Mittwoch, 27. September 2017

Charlotte MacLeod: A Pint of Murder (Hörbuch)

"A Pint of Murder" von Charlotte MacLeod ist der erste Teil der "Madoc und Janet Rhys"-Krimis, die die Autorin unter dem Pseudonym "Alisa Craig" verfasste. Ich muss gestehen, dass ich eine Weile um dieses Hörbuch herumgeschlichen bin, weil ich die Hörprobe dank des Sprechers William Dufris nicht so verlockend fand. Da mir aber diese Romane in meiner Charlotte-MacLeod-Sammlung fehlen und die Hörbücher die günstigste Variante sind, um an die Geschichten zu kommen, habe ich in den letzten Wochen dann doch zugeschlagen.

Die Handlung beginnt - wie so oft bei einem Charlotte-MacLeod-Krimi - mit einem relativ harmlos wirkenden Todesfall. Die alte Agatha Treadway wird tot auf ihrem Küchenfußboden aufgefunden, nachdem sie anscheinend durch eine unsachgemäß eingemachte Portion Brechbohnen vergiftet wurde. Ihre Nachbarin Janet Wadman hätte den Vorfall als Unfall abgetan, wenn sie nicht genau gewusst hätte, dass Agatha Treadway mehr als vorsichtig beim Einmachen war. Die alte Dame lebte nicht nur schon seit mehreren Jahrzehnten als Selbstversorgerin, nachdem ihr Mann durch eine Lebensmittelvergiftung gestorben war, sie erlaubte auch niemandem, ihr beim Einmachen, Kochen und Backen zu helfen, weil sie sichergehen wollte, dass die Lebensmittel auch korrekt verarbeitet wurden. Als Janet dann noch im Keller der Verstorbenen ein Glas mit Schnibbelbohnen findet, obwohl ihrer Nachbarin immer nur Brechbohnen eingekocht hat, ist sie sich sicher, dass Agatha ermordet wurde. Als es dann noch zu einem weiteren verdächtigen Todesfall kommt, wird Detective Inspector Madoc Rhys von den Mounties herangezogen, um in dieser Angelegenheit zu ermitteln. Er muss schnell feststellen, dass es erstaunlich viele Verdächtige gibt.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Janet Wadman und Madoc Rhys und so bekommt man als Leser sowohl die Ansichten einer Person, die mit all den potenziellen Verdächtigen sehr vertraut ist, als auch die eines Außenstehenden, was ich persönlich sehr unterhaltsam fand. Gerade bei Janets Passagen schwingt immer mit, dass man in einer so kleinen ländlichen Gemeinde die Eigenheiten und Macken der Nachbarn sehr gut kennt und gelernt hat, damit umzugehen. So hat Janet auch keine Probleme, die Verwandtschaft ihrer verstorbenen Nachbarin - unabhängig davon, ob ihr jemand sympathisch ist oder nicht - durchgehend verdächtig zu finden und sich darüber Gedanken zu machen, welche Beweggründe jeder für einen Mord an Agatha Treadway gehabt haben könnte. Auch wenn es etwas sehr offensichtlich war, wer die Morde begangen hat, so habe ich es genossen, den Gedankengängen von Janet und Madoc zu folgen und mich wunderbar über all die kleinen humorvollen Szenen amüsiert, die einfach zu einem Charlotte-MacLeod-Roman gehören. "A Pint of Murder" ist ein gemütlicher Krimi, bei dem der Schwerpunkt eher auf den verschiedenen Charakteren und ihrer Beziehung zueinander liegt als auf der Jagd nach dem Täter. Solch eine Herangehensweise bei einem Krimi mag ich ganz besonders gern, vor allem, wenn eine Autorin so ein gutes Händchen für die Darstellung der verschiedenen Figuren hat und einem als Leser die erzählenden Personen so sympathisch sind.

Leider bin ich mit dem Sprecher William Dufris nicht so glücklich gewesen. Er hat zwar grundsätzlich eine angenehme Stimme, aber seine Betonung des Textes hat es mir stellenweise schwierig gemacht, ihn zu verstehen. Eigentlich dachte ich, dass mein Hörverständnis bei englischsprachigen Hörbüchern inzwischen recht gut wäre, und ich konnte der Handlung auch gut genug folgen, um die Details zu genießen, aber ich habe erschreckend oft einzelne Wörter nicht verstanden oder hatte stellenweise aufgrund der Betonung Mühe, einem Satz zu folgen. (Sehr schön war der Moment, an dem mir aufging, dass die eine Person keine "ducks", sondern "dogs" züchtete - mich hatte es nämlich irritiert, dass das Gespräch ständig zwischen Geflügel und Welpen wechselte.) Solche Probleme hatte ich weniger bei den Textpassagen, die im Dialekt geschrieben wurden, wo ich es ja noch verstanden hätte, sondern vor allem bei normalen Dialogen. Auch fand ich die unterschiedlichen Stimmlagen, die William Dufris für die verschiedenen Frauenfiguren verwendete, in der Regel eher unangenehm statt unterhaltsam, auch wenn ich ihm zugestehen muss, dass man so die verschiedenen Figuren gut auseinanderhalten konnte. Da mir die Geschichte insgesamt aber Spaß gemacht hat, werde ich mir trotz des Sprechers auch die vier anderen "Janet und Madoc Rhys"-Hörbücher anhören - und wer weiß, vielleicht gewöhne ich mich ja irgendwann an William Dufris' Art, einen Text vorzulesen.

Montag, 25. September 2017

Neuzugänge Juli, August und September 2017

In den vergangenen drei Monaten hielten sich die Neuzugänge wieder in Grenzen. Das erste neue Buch ("Down Among the Sticks and Bones") war noch eine Nachlieferung aus dem April, alle anderen Romane sind Fortsetzungen von Reihen, die ich schon vor einer Weile angefangen habe und nun endlich zum Abschluss bzw. auf den aktuellen Stand bringen möchte.


Sarah Kuhn: Heroine Worship (Heroine Complex 2)
Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones (Wayward Children 2)


Julie Campbell: Trixie Belden 4 - The Mysterious Visitor
Jennifer Carson: Tangled Magick  (Hapenny Magick 2)

(Auf diese beiden Bücher habe ich schon lange gewartet, weil sie einige Zeit als nicht mehr lieferbar galten bzw. für Gebrauchtexemplare regelrechte Mondpreise verlangt wurden.)

Gail Carriger: Waistcoats and Weaponry (Finishing School 3)
Gail Carriger: Manners and Mutiny (Finishing School 4)

(Uuuund wieder eine Serie abgeschlossen!)

Samstag, 23. September 2017

Buchtipps gesucht!

