gefrühstückt habe ich schon. ;) Beim Frühstück habe ich mir in Ruhe noch einmal meine drei Bücher angeschaut. Bei "Wind" hat mich die Sprache nicht auf Anhieb gepackt. Während ich bei "Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte" von den ersten zwei Seiten schon total gefangen war, aber da ich irgendwie das Gefühl habe, ich könnte den Roman heute nicht angemessen würdigen, habe ich mich doch für "Blutrecht" entschieden.

Vielleicht gönn ich mir morgen die kleine Kommunistin, wenn ich etwas ausgeschlafener bin als heute. ;)

Bevor ich jetzt die Katzen füttere, eine Kommentarrunde drehe und mich dann mit meinem Buch auf dem Sofa einrolle, beantworte ich noch schnell die Fragen von Neyasha und Lyne:

1. Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich noch an eine der Geschichten erinnern?

Meine ältere Schwester behauptet, dass unsere Mutter uns regelmäßig vorgelesen hat, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich hingegen daran, dass meine Schwester mir vorgelesen hat, als wir noch in einem Zimmer geschlafen haben. Darunter waren auf jeden Fall Bücher von Erich Kästner. Ansonsten erinnere ich mich noch an eine Bilderbuch-Geschichte, die ich als sehr kleines Kind sehr gern gemocht haben muss. Die Geschichte erzählte von drei kleinen Katzen, die mit Handschuhen ihr Essen gegessen haben und diese Handschuhe dann waschen mussten. Oo Ich weiß nicht, wer mir dieses Buch vorgelesen hat, vermute aber, dass meine gesamte Familie dafür herhalten musste - auf jeden Fall konnte ich die Geschichte irgendwann auswendig und habe sie dann meinem kleinen Cousin "vorgelesen". *g*

2. Hast du schon mal ein Buch nur wegen eines Covers gekauft?

Nein, definitiv nicht. Ich schaue eh nicht so oft nach Covern, auch wenn ich bei einigen wenigen Romanen schon überlege, welche Ausgabe ich mir anschaffe. Da spielt aber nicht nur das Cover eine Rolle, sondern auch die sonstige Gestaltung. Dass Cover für mich nicht so wichtig sind, schiebe ich immer darauf, dass ich zu einer Zeit angefangen habe, Fantasyromane zu lesen, als die Cover vor allem "echte Kerle" und halbnackte Frauen zeigten - wenn ich da nach der Optik gegangen wäre, hätte ich eine Menge toller Geschichten verpasst. ;)

Jetzt erst einmal den alten Herren vorsichtig zum Füttern wecken und dann stürze ich mich aufs Buch ...


Update 17:00 Uhr

Wie immer an solchen Lesetagen habe ich bislang mehr Zeit mit Blogbeiträgen und Kommentaren verbracht als mit dem eigentlichen Lesen - aber gerade das macht ja auch Spaß dabei! :) Mit meiner Buchwahl bin ich im Moment ganz zufrieden. Der Roman fordert nicht gerade höchste Konzentration beim Lesen und ist bislang flüssig und humorvoll geschrieben. Die drei Greatcoats sind bislang nicht gerade die innovativsten Charaktere, die ich je in einem Fantasyroman gefunden habe, aber damit kann ich leben. Momentan leistet mir Shandy auf dem Sofa Gesellschaft und verhindert erfolgreich, dass ich mich zu weit von meinem Buch wegbewege, ...


 ..., während Baltimore mit seinem leisen Schnarchen für eine gemütliche Geräuschkulisse sorgt.


Jetzt noch schnell Frage Nr. 3 beantworten, bevor es mit meinem Buch weitergeht. ;)

3. Gibt es einen unbekannten Autor/eine unbekannte Autorin, den/die du anderen gern ans Herz legen würdest?

Ähm ... nein. ;) Ich glaube, ich bin zu sehr von meinen Jahren im Buchhandel geprägt, um eine solch allgemein gestellte Frage mal eben zu beantworten. Einfacher wäre es, wenn ich wüsste, wem ich einen Autor empfehlen sollte. Für jemand, der gern märchenhafte (Kinder-)Bücher liest, würde ich vielleicht Jennifer Carson empfehlen, bei unaufgeregt erzählten Island-Krimis könnte ich auf meine persönliche Neuentdeckung Quentin Bates verweisen und bei humorvollen und häufig ungewöhnlichen Fantasygeschichten wäre da natürlich noch Patricia C. Wrede, die in Deutschland relativ unbekannt ist, aber dafür im englischen Sprachraum einen nicht so geringen Bekanntheitsgrad hat - und wenn ich mir noch ein bisschen mehr Zeit nehmen würde, würden mir bestimmt noch so einige weitere Autoren einfallen, aber eigentlich wollte ich mir doch jetzt meine Teetasse schnappen und weiter lesen. ;)


 Update 21:00 Uhr

Jetzt gibt es nur ein schnelles Update, um mal die letzten drei (!) Fragen zu beantworten. Irgendwie scheine ich immer kurz vor der Aktualisierung auf Lynes und Neyashas Blogs zu schauen - mein Timing ist heute nicht ganz so gut. ;) Sehr viel gelesen habe ich seit dem letzten Update übrigens nicht, dafür Abendessen gekocht und verspeist.

4. Welches Genre magst du überhaupt nicht?

Schwierig zu sagen. Grundsätzlich behaupte ich ja immer, dass ich alles lese. Aber es gibt Phasen, in denen ich bestimmte Genres nicht mehr lesen mag. Und bei Horror bin ich auch extrem wählerisch, es muss schon ein Aspekt dabei sein, der mich besonders anspricht, damit ich es lese. Ich bin nicht ängstlich (zumindest nicht mehr, als Kind war das noch ganz anders), aber ich kann in der Regel mit der Erzählweise und der Handlung nicht so viel anfangen. Wobei bei Manga zum Beispiel sehr gern zu (subtil erzählten) Horrorgeschichten greife.

5. In welchem Buch würdest du gern leben wollen?

"Howl's Moving Castle" könnte ich mir grundsätzlich gut als Wohnort vorstellen, aber die Welt an sich ist mir doch ein wenig zu sehr in Kriegswirren verstrickt. Also zieht es mich doch eher in die Welt von Cecelia und Kate - modern genug, dass der Kulturschock nicht so groß sein dürfte, aber mit genügend Magie, um das Leben "interessant" (also "interessant" im Sinne eines chinesischen Fluches) zu gestalten. :D

6. Hardcover, Taschenbuch oder eBook - was ist die am liebsten und warum?

In der Regel das Taschenbuch. Manche Hardcoverausgaben sind zwar besonders schön gemacht und ich lerne langsam zu schätzen, dass man bei eBooks die Schrift größer stellen kann, wenn die Augen müde sind, aber mit Taschenbüchern fühle ich mich am wohlsten. Sie liegen nicht so schwer in der Hand, sie haben das beste Preis-/Leistungsverhältnis, nehmen nicht so viel Platz im Regal ein und trotzdem habe ich etwas Greifbares, was ich verleihen, verschenken oder verkaufen kann.

Jetzt stecke ich die Nase erst einmal wieder ins Buch, bevor ich später noch einmal eine Blog- und Kommentarrunde drehe und schaue, wie es euch den Abend über so ergangen ist. :)

Update 0:30 Uhr

Da die Handlung in meinem Buch inzwischen etwas mehr angezogen hat und ich nun auch mehr über die Vergangenheit des Protagonisten weiß, gibt es noch schnell ein letztes Update mit den letzten beiden Fragen für heute, damit ich vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten lesen kann.

7, Welches ist das langweiligste Buch, durch das du dich - aus welchen Gründen auch immer - erfolgreich durchgekämpft hast?

Irgendwie ärgere ich mich bei Büchern eher, als dass ich mich langweile, und die langweiligen Titel scheine ich gut zu verdrängen, denn so recht will mir keiner einfallen - abgesehen von "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Böll. Das Buch musste ich für die Prüfung zur Buchhändlerin lesen und konnte mich immer nur mit Mühe und Not zum Weiterlesen überreden, weil ich die Figuren und die Handlung so doof fand.

