Mittwoch, 29. April 2015

SuB-Zuwachs im April


Zur Zeit halten sich meine Neuzugänge in Grenzen. Trotzdem schaffe ich es irgendwie nicht, die Bücher zeitnah zu lesen - was daran liegt, dass ich für bestimmte Genres auch in der richtigen Stimmung sein muss. 


Jim Butcher: Die Elementare von Calderon 3 - Die Verschwörer von Kalare
[Reihenfortsetzung - mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. ;)]

Cinda Williams Chima: Das Vermächtnis der Zauberer
[Laut Klappentext nicht gerade eine neue Idee für einen Fantasyroman, aber da ich ab und an diese Teenager-Schul-Magie-Geschichten mag, wollte ich dem Roman eine Chance geben.]

Auch wenn ich für den SuB nur die beiden Romane als "Neuzugang" werte, wollte ich euch meine neuen Comicalben auch noch zeigen. "Richard Löwenherz" ist ein Einzelband (den ersten Teil gab es im letzten Jahr als Gratis-Comic-Tag-Heft), "Kalimbo" ist ein - in sich abgeschlossener - Serienauftakt rund um einen alten Elefanten und die Dinge, die er auf seinem Weg zum Elefantenfriedhof erlebt, und "Katzen! Meer-Katz" ist die Fortsetzung von "Katzen! Katz-Cha-Cha" zu dem ich HIER mal mehr geschrieben hatte. Oh, und da ich schon den Gratis-Comic-Tag erwähne: Am 9. Mai ist es mal wieder soweit! :)

Montag, 27. April 2015

Gregor Weber: Feindberührung (Grewe 1)

Nachdem ich im Januar bei Irina so eine positive Meinung zu "Feindberührung" von Gregor Weber gelesen habe, bin ich neugierig geworden und habe bei Irinas Leihangebot sofort zugegriffen. Tja, und dann habe ich den Roman in einem Arztwartezimmer angefangen und bin prompt bei einer Vergewaltigungsszene unterbrochen worden. Danach hat es eine Weile gedauert, bis ich wieder zu dem Buch gegriffen habe. Dabei muss ich für diejenigen, die solche Szenen nicht gut verkraften können, betonen, dass ich wirklich im schlimmsten Moment unterbrochen wurde und die Szene am Ende so "gut" ausgeht wie nur möglich.

Ich muss gestehen, dass mir Gregor Weber vorher weder als Autor, noch als Schauspieler ein Begriff war, und abgesehen davon, dass ich es etwas peinlich finde, dass seine Hauptfigur Grewe (GREgor WEber *hüstel*) heißt, hat mir der Roman sehr gut gefallen. Die Handlung dreht sich um einen ehemaligen Soldaten, der bei einem Bombenanschlag in Afghanistan beide Beine verloren hatte. Dieser Verlust und die Tatsache, dass er dadurch berufsunfähig wird, führten dazu, dass der Mann abstürzte. Er fühlte sich nicht mehr in der Lage mit seiner Familie (Frau und kleiner Sohn) zusammenzuleben, lebte in einer Sozialwohnung, trankt zu viel und dealte für eine örtliche Rockerbande mit Drogen. So ist es kein Wunder, dass bei seiner Ermordung seine Drogengeschäfte und seine Verbindung zu dem "Motorradclub" im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen.

Geleitet werden die Ermittlungen von Kurt Grewe und Therese Svoboda, denen ein nicht so kleines Team unterstellt ist. Dabei hatte ich - trotz der längeren Pause beim Lesen - nie das Gefühl, ich wüsste nicht, wer wer ist und welche Funktion die Person im Team hat, da die Charaktere angenehm individuell beschrieben wurden. Und zwar nicht durch das Einführen irgendwelcher ungewöhnliche Macken, sondern einfach nur durch kleine und ganz gewöhnliche Eigenheiten, die die Figuren realistisch werden lassen. Bei Grewe kommt das besonders zu tragen, denn ihn lernt man besonders gut kennen. Ich mochte es, dass er so normal war, dass er seine Frau auch nach vielen Jahren Ehe noch liebt und sein Familienleben zwar manchmal chaotisch, aber insgesamt harmonisch verläuft.

Auch die Ermittlungen lesen sich angenehm realistisch. Da wird viel recherchiert, da werden Vermutungen aufgestellt und überprüft, man versucht für alle Möglichkeiten offen zu bleiben, obwohl die Spur zur Rockerbande die stimmigste Lösung zu sein scheint. Unterbrochen werden die Beschreibungen der Polizeiarbeit von Rückblicken, die von den Ereignissen in Afghanistan erzählen, und von einem Soldaten, der nach seinen Erlebnissen dort nicht so recht im Alltag Fuß fassen kann. Durch diese Einschübe wird dem Leser schnell klar, dass hinter dem Mord mehr stecken muss, als eine Auseinandersetzung um Drogen. Aber dieses Wissen mindert die Spannung und die Unterhaltsamkeit dieser Geschichte nicht.

Ganz ehrlich, trotz Irinas positiver Meinung, war ich wirklich überrascht, dass mir "Feindberührung" so gut gefallen hat. Ich mag den Realismus und die Normalität bei den Charakteren und in der Geschichte - und freu mich schon auf den zweiten Teil der Reihe.

Sonntag, 26. April 2015

Lucy Maud Montgomery: Anne auf Green Gables 5-8 (Hörspiel)

Im November hatte ich die erste "Anne of Green Gables"-Box gehört und sehr genossen. So war es abzusehen, dass ich mir auch die zweite Box besorgen und bald hören würde - was ich in den letzten Wochen bei der Gartenarbeit dann auch gemacht habe. Beinah könnte ich meine erste Rezension hier reinkopieren und es dabei belassen, aber ein paar kleine Unterschiede gibt es doch zwischen dem ersten Roman (der mit den ersten vier Hörspielen umgesetzt wurde) und dem zweiten Teil, in dem Anne ihre ersten Erfahrungen als Lehrerin in der kleinen Schule von Avonlea macht.

Inzwischen ist Anne deutlich erwachsener geworden, was sie natürlich nicht davon abhält weiter ihre Tagträume zu genießen und sich allerlei Dinge auszumalen. Aber so gern sie ihre Fantasie auslebt, so bleibt ihr nicht viel Zeit zwischen ihrer Arbeit als Lehrerin, ihrer Tätigkeit für den Dorfverschönerungsverein und der Unterstützung, die sie Marilla geben muss, die sich um die Zwillinge einer verstorbenen Verwandten kümmert.

Doch obwohl Anne reifer ist als in dem ersten Band der Serie (bzw. den ersten vier Hörspielen), gibt es genügend Momente, in denen der temperamentvolle junge Frau amüsante Missgeschicke passieren wie an dem Tag, an dem sie die Kuh des Nachbarn verkauft oder ihren verbliebenen sieben Sommersprossen mit einer Tinktur zu Leibe rücken möchte. Dazu kommen diverse Momente mit ihren Schülern, die sie zum Teil in Verzücken versetzen - wie der fantasiebegabte Paul - oder zur Verzweiflung treiben. Und während ihre gleichaltrigen Freundinnen schon über Verlobungen nachdenken, weiß Anne noch lange nicht, was sie von dem Thema zu halten hat. Natürlich träumt sie immer mal wieder von dem perfekten Mann für sich, doch in der Realität hat sie so einen "Traummann" noch nicht getroffen.

Ich habe mich mit den kleinen und großen Geschichten rund um Annes zwei Jahre als Lehrerin von Avonlea sehr amüsiert. Trotzdem muss ich immer wieder feststellen, dass dieser Fortsetzung ein bisschen das Gefühl von Frische und Spontanität fehlt, das mir im ersten Band so gefallen hat. Anne ist nun mal älter und erwachsener geworden und das spiegelt sich auch in ihrem Verhalten und den Dingen, die sie beschäftigen wieder. Und so niedlich die diversen Streiche sind, die ihre Schützlinge spielen, so berühren sie mich nicht so wie Annes Missgeschicke als Schülerin. Aber auch wenn diese Geschichten nicht an Annes erste Jahre auf Green Gables heranreichen, so hat es wieder Spaß gemacht ihr Leben zu verfolgen, die vertrauten Personen zu treffen und zu sehen, wie das Leben für alle weitergeht. Ein bisschen habe ich zwar das Gefühl, dass ich Matthew ebenso sehr vermisse wie Anne, aber dafür habe ich den neuen Nachbarn schnell ins Herz geschlossen.