Im Oktober hat meine Mutter Geburtstag und sie wünscht sich von mir ein Buch. Dummerweise fällt es meiner Mutter sehr schwer zu sagen, welche Bücher ihr gefallen und worauf sie mal wieder Lust hätte. Diverse Nachfragen haben nur zwei Informationen zum Vorschein gebracht:

1. Sie liest zur Zeit gern Krimis, wenn sie gut gemacht sind und etwas "Persönliches" (?) haben.

2. Sie mag Reisebücher und Erzählungen über fremde Länder, aber nicht sowas wie den Bericht "von der Frau, die ihren Job kündigte und dann alle großen amerikanischen Wanderwege lief", weil sie da die Motivation nicht nachvollziehen kann.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir ein paar Titel oder Autoren empfehlen könntet, die vielleicht etwas für meine Mutter wären. :)

Da es einen regen Buchaustausch zwischen meinen Eltern und ihren Geschwistern und Freunden gibt, wäre es vermutlich auch nicht schlecht, wenn ihr mir einen relativ aktuellen Titel empfehlen könntet, damit die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass meine Mutter das Buch dann schon kennt.

Freitag, 22. September 2017

Claire Legrand: Some Kind of Happiness

Ich hatte während des Lese-Sonntags im August schon so viel über "Some Kind of Happiness" von Clair Legrand geschrieben, dass ich eigentlich nichts Neues zu erzählen habe. Aber ich fände es schade, wenn es zu diesem Buch keine Rezension auf meinem Blog gäbe, also fasse ich hier noch einmal zusammen, was ich während des Lesens schon zu der Geschichte geschrieben hatte. Die Handlung wird aus der Sicht der elfjährigen Finley (Fin) Hart erzählt, die den Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, während ihre Eltern "einige Dinge zu klären" haben. Fin ist sich durchaus bewusst, dass ihre Eltern eine Scheidung in Betracht ziehen und das macht ihr ebenso viel Angst wie die vor ihr liegenden Wochen, die sie mit einer Familie verbringen soll, die sie überhaupt nicht kennt.

Finley hatte bislang nicht nur ihre Großeltern nicht kennengelernt, sondern auch noch nie ihre vier Tanten, deren Ehemänner und Kinder getroffen. So fühlt sie sich nicht nur vollkommen allein unter fremden Menschen, sondern scheitert auch immer wieder an den unausgesprochenen Regeln, die im Haus der Großeltern herrschen. Besonders vor ihrer Großmutter fürchtet sich Finley, während sie sich glücklicherweise relativ schnell mit ihrer Cousine Gretchen anfreundet, die ihr vom Alter her am nächsten ist. Gretchen ist die erste, der Finley vom Everwood erzählt, dem magischen Wald, in dem all die Geschichten spielen, die das Mädchen sich in den vergangenen Jahren ausgedacht hat. Inspiriert von dem realen Wald hinter dem Haus der Großeltern und angefeuert von all den Problemen, Ängsten und Geheimnissen, mit denen sich Finley in diesem Sommer herumschlagen muss, entstehen parallel zu den realen Ereignissen viele neue Geschichten rund um den Everwood, die viel über Finleys Gefühlsleben aussagen.

Denn schon früh wird deutlich, dass Finley nicht nur mit den Schwierigkeiten in ihrer Familie zu kämpfen hat, sondern dass das Mädchen ganz eigene Probleme hat, über die es mit niemandem sprechen kann. Während man als Leser von Fins "blue days" liest, davon, wie unmöglich es an manchen Tagen ist, überhaupt aufzustehen, wie sie innerlich um Hilfe ruft und doch niemanden um Hilfe bitten kann und wie sie sich selber immer wieder sagt, dass sie überhaupt keinen Grund für diese alles verschlingende Traurigkeit hat - schon gar nicht, wenn es anderen Menschen viel schlechter geht als ihr selbst -, versucht sie, sich gegenüber ihrer Familie nichts anmerken zu lassen. Verschärft wird die Situation für Finley dadurch, dass auch der Rest der Familie lieber Probleme verschweigt, statt über sie zu reden und sie zu klären.

So gibt es niemanden, der dem Mädchen erklärt, warum ihr Vater so viele Jahre keinen Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern hatte. Niemand geht darauf ein, dass Finleys Tante schon am frühen Morgen Orangensaft trinkt, der definitiv mehr als unschuldigen Fruchtsaft enthält, und niemand wundert sich über die stundenlangen Autofahrten, die der Großvater unternimmt, wenn er allein sein will. Genauso wenig wird über all die Regeln geredet, die die Großmutter aufgestellt hat, oder darüber, warum es den Kindern verboten ist, mit der Nachbarsfamilie zu spielen. Neben all diesen Problemen, die in der Handlung eher durchschimmern, als direkt angesprochen zu werden, gibt es noch all die wunderschönen sommerlichen Ferienmomente, in denen Finley mit ihren Cousinen und ihrem Cousin spielt, in denen die Kinder Abenteuer im Everwood erleben und in denen sie neue Freundschaften schließen.

Claire Legrand erzählt in einer sehr ruhigen und wenig aufregenden Weise von all den Erlebnissen und Gedanken, die Finley hat. Obwohl sich die Autorin manchmal sehr bildhaft ausdrückt, ist ihre Sprache eher zurückhaltend und klar. Es gab viele Sätze, die ich als ungemein stimmig empfand, wenn es um Finleys Depressionen und ihre Sicht darauf ging, gerade weil Claire Legrand sie so zurückhaltend formuliert hat. Ich mochte auch Finleys Perspektive sehr gern, mit dieser Mischung aus Angst, Unsicherheit, Spaß und Kreativität. Fin ist eine gute Beobachterin, aber aufgrund ihres Alters und ihrer Unvertrautheit mit diesem Teil der Familie kann sie mit vielen ihrer Beobachtungen gar nichts anfangen und das verunsichert sie in diesem Sommer, in dem sie sich sowieso schon so hilflos vorkommt, nur noch mehr.

Mich hat die Geschichte sehr berührt. Die zurückhaltende Erzählweise hat mir den notwendigen Raum gegeben, um mir als Leserin meine Gedanken über Finley und ihre Depression zu machen. Im Gegensatz zu anderen (Jugend-)Büchern rund um dieses Thema hat Claire Legrand bei "Some Kind of Happiness" das richtige Maß gefunden, um Finleys Seelenleben zu beschreiben. Die Depression ist zwar durchgehend präsent, aber sie dominiert Finleys Handeln nicht 24 Stunden am Tag. Finley ist nicht nur depressiv, sondern sie ist zusätzlich ein Kind, das sich gern Geschichten ausdenkt, das gern mit anderen Kindern spielt und das sich Gedanken um seine Eltern und all die Geheimnisse in der Familie macht. Zusätzlich fand ich die Lösung, die die Autorin am Ende für Finley und ihre Familie findet, sehr realistisch und stimmig - und das ist in Romanen fast noch seltener als eine überzeugende Darstellung einer Depression. Falls es bis jetzt also noch nicht deutlich geworden ist: Ich fand "Some Kind of Happiness" wunderbar und berührend zu lesen.

