Sonntag, 29. November 2015

Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewoche: 1. Advent

Wie schon angekündigt, beteilige ich mich auch in diesem Jahr wieder an Arianas Adventslesen und stelle deshalb an jedem Sonntag einen Beitrag online, in dem ich über die gelesenen Geschichten schreibe und von meinen - hoffentlich gemütlichen - Adventssonntagen berichte. Weitere Teilnehmer findet ihr bei Ariana unter diesem LINK.

In diesem Jahr habe ich ungewöhnlich früh und schon ziemlich viele "Weihnachtsgeschichten" gelesen, weil ich im November nach Geschichten gesucht habe, die simpel und wohltuend sind. Trotzdem fühle ich mich noch nicht übersättigt, werde aber in den kommenden Wochen eher zu Märchen und märchenhafter Fantasy greifen, weil das für mich auch in die Winter-(Weihnachts-)Zeit gehört und ich mir extra ein paar Bücher dafür "aufgespart" habe.

Außerdem haben wir es in diesem Jahr so eingerichtet, dass wir keine größeren Termine oder Vorhaben mehr haben und es uns einfach gemütlich machen können - und das sollte zu so einigen Lesestunden führen. Die vergangenen Monate waren in mehrfacher Hinsicht etwas anstrengend und nun wird es Zeit, etwas zu Ruhe zu kommen. Die Katzen genießen es auch, wenn wir nicht nur anwesend, sondern auch entspannt und schmusebereit sind. :)

***

Nachdem ich seit Mittwoch gar nichts mehr gelesen habe, weil ich von all der Auswahl etwas erschlagen war und mich nicht entscheiden konnte, geht es heute mit "Snow White and Rose Red" von Patricia C. Wrede los. Die Autorin hat das Märchen in England angesiedelt (so gibt es auf den ersten Seiten schon einen Verweis auf London und die Themse und das Vorwort spricht vom elisabethanischem England) und zu Beginn lernt man die Witwe Arden und ihre beiden hübschen Töchter kennen, die zu dritt in einem kleinen Ein-Zimmer-Cottage am Rande eines Waldes leben. Die Tatsache, dass die Frauen für sich bleiben, auch wenn sie jeden Sonntag in die Kirche gehen, und so nah am Wald leben, sorgt für einige Gerüchte im Ort. Es wird sogar von Hexerei geredet - wobei das auch darauf zurückzuführen ist, dass die Witwe ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Kräutern verdient und schon mehrere Heiratsanträge für ihre Töchter abgelehnt hat. Gerade Letzteres kommt bei den Nachbarn (mit den abgewiesenen Söhnen und den weniger begehrten Töchtern) nicht so gut an. ;)


Update 13:45 Uhr

Ich bin noch etwas unschlüssig, wie mir das Buch gefällt. Ich kann sagen, dass mir die Grundidee und die Figuren in "Snow White and Rose Red" sehr zusagen, aber ich habe eindeutig ein Problem mit der Sprache, denn vor allem die Dialoge sind sehr "Shakespeare-isch" und das führt dazu, dass ich mir regelmäßig Sätze lautmalerisch vorstellen muss, um den Inhalt mitzubekommen. Bei Shakespeare selber habe ich da weniger Probleme, durch den Rhythmus finde ich seine Texte erstaunlicherweise verständlicher ...

Immerhin kann ich erzählen, dass der Wald, an dessen Grenze die Witwe und ihre beiden Töchter leben, einen Durchgang zur Feenwelt besitzt - und dass die beiden Schwestern einen Großteil der Kräuter, die ihre Mutter verkauft, in dieser Feenwelt sammeln. Außerdem scheint der Vorwurf der Hexerei nicht ganz so unbegründet zu sein ... ;)



Update 23:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich weiter in "Snow White and Rose Red" gelesen. Der (reale) Hofastrologe der Königin spielt eine Rolle in der Geschichte und selbst seine Position hat ihn in der Vergangenheit nicht davor bewahrt, der Hexerei bzw. Zauberei angeklagt zu werden, auch wenn sie ihn immerhin davor bewahrt hat, dass er verurteilt und verbrannt wurde. So ist es kein Wunder, dass die Witwe Arden befürchtet, dass irgendwann Gerüchte bezüglich ihrer Tätigkeiten und des Wissens ihrer Tochter gestreut werden könnten. Außerdem bin ich zwei Zauberern begegnet, deren Meinung von ihren Fähigkeiten deutlich höher waren als ihr gesunder Menschenverstand, ich habe mehrere Wesen aus dem Feenreich kennengelernt und zwei Prinzen, die einander zwar nahe stehen, aber nicht verstehen. Patricia C. Wrede verwendet bei diesem Buch wirklich viele keltische Sagenelemente und ich fürchte bei all den düsteren Elementen sehr um die beiden Schwestern und ihre Mutter.


Dann habe ich noch - dank Baltimore - am Nachmittag ein Sofaschläfchen eingelegt. Eigentlich war ich nicht müde, aber da er heute besonders häufig und besonders heftig im Schlaf vom Sofa gefallen ist, habe ich ihn in die Arme genommen und solange beschmust, bis er auf mir eingedöst ist. Tja, und da lag ich da und hatte die Arme voll Kater und nichts um mich zu beschäftigen und so fielen auch mir die Augen zu. ;) Ich wünschte, wir würden einen Weg finden, um ihn von der Sofalehne fernzuhalten, aber da schläft er - gerade wenn die Heizung an ist - besonders gern und besteht hartnäckig darauf, dass er immer wieder dort seinen Platz findet. Er versteht einfach nicht, dass er inzwischen zu alt und zu schwach ist, um an einem Ort sicher zu schlafen, von dem er im Tiefschlaf fallen kann ...

Ansonsten habe ich heute noch Abendessen für mich gekocht (Bulgur mit Paprika und Tomatenmark), Teig für das morgige Fladenbrot angesetzt und mit meinem Mann die letzten beiden Folgen der dritten "Pretender"-Staffel geschaut. Ich finde es so wunderbar, wie in der Serie die Figuren dargestellt werden und in dieser Staffel ist mir besonders ins Auge gefallen, wie sehr mit Miss Parkers Make Up gespielt wird, um ihre Charakterveränderungen und ihren Gemütszustand zu unterstreichen.

Jetzt drehe ich noch eine Kommentarrunde und dann geht es für mich auch schon ins Bett. Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche! :)

Freitag, 27. November 2015

Dies und Das (6): Verwöhntag und SuB-Zuwachs im November

Wie in jedem November lassen sich mein Geburtstag, an dem ich mich gründlich verwöhnen lasse, und mein "SuB-Zuwachs" nicht voneinander trennen. Auch in diesem Jahr habe ich diesen Verwöhntag rundum genossen. Mein Mann hat die Gelegenheit genutzt und ein paar Tage freigenommen, um noch ein paar Urlaubstage abzubauen, und so sind wir morgens in unser Lieblingscafé gegangen und haben den Tag mit einem gemütlichen und sehr leckeren Frühstück begonnen.

Ich mag dieses Café wirklich sehr, es ist auf eine entspannte Weise trubelig, das Publikum ist total gemischt und passt vielleicht gerade deshalb erstaunlich gut zusammen und das Essen ist sehr lecker mit qualitativen, regionalen (Bio-)Zutaten. Und wenn man Sonderwünsche hat oder noch eine Extrascheiben von dem leckeren Brot haben möchte, weil noch so viele Leckereien zu probieren sind, dann geben einem der Besitzer und die Angestellten das Gefühl, als ob sie sich freuen würden, dass sie etwas für einen tun können. Es ist familiär und trotzdem kann man schön für sich bleiben, wenn man einfach nur seine Ruhe haben möchte. ;)

Auf dem Rückweg vom Café haben wir dann noch ein paar Erledigungen abgearbeitet und bei der Gelegenheit noch bei einer Bäckerei Kuchen für den Nachmittag gekauft - weil wir uns nicht entscheiden konnten, wurden es dann genügend Stücke, um auch noch was zum Nachtisch am Abend zu haben. Nur gut, dass mein Mann und ich eh immer den Kuchen teilen, damit wir möglichst viele Geschmacksrichtungen probieren können, sonst wäre die Entscheidung noch schwieriger geworden.

Nach dem Katzenfüttern habe ich mich dann auf meine Geschenke gestürzt - so viele tolle Bücher! - und den Rest des Tages dann nur noch mit dem Telefon in der Hand verbracht. Es war wieder ein wunderschöner Geburtstag mit so vielen lieben Menschen, die an mich gedacht (und meinen Wunschzettel geplündert) haben! :)

All die tollen Bücher sorgen natürlich auch dafür, dass der (englische) SuB wieder ansteigt, aber damit kann ich gerade ganz gut leben. Genau genommen sind folgende Titel neu bei mir eingezogen:


Simon/Simon/Schmidt/Knezevic: Das große Buch vom Brot

Ein sehr ausführliches Buch rund ums Brot mit ausführlich bebilderten klaren Anleitungen und sehr lecker klingenden Rezepten. Mal schauen, ob ich in diesem Jahr noch meinen ersten eigenen Sauerteig ansetze oder erst einmal mit gekauftem experimentiere. Auf jeden Fall werde ich das Brot- und Brötchenbacken in den nächsten Monaten noch etwas ernster angehen. :)


Marie Brennan: The Tropic of Serpents
Marie Brennan: Voyage of the Basilisk
[Fortsetzungen von "A Natural History of Dragons"]

Diana Pharaoh Francis: The Black Ship
[Fortsetzung von "The Cipher"]

Cindy Pon: Serpentine
[Jugendfantasy mit chinesischen Einflüssen]

Patricia C. Wrede: Snow White and Rose Red
[Märchenadaption von einer Lieblingsautorin! *hach*]

Morgan Keyes: Darkbeast
[Märchenhafte Jugendfantasy zum Ausprobieren - ein erstes Anlesen macht schon sehr viel Lust auf die Geschichte!]

