Freitag, 17. Februar 2017

Luzia Pfyl: Frost & Payne 1 - Die Schlüsselmacherin

"Die Schlüsselmacherin" ist der erste Teil der "Frost & Payne"-Reihe von Luzia Pfyl und ich habe keine Ahnung mehr, wie der Titel auf meinem eReader gelandet ist. Als erstes muss ich gestehen, dass es mir immer schwer fällt eine Geschichte, die gerade mal 124 Seiten lang ist und nicht für Kinder geschrieben wurde als Roman zu bezeichnen. Wobei dieses Gefühl hier dadurch gefördert wird, dass die Handlung auf mich auch gerade mal wie ein langer Prolog wirkt und bevor es wirklich losgeht, ist das Ganze auch schon zu Ende. Sogar noch schneller zu Ende als nach den Prozentzahlen beim Lesen erwartet, denn auf den letzten Seiten kommt noch eine Menge "das gab es in diesem Roman", "das erwartet euch im kommenden Roman", "den zweiten Teil kannst du vorbestellen" und "es geht darin übrigens um dieses und jenes" - ohne dass das irgendeinen Mehrwert für den Leser hätte oder mich in irgendeiner Form neugierig auf die Fortsetzung gemacht hätte.

Dabei hat mir die Grundidee von "Die Schlüsselmacherin" gut gefallen. Die Protagonistin Lydia Frost hat sich gerade als Detektivin selbstständig gemacht, nachdem sie seit ihrer Kindheit von einer - in London sitzenden - Variante der Triaden als Diebin missbraucht wurde. Auch wenn sie Madame Yueh dankbar ist, dass diese sie als kleines Findelkind aufgenommen hat (nachdem die Chinesin sah, wie Lydia ein Schloss knackte), so möchte Lydia doch auf eigenen Füßen stehen und nicht Teil der "Dragons" sein. Doch die Triaden sind in dieser Steampunk-Welt eine nicht zu unterschätzende Macht und natürlich ist Madame Yueh nicht bereit Lydia einfach so gehen zu lassen. Parallel zu ihrem Ärger mit den "Dragons" muss Lydia den verschwundenen Ehemann ihrer Klientin Cecilia Payne suchen. Jackson Payne ist ein ehemaliger Pinkerton-Mann, der vor einiger Zeit nach England ausgewandert ist, um bei seiner Frau zu sein, die in London als Wissenschaftlerin tätig ist. Doch dann verschwand die Tochter des Ehepaars und ohne seine Frau darüber zu informieren, machte sich Payne selber auf die Suche nach dem Mädchen.

Soweit ist das alles ganz nett und ich kann auch gut damit leben, dass in dieser Geschichte die Welt nicht besonders gut erklärt wird und sich viele Sachen bezüglich der Steampunk-Aspekte etwas willkürlich anfühlen. Dazu kommt, dass Luzia Pfyls Schreibweise sich zügig lesen lässt und ich zumindest die beiden Protagonisten recht sympathisch fand. Sie haben zwar nicht immer besonders klug gehandelt, aber sie waren nett und interessant genug, dass ich gern mehr über sie erfahren würde. Was mich allerdings davon abhält, sind zwei Punkte. Erst einmal habe ich jedes Mal, wenn ich das eBook wieder zur Hand nahm, einen "ach ja, DAS Buch lese ich gerade"-Moment gehabt, während ich zwischendurch nicht einmal an die Geschichte und die Figuren gedacht habe und mich statt dessen eher noch einmal an das davor gelesene eBook erinnerte. Und dann habe ich zweitens das Gefühl, dass ich keine richtige Geschichte gelesen habe. An dem Punkt, an dem ich langsam neugieriger auf weitere Ereignisse wurde, an dem ich das Gefühl hatte, dass jetzt mal endlich etwas Substanz kommen müsste oder die Handlung vielleicht mal anzieht und mir eine wirkliche Konfrontation (und nein, die Szenen im Park und in der U-Bahn zählen da für mich nicht) bieten müsste, war das Ganze vorbei. Wenn mir bei der letzten Seite die Frage "Das war es?" in den Sinn kommt statt "Wie geht es wohl weiter?", dann finde ich das Lesen eines Buches mehr frustrierend als unterhaltsam. Unter solchen Umständen ist es egal wie nett Grundidee und Protagonisten sein mögen, ich lese definitiv nicht weiter ...