Auch mit der Sprecherauswahl bin ich wieder zufrieden. Sowohl die vertrauten Sprecher, die man schon bei den ersten vier Hörspielen kennenlernen konnte, als auch die neuen wurden sehr passend ausgewählt. Je nach Charakter der Figur bekommt man wunderbar brummige, aufgeregt-mädchenhafte oder angenehme "Altdamen"-Stimmen zu hören. Sogar bei der Besetzung der Kinder bin ich zufrieden, obwohl die bei Hörspielen doch oft ganz schrecklich klingen. Hier hingegen kann ich eine gewisse Künstlichkeit bei den Kinderstimmen hauptsächlich auf die altmodische Sprache schieben und bin zufrieden. ;)

Freitag, 24. April 2015

Victoria Walker: The House Called Hadlow

"The House Called Hadlow" von Victoria Walker ist die Fortsetzung von "The Winter of Enchantment". Bevor ich etwas zur Geschichte erzähle, möchte ich noch anmerken, dass bei den beiden Romanen in der eBook-Version die Autorin in einem Nachwort von ihrem Leben erzählt - und das ist fast genauso unterhaltsam (und märchenhaft ;) ) wie die Geschichten selber. So kann ich sagen, dass sie ihren zweiten Roman einige Zeit nach dem ersten Buch und unter deutlich ungemütlicheren Bedingungen geschrieben hat, aber man merkt den beiden Bänden weder den zeitlichen Abstand noch die veränderten Lebensumstände an.

Zu Beginn der Geschichte reisen Sebastian und Melissa gemeinsam nach Hadlow, um den Sommer bei Melissas noch unbekannten Onkel Bertram und seiner Frau Augusta zu verbringen, da ihre Eltern verreist sind und niemand sonst auf die Kinder aufpassen kann. Obwohl sich Onkel Bertram, Tante Augusta und sogar der ungewöhnliche Diener Fandeagle als sehr freundlich herausstellen, kommt den beiden Kindern an ihrem Feriendomizil etwas ungewöhnlich vor. Bei ihrer Ankunft läutet eine Glocke, die angeblich seit Jahren keinen Ton mehr von sich gegeben hat, und es gibt immer wieder Momente, in denen Melissa und Sebastian Personen sehen, die nicht da sein können. So nach und nach lernen sie mehr über die tragische Geschichte von Hadlow und beschließen alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das Haus, die früheren Bewohner und die mit ihnen verbundenen Elfen von einem ungewöhnlichen Fluch zu befreien.

Wie schon in "The Winter of Enchantment" ist die Handlung etwas unausgewogen. Einige Aufgaben und Herausforderungen fallen den Kindern sehr leicht und sind in Windeseile erledigt, andere hingegen erfordern all ihre Kraft, ihren Mut und ihr Können. Dieses Ungleichgewicht hat mich beim Lesen aber in keiner Weise gestört, da auch dieser Roman vor lauter bezaubernden Kleinigkeiten und Einfällen strotzt. Sebastian und Melissa haben jeder eigene Aufgaben zu bewältigen und müssen sich darauf verlassen, dass der jeweils andere seinen Part auf die Reihe bekommt. Dabei begegnen sie Bewohnern der Feenwelt ebenso wie griechischen Göttern und anderen übernatürlichen Wesen.

Es gibt in diesem Buch nicht ganz so viele Alltagsszenen wie im ersten Band, aber trotzdem lernt man das Haus, das trotz aller Vernachlässigung sehr viel Charme besitzt, und seine ebenso sympathischen Bewohner recht gut kennen. Ich finde es angenehm, dass manchmal nach einem großen Abenteuer auch ein großes Saubermachen ansteht, damit der Alltag erst einmal weitergehen kann. Überhaupt sind es wieder die vielen kleinen und atmosphärischen Szenen, die einen Großteil der Geschichte ausmachen, ebenso wie die fantastischen und märchenhaften Einfälle von Victoria Walker, die mich immer wieder an (andere) klassische britische Kinderbuchautoren erinnern, deren Geschichten mich seit vielen Jahren begleiten und deren Bücher ich - vielleicht gerade wegen ihrer gradlinigen und etwas altmodischen Erzählweise - nach all der Zeit immer noch genießen kann.

Mittwoch, 22. April 2015

Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

"Frau Maier hört das Gras wachsen" ist der zweite Roman von Jessica Maier rund um die rüstige Putzfrau Frau Maier. Seit dem Ereignissen in "Frau Maier fischt im Trüben" ist etwas Zeit vergangen und es hat sich einiges verändert. So denkt die alte Dame zum Beispiel immer noch an ihren Fischer-Karli, aber getroffen hat sie den Mann in all den Monaten nicht mehr. Schließlich macht es keinen Sinn einem Mann hinterherzutrauern, der seit Jahrzehnten mit einer anderen Frau verheiratet ist. Dafür bekommt Frau Maier regelmäßig Besuch von dem Polizeipsychologen Frank Schön und Elfriede Gruber, die ihr inzwischen eine gute Freundin geworden ist.

Elfriede ist es auch, die Frau Maier einen Job als Putzfrau im schicken Kurhotel Bergblick verschafft hat, nachdem eines der Zimmermädchen kurzfristig ausgefallen ist. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Frau Maier Menschen, mit denen sie befreundet ist, und eine Anstellung, die genügend Geld abwirft, dass sie sogar jeden Monat ein bisschen sparen kann. Auf der anderen Seite leidet sie immer noch unter den lebensgefährlichen Ereignissen rund um den von ihr entdeckten Mord - und die Ängste, die sie seitdem begleiten, haben Frau Maier sehr erschüttert.

Deshalb ärgert sie sich auch sehr über ihre eigene Unsicherheit, als sie eines nachts in einem leerstehenden Haus am See den Schein einer Taschenlampe sieht und sich nicht traut nach dem Rechten zu sehen. So ist ihr dieser Moment noch sehr präsent, als sie am nächsten Tag im Hotel erfährt, dass Simone Lenz, eine im Hotel abgestiegende Frau, mitsamt ihrer zehnjährigen Tochter Vivien vermisst wird. Kurz darauf steht fest, dass die labile Frau tot ist, während ihre Tochter weiterhin verschwunden bleibt.

Mir hat auch dieser Band um Frau Maier wieder gut gefallen, aber ich muss gestehen, dass ich an ihr eine gewisse Unerschütterlichkeit vermisst habe, die ihre Ermittlungen in "Frau Maier fischt im Trüben" geprägt haben. Frau Maier ist immer noch neugierig und hat das Gefühl, dass sie Dinge unternehmen und herausfinden kann, auf die die Polizei nicht kommt (oder nicht tun könnte), aber dabei ist sie häufig sehr unsicher und ängstlich. Auf der anderen Seite ist es schön zu sehen, wie sehr es Frau Maier genießt, dass sie nun Freunde hat und täglich Kontakt mit Menschen, die ihr wohlgesonnen zu sein scheinen. Das ist ein ganz neues und kostbares Erlebnis für die alte Frau und sorgt dafür, dass sie anfängt auf Menschen zuzugehen.

Ich fand es einfach rührend wie sehr Frau Maier zum Beispiel die Kaffee- und Plaudermomente in der Hotelküche genießt oder wie aufgeregt sie ist, als sie eine Kollegen zuhause besucht. Oft genug sorgt ihre Unerfahrenheit im Umgang mit anderen auch dafür, dass sie Anspielungen nicht versteht oder unnötige Gedanken über geführte Gespräche macht, aber auch das fand ich ganz bezaubernd zu verfolgen. So wird deutlich, dass die Ereignisse aus dem ersten Band in ihr sehr viel angestoßen und nicht nur ungeahnte Ängste gebracht haben, sondern auch positive Entwicklungen in ihrem Leben. Das ist es auch, was diesen Roman für mich zu so einer Wohlfühlgeschichte gemacht hatte (vor allem, da ich den Fall stellenweise etwas sehr durchsichtig fand) und dafür sorgt, dass ich wohl in absehbarer Zeit auch den dritten Roman von Frau Maier besorgen und lesen werde. Ich habe diese Figur, ihre kleinen Eigenarten und ihre Liebe zum See wirklich in mein Herz geschlossen.

Montag, 20. April 2015

Christie

Während unsere vier Katzen im Sommer irgendwann unter der Hitze leiden, genießen sie jetzt im Frühling jeden Sonnenstrahl und jedes bisschen Wärme, das sie ergattern können. Alle vier finden es wunderbar, wenn sie einen Sonnenfleck finden, in dem sie schlafen können. Bei Christie sieht das manchmal überraschend elegant aus.