8. Hast du dich schon mal in eine Romanfigur "verliebt"?

Ähm, nein. Nicht in eine einzige Figur, sondern eher in einen Figurentyp. Auch wenn es schrecklich langweilig ist, so habe ich doch eine Schwäche für Schurken. Gerade in Fantasyromane erobern die schnell meine Sympathie, egal, ob es sich dabei um Georg Cooper, den König der Diebe, handelt, um Silk oder um Drake Magistral (oh, Walter Jon Williams hätte ich bei Frage Nr. 3 nennen können!) handelt. Ich liebe Schurken! :)

Mit dem Buchstabenrätsel beschäftige ich mich nun nicht mehr - ohne einen Anhaltspunkt, in welche Richtung das Rätsel geht, käme ich nur mit Fleiß zu einem Ergebnis und dafür ist mir dann doch etwas spät.

Ganz vielen lieben Dank an Neyasha und Lyne und die anderen Blogger für den Lesetag! Es hat viel Spaß gemacht und es war spannend eure Antworten auf die Fragen zu lesen. :)

Freitag, 27. Februar 2015

SuB-Zuwachs im Februar

In diesem Monat sind die SuB-Zugänge wieder übersichtlich - und eigentlich ist nichts dabei, was ich offiziell in der SuB-Liste aufführen würde, aber ich mag euch natürlich trotzdem meine neuen Schätze zeigen.


Der zweite Sammelband der Elfquest-Comics - ich freu mich so, dass es damit weitergeht. Ich wollte die Comics schon so lange haben. :)




Dazu noch zwei Hörspiele. Ich habe vor nicht allzu lange Zeit einige ältere Paul-Temple-Hörspiele gehört und mich ganz gut amüsiert und war nun neugierig auf diese Version. Zu "Anne of Green Gables" muss ich vermutlich gar nichts sagen, nachdem es so viele Kommentare auf meine Rezension zu den ersten vier Teilen gab. :)

Mittwoch, 25. Februar 2015

Francis Durbridge: Paul Temple und der Fall Gregory (Hörspiel)

Francis Durbridge ist definitiv nicht mein Lieblingsautor, wenn es um altmodisch-charmante Kriminal-Hörspiele geht, aber ich habe schon einige unterhaltsame Stunden mit seinen Geschichten verbracht. Deshalb war ich natürlich prompt neugierig, als mir "Paul Temple und der Fall Gregory" in die Finger geriet, obwohl ich beim Anblick von Bastian Pastewka auf dem Cover schon etwas verhaltener reagierte.

"Der Fall Gregory" war der erste Paul-Temple-Fall, der in Deutschland als Hörspiel im Radio gesendet wurde - und dann wurden die Bänder mit einer anderen Aufnahme überspielt. Auch das BBC-Original dieser Geschichte ging verloren und so basiert dieses Hörspiel auf Textfragmenten des Original-Drehbuchs und der noch existierenden norwegischen Version des BBC-Hörspiels. Grundsätzlich finde ich diese Hintergründe interessant, auch wenn ich die nicht unbedingt inmitten des Hörspiels präsentiert bekommen müsste. Denn leider wird die Handlung rund um den Fund einer ermordeten jungen Frau immer wieder nach ein paar Minuten unterbrochen, wenn die Sprecher aus ihrer Rolle fallen und sich lang und breit über die Hintergründe des Hörspiels (oder die Absurditäten der Geschichte) unterhalten.

Zu diesen Unterbrechungen kommt, dass die Handlung sehr viel kürzer ist als in einem normalen Paul-Temple-Hörspiel. Ich kann nicht beurteilen, ob das daran liegt, das so wenig Text all die Jahrzehnte überlebt hat oder ob es an der Bearbeitung für diese "humorvolle" Wiederbelebung des Hörspiels liegt. Aber diese Kürze der Geschichte sorgt zusammen mit der Anzahl der verschiedenen Figuren und den vielen Unterbrechungen dafür, dass man schon mehr als normal aufpassen muss, um der Handlung zu folgen und die unterschiedlichen Charaktere einordnen zu können. Ich gebe zu, dass so ein Paul-Temple-Hörspiel in der Regel die eine oder andere Kürzung vertragen kann, aber von vermutlich sechs Stunden auf knapp zwei ist dann doch etwas arg radikal.

Überhaupt finde ich die gesamte Umsetzung nicht ganz glücklich. Man hat sich anscheinend nicht entscheiden können, ob man eine Hommage an die alten Paul-Temple-Hörspiel oder eine Parodie inklusive diverser "Pastewka und Komplizen"-typischer Comedy-Elemente machen wollte. Auf der einen Seite hat man sich genügend Mühe gegeben, um Sprecher zu finden, die relativ nah an die Originalbesetzung herankommen (na ja, Pastewka klingt nun mal immer wie Pastewka und Janina Sachau ist eine arg schrille Version von Steve Temple - inklusive seltsamer Betonung), hat eine liebevolle und passende Musikuntermalung verwendet und bei den Soundeffekten in der Regel darauf geachtet, dass sie passend unbeholfen-altmodisch klingen.

Auf der anderen Seit gibt es da diese extremen Kürzungen und die ständigen Unterbrechungen durch die Sprecher, bei denen Pastewka als Fan der Original-Hörspiele dargestellt wird, während der Rest an der simplen und nicht gerade logischen Handlung verzweifelt. Wirklich amüsant fand ich nur zwei Punkte (besonders die Geräuschuntermalung bei der Fluchtszene eines Verdächtigen), ansonsten traf der Humor meinen Geschmack eher weniger. Am Ende bleibt einfach die Frage, für welche Zielgruppe dieses Hörspiel produziert wurde. Bastian-Pastewka-Fans können vermutlich mit den "ernsthafteren" Krimiszenen nicht so viel anfangen, Paul-Temple-Fans hingegen werden sich wahrscheinlich durch die Kürzungen, Nebenbemerkungen und Unterbrechungen gestört fühlen ...

Ach ja, in den Rezensionen bei Amazon habe ich einen Verweis darauf gefunden, dass dieses Hörspiel auch als Bühnen-Show präsentiert wird. Das stelle ich mir doch etwas amüsanter vor, da ich erstens davon ausgehe, dass vor allem Zuschauer hingehen werden, die mit Pastewka und Komplizen mehr anfangen können, und es zweitens bestimmt auch unterhaltsamer ist, wenn man live miterleben kann, wie die Gesangseinlagen und Geräusche erzeugt werden. Außerdem wirken so die Zwischenszenen hoffentlich etwas natürlicher.

Montag, 23. Februar 2015

[Kurz und knapp] Shannon K. Butcher: The Sentinel Wars 1 - Burning Alive

"Burning Alive" von Shannon K. Butcher hatte ich im Januar bei Melli gewonnen, die von der "Sentinel Wars"-Reihe ganz begeistert ist. Ich muss gestehen, dass ich vor allem deshalb neugierig auf den Roman war, weil Shannon K. Butcher die Frau von Jim Butcher ist und angeblich zum Teil auch an seinen Büchern mitgearbeitet hat. Außerdem sorgen die enthusiastische Rezensionen von Melli häufig dafür, dass ich mich für eine Reihe interessiere.

Leider kann ich die Begeisterung nicht ganz so teilen, obwohl ich die Grundidee mit den drei nichtmenschlichen Rassen, die sich - unbemerkt von den Menschen - im Krieg befinden, ganz reizvoll finde. Dazu kommen einige interessante - oder wie im Fall von Miss Mabel wirklich bezaubernde - Nebenfiguren . Die alte Dame hat mich in Sekundenschnelle erobert und ich habe jede einzelne Szene mit ihr genossen - von ihr hätte ich gern mehr gelesen.

Leider kann ich das nicht über die beiden Hauptfiguren sagen. Ich ertrage keine Geschichten mehr, in denen die Protagonisten sich sehen, sich die Kleider vom Leib reißen wollen und beim Versuch irgendwie zum Höhepunkt zu kommen, sämtliche Gehirnzellen verlieren. Helen hatte ihr Leben lang Visionen von ihrem eigenen Tod, in denen Drake eine große Rolle spielt. So hat sie anfangs panische Angst vor ihm, aber sobald er sie bedrängt (er klemmt sie ständig zwischen Möbeln/Wänden und seinem Körper ein, damit sie nicht weglaufen kann), kann sie nur noch daran denken, wie toll sich seine Muskeln und alles andere an ihm anfühlen.