Montag, 13. Februar 2017

Jennifer Estep: Cold Burn of Magic (Black Blade 1)

Da ich sowohl die "Mythos Academy"- als auch die "Elemental Assassin"-Reihe von Jennifer Estep gern lese, hatte ich mir den ersten Band ihrer neuen Trilogie zu Weihnachten gewünscht. Ich muss gestehen, dass ich nach dem Lesen ein bisschen hin- und hergerissen bin, denn ich habe ein paar Kritikpunkte. Erst einmal fühlt sich die Welt, in der die Protagonistin Lila lebt, wie eine "märchenfixierte" Version von Gin Blancos Umfeld in den "Elemental Assassin"-Büchern an - inklusive Magie, über die einige Personen verfügen, und Mafia-ähnlichen Familien, die über dem "normalen" Gesetz stehen und ihre eigenen (häufig kriminellen) Interessen mit allen Mitteln durchsetzen. Außerdem ist Lila natürlich eine Waise ... mit einer irgendwie väterlich wirkenden Bezugsperson ... die ihr Aufträge vermittelt ... Dieses Mal nicht wie bei Gin Mordaufträge, sondern Diebstähle, aber die Ähnlichkeit ist schon unübersehbar.

Dann ist da noch die Tatsache, dass Lila über eine sehr seltene magische Fähigkeit verfügt (wie Gwen Frost in den Mythos-Academy-Büchern) und über eine andere Fähigkeit, die eigentlich geheim bleiben soll, weil sie noch seltener und dazu auch noch sehr mächtig ist. Außerdem wurde Lilas Mutter vor einigen Jahren brutal getötet und sie ist noch lange nicht über den Verlust hinweg - genau wie Gin und Gwen immer noch ihren Müttern/Familien hinterhertrauern. Und wie die beiden anderen Protagonistinnen verliebt sich Lila entgegen aller Vernunft in einen Typen, der ein bisschen geheimnisvoll ist und mit dem sie auf gar keinen Fall eine Beziehung führen sollte. Zuletzt ist da noch die Tatsache, dass Lila eine unglaublich gute Kämpferin ist und als Siebzehnjährige locker mit den erwachsenen Bodyguards einer der einflussreichsten Familien der Stadt mithalten kann, was nicht nur unrealistisch ist - vor allem, da nur einmal überhaupt erwähnt wird, dass sie jemals trainiert -, sondern auch wieder sehr an Gin erinnert. Das sind schon alles mehr als vertraute Elemente bei einer Jennifer-Estep-Geschichte und ich fände es schön, wenn die Autorin sich mal davon lösen würde, weil etwas Abwechslung nun mal nicht schaden kann und ich ihr eigentlich mehr zutraue.

Außerdem erklärt Jennifer Estep auf den ersten 100 Seiten für meinen Geschmack viel zu viel. Nach einer Actionszene am Anfang ist Lila eigentlich nur noch damit beschäftigt, dem Leser die Welt inklusive der "Familien", des Magiesystems und der Monster, die die Schattenseite der Magie darstellen, vorzustellen und zu erzählen, warum sie sich mit den Monstern gut arrangieren kann und warum sie sich von den Familien fernhält und nichts mit ihnen zu tun haben will. Und natürlich will sie nach dem Verlust der Mutter keine neuen Freunde finden, ist aber eigentlich zu jedem nett, will selbst von einem Pixie mit stinkiger Laune gemocht werden und schließt natürlich total schnell Freundschaften. Bevor ich mich jetzt an jeder Kleinigkeit aufhänge, die mich an dem Roman gestört hat, muss ich noch zugeben, dass ich auch bei der "Mythos Academy"- und bei der "Elemental Assassin"-Reihe sehr viele Kritikpunkte gefunden hatte und trotzdem beide Serien mit großem Genuss gelesen habe. Jennifer Esteps Geschichten finde ich wunderbar entspannend und unterhaltsam und irgendwie mag ich ihre Protagonistinnen wirklich gern, obwohl sie immer zwischen "ein bisschen zu blind bezüglich der Auflösung der Probleme" und "trotz aller besonderen Fähigkeiten nicht wirklich überzeugend in ihrem Beruf" schwanken.