Jessica Kremser: Frau Maier sieht Gespenster
[Fortsetzung von "Frau Maier fischt im Trüben" und "Frau Maier hört das Gras wachsen"]

Diana Pharaoh Francis: Bitter Night
Diana Pharaoh Francis: Crimson Red
[Nicht SuB-relevant, da schon als deutsches eBook gelesen.]

D.B. Jackson: Thieve's Quarry
[Fortsetzung von "Thieftaker"]

Mittwoch, 25. November 2015

Laura Amy Schlitz: Clara und die Magie des Puppenmeisters

"Clara und die Magie des Puppenmeisters" von Laura Amy Schlitz war eine Spontanausleihe in der Bibliothek und hat mir beim Lesen großes Vergnügen bereitet. Die Geschichte spielt zum Großteil im November und Dezember 1860 in London und beginnt mit dem zwölften Geburtstag von Clara Wintermute. Das Mädchen ist die einzige Tochter eines wohlhabenden Arztes und seiner Frau - und die einzige Überlebende von insgesamt fünf Geschwistern. So ist Claras Leben vor allem vom Gedenken an ihre verstorbenen Brüder und Schwestern geprägt, was sie sehr belastet. Umso mehr freut sie sich, als ihr Vater zugestimmt hat, dass der Puppenspieler zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen wird, den sie vor einigen Tagen bei einem Spaziergang mit ihrer Gouvernante im Park gesehen hat.

Natürlich kann Clara zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass "Professor" Grisini, der gemeinsam mit seinen beiden jungen Helfern Parsefall (der ein Künstler mit den Marionetten und auch sonst sehr geschickt mit seinen Fingern ist) und Lizzie Rose (die unter anderem für die musikalische Untermalung zuständig ist) die transportable Puppenbühne betreibt, ein skrupelloser und gefährlicher Mann mit übernatürlichen Fähigkeiten ist. So liegt der Verdacht nahe, dass der Puppenmeister seine Hände im Spiel hat, als Clara kurz nach ihrem Geburtstag verschwindet. Auch Lizzie Rose und Parsefall gehen davon aus, dass ihr Vormund etwas mit dem Verbrechen zu tun hat. Doch solange sie von Grisini abhängig sind und ihr Alltag so beschwerlich und von Entbehrungen geprägt ist, sind Claras Schwierigkeiten nicht ihre oberste Priorität.

Im Laufe der Handlung findet der Leser - ebenso wie auch Lizzie Rose und Parsefall - mehr über Grisini, über Claras Verbleib, über die Magie und über die Hexe Cassandra, die letztendlich der Auslöser für all die Ereignisse ist, heraus. So sind Lizzie Rose und Parsefall für mich die eigentlichen Hauptfiguren in der Geschichte, da sie es sind, die die Handlung vorantreiben und um deren Schicksal es immer wieder geht - was mit ein Grund dafür ist, warum ich den Originaltitel, "Splendors and Glooms", deutlich passender finde als den deutschen. Auch beschreibt der Originaltitel die wundervolle Atmosphäre der Geschichte viel besser. Das ganze Buch ist bestimmt von einer Mischung aus Trauer und Bedrücktheit, aber auch Freundschaft und der Fähigkeit, für kleine Dinge dankbar zu sein und sie zu genießen. Dabei gibt es auch immer wieder sehr hübsche amüsante Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht haben.

Laura Amy Schlitz ist es gelungen, sowohl Claras Leben als "armes reiches Mädchen" im materiellen Überfluss als auch Lizzie Roses und Parsefalls Alltag in Armut und Angst, aber dafür mit der Magie des Puppenspiels und dem - zumindest ab und an aufkommenden - Zusammenhalt der beiden überzeugend zu beschreiben. Abgesehen von Grisini wird keine Figur rein schwarz oder weiß beschrieben und selbst der Puppenmeister bekommt eine sympathische Seite, wenn man bedenkt, welche Bedeutung das Marionettentheater für ihn hat. Jeder Charakter hat seine Stärken und Schwächen und selbst wenn man jemanden nicht unbedingt sympathisch findet, so kann man doch die Beweggründe der betreffenden Person verstehen und nachvollziehen, wie es dazu kam, dass sich derjenige so entwickelt hat.

Die Magie zieht sich durch den gesamten Roman, ohne dabei im Vordergrund zu stehen. Dabei dreht es sich nicht nur um die Zauber, die Grisini und die Hexe Cassandra beherrschen, sondern auch um die Magie, die das (Puppen-)Theater ausüben kann oder die durch Gefühle und Träume entsteht. Die Magie ist durchgehend da, und gerade gegen Ende wird den Protagonisten immer bewusster, worum es eigentlich geht. Das führt zu sehr emotionalen Momenten. Dennoch haben mir vor allem die ganzen kleinen Alltagsszenen rund um Lizzie Rose und Parsefall gefallen sowie die Szenen, in denen Clara die Gelegenheit bekommt, in ganz andere Lebensumstände hineinzuschnuppern.

Insgesamt war das einfach ein wirklich schöner und atmosphärisch geschriebener Roman mit tollen Charakteren, wunderbar unheimlichen Momenten und immer wieder überraschenden Entwicklungen.

Sonntag, 22. November 2015

Sarah Rees Brennan: Unspoken (The Lynburn Legacy 1)

Ich weiß gar nicht mehr, auf welchem Blog ich "Unspoken" von Sarah Rees Brennan entdeckt habe, nur noch, dass es im Rahmen einer "7 Days - 7 Books"-Aktion war. Nachdem das schöne Hardcover (zu dem es natürlich keine optisch passenden Fortsetzungen gibt *seufz*) bei mir eingezogen war, lag es erst einmal eine Weile auf dem SuB, bis ich in den letzten Tagen endlich Lust auf eine "märchenhafte Jugend-Urban-Fantasygeschichte mit Schauerromanelementen" hatte. Dafür habe ich dann das Lesen des Romans umso mehr genossen und mir bewusst Zeit damit gelassen, weil ich die Atmosphäre der Geschichte so gemocht habe.

Vorneweg schon mal zwei Kritikpunkte: Meiner Meinung nach handelt die 17jährige Protagonistin Kami häufig, als wäre sie jünger, auch wenn es immer wieder Szenen gibt, in denen sie sehr erwachsen und verantwortungsbewusst wirkt, und das fand ich stellenweise irritierend. Und ich bin mir nicht sicher, was ich von dem Ende halte. Es gibt kein Happy End, was gut ist, denn das hätte bei der Geschichte nicht gepasst - mit der Entwicklung der Handlung bin ich einverstanden, die ist stimmig. Es ist ein offenes Ende, was okay ist, denn es ist der erste Teil einer Trilogie und da kann ich mit Cliffhangern leben. Trotzdem fand ich die letzte Szene ein bisschen unbefriedigend und kann nicht genau den Finger drauflegen, warum das so ist. Von diesen zwei Punkten abgesehen habe ich die Geschichte, die Protagonistin Kami und ihre Ermittlungen bezüglich der geheimnisvollen Familie Lynburn sehr gemocht.

Kami Glass lebt schon ihr ganzes Leben lang in dem kleinen Ort Sorry-in-the-Vale und empfindet sich aus gleich zwei Gründen als Außenseiterin. Auf der einen Seite ist ihre Großmutter Japanerin gewesen (was man ihrem Vater und ihren Brüdern auch ansieht) und auf der anderen Seite tauscht sie sich von klein auf regelmäßig mit ihrem unsichtbaren Freund Jared über all ihre Gedanken und Gefühle aus. Genauer gesagt existiert dieser Freund nur als Stimme in ihrem Kopf, und auch wenn sie seine Existenz nicht an die große Glocke hängt, wird sie immer wieder von diesen Gesprächen in ihrem Kopf so sehr abgelenkt, dass sie ihrer Umgebung und den "realen Menschen" in ihrem Umfeld nicht die angemessene Beachtung schenkt.

Kamis großer Traum ist es, einmal als Reporterin erfolgreich zu sein, und so überredet sie ihre einzige Freundin Angela, zusammen mit ihr eine Schülerzeitung zu starten. Großes Thema der ersten Ausgabe ist die Rückkehr der Familie Lynburn, der ein Großteil des Grundbesitzes in Sorry-in-the-Vale gehört und die auch in heutiger Zeit immer noch sehr nach Gutsherren-Art in der kleinen Stadt herrscht. Die beiden Lynburn-Schwestern Rosalind und Lillian hatten den Ort unabhängig voneinander vor langer Zeit verlassen - und wenn man den kleinen Nebenbemerkungen der Ortsansässigen glauben darf, dann war das ein großes Glück für alle Anwohner. Kami ist sich sicher, dass es ein Geheimnis um die Familie Lynburn gibt, und obwohl ihr von allen Seiten abgeraten wird, macht sie sich daran, dieses Geheimnis herauszufinden. Eine große Überraschung gibt es dabei für sie schon sehr früh: Ihr unsichtbarer Freund Jared ist nicht nur ein real existierender Junge, sondern auch noch der Sohn von Rosalind Lynburn.

Ich mochte es sehr, wie Kamis Freundschaft mit Jared anfangs beschrieben wird (wobei ich mich später schon fragte, wie die beiden ihre Freundschaft so führen konnten, wenn er doch all die Jahre in Amerika lebte und es da schon einen kleinen Zeitunterschied zu England gibt ;) ) und wie sehr ihr Wohlbehagen über eine so vertraute Seele in Entsetzen umschlägt, als sie feststellen muss, dass es da einen realen Jungen gibt, der jedes ihrer Geheimnisse kennt. Sarah Rees Brennan hat es meiner Meinung nach sehr schön hinbekommen, diesen Zwiespalt zwischen "wir kennen uns so lange, wir sind die besten Freunde" und "die andere Person kennt mich durch und durch, was sie in die Lage versetzt, mich tiefer zu verletzen als jeder andere" zu beschreiben.