Noch mehr genießt sie es aber, wenn ich für sie Sonnenreflektionen an die Wand werfe und sie damit spielen kann. Das hat den großen Vorteil, dass die anderen Katzen nicht mitspielen wollen (Shandy und Baltimore finden Sonnenflecken langweilig und Logan bevorzugt Schattenspiele) und sie ganz allein die Regale rauf- und runterspringen kann. In diesen Momenten vergisst sie definitiv, dass sie schon ein altes Kätzchen mit Arthrose ist, und genießt rundum das Leben. :)




Sonntag, 19. April 2015

14 Entwürfe und kein Blogpost

Als ich eben meine Postübersicht öffnete, um ein paar Stichworte für eine Rezension zu notieren, fiel mir dieser Anblick auf:


14 angefangene Blogposts - und keine Veröffentlichung seit Mittwoch. Es macht sich deutlich bemerkbar, dass ich in den letzten Tagen wenig Zeit hatte und nicht mehr von vorgeschriebenen Beiträgen zehren konnte. Ich mache mir zwar ständig Notizen für Beiträge, die ich schreiben will, tippe hier und da auch einen Absatz, aber wirklich beendet habe ich in den letzten Tagen keinen einzigen Text. Dabei finde ich es ziemlich unbefriedigend, wenn ich so viele Entwürfe sammel - irgendwann habe ich nämlich in der Regel keine Lust mehr zu dem Buch oder Thema etwas zu schreiben und lösche den angefangenen Beitrag.

Ich nehme mir also für die kommende Woche vor, dass ich wieder etwas mehr Zeit zum Bloggen und Kommentieren einplane, und hoffe, dass das dann auch klappt! ;)

Mittwoch, 15. April 2015

[Kulinarisches] Chili-Polenta und Radieschen-Tzatziki

Ostermontag habe ich - mit leichten Abwandlungen - Chili-Käse-Rosmarin-Polenta aus dem "Täglich vegetarisch"-Kochbuch von Hugh Fearnley-Whittingstall und dazu Radieschen-Tzatziki - mit ein paar größeren Veränderungen - nach einem Rezept von Steph vom Kuriositätenladen gekocht. Beides schmeckt schon für sich fantastisch, aber zusammen gewinnen beide Gerichte noch einmal ein ganzes Stück. Es ist einfach die perfekte Kombination von heiß, knusprig, würzig-scharf und kühl, erfrischend und würzig.

Weil ich noch Salat und Möhre vom Wochenende übrig hatte, gab es bei uns noch Eisbergsalat mit gehobelter Möhre und Vinaigrette dazu und die leichte Süße der Möhre ergab noch einen dezenten Kontrast zum Essen, den ich sehr mochte, der aber nicht unbedingt nötig ist.


Chili-Käse-Rosmarin-Polenta (für 4 Portionen)

etwas Öl zum Andünsten
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
Chiliflocken
1 EL getrockneter Rosmarin
Rosenpaprika-Pulver
800 ml Wasser
150 g Instant-Polenta
100 g geriebener Hartkäse (z.B. Parmesan oder Pecorino)
Salz
Pfeffer
noch etwas Öl zum abschließenden Braten

Laut dem Originalrezept benötigt man unter anderem eine Pfanne, einen Topf und eine frische rote Chilischote, aber da ich ungern mit frischem Chili hantiere, habe ich - nicht nur - das geändert. ;)

Die Knoblauchwürfelchen in etwas Öl mit den Chiliflocken und dem Rosmarin andünsten. Dann das Wasser zugeben und zum Kochen bringen, Unter ständigem Rühren (am Besten mit einem Schneebesen) die Polenta einrieseln lassen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Masse sehr fest geworden ist - dabei auf gar keinen Fall das Rühren vergessen! Dann den Topf von der Flamme nehmen und eine kräftige Prise Rosenpaprika, Salz, Pfeffer und den geriebenen Käse unterrühren. Die Polentamasse soll eine gute Schärfe haben und nur leicht nach Käse und Knoblauch schmecken. Zuletzt die Polenta auf einen Teller oder ein Blech streichen, so dass sie ungefähr 1,5-2 cm dick ist und abkühlen lassen. (Ich mache die Polenta gern vormittags, wenn wir sie abends essen wollen.) Wenn die Polenta abgekühlt und fest ist, kann sie in Stücke geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten angebraten werden.


Radieschen-Tzatziki

1 Bund Radieschen
3 confierte Knoblauchzehen (Rezept findet ihr HIER), aber ich bin mir sicher, dass feingehackter frischer Knoblauch auch funktionieren würde
450 g griechischer Abtropfjoghurt
1 EL Rapsöl
1 EL Balsamico Bianco
kleingehackte Petersilie oder Dill (beides ausprobiert, beides schmeckt)
Rosenpaprika-Pulver
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer

Die Radieschen groß raspeln (wir haben eine Käsereibe zum Kurbeln, mit der das hervorragend geht, solange die Radieschen frisch sind), aber das geht natürlich auch mit einer normalen Reibe, und mit einer Prise Salz bestreut etwas stehen lassen. Dann die Radieschen kräftig ausdrücken, um möglichst viel Flüssigkeit aus ihnen zu bekommen.

Die konfierten Knoblauchzehen mit der Gabel zerdrücken und dann mit den Radieschen, dem Joghurt, der Petersilie (oder dem Dill) dem Öl und dem Essig gründlich vermischen. Die Masse mit einer Prise Zucker, Salz, Pfeffer und Rosenpaprika abschmecken. Vor dem Servieren ruhig noch etwas ziehen lassen und im Zweifelsfall noch einmal nachwürzen.


***

Die Polenta schmeckt auch am nächsten Tag (kalt oder warm) sehr gut, was die Reste zu einem perfekten Snack oder zum passenden Bestandteil einer Lunchbox macht.

Und das restliche Radieschen-Tzatziki lässt sich ganz einfach zu (frischem) Brot genießen.

Montag, 13. April 2015

Victoria Walker: The Winter of Enchantment

Im Juli 2010 habe ich auf diesem Blog eine für mich ganz besondere Kindheitserinnerung gesucht. Damals konnte mir niemand bei der Suche nach dieser speziellen orangefarbenen Katze helfen, aber vor einigen Wochen gab es dann doch noch einen anonymen Kommentar, in dem mir Titel ("Mantari und der Wunderspiegel") und Autorin (Victoria Walker) des Buches genannt wurden. Da ich keine finanzierbare "greifbare" Ausgabe gefunden habe, habe ich mich jetzt erst einmal mit dem englischen eBook begnügt. Und da es kaum ein Buch gibt, das besser zu Elenas "Zurück in die Vergangenheit"-Challenge passt, habe ich die Geschichte nicht nur voller Begeisterung verschlungen, sondern versuche jetzt auch noch hier zu erklären, warum ich den Roman nach all den Jahren immer noch so schön finde.

Die ganze Geschichte beginnt an dem Tag, an dem der dreizehnjährige Sebastian ganz allein in der Bibliothek im Haus seines Vaters sitzt und ihm die silberne Teekanne zuzwinkert. Da er ein vernünftiger Junge ist, beschließt er, etwas frische Luft zu schnappen und über die zwinkernde Teekanne nachzudenken - und landet prompt in einem Trödelladen, wo er einen mysteriösen Spiegel findet. Am nächsten Tag kauft Sebastian den Spiegel, wobei er dieses Mal im Laden über eine sehr freundliche orangefarbene Katze stolpert, und findet kurz darauf heraus, dass er durch den Spiegel mit einem etwa gleichaltrigen Mädchen namens Melissa reden kann.

Melissa wird seit beinahe hundert Jahren von einem bösen Zauberer gefangen gehalten, und abgesehen von einer orangefarbenen Katze, die das Mädchen Mantari genannt hat, hat sie in all der Zeit keine lebende Seele gesehen. Stattdessen hat sie in der Bibliothek des Zauberers ein magisches Buch gefunden, in dem beschrieben wird, wie sie mit der Hilfe von fünf magischen silbernen Gegenständen aus ihrer Gefangenschaft befreit werden kann. Natürlich ist Sebastian sofort bereit, Melissa zu helfen und sich auf die Suche nach den besagten Gegenständen zu machen ...

Die Handlung in "The Winter of Enchantment" ist in gewisser Weise etwas unausgewogen. Manche Dinge fallen Sebastian und Melissa einfach so in die Hände, andere Sachen müssen sie sich hart erarbeiten. Aber all das hat mich beim Lesen wirklich nicht gestört und als Kind ist mir das gar nicht erst aufgefallen. Der Roman lebt von den hübschen Ideen, die die Autorin für ihre Geschichte verwendet hat, und von den charmanten und atmosphärischen Details. Die zwinkernde Teekanne ist ein bezaubernder Einstieg in die Geschichte, und als Sebastian später noch Hilfe vom Wind, den Jahreszeiten und der Zeit erhält, gibt es viele weitere Elemente, die auf der einen Seite märchenhaft, auf der anderen Seite angenehm bodenständig sind.