Er hingegen wechselt innerhalb kürzester Zeit von "die Frau benimmt sich seltsam, also jage ich ihr Angst ein, bis sie mit mir redet" über "sie ist so toll, ich bringe jeden um, der ihr was tut" zu "ich bin seit 200 Jahren der erste Mann, der eine Frau meiner Rasse gefunden hat: Gebt mir eine Keule, damit ich sie in meine Höhle schleppen und bespringen kann". Er lässt ihr einfach keine Wahl, obwohl sie theoretisch (also den Gesetzen seiner Art und den Begebenheiten entsprechend) das Recht auf eine Wahl gehabt hätte - und das ist etwas, was ich einem Protagonisten (vor allem, wenn es um Sex und lebenslange Verpflichtugen geht) nicht verzeihen kann. Da ist es mir dann auch egal, ob Helen am Ende alles verstehen und verzeihen kann, weil sie seine Not und Verzweiflung spürt und er doch eigentlich ein tapferer Krieger und einer von den Guten ist. Meiner Meinung nach ist ein Mann, der eine Frau so behandelt, definitiv nicht einer von den Guten!

Dabei hätte es einige Möglichkeiten gegeben, um aus der Grundidee eine gute und spannende Geschichte mit stimmigen und sympathischen Protagonisten zu machen, aber leider hat Shannon K. Butcher keine dieser Möglichkeiten genutzt.

Freitag, 20. Februar 2015

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax and the Whirling Dervish (Hörbuch)

Nachdem Mrs. Pollifax sich in den letzten Folgen vor allem im asiatischen Raum rumgetrieben hat, führt sie ihr aktueller Auftrag nach Marokko. In "Mrs. Pollifax and the Whirling Dervish" soll Emily Pollifax nur als Begleiterin fungieren, da ihr Auftraggeber Mr. Carstairs der Meinung ist, dass der örtlichen Agent Max Janko aussieht, als wäre er zu arrogant, um seine Aufgabe durchzuführen ohne anzustoßen. Und wirklich entpuppt sich Janko als unfreundlicher und anstrengender Begleiter für eine Fahrt quer durch die Wüste.

Während Mrs. Pollifax sich noch mit den Umständen anzufreunden versucht, muss sie sich gleichzeitig Sorgen um ihren Auftrag machen. Denn sie und Janko sollen die Mitglieder eines Informantennetzwerks aufsuchen und sicherstellen, dass keine der sieben Personen durch einen Spitzel ausgetauscht wurden. Dummerweise scheint jemand den beiden auf den Fersen zu sein und die Informanten der Atlas-Gruppe kurz nach ihrer Identifizierung durch Mrs, Pollifax und Max Janko zu ermorden.

So gern ich die asiatischen Bände rund um Mrs. Pollifax mag, so schön finde ich es, dass sie nun wieder in der Wüste unterwegs ist. Trotz der Todesfälle ist diese Geschichte wieder amüsanter als die davor. Mrs. Pollifax ärgert sich über Jankos anmaßendes Verhalten und gibt ihm auf ihre - in der Regel noch überraschend höfliche - Art Kontra. Und dann gibt es wieder diese kleinen Momente, in denen sie es genießt ein fremdes Land kennenzulernen, mit neuen Menschen Kontakt aufzunehmen und eine ihr unbekannte Kultur zu erfahren. Ich mag Emily in der Wüste einfach ...

Sehr schön finde ich es auch, dass Emily Pollifax es sich zu Beginn der Geschichte nicht leicht macht, ob sie den Auftrag annimmt, da sie mit der amerikanischen Politik in Marokko nicht zufrieden ist. Letztendlich läuft es für sie darauf hinaus, ob sie Mr. Carstairs vertraut oder nicht, aber glücklich ist sie nicht damit. Oh, und es gibt ein überraschendes Wiedersehen am Ende der Folge, dass mich jedes Mal wieder zum Lächeln bringt, wenn ich daran denke. Dazu kommt wie immer die gute Leistung der Sprecherin Barbara Rosenblat - und schon habe ich ein paar wunderbare Stunden mit diesem Hörbuch verbracht und kann es kaum erwarten, dass der März mir die nächste "Mrs. Pollifax"-Folge bringt.

Mittwoch, 18. Februar 2015

[Kurz und knapp] Barry Jonsberg: Das Blubbern von Glück

Über "Das Blubbern von Glück" von Barry Jonsberg bin ich bei Tine gestolpert, die ganz begeistert von dem Roman war. Nachdem die Bibliothek mir das Buch überraschend schnell besorgen konnte, habe ich es am vergangenen Donnerstag gelesen und fand es ebenfalls sehr bezaubernd.

Allerdings gab es bei diesem Roman eine Sache, die mich beim Lesen solcher Geschichten häufig stört: Candice ist mir stellenweise zu erwachsen. Dass sie ungewöhnlich ist, dass sie kein Gespür für Zwischentöne hat und alles wörtlich versteht und dementsprechend beantwortet, ist alles kein Problem für mich - und bietet die Möglichkeit für einige wirklich berührende Szenen. Aber beim Aufschreiben ihrer Gedanken gibt es immer wieder Elemente, die für mich nicht zu einem zwölfjährigen Kind - egal wie intelligent und besonders es sein mag - passen.

Von diesem Punkt einmal abgesehen, war "Das Blubbern von Glück" wirklich ein Wohlfühlroman, den ich sehr genossen habe. Candice erzählt in 26 Kapiteln von ihrer Familie, von ihrem Leben und den Menschen, die ihr wichtig und die aufgrund verschiedener Gründe unglücklich sind. Da Candice möchte, dass diese Menschen wieder glücklich werden, arbeitet sie systematisch an den verschiedenen Problemen - so wie sie sie sieht, was natürlich nicht immer ganz mit der Sichtweise ihrer Lieben übereinstimmt, aber trotzdem irgendwie funktioniert.

Ich glaube, es ist das Einfache an diesem Buch, das dazu führt, dass man das Lesen so genießt. Es tut gut für eine kurze Zeit die Welt aus Candice Sicht zu erleben. Für das Mädchen ist die Welt zwar auch nicht ohne Problem und Herausforderungen, aber trotzdem fühlt es sich einfach richtig an, während des Lesens so wenig wertend durchs Leben zu gehen und bei Gesprächen eben nicht auf Zwischentöne und das was gemeint, statt gesagt wurde zu reagieren, sondern wortwörtlich auf eine gestellte Frage oder eine Aussage antworten zu können. Das war wirklich schön und ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, was Candice als nächstes durch den Kopf geht und welchen Plan sie noch verwirklichen möchte.

Montag, 16. Februar 2015

Quentin Bates: In eisigem Wasser (Gunnhildur 1)

"In eisigem Wasser" von Quentin Bates ist eine dieser SuB-Leichen, die es wirklich nicht verdient haben so lange im Regal zu verstauben. Die Geschichte beginnt mit einer Szene am Hafen von Hvalvík, bei der man verfolgt wie ein Betrunkener von einem anderen Mann ins Wasser gestoßen wird. Kurz darauf beginnt die eigentliche Handlung mit einem Anruf bei der Polizistin Gunnhildur (genannt Gunna), der sie darüber informiert, dass die Leiche eines Ertrunkenen gefunden wurde.

Als Gunna im Hafen ankommt, kommen ihr gleich mehrere Aspekte seltsam vor: Niemand kennt den Toten vom Sehen, er hat keinerlei Papiere bei sich, mit denen man ihn identifizieren könnte, und dann steht noch die Frage im Raum, wie er überhaupt nach Hvalvík - einem Ort ca. 100 km nördlich von Reykjavík - gekommen ist, da er zu viel Alkohol im Blut gehabt hat, als das er noch hätte fahren können. Auch irritiert es Gunna im Laufe der Ermittlungen, dass niemand daran interessiert zu sein scheint, den mysteriösen Tod des jungen Mannes aufzuklären.

Obwohl Gunna und ihre Arbeit den Hauptstrang der Geschichte bilden, bekommt man die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die es einem ermöglichen aus all den vielen Szenen ein stimmiges Gesamtbild zusammenzusetzen. Im Rahmen der Ermittlungen rund um den Toten im Hafen von Hvalvík macht - die angenehm bodenständig charakterisierte - Gunna einige gravierende Entdeckungen, die dafür sorgen, dass sie immer wieder bei hohen Politikern oder einflussreichen Geschäftleuten aneckt. Während ich es sonst nicht so mag, wenn in einem Krimi Korruption, Bestechung und ähnliche Machenschaften so eine wichtige Rolle spielen, fand ich diesen Part in "In eisigem Wasser" gut gemacht. Denn Gunnas Vorgesetzte sehen sich zwar dem Druck von oben ausgesetzt und es wäre ihnen regelmäßig lieber, wenn die Polizistin weniger engagiert ermitteln würde, aber ihnen ist auch bewusst, dass ein Mordfall und andere damit verbundenen Verbrechen aufgeklärt werden müssen und unterstützen deshalb Gunna (wenn auch mal mehr und mal weniger enthusiastisch).

