Dienstag, 15. August 2017

Arthur Schnitzler: Fräulein Else (Hörbuch)

Das Hörbuch "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler ist eine Leihgabe von Ariana, deren Rezension mich vor einiger Zeit auf den Titel neugierig gemacht hat. Ich muss gestehen, dass ich über die Geschichte nicht viel wusste - abgesehen davon, dass sie in den 1920er Jahren geschrieben wurde - und deshalb recht unbefangen an das Hörbuch heranging. Man trifft die neunzehnjährige Protagonistin Else in Südtirol, wo sie mit einer Tante und ihrem Cousin Paul Urlaub macht. Schon früh wird deutlich, dass es eine Gefälligkeit der Tante ist, dass Else sich diese Reise gönnen kann, obwohl sie eine Tochter aus einem gebildeten und eigentlich nicht unvermögenden Haushalt zu sein scheint.

Die gesamte Handlung erlebt man aus Elses Sicht, genauer gesagt verfolgt man ihre Gedanken. Anfangs war mir Else eher unsympathisch, denn sie scheint oberflächlich, undankbar und sehr kritisch gegenüber ihren Mitmenschen zu sein. Später hingegen erfährt man mehr über ihre familiäre Situation, wodurch ihre Persönlichkeit zumindest für mich nachvollziehbarer wurde. Während dieses Urlaubs bekommt Else dann einen Brief ihrer Mutter, in dem diese berichtet, dass Elses Vater Gelder veruntreut hat und ins Gefängnis kommt, wenn er nicht innerhalb weniger Tage seine Schulden bezahlt. Die einzige Möglichkeit, an Geld zu kommen, so die Aussage der Mutter, besteht darin, dass Else den ebenfalls im Hotel anwesenden Kunsthändler Dorsday um Begleichung der Schulden bittet. Der Kunsthändler sei ein alter Freund des Vaters und hätte schon bei früheren Gelegenheiten ausgeholfen - außerdem würde er Else mögen, was ihn ihrer Bitte gegenüber gewogener machen sollte.

Nach diesem Brief weiß Else nicht so recht, was sie tun soll. Waren ihre Gedanken vorher vor allem oberflächlicher Natur, bei der nur selten die Sorgen der jungen Frau durchschimmerten, so spielt sie nun alle Möglichkeiten, die sie hat, im Kopf durch und findet keinen Ausweg. Der Kunsthändler Dorsday ist in ihren Augen ein widerlicher Mensch, die Vorstellung, überhaupt jemanden um Geld bitten zu müssen, um den Vater vor seinen eigenen Fehlern zu bewahren, ist ihr auch entsetzlich unangenehm, aber auf der anderen Seite fühlt sie sich ihrer Familie verpflichtet. Außerdem hätte es natürlich auch für sie schlimme Folgen, wenn ihr Vater im Gefängnis landen würde. Am Ende wählt sie einen recht extremen Weg für ihren Versuch, ihren Vater zu retten, und Arthur Schnitzler lässt offen, welche Folgen dies für Else hat.

Natürlich ist die Kritik an einer Gesellschaft, in der Geld oder das Ansehen des Vaters mehr bedeuten als die Unversehrtheit einer jungen Frau, unübersehbar in der Geschichte. Vor allem haben sich meine Gedanken um die Eltern der Protagonistin gedreht - ehrlich gesagt sogar mehr als um die Frage, was wohl am Ende aus ihr wird -, weil es da so viele kleine Bemerkungen in Elses Gedanken gibt, die von zwei unfassbar egozentrischen Personen zeugen, die sich (wenn man Elses Aussagen glauben darf) kaum um ihre Tochter gekümmert haben. Wenn man dann den Charakter ihrer Eltern in Betracht zieht, ist es wiederum kein Wunder, dass aus Else eine Frau wurde, die an dem zerbricht, was ihre Eltern und ihre Umgebung von ihr fordern. Insgesamt finde ich es auf jeden Fall spannend, was alles in dieser - relativ kurzen - Erzählung steckt und wie viele Gedanken ich mir beim Hören über das Ganze gemacht habe.

Gelesen wurde die Geschichte von Senta Berger, die die Else hervorragend verkörpert hat. Obwohl die Schauspielerin deutlich älter als 19 Jahre war, als sie das Hörbuch eingelesen hat, habe ich ihr die sprunghaften Gedanken und extremen Stimmungsschwankungen von Fräulein Else abgenommen. Vor allem aber war es beeindruckend, wie schnell Senta Berger innerhalb eines Satzes von einem Extrem ins andere fallen konnte. Else wechselt innerhalb von Sekundenbruchteilen von Verzweiflung, Hilflosigkeit bis zum Übermut und ich bin mir sicher, dass es nicht leicht war, das überzeugend vorzutragen, aber die Sprecherin hat es geschafft. Zum Hören war das stellenweise etwas anstrengend, aber eben auch zum Text und zur Handlung passend.

Sonntag, 13. August 2017

Urlaubshalbzeit

Der Besuch ist gestern Mittag wieder nach Hause gefahren und hinterlässt die Erinnerung an eine entspannte Woche mit netter Gesellschaft, gutem Essen und vielen lustigen Momenten. Nachdem ich den gestrigen Nachmittag vor allem mit der liegengebliebenen Wäsche verbracht habe, gibt es heute noch einmal einen faulen Sonntag, an dem ich nur ein bisschen nähen, spielen und lesen werde, bevor die zweite Urlaubswoche (meines Mannes) beginnt.

Für die kommende Woche stehen schon ein paar Termine an. Aber vor allem habe ich das Durchgangszimmer auf meinem Plan, in dem sich noch die großen Umzugskartons an einer Wand stapeln. Diese Kartons sind nur bis zur Hälfte (mit Büchern) gefüllt, nachdem wir in den letzten Monaten die Dinge, die auf den Büchern lagen, herausgenommen und verwendet oder verstaut haben. Aber da es bis zum Jahresende (wenn ich mir hoffentlich die nächste Runde Regale leisten kann) noch ein bisschen hin ist und mich die wenig effiziente Packweise der Kartons ganz kribbelig macht, werde ich diese Kartons in der kommenden Woche umpacken. Inzwischen haben wir genügend Buchkartons ausgeräumt, damit sich das Umpacken lohnt. Und da die Buchkartons deutlich kleiner sind als die normalen Umzugskartons, wird der Raum nach dieser Aktion nicht nur ordentlicher aussehen, sondern wir werden auch mehr Platz haben, um uns darin zu bewegen.

Ich hoffe nur, ich stolpere dabei nicht über zu viele Bücher, die ich auf der Stelle lesen muss und nicht wieder verstauen kann. ;)

Mittwoch, 9. August 2017

Sehr lange Christie


Nachdem unsere Hübsche in den letzten Tagen mit einer heftigen Ohrenentzündung zu kämpfen hatte, geht es ihr inzwischen sichtbar besser. Morgen haben wir den nächsten Tierarztermin, um die Ohren zu kontrollieren. Da in der letzte Woche die Gehörgänge so zugeschwollen und verschmutzt waren, dass der Arzt das Trommelfell nicht kontrollieren konnte, hoffe ich sehr, dass er da morgen nichts Gravierendes finden wird. Christie selber scheint sich wieder rundum wohl zu fühlen und lässt sogar die vom Arzt verordneten Ohrmassagen relativ entspannt über sich ergehen.


Frech genug, um die Nacht im Gästebett zu verbringen, ist sie auch schon wieder! :D

Montag, 7. August 2017

Statt einer Rezension gibt es heute einen Blick ins Wohnzimmer


Eigentlich wollte ich am Wochenende noch zwei Rezensionen für den Blog beenden, die ich dann in dieser Woche veröffentlicht hätte. Aber da ich/wir in den letzten Tagen damit beschäftigt waren, das Wohnzimmer umzuräumen und allen möglichen Kleinkram zu erledigen, bevor heute unser Besuch eintrifft, habe ich die Texte natürlich nicht auf die Reihe bekommen. Auch den letzten Wohnzimmer-Vorhang habe ich nicht ganz fertigstellen können - ich werde in den kommenden Tagen noch an den letzten Zentimeter Raffband und der unterste Naht arbeiten müssen -, aber immerhin hängen schon mal Vorhänge und das Wohnzimmer sieht jetzt deutlich strukturierter aus.


Wirklich schön ist die Lösung mit dem "Gästebett-Sessel" nicht, aber das Wohnzimmer ist nun mal der einzige Ort, wo das Ding hinpasst. Mir war es wichtig, dass wir endlich mal eine bequeme Übernachtungsmöglichkeit für Gäste haben. Da kann ich damit leben, dass unser Wohnzimmer noch voller aussieht, als es eh schon ist. Die Kartonwand wird hoffentlich zum Jahresende verschwinden, wenn wir uns dann die nächste Runde Regale leisten können. Bis dahin wird auch mein schon stehendes Regal ziemlich unordentlich aussehen, weil ich da die schon ausgepackten Sachen querbeet reingestopft habe und mit dem Sortieren warten will, bis ich all meine Schätze in einer Großaktion verstauen kann. Ansonsten fehlen nur noch mein Schmetterlingsbild (das über den Tisch mit der Stereoanlage gehört und sich bislang noch in einem der Kartons versteckt) und ein großes Bild über dem Sofa (das ich vermutlich selbst malen werde, wenn ich mich mit mir auf ein Motiv einigen kann *g*).


Da heute Mittag der Besuch eintrifft, weiß ich nicht, wie viel ich mich diese Woche auf meinem und anderen Blogs melden werde. Aber ab und an bin ich bestimmt online ... ;)

Freitag, 4. August 2017

Sommergeräusche

Am vergangenen Sonntag saß ich nachmittags auf dem Sofa und spielte, während mein Mann versuchte ein Youtube-Video zu schauen. Da wir zu dem Zeitpunkt gerade lüfteten, fluchte er immer wieder vor sich hin, weil er trotz aufgedrehtem Ton an einigen Stellen kaum etwas von seinem Video hören konnte. Neben dem "telefonierenden Nachbarn", der von Freitagabend bis Montagmorgen mit einer sehr durchdringenden Stimme in der Nachbarwohnung durchgehend zu telefonieren scheint, hörten wir nicht nur den üblichen Verkehrslärm, sondern auch klingelnde Hundehalsbänder, jemanden, der Trompete übte, ein Auto mit Startproblemen, Leute, die sich lauthals und angeregt miteinander unterhielten, und viele andere Geräusche, bei denen ich in der Regel froh bin, dass unsere Fenster den Lärm so gut abhalten.

Spannend finde ich es, dass es in diesem Viertel deutlich lauter ist als in unserem alten Stadtteil, ich den Lärm aber normalerweise nicht so schlimm finde wie in der alten Wohnung. Natürlich stören mich die Baustellen im und hinterm Haus, und wenn der Geräuschpegel dadurch zu hoch wird, kann ich oft nichts anderes tun als abwarten, bis die Handwerker Feierabend machen, bevor ich selbst etwas auf die Reihe bekomme. Aber insgesamt geht mich das alles nicht mehr so viel an wie früher, so dass ich Geräusche allgemein besser ignorieren kann, wenn der Lärm nicht zu ohrenbetäubend ist. In der alten Wohnung war ich die einzige Person, die den ganzen Tag ansprechbar war, was bedeutete, dass jeder Handwerker, jeder Paketbote und jeder andere Mensch, der etwas von der Hausgemeinschaft wollte, bei mir klingelte. Außerdem wohnten wir im Erdgeschoss, so dass es keine Distanz zwischen mir und dem Treiben auf der Straße gab, und die Fenster waren so wenig schallisoliert, dass ich jedes Gespräch, jedes Telefonat Wort für Wort mithören konnte. (Ich bin immer wieder fasziniert davon, welche privaten Details und wichtigen Daten manche Leute quer über die Straße brüllen, weil ihre Verbindung schlecht ist. Datenphishing ist da definitiv nicht mehr notwendig, wenn jeder Zuhörer alles mitbekommen kann.)