Dazu kommt noch die ungewöhnliche Stadt Sorry-in-the-Vale, die sich anfangs wie eine ganz normale Kleinstadt anfühlt, in der sich alle relativ gut kennen und ihrem ganz gewöhnlichen Leben nachgehen. Und wer mal für eine Zeit dem Kleinstadtmief entkommen will, fährt eben für ein paar Tage nach London, um etwas Großstadtluft und Kultur zu tanken. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass sich mehr hinter der Kleinstadtfassade verbirgt und dass es einen Grund für die tiefsitzende Furcht vor der Familie Lynburn gibt. Auch hier hat es mir gefallen, wie die Autorin so nach und nach kleine Elemente in die Handlung eingeflochten hat, die auf etwas Übernatürliches hindeuten und die dafür sorgen, dass die Atmosphäre in der Geschichte immer beklemmender wird.

Überhaupt waren es diese kleinen Momente, die diesen Roman für mich - trotz aller unheimlichen und schrecklichen Ereignisse - zu einem Wohlfühlbuch gemacht haben. Ich mochte es, wie mich die Welt, die Sarah Rees Brennan da geschaffen hat, zum Tagträumen animiert hat, und mir gefiel Kamis Verhältnis zu ihrer Familie ebenso wie das zu ihren Freunden (denn natürlich ist Angela langfristig nicht die einzige Person, die von Kami in die Angelegenheit verwickelt wird). Da war es auch vollkommen in Ordnung, dass mich die Geschichte, trotz aller tragischen Momente, weniger emotional bewegt als meine Fantasie angeregt hat, während ich über die eine oder andere Situation und diverse Dialoge schallend gelacht habe.

Freitag, 20. November 2015

SuB-trahiert: Irgendwie ein Fazit

Vor ungefähr einem Jahr habe ich meinen ersten "SuB-trahiert"-Beitrag angefangen, der dann Anfang Dezember 2014 auf dem Blog veröffentlicht wurde. Seitdem habe ich fast jeden Monat meinen SuB nach Büchern durchforstet, die schon länger als ein halbes Jahr darauf warten, gelesen zu werden, und sie entweder gelesen oder - nach einem mehr oder weniger intensiven Anlesen - endgültig aussortiert.

Da ich es sowohl ermutigend als auch befriedigend finde, Listen zu führen, habe ich aus dem SuB-trahieren ein persönliches Vorhaben für dieses Jahr gemacht - ebenso wie aus dem Abbau meines englischen SuBs, den ich aus irgendeinem (selbst für mich kaum erklärbaren) Grund separat liste. Das Jahr ist noch nicht vorbei, aber bevor der "große Buchzuwachs zum Jahresende" anfängt, möchte ich doch schon ein erstes Fazit ziehen.

In den vergangenen zwölf Monaten habe ich 48 Bücher "SuB-trahiert", davon wurden 26 Titel gelesen und 22 Titel aussortiert. Natürlich hatte ich auch ein paar aktuellere Romane auf dem SuB, die ich im Laufe des Jahres gelesen habe, außerdem kam das eine oder andere Buch neu dazu - und so hat sich meine SuB-Zahl insgesamt von 82 (01.11.2014) auf 32 (01.11.2015) reduziert.

Bei den englischen Büchern hat sich mein SuB von 38 (01.01.2015) auf 12 Titel gesenkt und hier habe ich im Laufe des Jahres deutlich gemerkt, dass es häufig immer noch - obwohl mein englisches Lesen deutlich besser geworden ist - an der Sprache oder dem Aufbau der Geschichte liegt, wenn ein Buch länger auf dem SuB liegen bleibt. Außerdem lese ich auf Englisch nicht so viele verschiedene Genres, so dass ich ab und an eine Pause von meinen englischen Romanen benötige.

Auf jeden Fall bin ich gerade relativ zufrieden mit der Höhe meines SuBs, wenn auch noch nicht so ganz mit dem Alter einiger Titel und der Genreauswahl, die mir damit noch verbleibt. Oder um es anders auszudrücken: In gewisser Weise ist mein SuB im Laufe des Jahres schon fast wieder zu klein geworden!

Gerade bei dem englischen SuB macht sich das bemerkbar, denn darauf befinden sich fast nur noch märchenhafte Bücher oder (Jugend-)Fantasy. Der deutsche SuB bietet mir zwar mehr Auswahl, aber einige Titel sind Reihenfortsetzungen, bei denen ich den vorhergehenden (oder ersten) Band noch einmal anschauen will, bevor ich weiterlese, oder sie gehören zu Genres, die ich zur Zeit eher weniger lese. Dafür vermisse ich ein paar Untergenres, auf die ich eigentlich fast immer zugreifen mag. Wobei mir bewusst ist, dass gerade die Tatsache, dass ich bestimmte Romanarten bevorzuge, dazu führt, dass die nicht lange auf dem SuB liegen. Aber das ändert nichts daran, dass ich gern welche davon auf Vorrat hätte, um nach Lust und Laune darauf zurückgreifen zu können.

Obwohl ich im letzten Jahr viel auf Bibliotheksbücher und Leihgaben zurückgegriffen habe, fühlen sich insgesamt 44 ungelesene Bücher im Regal etwas wenig an, wenn man bedenkt, dass ich in diesem Jahr bislang im Schnitt 15 Bücher pro Monat gelesen habe.

Deshalb werde ich das SuB-trahieren zwar (bis zum Ende des Jahres) weiterführen, aber nicht unbedingt, um den SuB zu minimieren, sondern eher, um endlich ein paar ältere Titel in Angriff zu nehmen, um zu verfolgen, wie manche Bücher auf dem SuB gelandet sind und warum sie so lange ungelesen blieben, und nicht zuletzt, um ein paar Reihen auf den aktuellen Stand zu bringen.


[Oh, und weil ich das für mich persönlich auch noch interessant finde: Ich hatte vom 01.01.2015 bis 01.11.2015 insgesamt 16 Neuzugänge (6 deutsche Bücher, 10 englische Romane), von denen ich 7 (1 deutscher Roman, 6 englische Titel) im Anschaffungsmonat gelesen habe.]

Montag, 16. November 2015

J. L. Campbell: The Vet's Christmas Pet

In den letzten Tagen ist es mir schwer gefallen, mich auf meine Bücher zu konzentrieren, und doch hatte ich ein großes Bedürfnis danach, mich mit Lesen abzulenken. Also habe ich zu einem bewährten Mittel gegriffen und mich auf billige Liebesromane gestürzt. Wobei das "billig" im doppelten Sinn gemeint ist, die Geschichten waren günstig (ein Bundle mit 16 Liebesgeschichten - mit Schwerpunkt Tiere und Weihnachten - für 99 Cent) und die bislang gelesenen Sachen waren auch so simpel gestrickt, wie ich es erwartet hatte. Da war es egal, wenn ich mit meinen Gedanken woanders war und mich nicht erinnern konnte, ob die Protagonistin nun Debbie oder Noelle hieß und welchen Namen vielleicht ihr Vogel/Hund/Frettchen hatte, ich konnte der Handlung ausreichend folgen, hier und da gab es etwas zum Schmunzeln oder sogar ein Tränchen zu verdrücken und ich habe mich angenehm ablenken lassen.

Nur eine Geschichte aus "Christmas Pets and Kisses" hat mich geärgert, nachdem ich bislang ungefähr die Hälfte der Texte gelesen habe: "The Vet's Christmas Pet" von J. L. Campbell. Die Handlung spielt auf Jamaika, wobei der einzige für mich erkennbare Hinweis auf den Handlungsort das eine oder andere Getränk war, das ich in einem europäischen oder amerikanischen Kühlschrank nicht als selbstverständlich ansehen würde. Aber wer weiß, vielleicht ist das Leben auf Jamaika abgesehen von der Getränkewahl total amerikanisch und die Geschichte fühlte sich deshalb zu Recht so gewöhnlich an. (Allerdings muss ich zugeben, dass verschiedene Rezensionen zeigen, dass englische Muttersprachler anhand der Sprache erkennen können, dass das Ganze auf Jamaika spielt - mir fehlt da definitiv das Gefühl für eventuelle sprachlichen Besonderheiten.)

Außerdem hatte ich ein Problem mit der Erzählweise. Dass die Perspektive von Kapitel zu Kapitel wechselt und man die Handlung sowohl aus der Sicht des männlichen Protagonisten als auch aus Sicht der weiblichen Hauptfigur erzählt bekommt, ist eigentlich normal. Dass das Ganze aber jeweils in der Ich-Perspektive passiert, fand ich allerdings irritierend. Überhaupt hatte ich ein Problem mit den drei Protagonisten: Matthias, der Tierarzt, Toni, die geschiedene Mutter, und Jade, ihre zuckersüße fünfjährige Tochter, die angeblich so unter der - vor über zwei Jahren erfolgten - Trennung der Eltern gelitten hat. Toni und Matthias waren vor achtzehn Jahren auf der gleichen Schule und hatten ein Date, bei dem es zu einem unglücklichen Missverständnis kam. Als er sie nun wiedersieht, weil sie mit einem streunenden Welpen, von dem ihre Tochter befürchtet, dass Toni ihn angefahren hat, in seine Tierarztpraxis kommt, beschließt er, dass er alles dafür tun will, damit er sie nicht aus den Augen verliert.