Ich mochte auch die Atmosphäre in dem Roman und die Art und Weise wie der Autor die isländische Gesellschaft darstellt. Das Land steht kurz vor der großen Finanzkrise und so langsam wird der Bevölkerung bewusst, dass da etwas in Politik und Wirtschaft gewaltig schief läuft. Geld ist in gewisser Weise für alle ein Thema und je mehr über den Zustand des Landes bekannt wird, desto mehr Furcht verspüren die Menschen. Auf der anderen Seite ist da auch dieser stoische Umgang mit der anstehenden Katastrophe und diese rationale Art weiterzudenken. Spannend fand ich auch kleine Bemerkungen und Informationen zu den Lebensläufen der verschiedenen Personen, wie zum Beispiel Gunnas Werdegang (mit 12 Jahren angefangen in einer Fischfabrik zu arbeiten, später zur Polizei gewechselt) oder über das Studium einer Fotografin (sie wollte im Ausland studieren, also musste sie sich ein Studienfach suchen, das in Island nicht angeboten wurde), die mir eine Menge über das Land verraten haben.

"In eisigem Wasser" ist ein angenehm unaufgeregter Kriminalroman. Es kommt zwar zu so einigen Todesfällen, aber nichts davon ist reißerisch dargestellt. In erster Linie stehen Gunnas Ermittlungen im Vordergrund und die gestalten sich stellenweise nun einmal mühsam, aber nie uninteressant. Auch mochte ich die Beziehungen der verschiedenen Charaktere zueinander (wenn ich jetzt mal davon absehe, dass die "Schönen und Reichen" doch etwas klischeehaft dargestellt werden), da gibt es Freundschaft, Kollegialität und Menschen, die einander zwar nicht wirklich leiden können, die aber trotzdem professionell miteinander arbeiten. Das mochte ich wirklich, das war erholsam - und deshalb habe ich mir gleich im Anschluss den zweiten Band rund um Gunnhildur geschnappt.

Sonntag, 15. Februar 2015

Vom Seiten zählen und anderem ...

Vor ein paar Tagen bin ich (ich glaube über einen Retweet bei Twitter) über einen Blogpost gestolpert, der die Frage in den Raum stellte, warum Buchblogger sich Leseziele setzen, an Challenges teilnehmen, Seiten zählen und ähnliches tun. Da das keiner meiner üblichen Blogs war, finde ich den Beitrag leider nicht wieder, aber ähnliches Diskussionen gibt es ja immer wieder.

Ich gebe zu, dass es eine Menge Dinge auf Buchblogs gibt, die ich nicht nachvollziehen kann wie zum Beispiel Verlags-Challenges. Und mit großen Buch-bezogenen Plattformen, auf denen ich Listen führen und mich mit anderen Leuten austauschen kann, gebe ich mich auch nicht ab, denn dafür habe ich ja meinen Blog - und mir gefällt es besser, wenn hier alles konzentriert gesammelt wird. Auf der anderen Seite gibt es bestimmt einige Menschen, die nicht verstehen, warum ich jeden Monatsanfang eine SuB-Liste poste, obwohl ich doch eine Gesamtliste unter dem Header verlinkt habe. Aber ich mag es die monatliche Veränderung in meinem SuB auf diese Weise zu dokumentieren und dort kurz über meinen (vergangenen und kommenden) Lesemonat zu schreiben. Und so führt jeder von uns seinen Blog so wie er es richtig und wichtig findet.

Auf jeden Fall hat mich dieser Post vor ein paar Tagen wieder auf etwas gebracht, das mir in den letzten Monaten aufgefallen ist. Ich führe seit sehr vielen Jahren Leselisten und - nachdem Natira mich mal angestupst hatte - ich veröffentliche diese Liste in abgespeckter Form auch als Quartalsstatistik auf diesem Blog. In abgespeckter Form, weil ich davon ausgehe, dass es die meisten Leute nicht interessiert, wie viele Seiten ein Titel hatte, ob es ein SuB-Titel, ein Neuzugang, ein eBook, ein Leihbuch oder ein Bibliotheksbuch war. Das Führen dieser Liste kostet mich gerade mal ein paar Minuten im Monat und ich finde es spannend, was diese Liste mir so über mich verrät. Und oft genug ist sie hilfreich, wenn ich mal wieder nicht weiß, welche Titel ich gelesen habe und wo ich mit einer Reihe weitermachen muss, wenn ich nichts verpassen möchte.

Das Seitenzählen ist eigentlich der unnütze Teil an meiner Liste, aber ich dachte vor ungefähr zwei Jahren, dass es doch interessant sei, wenn ich mal herausfinden würde, wie viele Seiten ich so lese. Parallel dazu habe ich durch meinen Monatsanfangspost auch häufig festgehalten, ob ich einen Monat als "guten" Lesemonat empfunden habe. Dabei bedeutet ein guter Lesemonat nicht so sehr, dass ich lauter fantastische Titel in die Finger bekommen habe, sondern dass ich das Gefühl hatte, ich könnte mir genügend Zeit zum Lesen nehmen und das Lesen angemessen genießen. Also ein Monat, in dem ich nicht aus irgendeinen Grund mit der Welt (und somit auch mit meinen Büchern) verquer gewesen wäre oder in dem mir die Zeit gefehlt hätte, um mich in Ruhe mit einem Roman hinzusetzen.

Dadurch habe ich herausgefunden, dass meine "Wohlfühlgesamtseitenzahl" (was für ein Wortgebilde! *g*) bei 5000 Seiten liegt. Lese ich in einem Monat um die 5000 Seiten, dann geht es mir in der Regel gut. Dann habe ich einen Monat erlebt, der mir genug Lesezeit gebracht hat, in dem der Kopf frei genug war, um mich auf eine Geschichte einzulassen, und in dem ich das Lesen entspannt genießen konnte. Nicht immer habe ich in solchen Monaten besonders gute oder mitreißende Romane gelesen, aber zumindest genügend "nette" Titel, dass ich weiterlesen mochte, statt das Buch unzufrieden zur Seite zu legen und tagelang nicht wieder anzurühren. Außerdem bietet ein solcher 5000-Seiten-Monat auch wieder einigen Stoff für Blogposts und den Austausch mit euch über Bücher, was mir schließlich auch viel Freude bereitet. 5000 Seiten bedeuten auch, dass ich viel Zeit für mich hatte, denn das Lesen ist zwar mein größtes Hobby, aber nicht mein einziges - und ganz kann ich im Laufe des Monats nicht auf das Spielen, Handarbeiten und all die anderen Dinge verzichten.

Ich werde mir jetzt nicht zwanghaft die 5000 Seiten als monatliches Ziel setzen, aber ich finde es interessant und amüsant, wie viel meine gelesenen Seite darüber aussagen, wie es mir in einem Monat ging. Und es bekräftigt mich (mal wieder) darin, dass ich meine Lese- und Auszeiten - wenn irgend möglich - fest in meinen Alltag einplanen muss, damit es mir gut geht.

Freitag, 13. Februar 2015

Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

Im Rahmen meiner SuB-trahierung habe ich auch "Der Teufel von Grimaud" von Frank Bresching aus dem Regal gezogen. Und nach dem Lesen lässt mich das Buch etwas zwiespältig zurück. Auf der einen Seite ist es ein spannender Roman, auf der anderen Seite herrscht in der Geschichte so eine schrecklich bedrückende Atmosphäre. Alles so düster und hoffnungslos und nur ein wirklich sympathischer Charakter - dem natürlich auch noch etwas Schlimmes zustößt.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der von zwei Mädchen (Oceane und Camille) erzählt, die einen Tag am Strand verbracht haben, sich dann aber auf dem Rückweg trennen - was dazu führt, dass eines der Mädchen missbraucht und ermordet wird. Das Dorf Grimaud wird durch diese grausame Tat aufgeschreckt: Einer von ihnen ist höchstwahrscheinlich der Täter, obwohl doch alle glauben, dass sie ihre Nachbarn so gut kennen. Die Ermittlungen werden von Kommissar Leo Balleroy übernommen, der erst einmal ein Gefühl für die verschiedenen Einwohner von Grimaud und die Verbindungen der verschiedenen Personen zueinander bekommen muss.

