Montag, 29. Juni 2015

SuB-Zuwachs im Juni

Meine Neuzugänge sind im Juni wieder recht übersichtlich gewesen, was doch ganz gut ist, wenn man bedenkt wie wenig ich gelesen habe. Lustigerweise habe ich den ganzen Monat auf ein Buch gewartet, das ich vorbestellt hatte und von dem ich sicher war, dass es im Juni erscheinen würde. Irgendwann habe ich dann doch noch mal in meine Unterlagen geschaut und festgestellt, dass es erst im Juli veröffentlicht wird. Somit kann ich immerhin jetzt schon sagen, dass ich auch im kommenden Monat einen "SuB-Zuwachs"-Beitrag schreiben kann. ;)

Damit bleiben für diesen Monat ganz zwei neue Bücher und die sind auch nur Reihenfortsetzungen:


Tove Jansson: Muminvaters wildbewegte Jugend
Tove Jansson: Sturm im Mumintal

Samstag, 27. Juni 2015

Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel - Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge

Nachdem ich "The Making of Home" von Judith Flanders beendet hatte (bei dem sich das letzte Kapitel doch sehr mit dem Thema Küche beschäftigt hat), lag es nah nicht zu meinen angefangenen Sachbüchern ("What Jane Austen ate and Charles Dickens know" - thematisch immerhin teilweise passend - und "Geschichte Afrikas") zu greifen, sondern "Am Beispiel der Gabel - Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge" von Bee Wilson aus dem Leihstapel von Natira zu ziehen. Das hatte auch den Vorteil, dass ich mich nicht mit einer unangenehmen Schrift(größe) herumschlagen musste, was in den letzten Wochen regelmäßig dazugeführt hat, dass ich mit meinen Sachbüchern nicht besonders gut vorangekommen bin.

Bee Wilson beschäftigt sich in "Am Beispiel der Gabel" mit folgenden "großen" Themen: "Töpfe und Pfannen", "Messer", "Feuer", "Messen", "Zerkleinern", "Essen" , "Eis" und "Küche". Dabei geht sie auf die Geschichte der jeweiligen Küchenutensilien ein, auf die (vermutliche) Entstehung, auf die Art der Verwendung, auf die Weiterentwicklung und welche Folgen diese Weiterentwicklung für die Zubereitung von Essen und die Esskultur im Allgemeinen hatte. Dabei beschränkt sich Bee Wilson nicht auf eine bestimmte Region, sondern vermittelt jedes interessante Detail, das ihr zu dem Thema untergekommen ist. So wird zum Beispiel in dem Kapitel über "Messer" eine Studie zum Thema "Gebissentwicklung" erläutert, die ich sehr spannend fand.

Überhaupt haben mich vor allem diese kleinen Abschweifungen gefesselt, weil dort überraschende und interessante Details erwähnt wurde, über die ich vorher noch nicht gestolpert war. Während ich in den Passagen zu den jeweiligen Kücheuntensilien vieles gefunden habe, was mir schon vertraut war. Trotzdem habe ich auch diese schon bekannten Details mit Vergnügen gelesen, weil Bee Wilson locker, unterhaltsam und mit einem persönlichen Touch darüber schreibt. Es ist einfach ein Unterschied, wenn ein Autor einfach schreibt, dass das Kochen früher anstrengend war, oder wenn einen Bee Wilson dazu auffordert sich vorzustellen, dass man für einen Kuchen erst einmal stundenlang Eiweiß mit einem Zweigbündel zu Eischnee schlagen muss, bevor man überhaupt den Teig anrühren kann. Ich mochte auch die diversen Zitate aus alten Rezepten, die einem so schön deutlich vor Augen führten, wie viel sich allein in den letzten Jahrzehnten in der Küche verändert hat.

Außerdem kann ich nach dem Lesen dieses Sachbuchs genau verstehen, warum Natira unter anderem so fasziniert von dem Abschnitt über Löffel war. Wobei ich nach dem Lesen meine Löffel nicht mit neuem Blick betrachte, sondern mich eher während des Lesens an die diversen Löffel erinnert habe, mit denen ich schon gegessen oder meinen Tee umgerührt habe. So hat meine Mutter zum Beispiel Teelöffel, die Rosen nachempfunden sind. Die Laffen sind blattförmig mit gezackten Rändern, die Stiele erinnern an verschlungene Rosenstöcke und am Ende eines jeden Stiels befindet sich natürlich eine Rosenblüte. So hübsch die Löffel sind, so wenig nutzbar finde ich sie. Sie liegen schlecht in der Hand, wenn man Zucker in den Tee geben oder umrühren will und schrecklich klein sind sie auch - und so haben sie mich an einige der im Buch beschriebenen Löffel erinnert. ;)

Amüsant fand ich auch die Passagen über die 1926 von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene "Frankfurter Küche". Während Bee Wilson von der Zweckmäßigkeit und der durchdachten Anordnung der Möbelstücke hingerissen zu sein scheint, hatte ich nach dem Lesen von Judith Flanders Meinung vor allem Kritik in Erinnerung. Schließlich war die Küche so entworfen worden, dass sie nur mit elektrischen Geräten funktionierte - und wurde anscheinend auch in Wohnungen eingebaut, die noch nicht über elektrische Anschlüsse verfügten. Außerdem hat die schlauchförmige Form der Küche dafür gesorgt, dass wirklich nur noch eine Frau darin hantieren konnte, was bedeutete, dass Zusammenarbeit von mehreren Personen oder gar der Aufenthalt der Kinder in der Küche während die Mutter kochte unmöglich wurden. Ich kann sowohl die Begeisterung, als auch die Kritik verstehen, finde es aber lustig welchen Schwerpunkt welche Autorin setze.

Insgesamt hat mir das Lesen von "Am Beispiel der Gabel" viel Spaß gemacht. Nicht alle Informationen waren neu für mich, aber trotzdem fand ich die verschiedenen Abschnitte informativ und unterhaltsam. Und nach der Lektüre von "The Making of Home" fand ich es auch sehr angenehm, dass ich mich beim Lesen etwas mehr entspannen konnte, weil die Informationen nicht ganz so dichtgedrängt und mit - häufig amüsanten - bildhaften Beschreibungen vermittelt wurden.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Andreas Föhr: Schafkopf (Hörbuch)

"Schafkopf" ist die zweite Geschichte rund um Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner von Andreas Föhr und das dritte Hörbuch ("Der Prinzessinnenmörder", "Karwoche" und "Schwarze Piste"), das ich aus der Reihe höre. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang immer etwas Probleme habe mich zurecht zu finden, weil ich erst einmal wieder Wallners aktuelle Lebensumstände in den richtigen Zusammenhang bringen muss - das ist aber auch der einzige Nachteil, wenn man die Teile in durcheinandergewürfelter Reihenfolge hört. ;)