Mittwoch, 20. September 2017

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2017

Nachdem schon mehrere Leute nach dem "Herbstlesen" gefragt haben, kommt hier der offizielle Ankündigungsbeitrag für 2017. Wie schon in den letzten Jahren werde ich mir an den Wochenenden im Oktober Zeit für die Dinge nehmen, die mir guttun, und darüber bloggen. Für mich bedeutetet das in erster Linie, dass ich viel Zeit mit meinen Büchern verbringen werde, aber auch das Handarbeiten (ich habe in diesem Jahr definitiv viel zu wenig gestrickt), Spielen, Kochen und Backen werden vermutlich nicht zu kurz kommen. Wie bei den "normalen" Lesetagen werde ich auch während des Herbstlesens über die Dinge bloggen, die ich lese oder mache.

So gibt es vom 1. bis 29. Oktober an den Samstagen und Sonntagen je einen Herbstlesen-Beitrag von mir, den ich im Laufe des Tages immer wieder aktualisieren werde. Wer sich mir für den jeweiligen Tag anschließen mag, muss sich nur in dem Kommentarbereich unter dem aktuellsten Beitrag melden und wird von mir verlinkt. Unabhängig davon, ob ihr den Monat über regelmäßig mitmachen wollt oder nur an einem einzigen Tag, ob ihr von morgens bis abends oder nur ein paar Stunden Zeit habt, ich würde mich freuen, von den Dingen zu lesen, die ihr macht, um euch ein schönes und erholsames Wochenende zu gönnen. Das Logo kann natürlich mitgenommen werden und mir ist es wirklich egal, ob ihr eure Zeit mit einem Buch oder einer anderen Tätigkeit verbringt, die euch Vergnügen bereitet, auch wenn der Schwerpunkt bei mir nun einmal beim Lesen liegt.

Ich freu mich auf jeden Fall schon auf entspannte Wochenenden und den regelmäßigen Austausch!

Montag, 18. September 2017

Tanya Huff: The Quartered Sea (A Quarters Novel 4)

Seit Juni lese ich pro Monat einen der "Quarters"-Bände von Tanya Huff und ich habe bislang alle Geschichten wirklich geliebt, aber "The Quartered Sea", der vierte Band der "Quarters Novels", hat mich ganz besonders berührt. Denn obwohl Annice ("Sing the Four Quarters"), Vree und Bannon ("Fifth Quarter") auch viel durchmachen müssen, gab es rund um ihre Erlebnisse sehr viele amüsante Momente, die immer wieder dafür sorgten, dass ich beim Lesen vergnügt vor mich hinkicherte. Bei "The Quartered Sea" hingegen fand ich die Handlung stellenweise so bedrückend, dass ich den Roman für eine Weile aus der Hand legen musste, bevor ich mich den Geschehnissen wieder stellen konnte.

Die Geschichte konzentriert sich anfangs auf zwei Personen. Auf der einen Seite ist da der junge Barde Benedikt, der sich schrecklich minderwertig fühlt, da er nur einem Element (Wasser) verbunden ist, während so gut wie alle seine Kollegen Luft (und mindestens ein weiteres Element) beherrschen. Dass Benedikt keinen Kontakt zu den Luft-Kigh hat, sorgt auch dafür, dass er von allen Nachrichten ausgeschlossen ist, die auf diesem Weg von den Barden übermittelt werden, was sein Selbstwertgefühl noch weiter verringert. Auf der anderen Seite erlebt man mit, wie Königin Jelena ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter versucht, endlich einen Weg zu finden, um mit ihrer Trauer umzugehen. Vor dem Unfall, bei dem die frühere Königin ums Leben kam, war die junge Frau voller Pläne, die sie während ihrer Regentschaft verwirklichen wollte, doch nun hat sie das Gefühl, sie hätte kein Recht, ihre früheren Träume umzusetzen.

Erst als Jelena beschließt, dass sie ein Schiff auf den Weg nach Westen schicken wird, um herauszufinden, was auf der anderen Seite des Meeres ist (oder ob ein Schiff, dass stets nach Westen segelt, vielleicht sogar den Weg wieder nach Hause findet, weil die Welt doch rund ist), scheint sie endlich die Königin zu werden, die ihr Land braucht. Für Benedikt bietet diese Reise ins Ungewisse eine Möglichkeit, sich und den anderen seinen Wert für die Barden zu beweisen. Doch nach kurzer Zeit auf See scheitert er an dem Versuch, das Schiff durch einen Sturm zu singen, und strandet wenig später als vermutlich einziger Überlebender an einem ihm unbekannten Ufer.

Aufgrund seines ungewöhnlichen Äußeren (er ist groß, hat helle Haut und blonde Haare, statt relativ klein, mit gebräunter Haut und dunklen Haaren) und seines Gesangstalents wird Benedikt zu einer Schachfigur eines der Adelshäuser dieses ihm fremden Landes. Und während der Leser schnell mitbekommt, wie wenig ein Menschenleben dort wert ist, lebt Benedikt lange Zeit so isoliert, dass es eine Weile dauert, bis er wirklich ein Gefühl für die Politik und den Wert eines Menschen in dieser ungewöhnlichen Kultur bekommt. Als ihm bewusst wird, welche Erwartungen an ihn gestellt werden, muss er entscheiden, ob er alles, was bislang von Wert für ihn war, hinter sich lassen will oder ob er sein Leben aufs Spiel setzt, um seinen Eiden als Barde treu bleiben zu können.

Ich muss gestehen, dass Benedikt kein einfacher Charakter ist. Tanya Huffs Figuren haben alle Stärken und Schwächen, was sie so glaubwürdig und häufig auch besonders sympathisch macht. Aber Benedikt ist so sehr auf all die Dinge fixiert, die er nicht kann, dass er nicht nur seine eigenen Stärken nicht sehen kann, sondern auch erst einmal blind jeder Person hinterherläuft, die ihm das Gefühl gibt, sie würde ihn wertschätzen. Dieses Verhalten fand ich nur deshalb erträglich, weil er (auch wenn er zwanzig Jahre alt und ein ausgebildeter Barde ist) in vielerlei Hinsicht noch sehr jung und unerfahren ist. Benedikt Naivität hat so vor allem dafür gesorgt, dass ich mir Sorgen um diesen Charakter gemacht habe und regelrecht gelitten habe, wenn sich mal wieder in der Handlung abzeichnete, dass er offenen Auges in eine gefährliche Situation lief. Die Politik und das Leben in diesem fremdartigen Land (das mich in vielen Elementen an frühe mittel- und südamerikanische Kulturen erinnert) sind grausam und menschenverachtend und sorgen für ein skrupelloses Verhalten, wie es Benedikt in seinem bislang relativ behüteten Leben noch nicht kennengelernt hat.

Unter diesen Umständen fand ich es auch stimmig, dass Tanya Huff nicht - wie so viele andere Autoren, die ihre Charaktere in die Hände eines ihnen fremden Volkes geben - dafür gesorgt hat, dass Benedikt Freunde in diesem Land findet. Die Personen, mit denen Benedikt zu tun hat, bewerten ihn nur nach seinem Nutzen. Wenn er dafür sorgen kann, dass sie an Rang gewinnen, sind sie auch nett zu ihm; wenn er keinen Nutzen für sie hat, ist er bestenfalls keiner Beachtung wert. Jeder einzelne ist auf seinen eigenen Vorteil (und auf sein eigenes Überleben) konzentriert und unter diesen Umständen kann ein Außenseiter wie Benedikt keine Freunde finden. Das alles hat bei mir dazu geführt, dass ich - wie schon erwähnt - das Buch häufiger aus der Hand legen musste, weil ich um den Protagonisten gebangt habe oder mir einfach nicht vorstellen wollte, wie es wohl wäre, unter solchen Bedingungen zu leben.