Ich mag die Beschreibungen der magischen Momente, aber auch die Szenen, in denen Sebastians Alltag erwähnt wird. Ich würde zu gern mal eine Teezeit in seiner Bibliothek erleben oder abends zusammen mit Mrs. Parkin und ihrer Nichte Sarah in der Küche essen. Mich spricht diese Mischung heute ebenso an wie als Kind - und bei Victoria Walker ebenso wie bei Edith Nesbit oder bei den Mary-Poppins-Büchern von P. L. Travers. Auf der einen Seite zeigen diese Bücher eine verklärte Variante eines Londons, in dem die Straßen von Pferdekutschen bestimmt werden und Kinder daheim Unterricht von Privatlehrern bekommen, auf der anderen Seite ist da diese schlichte Akzeptanz, dass Magie existiert und dass Magie alles Mögliche bewirken kann.

Die Kinder werden zwar nicht gerade tiefgehend charakterisiert - wie mir als erwachsener Leser auffällt -, aber sie sind sympathisch, und obwohl sie für aktuelle Bücher zu brav wären, haben sie ihre kleinen Eigenheiten. Dabei finde ich es hübsch, dass Sebastians gelegentliche Anfälle von "ich bin ein Junge, ich muss das Mädchen beschützten" ebenso wie Melissas "als Mädchen breche ich in Tränen aus, wenn mir alles zu viel wird"-Momente nicht so stehengelassen werden, sondern Melissa Sebastian durchaus ebenbürtig ist, wenn es um das Bestehen von Abenteuern geht. Sie ist vielleicht nach hundert Jahren ohne menschliche Gesellschaft schnell verzweifelt, aber sie weiß auch, wann sie ihre Emotionen im Griff halten muss.

Dummerweise kann ich hier ganz viele wunderbare und bezaubernde Details gar nicht erzählen, denn sonst würde ich dieser kleinen und feinen Geschichte die Überraschungsmomente nehmen. Ich kann aber sagen, dass ich "The Winter of Enchantment" heute mit der gleichen Freude wie als Kind gelesen habe. Wenn also einer von euch eine Schwäche für altmodische britische Kindergeschichten hat, dann würde ich dieses Buch jederzeit empfehlen. Oh, eine Fortsetzung gibt es davon übrigens auch - und da ich mir die gleich mitgekauft habe, bin ich gespannt, ob mir diese Geschichte ebenso gut gefällt, obwohl ich keine Kindheitserinnerungen daran habe.

Sonntag, 12. April 2015

Leseeindrücke im Februar und März

Im November zog "Die Monster, die ich rief" von Larry Correia bei mir ein und als ich im Februar auf der Suche nach weiterem Lesestoff war, habe ich den Roman aus dem Regal gezogen, angelesen und dann innerhalb von 24 Stunden beendet. Das Buch handelt von Owen Pitt, einem Buchprüfer, der eines Abends seinen Vorgesetzten aus dem Fenster wirft, nachdem dieser sich in einen Werwolf verwandelt hatte. Nach diesem Ereignis klopft eine private Organisation bei ihm an, die ihn als Monsterjäger engagieren will - und natürlich geht Owen auf dieses Angebot ein.

"Die Monster, die ich rief" ist alles andere als große Kunst, aber für mich war es genau der richtige Roman an diesem Tag. Wie in einem anspruchslosen, aber unterhaltsamen Actionfilm (dessen Hauptfigur sich vermutlich normalerweiser als Wrestler sein Geld verdient :D) hangelt sich die Handlung von einem Kampf zum Nächsten, dazu kommen ein paar nicht gerade klischeefreie, aber sympathische Charaktere, eine Prophezeiung, liebenswerte Orks, asoziale Elfen und eine Hauptfigur, die nicht gerade fantasiebegabt ist, aber dafür einen guten Soldaten abgibt. Keine Geschichte, bei der man mitdenken muss, und ein Humor, der nicht gerade ausgereift ist, aber eine angenehm entspannende Lektüre, bei der man ständig das Gefühl hat, man sollte sich noch eben schnell eine große Portion Popcorn bereitstellen. ;)

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Über "Blutrecht", den ersten Band der Greatcoats-Serie von Sebastien de Castell, bin ich bei Tine gestolpert, die eine begeisterte Rezension zu dem Roman geschrieben hatte und so meine Neugier weckte. Inzwischen habe ich das Buch gelesen und muss sagen, dass ich nicht ganz so begeistert bin wie sie, aber mich beim Lesen gut unterhalten habe. Die Idee mit den Greatcoats, den besonderen Mänteln, die den Magistern des Königs Schutz und Platz für allerlei Nützliches bieten, hat mir gefallen und auch der Humor in der Geschichte sagte mir zu - wenn er auch häufig vorhersagbar war und auf der ziemlich klischeebehafteten Charakterisierung der Figuren basierte. Die von Tine gelobten Kampfszenen waren wirklich gut geschrieben, mir aber stellenweise schon fast zu ausführlich. Insgesamt habe ich mich aber gut amüsiert und das Buch sehr zügig gelesen.

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Das Gleiche wie für "Blutrecht" gilt eigentlich auch für den nächsten Roman, den ich gelesen habe. Auch "Wind" von Alexey Pehov (Auftaktband der "Chroniken von Hara") habe ich bei Tine entdeckt, die auch zu diesem Roman eine begeisterte Rezension geschrieben hat. Doch während Tine folgende Aussage zu "Wind" machte: "... trotzdem hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, die Geschichte so - nur etwas anders - schon einmal woanders gelesen zu haben", hatte ich genau den gegenteiligen Eindruck. Ich fand den Roman zwar unterhaltsam und mochte den Weltenbau, hatte aber das Gefühl, ich hätte all das schon mal in leichter Abwandlung (und mit Figuren, die mir mehr ans Herz gewachsen sind) bei einem anderen Autoren gelesen. Es ist eben nicht einfach für mich, etwas "Neues" im High-Fantasy-Bereich zu finden, nachdem ich zwanzig Jahre lang fast jeden High-Fantasy-Roman verschlungen habe, der mir in die Finger geriet. Ansonsten mochte ich die Magievarianten und die offenen Fragen am Ende von "Wind".

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"O du Mörderische", "Mörderische Familienbande" und "Mörderische Verstrickungen" von Anne George habe ich an zwei Nachmittagen gelesen, nachdem ich zufällig in der Bibliothek darüber gestolpert war. Eigentlich hatte ich nur ein Buch zum Antesten mitnehmen wollen, war aber vor Ort zu faul herauszufinden, welcher Titel der erste von den vorhandenen wäre. Die Romane rund um die beiden Schwestern Mary Alice (genannt Schwesterherz) und Patricia Anne (genannt Maus) bieten wunderbar entspannende Wohlfühlgeschichten aus Alabama. Die beiden Schwestern sind über sechzig Jahre alt und während Patricia Anne glücklich verheiratet ist, hat Mary Alice schon drei Männer zu Grabe getragen (und hätte grundsätzlich nichts gegen einen vierten Ehemann). Zusammen stolpern die beiden - dank ihres großen Familien- und Freundeskreises - immer wieder über seltsame Begebenheiten und Leichen. Dabei ermitteln die beiden nicht professionell, sondern unterhalten sich nur immer wieder mit Freunden, Verwandten und neuen Bekannten über die Vorfälle, bis sie dadurch so sehr in Schwierigkeiten geraten, dass der Fall irgendwie gelöst wird. Der Krimianteil ist also wirklich nicht mehr als der Rahmen rund um zwei liebenswerte Protagonistinnen, etwas Südstaatenfeeling und viele unterhaltsame (und witzige) Szenen. Mir haben die Romane wirklich gut getan. 

Freitag, 10. April 2015

Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye 8)

Nachdem ich "Chimes at Midnight" von Seanan McGuire beendet hatte, habe ich am nächsten Tag gleich zur Fortsetzung gegriffen. Eigentlich hätte ich nach dem siebten Band erst einmal eine Pause einlegen können, weil ich das Gefühl hatte, dass in der Hintergrundgeschichte ein Punkt erreicht worden sei, an dem der große Handlungsbogen zu einem befriedigenden Abschluss geführt worden sei. Aber da ich "The Winter Long" schon daheim hatte und ich gerade so schön wieder in Tobys Welt drin war, habe ich natürlich die Reihe weitergelesen. Genau genommen habe ich gelesen bis ich am nächsten Morgens um halb fünf die letzte Seite geschafft hatte, weil ich den Roman dann nicht einfach mittendrin aus der Hand legen konnte.