Zu Beginn der Geschichte findet man Kreuthner in ungewohnter Situation: Er joggt einen Berg hinauf! Natürlich stolpert er kurz darauf über eine Leiche und schon laufen die Untersuchungen mit der gewohnten Mischung aus Kompetenz (auf Seiten Wallners) und bayrischer Individualität (von Kreuthners Seite) an. Wie gewohnt wird die Geschichte auf mehreren Ebenen erzählt. Auf der einen Seite erlebt man die aktuellen Ermittlungen von Wallner und seinem Team - ebenso wie die privaten Szenen zwischen Wallner und seinem Großvater -, auf der anderen Seite gibt es Rückblicke auf Ereignisse, die vor mehreren Jahren passiert sind. Der Großteil dieser Rückblicke dreht sich um das Verschwinden einer jungen Frau vor zwei Jahren. Während ihr Freund die ganze Zeit davon überzeugt war, dass jemand die Kathi entführt hat, denkt ihr Umfeld, dass die Frau davongelaufen ist und sich deshalb nicht mehr gemeldet hat, damit ihr gewalttätiger Freund ihr nicht auf die Spur kommt.

Ich muss gestehen, dieses Mal hat Andreas Föhr mich erwischt und ich bin beim Hören einfach nicht auf die Lösung gekommen. Die vielen involvierten Personen, die alle ihre ganz eigenen Motive für ihre Handlungen haben, die Zeitsprünge und in einem Fall wohl auch der Wunsch, dass diese Person nichts mit der Sache zu tun haben mag, haben dazu geführt, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wohin die Geschichte führen wird. Auch fand ich Kreuthner dieses Mal weniger peinlich als in den anderen Bänden der Reihe. Natürlich geht er wieder seinen eigenen Weg und dieser führt ihn immer wieder in Bereiche, die nicht ganz in Ordnung sind, aber die größten Schnitzer, die ihm passieren, waren irgendwie nachvollziehbar und haben bei mir deutlich weniger Fremdscham ausgelöst als sonst. (Aber vielleicht erwarte ich auch inzwischen einfach Schlimmeres von dieser Figur. ;) )

Der Sprecher Michael Schwarzmeier hat seine Sache gewohnt gut gemacht. Seine Frauenstimmen finde ich zwar oft etwas zu fiepsig, aber da das bei zweien der Figuren gut gepasst hat, hat mich das dieses Mal auch nicht ganz so sehr gestört. ;) Ansonsten ist es schon sehr angenehm wie individuell er die verschiedenen Charaktere anlegt, so dass man selbst bei einer Kartenrunde voller Bayern (inklusive dem dazu gehörigen Dialekt) jederzeit weiß, wer gerade spricht.

Sonntag, 21. Juni 2015

Judith Flanders: The Making of Home - The 500-year story of how our houses became homes

"The Making of Home" von Judith Flanders war einer meiner seltenen Spontankäufe in den letzten Monaten, weil das eBook sehr günstig angeboten wurde und ich den Titel und die Inhaltsbeschreibung mochte. Das Buch dreht sich um den Unterschied zwischen "Heim" (bzw. Zuhause) und "Haus" und wie sich dieser Unterschied im Laufe der Jahrhunderte (genauer gesagt zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert) erst entwickelt hat. Dabei vermittelt die Autorin schon im Prolog einige interessante Details, indem sie verschiedene Sprachen aufzählt, die unterschiedliche Wörter für diese beiden Begriffe haben, und natürlich auch einige Sprachen, in denen es eben nur einen Ausdruck gibt, der sowohl für das Zuhause als auch für das Haus steht. Nach diesem kurzen Ausflug zur sprachlichen Seite gibt es einen Schlenker zu dem, was unsere Vorstellung von einem Haus und einem Zuhause prägt.

Judith Flanders verweist nicht nur darauf, dass (westeuropäische und nordamerikanische) Kinder in der Regel ein schnuckeliges Einfamilienhaus zeichnen, wenn man sie bittet, ein Haus zu malen, obwohl nur wenige Kinder wirklich in einem solchen Gebäude leben, sondern auch darauf, wie sehr diese Vorstellung von einem Haus und von einem heimeligen Wohnort z. B. von der Kunst geprägt wurde. So gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass Gemälde holländischer Maler aus dem 17. Jahrhundert, die dem heutigen Betrachter das Gefühl geben, sie würden das Leben der gehobenen Mittelschicht recht detailliert darstellen, nur in sehr geringem Maß die Realität abbildeten. Man kann zwar in diesen Bildern tatsächlich vorhandene Alltagsgegenstände und Möbelstücke entdecken, aber bei vielen anderen Dinge, wie der Fußboden- und der Raumgestaltung, haben die Maler ihre Gemälde recht frei mit unrealistischen Details versehen, damit sie dekorativer wirken.

Das Buch ist in sieben Kapitel ("The Family Way", "A Room of One's Own", "Home and the World", "Home Furnishings", "Building Myths", "Hearth and Home" und "The Home Network") aufgeteilt, die sich mit den verschiedenen Aspekten den Wohnens beschäftigen. Dazu gibt es noch ein angehängtes "Kapitel" rund um den Einfluss der Architektur auf das private Wohnen nach der Weltausstellung in Paris 1925. Grundsätzlich fand ich viele Aspekte, die in diesem Sachbuch geschildert wurden, sehr interessant, fühlte mich aber auch regelmäßig von der Flut an Informationen etwas erschlagen. Vor allem die ersten Kapitel fand ich spannend, in denen Judith Flanders unter anderem auf den Zusammenhang zwischen der Verbreitung des protestantischen Glaubens und die damit verbundene eher späte Verehelichung von Frauen eingeht, was dazu geführt hat, dass Frauen die Möglichkeit hatten, vor ihrer Heirat einem Beruf (auch außer Haus) nachzugehen und zu einem gewissen Wohlstand zu kommen. Das stärkte nicht nur die Rechte der Frauen, sondern sorgte auch dafür, dass ein frisch verheiratetes Paar genügend Geld hatte, um sich ein Haus zuzulegen und sich mit Dingen zu umgeben, die von ihrem gesellschaftlichen Status zeugten.

Aber auch auf das Wechselspiel zwischen der fortschreitenden Industrialisierung, der Ausweitung des internationalen Handels und der dadurch geringeren Wichtigkeit von Landbesitz zur Sicherung des Wohlstandes geht Judith Flanders ein. Faszinierend fand ich es auch, dass dieser steigende Wohlstand langfristig dann letztendlich dazu führte, dass in der Mittelschicht die Frauen wieder weniger Möglichkeiten und Rechte eingeräumt wurden. So entstand im Laufe der Zeit eine Gesellschaftsschicht, in der es verpönt war, wenn die Frau (außer Haus) arbeitete und in der der Mann als einziger Ernährer der Familie diente. Auch das Verständnis von Familie hat sich dadurch gewandelt, dass das Haus im Laufe der Zeit nicht mehr Wohn- und Arbeitsraum für einen Hausherrn, seine Verwandtschaft und die Angestellten war, sondern zu einer privaten Unterkunft für ein Paar und seine Kinder wurde.