Also drückt er dieser Frau, die definitiv keinen Hund möchte, keine Hundeerfahrung hat und die sich bis zum Schluss der Geschichte nicht mal von ihrer Tochter umarmen lassen mag, nachdem diese mit dem Hund gespielt hat, weil sie ja Hundehaare auf ihre Kleidung bekommen könnte, das Tier in den Arm und lügt sie kurz darauf noch an, als sie wissen will, ob sich jemand gemeldet hat, der den Welpen vermisst. Seine einzigen Entschuldigungen sind: 1. Er will schließlich Toni wiedersehen und das geht nur, wenn er weiterhin ihren Hund versorgen darf, und 2. Jade hat sich ja schon so in den Welpen verliebt. Natürlich verliebt sich eine Fünfjährige in einen Welpen, aber wenn die Mutter nicht bereit ist, sich mit dem Tier abzugeben und ein so junger Hund den ganzen Tag allein auf der Veranda leben muss, dann sollte ein Tierarzt ernsthaft darüber nachdenken, ob er da richtig handelt.

Erschreckenderweise ist Matthias trotzdem noch der sympathischere Teil des potenziellen Pärchens, denn Toni will sich nach ihrer Scheidung (von der mir die Autorin nicht klarmachen konnte, warum die so schrecklich war, abgesehen davon, dass der Ex-Mann sich seit dem Ende der Ehe für nichts mehr verantwortlich fühlt) auf keinen Mann mehr einlassen, Toni hat angeblich ganz schreckliche finanzielle Sorgen (auch in der Beziehung kann ich ihre Handlung nicht nachvollziehen, denn ein Teil der Sorgen resultiert daraus, dass sie unbedingt das gemeinsame Haus behalten will und nun alleine Schwierigkeiten bei der Abzahlung des Kredits hat, obwohl sie einen gut bezahlten Job hat). Und obwohl ihre Tochter ihr angeblich über alles geht, macht sie sich meiner Meinung nach zu viele Gedanken über Äußerlichkeiten und Erziehungsprinzipien und weniger um das Wohlergehen des Mädchens. Jade selber ist hingegen erwartbar süß, süß und niedlich und sooo weise für ihr Alter - und unterscheidet sich somit nicht sehr von vielen anderen Kindern in solchen Liebesromanen.

Am Ende der Geschichte gibt es noch einen (keineswegs überraschenden) dramatischen Moment, als Toni herausfindet, dass Matthias sie belogen hat. Dummerweise verweigert die Autorin dem Leser die auf den Streit folgende Entschuldigungs- und Erklärungsszene, und so bekommt man nur das "ich muss mit dir reden"-Telefonat des Tierarztes und ihre "nach einem ernsthaften Gespräch hängen wir nun knutschend auf dem Sofa"-Gedanken mit. Abgesehen davon, dass ich diesen Handlungsansatz eh bescheuert fand, hätte ich dann doch gern noch eine anständige Auflösung gehabt anstelle dieses Sprungs in der Handlung zum Happy End.

Vielleicht kommt nun bei dem einen oder anderen Leser die Frage auf, warum ich "The Vet's Christmas Pet" überhaupt beendet habe, aber da die Geschichte gerade mal 70 Seiten hatte und auch das Aufregen über eine bescheuerte Handlung und ebenso bescheuerte Figuren ablenkend sein kann, habe ich eben einfach weitergelesen und die Gelegenheit genutzt, mal wieder einen Verriss für den Blog schreiben zu können.

Freitag, 13. November 2015

Shandy



September 2000 - November 2015

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax Pursued (Hörbuch)

"Mrs. Pollifax Pursued" von Dorothy Gilman ist die elfte Geschichte rund um Mrs. Pollifax und der erste Titel, der für mich noch unbekannt war. Dabei ist die Ausgangssituation schon einmal sehr reizvoll, da Mrs. Pollifax dieses Mal nicht im Auftrag des CIA unterwegs ist, um einen eigentlich ganz harmlosen Job auszuführen, sondern es mit einem Eindringling in ihrem Haus zu tun bekommt. Genauer gesagt ist es die neunzehnjährige Kady, die sich zwei Tage lang unbemerkt von Emily Pollifax in ihrem Haus versteckt, weil sie von zwei unheimlichen Männern in einem weißen Lieferwagen verfolgt wird.

Der Lieferwagen war auch schon Mrs. Pollifax aufgefallen, die sich wunderte, dass dieses Fahrzeug (mit dem unübersehbaren Rechtschreibfehler in der Beschriftung) so häufig durch ihre ansonsten so ruhige Wohnsiedlung fährt. Kurz darauf befindet sich Emily gemeinsam mit Kady auf der Flucht und muss ihre Verbindungen zur CIA spielen lassen, um eine sichere Zuflucht für sich und die junge Frau zu finden. So landen die beiden bei einem Jahrmarkt - und mitten in den Ermittlungen rund um einen missglückten Mordanschlag.

Es hat sich etwas seltsam angefühlt eine Mrs.-Pollifax-Geschichte zu hören, bei der Emily Pollifax nicht im Auftrag der CIA aktiv wird, sondern durch einen ungewöhnlichen Zufall in eine seltsame Angelegenheit verwickelt wird. Für den Zuhörer steht natürlich von Anfang an fest, dass es eine Verbindung zwischen den diversen Ereignissen gibt, aber das macht es nur umso amüsanter, wenn man verfolgt wie Mrs. Pollifax auf der einen Seite und Mr. Carstairs von der CIA auf der anderen Seite herauszufinden versuchen, was gerade eigentlich los ist. Dabei fand ich es auch schön, dass Mr. Carstairs dieses Mal eine etwas größere Rolle in der Geschichte spielte.

Auch war es ungewöhnlich, dass Emily Pollifax dieses Mal keine fremde Kultur kennenlernt, was sonst für mich immer einen großen Reiz bei den Geschichten ausgemacht hat, sondern sich "nur" mit der ihr fremden Jahrmarktsgesellschaft aufeinandersetzen muss. Doch auch beim Aufeinandertreffen mit den Schaustellern sorgen Emilys Neugier und ihre Unvoreingenommenheit dafür, dass sie schnell ein Gefühl für das Leben auf dem Jahrmarkt bekommt. Ich muss gestehen, dass der Fall dieses Mal für mich eine besonders kleine Rolle gespielt hat, dafür habe ich es genossen wie Emily Pollifax und ihre neue Freundin Kady den Jahrmarkt erkundeten. Besonders Emilys Freude über Kadys neuen Job und ihre Art über all ihre Erlebnisse zu reden, wenn sie wieder einmal Kontakt mit Carstairs und seinem Assistenten Bishop hatte, fand ich wunderbar unterhaltsam.

Eine Mrs.-Pollifax-Geschichte ist für mich immer wie eine Heimkehr in ein gemütliches und heiteres Zuhause. Ich mag die Figuren, ich mag die Erzählweise und ich mag den Humor in den Geschichten und so habe ich "Mrs Pllifax Pursued" wieder sehr genossen, auch wenn ich zugeben muss, dass es nicht gerade der beste Teil der Serie ist. Ich freue mich darüber, dass der nächste Teil anscheinend die direkte Fortsetzung dieses Hörbuchs ist und dass ich so eine Menge sympathischer Charaktere wiedertreffen werde - und das dann sogar in Afrika!

Noch ein kurzes Wort zur Sprecherin: Dass Barbara Rosenblat ihr Geschäft versteht, sollte ich in all den Rezensionen eigentlich schon genügend erwähnt haben. Auch dieses Mal mochte ich ihre Art die Handlung zu lesen sehr, obwohl mir auch nach einer etwas längeren Hörpause wieder aufgefallen ist, dass bestimmte Typen bei ihr immer sehr ähnlich klingen. Aber es ist eben nicht ganz einfach den unterschiedlichen Akzenten gerecht zu werden, wenn eine Autorin so viele verschiedene kulturelle Hintergründe für ihre Figuren verwendet. ;)

Mittwoch, 11. November 2015

Arianas Adventslesen ...

 ... oder genauer gesagt Arianas "Advent, Advent ... Vorweihnachts-Lesewochen". Ich zitiere mal einen Teil von Arianas Ankündigungsbeitrag:
"Wie schon im letzten und vorletzten Jahr wird es bei mir auch dieses Jahr wieder die Aktion “Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen” geben. Ich möchte wieder bewusst dem üblichen Jahresend-Stress in der Vorweihnachtszeit gegensteuern, versuchen, in der “staaden Zeit” ein wenig zur Ruhe zu kommen, und mich mit passender Literatur und passenden Unternehmungen auf Weihnachten einstimmen – damit ich nicht erst an Heiligabend merke, dass Advent war und Weihnachten ist. Und natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn sich mir dabei wieder ein paar Leute anschließen möchten.
Wie sieht die Aktion konkret aus?
Die Vorweihnachts-Lesewochen gehen vom ersten Adventswochenende (also vom 28.11.) bis Weihnachten. Wie schon in den letzten Jahren entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete (Lese-)Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion."
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Ich versuche grundsätzlich die letzten Wochen des Jahres so gemütlich wie möglich zu verbringen - und in diesem Jahr sollte das auch klappen, da ich (soweit ich das bislang sagen kann) keine dringenden Verpflichtungen oder Termine habe und mir die Zeit frei einteilen kann. Was meine Lektüre für das Adventslesen angeht, so habe ich noch ein paar Märchen und märchenhafte Bücher auf dem SuB und werde noch einmal schauen, ob ich wieder eine nett klingende Weihnachtsgeschichte für meinen eReader finde. Ich habe gerade das Bedürfnis nach etwas Kitsch - da sollte sich doch was auftreiben lassen. Ansonsten gibt es da ja immer noch den "Krampus" auf meinem SuB ...  Auf jeden Fall wird es an den Adventswochenenden einen Post von mir geben, in dem ich über das (in der Woche) Gelesene plaudern werde. Die Beiträge werden nicht so ausführlich wie beim Herbstlesen, aber ich freu mich schon auf die Möglichkeit zum Austauschen mit den anderen Teilnehmern.