Dabei gab es auch immer wieder kleine hoffnungsvolle Momente für Benedikt, oder welche, in denen man als Leser die Ereignisse in Benedikts Heimat verfolgen konnte, was wiederum andeutete, dass Benedikt vielleicht nicht ganz so hoffnungslos verschollen ist wie befürchtet. In gewisser Weise habe ich mich auch daran geklammert, dass ich von Tanya Huff noch nie eine Geschichte gelesen habe, die nicht am Ende (irgendwie) gut ausging. Trotzdem habe ich erschreckend viele Tränen beim Lesen einiger Szenen vergossen, weil diese Autorin es einfach immer wieder schafft, mit meinen Emotionen zu spielen und ich deshalb von Benedikts Einsamkeit und Ängsten sehr mitgenommen wurde. Erst auf den letzten Seiten gab es eine Entwicklung in der Handlung, die dazu führte, dass es auch wieder amüsante Elemente in der Geschichte gab, trotzdem habe ich selten einen Roman von Tanya Huff mit einem so bitterem Nachgeschmack beendet - auch wenn ich zugeben muss, dass ein heiteres Ende bei diesem Buch definitiv nicht gepasst hätte.

Sonntag, 17. September 2017

Lese-Sonntag im September

Nachdem ich gestern wieder viel zu spät ins Bett gegangen bin und in der Nacht - wie eigentlich immer in der vergangenen Woche - mit sehr seltsamen Träumen beschäftigt war, lasse ich den heutigen Lesetag langsam angehen. Was bedeutet, dass ich hier erst einmal ein Lebenszeichen hinterlasse, um zu signalisieren, dass ich heute wieder dabei bin, und mich dann unter einer Decke auf dem Sofa einrolle und die Nase in "Death Rites" von Tanya Huff stecke.

"Death Rites" habe ich gestern schon angefangen, es ist eine von drei Kurzgeschichten aus der "Three Quarters"-Sammlung und die Geschichte erzählt von einem Auftrag, den die beiden Assassinen Vree und Bannon erfüllten, bevor die Handlung in "Fifth Quarter" überhaupt anfängt. Ich finde es etwas schade, dass das nun die letzten Geschichten rund um die Quarters-Romane sind, die ich noch nicht kenne, aber ich lese Tanya Huff zu gern, als dass ich mir die Anthologie noch aufheben wollen würde. ;)

Update 12:30 Uhr


"Death Rites" war jetzt keine so besondere Geschichte, aber es war nett Vree und Bannon mal wieder unbelastet von den Ereignissen aus "Fifth Quarter" zu sehen und ich mag diesen kleinen bösen Touch, den Tanya Huffs Assassinen-Geschichten haben. Ansonsten habe ich den Vormittag mit Wachwerden, Duschen, "Animal Crossing"-Spielen, "Trudes Tier" (ich liebe diese Filmchen!) und dem Füttern von Christie verbracht. Außerdem habe ich lauter Dinge herangeschleppt, auf die ich heute Lust habe und die nun den Wohnzimmertisch füllen, ohne dass ich weiß, was ich davon als nächstes tun werde.

Es ist irgendwie gerade ganz schrecklich mit mir, ich will so viel auf einmal tun, dass die Entscheidung, was ich nun wirklich mache, immer ziemlich lange dauert. Aber nachdem ich mich gerade wieder mit Agatha-Christie-Ausgaben beschäftigt habe (nachdem mir Kiya einen ziemlichen Schreck eingejagt hat, weil sie meinte, dass die alten - schönen! - englischen Christie-Ausgaben durch eine neue Auflage mit weniger hübschen Cover ersetzt wird), werde ich vermutlich als erstes meine Nase in "The Witness for the Prosecution and Other Stories" stecken. Das Buch gehört zu einem Stapel von Leihgaben von Natira und ich wollte mich da sowieso endlich mal durcharbeiten.


Ich hoffe nur, dass meine Lektüre nicht davon unterbrochen wird, dass die gerade wild rumtobende Christie vom Regal fällt. Bei ihrem Überschwang ist gerade alles möglich. *g*


Update 16:30 Uhr

In den letzten Stunden habe ich die ersten drei Geschichten aus "The Witness for the Prosecution and Other Stories" von Agatha Christie gelesen. Ich muss gestehen, dass ich bei "The Witness for the Prosecution" doch immer auch die Verfilmung von Billy Wilder mit Marlene Dietrich im Hinterkopf habe und deshalb jedes Mal über Agatha Christies Beschreibung dieser Figur stolpere, dabei kannte ich die Kurzgeschichte, bevor ich den Film sah, was normalerweise dazu führt, dass ich mich nur über Unstimmigkeiten bei der Besetzung ärgere, statt dass der Filmcharakter meine Vorstellung vom Buchcharakter überschreibt. Aber Marlene Dietrich war ja auch eine eindrucksvolle Schauspielerin.


"The Red Signal" und "The Fourth Man" finde ich beide immer nett zu lesen, aber beide Geschichten sind jetzt nicht so herausragend, dass ich mir ihre Handlung lange merken kann. Ich sitze beim Lesen nur immer da und denke "Wie war das noch?" und "Ach ja, das war der Knackpunkt und die Geschichte löst sich auf diese Weise auf." und dann blättere ich zur nächsten Geschichte. Wobei ich dieses Mal dann doch nicht weitergeblättert habe, sondern das Buch aus der Hand legte und ein Stündchen geschlafen habe. Ich war einfach zu müde, um weiter zu lesen, und habe mich stattdessen der Müdigkeit und Christie, die einen warmen Ruheplatz suchte, ergeben.


Inzwischen fühle ich mich wieder einigermaßen wach, habe eine Kommentarrunde gedreht und wechsel jetzt (schon wieder) das Buch. Ich habe zur Zeit so große Lust mal wieder ein paar Bände einer Reihe am Stück zu lesen und irgendwie klingt auch High Fantasy gerade verlockend, so dass ich jetzt zum zweiten Band der "Codex Alera"-Romane von Jim Butcher greifen werde. "Im Schatten des Fürsten" habe ich vor einem Jahr schon mal gelesen, hatte dann aber nicht weitergelesen, weil mir noch der fünfte und sechste Teil der Reihe fehlten und ich damals schon darauf gehoffte hatte, ich könnte die folgenden Bände am Stück lesen. Mal schauen, ob es bei diesem Anlauf mit dem Lesen von Band zwei bis sechs klappt oder ob ich irgendwann noch einen Versuch starte und mir dann wirklich die gesamte Reihe (inklusive Teil eins) vornehmen werde.