So interessant und spannend ich all die Details rund ums Wohnen und die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen und häuslichen Veränderungen fand, so wünschte ich mir stellenweise, die Autorin hätte ihr Thema nicht so weit gefasst, dass sie immer wieder recht allgemeine Beispiele verwenden musste. Das erste Mal ist mir das besonders ins Auge gefallen, als es um die anfallende Arbeit in einem (ländlichen) Haushalt ging. Die Aufzählung der verschiedenen Tätigkeiten von der Versorgung der Nutztiere bis zum wöchentlichen Waschen der Wäsche und die dafür veranschlagte Zeit gab mir das Gefühl, als ob Judith Flanders davon ausging, dass jede einzelne Frau jede dieser Tätigkeiten zu tun hatte (es also keine Unterschiede in den verschiedenen Haushalten gegeben hätte) und jede Tätigkeit die komplette Aufmerksamkeit erfordert hätte, ohne in Betracht zu ziehen, dass das Unterrichten der Kinder genauso gut mit dem Strickzeug in der Hand erfolgen konnte oder man den Fußboden fegen konnte, während das Essen auf dem Feuer garte. Ich hoffe, dieser Eindruck entstand vor allem durch die konzentrierten Form der Wissensvermittlung (und eventuell durch die eher vage Ausdrucksweise der Autorin), und vermutlich ist es etwas arg kleinlich von mir, aber dieser und ähnliche Absätze irritierten mich ein bisschen - auch wenn die folgenden Passagen, in denen detaillierter auf die Veränderungen in der Haushaltsführung über die Jahrhunderte eingegangen wurden, diese Aussagen wieder relativierten.

Ein weiterer Punkt, der mich immer wieder geärgert hat, war die Vehemenz, mit der Judith Flanders gegen angeblich weit verbreitete Vorurteile und Irrtümer vorging und dabei - meinem Gefühl nach - auch übers Ziel hinausschoss. So ist mir durchaus bewusst gewesen, dass unsere Art zu wohnen - also mit mehreren Räumen und wenig "Mischnutzung" in einem Raum - überaus modern ist, dass nicht jeder neue Einwanderer in Amerika sich gleich eine perfekte Hütte bauen konnte oder dass nicht jede Frau in der Vergangenheit ein Spinnrad besaß. Wenn ich auf der anderen Seite sehe, wie schnell eine geübte Spinnerin Wolle verarbeitet, dann bezweifle ich wiederum die von Judith Flanders getroffene Aussage, dass ein Hausfrau mit einem Spinnrad gerade mal genügend Garn hätte spinnen können, um für den Sockenvorrat des Haushalts zu sorgen.

Außerdem zieht die Autorin häufig Laura Ingalls Wilders Veröffentlichungen als Quelle für das Pionierleben in Nordamerika heran. Dabei widersprechen aber oft genug andere Aussagen von Judith Flanders dem, was ich in den Romanen von Laura Ingalls Wilder gelesen habe. So behauptet Judith Flanders, dass Fensterglas nicht sehr weit verbreitet war, aber mich irritiert diese Aussage, wenn ich daran denke, dass die kleine Laura mit Mamas metallenem Fingerhut Muster auf dem Raureif auf der Fensterscheibe hinterlassen hat. Und wenn ich mich richtig erinnere (dummerweise finde ich gerade meine Ausgabe von "Laura im großen Wald" nicht), dann schlief Laura unter einer Decke, die aus alten Kleidern der Familie hergestellt wurde - obwohl laut Judith Flanders Patchworkdecken eine "moderne" Entwicklung sind, die erst mit dem Import von billigen Stoffen aus dem indischen Raum entstand, denn früher hätte sich kaum ein Haushalt das nötige Material dafür leisten können. Die Autorin hat bestimmt recht, wenn sie meint, dass man früher keine neuen Stoffe dafür genommen hat und dass ärmere Familien nicht genügend Altkleider hatten, um daraus regelmäßig Decken nähen zu können, aber trotzdem haben mich solche Aussagen unzufrieden zurückgelassen.

Vermutlich hätte es schon gereicht, wenn sie bei der ersten Erwähnung von Laura Ingalls Wilder als Quelle erwähnt hätte, dass Lauras Familie wohlhabender war als der Großteil der Pionierfamilien. Aber da Judith Flanders dies unterlassen hat, frage ich mich nach dem Lesen von "The Making of Home", was für Beispiele mir in dem Buch noch präsentiert wurden, die als "allgemeingültig" dargestellt wurden, obwohl sie nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung galten. Diese Unsicherheit nach dem Lesen dieses Sachbuches ärgert mich besonders, da ich anfangs von all diesen Informationen und den Verknüpfungen zwischen den diversen politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklung und den davon beeinflussten "häuslichen" Veränderungen der Menschen wirklich fasziniert und sehr angetan war.

Freitag, 19. Juni 2015

Tanya Huff: Third Time Lucky (And Other Stories of the Most Powerful Wizard in the World)

Da ich in meiner Freizeit gerade sehr mit Sachbuchlesen beschäftigt bin, habe ich nach einer "Nebenbeilektüre" gesucht, die mich nicht allzu sehr absorbiert. Mit "Third Time Lucky" von Tanya Huff habe ich die perfekte Anthologie gefunden, um mich nach jedem Sachbuchkapitel mit einer amüsanten Kurzgeschichte zu belohnen. Vor diesem Buch hatte ich noch keine Geschichte rund um die mächtigste Magierin der Welt gelesen, umso mehr Spaß hat es mir nun gemacht Magdelene kennenzulernen und ihre kleinen und großen Erlebnisse zu verfolgen. Ach ja, die Geschichten sind in der Reihenfolge in dieser Anthologie veröffentlicht, in der die Autorin sie geschrieben hat. Wer Magdelenes Abenteuer aber lieber in chronologischer Reihenfolge lesen möchte, kann die richtige Lesereihenfolge auch anhand des Inhaltsverzeichnisses herausfinden.

In der ersten Kurzgeschichte wird schon früh die Aussage getroffen, dass Magdelene nicht nur die mächtigste, sondern auch die faulste Magierin der Welt sei. So liebt sie es den ganzen Tag in der Sonne zu liegen und das Leben (und die Wärme an ihrem Wohnort) zu genießen und ist über Unterbrechungen ihres gemütlichen Alltags ganz und gar nicht erfreut. Trotzdem muss sich die Magierin natürlich der einen oder anderen Herausforderung stellen und bewältigt diese häufig auf unkonventionelle und unerwartete Weise. Überhaupt entspricht die Dame so gar nicht den Vorstellungen, die in ihrer Welt von Magiern herrschen. Weder ihr Aussehen, ihr genußvoller Umgang mit dem anderen Geschlecht oder gar ihr Benehmen entspricht ihrem Status, aber natürlich hat gerade das diese Geschichten für mich so unterhaltsam gemacht.