In der aktuellen Wohnung hingegen sind diese "persönlicheren" Geräusche in der Regel gut durch die Fenster gefiltert. Ein Gespräch muss schon etwas erregter verlaufend - wie zum Beispiel die diversen Szenen, in denen die aufgedrehten oder müden Kindergartenkinder von gegenüber auf ihre ungeduldigen und/oder müden Eltern treffen - damit ich es durch die geschlossenen Fenster mithören kann. Ich bekomme auch so noch genug von der Nachbarschaft mit, aber all diese Elemente (vom Baulärm abgesehen) laufen tagsüber als eher lästiges Hintergrundrauschen, während ich mich abends regelmäßig amüsiere (sehr schön sind da z. B. immer wieder die beiden Damen, die sich gegenseitig "Rapunzel" und "Dornröschen" nennen Oo) oder es sogar angenehm finde, wenn aus der Ferne Lachen und Gespräche an mein Ohr dringen. Letzteres erinnert mich an meine Kindheit, wenn ich in heißen Nächten nicht schlafen konnte und mich hinterm Vorhang versteckt auf die Fensterbank setzte, um den Nachbarn zuzuschauen, die im Garten nebenan feierten.

Ich finde es faszinierend, welch kleine Veränderungen dazu führen, dass bestimmte Geräusche als Lärm empfunden werden und welche Erinnerungen dafür sorgen können, dass manche Geräusche trotz der nicht unerheblichen Lautstärke als angenehm empfunden werden.

Dienstag, 1. August 2017

August-SuB 2017

Es hatte sich ja schon Mitte Juli angedeutet, dass ich gerade in einer etwas fahrigen Lesestimmung bin. Ich habe zwar ein paar Bücher beendet, aber die angefangenen Titel stapeln sich weiterhin auf dem Wohnzimmertisch und warten darauf, dass ich in der richtigen Stimmung bin. Immerhin habe ich im vergangenen Monat endlich wieder Hörbücher gehört! Das habe ich seit November 2016 nicht mehr gemacht, weil mein Kopf zu voll war, um mir etwas vorlesen zu lassen. Insgesamt habe ich also im Juli 9 Bücher und 3 Kurzgeschichten gelesen und 4 Hörbücher gehört. Je mehr ich mir das Lesen von Comics und Manga vornehme, desto weniger scheine ich es auf die Reihe zu bekommen, aber vielleicht ändert sich das in den kommenden Wochen auch wieder.

Im August werde ich vermutlich auch nicht so viel zum Lesen kommen. Auf der einen Seite lockt die (im gestrigen Beitrag erwähnte) neue Konsole, auf der anderen Seite werden wir in diesem Monat ziemlich viel (Übernachtungs-)Besuch haben und sind auch so für unsere Verhältnisse viel verabredet. Außerdem gibt es natürlich noch etwas Arbeit zu erledigen und dann sind da noch die Vorhänge fertig zu nähen - und überhaupt wird mir wohl so schnell nicht langweilig. Ich hoffe nur, ich finde zwischendurch Zeit für meine Bücher und den einen oder anderen Blogbeitrag. ;) (Wobei ich mir den 3. Sonntag im Monat schon markiert habe und wir bislang an dem Tag auch nichts vorhaben, so dass der geplante Lesetag auf jeden Fall mit mir stattfinden kann!)

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes - A Memoir by Lady Trent
  6. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings - A Memoir by Lady Trent
  7. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  8. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  9. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  10. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  11. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  12. Alex Grecian: The Yard
  13. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  14. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  15. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  16. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  17. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  18. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  19. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  20. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  21. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  22. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  23. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  24. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  25. Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs
  26. Sarah Kuhn: Heroine Worship
  27. Claire Legrand: Some Kind of Happiness
  28. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  29. Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones
  30. Bishop O'Connell: The Stolen
  31. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  32. Cindy Pon: Serpentine
  33. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  34. Philip Reeve: Larklight
  35. John Scalzi: Fuzzy Nation
  36. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  37. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  38. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  39. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  40. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  41. Charles den Tex: Die Zelle
  42. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  43. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  44. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  45. Xinran: Gerettete Wort
  46. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

46 Titel auf dem SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Montag, 31. Juli 2017

Neues Spielzeug!

Seitdem ich vor einem Jahr die Videos von der E3 gesehen habe, in denen das neue 3DS-Spiel "Ever Oasis" vorgestellt wurde, habe ich auf dieses Spiel gewartet. Es wurde zwar von Grezzo entwickelt, aber sowohl der Trailer, als auch die Beschreibungen dazu haben mich sehr an ein paar meiner Lieblingsspiele von Level 5 erinnert. Das letzte Mal habe ich mich so sehr auf ein Spiel gefreut, als "Fantasy Life" angekündigt wurde - und am Ende habe ich über 300 Stunden mit dem Spiel verbracht und nur aufgehört, weil ich keine weiteren Herausforderungen oder Aufgaben mehr zu lösen hatte.


Dummerweise brach kurz vor Erscheinen von "Ever Oasis" erst bei meinem 3DS XL das Schiebepad und wenige Tage später ging auch die Konsole von meinem Mann kaputt. Da saß ich nun mit meinem neuen Spiel und konnte nur die Packung bewundern ... Nachdem wir gründlich drüber nachgedacht (und einen Blick aufs Urlaubsgeld) geworfen hatten, stand fest, dass wir uns noch ein paar Wochen gedulden und uns dann zwei New 2DS XL besorgen würden. Am Freitag zogen die beiden neuen Geräte dann bei uns ein. Eine weiß-orange Konsole für mich und eine schwarz-türkise für meinen Mann. Der Freitagabend ging zum Teil für den Datentransfer drauf, aber so lange dauerte das zum Glück nicht. Was bedeutet, dass wir gerade in unseren freien Minuten mit dem 2DS vor der Nase rumsitzen und uns darüber freuen, dass wir endlich wieder spielen können


Ich fürchte nur, ich habe meinem Mann zu sehr von "Ever Oasis" vorgeschwärmt, denn am Samstagabend landete das Spiel dann prompt auch noch in seiner Konsole. (Nur gut, dass es zwei Speicherstände gibt und wir so beide das Spiel spielen können. *g*) Wenn ich mich also in den kommenden Tagen etwas rarer mache, dann könnte es sein, dass ich gerade damit beschäftigt bin, mir eine blühende Oase inmitten einer Wüste voller Chaosmonster aufzubauen. ;)

Samstag, 29. Juli 2017

John Scalzi: Miniatures (Hörbuch)

"Miniatures - The Very Short Fiction of John Scalzi" ist eine Sammlung von Kurzgeschichten von John Scalzi, die dieser im Laufe seiner Autorenkarriere geschrieben hat. Darunter befindet sich nicht nur die erste veröffentlichte Geschichte des Autors, sondern auch ein Gedicht, das er noch zu Collegezeiten geschrieben hat (was man dem Text auch anmerkt). Ich habe die Hörbuchversion der Anthologie gehört und neben John Scalzi (Vorwort und Einleitungen zu den Geschichten) werden die Texte von Luke Daniels, Peter Ganim, Khristine Hvam, Greg Cope White und Fred Berman gesprochen. Dabei musste ich mich an den einen oder anderen Sprecher zwar gewöhnen, wenn eine neue Geschichte anfing, aber insgesamt haben sie alle ihre Arbeit sehr gut gemacht. Auch haben sie meinem Gefühl nach den Humor der verschiedenen Geschichten durch ihre Leistung weiter betont, ohne dass es mir übertrieben vorkam.

Die Spanne der Themen reicht von einem Gespräch mit Pluto, der über seine Herabstufung vom "Planeten" zum "Zwergplanet" nicht besonders glücklich ist, über "außerirdische Tiergeschichten" oder "Verhaltensregeln für Supermarktmitarbeiter beim Kontakt mit außerirdischer Kundschaft" bis zu den Dingen, die unsere "intelligenten Haushaltsgeräte" über uns denken. Bei jeder dieser Geschichten ist der Science-Fiction-Anteil unübersehbar und bei jeder habe ich mich sehr über den Einfallsreichtum von John Scalzi gefreut. Ich muss auch gestehen, dass diese Geschichten für mich in die selbe Kategorie fallen wie die Science-Fiction-Anthologiebeiträge, die ich als Teenager gelesen habe und an die ich heute noch Erinnerung habe. Je skurriler und humorvoller, desto länger scheinen SF-Geschichten bei mir hängenzubleiben. Während ich zu den eher gewichtigeren Romanen, die ich zur selben Zeit aus dem Genre gelesen habe, nur noch wenige Wissensfragmente aufrufen kann. Vielleicht liegt es daran, dass humorvolle Geschichten es dem Leser selber überlassen den bitteren Kern hinter den auf den ersten Blick amüsanten Geschehnissen zu entdecken.

Interessant fand ich auch die Einleitungen zu den Geschichten, in denen John Scalzi von der Zeit und der Idee hinter der Handlung erzählt. Ich mag solche kleinen Hintergründe und hier passten sie gut als Übergang zwischen den vielen unterschiedlichen Geschichten. Denn während ich bei einem Buch relativ wenige Probleme damit habe, wenn ich es nach ein paar Seiten wieder aus der Hand lege, so bleibe ich bei einem Hörbuch doch in der Regel länger dabei, und ohne diese Übergänge bestände bei "Miniatures" eher die Gefahr, dass die verschiedenen Aspekte der Geschichten miteinander verschwimmen und man - trotz der unterhaltsamen Erzählweise und den unterschiedlichsten Grundideen - das Ganze nicht mehr richtig würdigen könnte. Auch so habe ich immer mal wieder eine kleine Pause zwischen den Geschichten eingelegt, wenn ich das Gefühl hatte, es wären zu viele Figuren und Ideen auf einmal, um die sich nun meine Gedanken drehten, damit ich die verschiedenen Handlungen nachklingen zu lassen konnte. Insgesamt habe ich mich gut amüsiert und werde bestimmt irgendwann noch einmal zu diesem Hörbuch greifen und mich von John Scalzis ungewöhnlichen Geschichten unterhalten lassen.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Lee Goldberg: King City (Hörbuch)

Nachdem ich bislang in diesem Jahr keine Hörbücher gehört hatte, habe ich gerade einen richtigen Lauf und bin schon beim vierten Hörbuch in diesem Monat. "King City" von Lee Goldberg wird nicht jedem Hörer gefallen, denn die Handlung ist unrealistisch, simpel gestrickt und voller amerikanischer Ideale. Wer aber kein Problem mit Geschichten hat, in denen ein guter, aufrechter Polizist gegen eine durch und durch korrupte Stadt antritt, in der sich die Gangster und die Politiker nichts nehmen, der bekommt mit "King City" ein gut eingelesenes und unterhaltsames Hörbuch. Ich muss gestehen, dass ich mir beim Zuhören immer wieder Clint Eastwood als den Protagonisten Tom Wade vorgestellt habe (und zwar weniger wegen der "Dirty Harry"-Filme als wegen seiner Rolle in "Gran Torino").