Der Roman beginnt mit dem gleichen guten Gefühl mit dem "Chimes at Midnight" endet. Toby ist zu einem Ball eingeladen und ihr größtes Problem ist, dass sie einfach keine Lust hat auf so eine Veranstaltung zu gehen. Nicht nur, dass sie in der Vergangenheit regelmäßig um ihr Leben fürchten musste, es ist auch so, dass sie sich einfach nicht wohlfühlt, wenn sie sich unter die "gehobene Gesellschaft" mischen und sich amüsieren soll. Überraschenderweise wird der Abend dann doch noch ganz nett (und hält keine Attentate oder ähnliche Ereignisse für sie bereit). Es war schön noch einmal so präsentiert zu bekommen, wie sehr sich Tobys Leben in den vergangenen Jahren verändert hat und wie gut es ihr inzwischen geht. Aber natürlich bekommt man als Leser von Seanan McGuire solche Szenen nur geboten, um kurz darauf miterleben zu müssen wie zerbrechlich Tobys Glück doch ist.

Wieder schlägt die Autorin dabei den Bogen zum Anfang der Geschichte, doch während sie dies in "Chimes at Midnight" nutzte, um Tobys Entwicklung aufzuzeigen, wird dieses Mittel in "The Winter Long" verwendet, um noch einmal all die vergangenen Ereignisse um eine weitere Schicht zu bereichen, um viele bekannte Charaktere von einer neuen Seite zu präsentieren und die Hintergründe rund um die Geschichte der Feen zu vertiefen. Das ist nicht nur sehr, sehr cool gemacht, sondern an einigen Stellen auch ganz schrecklich nervenaufreibend. Nicht, weil die Handlung so rasant erzählt wird, sondern weil Toby nach und nach bewusst wird, wie wenig sie über die Personen weiß, denen sie Vertrauen geschenkt hat und wie sehr sie ihr Leben lang manipuliert wurde.

Neben einigen überraschenden Wendungen und Enthüllungen und großartigen Szenen mit der Luidaeg und Tybalt, finde ich es vor allem beeindruckend wie Seanan McGuire viele winzig kleine Elemente der vergangenen Romane aufgreift und so zu einem Gesamtbild zusammenfasst, dass das alles stimmig und richtig (und im Nachhinein überraschend alarmierend) zu sein scheint. Dazu kommt, dass einige Begegnungen mit Personen aus ihrer Vergangenheit (wie Simon Torquill, der dafür gesorgt hatte, dass Toby 14 Jahre in Fischgestalt verbringen musste, während ihre Tochter ohne Mutter aufwuchs) dem Leser ebenso wie Toby aufzeigen, wie sehr sie sich verändert hat und wie sehr sie an ihren Herausforderungen gewachsen ist.

Dabei finde ich es immer wieder schön, dass Toby zwar stärker wird und mehr über ihre ungewöhnliche Magie erfährt, aber ihre Siege nicht durch ihre "Superheldenfähigkeiten" erringt, sondern durch eine Kombination aus Dickköpfigkeit und Freunden, die ihr zur Seite stehen, weil sie sie mit Respekt behandelt - etwas, das in der Feenwelt nicht gerade selbstverständlich ist. Überhaupt sind all diese Details über die Feenwelt, über die Magie und ihre Gesetze und Beschränkungen immer wieder toll zu lesen. Ebenso wie die immer vielfältiger werdende Historie der Feen und die Passagen, die von Oberon, Maeve und Titania und ihre Kindern erzählen.

Ich bin wirklich glücklich, dass sich diese Reihe so fantastisch entwickelt hat, und sehr gespannt darauf, was Seanan McGuire noch alles mit Toby anstellen wird. Langweilig wird es auch in Zukunft definitiv nicht werden, wenn ich nach all den neuen Erkenntnissen und dieser tollen Szene auf der vorletzten Seite gehe! *freu*

Mittwoch, 8. April 2015

Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye 7)

Obwohl "Chimes at Midnight" schon der siebte Band der October-Daye-Reihe von Seanan McGuire ist, denke ich, dass ich eine recht spoilerfreie Rezension zu dem Roman schreiben kann. Der Anfang dieser Geschichte fühlt sich vollkommen anders an als die vorhergehenden Bände. Zum ersten Mal scheint October (Toby) Daye an einem Punkt angekommen zu sein, an dem sie zufrieden mit ihrem Leben ist. Natürlich ist das Leben nicht auf einmal unkompliziert geworden, aber es fühlt sich gut an. Toby hat die großen Verluste der letzten Zeit verarbeitet, sie führt mit Tybalt eine wunderbare Beziehung (hach, so schöne Tybalt-Momente!) und es gibt keine aktuelle Bedrohung für ihre Freunde.

Dafür muss sie sich Sorgen um die Wechselbälger in San Francisco machen, da in letzter Zeit ungewöhnlich große Mengen "Goblin Fruit" auf den Straßen der Stadt zu erstehen sind - und diese Frucht ist tödlich für die Mischlinge, die menschliches Blut in sich haben. Da die "Goblin Fruit" in der Feenwelt keine verbotene Frucht ist, kann nur ein Gebot der örtlichen Herrscherin dazu führen, dass dieser gefährliche Stoff aus San Francisco verbannt wird. So muss Toby die Königin aufsuchen und von ihrem Anliegen überzeugen - was natürlich gründlich schief läuft und damit endet, dass Toby aus dem Königreich verbannt wird. Gerade mal drei Tage bleiben ihr, um ihre Angelegenheiten zu regeln und die Grenzen des Regierungsbereichs der Königin hinter sich zu lassen.

Trotz ihrer Verbannung behält Toby das erste Drittel des Buches hindurch ihren Optimismus (sagte ich schon, wie schön das ist? ;D) und versucht einen Plan zu entwickeln, durch den sie ihrer Verbannung entgehen und die Wechselbälger vor der Gefahren der "Goblin Fruit" beschützen kann. Dass bei diesem Plan nicht alles glatt läuft, muss ich ja kaum noch betonen, und dass die ganze Sache dann doch erschreckend schnell ganz schön gefährlich für Toby wird, vermutlich auch nicht.

Nachdem ich mir so lange Zeit gelassen habe, bis ich wieder in Tobys Welt zurückkehrte, habe ich das Lesen dieses Romans umso mehr genossen. Es war schön wieder mehr Details über die verschiedenen Elemente dieser fantastischen Welt zu erfahren, mehr Details über Tobys Familie und über ihre Fähigkeiten und mehr über die Charaktere, die mit ihre befreundet sind. Auch werden in dieser Geschichte neue Figuren eingeführt, die ich auf Anhieb mochte.

Obwohl nicht alle Enthüllungen wirklich überraschend kamen und manches Problem für Toby fast ein bisschen leicht zu lösen war, habe ich den Einfallsreichtum und den Humor (Evil Pie! Ernsthaft? *g*) von Seanan McGuire wieder genossen. Die Autorin nutzt dieses Buch unter anderem, um ihrer Stammbuchhandlung in San Francisco eine Liebeserklärung zu machen - und mit schön beschriebene Buchhandlungen (oder sympathischen Buchhändlern und Bibliothekaren) kann man mich auch immer fangen.

Überhaupt gibt es so viele San-Francisco-Szenen in diesem Buch, dass es sich ein wenig anfühlt, als ob Seanan McGuire mit diesem Band wieder zum Anfang der Geschichte zurückgekehrt wäre, um zu zeigen wie viel sich in der Zwischenzeit in Tobys Leben getan hat und wie sehr sie diesen Teil der Feenwelt durch ihre Aktivitäten verändert hat. Das hat sich - trotz der stellenweise wirklich ernsthaften Entwicklungen - nicht nur gut angefühlt, sondern auch eine schöne Grundlage für einen weiteren größeren Handlungsbogen rund um Toby und ihre Freunde geschaffen. Ich bin gespannt, was die Autorin noch mit dieser Figur vorhat!

P.S.: Ich bin übrigens froh, dass ich vor diesem Roman "Sparrow Hill Road" gelesen habe. Denn obwohl beide Welten nichts miteinander zu tun haben, gibt es einen Moment, in dem Toby über die Unveränderlichkeit von Straßen nachdenkt und diesen Moment konnte ich - so kurz er war - viel mehr würdigen, weil ich die Geschichte von Rose noch im Hinterkopf hatte.