Ich lese die kleinen Szenen in den Romanen von Jennifer Estep so gern, in denen es um die Eigenheiten der Figuren oder das Essen geht oder um die typischen Besonderheiten einer Stadt oder um Freundschaft. Mir gefällt die Vorstellung, dass Lila drei Jahre in der hintersten Ecke im Keller einer Bibliothek gelebt hat und ich will auf jeden Fall mehr über die "Monster" erfahren, die in dieser Welt leben, und hoffe sehr, dass Lila noch einige Begegnungen mit ihnen hat (in denen es nicht um Leben und Tod geht). Es gibt auch immer wieder Passagen, in denen die Autorin mich emotional packt, in denen ich mit den Figuren mitleide oder mich darüber amüsiere, wie sie mit anderen Charakteren interagieren. So sitze ich am Ende - trotz aller Kritikpunkte - wieder da und bin zufrieden mit dem Gelesenen. Ich weiß, dass es einige Leute gibt, die mit Jennifer Estep (gerade mit ihren Mythos-Academy-Büchern) nichts anfangen können, aber für mich sind die Romane der Autorin entspannende Wohlfühlgeschichten voller netter fantastischer Elemente - und so werde ich mir wohl langfristig auch die anderen beiden Bände der Black-Blade-Reihe zulegen.

Dienstag, 7. Februar 2017

Holly Webb: Lily (Lily 1)

"Lily" von Holly Webb ist der erste Band einer vierbändigen Kinderbuchreihe rund um die zehnjährige Lily. Wer die "Rose"-Serie der Autorin kennt, wird in "Lily" viele vertraute Elemente wiederfinden, da die Geschichte in der selben fantastischen Welt spielt. Allerdings sind seid den Abenteuern, die Rose erlebt hat, einige Jahrzehnte vergangen und in der Zwischenzeit ist in (diesem alternativen historischen) England Magie verboten worden, nachdem der König durch Magie ermordet wurde. Es gibt eine Art Polizei, die der Witwe des Königs unterstellt ist und die jedem Verdacht auf die Anwendung von Magie nachgeht und jeder, der Magie anwendet, wird seiner Fähigkeiten beraubt und inhaftiert. So auch Lilys Vater, der kurz nach ihrer Geburt um eine Audienz bei der Königin ersuchte und danach nie wieder zu seiner Familie zurück kam.

Lilys Mutter ist davon überzeugt, dass ihre Tochter Georgiana dazu berufen ist dafür zu sorgen, dass die Magie in England wieder erlaubt wird, und unterrichtet das Mädchen deshalb von klein auf in allen Arten von Zaubern. Lily hingegen wird von ihrer Mutter vollständig ignoriert und hätte nicht einmal Lesen und Schreiben gelernt, wenn sich nicht ein Dienstmädchen ihrer angenommen hätte. Ihre ganze Kindheit hindurch wünscht sich Lily, dass sie einmal von ihrer Mutter so viel Aufmerksamkeit bekommen würde wie ihre große Schwester, doch mit zehn Jahren muss sie feststellen, dass Georgiana sehr unter den Anforderungen leidet, die die Mutter an sie stellt. Je mehr Lily darüber herausfindet, was ihre Mutter mit Georgie vor hat, desto mehr fürchtet sie um das Leben ihrer Schwester und so flüchten die beiden aus ihrem Elternhaus, um die Pläne ihrer Mutter zu durchkreuzen.