Zu Beginn von "King City" bekommt man mit, wie der Polizist Tom Wade seine Kollegen wegen Korruption verpfeift und deshalb fast zwei Jahre vom Dienst freigestellt wird. Nachdem der Prozess abgeschlossen ist, gibt es keinen Grund mehr, ihn nicht wieder in den aktiven Dienst zu stellen - doch niemand möchte mit jemandem zusammenarbeiten, der seine eigenen Kollegen an die Justizbehörde meldet. Um Tom Wade auf die eine oder andere Art loszuwerden, bekommt er die neu eingerichtete Polizeistelle in "Darwin Gardens" (einer Gegend, in der nur die Stärksten überleben) zugeteilt. Gemeinsam mit zwei Kollegen, die gerade erst ihre Ausbildung beendet haben, soll er in dem schlimmsten Viertel der Stadt wieder für Recht und Ordnung sorgen. Dass man mit gerade mal drei Personen keinen Stadtteil abdecken kann, ist dabei sowohl Tom als auch seinen Vorgesetzten bewusst, aber um den viel zu aufrechten Polizisten loszuwerden, ist dem Polizeichef jedes Mittel recht.

Ich gebe zu, ich finde es ab und an sehr erholsam, einer Figur zuzuhören, die voller Ideale und Überzeugungen ist und die zu nicht immer gesetzeskonformen Mitteln greift, um für das Gute zu streiten. Bei "King City" sind die in der Stadt herrschenden Regeln wirklich extrem. So wird die Südstadt inzwischen nicht mehr auf Stadtplänen ausgewiesen und es gibt auch keine Streifenbeamten oder sonstige Rechtsvertreter, die in diesem Teil der Stadt für Ordnung sorgen. Stattdessen ist es üblich, die Obdachlosen, Verwirrten oder lästige Kriminelle dieser und umliegender Städte in "Darwin Gardens" abzuladen und darauf zu hoffen, dass sich die mit diesen Personen verbundenen Probleme so von selbst lösen. So kämpft Tom Wade in den ersten Tagen auf seiner neuen Wache vor allem darum, den wenigen alteingesessenen Anwohnern zu zeigen, dass die Polizei wieder präsent ist und von nun an dafür sorgen wird, dass Recht und Ordnung ins Viertel zurückkehren werden. Dass er sich dabei mit dem örtlichen Gangsterboss ebenso wie mit seinen Vorgesetzten anlegt, versteht sich dabei von selbst.

Für etwas Auflockerung in dieser Geschichte sorgt das Verhältnis von Tom Wade zu seinen beiden jungen Kollegen. Der häufig naiv wirkende Billy nimmt anscheinend alles auf die leichte Schulter und findet es eher cool, wenn die Gefahr besteht, dass er angeschossen wird. Die deutlich ernsthaftere Charlotte hingegen ist anfangs überaus empört darüber, dass man sie in diesen Stadtteil abgeschoben hat, obwohl sie die besten Noten auf der Polizeischule hatte. Vor allem ist sie wütend darüber, da ihr nur zu bewusst ist, dass sie diesen Posten der Tatsache zu verdanken hat, dass sie sowohl farbig als auch eine Frau ist. Für sie sind Tom Wades Regelbrüche - selbst wenn sie nachvollziehen kann, warum er sie begeht - nur schwer erträglich. Auf der anderen Seite ist sie gewillt, gegen all die Ungerechtigkeiten, die sie Tag für Tag in "Darwin Gardens" sieht, vorzugehen. Ich mochte das Verhältnis dieser drei Figuren zueinander und die unterschiedlichen Sichtweisen dieser Charaktere auf die diversen Vorfälle.

Gesprochen wird das Hörbuch von Klaus-Dieter Klebsch, dessen dunkle raue Stimme gut zur Atmosphäre in "King City" passt. Seine ruhige Erzählweise betont die lakonische Art von Tom Wade, es gelingt dem Sprecher aber auch, den ausführlichen Gedanken, die sich der Protagonist zum Verfall von "Darwin Gardens" oder zu den Verhaltensweisen der verschiedenen Personen macht, gerecht zu werden. Obwohl es mit einer so tiefen Stimme für einen Sprecher eher schwierig ist, eine Frau darzustellen, hatte ich nie das Gefühl, dass das leichte Anheben der Stimme, das Klaus-Dieter Klebsch in diesen Passagen verwendete, gekünstelt oder unangenehm klingen würde. Insgesamt habe ich mich mit "King City" wirklich gut unterhalten gefühlt und wenn ich mal wieder Lust auf diese spezielle Art von Geschichte habe, werde ich schauen, ob ich weitere Hörbücher von Lee Goldberg (und mit etwas Glück gesprochen von Klaus-Dieter Klebsch) finde.

Montag, 24. Juli 2017

Tanya Huff: Fifth Quarter (A Quarters Novel 2)

"Fifth Quarter" von Tanya Huff gehört zwar zu den "Quarters Novels", ist aber keine direkte Fortsetzung von "Sing the Four Quarters". Diese Geschichte spielt viele Jahre nach dem ersten Band und wird vor allem aus der Sicht von Vree erzählt, die gemeinsam mit ihrem Bruder Bannon zu den Assassinen der Armee des Havakeen-Imperiums gehören. Genau genommen sind Vree und Bannon die besten Assassinen in der Sechsten Armee und so ist es selbstverständlich, dass sie den Auftrag bekommen, einen rebellischen Gouverneur zu töten, obwohl er sich in einer gut gesicherten Festung verschanzt hat. Was nach einem Routineauftrag für die Geschwister ausschaut, entpuppt sich schnell als eine ungewöhnliche Falle, die dazu führt, dass Bannons Körper von einer anderen Persönlichkeit übernommen wird. Um zu verhindern, dass ihr Bruder stirbt, zieht Vree seine Seele in ihren eigenen Körper.

Doch zwei Assassinen - egal, wie nah sie sich stehen - sind zu viel für einen Körper, und die einzige Möglichkeit, alles wieder in Ordnung zu bringen, besteht darin, Bannons Körper zurückzuerobern. Aber wie soll Vree den Körper ihres Bruders wieder für ihn zurückbekommen, wenn all ihre üblichen Methoden doch nur dafür sorgen würden, dass Bannons Körper zu Schaden kommt. Die einzige Alternative scheint darin zu bestehen, dass Vree mit dem Körperdieb Gyhard zusammenarbeitet, bis dieser ein anderes Gefäß für seine Seele gefunden hat. So wird Vree gezwungen, alles zurückzulassen, was ihr bislang wichtig war, und ihre Eide gegenüber der Armee zu brechen, um ihren Bruder zu retten. Während die beiden Geschwister darum kämpfen, ihre körperliche (und seelische) Unversehrtheit zurückzubekommen, erheben sich an einem anderen Ort des Imperiums Tote aus ihren Gräbern, um dem Willen eines wahnsinnigen Nekromanten zu dienen.

Ich mag es sehr, wie Tanya Huff die Charaktere in diesem Roman angelegt hat. Sie alle haben ihre Stärken und Schwächen und es wird im Laufe der Geschichte nicht mehr so einfach zu sagen, wer von ihnen "gut" und wer "böse" ist. Doch besonders spannend war es, die Entwicklung von Vree und Bannon zu verfolgen. Die beiden Geschwister standen einander immer sehr nah und während Bannon häufig wie ein verwöhnter Egozentriker wirkt, ist Vree so sehr daran gewöhnt, als große Schwester auf ihn aufzupassen, dass sie trotz all seiner Schwächen immer für ihn da ist. Doch die Nähe, die die beiden zwangsweise ertragen müssen, während sie sich Vrees Körper teilen, führt in mehr als einer Hinsicht zu starken Spannungen. Dazu kommt, dass Vree Gyhard im Laufe der Zeit immer besser versteht und sich sogar zu ihm hingezogen fühlen könnte, wenn dieser nicht im Körper ihres Bruders stecken würde.

Obwohl es viele äußere Einflüsse gibt (sie werden von der Armee gesucht, sie müssen gegen wandelnde Toten ankämpfen, sich auf die Suche nach einer entführten Person machen und mit einer unerwarteten Reisebegleitung arrangieren), dreht sich die Handlung vor allem um Vrees innere Konflikte und die Auswirkungen, die diese auf Bannon und Gyhard haben. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto klarer wird einem eigentlich, dass es aus dieser Situation keinen einfachen Ausweg gibt. Und je mehr man sich wünscht, dass es doch irgendwie ein Happy End für alle Beteiligen geben möge, desto mehr fragt man sich als Leser wie das überhaupt möglich sein soll - und kommt immer wieder zu dem Schluss, dass all diese Figuren zu viel durchmachen mussten, um am Ende ihr Leben normal wieder aufnehmen zu können. Ich fand es großartig, wie Tanya Huff die vielen Probleme löst, aber ich frage mich auch, wie es für die verschiedenen Charaktere nach diesen Erlebnissen weitergehen kann. Deshalb würde ich - obwohl "Fifth Quarter" eigentlich in sich abgeschlossen ist - am liebsten sofort zum nächsten Band greifen, um genau das herauszufinden. Wenn eine Autorin mich dazu bringt, mir so viele Gedanken und Sorgen um fiktive Figuren zu machen, dann hat sie definitiv alles richtig gemacht.

Samstag, 22. Juli 2017

Vorhänge

Da der dreilagige Verdunklungsstoff nicht gut mit der Hand zu nähen ist, benötige ich 

1 Stunde für eine kurze Naht,
2 1/2 Stunden für eine lange Naht,
3 Stunden, um das Raffband ordentlich anzunähen.

Das ergibt insgesamt 120 Arbeitsstunden, um die gesamte Wohnung mit Vorhängen auszustatten.
Wenn ich die Zeit nicht einrechne, die ich zum Abstecken der Nähte benötige ...

Immerhin werde ich bis zum Ende dieses Monats wohl endlich die Vorhänge im Wohnzimmer und in der Küche hängen haben, was unser Leben hoffentlich deutlich verbessert, weil das die beiden Räume sind, die zur Zeit die meiste Sonneneinstrahlung im Laufe des Tages abbekommen.


Freitag, 21. Juli 2017

John Scalzi: The Dispatcher (Hörbuch)

"The Dispatcher" von John Scalzi ist eine Geschichte, die von dem Autor direkt als Hörbuch konzipiert wurde und die im ersten Veröffentlichungsmonat kostenlos bei Audible heruntergeladen werden konnte. Besorgt hatte ich mir das Hörbuch zum Veröffentlichungstermin im Oktober letzten Jahres, aber da ich in den vergangenen Monaten nicht in der Stimmung für Hörbücher war, hat es bis zum vergangenen Freitag gedauert bis ich die kurze Geschichte endlich angefangen habe. Mit 2 Stunden und 18 Minuten ist "The Dispatcher" perfekt für einen Nachmittag, an dem man in der Stimmung für eine Handlung ist, die mich stark an eine "hardboiled detective novel" erinnerte, obwohl sie eigentlich - vom Erzählton abgesehen - keine Merkmale dieses Genres aufweist.