Erzählt wird die Handlung auf verschiedenen Perspektiven: So verfolgt man die Geschehnisse aus der Sicht des Polizisten, aus der von Camille, von Clement und natürlich dem Mörder. Während der Polizist systematisch alle Spuren verfolgt, herauszufinden versucht wer wann an welchem Ort war und ob es schon früher zu verdächtigen Vorfällen im Ort gekommen ist, schwankt Camille zwischen Trauer und Verzweiflung. Sie ist gerade erst nach Grimaud gezogen, fühlt sich einsam und verlassen (vor allem, da ihre Mutter vor allem mit ihrem Verlobten beschäftigt ist) und die ermordete Oceane war ihre einzige Freundin. Ein wenig Trost findet das Mädchen bei dem alten Clement der vor Jahren seine Frau verloren hat, als diese an Krebs starb, und dessen Sohn sich seit Jahrzehnten nicht mehr bei seinen Eltern hat blicken lassen. Der einsame Mann und sein Hund bieten Camille einen Zufluchtsort und ein offenes Ohr für ihre Gedanken und ihren Kummer.

Wie gesagt, wirklich sympathisch fand ich eigentlich nur eine Figur, trotzdem fand ich es sehr reizvoll die verschiedenen Perspektiven zu lesen, mir ein Bild von dem Leben in Grimaud zu machen und die Machtverhältnisse in diesem Ort kennenzulernen. Auch die Passagen, in denen die Gedanken des Mörders niedergeschrieben wurden, waren ausnahmsweise nicht uninteressant. Ihm ist schon seit langem bewusst, dass er eine unnatürliche Neigung zu jungen Mädchen hat und hat (fast) immer erfolgreich dagegen angekämpft, doch mit dem Zusammentreffen mit Oceane und ihrer Ermordung hat er eine Grenze überschritten, die ihm selber Angst macht. Doch das hat mir in gewisser Weise gefallen - vor allem war es eine angenehme Abwechslung zu den Mördern mit Machtfantasien und "meine Opfer sind selber Schuld"-Gedanken, die sonst gern von Krimiautoren kreiert werden.

Allerdings muss ich zugeben, dass mir eine Art "Happy End" fehlt. Natürlich hüpft keiner nach Auflösung eines solchen Mordfalles am Ende heiter und unbeschwert über die Wiese. Aber ich möchte trotzdem das Gefühl haben, dass sich am Schluss etwas bewegt hat, dass zumindest irgendjemand eine Zukunft vor sich hat, die nicht durch und durch belastet ist. Stattdessen geben mir die letzten Seiten von "Der Teufel von Grimaud" das Gefühl, dass die wenigen guten und hilfsbereiten Menschen verdammt sind, weil sie mit skrupellosen und bösen Personen eine Welt teilen müssen.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Von Plänen und Bibliotheken

Am Anfang des Monats hatte ich genau zwei Titel aus der Bibliothek ausgeliehen und obwohl "Schlüssel" so einige Seiten aufzuweisen hat, so war klar, dass ich diese beiden Bücher problemlos bis zum 11. Februar lesen könnte, um sie dann wieder abzugeben.

Weitere Romane wollte ich bei der Gelegenheit nicht ausleihen, aber ganz eventuell würde ja eine meiner Vormerkungen zur Abholung bereit liegen. Vormerkungen sind ja immer so eine Sache, normalerweise sind das Bücher, die ich auf irgendeinem Blog gefunden habe und die interessant genug klangen, um in der Bibliothek ausgeliehen zu werden. Vormerkungen dauern aber auch immer eine ganze Weile - manche Titel ruhen da über ein halbes Jahr bis ich sie endlich in die Finger bekomme. Und normalerweise verteilen sich meine Vormerkungen ganz gut ... normalerweise ...

Denn als ich gestern aber in die Bibliothek kam, wartete gleich ein ganzer Stapel auf mich:



Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte
Eliot Pattison: Der fremde Tibeter
Jonathan Stroud: Der wispernde Schädel
Barry Jonsberg: Das Blubbern von Glück

Und weil ich gerade eine Krimiphase habe und mir kein aktueller Autor einfiel, den ich gern mal wieder lesen würde, während Karen Rose so schön kitschig-schmöckerhaft, nett und vorhersehbar schreibt, hatte ich vor ein paar Tagen alle Titel vorgemerkt, deren Inhaltsangabe mir nichts sagte, in der Hoffnung, dass ich demnächst einen davon in die Finger bekomme:

Karen Rose: Todeskleid
Karen Rose: Todeskind
Karen Rose: Todesschuss

So viel zu "ich beende mein Bibliotheksbuch, stürze mich dann auf den deutschen SuB und ab dem 20. auf ein paar schöne englische Bücher". Ich bin dann mal lesen ...

Mittwoch, 11. Februar 2015

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax and the Golden Triangle (Hörbuch)

Der achte Band rund um die ungewöhnliche Agentin Mrs. Pollifax, "Mrs. Pollifax and the Golden Triangle" von Dorothy Gilman, spielt in Thailand. Eigentlich wollte Mrs. Pollifax sich zusammen mit ihrem Mann Cyrus nur einen erholsamen und interessanten Urlaub in Thailand gönnen. Doch wenige Stunden vor ihrem Abflug wird sie von Mr. Bishop gebeten, in ihrem Urlaub eine Botschaft entgegen zu nehmen und an die CIA weiter zu leiten. Nur ein kleiner Kurierjob soll es sein, ganz harmlos - und so sagt Emily Pollifax zu, obwohl sie von ihren Erlebnissen in Hong Kong noch angeschlagen ist.

Doch wie es nun einmal ist, wenn Mrs. Pollifax für die CIA einen kleinen Auftrag übernehmen soll: Es läuft anders als erwartet. Am vereinbarten Treffpunkt findet die unternehmungslustige Rentnerin statt des Informanten Ruamsak eine Leiche und während sie sich noch herauszufinden versucht, was vor ihrem Eintreffen geschehen ist, wird Cyrus von zwei Unbekannten entführt. Gemeinsam mit dem Einheimischen Banchoo macht sich Emily Pollifax auf die Suche nach Cyrus. Eine Suche, die sie nicht nur in die Tiefen des thailändischen Dschungels führt, sondern auch zu den Akha und zu einem weisen Mann in einer verlassenen Klosteranlage. Oh, und während Emily und Cyrus in Thailand vermisst werden, muss sich ihr Auftraggeber Mrs. Carstairs damit herumschlagen, dass sein Vorgesetzter verschwunden ist - vermutlich um der Entlarvung krummer Geschäfte zu entgehen.

Dieser "Mrs. Pollifax"-Geschichte ist deutlich ernster und weniger heiter als die vorhergehenden Bänden, was eine schlüssige Folge der Erlebnisse ist, die Mrs. Pollifax in Hong Kong durchgemacht hat. Nach den Misshandlungen musste sie nicht nur körperlich, sondern auch seelisch heilen - und letzteres scheint noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Auch hat Emily inzwischen viel zu viel zu verlieren, um dem Tod noch so unerschrocken ins Auge blicken zu können wie während ihres ersten Einsatzes für Mr. Carstairs und seinen Assistenten Bishop. So ist dieser Band vor allem beherrscht von Emilys unendlichen Wanderungen durch den Dschungel, von ihren mühsamen Versuchen die Hoffnung nicht aufzugeben und von ihren ungewöhnlichen Begegnungen inmitten dieser fremden und gefährlichen Welt.

Auch wenn diese Folge der Serie weniger leicht und amüsant ist als die vorhergehenden Teile, so gibt es doch immer wieder wunderbare zwischenmenschliche Momente, die das Ganze auflockern und dafür sorgen, dass man die verschiedenen Figuren schnell ins Herz schließt. Wobei auch Barbara Rosenblat wieder ihren Teil dafür tut, dass die Charaktere so schnell ein unverwechselbares Profil bekommen. Ich mag diese Hörbuchumsetzung der "Mrs. Pollifax"-Romane wirklich gern. :)

Montag, 9. Februar 2015

Luke Delaney: Mein bist du

Irgendwie habe ich gerade wohl kein gutes Händchen bei der Wahl meiner Kriminalromane. Während ich "Eisesgrab" durchschnittlich, aber unterhaltsam fand, hatte ich bei "Mein bist du" von Luke Delaney nach der Hälfte der Geschichte einen richtigen Hänger und habe nach dem Beenden des Buches das Gefühl, dass es Zeitverschwendung gewesen sei. Der Roman beginnt mit dem Mord an einem jungen Mann, der sein Geld damit verdient, dass er seinen Körper (teuer) an wohlhabende Kunden verkauft. Obwohl die Tat (ebenso wie die folgenden) recht detailliert geschildert wird, fand ich diese Passagen nicht so schlimm, da sie in gewisser Weise recht sachlich aus der Sicht des Mörders beschrieben wurden.