So süß und unterhaltsam ich "Lily" fand, so haben mich die Handlung und die Charaktere nicht so bewegt wie bei "Rose". Vielleicht liegt das daran, dass Rose schon mehr in ihrem Leben durchgemacht hat, dass sie weniger naiv war und mehr Angst vor ihren Fähigkeiten und davor, welche Schwierigkeiten man ihr deswegen bereiten könnte, hatte. Lily hingegen entdeckt auf den ersten Seiten dieses Romans, dass auch bei ihr so langsam die Magie erwacht und ist ganz hingerissen von all den Möglichkeiten, die sich nun vor ihr auftun. Obwohl sie oft überfordert ist und ihre Mutter ihr natürlich Angst macht, so hatte ich deutlich seltener das Gefühl, dass Lily wirklich in Gefahr schweben würde. Dafür habe ich die vielen kleinen Momente genossen wie zum Beispiel Lilys und Georgies Erkenntnis, dass sie keine Ahnung davon haben, wie sich junge Damen ihres Standes in der Stadt benehmen müssen, oder die Szenen, die in dem Gebäude spielen, in dem die beiden Schwestern im Laufe der Geschichte Zuflucht und Arbeit finden.

Da ich diese Welt lieber mag, wenn man theoretisch an jeder Ecke über magische Elemente stolpern kann, hoffe ich sehr, dass Lily am Ende erfolgreich sein wird. Ich freue mich auf die weiteren drei Bände, die schon in meinem Regal schlummern. Denn auch wenn mich dieser erste Teil nicht ganz so verzaubert hat wie "Rose", so erzählt Holly Webb wieder eine wunderbar unterhaltsame und sehr niedliche Geschichte rund um Lily und ihre Schwester, mit liebenswerten Charakteren und liebevollen und amüsanten kleinen Elementen, die mir einfach Spaß machen. Diese fantastischen Kinderbücher ist in meinen Augen einfach perfekt für eine kleine Auszeit in stressigen Zeiten.

Samstag, 4. Februar 2017

Digital vs. Print

Angesicht der Büchermassen, die ich gerade in Kartons stecke, und der immer wieder überraschenden Erkenntnis, wie wenige Bücher doch in einen Karton passen, ist es wohl kein Wunder, dass ich zur Zeit immer wieder über die Vor- und Nachteile von eBooks nachdenke. Dieser Umzug wäre so viel einfacher (und günstiger), wenn ich meine Bücher zum größten Teil als Daten auf dem eReader hätte. Vor allem, da ich ja inzwischen auch regelmäßig eBooks lese und auch ein paar Vorteile daran entdeckt habe, würde es sich theoretisch in Zukunft anbieten, in erster Linie Dateien zu kaufen.

Ich mag zum Beispiel, dass ich die Schriftgröße so weit erhöhen kann, dass ich auch in der Dämmerung oder mit müden Augen noch gut lesen kann. Außerdem kann ich mit dem eReader auch Bücher lesen, während ich stricke, weil ich das Buch nicht mit der Hand geöffnet halten muss und mit einem einfachen Tastendruck umblättern kann. (Ja, mein eReader ist so alt, dass er Tasten hat, und ich liebe ihn dafür! So kann ich ihn z.B. auch nutzen, wenn ich mir gerade die Hände eingecremt habe, was ich nicht machen würde, wenn ich über den Bildschirm wischen müsste, oder wenn eine Katze so auf mir liegt, dass ich gerade noch ein Fingerzucken auf die Reihe bekomme, aber keine größere Geste.) Ich habe auch keine Hemmungen, den Reader mit zum Kochen in die Küche oder mit ins Badezimmer zu nehmen, während ich meine gedruckten Bücher lieber nicht irgendwo rumliegen lasse, wo sie Wasserflecken oder Ölspritzer abbekommen könnten.

Trotz all dieser Vorteile sind mir meine gedruckten Bücher aber viel zu wichtig, um auf eBooks umzusteigen. Dabei geht es mir nicht darum, den Hamster in mir zu befriedigen, dem es einfach gefällt, wenn er vor gefüllten Regalen steht, oder mich an besonderen Ausgaben zu erfreuen. Denn - und da muss ich ehrlich sein - so schön ich ein ordentliches Bücherregal finde, so sehen meine Regale selten ordentlich aus (da ich immer zu viele Bücher pro Regalbrett reinstopfen muss), und es ist auch nicht gerade besonders ästhetisch, wenn man von einem Autor vier nicht zueinander passende Ausgaben einer Reihe nebeneinander stehen hat, weil das nun mal die einzige (oder günstigste) Möglichkeit war, die Bücher zu bekommen. Mir geht es vor allem um mein Leseverhalten, das bei gedruckten Büchern nun einmal anders ist als bei eBooks.