Update 19:45 Uhr

Hach, ich finde es schön wieder in die Codex-Alera-Welt zurückzukehren. Mit etwas Glück kann ich mir in der kommenden Wochen abends regelmäßig Zeit für die Bücher freischaufeln, dann dürften die fünf Romane nicht allzu viel Zeit brauchen. *g* Dummerweise wurde es dann langsam Zeit das Abendessen vorzubereiten, also habe ich zu "Pint of Murder" von Alisa Craig (Charlotte MacLeod) gegriffen, während ich Gemüse geschnippelt habe. Diesen Band der "Janet and Madoc Rhys"-Romane habe ich vor vielen Jahren auf Deutsch gelesen und hätte den Band und die weiteren vier Teile der Reihe gern auf Englisch gehabt, aber da sie schon so lange vergriffen sind, habe ich mir jetzt endlich mal die Hörbücher geholt. 


Ich mag die Geschichte, die aus Janets Perspektive erzählt wird und damit beginnt, dass Janets Nachbarin an einer Vergiftung stirbt, die anscheinend durch ihre nicht sachgemäß eingemachten grünen Bohnen verursacht wurde. Doch so natürlich war der Tod der alten Dame kein Unfall und nachdem Janet auch noch über ihren toten Hausarzt stolpert, wird es Zeit die Mounties zu rufen. Und weil ich die Geschichte so sehr genieße, hat mein Mann dann das Kochen der vorbereiteten Suppe übernommen, während ich mich mit dem Hörbuch und meinen Strickzeug wieder auf dem Sofa eingerollt habe. Jetzt flitze ich noch kurz zu den anderen und schaue, wie es ihnen bislang ergangen ist und spätestens vor dem Schlafengehen gibt es hier noch ein Update, um den Lesetag zum Ende zu bringen.


Update 00:00 Uhr


Nach dem Abendessen habe ich noch etwas weitergelesen und dann (nachdem mein Mann den Fernseher angeworfen hat) mir die Zeit mit der aktuellen Demo des neusten "Etrian Odyssey"-3DS-Spiels vertrieben. Wie so oft ist mir dabei nicht aufgefallen wie spät es schon wieder ist, also wird es jetzt - nachdem ich meine abschließende Kommentarrunde schon gedreht habe - wirklich Zeit ins Bett zu hüpfen. Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche!

Samstag, 16. September 2017

Miss Grumpy

Der gestrige Freitag war kein guter Tag für Christie, denn ich war so gemein und habe sie schon wieder zum Tierarzt verfrachtet. Nachdem ihre Ohrenentzündung eine Woche nach dem letzten Arztbesuch wieder gut abgeheilt war, lief sie in den vergangenen Tagen wieder mit angelegten Ohren rum, schüttelte ständig den Kopf und putzte ihn. Der Tierarzt meinte, dass die Ohren gar nicht so schlimm aussehen würden, dass sie aber wieder entzündet wären. Da das - ebenso wie die Hautprobleme, die wir mit Medikamenten eigentlich gut im Griff haben - mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf eine Futtermittel-Allergie zurückzuführen ist, werden wir ab der kommenden Woche also wieder mit Futter experimentieren und hoffentlich doch mal eins finden, das sie verträgt und auf das sie nicht allergisch reagiert.


Immerhin hatte Christie mir schon eine halbe Stunde nach der Heimkehr wieder so weit verziehen, dass sie mit mir schmusen wollte, auch wenn ihre Laune noch etwas angeschlagen war. ;)

Montag, 11. September 2017

Theodor Fontane: Unterm Birnbaum (Hörbuch)

Das Hörbuch "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane ist eine Leihgabe von Ariana und gehört zur "Klassiker Hörbibliothek" von steinbach sprechende bücher. Von Theodor Fontane kannte ich bislang nur Gedichte ("John Maynard" hat mich beim Auswendiglernen für die Schule damals sehr beeindruckt *g*) und mehr als die Inhaltsangabe wusste ich nicht über "Unterm Birnbaum", als ich mit dem Hören anfing. Die Handlung dreht sich um Abel Hradschek, der eines Tages in seinem Garten unterm Birnbaum die vermutlich zwanzig Jahre alte Leiche eines französischen Soldaten entdeckt, was ihn zu einem Plan inspiriert, der sein dringendes Schuldenproblem mit einem Schlag lösen soll.

Gemeinsam mit seiner Frau Ursula setzt er das Gerücht in die Welt, dass seine Frau eine größere Geldsumme geerbt hat. So verwundert es die ewig neugierigen und viel zu gut informierten Nachbarn nicht, dass der Kaufmann Hradschek bei einem Besuch des polnischen Reisenden Szulski in der Lage ist, bei diesem die aufgelaufenen Rechnungen zu bezahlen und eine größere Bestellung in Auftrag zu geben. Auch fällt erst einmal kein Verdacht auf Hradschek, als Szulskis Kutsche kurz nach seiner Abreise am Damm verunglückt und seine Leiche nicht gefunden werden kann. Daran ändern auch all die Erzählungen der Nachbarin Jeschke nichts, die Hradschek angeblich mitten in der Nacht bei stürmischem Wetter im Garten graben sah.

Dem Hörer ist natürlich von Anfang an klar, dass Hradschek und seine Frau den Polen umgebracht und sein Geld an sich gebracht haben, und so geht es in dieser Geschichte weniger darum herauszufinden, wer der Mörder ist, sondern ob die Täter mit ihrer Tat am Ende durchkommen. Dabei fängt Theodor Fontane die Reaktionen der Nachbarn ebenso glaubwürdig ein wie die extremen Gewissensbisse von Ursula (die ursprünglich katholisch erzogen wurde und nur für die Hochzeit mit Hradschek zum evangelischen Glauben übertrat). Im Gegensatz zu Ariana, die in ihrer Rezension meinte, dass sie für Hradschek Sympathie empfunden hätte, war es mir relativ egal, ob er mit seiner Tat davonkommen würde oder nicht. Aber ich mochte die Darstellung der Charaktere sehr gern, ebenso fand ich die Beschreibungen, die vom damaligen Leben (die Geschichte spielt so um das Jahr 1830) zeugen, sehr spannend.

Ich fand es faszinierend, welche Verbindung selbst diese relativ einfachen Dorfbewohner in andere Regionen und Städte hatten, welche Güter als Luxus angesehen wurden und welche Gewohnheiten zum Alltag der Menschen gehörten. Auch hat Theodor Fontane die verschiedenen Personen und ihre Motive mit sehr spitzer Feder beschrieben, so dass ich das Gefühl bekam, dass eigentlich keiner von ihnen ohne irgendwelche (bewussten oder unbewussten) Hintergedanken handelte. Dazu kommt noch, dass der Autor mit dieser Geschichte sehr schön zeigt, wie einfach es sein kann, seine Nachbarn zu manipulieren, wenn man ihre Schwächen nur allzu gut kennt. Diese zwischenmenschlichen und historischen Elemente haben mir beim Hören - ebenso wie der verwendete Dialekt - überraschend viel Spaß gemacht, was zum Teil auch an dem Sprecher Wilhelm Götze lag.