Montag, 6. April 2015

[Lese-Tag] Ostermontag

Schon der letzte Tag des langen Osterwochenendes ... Ich ertappe mich dabei, wie ich schon wieder meine Arbeit für morgen plane, dabei will ich den Tag doch eigentlich nur entspannt verbringen. Gestern Abend habe ich mich dann doch noch für einige Seiten in "The House Called Hadlow" entschieden - ein märchenhaftes Kinderbuch, angenehm altmodisch und sehr britisch, rund um ein Haus, auf dessen Bewohner ein Fluch liegt. Dieser Fluch wurde ausgesprochen, nachdem eine schöne junge Frau das Vertrauen des Kleinen Volks gebrochen hat - und nun liegt es an zwei Kindern, die in diesem Haus zu Besuch sind, den Fluch zu brechen und das Unrecht, das dem Kleinen Volk angetan wurde, wieder gut zu machen. Ich mag die Geschichte sehr, hebe sie mir aber gerade deshalb auch etwas auf. Schließlich weiß ich nicht, wann ich das nächste Mal ein so angenehm klassisches Kinderbuch für mich neuentdecken darf.

Ansonsten habe ich gestern noch etwas an meinem aktuellen Socken gestrickt - ich muss weiterhin unsere Vorräte aufstocken, nachdem in den letzten Monaten ein Paar nach dem anderen durchgelaufen war. Und da mein Mann gestern "The Sandbaggers" beendet hat (leider mit einem etwas offenen Ende, aber dafür war das auch eine spannende Folge), werden wir heute gemeinsam mit "The Pretender" anfangen - wozu ich dann auch wieder stricken kann. Ich mochte die Serie früher sehr gern und inzwischen haben wir die DVD-Box, so dass ich sie nicht nur noch einmal vollständig sehen kann, sondern auch die später gedrehten Filme mal kennenlerne.

Oh, und nachdem mich die Julia-Quinn-Klappentexte spontan nicht so ansprachen, habe ich gestern noch "I can see clearly now" von Brendan Halpin aus dem Regal gezogen. Von dem Autor habe ich schon mal ein Buch gelesen, das ich unterhaltsam fand - mal schauen, ob mich dieser Titel von ihm heute durch den Tag begleitet oder ob ich mich noch umentscheide. Jetzt koche ich aber erst einmal Chili-Polenta, damit ich die heute Abend nur noch anbraten muss und mache mir Frühstück. :)

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Update 14:45 Uhr


Zum Frühstück ging es dann wirklich mit "I can see clearly now" los und ich denke, ich werde das Buch heute noch beenden. Es geht um eine Gruppe von Musikern, die von einem Fernsehsender engagiert werden, um lehrreiche Lieder für eine pädagogische Kindersendung zu schreiben. Das Ganze spielt in den 70er Jahren in New York und Sex und Drogen spielen keine geringe Rolle im Alltag dieser Musiker. Zum Schmunzeln bringen mich so "gelungene" Formulierungen wie "Magnetwellen der Geilheit", die von dem Bett einer bekannten Sängerin ausgestrahlt werden. Ansonsten wird die Handlung mit sehr vielen Perspektivwechseln erzählt, was dafür sorgt, dass mir keine der Figuren wirklich nahe kommt, aber auch dafür, dass es nicht langweilig wird.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat der Autor schon bei dem anderen Buch ("Song about you"), das ich gelesen habe, mit vielen Perspektivwechseln und massenhafter Musikerwähnung gearbeitet. Genau kann ich das aber nicht mehr sagen, musste ich eben doch erst einmal die Inhaltsbeschreibung durchlesen, um überhaupt ein paar Erinnerungen an den Titel heraufzubeschwören. Außerdem hatte ich mir damals notiert, dass die Geschichte deutlich besser gewesen wäre, wenn die Protagonisten (vor allem die männliche Hauptfigur) nicht so sehr von Sex bzw. dem Mangel daran besessen gewesen wäre. Ich glaube, ich sollte in Zukunft immer erst einmal meine Notizen zu Rate ziehen, bevor ich mir Romane von Autoren besorgen, die ich als "unterhaltsam" in Erinnerung hatte. *g*


Während ich so lese, hängt Christie auf meinen Beinen ab und sorgt mit grummeligen Blicken dafür, dass ich mich auf keinen Fall bewege.


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Update 17:30 Uhr

Auch wenn es schön ist, mal wieder ein Buch beendet zu haben (*g* irgendwie fühlt es sich nach all den Abbrüchen an diesem langen Wochenende so an), war "I can see clearly now" kein Roman, den ich jetzt unbedingt hätte lesen müssen. Genau genommen bin ich mir sogar sicher, dass ich in einer Woche schon wieder Schwierigkeiten haben werde, mich an den Inhalt zu erinnern ... Den Rest des Tages werde ich wohl ohne ein neues Buch verbringen und meine Lesezeit (wenn ich mir davon überhaupt noch welche gönne und nicht vor dem DVD-Player und dem DS versumpfe) nur noch mit meinem englischen Kinderbuch verbringen.


So hübsch die von den Nachbarn geschenkte hauchdünne Himbeer- und Kaffee-Schokolade aussieht, geschmacklich kann sie leider nicht so recht überzeugen. Oh, und irgendwie habe ich eine Schwäche für diese Flower-Power-Hippie-Cover - nur dumm, dass die Handlung nicht überzeugen konnte.

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Update 21:45 Uhr


Uff, war das Abendessen gut! :D Theoretisch könnte ich hier zumindest das Rezept für das Radieschen-Tzatziki verlinken. Aber da ich das ziemlich abgeändert habe, habe ich mir überlegt, dass ich eigentlich das gesamte Abendessen in den nächsten Tagen verbloggen könnte.

Zum Essen haben wir die Pilotfolge von "The Pretender" geschaut. Zum ersten Mal mit Originalton und es macht mir höllischen Spaß. Michael T. Weiss hat im Original eine tolle Stimme, dafür finde ich Patrick Bauchau ganz fürchterlich zu verstehen (die Synchronstimme war deutlich angenehmer) und an Miss Parkers Originalstimme muss ich mich auch noch gewöhnen. Aber es ist lustig die Serie nach so langer Zeit mal wieder zu sehen - und ich mag den Humor heute immer noch so gern wie 1997 bei der Erstausstrahlung in Deutschland. :)


Sonntag, 5. April 2015

[Lese-Tag] Ostersonntag

Seit der Zeitumstellung bin ich irgendwie aus dem Tritt und neige dazu regelmäßig erst gegen drei Uhr morgens einzuschlafen. Immerhin habe ich heute Vormittag einigen Schlaf nachgeholt und starte deshalb jetzt erst in den Tag. Gestern habe ich noch etwas über "Des Teufels Maskerade" von Victoria Schlederer nachgedacht. Es bleibt dabei, dass mir die Geschichte an sich gefällt, ebenso wie die Charaktere und die Erzählweise. Aber trotz diverser interessanter Elemente in der Handlung bin ich bislang nicht gespannt darauf wie es weitergeht. Ich glaube, es liegt daran, dass ich nicht emotional beteiligt bin. Das wiederum könnte daran liegen, dass die ganze Geschichte aus Dejans Perspektive erzählt wird und bei aller Hitzköpfigkeit ist er doch ein recht distanzierter Erzähler, dem es wichtig ist seine Haltung zu waren und der sich selber oft genug belügt, weil bestimmte Gedanken oder Wünsche nicht zu seiner Selbstsicht passen. Oder er verschweigt dem Leser Elemente, weil er sich dessen schämt oder nicht möchte, dass eins seiner Geheimnisse bekannt wird. Die Autorin hat das zwar gut gemacht und ich empfinde die Dejan durchgehend als stimmiger und realistischer Charakter, aber das sorgt eben auch dafür, dass das Erzählte von dieser Figur nur gefiltert wiedergegeben wird, - und eben auch dafür, dass mich die Handlung nicht so richtig packt ...


So, jetzt erst einmal Frühstück für mich und dann lese ich weiter!

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Update 16:00 Uhr

Inzwischen habe ich "Des Teufels Maskerade" beendet. Das Buch war unterhaltsam und hebt sich angenehm von vielen anderen Werken ab, aber trotzdem fehlte mir das "gewisse Etwas". Ohne eine emotionale Beteiligung beim Lesen, kann mich ein Roman leider nicht vollständig für sich einnehmen ...