Die insgesamt sieben Geschichten führen den Leser zu den unterschiedlichsten Stationen und Magdelenes Leben. So erlebt man mit, wie sie überhaupt erfuhr, dass sie so viel Macht besitzt, wie sie einen Ort suchte, an dem sie langfristig bleiben kann, und welche Hindernisse so ein Leben als mächtige Magierin mit sich bringen kann. Denn natürlich können einen die anderen Magier oder Dämonen oder gar die Bürokraten, die es nun einmal in jeder Gesellschaft gibt, nicht einfach in Ruhe lassen. Dabei wird die Geschichte nicht immer ausschließlich aus Magdelenes Perspektive erzählt, oft genug bekommen mit wie Außenstehende die Magerin wahrnehmen und wie sehr ihre Vorstellungen von der "mächtigsten Magierin der Welt" mit der Realität kollidieren.

In der Regel sind die Geschichten sehr humorvoll erzählt - und ich mag den Humor von Tanya Huff wirklich! -, aber ich musste mir beim Lesen auch mal ein Tränchen wegwischen, weil ich den Ausgang eines Abenteuers zwar stimmig und richtig, aber eben auch traurig fand. Obwohl die verschiedenen Figuren nur wenige Szenen haben, in denen man sie kennenlernen kann, bekommt man doch schnell eine Vorstellung davon wie sie sind und wie sie in bestimmten Situationen handeln würden. Mir hat "Third Time Lucky" wirklich viel Spaß gemacht und die Anthologie hat (wie erhofft) dafür gesorgt, dass ich brav mein tägliches Sachbuchpensum lese, um mich danach mit Magdelene entspannen zu können.

Montag, 15. Juni 2015

[Kulinarisches] Fladenbrot

In letzter Zeit habe ich zweimal pro Woche Fladenbrot gebacken, seitdem ich auf einem Blog ein Basisrezept gefunden hatte, das mir gut gefiel. Inzwischen habe ich dieses Rezept so sehr unseren Bedürfnissen angepasst, dass ich es wohl bedenkenlos verbloggen kann. ;)


Zutaten für ein Fladenbrot

275 ml lauwarmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
300 g Mehl
1,5 TL Salz
1 EL Öl
2 EL Sesam

Das Wasser in eine große Rührschüssel geben und die Trockenhefe gründlich darin auflösen, dann die Hälfte des Mehls einrühren. Wenn das Ganze eine homogene Masse ergibt, die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und verrühren. Die Schüssel mit einem Teller oder Folie verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den (relativ weichen) Teig mit einem Teigschaber auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft) für ungefähr 25 Minuten backen.

Das Brot ist sehr fluffig und aromatisch und lässt sich leicht variieren, zum Beispiel, indem man 2 EL getrocknete Kräuter in den Teig gibt. Wer mag, kann vor dem Backen das Brot mit Öl bepinseln und Sesam oder Kräuter darüberstreuen - ich persönlich lasse das, weil ich die glatte Kruste beim Essen lieber mag. ;)

Sonntag, 14. Juni 2015

Und was macht Baltimore?

Gut drei Wochen ist es her, seitdem Logan gestorben ist, und drei Wochen ist es her, seitdem Baltimore operiert wurde. Während Shandy und Christie deutlich zeigen, dass Logans Abwesenheit sie beunruhigt, scheint Baltimore diesen Verlust sehr stoisch zu nehmen. Er ist aber auch immer schon ein sehr pragmatischer Kater gewesen, der das Beste aus jeder Situation macht und mit Veränderungen grundsätzlich sehr gut umgeht.


Außerdem hatte er ja auch gut mit sich zu tun, da er erst einmal die Operation verarbeiten musste. Dieses Mal hat er die Narkose und die folgenden Schmerzen nicht so leicht weggesteckt. Er war sichtlich angeschlagen und tagelang sehr müde, wobei der wenige Tage später folgende Wetterwechsel mit den sehr hohen Temperaturen vermutlich auch keine Hilfe war. Mit Hitze kamen die Coon-Kater noch nie sehr gut zurecht ...


Inzwischen geht es ihm aber wieder deutlich besser. Er scheint keine Schmerzen zu haben (soweit man das bei einer Katze sagen kann), seitdem die Wunde abgeheilt ist. Außerdem kommt er viel auf uns zu und fordert Streicheleinheiten ein, ist immer wieder zu Schabernack aufgelegt und genießt die ungewohnten Fast-Food-Mahlzeiten. Denn da der Tumor den Unterkieferknochen schon so weit zersetzt hat, dass man ihn nicht operieren kann und die Prognose nicht gut ist, können wir nur eines tun: Den Kater so rund wie möglich füttern, damit sein Körper so viele Reserven wie möglich hat, um das Voranschreiten des Tumors zu bekämpfen. Dummerweise ist Baltimore eigentlich kein so guter Esser und so verwöhnen wir ihn seit drei Wochen mit lauter Leckereien, die wir unseren Katzen sonst aufgrund ihrer "mangelnden Qualität" vorenthalten haben.

So haben wir in den letzten Tagen ein Vermögen für diverse hochwertige (und relativ kalorienreiche) Trockenfuttervarianten ausgegeben und haben beim Dosenfutter von Kitekat über Sheba bis Schmusy  (100% Thunfisch in Gelee, natürlich delphinfrei gefangen - und von allen Katzen heiß und innig geliebt, während wir Menschen den "Duft" dieses Futters unerträglich finden!) diverse Sorten ausprobiert. Baltimores großer Favorit ist ein Trockenfutter für Katzen über 12 Jahre, davon bekommt er inzwischen zwei Extramahlzeiten am Tag (getrennt von den anderen Katzen) in der Küche serviert. Das wiederum sorgt dafür, dass er wirklich jedes Mal, wenn einer von uns in den Flur geht, zur Küchentür rennt und hoffnungsvoll und auch ein wenig bettelnd schaut. In diesen Momenten fällt es schwer zu glauben, dass dieser kleine gierige Kater krank ist ...

Unscharf, aber dafür gerade sehr typisch!

Freitag, 12. Juni 2015

Mary Roberts Rinehart: The Swimming Pool (Hörbuch)

Ich verspreche, das hier ist erst einmal die letzte Mary-Roberts-Rinehart-Rezension für die nächsten Wochen. Aber die Autorin macht mir gerade so viel Spaß und die Hörbücher sind so schön lang und füllen so einige Arbeitsstunden aufs angenehmste ... "The Swimming Pool" ist die bislang "jüngste" Geschichte, die ich von der Autorin gehört habe, denn sie entstand 1952, aber sie fühlt sich nicht moderner an als zum Beispiel "The Great Mistake".