Wilhelm Götze hat nicht nur eine angenehme Stimme, sondern seine "altmodische" Sprechweise (man merkt, dass der 1978 verstorbene Sprecher einer älteren Generation angehörte) passt auch sehr gut zu der Erzählweise von Theodor Fontane. Ich kann nicht beurteilen, ob er den Dialekt des Oderbruchs passend gelesen hat, aber für mich klang seine Aussprache nach stimmigem Plattdeutsch und das hat mir während des Hörens großes Vergnügen bereitet. Auch mochte ich es, dass ich - ohne dass der Sprecher dabei übertrieb - oft schon an der Tonlage von Wilhelm Götze hören konnte, welche Person gerade zu Wort kam, bevor der Name der Figur überhaupt in der Geschichte genannt wurde. So hat Wilhelm Götze definitiv dazu beigetragen, dass mir das Hören von "Unterm Birnbaum" Spaß gemacht hat, und ich freu mich, dass ich noch zwei weitere ungehörte Hörbücher mit ihm als Sprecher unter den Leihgaben von Ariana habe.

Freitag, 8. September 2017

Marianne Macdonald: Das Manuskript (Dido Hoare 1)

Da ich immer wieder gern für mich neue Krimiautorinnen ausprobiere, habe ich mir vor Kurzem "Das Manuskript" von Marianne Macdonald geschnappt, als Irina das Buch (und die Fortsetzung) loswerden wollte. Die Geschichte dreht sich um die Antiquarin Dido Hoare, die vor einigen Jahren mit ihrem damaligen Mann Davey einen Laden in London eröffnete, um wertige gebrauchte Bücher, Drucke und ähnliches zu verkaufen. Inzwischen ist Dido geschieden und versucht allein, das Geschäft am Laufen zu halten, was nicht gerade einfach ist, da sie auch regelmäßig übers Land fahren muss, um bei Haushaltsauflösungen und ähnlichen Anlässen neue Ware für ihren Laden zu ergattern.

Nach einer solchen Fahrt wird sie eines Nachts von einem anderem Wagen verfolgt und bedrängt. Wenig später erhält ihr Vater Barnabas einen Drohbrief, der andeutet, dass dieser Vorfall mit dem Auto nur ein Anfang war. Als dann noch das Antiquariat von Unbekannten auf den Kopf gestellt wird, ohne dass dabei etwas Nennenswertes gestohlen wird, weiß Dido gar nicht mehr, was sie von all den Vorfällen halten soll. Für Barnabas hingegen steht fest, dass hinter diesen Ereignissen Didos Ex-Mann Davey stecken muss, denn der hat schon immer gern für Unruhe gesorgt.

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was ich von dieser Geschichte halten soll. Auf der einen Seite habe ich das Gefühl, dass die Protagonistin, ihr Vater und der ermittelnde Polizist den diversen Vorfällen nur hinterherrennen, was zwar etwas unbefriedigend ist, aber sich immerhin realistisch anfühlte, weil keiner von ihnen eine Ahnung hat, wieso all die Dinge passieren. Auf der anderen Seite finde ich den Fall an sich - mitsamt der "verbrecherischen" Hintergründe - nicht besonders glaubwürdig und fast etwas zu groß für einen Roman, der sich um eine relativ unbedeutende Antiquarin dreht.

Auch mit Dido selbst hatte ich das eine oder andere Problem. Angeblich ist sie längst über ihren Ex-Mann hinweg und hasst ihn, weil er sie betrogen und immer wieder hintergangen hat, auf der anderen Seite braucht es nach gerade mal zwei Jahren Trennung (in denen sich die beiden nicht gesehen haben) nur zwei Essenseinladungen, damit sie wieder mit ihm im Bett landet. Und das, obwohl sie ebenfalls vermutet, dass Davey irgendetwas im Schilde führt und dass das für sie nichts Gutes bedeuten kann. Dabei gelingt es Marianne Macdonald nicht, Davey so charmant darzustellen, dass ich es glaubwürdig finde, dass sich ein Mensch nach dem anderen von ihm über den Tisch ziehen lässt. Noch ärgerlicher wird es, als Dido wenig später nach gerade mal einem Tag Bekanntschaft dem ermittelnden Polizisten näher kommt (wobei man das als Leser erst im Nachhinein erfährt). Aber darüber sollte ich mich nach all den anderen "Kriminalromanen", in denen die "Beziehung" zwischen Protagonistin und Ermittler nach genau dem gleichen zügigen Schema abläuft, vermutlich gar nicht mehr ärgern.

Ein weitere Punkt, der mich an Dido gestört hat, war ihre Arbeitsmoral. Irgendwie hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass sie es immer nur zufällig geschafft hat, ab und an ihren Laden zu öffnen. Selbst wenn sie morgens "aus Pflichtgefühl" ihr Geschäft geöffnet hat, dann überkam sie doch regelmäßig die Unlust, Müdigkeit oder einfach nur das Bedürfnis, irgendwo hinzugehen, und schon war das Antiquariat wieder geschlossen. Da ist es mir dann auch egal, ob ständig erwähnt wird oder nicht, dass Dido unglaublich pleite ist, ich kann mir beim besten Wille nicht vorstellen, dass irgendjemand mit diesem Verhalten irgendein Geschäft fünf Jahre über Wasser halten und auch noch davon leben kann. Selbst wenn die Stammkunden an die unregelmäßigen Öffnungszeiten gewöhnt sein sollten und trotzdem immer wieder vorbeikommen, obwohl sie ständig vor verschlossener Tür stehen, dürfte das wohl nicht für ausreichenden Gewinn für ein Geschäft reichen.

Irgendwie werde ich mit diesem Buch immer unzufriedener, je länger ich über die Geschichte und die Figuren nachdenke. Dabei war das Lesen an sich schon nett. Ich konnte den Roman zwar locker aus der Hand legen und hatte nicht gerade das große Bedürfnis weiterzulesen, aber wenn ich die Nase reinsteckte, dann war es irgendwie unterhaltsam und all die Kritikpunkte haben mich nicht so sehr aufgeregt, dass ich ständig versucht war, das Buch aus der Hand zu pfeffern (oder gar meinem armen Mann die ganze Zeit zu erzählen, wie doof das alles doch ist *g*). Da ich den zweiten Band auch noch habe, werde ich den vermutlich auch noch lesen. Aber wenn in der Fortsetzung die Handlungen der Figuren für mich nicht stimmiger dargestellt werden, dann wandern die beiden Bände wohl in den Bücherschrank. Vielleicht findet sie dort jemand, dem sie mehr Vergnügen bereiten.