Ich lese viel und ich lese schnell, weshalb es gut ist, dass ich häufig Romane mehrfach lese. Es gibt Bücher in meinem Bestand, die ich (unter normalen Umständen) jedes Jahr wieder in die Hand nehme und genieße. Andere fische ich mir gern aus dem Regal, blättere zu meinen Lieblingsstellen und lese die noch einmal, um Erinnerungen aufzufrischen oder einfach eine bestimmte Passage noch einmal zu genießen. Und während ich dieses Blättern bei einem gedruckten Buch in wenigen Sekunden auf die Reihe bekomme, muss ich beim eBook mühsam zwischen Inhaltsverzeichnis (wenn überhaupt vorhanden) und den Kapiteln wechseln und blättern, blättern, blättern, bis ich an der richtigen Stelle bin. So dauert es länger, zu der gesuchten Passage zu kommen, als ich zum Lesen brauche. Das finde ich überaus lästig.

Auch das Nachschlagen von Personennamen (mein Namensgedächtnis ist nun mal grauenhaft) zum Beispiel für Rezensionen ist nervig bei einem eBook - und ich habe keine Lust, beim Lesen vorsichtshalber schon mal jede vorkommende Person zu notieren, nur weil ich sie eventuell in einer meiner Rezensionen erwähnen wollen könnte. (Wer mal drauf achten mag, wird feststellen, dass ich bei eBook-Rezensionen deutlich seltener Nebenfiguren mit Namen benenne als bei gedruckten Büchern. *g*) Überhaupt fällt mir bei eBooks immer wieder auf, wie oft ich normalerweise beim Lesen zurückblättern würde, um etwas nachzuschauen oder eine Passage noch einmal mit dem Wissen um die spätere Handlungsentwicklung zu lesen, und es ärgert mich, dass ich mir dieses Nachschlagen und Genießen bei einem eBook in der Regel verkneife, weil es eben nicht so einfach möglich ist.

Auch merke ich immer wieder, dass ich bei eBooks weniger Geduld habe, wenn ich einen Titel in die Finger bekomme, der etwas mehr Aufmerksamkeit beansprucht. Mir fehlt das Gefühl für den Seitenumfang, für das Voranschreiten der Geschichte und die Ermutigung bei etwas zäheren Passagen, die dadurch entsteht, dass ich sehen kann, dass ich nur noch ein Drittel des Buches vor mir habe und deshalb vermutlich das Ganze bald anziehen wird. Bei Büchern, die mich sehr fordern, nehme ich mir oft eine feste Seitenzahl pro Tag vor, was mit den Prozentzahlen, die mir mein Reader anzeigt, für mich nicht funktioniert. Wenn man dann noch bedenkt, wie wenige "herausfordernde" Bücher ich im vergleich zu fluffigen Romanen lese, befürchte ich, dass ich auf diese bewussten Herausforderungen ganz verzichten würde, wenn ich auf eBooks umsteigen würde.

Außerdem stelle ich fest, dass ich eBooks viel seltener noch einmal lese. Was - wie ich zugeben muss - auch damit zusammenhängt, dass ich auf meinem Reader mehrere Ordner habe, in denen die Titel alphabetisch nach Autorenname aufgelistet sind. Erst einmal ist diese Auflistung nicht immer korrekt, weil bei manche Dateien der Autorenname nicht richtig angegeben wurde (also nicht so, dass das Gerät den Nachnamen auch eindeutig als solchen erkennt), dann scrolle ich nun einmal nicht so gern durch Listen, um mir Inspiration für meine nächste Lektüre zu suchen, und zwischen den Ordnern zu wechseln ist auch deutlich lästiger als mal eben einen Schritt zur Seite zu machen, um ein anderes Genre im Regal ins Auge zu fassen. Das Ganze wäre vermutlich nicht ganz so schlimm, wenn ich eine Regalansicht mit Covern auf meinem Gerät hätte, aber wirklich reizvoll finde ich so eine Ansicht auch nicht, wie ich dank der diversen Plattformen mit eBook-Angeboten sagen kann.