Erzählerin in "The Swimming Pool" ist die siebenundzwanzigjährige Kriminalschriftstellerin Lois - wobei ich es amüsant finde, wie Mary Roberts Rinehart durch diese Figur die Romane, in denen nach Hinweisen und Fußspuren gesucht wird, auf die Schippe nimmt. Lois ist die jüngste von insgesamt vier Geschwistern und wohnt mit ihrem deutlich älteren Bruder Philip in dem ehemaligen Sommerhaus der Familie. Ihre älteste Schwester Anne ist mit einem erfolglosen Architekten verheiratet und Mutter von zwei Kindern und auch ihre zweite Schwester (Judith), die bis zu Lois' Geburt das Nesthäkchen der Familie war, ist schon vor über zwanzig Jahren aus dem Haus ausgezogen, um einen reichen Geschäftsmann zu ehelichen.

Der Vater der vier Geschwister hat vor über zwanzig Jahren Selbstmord begangen, angeblich weil er bei der großen Wirtschaftskrise das Vermögen der Familie verloren hat, und auch Lois Mutter ist schon vor einiger Zeit gestorben. Mit Mühe und Not gelingt es Lois und Philip das Sommerhaus so weit zu erhalten, dass sie darin leben können, und sogar den Swimming Pool, den die Mutter für die damals siebzehnjährige Judith hatte bauen lassen, konnten sie vor kurzem soweit renovieren, dass er wieder nutzbar ist. Trotzdem ist Judith entsetzt, als sie nach ihrer aufsehnerregenden Scheidung zu ihren Geschwistern ins Sommerhaus zieht. Ihr war all die Jahre nicht bewusst, in welch heruntergekommenen Zustand das Gebäude ist - trotzdem kommt ihr nicht in den Sinn, dass sie Lois und Philip (finanziell) helfen könnte. So werden Judiths Ansprüche an ihre Familie und ihre Umgebung schnell zu einer Belastung für Lois und Philip und einzig die Tatsache, dass sich ihre Schwester anscheinend in großer psychischer Not befindet, sorgt dafür, dass die beiden Judith nicht vor die Tür setzen.

Lois nimmt im Laufe der Geschichte immer wieder Kontakt zu einem Psychiater auf, der Judith schon seit einiger Zeit behandelt. Aber selbst gemeinsam finden sie keinen Grund für die Paranoia, die Angstattacken und die Zusammenbrüche von Judith. Alles, was Lois weiß, ist, dass ihre Schwester bei ihrer Abreise aus Reno (wo die Scheidung stattfand) zusammenbrach und seitdem Todesangst hat. Auch O'Brian, ein ehemaliger Soldat und Polizist, den Lois im Zug von Reno nach Hause kennenlernt, gibt der jungen Frau Rätsel auf. Auf der einen Seite scheint er Judith beschützen zu wollen, auf der anderen Seite kann er Lois nicht erklären, warum ihre Schwester in solcher Angst lebt. Als dann noch eine - der Familie unbekannte - Frau ermordet in ihrem Swimming Pool aufgefunden wird, muss Lois mehr über ihre Familie und die Vergangenheit herausfinden.

Ich finde es spannend, dass Mary Roberts Rinehart bestimmte Muster immer wieder verwendet. Da ist die Familie, die vor der Wirtschaftskrise reich und angesehen war, oder der Vater, der Selbstmord beging (so wie auch Mary Roberts Rineharts Vater sich selber tötete) oder die dominante Mutter, die die gesamte Familie nach ihren Launen tanzen lässt. Und obwohl diese Elemente immer wieder auftauchen, fühlt sich jede Geschichte unterschiedlich an. Mir ist bewusst. dass die Autorin mit diesen Kriminalgeschichten "Massenware" produziert hat, aber dabei hat sie es geschafft für jedes Buch einen eigenen Ton zu treffen und jede Hauptfigur mit einem ganz eigenen Charakter auszustatten. Wie schon bei den vorhergehenden Geschichten mochte ich auch in "The Swimming Pool" die Atmosphäre und die Darstellung der Zeit, die vor allem in solchen kleinen Begebenheiten zum Tragen wie bei einem Hauskäufer, der wegen der Atombombe nicht mehr in der Stadt leben will. Diese Details lassen mich, ebenso wie die Sprache und die Dialoge gern darüber hinwegsehen, dass ich in der Regel relativ schnell die Auflösung erahnen kann. Und ich mag es, dass der Fall eben nicht durch Spuren, Hinweise und wissenschaftliche Elemente gelöst wird, sondern durch das Wissen um den Charakter einer Person - und diesen Aspekt beherrscht Mary Roberts Rinehart wirklich.

Gelesen wurde die Geschichte wieder von Laurel Lefkow, die auch schon die Sprecherin bei "The Great Mistake" war. Auch dieses Mal habe ich ihre Arbeit genossen und ihr gern zugehört. Sie verleiht den verschiedenen Figuren einen ganz eigenen Klang, ohne dabei zu übertreiben, und ich fühle mich sehr wohl mit ihrer Art des Vorlesens. Inzwischen habe ich mir noch ein paar weitere Titel mit ihr auf den Merkzettel gepackt - mal schauen, ob mich einer davon in den nächsten Monaten locken kann.

Mittwoch, 10. Juni 2015

[Stöckchen] The Classic Tag

Über "The Classic Tag" bin ich bei Sam von "Buchflimmern" gestolpert, als ich in den letzten Tagen versucht habe, die FeedReader-Beiträge der letzten zwei Wochen nachzulesen. Und da mir spontan ein paar Antworten in den Sinn kamen, habe ich den Tag mal aufgesammelt, auch wenn gefühlt jeder andere Blogger, den ich verfolge, auch schon diese Fragen beantwortet hat ... ;)


1. Ein überbewerteter Klassiker, der dir nicht gefallen hat

"Sturmhöhe" von Emily Brontë. Ich habe diesen Roman inzwischen dreimal gelesen und so sehr ich die Atmosphäre und die Erzählweise würdigen kann, so sehr ärgere ich mich beim Lesen jedes Mal wieder über die Charaktere. Heathcliff ist für mich weniger eine tragische Figur als ein Dummkopf, der seine Motivation dringend überdenken sollte.


2. Epoche, über die du am liebsten liest

Ich lese gern über das Viktorianische Zeitalter. In dieser Epoche gab es so viele Entwicklungen und so viele Veränderungen. Ich mag sowohl Romane, die von der Aufbruchstimmung geprägt sind, die durch die Demokratisierung, den Zugang zur Bildung auch für die weniger wohlhabenden Bürger und die technischen Entwicklungen entstand, als auch Bücher, die sich mit den negativen Aspekten dieser Zeit wie Kolonialisierung, Wirtschaftskrisen und medizinischen Missständen beschäftigen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Bereiche in diesen gut siebzig Jahren in Bewegung geraten sind, was heute noch gravierende Auswirkungen auf die gesamte Welt hat.