Die Handlung wird vor allem aus der Sicht von zwei Personen erzählt, zum einen Detective Inspektor Sean Corrigan, zum anderen aus der Sicht des Mörders. Während der Täter vor allem als ein skrupelloser und überaus intelligenter Mann beschrieben wird, der tötet, weil er es kann (und weil er die Macht, die ihm dadurch über seine Opfer verliehen wird, genießt), gibt es doch immer wieder Passagen, bei denen diese Darstellung nicht überzeugend durchgehalten wurde und in denen es eher klingt, als wäre diese Person wahnsinnig, obwohl der Autor sonst stets betont, dass genau dies nicht der Fall ist.

Überhaupt hat mir die Darstellung der Charaktere nicht so recht gefallen. Da gibt es einen Verdächtigen, der ein skrupelloser Finanzmensch ist und der sich Frau und Kinder hält, um einem Image gerecht zu werden, den Polizisten, der (in diesem Fall aufgrund von Missbrauch während seiner Kindheit) in der Lage ist, sich perfekt in den Täter hinein zu versetzen, dazu noch die mal mehr, mal weniger skrupellosen Kollegen, die im Zweifelsfall auch einen Tatort manipulieren, um jemanden zu überführen, und die liebende Ehefrau, die zwischen Fürsorge und Zickigkeit schwankt. Das ist alles etwas zu viel, zu klischeehaft, um zu unterhalten. Dazu kommt noch, dass ich es schrecklich finde, wenn der Täter so früh vom Leser identifiziert werde kann (und das ist hier wirklich offensichtlich) und man dann nur noch die restliche Hälfte des Buches darauf wartet, dass die Polizei auch endlich darauf kommt. Dabei hätte das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Ermittlern und einem der Verdächtigen durchaus seinen Reiz haben können - aber leider hat Luke Delaney diesen Part nicht so gestaltet, dass es wirklich spannend wurde.

Apropo Luke Delaney: Laut Autoreninformation ist das das Pseudonym eines ehemaligen Polizisten - und ich finde es grundsätzlich eigentlich reizvoll, wenn Leute, die in einem Beruf gearbeitet haben, auch ihre fiktiven Geschichten in diesem Bereich spielen lassen. Was ich aber nicht so prickelnd fand, waren all die Bemerkungen, die darauf hinwiesen, dass die Realität eines Polizisten nichts mit dem gemein hat, was man so im Fernsehen sieht. Ganz ehrlich, solange ich im Fernsehen nicht eine gut gemachte (was ja inzwischen leider eine Ausnahme ist) Dokumentation sehe, erwarte ich nicht, dass das dort dargestellte realistisch ist - das ist nämlich der Punkt an Fiktion!

Ich weiß nicht, wie das Buch zu all den guten Rezensionen gekommen ist, mich hat es nicht überzeugt und ich werde auch gewiss keinen weiteren Roman des Autors lesen - obwohl ich zugeben muss, dass seine Schreibweise zumindest dafür sorgt, dass man beim Lesen schnell voran kommt. ;)

Samstag, 7. Februar 2015

Samstag

Eigentlich müsste ich noch eine Runde staubsaugen, das Bad putzen und mich endlich mal damit beschäftigen wie ich Linux auf dem Ersatz-Netbook einrichte, damit ich Windows davon entfernen kann. Vernünftige wäre es zumindest, wenn ich all das noch erledige. Aber nach der anstrengenden Woche möchte ich meinen heutigen (ehemannfreien) Tag nur noch mit Erholung verbringen, was nichts anderes bedeutet, als dass ich den Rest des Tages damit beschäftigt sein werde:



Ich wünsche euch ein schönes und erholsames Wochenende! :)

Freitag, 6. Februar 2015

Jenny Milchman: Eisesgrab

Das ist eine der Rezensionen, die ich anfange, obwohl ich mir noch nicht sicher bin, was ich von dem Buch halte. "Eisesgrab" von Jenny Milchman war kein Roman, an den ich hohe Erwartungen hatte. Ich habe den Titel vor allem als Abwechslung zu den diversen Fantasyromanen gesehen, die im November bei mir eingezogen sind. Am Sonntag habe ich das Buch dann recht zügig durchgelesen, weil es sich so flüssig lesen ließ, obwohl ich stellenweise erschreckend wenig auf den weiteren Verlauf der Handlung neugierig war.

Die Geschichte beginnt am 23. Januar, als Nora Hamilton kurz nach dem Aufwachen ihren Mann Brendan findet, der sich aufgehängt hat. Da es in ihrem gemeinsamen Leben - zumindest soweit Nora dies weiß - keinerlei Probleme gab, die solch eine Tat begründen könnten, versucht Nora mehr über den Arbeitsalltag ihres Mannes (der Polizist in der Kleinstadt Wedeskyull war) und seine Kindheit herauszufinden. So hat Brendan auf der einen Seite in den letzten Wochen sehr viele Überstunden gemacht, obwohl die kleine Stadt in den Adirondacks vollkommen zugeschneit ist und es zu keinen größeren Vorfällen kam. Auf der anderen Seite scheint es Details rund um den Tod von Brendans kleinem Bruder Red (der ums Leben kam, als Brendan gerade mal zehn Jahre alt war) zu geben, die Nora bislang noch nicht wusste.

Neben Noras Ermittlungen und Erlebnissen, die den Hauptteil des Romans ausmachen, gibt es immer wieder kurze Kapitel aus Sicht anderer Bewohner der Stadt, die eindeutig mehr über die Vorgänge in Wedeskyull wissen und ihre ganz eigenen Gründe haben zu schweigen. Diese Wechsel auf eine andere Perspektive mochte ich sehr, vor allem, weil mich Nora als Charakter anfangs nicht so ganz überzeugen konnte. Ich habe es als stimmig empfunden, dass sie nach dem Tod ihres Mannes zusammenbricht und dass sie unbedingt eine Erklärung für seinen Selbstmord finden will. Ich fand es auch okay, dass sie sich Vorwürfe macht, weil sie nicht mitbekommen hat, dass ihren Mann irgendwas belastet.

Mir wurde es aber zuviel als Nora (zusammen mit ihrer Schwester Teggie) zu dem Schluss kam, dass sie ihr Leben lang zu harmoniesüchtig gewesen sei und deshalb noch nie irgendetwas hinterfragt hätte, egal wie suspekt etwas ausgesehen hätte. So eine Aussage kann ich als Leser nur dann hinnehmen, wenn mir Anzeichen dafür gegeben werden, dass etwas dubios aussieht. Aber alle Erinnerungen und Aussagen über Brendan und seine Ehe mit Nora deuten darauf hin, dass die beiden eine harmonische Beziehung hatte und es nichts gab, was verdächtig wirkte. Es wäre für mich auch akzeptabel gewesen, wenn Nora zu dem Schluss gekommen wäre, dass bestimmte Aussagen oder Handlungen im Nachhinein etwas seltsam wirken. Aber grundsätzlich empfinde ich es erst einmal nicht als Charakter-Makel, wenn man demjenigen, den man liebt, einfach vertraut und ihn nicht aushorcht oder hinterherspioniert. Und auch wenn ich hier jetzt recht lang über dieses Element schreibe, so wird diese Selbsterkenntnis von Nora zwar bis zum Ende des Romans immer wieder erwähnt, nimmt aber zum Glück nicht ganz so viel Raum ein.

Im Laufe der Zeit findet Nora heraus, dass es nicht nur Sachen gibt, die sie über Reds Tod nicht wusste, sondern auch, dass die Polizei in Wedeskyull nicht immer ganz gesetzestreu handelt. Da der Leser diese Erkenntnis sehr viel früher hat als Nora und man so jedes Gespräch mit Brendans Arbeitskollegen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt, weil man weitere Hinweise auf die Aktivitäten der Polizisten sucht, fand ich den Teil wirklich nicht schlecht geschrieben. Zumindest während des Lesens ist dieser Handlungsstrang spannend genug, um einen bei der Stange zu halten und immer noch ein weiteres Kapitel lesen zu lassen. Da fand ich es auch nicht so schlimm, dass ich die Auflösung(en) am Ende nicht ganz so überzeugend fand.