Montag, 9. November 2015

Mira Grant: Feed (The Newsflesh Trilogy 1)

Ich hätte wissen müssen, dass Seanan McGuire keine "normale Zombiegeschichte" schreiben würde und trotzdem bin ich um "Feed" (veröffentlicht unter dem Pseudonym Mira Grant) schon eine ganze Weile herumgeschlichen, weil Zombies eigentlich so gar nicht mein Ding sind. Aber "Feed" ist genau genommen keine Zombiegeschichte (zumindest nicht in "Splatterfilm"-Tradition, die mir als erstes in den Sinn kommt) , "Feed" ist eine solide und überzeugende Auseinandersetzung mit der Frage, was passiert, wenn moderne Heilmittel "unvorhersehbare Nebenwirkungen" haben, und was mit einer Gesellschaft geschieht, die sich einer Bedrohung ausgesetzt sieht, die so sehr von innen kommt, wie man es sich nur vorstellen kann. Außerdem beschäftigt sich "Feed" mit Politik, mit journalistischer Ethik und mit so vielen anderen Themen, dass ich immer wieder fasziniert davon war, wie die Autorin diese Elemente aufgegriffen und betrachtet hat.

Die Handlung wird in "Feed" von Georgia "George" Mason erzählt, eine der vielen Waisen, die nach dem Ausbruch der Infektion, aufgewachsen ist. Die Infektion ist übrigens durch das unglückliche Zusammenspiel zweier Heilmittel (eines gegen Krebs, eines gegen Grippe) entstanden und sorgt dafür, dass Säugetiere ab einer bestimmten Körpermasse nach ihrem Tod (oder durch "normales" Ausbrechen der Infektion oder durch die Übertragung durch Körperflüssigkeiten) zu Zombies oder zumindest zu Überträgern der aktiven Infektion werden können. Die Tatsache, dass jeder das Virus passiv in sich trägt, führt zu einer besondere Brisanz, denn egal wie sehr sich die Menschen vorsehen, es gibt keine absolute Sicherheit.

Trotzdem haben die Menschen 30 Jahre nach Ausbruch dieser Seuche zu einer gewissen Normalität gefunden. Die Gesellschaft hat sich in manchen Bereichen radikal geändert, so sind gesellschaftliche Ereignisse, bei denen man aus dem Haus geht und mit anderen Menschen zusammentrifft selten geworden, Blogger haben einen gewissen Status erlangt, da sie direkt nach dem Auftauchen der ersten Zombies die einzigen waren, die diese absurd wirkende Situation ernsthaft behandelt haben, Bluttest gehören zum Alltag, ebenso wie die Tatsache, dass man jederzeit damit rechnen muss einen geliebten Menschen zu verlieren.

George, ihr Adoptivbruder Shaun und ihre Kollegin Georgette (genannt "Buffy") gehören zu den Bloggern, die sich mit ihrer Seite in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet habe. George ist für die sachlichen und informativen Artikel zuständig, Shaun für die Action (er fährt mit Vorliebe in gefährdete Gebiete und setzt sich mit dem dortigen Zombiebefall auseinander), während Buffy für die Technik und Romantik (Geschichten und Gedichte) zuständig ist. Ihr Ruf ist inzwischen so gut, dass sie eingeladen werden die Präsidentschaftskandidatur von Senator Peter Ryman zu begleiten und darüber zu berichten. Dieses Setting bietet der Autorin nicht nur eine gute Gelegenheit kritisch mit dem politischen Moloch (nicht nur in den USA) umzugehen, sondern auch eine gute Spur Thriller in die Handlung einzubauen, nachdem es schon recht früh während der Wahlkampfkampagne zu einem Anschlag auf den Kandidaten und sein Team kommt.

Ich mag es, wie sachlich der Ton in der Geschichte zum Großteil ist. Es gibt auch sehr berührende oder amüsante Momente, aber George erzählt von dem Erlebten in der Regel in dem gleichen Tonfall, in dem auch ihre Artikel gehalten werden, so dass viele Passagen informativ, wissenschaftlich und so objektiv beobachtend wie möglich erzählt werden. Das bedeutet nicht, dass George ohne Gefühle wäre, sie nutzt ihre journalistische Sicht eindeutig, um sich abzuschirmen und zu beschützen, aber eben auch, um die bestmögliche Arbeit abzuliefern, die sie leisten kann.

Dieser Ton hat bei mir dazu geführt, dass ich das Buch relativ langsam gelesen haben. Auf der einen Seite fand ich es spannend die verschiedenen Entwicklungen zu verfolgen und die Hintergründe der dargestellten Welt zu entdecken, auf der anderen Seite musste ich mir auch etwas Zeit nehmen, um all diese Informationen zu verarbeiten (und mir immer wieder vorzustellen, wie nah unsere Realität an der von George und ihrem Team ist). Und gerade weil der Grundton sachlich mit einem Spritzer Sarkasmus und Freundschaft ist, fand ich die Geschichte besonders berührend. Denn irgendwann reicht dieser sachliche Filter nicht mehr aus, um den Leser von den Ereignissen abzuschirmen, und ab einem bestimmten Punkt in der Handlung schaffen es selbst die besten Journalisten nicht mehr objektiv von dem Geschehenen zu berichten - und ab diesem Zeitpunkt konnte ich meine Tränen gar nicht schnell genug wegblinzeln, um die nächsten Sätze zu lesen.

Wenn eine Geschichte mir am Ende das Gefühl gibt, ich habe eine emotionale Achterbahn mit lauter sympathischen und realistisch gestalteten Charakteren hinter mir, und dazu bekomme ich mit der Handlung noch lauter Informationen, Ideen und Details geliefert, die auf erschreckend stimmige Weise unsere Realität aufgreifen und weiterdenken, dann ist irgendwie alles gut, egal, ob es bei einer "Zombiegeschichte" ein Happy End geben kann oder nicht ...

Samstag, 7. November 2015

Leseeindrücke im September und Oktober

"Wer im Dunklen bleibt" von Deborah Crombie ist schon der sechzehnte Roman rund um die beiden Ermittler Duncan Kincaid und Gemma James und bietet gewohnt-qualitative Krimikost. Ich mag die Figuren, ich mag dieses Gefühl von Realismus, das mir die Serie vermittelt, und ich mag wie die Fälle aufgebaut sind und erzählt werden. Mit den Titeln werde ich mich allerdings nie anfreunden, ich kann daran nie sagen, welcher Band welcher ist und worum es darin geht. Irgendwann muss ich einmal ausführlicher über die Reihe schreiben, hier möchte ich nur kurz festhalten, dass es mir gut gefällt, wie abwechslungsreich die Fälle sind und wie sich die Charaktere im Laufe der Zeit entwickelt haben. Bei einigen Rezensionen wird kritisiert, dass der Roman mehr "Familiengeschichte" als Kriminalfall wäre, aber für mich fühlt sich das stimmig an. Wenn eine Reihe schon so lange läuft und im Laufe der Zeit immer mehr Figuren hinzukommen, muss diesen Charakteren eben auch immer wieder Raum in der Geschichte zugesprochen werden. Ebenso finde ich es gut, dass manchmal die Polizeiarbeit unter den aktuellen Familienereignissen leidet oder die Arbeit - zumindest in Gedanken - mit nach Hause genommen wird. Gemma und Duncan sind eben zwei ganz normale Menschen, mit mehr oder weniger normalen Problemen, die einem herausfordernden Job nachgehen, und genau das lese ich gern.

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"Ein Gentleman für Mma Ramotswe" von Alexander McCall Smith musste ich mir aus der Bibliothek aus leihen, nachdem ich "Ein Krokodil für Mma Ramotswe" schon so unterhaltsam fand. Im Prinzip lässt sich alles, was ich zum ersten Band gesagt habe, hier wiederholen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass im zweiten Band weniger Fälle eine kritische Entscheidung von Mma Ramotswe verlangen. Aber es kann sein, dass mir das nur so vorkam, weil ich diese Art von Wendung am Ende einer Episode schon erwartet habe. Schön fand ich es auf jeden Fall wie es mit der Beziehung zwischen ihr und ihrem Verlobten weiterging und welche Gedanken sich die beiden über ihr zukünftiges Zusammenleben gemacht haben. Die Mma-Ramotswe-Romane sind auf jeden Fall unterhaltsame Wohfühllektüre und werden von mir auch in Zukunft immer mal wieder aus der Bibliothek mitgenommen - zum Glück gibt es davon dort noch einige Bände, wenn auch leider nicht in meiner Zweigstelle.

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"Das Nebelhaus" von Eric Berg hatte ich aufgrund von Neyashas Rezension zum Hörbuch aus der Bibliothek ausgeliehen - und dann habe ich das Buch monatelang immer wieder unterbrochen, weil ich die Protagonisten so schrecklich fand und gar nicht wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht. Im Gegensatz zu Neyasha war es mir sogar egal, wer von den Beteiligten am Ende der Geschichte ermordet worden war. Allerdings konnte ich den Roman auch nicht vollständig abbrechen, sondern habe ihn zwischendurch dann doch wieder in die Hand genommen - auch weil ich wissen wollte, was andere Leser daran so fasziniert hat. Vielleicht hätte mir die Geschichte vorgelesen von zwei guten Sprechern besser gefallen, so hatte ich aufgrund meiner Abneigung gegenüber (so gut wie allen) vorkommenden Charakteren wirklich ein Problem mit dem Roman.