3. Lieblingsmärchen

"Allerleirauh" - ich kann nicht sagen, warum, aber dieses Märchen habe ich als Kind schon geliebt und später habe ich den Roman "Tochter des Schattens"("Deerskin") von Robin McKinley, der auf der französischen Variante dieses Märchens basiert, diverse Male gelesen und jedes Mal unzählige Tränen vergossen.


4. Welchen Klassiker schämst du dich am meisten, bisher nicht gelesen zu haben

Wieso sollte ich mich dafür schämen, dass ich ein Buch nicht gelesen habe? Oo Mir fällt nur immer wieder auf, dass ich vor allem zu englischsprachigen Klassikern greife, und das würde ich eigentlich gern mal ändern. Gerade bei den deutschen Klassikern habe ich immer wieder das Gefühl, ich sollte mal einen lesen - und zwar nicht nur einen von einem Autor, den ich schon mal ausprobiert und gemocht habe, sondern von jemandem, der außerhalb meines Wohlfühlbereichs liegt.


5. Top 5 Klassiker, die du (bald) lesen willst

Ich habe in meinem Hinterkopf eine ganze Liste von Autoren, von denen ich noch mehr Klassiker lesen möchte, aber ob und wann es dazu kommt, entscheide ich spontan. Was ich mir allerdings noch für dieses Jahr vorgenommen habe, sind sowohl Jane Austens Romane als auch die gesammelten Sherlock-Holmes-Geschichten. Seitdem ich den Jane-Austen-Schuber (November 2011!) und die Sherlock-Holmes-Box (Dezember 2014) bekommen habe, will ich die Titel noch einmal lesen. Anfang des Jahres hatte ich mir fest vorgenommen, dass ich das in diesem Jahr auf die Reihe bekommen werde - und noch habe ich gut sechs Monate, um das zu schaffen.


6. Liebstes Buch, das auf einem Klassiker basiert

Hier fällt mir absolut kein Titel ein. Ich habe einige Lieblingsbücher, die Märchenvariationen sind, aber das ist auch alles.


7. Liebste Film-/TV-Adaption eines Klassikers

Die "Twelfth Night"-Verfilmung von 1996 mit Helena Bonham Carter, Imogen Stubbs und Ben Kingsley. Ich mag, dass der Film sehr werkgetreu mit der Geschichte umgeht und auch die Schauspieler finde ich sehr, sehr passend besetzt. Wobei ich von dem Film nur die Originalfassung kenne und nicht weiß, wie er synchronisiert wirkt.


8. Schlechteste Adaption

Es gibt so viele schlechte Umsetzungen, wie soll ich mich denn da für eine entscheiden? Vor allem, da ich inzwischen doch dazu neige, mich an das Original zu halten und die Finger von Adaptionen zu lassen ... ;)


9. Lieblingsausgaben, die du sammeln willst

Ich fürchte, ich gehöre nicht zu den Leuten, die Ausgaben sammeln. Dafür werde ich hin und wieder schwach, wenn ich eine schöne Gesamtausgabe finde, wie zum Beispiel den oben erwähnten Jane-Austen-Schuber.


10. Ein zu wenig bekannter Klassiker, den du allen empfiehlst

"Kim" von Rudyard Kipling. So unbekannt ist dieser Roman gar nicht, aber ich habe das Gefühl, dass Kipling grundsätzlich nicht mehr viel gelesen wird, und wenn man zu seinen Werken greift, dann anscheinend eher zu anderen Titeln. Für mich hingegen ist "Kim" der Roman von Kipling, der seine Liebe zu Indien ganz besonders zeigt. Natürlich gibt es auch die eine oder andere Szene, die sehr von seiner Sicht als Teil der Kolonialmacht geprägt ist, aber insgesamt finde ich, dass der Roman angesichts der Zeit, zu der er geschrieben wurde, eine wundervolle Liebeserklärung an Indien ist.

Montag, 8. Juni 2015

Fredrik Backman: Ein Mann namens Ove

Als ich vor einigen Wochen in der Bibliothek nur ein paar Bücher abgeben wollte, bin ich über "Ein Mann namens Ove" von Fredrik Backman gestolpert. Von dem Titel hatte ich vorher nichts gehört (nach dem Lesen musste ich dann feststellen, dass es wohl im letzten Jahr ein Spiegel-Bestseller war), aber ab und an mag ich skandinavische Bücher über verschrobene ältere Menschen - und die Geschichte schien laut Klappentext in diese Schublade zu passen. Erwartet hatte ich nicht viel von dem Buch, aber das Schöne an Bibliotheksausleihen ist ja, dass man die Titel in Ruhe anlesen und einfach wieder zurückbringen kann, wenn sie einem nicht gefallen. Und dann habe ich den Roman an einem Tag ausgelesen, weil ich von Ove und seinen Nachbarn so hingerissen war.

Zu Beginn der Geschichte lernt man Ove nicht gerade von seiner nettesten Seite kennen. Er steht morgens auf, verjagt eine Katze von seinem Grundstück, dreht eine Runde durch die Nachbarschaft, um Falschparker aufzuschreiben und benimmt sich überhaupt wie der ekelhafte kontrollierende Nachbar, den wir alle garantiert nicht in dem Haus neben uns wohnen haben wollen, - und denkt kurz darauf darüber nach, wie er am Besten einen Haken in seine Wohnzimmerdecke dübeln kann. Auch wenn es nicht an dieser Stelle direkt ausgesprochen wird, so steht schon in diesem Moment fest, dass Ove sich umbringen möchte. Doch dann rammen der unfähige neue Nachbarn seinen Briefkasten, der Nachbar und seine Frau Parvaneh fangen an zu streiten und Ove sieht sich genötigt das Einparken des Anhängers der Nachbarn selber in die Hand zu nehmen, damit sich die Sache nicht noch endlos hinzieht.

Während es in den folgenden Tagen zu weiteren Störungen durch Parvaneh und ihre Familie kommt, lernt man als Leser Ove immer besser kennen. Er ist kein freundlicher oder gar geduldiger Mensch, aber ein Mann, der eine klare Meinung darüber hat, was richtig und was falsch ist, - und ebenso hat er genaue Vorstellungen davon wie ein Mann zu sein hat. In Rückblenden lernt man mehr darüber wie seine Kindheit war, welchen Einfluss sein Vater auf ihn hatte und wie er seine (inzwischen verstorbene) Frau kennenlernte. Es gelingt Fredrik Backman stimmig darzustellen, warum Ove so ein Prinzipienreiter geworden ist und warum er ständig das Bedürfnis hat gegen etwas ankämpfen zu müssen - und all das hat dafür gesorgt, dass ich Ove mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen habe.