Hervorheben mochte ich zuletzt noch, dass mir die von der Autorin geschaffene Atmosphäre in dem Buch sehr gut gefiel. Wedeskyull ist von Schneemassen umhüllt und so gibt es eigentlich kaum eine Passage, in der Jenny Milchman dem Leser nicht deutlich macht, was so ein Winter in den Bergen bedeutet. Sei es, dass Nora sich dick einpacken oder das Autor von zentimeterdickem Eis befreien muss, bevor sie losfahren kann, oder dass sie sich im dichten Schneetreiben verfolgt fühlt, aber aufgrund der Sichtverhältnisse nicht herausfinden kann, ob wirklich jemand hinter ihr her ist. Dann wieder ist Nora so sehr in ihre Gedanken vertieft, dass sie die notwendige Vorsicht beim Fahren auf dem Schnee vergisst, oder muss vor einem Eindringling aus dem Haus flüchten, ohne sich eine Jacke mitnehmen zu können. Es gibt auf jeden Fall sehr viele Momente, in denen das Wetter eine Rolle spielt, ohne dass ich das als unstimmig empfunden hätte, im Gegenteil, das fand ich gut gemacht.

Letztendlich konnte mich "Eisesgrab" zwar nicht vollständig überzeugen, hatte aber genügend interessante Aspekte und ließ sich so flüssig lesen, dass ich den Roman wohl als "nett" in Erinnerung behalten werde. Wenn mir nach diesem Debütroman noch ein weiterer Titel von Jenny Milchman in die Finger fallen sollte, werde ich ihn wohl auch lesen (und sei es nur, um herauszufinden, ob sie in Zukunft die mir nicht so zusagenden Elemente ablegt).

Mittwoch, 4. Februar 2015

Leseeindrücke im Januar

Im Januar habe ich den dritten Mumins-Band gelesen und die Zeit, die ich im Mumin-Tal verbracht habe, wieder sehr genossen. Trotzdem fand ich "Die Mumins - Eine drollige Gesellschaft" von Tove Jansson nicht ganz so schön wie die ersten beiden Teile. Erst einmal wird in dem Buch nicht eine durchgehende Geschichte erzählt, sondern verschiedene Episoden, die damit beginnen, dass Mumin und seine Freunde den Zylinder eines Zauberers finden und sich dann über mehrere Monate ziehen, und dann gibt es immer wieder Fußnoten, in denen der Leser aufgefordert wird, seine Mutter wegen diesem oder jenem Detail zu fragen. Das hat mich wirklich gestört - mir hätte es besser gefallen, wenn die Autorin diese Sachen einfach offen gelassen hätte. Trotzdem war es schön Mumin und all die anderen Bewohner des Mumin-Tals wiederzusehen und mit ihnen kleine und große Abenteuer zu erleben. 

***

Da ich ja meinen englischen SuB abbauen will, habe ich mir für Januar die Harry-Dresden-Romane von Jim Butcher vorgenommen, die ich zum Geburtstag und zu Weihnachten bekommen habe. Ich bin sehr froh, dass ich gerade diese drei Bücher "am Stück" lesen konnte, denn in "Changes", "Ghost Story" und "Cold Days" geschehen einige wirklich gravierende Dinge, die Harrys Welt ganz schön auf den Kopf stellen. Ich will nicht spoilern, kann aber verraten, dass mich "Changes" beim Lesen richtig fertig gemacht hat. So eine schreckliche Geschichte, ich habe ständig geweint, weil Harry immer wieder Dinge erfuhr, die ihn verletzten, oder Entscheidungen treffen musste, vor die kein Mensch (nicht mal eine Romanfigur ;) ) je gestellt werden sollte. Trotzdem fand ich die Handlungsentwicklung genau so richtig und schlüssig und bin der Meinung, dass es gut ist, dass einige Handlungsstränge durch diesen Band beendet wurden.

"Ghost Story" war im Vergleich zu "Changes" eine überraschend emotionslose Geschichte. So einige Szenen fand ich sehr lustig, doch vor allem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, worauf der Autor nun hinaus wollte und wie er die Kurve wieder kriegen will, um weitere Harry-Dresden-Geschichten zu erzählen. Eindeutig ein Roman, den ich mehr mit dem Kopf als mit dem Bauch gelesen habe (was ich von dieser Serie eigentlich nicht gewohnt bin), aber das war nach der emotionalen Achterbahn des vorhergehenden Bandes auch sehr erholsam. "Cold Days" hingegen bedeutet in gewisser Weise einen Neuanfang für Harry Dresden. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob das auch beinhaltet, dass man sich von den vertrauten (Neben-)Figuren trennen muss, aber natürlich hat sich das schnell geklärt und es gab ein Wiedersehen mit Harrys Freunden (und Feinden). Im März kommt der nächste Band der Reihe als Taschenbuch raus - bis dahin genieße ich erst einmal die Tatsache, dass ich ausnahmsweise bei Harry Dresden auf dem aktuellen Stand bin. ;)

***

"Das Ende des Bengalischen Tigers" von Yoko Ogawa habe ich bei Hermia entdeckt, als sie darüber schrieb, dass sie das Buch gern bald lesen würde. Die Inhaltsangabe klang interessant und da ich gern (für mich) neue japanische Autoren entdecke, habe ich das Buch in der Bibliothek vorgemerkt und erstaunlich schnell auch ausleihen können. Nach dem Lesen der elf Geschichten (deren Protagonisten alle in gewisser Weise miteinander verbunden sind) kann ich allerdings nicht so recht sagen, ob mir dieser Band gefallen hat. Manche Erzählungen fand ich faszinierend, manche Beschreibungen fand ich wunderschön und poetisch, andere Geschichten haben mich vor allem verwirrt oder abgestoßen zurückgelassen - und ich finde es sehr schade, dass drei Tage nach dem Lesen vor allem letztere in mir nachklingen. Ich hätte das Buch lieber mit den schönen oder skurrilen Momenten in Erinnerung behalten und weniger mit den Szenen, die mir - auf die eine oder andere Weise - zu viel waren. Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob ich irgendwann einmal einem der Romane der Autorin eine Chance gebe oder ob ich es bei dieser Sammlung von Kurzgeschichten belasse.

***

Da ich nach dem Lesen von "Das Ende des Bengalischen Tigers" ein neues Zwischendurch- und Wartebuch benötigte, habe ich dann "Todeszeichen" von Saskia Berwein angefangen. Den Roman hatte ich im November bei Irina entdeckt und vor ein paar Tagen aus der Bibliothek nach Hause schleppen können. Die Anfangsszene fand ich nicht so schlimm wie Irina und insgesamt habe ich mich mit dem Buch gut unterhalten gefühlt. Es ist kein Krimi, bei dem man groß mitermitteln kann, stattdessen verfolgt man die Arbeit der Polizistin Jennifer Leitner (und des sie begleitenden neuen Staatsanwalts Oliver Grohmann) und die Perspektive einer jungen Frau, deren Mutter von einem Serienmörder umgebracht wurde. Insgesamt eine angenehm unaufgeregte Erzählweise, flüssig geschrieben und - trotz des problematischen Privatlebens der Beteiligten - relativ dramafrei. Keine Reihe, die ich mir kaufen würde, dafür haben mich weder die Figuren, noch die Handlung genügend berührt, aber wenn die Bibliothek mehr als den ersten Band im Bestand hätte, würde ich die Fortsetzungen auch noch ausleihen und lesen. 

Montag, 2. Februar 2015

SuB-trahiert (3): Januar

Nachdem es im Dezember aus Zeitgründen nicht so gut lief mit dem Abbau des Alt-SuBs, habe ich mich im Januar nicht nur auf einen Haufen Neuzugänge gestürzt, sondern auch wieder an ein paar ältere Titel gewagt.

1. Ami Tan: Der Geist der Madame Chen
Eines dieser Bücher, das bei mir eingezogen ist, weil sich der Klappentext gut anhörte - und dann hatte ich nie Lust es endlich mal anzufangen. In diesem Monat war es dann endlich soweit, ich habe den Roman aus dem Regal gezupft und angefangen zu lesen. Erst einmal war ich überrascht, als ich in Einleitung mitgeteilt bekam, dass die Geschichte auf Texten basiert, die die Autorin bei einer Frau gefunden hat, die als Medium den Bericht eines Geistes aufschrieb. Nun ... immerhin eine interessante Einleitung, die die passende Stimmung für das Buch schafft. Denn die Handlung wird erzählt aus der Sicht der frisch verstorbenen Bibi Chen, die als Geist eine Gruppe von Freunden bei ihrer Reise nach Burma begleitet. Eigentlich hätte Bibi die Reiseleiterin dieses Unternehmens sein sollen und so hatte sie nicht nur sämtliche Stationen der Reise sorgfältig arrangiert, sondern sich auch monatelang um den perfekten Ablauf gekümmert. Doch nun liegt die Organisation in der Hand des nicht gerade durchsetzungsfähigen Bennies und prompt geht schon am ersten Reisetage einiges schief.