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Mit gerade mal 120 Seiten würde ich das eBook "Snow White and Rose Red - The Curse of the Huntsman" von Lilly Fang als eine "Novelette" bezeichnen, was auch dafür sorgte, dass die Geschichte gerade mal für einen Wartezimmeraufenthalt reichte. Dafür war die Handlung aber so hübsch erzählt, dass ich mich trotz der unangenehmen Umgebung gut unterhalten fühlte. Lilly Fang siedelt die Geschichte rund um die beiden Schwestern in einem kleinen Dorf inmitten eines verwunschenen Waldes an. Die Ansiedlung überlebt an diesem entlegenen Ort nur aufgrund der einzigartigen Rosen, die das Dorf umgeben und aus denen so exquisite Produkte hergestellt werden, dass einmal im Jahr Besucher den Weg durch den Wald wagen, um diese Waren zu erstehen. Während die ältere Schwester Snow das hübscheste Mädchen im Dorf ist (und ihr Aussehen als Fluch empfindet), ist die jüngere Rose regelmäßig neidisch auf all die Aufmerksamkeit, die ihre Schwester bekommt. Trotzdem sind sich die beiden Schwestern nah und kümmern sich gut umeinander - was besonders wichtig wird, als Fremde zum jährlichen Rosenfest kommen, während Monster die Bewohner des Dorfes bedrohen. Doch, das war eine besonders nette Variante dieses Märchens, vor allem, weil ich der Autorin die Figuren und ihre Motive abnahm und weil sie Elemente anderer Märchen so in ihre Geschichte verwoben hat, dass sie gleichzeitig vertraut und überraschend wirkten. Ich werde mir bestimmt auch noch die Fortsetzung zulegen.

Donnerstag, 5. November 2015

Marissa Doyle: Courtship and Curses

"Courtship and Curses" von Marissa Doyle wird anscheinend in der Regel als dritter Roman rund um die "Leland Sisters" angeführt. Da die Geschichte aber einige Jahre früher (1815 statt 1837) spielt und die einzige Gemeinsamkeit die Figur der Lady Parthenope besteht, die später einmal die Mutter der Leland-Geschwister sein wird, sehe ich das Buch nicht als Fortsetzung der Reihe an. "Courtship and Curses" dreht sich um die achtzehnjährige Lady Sophie Rosier, die kurz vor ihrer Einführung in die Londoner Gesellschaft steht. Schon seit Jahren freut sich Sophie auf diesen Moment, hat ihre Mutter ihr doch von klein auf von der Saison in London vorgeschwärmt und sie mit Hilfe eines extra engagierten Tanzlehrers auf diese Zeit vorbereitet.

Doch dann starben Sophies Mutter und ihre kleine Schwester vor zwei Jahren an einer schweren Erkrankung, die auch Sophie befallen hatte. Das Mädchen hat zwar überlebt, aber seitdem ist ihr eines Bein schwächer und verdreht, so dass sie nur noch mit Hilfe und einem unübersehbaren Hinken laufen kann - und an Tanzen ist mit dem Bein gar nicht erst zu denken. Trotzdem ist Sophie wild entschlossen die Saison zu genießen, auch wenn es immer wieder Momente gibt, in denen sie sich leid tut oder in denen sie mit den Menschen in ihrer Umgebung hadert, weil sie sie behandeln, als wäre nicht nur ihr Bein behindert. Einzig in der Gesellschaft von Madame Amélie Carswell fühlt sie sich wohl, und so ist es ein Glück, dass die Französin, die mit dem besten Freund von Sophies Vater verheiratet war, für einige Zeit als Gast in ihrem Haushalt lebt.

Für Sophie bietet die Saison einige Herausforderungen, die unabhängig von ihrer körperlichen Verfassung entstehen. So vermisst sie nicht nur ihrer Mutter und wünscht sich, ihr Vater würde weniger Zeit im Kriegsministerium, für das er arbeitet, verbringen, sondern sie muss sich auch mit ihren beiden wohlwollenden Tanten auseinandersetzen, die ganz eigene Vorstellungen davon haben, wie ihre Nichte sich zu benehmen und auszusehen hat. Zum Glück findet Sophie schon auf ihrem ersten Ball mit Lady Parthenope eine gute Freundin, die ihr (inklusive spitzer Zunge und Hauspapagei) bei all den Abenteuern in den nächsten Wochen zur Seite steht.

Die impulsive Parthenope bringt frischen Wind in die Geschichte, während Sophie sich immer wieder bemüht die Freundin etwas zu zügeln, ohne dass sie dabei langweilig wirkt. Schließlich ist den beiden Freundinnen schon früh bewusst, dass etwas Seltsames vorgeht. Sie haben sogar den Verdacht, dass es jemand auf das Leben der Mitglieder des Kriegsministeriums abgesehen hat - was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass der Krieg gegen Frankreich gerade wieder aufgenommen wurde. So besteht der "magische" Anteil der Geschichte vor allem darin, dass Sophie, die vor ihrer Erkrankung zaubern konnte, an den Schauplätzen der diversen "Unfälle" den Einfluss von Magie spürt. Aber sie kann niemanden davon erzählen, schließlich weiß nicht einmal ihr Vater darüber Bescheid, dass diese Begabung in der Familie ihrer Mutter vorkommt.

Ich fand es wirklich hübsch gemacht, wie sehr der Fokus der Geschichte auf Sophie und ihren - eigentlich ganz normalen - Schwierigkeiten bei ihrer Einführung in die Gesellschaft liegt und wie sehr ihre Freundschaft mit Parthenope thematisiert wird. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte in diesem Roman, wobei der betreffende junge Herr sich - auch wenn er sonst für sein diplomatisches Geschick bekannt ist - recht unbeholfen anstellt, so dass Sophie lange Zeit nicht weiß, ob er sie wirklich mag oder nur Mitleid mit ihr hat. Trotzdem fand ich diese Passagen nicht peinlich, gerade weil Parthenope, die seine Cousine ist, mit ihrer spitzen Zunge immer wieder für erfrischende Szenen sorgt.

Was den "Krimianteil" angeht, so ist es schon recht offensichtlich gewesen, wer hinter den verschiedenen Anschlägen steckt. Aber ich muss zugeben, dass ich trotzdem den Großteil der Geschichte gehofft hatte, die Autorin würde noch irgendeine Wendung einbauen, die für eine der beteiligten Personen ein Happy End bringen würde. Insgesamt hat mir "Courtship and Curses" noch besser gefallen als "Bewitching Season" was unter anderem an den wunderbaren Dialogen mit Parthenope lag und daran, dass mir Sophie als Charakter noch ein bisschen mehr lag als Persy. Außerdem muss man einfach einen Roman mögen, in dem Lord Wellington eine verängstigte junge Frau zusammenstaucht. ;)

Dienstag, 3. November 2015

Sachbuch-Challenge: Ein Anstupser!

Nur noch knapp zwei Monate bis zum Ende der Sachbuch-Challenge und somit wieder Zeit für einen kleinen Anstupser! Ich hatte das Gefühl, dass wir alle nach dem kleinen Zwischenspurt zum Erreichen des Halbzeitziels relativ brav weiter gemacht haben - nur um dann den Sommer über lieber zu anderer Lektüre zu greifen. ;) Die Liste spricht aber eine etwas andere Sprache und sei es nur, weil ihr vielleicht eure Übersichtsseiten nicht aktualisiert habt. Bevor es also Ende Dezember zu anstrengend wird, wird es wohl Zeit einen Blick auf die Liste der gelesenen und rezensierten Bücher zu werfen und zu überlegen, welche Rezensionen vielleicht noch auf eine Veröffentlichung warten oder welche Titel noch (zuende) gelesen werden könnten.

Ich hoffe, ihr habt weiterhin Spaß mit euren Sachbüchern (und der Challenge). Auf jeden Fall habe ich den Eindruck, dass inzwischen auf dem einen oder anderen Blog häufiger mal eine Sachbuchneuanschaffung oder -besprechung auftaucht und das finde ich sehr erfreulich. Obwohl es dazu führt, dass meine Merkliste so langsam überquilt, die Bibliothek lauter Vormerkungen von mir bekommt (wobei ich die Ausleihen dann in den letzten Wochen prompt nicht gelesen habe, weil die Themen zu kompliziert für meine aktuelle Lesestimmung waren) und ich immer wieder auch an anderen Stellen nach potentiellen Leihtiteln schaue. ;)





Aktueller Stand (vom 02.11.2015):