Danach habe ich erst einmal eine Lesepaus eingelegt, um mich ganz klassische an einer Ostereier-Suche zu beteiligen. Irgendwie gehört das ja doch zu Ostern dazu, oder? ;) Wenn ich bedenke, dass ich dieses Animal-Crossing-Spiel schon wieder seit zwei Jahren fast täglich spiele (und sei es nur, dass ich zehn Minuten durch meinen kleinen Ort flitze und Blumen gieße, damit die nicht eingehen), dann finde ich es wirklich faszinierend, wie viel Spaß mir so ein simples Spiel macht. Und davor habe ich auch schon die GameCube-Variante und die erste DS-Ausgabe intensiv gespielt - und so groß waren die Unterschiede zwischen den Spielen nicht. Aber ich mag es einfach immer wieder ein Dorf aufzubauen, mit den Nachbarn (vor allem die grumpigen Kerle!) zu kommunizieren und mit so entspannenden Tätigkeiten wie Angeln oder Obstpflücken mein Leben zu finanzieren. ;)

Zu Tee und Kuchen geht es jetzt trotzdem wieder mit einem Buch weiter. Inzwischen habe ich von meiner Vorauswahl nur noch einen Titel, der in Frage kommt. Mal schauen, ob mich Katja Brandis/Siri Lindberg mich überzeugen kann, wenn sie romantische Fantasy schreibt.


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Update 21:30 Uhr

Hmmmm ... Ich bin mir nicht sicher, ob es grundsätzlich an der Liebesgeschichte oder eher an der Fluch-Grundidee liegt, aber so recht packt mich "Nachtlilien" nicht. Ich mag wie die Welt in dem Buch aufgebaut ist - soweit ich das bislang sagen kann -, ich mag die vielen Details, die dezent von einem realistischen Alltag zeugen, aber ich war von dem Moment an, als der Fluch erwähnt wurde, irgendwie nicht mehr bereit mich auf die Geschichte einzulassen. Gegen Flüche an sich habe ich nichts, aber dieser spezielle Fluch stört mich irgendwie. Ich habe nicht die Geduld darauf zu warten, dass die Protagonistin sich - schon bei der Suche nach einem Weg aus diesem Fluch - verliebt. Nach dem Abendessen habe ich mich dabei ertappt, wie ich statt bewusst den Text wahrzunehmen die Geschichte querlas.

Möhren-Kartoffelauflauf mit Curry
Für heute breche ich "Nachtlilien" erst einmal ab, weiß aber nicht, ob ich nicht in den nächsten Tagen noch einen Versuch mit dem Roman wage. Jetzt muss ich mich nur entscheiden, was ich den Rest des Abends lese. Zur Auswahl stehen mein aktuelles eBook, "The House Called Hadlow", oder einer der anderen SuB-Titel. Vielleicht sollte ich mir mal die Julia-Quinn-Romane vornehmen, die schon so lange auf mich warten, oder doch noch einen Blick auf den deutschen SuB werfen und schauen, ob mich spontan ein weiteres Buch zum SuB-trahieren anspricht. Ich könnte auch mal wieder "Persona Q" weiterspielen - da bin ich noch lange nicht am Ende. Allerdings hätten wir dann ein Geräuschkulissenproblem, denn mein Mann schaut gerade weiter "The Sandbaggers" ... Mal schauen, ob ich noch zu einer Entscheidung komme. ;)

Samstag, 4. April 2015

[Lese-Tag] Ostersamstag

Sehr weit bin ich gestern nicht mehr mit "Des Teufels Maskerade" von Victoria Schlederer gekommen - dafür habe ich mich von "The Sandbaggers" und dem Internet zu sehr ablenken lassen. Heute geht aber endlich mit dem Roman weiter. Es ist ganz schön, dass ich heute zumindest weiß, was ich lesen werde und nicht erst rumprobieren muss, bis ich einen Roman finde, der mir zusagt. ;)


Die erste Ladung Wäsche dreht sich im Trockner, der Wochenendeinkauf ist erledigt und im Ofen backt ein Kirsch-Clafoutis für heute Nachmittag. Und nachdem die Nachbarn die halbe Nacht Besuch hatten (viel Gerede, viel Gelächter) und danach bis gegen vier Uhr die Wohnung aufräumten (Stuhlbeingequitsche auf Parkett, schnelle und harte Schritte und Treppe rauf und runter inklusive Tür- und Mülleimerdeckelknallen), habe ich mir das Auspacken des Einkaufs damit versüßt, dass ich meine Rockland-CD (von Katzenjammer) im Wohnzimmer so weit aufgedreht habe, dass ich in der Küche eine angenehme Lautstärke hatte. Das ist vielleicht nicht gerade höflich, hat meine Laune nach der kurzen Nacht aber deutlich gehoben. ;) Jetzt Frühstücken und Lesen!


Logan sieht heute auch eher aus wie ein verschlafenes Huhn in der Mauser. Oo

***
Update 17:30 Uhr

So viel Zeit, die ich mit Lesen verbringen wollte ... Stattdessen habe ich zwei Körbe voll Wäsche zusammengelegt und verstaut, Sahne geschlagen und Kuchen gegessen (sehr lecker, auch wenn "jemand" den Teig definitiv etwas zu überhastet zusammengerührt hat - das Sofa lockte halt ;) ) und ganz viel Zeit mit der Recherche nach Pflanzen verbracht. Ich suche immer noch den richtigen Mittelpunkt für mein großes Beet und immer wenn ich eine Pflanze gefunden habe, die ich optisch und zeitlich (Blühzeit) ansprechend finde, dann wird sie entweder zu groß für meinen Garten, soll einzeln gepflanzt werden oder benötigt einen vollkommen anderen Standplatz, als ich ihn anbieten kann. Das finde ich etwas unbefriedigend ... Immerhin habe ich inzwischen trotzdem ein paar Seiten gelesen und hoffe, dass ich den Rest des Tages dabei bleibe und mich nicht wieder von etwas ablenken lasse. ;)


***

Update 0:00 Uhr


So ein leckeres Abendessen (Burger mit knusprigen Getreide-Gemüse-Bratlingen)! Ein Essen, das wir nur machen, wenn wir beide Zeit und Ruhe haben, um gemeinsam zu schnippseln und zu braten - was viel zu selten der Fall ist. ;) Ich mag mein Buch immer noch, muss aber zugeben, dass ich leider recht wenig Probleme damit habe, es aus der Hand zu legen. Mal schaue ich nach Pflanzen, mal lese ich Blogbeiträge oder mache ein kleines Schläfchen, um den Schlafmangel der letzten Nacht aufzuholen.

Dejan finde ich interessant, was seine frühere Freundschaft zu Felix ausmachte, fand ich zu offensichtlich, um das Drumherumgerede zu gerechtfertigen. Mirko erscheint mir etwas zu kopfscheu für jemanden mit seinem Hintergrund. Entweder er ist ein misstrauischer Mensch aufgrund seiner Vergangenheit, dann fände ich es stimmiger, wenn er jemandem sein Vertrauen - so es denn erst einmal geschenkt - nicht so schnell entziehen würde. Oder er ist naiv - und dann frage ich mich, wie er bis zu diesem Zeitpunkt überlebt hat. (Schwierig zu beschreiben, wenn ich nicht zu viel verraten möchte.) Lysander ist wunderbar! Eine tolle Figur, ich kann die Begeisterung für diesen Charakter wirklich verstehen. :D Die Handlung ... nun ... sie braucht etwas, um in die Gänge zu kommen. Was okay ist, denn die Figuren sind interessant genug, aber eben auch dafür sorgt, dass ich so wenig gefesselt von der Geschichte bin. Morgen sollte ich das Buch aber beenden können. :)

Freitag, 3. April 2015

[Lese-Tag] Karfreitag

Bevor wir uns alle auf unsere geplanten Osteraktivitäten stürzen, wollte ich euch erst einmal frohe Feiertage wünschen! :)

Für uns bedeuten diese kirchliche Feiertage nichts anderes, als dass wir es uns mit den Katzen gemütlich machen und ein angenehm langes Wochenende mit unseren Hobbies und leckerem Essen verbringen werden. Ich habe einen Neustart mit "What Jane Austen ate and Charles Dickens know" für diese Tage im Hinterkopf. Mal schauen, ob ich bei dem Buch endlich mal über das erste Kapitel hinaus komme. Außerdem habe ich mal wieder Lust einen Plauder-Lese-Tag zu verbringen, so dass ich - zumindest heute, vielleicht aber auch das ganze Wochenende über - im Laufe des Tages immer mal wieder diesen Beitrag aktualisieren und von meinen Tätigkeiten berichten werde. Doch vor allem will ich, da ich im März so gar nicht zum SuB-trahieren gekommen bin, meine Zeit mit ein paar Alt-SuB-Titeln verbringen. Shandy hat mir gestern Abend schon mal bei einer Vorauswahl geholfen:


Doch bevor ich mich auf die Bücher stürze, muss ich noch eine Ladung Wäsche in die Maschine werfen, richtig wach werden und ich denke - trotz der frühen Stunde ;) - schon ernsthaft über Frühstück nach.