Die Geschichte spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der die Menschen nur noch sterben, wenn sie durch einen natürlich Tod oder Selbstmord getötet werden. Jeder Person, die Opfer eines Mordes wird, wacht kurze Zeit später unbekleidet in ihrer Wohnung auf. Nachdem die Menschen sich sicher waren, dass diese unerwarteten Überlebenden keine Einzelfälle waren, wurden sogenannte "Dispatcher" ausgebildet, um unter anderem in Krankenhäusern Dienst als professioneller Mörder zu tun. Denn stirbt eine Person während einer OP, so bleibt sie tot, wird sie aber kurz vor ihrem absehbaren Ableben ermordet, dann bekommt sie eine weitere Chance auf eine erfolgreiche medizinische Behandlung. Wirklich beliebt sind die Dispatcher nicht und neben den vorhersehbaren Vorurteilen gibt es weitere Schattenseiten seines Berufs, wie der Protagonist Tony Valdez schnell herausfindet, nachdem ein Kollege von ihm spurlos verschwindet.

Ich fand die Welt, die John Scalzi für diese Geschichte geschaffen hat, sehr spannend, und ebenso faszinierend waren all die Konsequenzen, die sich aus einer Welt ergeben, in der Mordopfer nicht mehr sterben. Und obwohl die Menschen schon seit über acht Jahren mit der wundersamen Tatsache leben, dass Mordopfer nicht sterben, gibt es sehr viele Fragen rund um dieses Phänomen, die noch lange nicht geklärt sind. Dabei bemerkt man vor allem in den Dialogen zwischen Tony und seiner Begleiterin, welche theologischen, ethischen und philosophischen Aspekte die Menschen dank dieser Ereignisse beschäftigen. Doch noch mehr als diese fantastische Grundidee mochte ich den Ton in "The Dispatcher". Tony gerät gegen seinen Willen in die Ermittlungen rund um das Verschwinden seines Kollegen, und je mehr die Handlung voranschreitet, desto mehr erinnerte mich seine stoische Art, mit den Ereignissen umzugehen, an einen Erzählton, den ich so sonst vor allem aus amerikanischen Detektivgeschichten der 1930er und -40er Jahren kenne und den ich sehr mag.

Gelesen wird das Hörbuch von Zachary Quinto, dessen leicht raue Stimme wunderbar zu der Geschichte passt. Ich muss gestehen, dass ich den Schauspieler bislang in keinem einzigen Film gesehen habe, aber ich bin sehr beeindruckt von seiner Leistung als Hörbuchsprecher. Er verleiht den verschiedenen Figuren Charakter und verändert seine Stimme von Person zu Person ganz leicht, so dass man jede Figur sofort wiedererkennt, ohne dabei das Gefühl zu haben, er würde dabei übertreiben oder gar (bei den weiblichen Charakteren) lächerlich klingen. Allerdings musste ich mich anfangs ein wenig an seine Aussprache gewöhnen, aber das geht mir bei englischen Hörbüchern eigentlich immer so, so dass ich das nicht dem Sprecher ankreiden möchte. Ich muss gestehen, dass mir Zachary Quintos Leistung bei diesem Hörbuch so gut gefallen hat, dass er mein "amerikanischer David Nathan" werden könnte, wenn ich mehr Hörbücher von ihm in die Finger bekommen könnte. Leider gibt es bei Audible nur einen weiteren Titel, der von ihm eingelesen wurde - und der interessiert mich so gar nicht.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion (Darkbeast 2)

"Darkbeast Rebellion" von Morgan Keyes ist die Fortsetzung des Romans "Darkbeast", den ich im Dezember  gelesen habe. Der erste Band hat mich beim Lesen nicht vollkommen von den Füßen gerissen, aber ich wollte trotzdem unbedingt wissen, wie es mit Keara und den anderen Charakteren weitergeht. Da dies schon der zweite Band der Reihe ist und die Grundvoraussetzung sehr viel über das Ende des ersten Romans verrät, warne ich lieber vor, dass meine Rezension ab hier Spoiler zum ersten Teil enthält.

Nachdem Keara, Goran und Taggart den Inquisitoren entkommen sind, machen sie sich auf die Suche nach den "Darkers" - einer Untergrundgruppe von Leuten, die sich ebenfalls weigerten, ihre Darkbeasts zu töten, und die nun anderen zur Flucht verhelfen. Doch als das Mädchen und seine Freunde nach einer langen und mühsamen Reise eine Gruppe finden, bei der sie Unterschlupf bekommen, fühlt sich Keara nicht wohl mit diesen Menschen. Es fällt ihr schwer, Freunde zu finden, während Goran schon nach kurzer Zeit überall beliebt zu sein scheint, und ihr Darkbeast Caw behauptet, dass sich die Bindung zwischen diesen Darkers und ihren Darkbeasts seltsam anfühlt.

Ich muss gestehen, dass mein Hauptproblem mit den Darkbeast-Geschichten die Protagonistin ist. Keara ist ein realistisch gezeichneter Teenager, was ich der Autorin wirklich zugute halte, und sie entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter, was schön zu verfolgen ist. Aber trotz aller Fortschritte verfügt sie über eine sperrige Persönlichkeit, sie ist misstrauisch, eifersüchtig, ungeduldig und ihr fehlt in der Regel das Gespür für die Bedürfnisse ihrer Freunde, was für mich schwer zu lesen ist. Obwohl sie sich zum Beispiel Sorgen um Taggarts Gesundheit macht, da der alte Mann die beschwerliche Reise durch Schnee nicht gut verkraftet hat, bekommt man erst spät und in einem Nebensatz mitgeteilt, dass sie sich um Heilkräuter für ihn bemühte, und zu dem Zeitpunkt hat man schon das Gefühl. sie würde sich so sehr um sich selbst drehen, dass ihr egal ist, ob er gut behandelt wird oder nicht. Zum Glück gibt es noch ihr Darkbeast Caw, das ihr immer wieder den Kopf zurechtrückt und versucht, sie zu erziehen, und dessen Gespräche mit Keara einen davon überzeugen, dass sie nicht ausschließlich an sich selbst denkt.

Außerdem fand ich in "Darkbeast Rebellion" die Welt besser beschrieben als in "Darkbeast". Hatte ich im ersten Band noch bezweifelt, dass die erwähnten wirtschaftlichen und politischen Aspekte so funktionieren könnten, hatte ich hier nicht das Gefühl, dass irgendwas unausgewogen wäre. Vielleicht lag das nur daran, dass Morgan Keyes dem Leser weniger die Welt vorstellt, sondern un eher einen Blick hinter die Tempel- und Palastmauern gewährt, aber mir kam dieser Teil des Romans dieses Mal deutlich stimmiger vor. Auch mochte ich einen neu eingeführten Charakter sehr gern, der - trotz seiner Stellung in der Welt - eine "gewöhnlichere" Perspektive beiträgt. Durch ihn begreift man, wie das Leben für diejenigen ist, die ohne zu hinterfragen ihrer Pflicht tun und deshalb nicht einmal auf den Gedanken kommen, dass ein Darkbeast mehr sein könnte als ein lebendes Objekt, dem man all seine negativen Eigenschaften aufbürdet, um sie dann zu einem festgelegten Zeitpunkt zu entsorgen.

Durch diesen neuen Blick auf die Welt, die verschiedenen stimmig wirkenden Figuren und all die Wendungen, die die Handlung im Laufe des Romans nimmt, wurde "Darkbeast Rebellion" zu einer überraschend spannenden Lektüre. Keara und ihre Freunde müssen - obwohl es anfangs wirkt, als hätten sie einen sicheren Hafen erreicht - diverse Herausforderungen und Gefahren bestehen, während sich sich immer wieder fragen müssen, wie weit sie einander und ihren neuen Bekannten vertrauen können und wo wessen Loyalität liegt. Besonders fesselnd fand ich die letzten Kapitel, in denen es darum geht, dass Keara nicht nur zu einer wichtigen Entscheidung kommen, sondern auch einen Weg finden muss, um ihr Leben mit ihrem Darkbeast, ihre Freundschaft zu ihren Reisegefährten und ihr Verständnis für einen Außenseiter so auf die Reihe zu bekommen, dass sie weder sich noch die anderen gefährdet.

Montag, 17. Juli 2017

Katja Brandis: Carags Verwandlung (Woodwalkers 1)

Ich weiß gar nicht, wo ich über diese Reihe gestolpert bin, aber da die Grundidee nett klang und die Bibliothek den ersten Band in der Onleihe hatte, habe ich mir den mal ausgeliehen. "Carags Verwandlung" ist der erste Band der Woodwalkers-Serie von Katja Brandis (Sylvia Englert). Die Geschichte dreht sich im ersten Band um den jungen Carag, der ein (Gestalt-)Wandler ist. Seine Kindheit hat er gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Schwester als Puma tief in den Wäldern verbracht, so dass ihm das Leben als Raubtier deutlich vertrauter ist als das Leben in seiner zweiten Gestalt als Mensch. Doch die Welt der Menschen reizt den Jungen so sehr, dass er sich mit elf Jahren von seiner Familie verabschiedet und versucht, sich ein Leben als Mensch aufzubauen.

Doch ganz so einfach ist es für ihn nicht, unter "normalen" Menschen zu leben, und so ist er froh, als er herausfindet, dass es noch mehr Gestaltwandler (die sich selbst als Woodwalker bezeichnen) gibt. Carag bekommt sogar die Chance, mit vielen anderen Gestaltwandlern in einem Internat zu leben, wo er lernt, seine tierische und seine menschliche Seite im Gleichgewicht zu halten. Doch ganz so harmonisch ist das Leben unter seinesgleichen für Carag nicht, gibt es doch unter den Woodwalkern genauso Zu- und Abneigungen, Rassismus und Intoleranz wie unter den Menschen, und auch die Regeln der Schule selbst müssen eingehalten werden.

Insgesamt fand ich "Carags Verwandlung" wirklich nett zu lesen - nett genug, um mir auch die beiden schon erschienen Fortsetzungen bei der Bibliothek vorzumerken -, aber es hat sich beim Lesen auch bemerkbar gemacht, dass die Geschichte für Kinder ab zehn Jahren konzipiert wurde, so dass für meinen Geschmack einige Wendungen in der Handlung zu simpel aufgelöst wurden. Es war nett, die Menschenwelt aus Carags Sicht wahrzunehmen und mit ihm zusammen all die verschiedenen Gestaltwandler kennenzulernen. Einige Elemente, die Katja Brandis in die Geschichte eingebaut hat, finde ich wunderbar stimmig, wenn es um Carags natürliche Reaktion auf bestimmte Dinge geht, oder um Vorlieben und Abneigungen seiner Mitschüler, wenn es um ihren Alltag, ihr Essen oder auch nur darum geht, mit wem sie sich anfreunden.

Auf der anderen Seite gibt es auch unheimlich viele Elemente, bei denen ich irritiert war und das Gefühl hatte, dass ein Puma da doch anders empfinden müsste. So gibt es eine Szene, in der Carag den Geruch einer Mitschülerin unerträglich findet, da sie in ihrer nichtmenschlichen Gestalt eine Ziege ist. So richtig es ist, dass ein Puma Düfte deutlich intensiver als ein Mensch wahrnimmt, so würde ich doch eher vermuten, dass er als fleischfressendes Raubtier den Geruch eines potenziellen Beutetiers eher als appetitlich denn als unangenehm empfinden würde. Das ist jetzt kein großes Problem innerhalb einer ansonsten netten und unterhaltsamen Handlung, aber es hat mich beim Lesen gestört, weil ich das Gefühl hatte, dass immer wieder ein gut geschriebener Moment, in dem Carag als Puma in Menschengestalt überzeugte, durch eine kurz darauf folgende unstimmige Szenen wieder zunichte gemacht wurde. Von diesem kleinen Kritikpunkt abgesehen fand ich es wirklich schön, was sich die Autorin für all die verschiedenen Gestaltwandler so für Eigenschaften ausgedacht hat, und bin neugierig darauf, wie sich die Geschichte im Laufe der Zeit noch entwickelt.