A.Disia (Variante A)
  1. Adam Fletcher: Wie man Deutscher wird in 50 einfachen Schritten/How to be German 144 S.
  2. Lucinde Hutzenlaub: Hallo Japan - Familie Hutzenlaub wandert aus 288 S.
  3. Dr. Angela Fetzner: Matcha - Gesundheitswunder aus Japan oder teurer Trendtee 100 S.
  4. Linda Seger: Creating Unforgettable Charakters - Practical Guide to Character Development in Films, TV Series, Advertisments, Novels and Short Stories 256 S. 
  5. Ulrich Siegrist und Martin Luitjens: 30 Minuten Resilienz 96 S.
Ariana (Variante A)
  1. Denis O'Connor: Paw Tracks in the Moonlight 226 S.
  2. Steven Gilbar: Bibliomania - Es lebe das Buch! 160 S.
  3. Mark Benecke: Dem Täter auf der Spur - So arbeitet die moderne Kriminalbiologie 335 S.
  4. Marie Kondo: Magic Cleaning - Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert 224 S.
  5. Rik Smits: Linkshänder - Geschichten, Geschick, Begabung 238 S.
BücherFähe (Variante A)
  1. Steven Gilbar: Bibliomania - Ein listenreiches Buch über Bücher 154 S.
  2. Denise Zintgraff: Die Frau aus Tausendundeiner Nacht - Mein Leben in einem Harem 283 S.
  3. Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  4. Hans-Dieter Otto: Unser König ist wahnsinnig! Verrückte Herrscher von Caligula bis König Ludwig II 256 S.
  5. Hermann und Georg Schreiber: Geheimbünde von der Antike bis zur Gegenwart (Mafia - Camorra - Ku-Klux-Klan - Freimaurer und viele andere) 283 S.
  6. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike 208 S.
  7. Lesley und Roy Atkins: Die Römer - Kultur und Mythen 123 S. 
cat/Sam (Variante A)
  1. Daniel Kehlmann: Wo ist Carlos Montúfar? 160 S.
  2. Leonard Mlodinow: Euclid's Window - The Story of Geometry from Parallel Lines to Hyperspace 320 S.
  3. Malala Yousafzai mit Christina Lamb: Ich bin Malala 432 S.
  4. Daniel Pennac: Wie ein Roman 197 S.
  5. Valerie Lawson: Mary Poppins, she wrote - The Life of P.L. Travers 416 S.
  6. Marjane Satrapi: Persepolis 160 S.
  7. Juli Zeh: Die Stille ist ein Geräusch - Eine Reise durch Bosnien 264 S.
DieJai (Variante A oder B)
  1. Misha Anouk: Goodbye, Jehova - Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ 544 S.
  2. Julia Korbik: Stand up - Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene 416 S.
  3. Jürgen Becker: Religion ist, wenn man trotzdem stirbt 174 S.
  4. Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg 344 S.
  5. Cheryl Strayed: Der große Trip - Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst 448 S.
glencombscille (Variante A)
  1. Dominic Wallmann und Ben Newman: Professor Astrokatz 32 S.
  2. Margot Käßmann: Das Zeitliche segnen - Voller Hoffnung leben, in Frieden sterben 222 S.
  3. Martina Rosenberg: Mutter, wann stirbst du endlich? - Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird 256 S.
  4. Yvonne Hofstetter: Sie wissen alles 352 S.
  5. Jutta Jacobi: Die Schnitzlers - Eine Familiengeschichte 304 S.
  6. Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance - Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität 385 S. 
  7. Peter Teuschel: Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte
Hermia (Variante A oder B)
  1. Wolfgang Putz und Beate Steldinger: Patientenrechte am Ende des Lebens 320 S.
  2. Amanda Adams: Scherben bringen Glück - Pionierinnen der Archäologie 240 S.
  3. Bill Bryson: Frühstück mit Kängurus - Australische Abenteuer (Hörbuch) 416 S.
  4. Michael Prang: Alternativmedizin - Was sie leistet - Wann sie schadet 256 S.
  5. Matthew Goodman: In 72 Tagen um die Welt - Wie sich zwei rasende Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten 720 S.
  6. Mark Salisbury: Tim Burton - Der melancholische Magier 348 S.
  7. Simon Winchester: Der Atlantik - Biografie eines Ozeans 528 S.
  8. Haruki Murakami: Untergrundkrieg - Der Anschlag von Tokio
  9. Thomas Jeier: Die ersten Amerikaner - Eine Geschichte der Indianer
  10. Kristín Steinsdóttir: Leben im Fisch - Kristín Steinsdóttir erzählt das Island ihrer Kindheit
  11. Barbara Sichtermann: 50 Klassiker - Frauen
Natira (Variante A)
  1. Fred Bruemmer: Mein Leben mit den Inuit - Reisen zwischen Grönland und Alaska 173 S.
  2. David Bergmann: Der, die, was? Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth 212 S.
  3. John Vaillant: Der Tiger 448 S.
  4. Amanda Palmer: The Art of Asking - How I Learned to Stop Worrying and Let People Help 352 S.
  5. Barbara Sichtermann und Ingo Rose: Frauen einfach genial - 14 Erfinderinnen, die unsere Welt verändert haben (Hörbuch) 128 S.
  6. Christiane Kohl: Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945 - Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen 256 S. 
  7. Mark Rowlands: The Philosopher and the Wolf: Lessons from the Wild on Love, Death and Happiness 256 S.
  8. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel - Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge 373 S.
  9. Farley Mowat: Ein Sommer mit Wölfen 192 S.
  10. Scott Lillie: Tents, Tortoises and Tailgates - My Life as a Wildlife Biologist 144 S.
  11. Louise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land - Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort 144 S. 
  12. Ivan Bargna: Afrika - Kunst und Architektur 72 S.
  13. Ewald Weber: Das kleine Buch der botanischen Wunder 171 S.
  14. Anna Lindsey: Im Dunklen - Mein Leben ohne Licht 257 S.
  15. Henry Keazor: Täuschend echt! Eine Geschichte der Kunstfälschung 224 S.
  16. Véronique Poulain: Worte, die man mir nicht sagt - Mein Leben mit gehörlosen Eltern 160 S. 
  17. Sabine Bode: Die vergessene Generation - Kriegskinder brechen ihr Schweigen 304 S.
  18. Marc Baumann: Richter Ahnungslos - Wie ich unfreiwillig Schöffe wurde und was ich dabei über Recht und Unrecht gelernt habe 160 S.
Neyasha (Variante A oder B)
  1. Karl-Wilhelm Weeber: Baden, spielen, lachen - Wie die Römer ihre Freizeit verbrachten 152 S.
  2. Robyn Davidson: Tracks 280 S.
  3. 3 Kurzrezensionen zu Balkonratgebern (Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten; Karl Ploberger: Die schönsten Balkone und Terrassen für intelligente Faule; Ursula Braun-Bernhart: Balkon und Terrasse - 280 Pflanzen im Porträt insgesamt 456 S.
  4. Matthew Goodman: In 72 Tagen um die Welt - Wie sich zwei rasende Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten 721 S.
  5. Jo Walton: What Makes This Book So Great? 448 S.
  6. Alfred Lansing: 635 Tage im Eis - Die Shakelton-Expedition (Hörbuch) 320 S.
  7. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike 208 S.
Sarah (Variante A)
  1. Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  2. Heinrich Böll: Irisches Tagebuch 195 S.
  3. Ursus Wehrli: Kunst aufräumen 48 S.
  4. Cliffs Note on Uncle Tom's Cabin 122 S.
  5. Ulrich Strunz: Wunder der Heilung: Neue Wege zur Gesundheit - Kenntnisse und Erfahrungen 223 S.
Sayuri (Variante B)
  1. Cheryl Strayed: Der große Trip - Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst 448 S.
  2. Giulia Enders: Darm mit Charme - Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  3. Heike Dorsch: Blauwasserleben - Eine Weltumseglung, die zum Albtraum wurde 272 S. 
  4. Anne Stevenson: Sylvia Plath - Eine Biografie 656 S.
  5. Harriet Brown: Brave Eating Girl 256 S.
Winterkatze (Variante A)
  1. Frank Patalong: Der viktorianische Vibrator - Törichte bis tödliche Erfindungen aus dem Zeitalter der Technik 288 S.
  2. Patricia C. Wrede: Wrede on Writing - Tips, Hints and Opinions on Writing 246 S.
  3. Jan Gehl: Städte für Menschen 304 S.
  4. Judith Flanders: The Making of Home - The 500-year story of how our houses became homes 368 S.
  5. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel - Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge 373 S.
  6. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land - Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort 144 S.
  7. Simon Winchester: Der Atlantik - Biografie eines Ozeans 528 S.
  8. Ivan Bargna: Afrika - Kunst und Architektur 72 S.
  9. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare 272 S.
Wörterkatze (Variante A oder B)
  1. Dian Fossey: Gorillas im Nebel - Mein Leben mit den sanften Riesen 415 S.
  2. Christine Brügge: Und dann kam Luna 256 S.
  3. Barbara Tuchmann: August 1914 528 S.
  4. Randy Pausch (mit Jeffrey Zaslow): Last Lecture - Die Lehren meines Lebens 240 S.
  5. Jon Spence: Geliebte Jane - Die Geschichte der Jane Austen 379 S.

Sonntag, 1. November 2015

Herbstlesen im Oktober (10): Die Halloween-Variante

Gestern ist es ja schon etwas später geworden - ich bin gespannt, wie lange ich heute durchhalte, bevor eine Runde Sofaschlaf fällig wird. ;)

Dafür habe ich am Samstag nicht nur "Jack Flint und der Dämon der Schlangen" von Joe Donnelly, sondern auch mehr als die Hälfte von "Jack Flint und der Raub der Kupferschriften" gelesen. Außerdem habe ich einige Zeit mit dem DS verbracht und es mir überhaupt recht gut gehen lassen. :) Ich bin fest entschlossen, es heute genauso zu halten - und fange deshalb (sobald ich die Augen weit genug aufbekomme) mit meinem Buch an.

Jack und seine Freunde halten sich gerade in der Burg des bösen Zauberers Bodron auf. So langsam kann ich nicht mehr so viel schreiben, ohne zu spoilern, aber ich kann verraten, dass sie sich mit sehr viel unheimlicher Illusionsmagie herumschlagen müssen, was dazu führt, dass ich vermutlich noch einige sehr halloweenmäßige Szenen vor mir habe. ;)


Die heutigen Mitleser werden wie immer am Ende des Beitrags verlinkt, diejenigen, die gestern schon einen Post fürs ganze Wochenende verfasst haben, habe ich schon aufgeführt und nun bleibt mir nur noch uns allen einen schönen letzten Herbstlesetag zu wünschen! Ich hoffe, ihr habt unterhaltsame (und vielleicht sogar angemessen gruselige) Bücher bei der Hand und verbring einen erholsamen Tag! :)



Update 10:30 Uhr

Seit meinem ersten Lebenszeichen heute morgen war ich überraschend fleißig. Die drei Körbe voller Wäsche von gestern sind verstaut, die Küche ist aufgeräumt, die Spülmaschine ausgeräumt und ich habe ein paar Bücherstapel ... umgestapelt. *g* Leider hat in der Zwischenzeit meine Kerze ihr Leben ausgehaucht und ich musste feststellen, dass ich gerade keine Balkonkerze habe, die ich "umtopfen" kann, weil bei der Nachbarschaftsparty meine beiden Windlichter ausgebrannt sind. Normalerweise brenne ich meine Kerzen nämlich in den großen Windlichtern auf dem Balkon an - und wenn sie die passende Größe haben, wandern sie in das Windlicht im Wohnzimmer.