Mittwoch, 6. September 2017

Stephanie Burgis: Snowspelled (The Harwood Spellbook 1)

"Snowspelled" ist die aktuellste Veröffentlichung von Stephanie Burgis und eine wirklich wunderbare, unterhaltsame Mischung aus Fantasy und Historical. Die Protagonistin Cassandra Harwood ist die erste Frau, der es in Angland erlaubt wurde, Magie zu studieren. Denn normalerweise beschäftigen sich die adeligen Frauen dieser Gesellschaft mit Politik ("It was a truth universally acknowledged that women were the more pragmatic sex; that was why we were expected to run the government, ..."), während die Männer mit ihrer Magie die Frauen in ihrer wichtigen Aufgabe nur unterstützen durften ("... while men attended to the more mystical and imaginative realm of magic."). So musste Cassandra sehr dafür kämpfen, dass sie überhaupt diesen Weg gehen durfte und das macht es umso schlimmer, dass sie seit einem selbstverschuldeten Vorfall vor vier Monaten keine Zauber mehr wirken darf, wenn sie nicht ihr Leben riskieren will.

Eine weitere Folge dieses Vorfalls war, dass Cassandra ihre Verlobung mit Mr. Rajaram Wrexham gelöst hat, weil sie der Meinung ist, dass sie ohne ihre Magie keine angemessene Ehefrau für einen der besten Magier Anglands abgeben würde. Denn in ihren Augen bestand ein Großteil ihrer Beziehung auch darin, sich in der Magie zu messen oder gemeinsam große Sprüche wirken zu können, und ohne diese gemeinsamen Aktivitäten muss ihrer Ansicht nach seine Bereitschaft, an der Verlobung festzuhalten, vor allem auf Mitleid basieren. Dass Cassandra Mr. Wraxham trotzdem immer noch liebt, ist für den Leser unübersehbar, aber da sie sich ja nicht für den Rest ihres Lebens in ihrem Zimmer verstecken kann, bringt ihre Schwägerin Amy sie dazu, trotzdem an einer Wochenendgesellschaft teilzunehmen, zu der auch Mr. Wraxham eingeladen wurde. Während Cassandra der Gesellschaft (und Mr. Wraxham) beweisen will, dass ihr Leben weitergeht und sie keinerlei Gefühle mehr für ihren Ex-Verlobten hegt, wird sie von einem Elfenlord überlistet und muss nun innerhalb einer Woche herausfinden, wer den Frieden zwischen den Elfen und den Menschen gefährdet.

Ich mochte die "umgedrehte" Regency-Welt, die Stephanie Burgis für diese Geschichte geschaffen hat, wirklich gern. Auf der einen Seite sind es die Frauen, die die Politik bestimmen, während die Männer zwar wichtige Zuarbeit leisten, aber nicht wirklich große Entscheidungen fällen dürfen. (Sehr schön war da die Szene, in der die Frauen sich nach dem Essen zurückzogen, um in Ruhe über Politik zu diskutieren, während die Männer erst folgen durften, nachdem ein Dienstmädchen ihnen signalisiert hat, dass die wichtigen Gespräche nun vorbei sind.) Aber die Autorin macht auch an Cassandras Beispiel deutlich, dass eine solch klare Trennung zwischen den Geschlechtern selbst für diejenigen ungut ist, die theoretisch dem einflussreicheren Geschlecht angehören

Dazu kommen noch die vielen kleinen und großen fantastischen Elemente, die von der Existenz der Elfen (und anderer nichtmenschlichen Wesen) zeugen. So werden die Straßen im Auftrag der Elfen von Trollen bewacht (um sicherzugehen, dass die jährliche Steuer für die Benutzung gezahlt wird), und es gibt traditionelle Zeremonien, die gewährleisten sollen, dass die Verträge mit den Elfen eingehalten werden. Es gibt Güter wie Lampen oder Seide, die von den Elfen zu horrenden Preisen bezogen werden, und natürlich die vielen kleinen Dinge, die ein Mensch beachten sollte, um nicht beim Kontakt mit Elfen in eine Falle zu geraten. Letzteres wird Cassandra zum Verhängnis, als sie in einer kritischen Situation ein Versprechen gibt, das anders ausgelegt werden konnte, als sie es beabsichtigt hatte.

Insgesamt beweist Stephanie Burgis in dieser Geschichte wieder, dass sie ein Händchen für glaubwürdige Charaktere hat, die nicht ganz in ihre Zeit und Gesellschaft passen und trotzdem versuchen, ihren Weg zu finden. Dazu gehört nicht nur Cassandra mit ihrer Leidenschaft für Magie, sondern auch ihr Bruder, der sich statt mit Magie mit Geschichte beschäftigt, oder die beiden Damen, die ebenfalls zur Wochenendgesellschaft gehören und einen Weg suchen, um zu heiraten, ohne dass die eine von ihnen auf ihren erhofften Platz in der Boudiccate (Regierung) verzichten muss. Auch Mr. Wrexham, bei dem nur der Vorname und die Tatsache, dass er sich aus eigener Kraft vom Hafenviertel Zugang zum Magiestudium erarbeitet hat, erahnen lassen, dass seine Familie (oder zumindest nicht alle Teile davon) nicht schon seit Jahrhunderten in Angland leben, finde ich mit seinen Stärken und Unsicherheiten stimmig gestaltet.

Ich mochte diese Mischung aus Regency-ähnlichem EAngland, Fantasy und Liebesgeschichte, ich mochte die Figuren und die Tatsache, dass die Autorin ganz selbstverständlich in einen "historischen" Roman ein gleichgeschlechtliches Paar einbaut (wenn auch unter Bedingungen, die bei einer solch konservativen Gesellschaft erwartbar sind). Doch vor allem mochte ich es, zu verfolgen, wie sich Cassandra im Laufe der Geschichte verändert. Anfangs ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, weil sie das Gefühl hat, dass sie ohne Magie keinen Wert mehr hat - vor allem, da sie den klassischen Weg für eine Frau der Gesellschaft nicht gehen will. Doch dann entdeckt sie nach und nach, dass es nicht nur einige Dinge gibt, die ihr Leben trotzdem noch lebenswert machen, sondern dass sie auch ohne ihre Magie noch etwas bewirken und ein Ziel für die Zukunft finden kann.

Bei diesen vielen wirklich hübsch gemachten Elementen und Entwicklungen in der Geschichte kam leider das eigentliche Problem (das Versprechen gegenüber dem Elfenlord) etwas zu kurz. So ist mein größter Kritikpunkt am Ende von "Snowspelled", dass die Geschichte so viel mehr Potenzial gehabt hätte und dass die gerade mal 168 Seiten für meinen Geschmack eindeutig zu kurz waren, um der Handlung und den verschiedenen Figuren, über die ich gern noch mehr erfahren hätte, wirklich gerecht zu werden. Da ich mich aber insgesamt gut amüsiert habe und die Welt und die Charaktere wirklich mochte, freu ich mich jetzt schon, dass es irgendwann im kommenden Jahr eine Fortsetzung zu "Snowspelled" geben wird.