Sonntag, 16. Juli 2017

Lese-Sonntag im Juli

Es ist der 3. Sonntag im Juli und somit mal wieder Zeit für einen Lesetag. Genau genommen fühlt es sich für mich noch wie Samstag an, aber es ist nach Mitternacht und ich bleibe vermutlich noch eine Weile wach, um auf meinen Mann zu warten, der heute wieder einen Brettspieltag mit Kollegen hatte. Und da ich jetzt eh zum Buch greife, kann ich auch schon den Beitrag zum Lesetag anfangen. ;) Es wird hier also im Laufe des Sonntags weitere Updates geben und wenn sich mir noch weitere Leute anschließen, verlinke ich sie am Ende dieses Posts.

Am Mittwoch hatte ich Fotos mit den Bücher gezeigt, die ich zu dem Zeitpunkt angefangen hatte. Inzwischen habe ich "Murder, Honey" von Vinnie Hansen ausgelesen (bzw. die zweite Hälfte quergelesen) und "Woodwalkers 1 - Carags Verwandlung" beendet (Rezi gibt es am Montag). Oh, und ich habe endlich wieder Hörbücher gehört - das erste Mal seit November letzten Jahres! Außerdem versuche ich jeden Tag eine Kurzgeschichte aus "Chicks Kick Butt" zu lesen. Aktuell hänge ich bei "Monsters" von Lilith Saintcrow. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte in einer Welt spielen lässt, die ihren Lesern schon bekannt ist. Da ich aber diese Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten nicht kenne, kann ich auf den ersten Seiten nur raten, dass die Protagonistin und die Leute, mit denen sie sich trifft, Vampire sind - und auf dieses "in der Luft hängen" zu Beginn einer Kurzgeschichte hatte ich am Samstagmorgen beim Frühstück keine Lust. Bevor ich also heute beim Frühstück vor dem selben Problem stehe, gebe ich der "Monsters" jetzt noch einmal eine Chance.


Update 1:40 Uhr

Am Ende war "Monsters" ganz nett, aber ich glaube immer noch, dass mir Hintergründe fehlen, die dafür gesorgt hätte, dass ich mehr von der Geschichte gehabt hätte. Was ich wirklich schade finde und mich an die vorhergehende Geschichte ("Hunt" von Rachel Vincent) denken lässt, die mich wirklich mitgenommen hat, obwohl ich die Figuren ebenso wenig kannte wie Eleni und Wolf aus "Monsters".

Und da gerade mein Mann zur Tür hereinkommt, wird es so langsam Zeit ins Bett zu gehen. Mal schauen, wann (und mit welchem Buch) ich nach meinem Nachtschlaf in den Tag starte.


Update 8:30 Uhr

So, da bin ich wieder. Zum Wachwerden starte ich mit einer Geschichte aus "Rise" von Mira Grant (Seanan McGuire) in den Tag. "Rise" ist eine Sammlung aller Kurzgeschichten, die die Autorin rund um ihre "Newsflesh"-Serie geschrieben hat. Nachdem ich im vergangenen Monat die ersten drei Teile der Serie gelesen hatte, wurde es Zeit mit dieser Anthologie zu beginnen. "San Diego 2014: The Last Stand of the California Browncoats" erzählt von Zombies bei der San Diego Comic Con und die Geschichte ist mit gut 100 Seiten nicht gerade kurz. ;)


Update 10:45 Uhr

Hach, Seanan McGuire kann einfach schreiben und die Vorstellung, dass es einen Zombie-Ausbruch in einer Umgebung wie der Comic Con geben könnte, ist sehr, sehr gruselig. So viele Menschen auf so engem Raum - allerdings auch diverse Personen, die mit Waffen rumlaufen, weil das zu ihren Kostümen gehört - und so viele Möglichkeiten für amüsante Momente rund um die ganzen Fan-Gruppen (ein Hoch auf die Klingonen! *g*). Das war wirklich gut! :)


So langsam wird es Zeit für mich, mich um mein Frühstück zu kümmern. Parallel dazu werde ich vermutlich erst mal zu einer etwas leichteren Lektüre greifen (und sei es nur, weil mein Mann gerade zum Wachwerden "Bares für Rares" schaut und mich damit ein bisschen vom Lesen ablenkt). Also werde ich entweder zu der Hellboy-Kurzgeschichte greifen, die mir mein Mann gerade ans Herz gelegt hat, oder zu "Heroine Worship".


Update 14:00 Uhr


Inzwischen gab es für mich Frühstück und die Hellboy-Kurzgeschichte "Produce" von Amber Benson, die mein Mann mir heute morgen ans Herz gelegt hat mit den Worten "Die beste Hellboy-Prosa, die ich je gelesen habe!" Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber ich kann verstehen, warum sie ihm so gut gefiel und ich liebe die ungewöhnliche Erzählperspektive, die die Autorin für die Geschichte gewählt hat. Dummerweise kann ich nicht mehr dazu sagen, weil bei der Kürze der Geschichte jede Aussage zum Inhalt wirklich zuviel verraten würde.

Danach habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben (und da das Postfach schon wieder diverse Nachrichten anzeigt, werde ich das gleich auch noch weiter machen), etwas im Haushalt rumgewuselt und die Katze gefüttert. Wenn ich die Kommentare im Postfach "abgearbeitet" habe, wird es wieder Zeit zum Buch zu greifen, und da ich mit meinen Pflichten für heute durch bin, kann ich den Rest des Tages auch dabei bleiben. (Es sei denn, ich werde von meinem Mann abgelenkt, der gerade Demonstrationsschilder für Plastik-Kultisten bastelt. *g*)


Update 17:45 Uhr

Seit dem letzte Update habe ich die Kurzgeschichte "Vampires Prefer Blondes" von P. N. Elrod (aus "Chicks Kick Butt" gelesen. Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren in den USA und die Protagonistin ist Sängerin in einem Nachtklub - ich mochte ihre Erzählstimme sehr und die Handlung an sich war auch sehr nett, allerdings wäre die Geschichte noch besser, wenn der Teil mit den Vampiren nicht schon im Titel verraten worden wäre. Hätte man das offen gelassen, bis es in der Handlung vorkommt, hätte ich das besser gefunden. Während ich las, hat mein Mann immer wieder Aufmerksamkeit eingefordert, damit ich seine Demo-Schilder begutachte. Ich mag es, wenn mein Mann sich mit solchem Blödsinn beschäftigt. :D


Den Rest des Nachmittags habe ich mit "Fifth Quarter" von Tanya Huff verbracht. Der zweite Band der Quarters-Serie spielt in der selben Welt wie "Sing the Four Quarters", aber zu einer deutlich späteren Zeit und in einem anderen Teil der Welt. Wie schon beim ersten Buch wechselt die Autorin regelmäßig die Perspektive, so dass man als Leser eine Geschichte von verschiedenen Seiten erzählt bekommt. Etwas pikant ist dabei, dass sich durch einen Vorfall zu Beginn der Handlung zwei Geschwister einen Körper teilen müssen und der Bruder die ganze Zeit seine Schwester auffordert die Person zu verführen, die seinen Körper in Besitz genommen hat. Er argumentiert damit, dass es ja nur sein Körper ist und nicht er selbst, während diese Tatsache für seine Schwester vollkommen ausreicht, um schon Probleme mit den Gedanken an Sex zu haben. Bevor ihr jetzt denkt, es dreht sich alles nur um das Liebesleben der Protagonisten: Die Handlung - von der ich bislang ungefähr ein Drittel kenne - dreht sich um den Missbrauch von Macht, um die Folgen, die eine Art Unsterblichkeit mit sich bringen kann, um die verzweifelte Suche nach dem Grund für dem Tod von vielen Babys und viele andere Dinge. Ich mag diese Mischung aus Szenen, bei denen ich traurig oder bedrückt vor den Sätzen sitzt, und Momenten, die mich zum Schmunzeln bringen. Wenn ich richtig informiert bin, dann wird die Handlung aus "Fifth Quarter" im nächsten Teil der Serie fortgesetzt. Ich hoffe nur, dass es am Ende keinen Cliffhanger gibt, denn dann müsste ich wohl in den nächsten Tagen meinen Buchetat für August anbrechen. ;)

Bis zum Abendessen schaue ich mal, ob es Updates bei den anderen Blogs gibt ...


Update 20:00 Uhr

Uh, die Wettervorhersage eben hat mir gründlich die Laune verhagelt, nachdem ich mich in der vergangenen Wochen endlich etwas von der Hitze erholt hatte. Für die kommende Woche sind für unsere Gegend Temperaturen um die 35 Grad und Nachttemperaturen über 20 Grad angekündigt, dabei ist die Temperatur in der Wohnung erst Freitagnacht endlich auf erträgliche 26 Grad gewandert ... Nun gut, ich muss vermutlich nur noch zwei Monate überstehen, bis mir das Wetter wieder entgegenkommt.


Beim Essen habe ich heute darüber nachgedacht, dass ich wirklich selten Lust auf "Kindheitsessen" habe, aber wenn diese Lust aufkommt, dann muss ich sie auch stillen. Dieses Mal Kartoffelsalat wie meine Mutter ihn gemacht hätte (nur dass ich die Mayonnaise mit Joghurt mische, damit das Ganze nicht so pappig und verträglicher ist) und dazu den Rest vom gestrigen Fladenbrot. Außerdem haben wir eine Folge "Kids Backing Challenge" geschaut. Es ist immer wieder beeindruckend, wie diese zehn- bis dreizehnjährigen Kinder backen können und das dann auch noch unter Zeitdruck.

Aber jetzt wird es wieder Zeit zu lesen - ich bin mir nur noch nicht sicher, zu welchem Buch ich greifen soll.


Update 22:45 Uhr


Ich habe dann zu "Darkbeast Rebellion" von Morgan Keyes gegriffen.  Den ersten Band ("Darkbeast") hatte ich im Dezember vor 1 1/2 Jahren gelesen, was schon zeigt, dass der zweite Teil schon eine Weile auf meinem SuB liegt. Ich mochte den ersten Roman, aber ich wusste, ich brauche die richtige Stimmung für diese Art von Geschichte. Aktuell passt es überraschenderweise, vielleicht weil ich mich so nach dem Winter sehne und das Buch voller Schnee und Kälte ist, was ich sehr genieße. Wobei ich zugebe, dass ich ungern um mein Leben bangen würde, weil ich hungere und friere. ;) Keara ist immer noch eine sperrige Protagonistin, misstrauisch, eifersüchtig und ich würde sie ab und an gern schütteln, aber das macht sie auch zu einer überzeugenden Figur. Doch so sehr ich gerade in der Geschichte drin bin, so langsam wird es nach der kurzen Nacht Zeit für mein Bettchen.


Zum Schluss noch ein Foto von Christie, da sie gerade ausnahmsweise weder auf mir sitzt, noch durch die Gegend düst. ;) Es war wieder schön mit euch heute gemeinsam zu lesen!

***


Heutige Mitleser:

Neyasha
Kiya
Natira
Sayuri

Freitag, 14. Juli 2017

Leseeindrücke - Die "Cozy"-Variante (2)

Nachdem ich im Juni meine Eindrücke zu den ersten fünf Romanen von "Sleuthing Women - 10 First-in-Series Mysteries" veröffentlicht hatte, gibt es hier meine Anmerkungen zu den restlichen Geschichten aus dem Bundle.