Ove ist ein starrköpfiger Mann voller Vorurteile, er hat definitiv Probleme mit anderen Menschen umzugehen und es ist nicht leicht hinter seiner abweisenden Schale einen weichen Kern zu entdecken. Aber diese problematische Figur macht diesen Roman zu so einer wunderbaren Wohlfühlgeschichte, so dass ich locker darüber hinwegsehen konnte, dass die Handlung (griesgrämiger älterer Mann wird durch sympathisch-chaotische Familie "menschlicher") an sich nicht neu ist oder dass Ove und seine Nachbarn schon etwas überspitzt dargestellt wurden. Auch hat mich der alte Mann mit seinem Bedürfnis zu werkeln, zu reparieren und zu bauen an so einige Menschen erinnert, die ich mal kannte und mochte.

Es hat mir einfach gut getan ein paar Stunden mit diesem Mann zu verbringen, der von sich aus kaum ein Wort redet und sich mit Werkzeug in der Hand deutlich wohler fühlt als in einem Gespräch. So haben auch die eher schlichte und klare Sprache des Romans, die - von Oves Seite aus - eher minimalistischen Dialoge und die immer wieder vorkommenden Wiederholungen von kleinen Alltagsszenen gut zu dem Roman und seinem Protagonisten gepasst. Ove erlebt keine großen Abenteuer, er entwickelt sich nicht von einem Tag auf den anderen zu einer neuen Persönlichkeit, aber es gibt am Ende kleine und entscheidende Veränderungen in seinem Leben und Menschen, die ihn immer mal wieder durchschütteln oder in den Arm nehmen - und das ist einfach nur wunderschön zu verfolgen. Ich habe beim Lesen geschmunzelt und geweint und mich geärgert, wenn dieser so gradliniger Mensch immer wieder durch die fehlenden Wertvorstellungen anderer verletzt wurde.

Sonntag, 7. Juni 2015

Warum ich keine Übersetzer nenne ...

Unter anderem Isabel Bogdan weist immer wieder darauf hin, dass es wichtig sei, Übersetzer von Büchern in Rezensionen (und somit auch auf Blogs) zu nennen. Ihren letzten Beitrag zu dem Thema findet ihr HIER. Ich kann verstehen, dass sie als Übersetzerin stolz auf ihre Arbeit ist und auch deshalb der Meinung ist, dass es notwendig ist, den Übersetzer zu erwähnen, wenn man über einen Text schreibt. Trotzdem gibt es mehrere Gründe, warum man bei mir den Übersetzernamen nur sehr selten erwähnt findet.

Grundsätzlich gibt es bei mir keinen "Infoblock" mit den Daten zu einem Buch, weil ich erstens davon ausgehe, dass jemand, der meinen Blog im Internet gefunden hat, in der Lage sein wird, anhand des Autors und des Buchtitels alle gesuchten Informationen über die Verlagsseite zu finden. Zweitens habe ich ehrlich gesagt keine Lust, vor dem spontanen Schreiben einer Rezension, eines "Kurz und knapp"-Beitrags oder eines Leseeindrucks die Daten zusammenzusuchen. Außerdem stellt sich mir die Frage, wo ich die Grenze ziehen soll, wenn ich erst einmal damit anfange. Ich persönlich überspringe bei sämtlichen Blogs diese Infoblocks und finde es sehr lästig, wenn ich bei einem Beitrag, der aus wenigen Zeilen besteht, doppelt so viel Zeilen mit Daten wegscrollen muss.

Dazu kommt noch, dass ich nicht glaube, dass ich die Übersetzungsqualität wirklich beurteilen kann. Ohne "Infoblock" müsste ich also in so gut wie jede meiner Rezensionen folgenden Satz schreiben:
"Ich weiß nicht, ob die Übersetzung dem Original gerecht wird, den ursprünglichen Text schlechter oder besser dastehen lässt, denn ich kenne die Originalausgabe nicht. Ich kann nur sagen, das Buch wurde von XY übersetzt." - nee, das ist doch wirklich keine Lösung!

Deshalb werden bei mir Übersetzer nur dann erwähnt, wenn es einen für mich relevanten Grund dafür gibt. Wenn ich zum Beispiel das Original mit der "bearbeiteten deutschen Fassung" vergleiche, wie bei Agatha Christies "They Came to Baghdad", dann erwähne ich selbstverständlich die Übersetzerin. Ich kann zwar nicht sagen, ob diese für die Kürzungen zuständig war oder ob der verantwortliche Lektor diese Entscheidungen traf, aber ich sage natürlich, wer den Text ins Deutsche übertragen hat.

Genauso halte ich es, wenn ich über (relevante) Wörter in Übersetzungen stolpere, die ich als unstimmig, falsch oder kritisierenswert empfinde, wie bei "Die zerborstene Klinge" oder "Mord nach Drehbuch". Was ich nicht erwähne, obwohl es mich regelmäßig sehr stört und aus dem Lesefluß reißt, sind Ausdrücke, die eindeutig regionalen (sehr, sehr häufig süddeutschen) Ursprungs sind, ohne dass die Geschichte in der dementsprechenden Region angesiedelt ist. Ich verstehe, dass es schwierig ist, diese vertrauten Begriffe beim Übersetzen vollständig zu vermeiden, denke aber, dass es einem professionellen Übersetzer eigentlich bewusst sein müsste, welche Ausdrücke regional und welche allgemein sind.

Also, liebe Übersetzer, wenn ich einen Übersetzer nicht nenne, dann ist es - auch wenn es euch wie Missachtung vorkommt - eigentlich ein großes Lob. Denn das bedeutet, dass ich mein Buch aufgrund eurer Arbeit einfach genießen konnte, ohne mich über Textstellen oder Ausdrücke aufzuregen oder mir Gedanken darüber machen zu müssen, woran es liegt, dass der Autor bei anderen Titeln oder im Original doch ganz anders klingt.

Freitag, 5. Juni 2015

Mary Roberts Rinehart: The Great Mistake (Hörbuch)

Abgesehen davon, dass ich gerade diese ruhigen amerikanischen Krimis gern mag, haben diese Hörbücher den Vorteil, dass sie mit über elf Stunden relativ lange "halten" und so deutlich mehr Arbeitsstunden füllen als die meisten anderne Titel auf meinem Wuschzettel. "The Great Mistake" wurde 1940 von Mary Roberts Rinehart geschrieben und man merkt der Geschichte auch an, dass sie später spielt als "The Album" oder "The Circular Staircase". Die Handlung hat eine andere Atmosphäre, wirkt moderner und die Figuren sind weniger traditionsverhaftet und die Frauen wirken großteils deutlich selbstbewusster.