Montag, 4. September 2017

Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs

"The Ogre Downstairs" von Diana Wynne Jones gehört zu den Büchern dieser Autorin, die ich bislang noch nicht kannte. Umso mehr habe ich das Lesen dieser Geschichte genossen. Die Handlung dreht sich um Casper, Johnny und Gwinny, deren Mutter (zu Beginn des Romans) seit einem Monat mit einem neuen Mann verheiratet ist. Für ihre Kinder ist der neue Stiefvater nur The Ogre und sie hassen die Veränderungen, die auf seinen Einzug folgten. Nicht nur, dass er seine beiden Söhne Douglas und Malcolm - die bis zu diesem Zeitpunkt in einem Internat untergebracht waren - mit ins Haus brachte, sondern The Ogre mag auch eindeutig keine Kinder. Er verbietet ihnen, rumzulaufen, Lärm zu machen, Musik zu hören und andere Dinge, die normalerweise zu ihrem Alltag gehören, und wenn sie doch mal gegen seine Regeln verstoßen, dann brüllt und droht er.

Da ist es kein Wunder, dass Johnny und Malcolm ziemlich verwundert sind, als The Ogre ihnen eines Tages Chemiebaukästen schenkt - ich muss vermutlich nicht erwähnen, dass die anderen Kinder sich hingegen gekränkt fühlen, weil sie keine Geschenke bekommen haben. So richtig angetan ist Johnny von dem Geschenk nicht, obwohl man damit wunderbar stinkende Sachen zusammenmixen kann. Doch dann entdecken Johnny, Caspar und Gwinny, dass eine der Zutaten sie fliegen lässt und auch in den anderen Pulvern steckt überraschendes Potenzial für abenteuerliche (und gefährliche) Erlebnisse. Ich gebe zu, dass man meinem Gefühl nach der Geschichte anmerkt, dass sie 1974 erstveröffentlicht wurde. Dabei beziehe ich mich weniger auf das Umfeld, in dem die Kinder leben, als auf die episodenhafte Erzählweise, die ich als sehr typisch für ältere (fantastische) Kinderbücher empfinde. Wobei sich bei der Grundvoraussetzung mit den verschiedenen Mittelchen, die die Kinder ausprobieren, natürlich auch solch eine Erzählweise anbietet, da schließlich jedes ein für sich stehendes Abenteuer birgt.

"The Ogre Downstairs" bietet nicht nur viele fantastische Ideen rund um den Chemiebaukasten und die Abenteuer, die die Kinder damit erleben, sondern auch eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Familie. Ich mochte es nicht nur, dass ich die Sichtweise der verschiedenen Kinder im Laufe der Geschichte kennenlernte, sondern mir gefielen auch die vielen Szenen, in denen sie sich - wenn auch manchmal eher wiederwillig - gegenseitig halfen. Durch den gemeinsamen "Feind" und die Notwendigkeit, die Ergebnisse ihrer Experimente geheimhalten zu müssen, ergeben sich tolle Momente, in denen sich unerwartete Verbündete finden, wenn eines der Kinder in Schwierigkeiten steckt. So lernen Caspar, Johnny und Gwinny ihre beiden neuen Brüder Douglas und Malcolm nach und nach besser kennen. Aber da Diana Wynne Jones ein Händchen für realistische Charaktere hat, reicht dies natürlich nicht, um ein harmonisches Zusammenleben zwischen den Kindern zu garantieren, so dass ich einen Teil meiner Zeit nach dem Lesen damit verbracht habe, mir zu überlegen, welches Chaos-Potenzial Johnny und die anderen wohl noch so für die Zukunft mit sich bringen würden.

Allerdings habe ich mich stellenweise beim Lesen auch gefragt, wie ich The Ogre wohl als Kind wahrgenommen hätte. Als erwachsene Leserin sehe ich einen nicht gerade einfach zu nehmenden Mann, der sich aber (zumindest zeitweise) Mühe mit den fünf Kindern gibt und dessen unangenehmere Reaktionen vermutlich vor allem der Überforderung und der Unerfahrenheit im Umgang mit Kindern geschuldet ist. Als Kind hätte ich vermutlich - genauso wie die Protagonisten - nur die beängstigenden Seiten an dem Stiefvater wahrgenommen. Ebenso hätte ich vermutlich die Erschöpfung der Mutter weniger auf die allgemeinen Schwierigkeiten geschoben, die durch den Versuch entstehen, dass die Eltern aus zwei sehr unterschiedlichen Familien eine gemeinsame machen wollen, als auf das Verhalten des neuen Ehemannes. Ich bin mir aber sicher, dass es egal ist, ob man beim Lesen ein gewisses Verständnis für alle Beteiligten aufbringen kann oder nur für die Kinder, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, denn "The Ogre Downstairs" ist eine wunderschöne und amüsante Geschichte voller fantastischer Elemente, die mich während des Lesens ständig zum Schmunzeln gebracht hat.

Freitag, 1. September 2017

September-SuB 2017

Im August drehte sich bei uns viel um unseren Besuch, die diversen Verabredungen und den Urlaub meines Mannes, was für viele schöne Stunden gesorgt hat. So langsam freue ich mich dann aber doch darauf, dass der September - trotz einer gut gefüllten To-do-Liste - vermutlich nur ganz normalen langweiligen Alltag mit sich bringen wird. "Alltag" bedeutetet dann hoffentlich auch, dass ich wieder mehr Zeit zum Bloggen und Kommentieren finde - der Feedreader zeigte mir gestern beängstigende Zahlen ungelesener Beiträge an. ;) Da ich trotz des Besuchs das Lesen nicht ganz lassen konnte, habe ich mich im August zum Großteil auf Kinderbücher und fluffig zu lesende Krimis gestürzt, was dazu geführt hat, dass ich insgesamt 10 Bücher und 4 Kurzgeschichten gelesen und 7 Hörbücher gehört habe.

Was den September angeht, so würde ich gern mal wieder eine Reihe am Stück lesen. Es gibt ja auch noch einige Titel auf meinem SuB, die schon länger aufs Lesen warten und sich dafür anbieten würden (zu denen ich allerdings die ersten Teile mal wieder in die Finger bekommen müsste, wenn ich die Reihe komplett lesen möchte). Außerdem stapeln sich hier ein paar Leihgaben und Manga, die ich eigentlich auch bald lesen will. Irgendwie habe ich schon wieder das Gefühl, der Monat ist ein bisschen zu kurz für all die Dinge, die ich gern hineinstopfen würde. ;)

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes - A Memoir by Lady Trent
  6. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings - A Memoir by Lady Trent
  7. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  8. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  9. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  10. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  11. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  12. Gail Carriger: Waistcoats and Weaponry (Finishing School 3)
  13. Gail Carriger: Manners and Mutiny (Finishing School 4)
  14. Jennifer Carson: Tangled Magick
  15. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  16. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  17. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  18. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  19. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  20. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  21. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  22. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  23. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  24. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  25. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  26. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  27. Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs
  28. Sarah Kuhn: Heroine Worship
  29. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  30. Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones
  31. Bishop O'Connell: The Stolen
  32. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  33. Cindy Pon: Serpentine
  34. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  35. Philip Reeve: Larklight
  36. John Scalzi: Fuzzy Nation
  37. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  38. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  39. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  40. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  41. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  42. Charles den Tex: Die Zelle
  43. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  44. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  45. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  46. Xinran: Gerettete Wort
  47. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

45 Titel auf dem SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)