6. Susan Santangelo: Retirement Can Be Murder (A Baby Boomer Mystery 1)

Was für eine öde Geschichte! Die Protagonistin Carol befürchtet, dass ihr Mann Jim vorzeitig in den Ruhestand gehen will und dann ihren Tagesablauf stören würde, weshalb sie ihn dazu bringt, zu einem "Retirement Coach" zu gehen. Dummerweise wird dieser Coach dann ermordet und ihr Mann steht (angeblich) als Hauptverdächtiger da. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, ob er wirklich verdächtigt wird oder ob nur seine Frau befürchtet, dass dem so ist. Ich habe den Roman abgebrochen, nachdem ich neun Kapitel durchgehalten habe von dem ersten Absatz mit "ein Mord ist passiert" über "das geschah in den Wochen davor" bis "ein Mord ist passiert und mein Mann benimmt sich nicht so, wie ich das erwarte".

Als auch im zehnten Kapitel nichts anderes passierte, als dass Carol über ihren Mann meckerte und Jim Carol ständig erzählte, dass sie keine Ahnung habe, alles überdramatisieren würde und überhaupt doof sei (nicht wortwörtlich, aber es schwang in den Dialogen mit), habe ich die Nase voll gehabt. Ich hätte noch etwas mehr Geduld mit der Geschichte gehabt, wenn ich auch nur eine einzige Person sympathisch gefunden hätte oder die Autorin mir zumindest gezeigt hätte, dass Carol und Jim ein bisschen Zuneigung zueinander empfunden hätten. Aber ohne einigermaßen nette Figuren und ohne nennenswerte Handlung sehe ich nicht ein, dass ich mich durch den Rest der 230 Seiten quälen soll.


7, Mary Kennedy: Dead Air (A Talk Radio Mystery 1)

"Dead Air" fing eigentlich nett an. Die Protagonistin ist eine Psychologin, die vor einiger Zeit ihre Praxis aufgeben hat und nun eine tägliche Psychologie-Radiosendung moderiert. Die ersten Seiten fand ich unterhaltsam, die Protagonistin okay und dass sich der Mordfall um einen Selbsthilfe-Guru dreht, fand ich im Prinzip auch nicht schlecht. Dummerweise gingen mir die Protagonistin sowie ihre Mutter und der ermittelnde Polizist schon nach sehr, sehr kurzer Zeit auf die Nerven. Ein typischer Fall von "Protagonistin glaubt, dass die Polizei ihre Arbeit nicht richtig macht" kombiniert mit "Protagonistin hat keine drei Wörter mit dem Polizisten gesprochen, würde aber auf der Stelle mit ihm ins Bett gehen, weil er so gut aussieht" und dazu noch eine Prise von "Polizist denkt, dass Psychologen nur dazu da sind, um von Anwälten für Aussagen bezahlt zu werden, die der Polizei das Leben schwer machen". Da ich mir das nicht länger antun musste, ging es weiter zum nächsten Krimi!


8. R.P. Dahlke: A Dead Red Cadillac (A Dead Red Mystery 1)

Endlich mal wieder eine Geschichte, die ich mochte! Die Protagonistin Lalla ist ein zweimal geschiedenes Ex-Model, das vor einiger Zeit die "crop duster"-Firma (ich glaube nicht, dass es dafür einen deutschen Begriff gibt) des Vaters übernommen hat. Sie ist vor kurzem mit dem Flugzeug abgestürzt und hat sich dabei zum Glück nur den Fuß gebrochen. Das wäre eigentlich Aufregung genug, doch dann wird eine Bekannte von ihr ermordet in Lallas rotem Caddy aufgefunden. Um zu beweisen, dass weder sie noch diverse andere Personen mit dem Mord zu tun haben, beginnt Lalla herumzuschnüffeln.

Ich muss gestehen, dass es ein paar Aspekte an "A Dead Red Cadillac" gab, die mich bei einer anderen Autorin vermutlich gestört hätten, die ich hier aber angesichts der Protagonistin stimmig dargestellt fand. So ist Lalla besessen von ihrem anstehenden vierzigsten Geburtstag und unternimmt die eine oder andere unüberlegte Aktion, weil sie ihrem Kindheitsfreund Caleb, der der örtliche Sheriff ist, etwas beweisen will. Da diese Handlungselemente aber gut zu Lallas Persönlichkeit passen und so geschrieben wurden, dass ich sie nicht als peinlich empfand, habe ich mich bei diesem Krimi wirklich gut unterhalten gefühlt. Ich mochte die Figuren und ich mochte die Art und Weise, wie der aktuelle Mordfall mit Ereignissen aus der Vergangenheit verknüpft war. Das war wirklich nett zu lesen.


9. Heather Haven: Murder is a Family Business (An Alvarez Family Murder Mystery 1)

Diese Geschichte mochte ich nicht nur, die fand ich sogar richtig gut! Die Protagonistin Liana Alvarez ist eine Privatdetektivin, die für die familieneigene auf Computerkriminalität spezialisierte Firma arbeitet. Als ihre Mutter sie auf den vermutlich untreuen Ehemann einer Freundin ansetzt, stolpert Liana über die erste Leiche ihres Lebens und ist dementsprechend schockiert. Da sie sich fragt, ob sie diesen Tod irgendwie hätte verhindern können, lässt sie dieser Mord nicht los, und so ermittelt sie in Bereichen, die für die Polizei nicht relevant sind. Liana will weder der Polizei in die Quere kommen, noch hat sie das Gefühl, sie würde den Job besser machen als die Polizisten, sie geht nur kleinen Details nach, die auf den ersten Blick nicht viel mit dem Mord zu tun haben.

Ich mochte nicht nur die Protagonistin und ihre Familie (endlich mal eine wunderbar normale warmherzige Familie, die zwar nicht immer einfach ist, aber nicht so übertrieben oder lächerlich dargestellt wurde), sondern auch den Ton, in dem die Geschichte erzählt wurde. Und obwohl für den Leser sowohl das "Geheimnis" des Ermordeten als auch der Täter selber recht offensichtlich waren, gab es genügend weitere Elemente, die für Spannung gesorgt haben, so dass ich diese unübersehbaren Hinweise auf die Auflösung locker verzeihen konnte. Ich habe mich mit dieser Geschichte so gut unterhalten gefühlt, dass ich direkt nach dem Beenden von "Murder is a Family Business" gleich den folgenden Teil der Serie gekauft habe.


10. Vinnie Hansen: Murder, Honey (A Carol Sabala Mystery 1)

Es gab eine Menge Dinge, die ich an dieser Geschichte nicht mochte, obwohl sie nicht richtig schlecht war. Aber es gefiel mir nicht, wie die Protagonistin Carol mit anderen Menschen umging, und ich fand die Darstellung einer Restaurantküche nicht besonders glaubwürdig, was ein Problem war, da der größte Teil der Handlung dort spielte. Dann hat mich auch noch die Handlung selbst einfach gleichgültig gelassen, so dass ich am Ende nur noch quer gelesen habe, um herauszufinden, wer den Chefkoch umgebracht hat. Das war definitiv nicht meine Art von Krimi ...

Mittwoch, 12. Juli 2017

Normalerweise ...

... lese ich nicht nicht besonders viele Bücher parallel. Auch lese ich in der Regel mehr Bücher, als ich auf dem Blog rezensiere. Was dafür sorgt, dass ich unter normalen Umständen immer ein paar Texte in Reserve habe, falls ich eine Phase habe, in der ich nicht zum Schreiben komme. Dummerweise läuft es gerade bei mir nicht normal, so dass ich einen Haufen angefangener Bücher habe und dafür gerade keine Rezension zum Veröffentlichen. ;)

Aber vielleicht interessiert euch ja der Stapel angefangener Bücher, der mich gerade beschäftigt?


Dank des warmen Wetters sind erstaunlich viele eBooks dabei,
weil sich da beim Lesen nicht die Seiten wellen. ;)


Sonntag, 9. Juli 2017

Alex Grecian: The Yard (Scotland Yard's Murder Squad Series 1)

Vor einem Jahr habe ich mit "The Harvest Man" einen Wühltischfund gelesen, der mir so gut gefallen hatte, dass ich auch die weiteren Bände der "Scotland Yard's Murder Squad Series" lesen wollte. Da "The Yard" der erste Teil der Reihe ist, fiel es mir dieses Mal deutlich leichter, die verschiedenen Figuren zuzuordnen und mich auf die Geschichte einzulassen, obwohl die Handlung selbst sich unter anderem um die Entführung und die Misshandlung von Kindern dreht, was nicht gerade mein bevorzugtes Krimithema ist. Doch zu Beginn der Geschichte wird erst einmal der Leichnam eines ermordeten Polizisten gefunden. Inspector Little war Teil der - nach den Ereignissen rund um Jack the Ripper - neu eingerichteten "Murder Squad" und wurde mit einem spitzen Gegenstand erstochen. Besonders erschreckend für seine Kollegen ist die Tatsache, dass der Mörder die Augen und den Mund des Getöteten zugenäht hat.

Mit den Ermittlungen wird Detective Inspector Walter Day beauftragt. Er ist das neuste Mitglied der "Murder Squad" und gerade erst mit seiner Frau Claire nach London gezogen, und so bekommt man als Leser einiges über ihn und sein Privatleben mit. Neben seiner Perspektive kann man auch noch die von Constable Nevil Hammersmith und die des Mörders verfolgen, wobei es auch immer wieder kleine Szenen gibt, in denen man die Tätigkeiten anderer Personen mitbekommt. So entsteht für den Leser ein Gesamtbild, das den ermittelnden Polizisten fehlt, was die Spannung aber nicht mildert. Denn es geht in den Romanen von Alex Grecian weniger darum herauszufinden, wer etwas getan hat, als darum warum etwas getan wurde und wie der Verbrecher doch noch gefunden und überführt werden kann.

Alex Grecian beweist bei "The Yard" ein Händchen für die verschiedenen Charaktere und ich mochte es sehr, wie er glaubwürdige - und zum Großteil sympathische - Figuren erschafft. Gerade unter den Polizisten gibt es viele verschiedene Typen, die alle ihre eigene Art haben, um mit ihrer endlosen und frustrierenden Arbeit fertig zu werden. In meiner Rezension zu "The Harvest Man" hatte ich angemerkt, dass mich der Roman ein wenig an Anne Perry erinnerte, aber eigentlich finde ich die Geschichten von Alex Grecian deutlich besser. Der Autor erschafft ein deutlich vielfältigeres Bild von London im Jahr 1889, als es Anne Perry in den von mir gelesenen Büchern getan hat, und führt den Leser nicht nur durch die diversen gesellschaftlichen Schichten (wobei man es eher wenig mit den vermögenderen Teilen der Londoner Bevölkerung zu tun bekommt), sondern vermittelt mir das Gefühl, dass seine Figuren den angemessenen Wissensstand für diese Zeit haben und auch dementsprechend denken und handeln.