Bislang mag ich es sehr, wie sich die Geschichte der Autorin im Laufe der Zeit verändern, obwohl die grundsätzliche Erzählweise (chronologisch und mit dem jeweiligen Wissen, dass die Erzählerin zu dem Zeitpunkt hatte) gleich bleibt. Protagonistin in "The Great Mistake" ist die fünfundzwanzigjährige Patricia "Pat" Abbott. Die junge Frau hat früh ihre Eltern verloren und war dadurch gezwungen ihren Lebensunterhalt als Schreibkraft zu verdienen. Als sie in ihrem Heimatort Beverly (genauer gesagt auf dem "Hill", während sie selber als Mitglied einer alteingesessenen Familie aus dem Valley stammt) einen Job als persönliche Sekretärin von Maud Wainwright und ihrem charmanten Sohn Tony ergattern kann, scheint ihr Leben deutlich besser zu werden.

Doch dann wird ein Mann im "Playhouse" der Wainwrights ermordet, Tonys geldgierige Ehefrau Bessie taucht nach langer Zeit wieder auf und Maud scheint einen großen Schock verarbeiten zu müssen, über den sie mit niemanden reden kann. Pat ist bei den ganzen Ereignissen anfangs vor allem nur als Beobachterin dabei, aber durch ihre Freundschaft zu Maud (und ihre Gefühle für Tony) wird sie - ebenso wie durch ihre Bekanntschaft mit dem Polizeichef von Beverly - immer tiefer in die Sache verwickelt.

So sehr es mich sonst nervt, wenn bei einer solchen Geschichte mit Andeutungen der weiteren Entwicklung ("hätte ich gewusst, dass diese vier Ereignisse zusammenhängen" oder ähnliches) gearbeitet wird, finde ich es hier so gut in die Erzählstimme eingebunden ist, dass es mir Spaß macht und meine Neugier auf die weitere Handlung weiter anfacht. So habe ich mich dieses Mal lange Zeit gefragt, wie der nette kleine Polizist angeschossen wurde, und durfte die Auflösung des Mordes ebenso wie die Protagonist erst einige Zeit nach der Ergreifung des Täters erfahren.

Ich mag es, wie die Autorin in ihrem vertrauten Rahmen immer wieder Abwechslung in die Erzählung bringt, und ich mag die verschiedenen Figuren. Ich stelle mir gern vor wie ihr Leben verläuft und lasse mir Details daraus erzählen und ich finde es spannend, wie die Verbrechen den Alltag der verschiedenen Personen erschüttert. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich bei diesem Hörbuch die verschiedenen Geheimnisse, Motive und die Identität des Mörders relativ schnell durchschaut hatte. So hat mich "The Great Mistake" weniger miträtseln lassen (auch wenn es noch genügend Punkte gab, bei denen mich die genauen Details überrascht haben), als dass ich interessiert verfolgt habe, wie die Ereignisse nach und nach aufgelöst wurden.

Die Sprecherin Laurel Lefkow hat ihre Arbeit sehr gut gemacht. Ich mochte sie sowohl in der Rolle der vernünftige Pat, als auch in der des pragmatischen Polizeichefs Jim oder all den anderen Figuren. Sie hat mir nie das Gefühl gegeben, sie würde übertreiben oder unangemessen betonen. Egal, ob sie Frauen- oder Männerstimmen verkörperte, ich habe ihr die Figur abgenommen - und es hat Spaß gemacht ihr zuzuhören.

Mittwoch, 3. Juni 2015

SuB-trahiert (6): Mai

Nachdem ich im Mai in Arbeitspausen und Wartezimmern lauter historische Liebesromane gelesen habe, blieb nicht so viel Zeit fürs SuB-trahieren. Aber ein paar Titel habe ich doch aus dem SuB gezogen und angelesen ...


1. Eoin Colfer: Artemis Fowl 6 - Das Zeitparadoxon

Ich habe die Artemis-Fowl-Romane eigentlich immer gern gelesen. Aber bei diesem Band fehlte mir - natürlich erst nach dem Einzug in mein Bücherregal - irgendwie die Neugier auf die Geschichte. So hat es sehr viele Jahre gedauert, bis ich den Roman endlich aus seiner Folie schälte und die ersten Seiten in Angriff nahm. Dann aber war die Geschichte genau die richtige "Zwischendurchlektüre". Unterhaltsam, voller vertrauter Figuren und Wendungen und perfekt, um sich beim Lesen ein bisschen zu entspannen.

2. Jo Nesbo: Headhunter

"Headhunter" ist eines dieser Bücher, die ich mir besorgt habe, weil ich einen Autor ausprobieren wollte. Der Klappentext klang gut, aber beim Anlesen bin ich nie über die ersten Seiten hinaus gekommen, weil mir weder die Figuren, noch die geschilderten Ereignisse gefallen haben. Ich habe den Roman immer wieder aus dem Regal gezogen und in diesem Monat dann beschlossen, dass er einen letzten Versuch bekommen soll. Dieses Mal habe ich weiter gelesen als sonst, aber gepackt hat mich die Handlung trotzdem nicht und deshalb wird der Titel jetzt aussortiert.

Montag, 1. Juni 2015

Juni-SuB 2015

Der Mai war nicht gerade ein freudiger Monat für uns und all die schlechten Nachrichten und Tierarztbesuche haben dazu geführt, dass ich  mich abends nur noch mit einem Buch und einer Katze eingerollt und gelesen habe. So habe ich neben den 3 (jeweils über elfstündigen Mary-Roberts-Rinehart-)Hörbüchern insgesamt 18 erholsame und in der Regel recht kurze Romane gelesen. Der SuB (sowohl der englische, als auch der deutsche) ist auch wieder etwas geschrumpft und natürlich habe ich ein weiteres Sachbuch für meine Challenge angefangen - und bislang nicht beendet. *seufz*

Da mein Mann ab morgen eine Woche Urlaub hat und wir in der Zeit viel mit einer Freundin unterwegs sein werden, muss ich mich im Juni ranhalten, um das Zwischenziel für die Sachbuch-Challenge noch auf die Reihe zu bekommen. Bei so viel angefangenen (und geliehenen *g*) Sachbüchern sollte das aber zu schaffen sein. Ansonsten heißt es weiter den SuB abbauen. Ich fände es schön, wenn ich zum Halbjahresende den deutschen SuB unter 60 und den englischen unter 20 bekommen könnte. Das sollte trotz der Sachbücher ohne Stress machbar sein - zumindest dann, wenn ich die Finger von den Bibliotheksbüchern lasse. ;)


A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (10)
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)
Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)

C (0)
-

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (7)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (7)
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 - Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 - Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)
Tove Jansson: Muminvaters wildbewegte Jugend
Tove Jansson: Sturm im Mumintal

K (2)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Celine Kiernan: Schattenpfade

L (1)
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (0)
-

N (1)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker

O (0)
-

P (2)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund

Q (0)
-

R (7)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (6)
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (2)
Charles den Tex: Die Zelle
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
-

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (4)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Cinda Williams Chima: Das Vermächtnis der Zauberer
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
-

Sonstige (0)
-

61 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:

Sarah Rees Brennan: Unspoken
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Anthony Minghella: Jim Henson's The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Sonstiges:
West Ward Weird

22 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)