***

Update 14 Uhr


Zum Frühstück habe ich mir einfach blind einen Titel von meinem Stapel gegriffen und bin bei "Hydra" von Chris Marten gelandet. So recht weiß ich noch nicht, ob ich den Roman weiterlesen oder doch abbrechen werde. Bislang finde ich die Autoreninformation interessanter als die Handlung selber, denn hinter "Chris Marten" verbergen sich eine ehemalige Lehrerin (Birgit Biehl), die sich intensiv mit Afrika beschäftigt hat, und ihr ehemaliger Schüler (Herbert Knorr), der unter anderem die "Mord am Hellweg"-Veranstaltung leitet. Die Geschichte selber beginnt mit einem Albtraum, einer Mail, einer Lesung, einer gestohlenen Handtasche und diversen Zitaten (von Schiller) - und bislang finde ich das alles eher anstrengend als interessant. Aber ein paar Seiten gebe ich dem Roman noch ...

Logan
Außerdem habe ich beim Katzenfüttern (beim Abwasch der Näpfe mit Blick auf den Garten und die Nachbarn, die nebenan eifrig dabei waren Töpfe zu bepflanzen) endlich einen Entschluss zum Thema Gartenneugestaltung gefasst. Mein angedachter "Nutzgarten" - also die Kübel, die ich mit Salat und Gemüse bepflanzen will - hat zwar in den nächsten Wochen Vorrang, aber das bedeutet ja nicht, dass ich nicht die Beete zumindest im Kopf weiter planen kann.


Aber erst einmal wandere ich mit meinem Buch (und einem Teil der schokoladigen Leckereien, die es von einer Nachbarsfamilie als Dank für das Annehmen der Post gab) wieder aufs Sofa!

***

Update 15:45 Uhr

Inzwischen habe ich "Hydra" entnervt abgebrochen und nach einem kurzen Anlesen auch "Jung stirbt, wen die Götter lieben" aussortiert. Weiter geht es mit "Nebra" von Thomas Thiemeyer - ein Titel, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der wirklich meinem Geschmack entspricht. Ich mochte die ersten Bände der "Chroniken der Weltensucher" (die Reihe könnte ich eigentlich auch mal beenden) eigentlich ganz gern beim direkten Lesen, aber im Nachhinein fand ich immer mehr Kritikpunkte, wenn ich noch einmal über die Bücher nachdachte. Mal schauen, ob mir ein Roman für Erwachsene von ihm besser gefällt ...

***

Update 21:00 Uhr


Nach "Nebra" habe ich mein Glück noch mit "Lyra" versucht und bin inzwischen bei "Des Teufels Maskerade" gelandet. Das erste Buch, bei dem ich heute nicht schon nach den ersten Absätzen von dem einen oder anderen Aspekt genervt bin. Genau genommen fühle ich mich bislang eigentlich gut unterhalten, mag den Schreibstil und bin gespannt, was ich im Laufe der Zeit so alles über die Figuren erfahren werde. Sehr weit bin ich allerdings noch nicht gekommen, da ich eine Pause machen musste, um das Abendessen zu kochen.

Nudelauflauf mit Mais
Ich hoffe, ich kann mich den Rest des Abends ausreichend auf "Des Teufels Maskerade" konzentrieren, während mein Mann "The Sandbaggers" schaut. Eigentlich wäre die Serie auch was für mich - Spionage, intelligente Dialoge, abwechslungsreiche Stories und ein genialer Roy Marsden -, aber ich verstehe ohne Untertitel viel zu wenig britisches Englisch, um das Schauen wirklich genießen zu können. So bekomme ich beim "Mitgucken" ein paar wichtige Aspekte mit und lasse mir am Ende der Folge von meinem Mann den Inhalt zusammenfassen, damit ich auf dem aktuellen Stand bin.

Mittwoch, 1. April 2015

Gelesen: Januar, Februar und März 2015

Frühere Statistiken sind unter "Diverses" zu finden.

Bücher:
  1. Quentin Bates: In eisigem Wasser (Gunnhildur #1)
  2. Quentin Bates: Kalter Trost  (Gunnhildur #2)
  3. Saskia Berwein: Todeszeichen
  4. Marie Brennan: A Natural History of Dragons
  5. Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
  6. Patricia Briggs: Moon Called (Mercy Thompson #1)
  7. Patricia Briggs: Blood Bound (Mercy Thompson #2)
  8. Patricia Briggs: Iron Kissed (Mercy Thompson #3)
  9. Jim Butcher: Side Jobs (Harry-Dresden-Anthologie)
  10. Jim Butcher: Changes (Harry Dresden #12)
  11. Jim Butcher: Ghost Story (Harry Dresden #13)
  12. Jim Butcher: Cold Days (Harry Dresden #14)
  13. Jim Butcher: Skin Game (Harry Dresden #15)
  14. Shannon K. Butcher: Burning Alive (Sentinel Wars #1)
  15. Sebastien de Castell: Blutrecht (Greatcoats #1)
  16. Agatha Christie: Der Tod wartet
  17. Larry Correia: Die Monster, die ich rief
  18. Luke Delaney: Mein bist du
  19. Sara B. Elfgren & Mats Strandberg: Schlüssel (Engelsfors-Trilogie #3)
  20. Jennifer Estep: By a Thread (Elemental Assassin #6)
  21. Diana Pharaoh Francis: The Cipher (The Crosspointe Chronicles #1)
  22. Jan Gehl: Städte für Menschen
  23. Anne George: O du Mörderische (Southern Sisters #2)
  24. Anne George: Mörderische Familienbande (Southern Sisters #3)
  25. Anne George: Mörderische Verstrickungen (Southern Sisters #7)
  26. Tove Jansson: Die Mumins - Eine drollige Gesellschaft
  27. Barry Jonsberg: Das Blubbern von Glück
  28. Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
  29. Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte
  30. Seanan McGuire: Pocket Apocalypse (InCryptid #4)
  31. Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
  32. Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
  33. Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
  34. Kelly Meade: White Knight (Cornerstone Run Trilogy #3)
  35. Jenny Milchman: Eisesgrab
  36. Yoko Ogawa: Das Ende des Bengalischen Tigers
  37. Frank Patalong: Der viktorianische Vibrator
  38. Alexey Pehov: Wind (Die Chroniken von Hara #1)
  39. Renata Petry: Hilgensee
  40. Karen Rose: Todeskleid
  41. Karen Rose: Todeskind
  42. Karen Rose: Todesschuss
  43. Alexander Schwarz: flip rouge
  44. Jonathan Stroud: Lockwood & Co. 2 - Der wispernde Schädel
  45. Patricia C. Wrede: Wrede on Writing

Comic/Manga:
  • Detektiv Conan 82 (Manga)
  • Yorukumo 1 (Manga)
  • Yorukumo 2 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:


Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit.

April-SuB 2015

Dafür, dass ich viel um die Ohren hatte und relativ wenig fand, über das ich Bloggen konnte, war der März ein fantastischer Lesemonat. Insgesamt habe ich 14 Bücher gelesen und drei Hörbücher gehört. (Außerdem habe ich alle Filme rund um den "dünnen Mann" und alle Folgen von "The Prisoner" gesehen und für meinen Mann zwei Paar Socken gestrickt, da er keine heilen Wollsocken mehr hatte.) Ich weiß selber nicht so recht, wann ich die Zeit dafür gefunden habe, aber es war gut so. Auf diese Weise ist mein englischer SuB brav geschrumpft, ich habe etwas für die Hörbuch-Challenge veröffentlicht und es gibt gerade keine ungelesenen Bibliotheksbücher(!) im Haus, aber das SuB-trahieren ist dabei zu kurz gekommen. (Vielleicht hätte ich da noch ein oder zwei Titel geschafft, wenn ich letzte Woche nicht so erkältet gewesen wäre, aber sehr wahrscheinlich ist das nicht.) Im April geht es hoffentlich ähnlich (aber mit mehr SuB-Titeln) weiter, denn so fühlt es sich gerade nach dem richtigen Gleichgewicht zwischen Verpflichtungen und Hobbies an.


A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (9)
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)
Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (7)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (9)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 - Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 - Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)
-

K (3)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (2)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
-

P (2)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund

Q (0)
-

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (7)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (3)
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (3)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Cinda Williams Chima: Das Vermächtnis der Zauberer
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
-

Sonstige (0)
-

72 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:

Sarah Rees Brennan: Unspoken
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Anthony Minghella: Jim Henson's The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Sonstiges:
West Ward Weird

27 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)