So viel Spaß mir das Lesen von "The Yard" gemacht hat, so gibt es eine Sache, die mir bei den Romanen von Alex Grecian wirklich fehlt, und das ist ein Nachwort, in dem der Autor etwas über seine Recherche schreibt. Ich würde gern wissen, wieso er bestimmte Ermittlungsmethoden erwähnt hat (wenn auch nur als spinnerte Idee des "Polizeiarztes" Dr. Kinsley) oder welche Quellen er herangezogen hat, um über bestimmte Aspekte des Lebens in London im Jahr 1889 zu recherchieren. Und ich würde wirklich gern wissen, ob die Monate nach den Jack-the-Ripper-Morden für die Polizei so schwierig waren wie in dieser Geschichte beschrieben. Ich mag es einfach, wenn mir ein Autor am Ende eines guten historischen Romans erzählt, wo er sich vielleicht Freiheiten genommen hat und was ich als historisch korrekte Darstellung ansehen darf. Gerade wenn es um die Weiterentwicklung der Polizeiarbeit geht, gibt es doch eine Menge Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, die aber vor gut hundert Jahren noch absolutes Neuland waren und nicht ernst genommen wurden. Außerdem sind solche informativen Anhänge für mich auch immer wieder eine gute Quelle, um interessante Sachbücher für die Merkliste zu finden. So musste ich mich erst einmal damit begnügen, den zweiten Teil der Reihe auf die Liste zu setzen, weil ich auf jeden Fall wissen will, wie es mit Inspector Day und seinen Kollegen weitergeht.

Freitag, 7. Juli 2017

1450

Das hier ist mein 1450ster Blogbeitrag - und ja, ich weiß, dass das kein "richtiges Jubiläum" ist, doch als ich vor ein paar Tagen vollkommen übermüdet dachte, dass mir bei 1444 veröffentlichten Beiträgen nur noch 6 bis zur 1500 fehlen würden, habe ich mir ein paar Gedanken zu meinem Blog gemacht. Und da ich zur Zeit etwas sentimental gestimmt bin, veröffentliche ich diese Gedanken eben als 1450sten Beitrag. ;)

Als ich vor fast acht Jahren mit dem Blog anfing, habe ich vorher nicht lange nachgedacht, was ich damit tun wollte. Ich hatte einfach nur das Bedürfnis, mich über Bücher zu unterhalten, war mitten im Umzugsstress (was immer ein guter Grund ist, um ohne großes Nachdenken ein größeres Projekt zu beginnen) und etwas frustriert von der Organisation einer Online-Seite, für die ich Rezensionen schrieb. Meine ersten Posts waren deutlich kürzer, als es meine heutigen Beiträge sind, aber im Prinzip stand von Anfang an fest, dass Bücher, Katzen und ein kleiner Teil meines Lebens hier ihren Platz finden würden. Inzwischen habe ich nur noch eine Katze statt vier, und so viel passiert in meinem Leben nicht, dass ich regelmäßig davon erzählen könnte, aber über Bücher kann ich ja immer reden - da geht mir der Stoff nicht so schnell aus.

Damals hatte ich Glück, da ich relativ schnell eine Handvoll Bloggerinnen kennenlernte, mit denen ich mich gut verstand und die regelmäßig bei mir kommentierten. Aus diesem Kontakt sind Freundschaften entstanden, die ich so nicht erwartet hätte und die zum Teil auch noch Bestand haben, obwohl sich das Leben dieser Personen in den letzten Jahren deutlich verändert hat. Mehr Arbeit, mehr Familie oder einfach andere Interessen haben dafür gesorgt, dass ein Großteil dieser Bloggerinnen heute kaum noch bloggt oder kommentiert. Manche sind auch nur weitergewandert zu Instagram, und weil das für mich kein Blog-Ersatz sein kann, haben sie mich damit abgehängt.

Ich vermisse diese Bloggerinnen und unseren regelmäßigen intensiven Austausch, und oft genug habe ich das Gefühl, dass ich hier für mich alleine (und die diversen Spambots) schreibe. Aber das ist auch okay, denn so wichtig diese Personen für mich und meinen Blog sind, so blogge ich doch in erster Linie für mich. Ich blogge, damit ich die Dinge, die mir durch den Kopf gehen, loswerden kann. Und ich blogge, um einen Ort für meine Erinnerungen zu haben - denn auch wenn ich die Sachen, die doch zu persönlich sind, hier nicht erzähle, so gibt es immer wieder Beiträge, die mich an Ereignisse oder Personen erinnern, oder in denen ich euch vielleicht nicht mehr erzählt habe als "war mit dem Kater beim Tierarzt", "erwarte Besuch" oder "habe einen Roman gelesen", die aber in meiner Erinnerung ausdrücken "ich habe große Angst", "ich hatte eine wundervolle Woche" oder "ich habe in letzter Zeit intensiv über ein bestimmtes Thema nachgedacht".

Ich brauche keine Unmengen an Lesern, das würde mir zu unpersönlich. Aber es wäre schön, wenn ich wieder ein paar Leute finden würde, die mit mir reden mögen - auch weil ich merke, dass ich selbst inzwischen leiser werde, wenn ich andere Blogs besuche. Aber selbst wenn das nicht passiert, so kann ich mir nicht vorstellen, dass ich so schnell mit dem Bloggen aufhöre, denn es hängen zu viele Erinnerungen an diesem Blog und jedes Mal, wenn ich einen Text veröffentliche, besteht schließlich die Chance, dass ich jemanden finde, der sich mit mir darüber unterhalten mag.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Stephanie Burgis: The Dragon with a Chocolate Heart

Seitdem mir die "Kat, Incorrigible"-Titel von Stephanie Burgis so gut gefallen haben, folge ich der Autorin auf Twitter und habe dadurch schon vor der Veröffentlichung einiges über ihren neuen Roman "The Dragon with a Chocolate Heart" erfahren. Diese kleinen Informationen über die Geschichte haben dafür gesorgt, dass ich wirklich ungeduldig auf das Buch gewartet habe - und im Prinzip in dem Moment mit dem Lesen anfing, in dem mir der Fahrradkurier mein Exemplar überreichte. "The Dragon with a Chocolate Heart" wird aus der Perspektive von Aventurine erzählt, die das jüngste Mitglied einer stolzen Drachenfamilie ist. Bis zu dem Tag, an dem die Geschichte beginnt, hat Aventurine noch keinen Schritt außerhalb der Höhle gemacht, in der ihre Familie lebt, da ihre Schuppen noch weitere 30 bis 100 Jahre Zeit benötigen, um so weit auszuhärten, dass sie fliegen und auf die Jagd gehen kann.

Doch Aventurine ist ungeduldig, sie langweilt sich in der Höhle und kann nicht verstehen, dass ihr älterer Bruder kein Problem mit dieser erzwungenen Untätigkeit hat. Angetrieben von ihrer Ungeduld beschließt Aventurine, dass sie ihrer Familie beweisen muss, dass sie selbstständig genug für ein Leben außerhalb der Höhle ist. Dummerweise endet ihr erster Jagdversuch damit, dass sie sich - verzaubert durch eine magische heiße Schokolade - in der Gestalt eines ungefähr zwölfjährigen Mädchens wiederfindet. Unter diesen Umständen kann sie nicht zurück zu ihrer Drachenfamilie und muss einen Weg finden, wie sie unter Menschen überleben kann - und dann ist da noch diese neuentdeckte Leidenschaft für Schokolade!

Es hat mir so viel Spaß gemacht, Aventurine bei ihren Erlebnissen in der Stadt zu begleiten, und ich mochte ihre Gedanken so sehr. Sie ist nicht dumm und viele Dinge kann sie sich selbst zusammenreimen oder muss nur einmal sehen, wie Menschen damit umgehen, um sich eine Meinung dazu zu bilden. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Elemente im Leben der Menschen, die für ein Drachenmädchen absolut unverständlich sind (unter anderem die Neigung zu eintöniger Kleidung, wo doch prachtvoll gefärbte Schuppen der Stolz eines jeden Drachen sind). Stephanie Burgis hat dabei für meinen Geschmack ein gutes Gleichgewicht gefunden zwischen den für Aventurine akzeptablen und irritierenden Aspekten des menschlichen Lebens und ich mochte es, dass die ungewöhnliche Denkweise des Drachenmädchens immer wieder Ereignisse in Bewegung setzte, die ihre ganze Umgebung aufrüttelten.

"The Dragon with a Chocolate Heart" ist ein Kinderbuch und dementsprechend einfach ist die Handlung eigentlich gestrickt, aber es gibt so viele wunderbare kleine Szenen rund um die Suche nach einer Tätigkeit, die Aventurine mit Leidenschaft erfüllt, rund um die Herstellung von heißer Schokolade, um die Freundschaft zwischen dem Drachemädchen und ihrer menschlichen Freundin Silke und um die Widersinnigkeit von Standesregeln, Politik und Geschäftsgebaren. Mir sind beim Lesen sehr viele Figuren ans Herz gewachsen und ich muss zugeben, dass ich mir die ganze Zeit vorgestellt habe, was wohl Hayao Miyazaki für einen Film aus dieser Geschichte machen würde. Dieser Roman ist mit seiner wunderbar temperamentvollen und selbstbewussten Protagonistin, den vielen liebevollen Details und der Magie der Schokolade eindeutig eine Wohlfühlgeschichte, die ich bestimmt noch häufiger genießen werde (und das nächste Mal am Besten im Winter mit einer Tasse heißer Schokolade vor der Nase ;) ).

Montag, 3. Juli 2017

Neuzugänge April und Juni 2017

Ich versuche weiterhin bei meinen Neuzugängen eine Mischung aus "Reihen-/Autorenvervollständigung" und Neuentdeckungen auf die Reihe zu bekommen. Aber ich merke schon, dass ich momentan eher dazu neige zu vertrauten Autoren zu greifen. Neuentdeckungen bergen schließlich immer das Risiko, dass weitere Bände auf der Wunschliste landen. ;)


Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
Diana Wynne Jones: Year of the Griffin

Im April gab es weiteren Zugang zu meiner Diana-Wynne-Jones-Sammlung, da ich es gerade so angenehm finde, wenn ich Romane von ihr für Schlechte-Laune-Phasen auf Vorrat habe. ;)


Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings - A Memoir by Lady Trent
Stephanie Burgis: The Dragon with a Chocolate Heart
Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs
Claire Legrand: Some Kind of Happiness
Kazuto Tatsuta: Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima Teil 3 (Manga)

Außerdem hatte ich im April zwei weitere Titel bestellt, weil ich hoffte, dass ich sie dann pünktlich zum Erscheinungstermin im Mai bekommen würde. Dummerweise hat der Importeur meines Buchhändlers das nicht so recht auf die Reihe bekommen, weshalb ich auf das eine Buch immer noch warte, während das andere erst im Juni ankam. So gab es im Juni nicht nur dank eines geschenkten Gutscheins ein paar mehr Bücher als sonst in einem Monat.

Mit "Within the Sanctuary of Wings" habe ich nun alle Lady-Trent-Titel im Haus und auch der Manga schließt eine Reihe ab. Zu Diana Wynne Jones muss ich ja wohl nichts mehr sagen und "The Dragon with a Chocolate Heart" ist das neuste Kinderbuch von Stephanie Burgis, deren magischen Geschichten ich im vergangenen Dezember für mich entdeckt habe. Auch "Some Kind of Happiness" ist für eher jüngere Leser und ein reiner Klappentext-/Coverkauf für mich - ich bin schon sehr gespannt, ob die Geschichte so gut ist wie erhofft.

Samstag, 1. Juli 2017

Gelesen: April, Mai und Juni 2017

Frühere Statistiken sind unter "Diverses" zu finden.