Außerdem habe ich "Jack Flint und der Raub der Kupferschriften" beendet und bin immer noch zufrieden mit der Trilogie. Der letzte Band ist zwar im Prinzip ein schnelles Zusteuern auf die endgültige Auseinandersetzung mit dem Bösen plus einem ausführlichen Endkampf, aber das passte schon. Einzig eine Sache am Ende der Geschichte war mir persönlich von dem Autor etwas zu harmoniesüchtig aufgelöst worden, da hätte ich mit ein bisschen mehr Tragik leben können. Aber es ist nun mal ein Jugendbuch und mir stieg bei den Szenen trotzdem ein Tränchen der Rührung in die Augen. ;)


Beim Frühstück - genau genommen beim Blick in die Espresso-Dose - ging mir durch den Kopf, dass ich inzwischen doch erstaunlich regelmäßig Milchkaffee trinke. Normalen Kaffee mag ich eigentlich nicht, Milchkaffee war früher so "ganz okay", wenn ich großzügig Zucker reingetan habe, und ich habe ihn eigentlich nur getrunken, wenn ich mal wieder relativ knapp bei Kasse war und trotzdem mit meinen Freundinnen abends in die Kneipe gehen wollte. So ein großer Pott Milchkaffee hielt für einen noch einigermaßen finanzierbaren Preis den ganzen Abend und machte zur Not auch noch etwas satt. Inzwischen nehme ich weniger Zucker und mag meinen Milchkaffee ziemlich gerne ... ;)

Jetzt aber Frühstück und die ersten Zeilen von "Feed" - ich hoffe, das Buch ist mit Essen kompatibel. :D

Update 15:30 Uhr

Beim Frühstück habe ich dann doch keinen Blick mehr in "Feed" von Mira Grant (Seanan McGuire) geworfen, inzwischen sind aber doch die ersten Seiten gelesen. Wie eigentlich immer, wenn ich ein neues Buch von der Autorin anfange, fällt mir auf, dass ich ihre Erzählweise wirklich mag. George (Georgia Mason) erzählt recht sachlich (und mit trockenen Nebenbemerkungen) von dem Virus, der beim ersten Aufkommen im Jahr 2014 (mindestens) 32% der Weltbevölkerung vernichtet hat. Wer von dem Virus infiziert wird, wird zum Zombie - wobei das nicht so ganz stimmt, denn eigentlich trägt jeder den Virus in sich, aber es kann sein, dass man Glück hat und der Virus nicht ausbricht oder sich nur in relativ unbedeutenden Erkrankungen zeigt. Ich mag bislang die Protagonistin, ihren Bruder (wobei ich den im realen Leben sehr, sehr anstrengend fände) und ihre Mitarbeiterin "Buffy", aber vor allem mag ich wie Seanan McGuire ihre Zombie-geplagte Welt bislang aufgebaut hat. Momentan klingt das alles noch so stimmig und richtig - so gibt es gleich zu Beginn eine Erklärung wie die Welt bzw. Industrie und Landwirtschaft trotz der Zombieplage noch funktionieren können und wie der Alltag der meisten Menschen aussieht. Bei vielen Elementen merkt man deutlich, dass sie Biologin ist.


Shandy hat mir heute - wie es sich wohl für einen Halloween-Kater gehört - erst einmal einen gehörigen Schrecken eingejagt, als er vor dem Füttern nicht vom Bücherregal runterkam. Aber er wollte wohl nur etwas Aufmerksamkeit und krähte so lange, bis ich auf einen Tritt stieg und ihn gründlich durchgeschmust hatte. Gut geht es ihm zur Zeit nicht, aber er scheint es zu genießen, dass er deshalb häufiger seinen Dickkopf durchsetzen kann. Nach dem Füttern habe ich mir ein Beispiel an Baltimore genommen ...


... und habe tief und fest auf dem Sofa geschlafen, obwohl die Ju heute wieder sehr intensiv über der Stadt kreist und der Motorenlärm immer wieder in meine Träume eindrang. Dieses Nickerchen war nach der kurzen Nacht sehr erholsam, jetzt hoffe ich nur, dass ich heute Abend trotzdem einigermaßen passend wieder müde werde. Bevor ich wieder zu "Feed" greife, gibt es jetzt erst einmal einen halben Mini-Sandkuchen und Kekse, während ich schaue wie es den anderen Lesern bislang so ergangen ist. Ich hoffe, ihr habt Spaß mit dem, was ihr bislang so gemacht habt. :)


(Und dann ging mir irgendwann auf, dass es nicht reicht ein Update zu schreiben - ich sollte auch auf "Aktualisieren" klicken. ;))


Update 21:30 Uhr 

Sehr viel habe ich heute Abend nicht mehr gelesen, so langsam waren meine Augen dann doch etwas buchstabenmüde. Dafür habe ich mit dem DS gespielt, mit meinem Mann geschwatzt, an einem Text rumgetippt, Abendessen gekocht und danach mit meinem Mann "Perry Mason" geschaut und dabei gestrickt (die aktuellen Socken brauchen gar nicht mehr so lange, bis sie fertig sind). Die Serie finde ich gerade wirklich erholsam. Die Handlung wird ruhig erzählt, man kann mitermitteln (muss das aber nicht, wenn man sich nur beschallen lassen will) und die Fälle sind - auch wenn es immer auf die Gerichtsverhandlung und eine Überraschungsenthüllung durch den Anwalt hinausläuft - abwechslungsreich. :)
Kichererbsen-Spinat-Curry
Ich glaube nicht, dass ich den Beitrag heute noch einmal aktualisiere, denn jetzt gehe ich erst einmal einen Tee kochen für meinen Mann, dann versorge ich die Katzen und lassen den Tag noch ein bisschen ausklingen, bevor ich ins Bett falle.

Auf jeden Fall war es wieder schön mit euch diese Herbstlesen-Wochenenden zu verbringen. Manchmal brauche ich einfach diese Lese-und-Plauderwochenenden, um abzuschalten und mich von der Woche zu erholen, und in Gesellschaft macht das einfach mehr Spaß! Also vielen Dank, dass ihr mitgemacht habt! Ich hoffe, es hat euch ebenso gut getan wie mir! :)

*** 

 Heutige Mitleser:

Kiya
Hermia
BücherFähe
Mila
Elena
Natira
Alysande (in den Kommentaren)

November-SuB 2015

Der Oktober war ein guter Lesemonat, auch wenn ich in der Woche (gefühlt) relativ wenig gelesen habe. Aber dafür gab es ja das Herbstlesen am Wochenende, was nicht nur dafür gesorgt hat, dass ich in der Woche regelmäßig Kurzgeschichten las, sondern auch dafür, dass ich häufig die Samstag angefangenen Bücher zu Wochenbeginn beenden konnte. So komme ich für den Oktober auf 14 Bücher (plus zwei Extra-Kurzgeschichten), 1 Manga und 1 Hörbuch.

Ich habe noch keine Ahnung, wie viel Zeit mir der November zum Lesen und Bloggen bringen wird, aber ich will endlich die letzte Sachbuch-Rezension für die Challenge schreiben und dann gibt es da noch ein paar Titel auf dem SuB, auf die ich im letzten Monat schon Lust hatte. Gezielt nehme ich mir das SuB-trahieren zwar nicht vor, aber ich hoffe, dass es genauso gut klappt wie in den vergangenen Monaten. Und wie immer liegen da noch ein paar Leihbücher, die ich eigentlich gern mal zurückgeben würde. Doch da ich für die meisten davon Ruhe und Konzentration benötige, weiß ich noch nicht, ob das in diesem Monat was wird.


Deutscher SuB:
  1. Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
  2. Tim Akers: Das Herz von Veridon
  3. Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
  4. Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
  5. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  7. Brom: Krampus
  8. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  9. Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
  10. Melissa Fairchild: Weltenwanderer
  11. Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
  12. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  13. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  14. Daniel Holbe: Giftspur
  15. John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
  16. Celine Kiernan: Schattenpfade
  17. Jessica Kremser: Frau Maier sieht Gespenster
  18. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  19. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  20. Bernd Perplies: Magierdämmerung - In den Abgrund
  21. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  22. Silvia Roth: Querschläger
  23. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  24. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  25. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  26. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  27. Charles den Tex: Die Zelle
  28. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  29. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  30. Elizabeth Woods: Caras Schatten
  31. Xinran: Gerettete Wort
  32. Xinran: Wolkentöchter
  33. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

32 Titel auf dem SuB


Englischer SuB:
  1. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  2. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  3. Sarah Rees Brennan: Unspoken
  4. Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
  5. Diana Pharaoh Francis: The Black Ship (Crosspointe Novel #2)
  6. Mira Grant: Feed
  7. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  8. Morgan Keyes: Darkbeast
  9. Lynn Kurland: Star of the Morning
  10. Anthony Minghella: Jim Henson's The Storyteller
  11. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
  12. Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
  13. Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
  14. Cindy Pon: Serpentine
  15. Philip Reeve: Larklight
  16. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  17. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  18. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
  19. Patricia C. Wrede: Snow White and Rose Red

12 Titel auf dem englischen SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)