Zuletzt ist es noch so, dass ich wirklich gerne gedruckte Bücher in den Händen halte. Selbst die dicken Wälzer, die auf Dauer zu schmerzenden Handgelenken führen und die man nur längere Zeit am Stück lesen kann, wenn man sie auf der Sofalehne oder einem Tisch ablegt, finde ich angenehmer als den dünnen Reader zu halten. Dabei ist mein altes Gerät im Vergleich zu neueren Readern sogar verhältnismäßig dick und schwer, aber er liegt trotzdem nicht so gut in der Hand wie die meisten Bücher es tun. Außerdem ich finde es erholsam, wenn ich, nachdem ich jeden Tag Stunden vor dem Bildschirm verbringe, auf Papier blicken kann, statt schon wieder von einem Bildschirm angestrahlt zu werden (selbst wenn mein Reader keinen beleuchteten Bildschirm hat).

So bleibt es wohl auch in Zukunft dabei, dass ich versuche, irgendwie genügend Regalplatz in der Wohnung zu schaffen und bei jedem Umzug über all die Kartons entsetzt bin. Und dabei habe ich bei all den Gedanken zum Thema eBooks nicht mal über Comics, Manga und Spiele geredet, ebensowenig wie über die Tatsache, dass mein Mann nicht nur großteils ähnliche Hobbies hat wie ich, sondern auch noch eine Sammlung von Schallplatten und Brettspielen ...

Mittwoch, 1. Februar 2017

Februar-SuB 2017

Der Januar war ein ziemlich arbeitsreicher Monat und ich hatte nicht erwartet, dass ich ausreichend Lesezeit finden würde. Aber dank der richtigen Lektüre - also lauter locker-flockig zu lesende dünne Romane (zum Großteils Kinderbücher) - und der Tatsache, dass mein Mann abends so erledigt war, dass er deutlich früher als normal ins Bett ging und ich die so entstandene ablenkungsfreie Zeit zum Lesen genutzt habe, sind es dann doch 15 Bücher, 5 Kurzgeschichten und 1 Manga geworden. Dummerweise gehen mir so langsam die dünnen, einfachen Bücher aus, während die stressige Zeit erst jetzt so richtig anfängt.

Für die erste Februarwoche habe ich noch zwei vorbereitete Blogbeiträge terminiert, ansonsten weiß ich nicht, ob ich in den nächsten Wochen zum Bloggen und Kommentieren komme. Im schlimmsten Fall lesen wir uns dann erst im März wieder (vorausgesetzt, dass es mit dem Internetzugang in der neuen Wohnung reibungslos funktioniert).

  1. Holly Black: The Darkest Part of the Forest
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  3. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  4. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  6. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes - A Memoir by Lady Trent
  7. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  8. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  9. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  10. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  11. Gail Carriger: Curtsies and Conspiracies (Finishing School 2)
  12. Agatha Christie: Curtain - Poirot's Last Case
  13. Jennifer Estep: Cold Burn of Magic
  14. Mira Grant: Deadline (Newsflesh #2)
  15. Mira Grant: Blackout (Newsflesh #3)
  16. Alex Grecian: The Yard
  17. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  18. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  19. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  20. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  21. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  22. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  23. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  24. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  25. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  26. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  27. Diana Wynne Jones: The Islands of Chaldea
  28. Diana Wynne Jones: A Tale of Time City
  29. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  30. Sarah Kuhn: Heroine Complex
  31. Lynn Kurland: Star of the Morning
  32. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  33. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  34. Bishop O'Connell: The Stolen
  35. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  36. Cindy Pon: Serpentine
  37. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  38. Philip Reeve: Larklight
  39. John Scalzi: Fuzzy Nation
  40. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  41. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  42. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  43. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  44. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  45. Charles den Tex: Die Zelle
  46. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  47. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  48. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  49. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
  50. Xinran: Gerettete Worte
  51. Xinran: Wolkentöchter
  52. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

52 Titel auf dem SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)