Bücher:
  1. Adele Abbott: Witch Is When It All Began (A Witch P.I. Mystery 1)
  2. Katherine Addison: Der Winterkaiser 
  3. Annabeth Albert/Wendy Qualls: Save the Date
  4. Judy Alter: Skeleton in a Dead Space (A Kelly O’Connell Mystery 1)
  5. Ilona Andrews: Clean Sweep (Innkeeper Chronicles 1)
  6. Ilona Andrews: Sweep in Peace (Innkeeper Chronicles 2)
  7. Illona Andrews: One Fell Sweep (Innkeeper Chronicles 3)
  8. Stefan Bachmann: Die Seltsamen
  9. M. C. Beaton: Agatha Raisin und der tote Richter (Agatha Raisin 1)
  10. M. C. Beaton: Agatha Raisin und die Tote im Feld (Agatha Raisin 4)
  11. Stephanie Burgis: The Dragon with a Chocolate Heart
  12. Caroline Carlson: Der weltbeste Detektiv
  13. Elizabeth Daly: Das Buch des Toten
  14. Jared Diamond: Guns, Germs and Steel - A Short History of Everybody for the Last 13000 Years
  15. Jennifer Estep: Dark Heart of Magic (Black Blade 2)
  16. Jennifer Estep: Bright Blaze of Magic (Black Blade 3)
  17. Anthony Francis: Liquid Fire (Skindancer 3)
  18. Nell Goddin: The Third Girl (Molly Sutton 1)
  19. Mira Grant: Feed (Newsflesh 1)
  20. Mira Grant: Deadline (Newsflesh 2)
  21. Mira Grant: Blackout (Newsflesh 3)
  22. S. E. Grove: Weltenriss - Die Karten der verlorenen Zeit
  23. Georgette Heyer: Vorsicht, Gift!
  24. Georgette Heyer: Der Page und die Herzogin
  25. Keigo Higashino: Ich habe ihn getötet (Inspektor Kaga)
  26. Patricia Highsmith: Die Augen der Mrs. Blynn
  27. Tom Hillenbrand: Gefährliche Empfehlung (Xavier Kieffer 5)
  28. Emma Hooper: Etta und Otto und Russell und James
  29. Tanya Huff: Sing the Four Quarters (Quarters 1)
  30. Jonnie Jacobs: Murder Among Neighbors (A Kate Austen Suburban Mystery 1)
  31. Diana Wynne Jones: A Tale of Time City
  32. Diana Wynne Jones und Ursula Jones: The Islands of Chaldea
  33. M.R.C. Kasasian: Mord in der Mangle Street
  34. Rasha Khayat: Weil wir längst woanders sind
  35. Mindy Klasky: Girl's Guide to Witchcraft (Jane Madison Series 1)
  36. Lynn Kurland: Star of the Morning (The Nine Kingdoms 1)
  37. Emily Larkin: Maythorn's Wish (The Fey Quartet 1)
  38. Emily Larkin: Hazel's Promise (The Fey Quartet 2)
  39. Emily Larkin: Ivy's Choice (The Fey Quartet 3)
  40. Emily Larkin: Larkspur's Quest (The Fey Quartet 4)
  41. Emily Larkin: Unmasking Miss Appleyby (Baleful Godmother 1)
  42. Emily Larkin: Resisting Miss Merryweather (Baleful Godmother 2)
  43. Emily Larkin: Trusting Miss Trentham (Baleful Godmother 3)
  44. Emily Larkin: Claiming Mister Kemp (Baleful Godmother 4)
  45. Mackenzie Lee: Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentleman
  46. Alexander McCall Smith: Ein Koch für Mma Ramotswe (No. 1 Ladies' Detective Agency 3)
  47. Camille Minichino: The Hydrogen Murder (A Periodic Table Mystery 1)
  48. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  49. Marie-Sabine Roger: Das Labyrinth der Wörter
  50. Brandon Sanderson: The Rithmatist
  51. Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären
  52. Brett J. Tally (Hrsg.): Limbus Inc. III
  53. Patricia Wentworth: The Red Lacquer Case
  54. Lois Winston: Assault With a Deadly Glue Gun (An Anastasia Pollack Crafting Mystery Book 1)

Kurzgeschichten:
  • M. C. Beaton: Agatha Raisins erster Fall (Agatha Raisin)
  • Seanan McGuire: The Way Home (Alice Healy and Thomas Price 1)
  • Seanan McGuire: The Lay of Land (Alice Healy and Thomas Price 2)
  • Seanan McGuire: The Recitation of the Most Holy and Harrowing Pilgrimage of Mindy and Also Mork
  • Seanan McGuire: The Ghosts of Bourbon Street (Verity Price and Dominic DeLuca 1)
  • Seanan McGuire: Midway Relics and Dying Breeds
  • Seanan McGuire: Cabbages and Kings
  • Seanan McGuire: #CONNOLLYHOUSE #WESHOULDNTBEHERE
  • Seanan McGuire: Shore to Shore
  • Paige Shelton: Red Hot Deadly Peppers (A Farmers Market Mystery)


Comics/Manga:
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 1 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 2 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 3 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 4 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 5 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 6 - Lawless 1 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 7 - Lawless 2 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 8 - Lawless 3 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 9 - Lawless 4 (Comic)
  • Ed Brubaker/Sean Phillips: Criminal 10 - Lawless 5 (Comic)
  • Ed Brubaker/Steve Epting: Velvet 1 - Before the Living End (Comic)
  • Ed Brubaker/Steve Epting: Velvet 2 - The Secret Lives of Dead Men (Comic)
  • Ed Brubaker/Steve Epting: Velvet 3 - The Man who stole the World (Comic)
  • Jiro Taniguchi: Bis in den Himmel (Manga)
  • Jiro Taniguchi: Der Kartograph (Manga)
  • Kazuto Tatsuta: Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima 1 (Manga)
  • Kazuto Tatsuta: Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima 2 (Manga)
  • Kazuto Tatsuta: Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima 3 (Manga)
  • Kelly Thompson/Brianne Drouhard: Mega Princess 1 (Comic)
  • Kelly Thompson/Brianne Drouhard: Mega Princess 2 (Comic)
  • Kelly Thompson/Brianne Drouhard: Mega Princess 3 (Comic)
  • Kelly Thompson/Brianne Drouhard: Mega Princess 4 (Comic)
  • Kelly Thompson/Brianne Drouhard: Mega Princess 5 (Comic)
  • Jeremy Whitley/M. Goodwin: Princeless 1 - Save Yourself (Comic)


Hörbücher/Hörspiele:
  • -

Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

Juli-SuB 2017

Mein Sommerthema ist in diesem Jahr eindeutig "mir ist zu warm, um etwas anderes zu machen als zu lesen". ;) Vor allem abends habe ich oft zum Buch gegriffen, während mein Mann sich von japanischen Serien beschallen ließ. Das Licht des Fernsehers reicht nämlich bei einer sehr groß eingestellten Schrift immerhin dazu aus, dass ich ein eBook lesen kann, während wir das Licht ausgeschaltet haben, um beim Lüften keine Insekten anzuziehen. Insgesamt komme ich im Juni auf 19 (zum Teil sehr dünne) Bücher, 2 Kurzgeschichten, 3 Manga und 4 Comics. Eigentlich wolle ich auch endlich die "Codex Alera"-Bände vom SuB befreien, aber da ich Band 2 der Reihe noch nicht wiedergefunden habe, musste das noch warten. Vielleicht klappt es mit der Serie ja im Juli - und wenn nicht, dann habe ich ja noch genügend andere Titel, die aufs Lesen warten.

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes - A Memoir by Lady Trent
  6. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings - A Memoir by Lady Trent
  7. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  8. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  9. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  10. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  11. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  12. Alex Grecian: The Yard
  13. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  14. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  15. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  16. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  17. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  18. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  19. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  20. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  21. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  22. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  23. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  24. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  25. Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs
  26. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  27. Sarah Kuhn: Heroine Worship
  28. Claire Legrand: Some Kind of Happiness
  29. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  30. Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones
  31. Bishop O'Connell: The Stolen
  32. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  33. Cindy Pon: Serpentine
  34. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  35. Philip Reeve: Larklight
  36. John Scalzi: Fuzzy Nation
  37. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  38. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  39. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  40. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  41. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  42. Charles den Tex: Die Zelle
  43. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  44. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  45. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  46. Xinran: Gerettete Wort
  47. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

44 Titel auf dem SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Donnerstag, 29. Juni 2017

SuB-trahiert 2017 (2)

Langsam, aber stetig arbeite ich weiter an den Titeln auf meinem SuB, die schon seit über einem Jahr darauf warten gelesen zu werden. Manchmal kann ich selber nicht verstehen, warum bestimmte Romane von mir so lange "aufgeschoben" werden ...

1. Moira J. Moore: Resenting the Hero

Eine sehr gute Freundin von mir war von dieser Reihe sehr begeistert, so dass ich den ersten Band nach ihrer Empfehlung und dem Lesen des Klappentextes auf meinen Wunschzettel gepackt habe. Trotzdem lag der Titel am Ende über zwei Jahre auf meinem SuB, weil ich mir nicht wirklich sicher war, ob das Ganze was für mich wäre. Ich sollte wirklich keine Bücher auf die Wunschliste setzen, nur weil ich das Gefühl habe, dass meine Freundin sich freuen würde, wenn ich endlich mal ihrer Empfehlung folge - vor allem, wenn mir mein Bauchgefühl sagt, dass der Roman vermutlich nichts für mich wäre. HIER geht es zumr VerrissRezension.

(gelesen April 2017)


2. Lynn Kurland: Star of the Morning (The Nine Kingdom 1)

Noch ein Buch, das mir von der oben erwähnten Freundin empfohlen wurde und das dann ziemlich lange auf dem SuB liegen blieb, weil ich heutzutage einfach nicht mehr so oft und gern diese Variante (mittelalterlich wirkende Gesellschaft, großer böser Zauberer, der seit Jahrhunderten eine Bedrohung aus dem Norden darstellt usw.) von Fantasyromanen lese wie als Teenager. Aber da Lynn Kurlands Humor, die Charaktere, die leise und überzeugende Liebesgeschichte und sogar der lineare Aufbau der Handlung so erholsam und amüsant zu lesen waren, denke ich nun, dass ich den Titel deutlich früher aus dem Regal hätte ziehen sollen. Mehr dazu habe ich HIER geschrieben und die Fortsetzungen stehen schon auf der Wunschliste. *g*

(gelesen April 2017)


3. Mira Grant: Deadline (Newsflesh 2)
4. Mira Grant: Blackout (Newsflesh 3)

Obwohl ich so ein großer Fan von Seanan McGuire bin, bin ich sehr lange um den ersten Newsflesh-Band ("Feed") herumgeschlichen, weil Horror nicht wirklich mein Genre ist und ich normalerweise auch nicht so enthusiastisch bin, wenn es um Zombie-Geschichten geht. Als ich mich dann endlich an "Feed" wagte, war ich total begeistert (und erschüttert und fasziniert und amüsiert), aber das Ende war so heftig, dass ich erst einmal eine Pause benötigte. Die Pause hat sich dann - auch wegen einer Änderungen bezüglich der Protagonisten - ziemlich hingezogen, obwohl ein Teil von mir schon neugierig auf die weitere Entwicklung der Geschichte war. Im Juni habe ich mich dann mal zusammengerissen und die Trilogie am Stück gelesen. Es war heftig und emotional und einfach großartig und sehr erschreckend, wenn man überlegt, wie realistisch die Autorin mit dem Thema Virusinfektionen umgeht ...

(gelesen Juni 2017)