Da Bibi in ihrer Geistform sämtliche Informationen von ihren Freunden erfühlt, kann sie als Erzählerin auch die inneren Gedanken und Gefühle der Reisenden wiedergeben. Das war für mich eines der größten Probleme an dem Roman. Denn so konnte ich auch alle Beweggründe der diversen Mitreisenden verfolgen - und die fand ich durch die Bank nicht lesenswert. Jede einzelne Figur war etwas verschroben, was ich normalerweise gern lese, aber vor allem kamen sie mir alle so schrecklich dumm vor. Ich konnte weder die Motivationen der verschiedenen Leute verstehen, noch Sympathie für sie aufbringen. Dazu kam, dass sich einige Beschreibungen endlos hinzogen, während die Passagen, die mir gut gefielen und die mehr über China und Burma beinhalteten, in all dem "zwischenmenschlichen" Geschwurbel untergingen. Nach zwei Tagen Lesezeit und mehr als der Hälfte des Buches habe ich dann abgebrochen, weil ich mich nicht zum Weiterlesen motivieren konnte, obwohl ich die Geschichte eigentlich gern gemocht hätte.


2. Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Auch bei diesem Buch hatte mich der Klappentext eigentlich angesprochen, aber als ich es dann endlich in den Händen hielt, hatte ich schon so viele Meinungen dazu gesehen, dass ich den Roman erst einmal ins Regal stellte. Dann habe ich die Geschichte als Hörbuch gehört und musste wieder einmal feststellen, dass "Lad Lit" einfach nicht mein Genre ist. Trotzdem wollte ich das Buch nicht einfach raussortieren ohne einmal reingelesen zu haben, weshalb es noch auf dem SuB blieb. Nun aber habe ich die ersten Kapitel gelesen und da ich die Hauptfigur weiterhin einfach nur nervig finde, wird der Roman aussortiert!


3. Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Als ich vor einiger Zeit einen Krimi von Corinna Kastner las, fiel mir auf, dass ich von ihrem Mann noch einen Roman auf dem SuB habe. Der stammt noch aus der Zeit, als ich auf historische Romane schon keine Lust mehr hatte, bei historischen Kriminalromanen aber noch eine Ausnahme machte. Trotzdem hat es dann einige Jahre gedauert, bis ich den Titel gelesen habe. Die Handlung spielt 1671 in Amsterdam und die Hauptfigur ist der Amtsinspektor Jeremias Katoen, der die Morde an zwei ehrenwerten Männern lösen soll. Beide waren Mitglieder einer Gruppe von Tulpenliebhabern, obwohl die Blume Jahrzehnte nach dem Ende des Tulpenfiebers in den Niederlanden keinen guten Ruf mehr genießt. Den Fall selber fand ich nicht so besonders spannend, dafür gab es hier und da einige schöne Alltagsszenen, die das Leben in Amsterdam zu dieser Zeit beschrieben und recht atmosphärisch geschrieben waren. So hätte ich das Buch vermutlich mit einem "ganz nett, auch wenn ich nicht mehr davon lesen muss" weggelegt, wenn ich die Hauptfigur sympathischer gefunden hätte.

Jeremias Katoen ist der Sohn eines Seemanns und hat sich aufgrund seiner Fähigkeiten seine Position erarbeitet, er ist nett zu einem Waisenjungen, den er zu Beginn der Geschichte kennenlernt, und er macht sich so langsam Gedanken darüber, ob es nicht Zeit wird eine Familie zu gründen. So weit, so gut. Aber es gab immer wieder Momente, in denen ich die Gedanken des Mannes unangenehm fand. Seine Ansichten zu den verschiedenen Frauen in der Handlung (egal, ob es nun "Nachtgängerinnen"/Dirnen oder angesehene Geschäftsfrauen oder Töchter/Ehefrauen waren) fand ich unangemessen und unausgewogen - die Dirnen widerten ihn an, aber eine "ehrenwerte" Witwe, die nach gerade mal zwei gewechselten Sätzen mit ihm auf ihrem Teppich Sex hat, käme als potenzielle Ehefrau in Frage. Und auch die alle paar Seiten aufkommende Aussage, dass er sich als Teil der großartigen Niederlande sieht, deren Bürger ehrsam, strebsam und gewissenhafte Arbeiter (und damit anscheinend irgendwie besser als der Rest der Welt) sind, war mir auch nach dem zweiten Mal schon über.


4. Renata Petry: Hilgensee
Ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Buch auf meinen SuB gekommen ist. Es könnte sich dabei um ein Geschenk handeln. Auf jeden Fall kam es mir beim Rausziehen aus dem Regal so vor, als hätte ich vorher noch kein Blick auf den Klappentext geworfen. Dafür war der Roman die passende Wahl für die letzten Tage - und wurde somit von mir gelesen und rezensiert.


5. Francesco de Filippo: Gezeichnet
Ab und an finde ich einen Mafia-Krimi ganz nett und das war wohl auch der Grund, warum dieser Roman vor Jahren auf dem SuB gelandet ist. Freitagabend suchte ich dann nach einem kurzem Buch, das ich vor Monatsende noch lesen könnte und habe den Titel angefangen. Nach wenigen Seiten konnte ich sagen, dass die auf dem Klappentext erwähnte "ebenso harte wie fesselnde Sprache" absolut nicht mein Ding ist. Die Geschichte wird in einem Monolog-artigen Stil von einem - sich selbst sehr wertschätzenden - Kleinkriminellen erzählt und nach einem schnellen Vorblättern musste ich feststellen, dass das die gesamten 266 Seiten so weitergeht. Nicht mein Ding, weg damit!

Sonntag, 1. Februar 2015

Februar-SuB 2015

Im Januar fühlte ich mich vom Leben etwas überfordert und so habe ich mir eine Woche offline gegönnt, was immerhin dafür gesorgt hat, dass ich in der Zeit gut zum Lesen kam. Insgesamt habe ich 12 Bücher gelesen und 1 Hörbuch gehört. Comics und Manga kamen allerdings schon wieder zu kurz, die sollte ich demnächst mal häufiger aus dem Regal ziehen.

Dafür habe ich - wie es sich für einen Jahresanfang gehört - gut mit all meinen Vorhaben gestartet. Unter den elf Büchern waren nicht nur zwei Sachbücher für die Challenge, sondern auch vier englische Titel und 2 Romane vom Alt-SuB. Zusätzlich habe ich noch drei Bücher aussortiert, die mich einfach nicht packen konnten oder deren Erzählweise ich nicht mochte. Ich bin gerade nicht in der Stimmung, den Romanen einen zweiten (oder dritten) Versuch zu gönnen, ich gebe sie lieber weiter und hoffe, dass sie einen anderen Leser unterhalten. Noch lieber wäre es mir allerdings, wenn das Verhältnis von gelesenen und aussortierten Büchern in den kommenden Monaten etwas anders ausfällt.

Im Februar geht es hoffentlich genau so weiter, wobei ich mir den Monat - nachdem das im Januar ganz gut geklappt hat - grob in drei "Bereiche" aufteilen will. Als erstes lese ich jetzt noch "Schlüssel" von Elfgren und Strandberg, weil ich das aus der Bibliothek ausgeliehen habe, und möchte mein englisches Sachbuch beenden. Dann konzentriere ich mich bis zum 20. oder so auf den deutschen SuB und zum Monatsabschluss gönne ich mir ein paar schöne englische Titel. Momentan schleiche ich (nach dem Lesen ihres Schreibratgebers) um "The Thirteenth Child" von Patricia C. Wrede rum und die Romane von Seanan McGuire würden sich auch anbieten, da im März ein neuer Titel von ihr veröffentlicht wird.


A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (3)
Sebastien de Castell: Blutrecht
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Larry Correia: Die Monster, die ich rief

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (7)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (9)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 - Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 - Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)
-

K (3)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Jenny Milchman: Eisesgrab

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
-

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Alexey Pehov: Wind
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund

Q (0)
-

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (3)
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (3)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
-

Sonstige (0)
-

80 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:

Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Patricia Briggs: Blood Bound
Patricia Briggs: Iron Kissed
Shannon K. Butcher: The Sentinel Wars 1 - Burning Alive
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Jennifer Estep: By A Thread
Diana Pharaoh Francis: The Cipher
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson's The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Sonstiges:
West Ward Weird

36 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)