Donnerstag, 19. Oktober 2017

Kelly Barnhill: The Girl Who Drank the Moon

"The Girl Who Drank the Moon" von Kelly Barnhill ist eine Leihgabe von Natira und für mich die erste - wenn auch bestimmt nicht die letzte - Begegnung mit der Autorin. Kelly Barnhill beginnt ihre Geschichte an dem Tag, an dem in jedem Jahr die Ältesten des "Protectorates" das jüngste Baby des Ortes aus den Armen seiner Familie reißen, um es der Hexe aus dem Wald zu opfern. Doch an diesem Tag kämpft die betroffene Mutter um ihr Baby mit einer Wut, die an Wahnsinn grenzt, während der "Älteste in Ausbildung" zu seinem Schrecken feststellen muss, dass niemand sicherstellt, dass das Baby nicht von wilden Tieren gefressen wird, bevor die Hexe überhaupt am Übergabeort erscheinen kann. Doch niemand möchte der Hexe begegnen, die Jahr für Jahr ein Baby für sich verlangt, damit sie den Ort mit ihrer bösen Magie verschont.

Jahr für Jahr macht sich Xan, die Hexe aus dem Wald, auf den Weg zu der Lichtung, auf der die Frauen des Protectorates ihre ungewollten Babies aussetzen. Im Laufe der Zeit hat sie gelernt, welche Dinge sie für diesen Weg braucht, und so trägt sie eine weiche Decke und Flaschen mit warmer Ziegenmilch mit sich und wenn die Milch ausgetrunken ist, füttert sie das Baby mit Sternenlicht, bis es satt und zufrieden ist. Und wie in jedem Jahr plant sie auch dieses Mal, die beste Familie für das ausgesetzte Baby zu finden, die die Städte auf der anderen Seite des Sumpfes zu bieten haben. Doch dann füttert sie aus Versehen das Baby nicht mit Sternen-, sondern mit Mondlicht - und nun liegt es an ihr, das kleine Mädchen in der Magie zu unterrichten, mit der es von diesem Augenblick an erfüllt ist. Während in den folgenden Jahren im Wald ein Mädchen heranwächst, das mit mehr Magie erfüllt ist, als selbst eine 500 Jahre alte Hexe, ein kleiner Drache und ein uraltes Sumpfmonster zu bändigen vermögen, wird ein junger Mann in der Stadt hinter der Mauer von der Erinnerung an eine wahnsinniger Mutter und ein auf einer Lichtung ausgesetztes Baby gequält.

Manche Geschichten sind so schön, dass es schwer fällt, eine Rezension dazu zu schreiben. Es gibt so viele Elemente in "The Girl Who Drank the Moon", die ich geliebt habe. Die Handlung ist märchenhaft, voller Magie und ungewöhnlicher Figuren, es gibt so viele wunderschöne und liebevolle Momente zwischen den verschiedenen Figuren, und doch ist jede dieser Szenen durchdrungen von Kummer und Vorahnungen - besonders der Anfang ist heftig, wenn der Mutter das Kind weggenommen wird. Kein Charakter ist nur gut oder nur böse, selbst die unsympathischsten Figuren können Zuneigung für jemanden empfinden, was sie noch nicht liebenswert, aber für den Leser ein kleines bisschen nachvollziehbarer macht. Ich mochte die verschiedenen Perspektiven so sehr und ebenso gefiel es mir, dass ich mich immer wieder fragen musste, wie welcher Teil der Geschichte in das Gesamtbild passt und welche Konsequenzen die Handlungen und Gedanken der Figuren haben werden. Ich finde die Sprache wunderschön, die Kelly Barnhill verwendet, so klar und so poetisch und auf den Punkt, wenn es darum geht, eine Situation, einen Gedanken oder ein Gefühl zu beschreiben.

"The Girl Who Drank the Moon" ist ein Jugendbuch und die Handlung dreht sich ums Erwachsenwerden und darum, seinen Platz im Leben zu finden. Aber die Geschichte ist auch hervorragend für erwachsene Leser geeignet, denn sie beinhaltet noch so viel mehr und wird langsam genug erzählt, dass man all diese vielen kleinen Elemente rund um die Fragen, was Familie und Freundschaft ausmacht, wie viel Wissen und Liebe man jemandem mitgeben kann, den man aufzieht, und wann es Zeit ist, loszulassen, in Ruhe genießen und sich Zeit lassen kann, um darüber nachzudenken. Dafür, dass rund um die Familien, deren Kinder geopfert werden, so viele schreckliche Dinge in dem Buch geschehen, gibt es überraschend viele Wohlfühlelemente und Szenen voller Zuneigung, Freundschaft und Toleranz gegenüber jemandem, dessen Sicht auf das Leben ganz anders ist als die desjenigen, aus dessen Perspektive man diesen Teil der Handlung erlebt. Ich mochte diese Ausgewogenheit, ich mochte diese Mischung aus Wissenschaft und Magie und ich mochte die zum Teil sehr ungewöhnliche Sicht auf vertraute Dinge, die die Autorin in die Geschichte eingeflochten hat. Und da der Roman nur geliehen war, sitzt der Titel nun neben den anderen Büchern, die Kelly Barnhill geschrieben hat, auf meiner Wunschliste. Ich freu mich schon darauf, ihre anderen Werke entdecken zu können.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Jennifer Carson: Tangled Magick (Hapenny Magick 2)

Fast fünf Jahre ist es her, seitdem ich "Hapenny Magick" von Jennifer Carson gelesen habe, und in der ganzen Zeit habe ich die Augen nach der Fortsetzung aufgehalten. Erst vor wenigen Wochen habe ich dann "Tangled Magick" in die Finger bekommen und mich unheimlich gefreut. Ich konnte mich nach all den Jahren zwar nicht mehr an Details aus dem ersten Teil erinnern, aber jedes Mal, wenn ich an das Kinderbuch dachte, war da wieder dieses wunderbare heimelige Gefühl, das die Geschichte in mir ausgelöst hat. So ist es vermutlich kein Wunder, dass ich mir den zweiten Band letzte Woche geschnappt habe, als ich in einer ziemlich miesen Stimmung war und etwas zum Aufheitern suchte. Auch dieses Mal hat Jennifer Carson es geschafft, mich in eine wunderbare fantastische Geschichte hineinzuziehen, die voller liebenswerter Figuren, vertrauter märchenhafter Elemente und natürlich auch dem passenden bösen Gegenspieler für die liebenswerte Hapenny-Magierin Mae ist.

Seit den Ereignissen in "Hapenny Magick" sind gut zwei Jahre vergangen, in denen Mae gemeinsam mit dem Zauberer Colum und der Zauberin Aletta in ihrem Elternhaus gelebt und mehr über ihre Magie gelernt hat. Doch nun wird es Zeit, gemeinsam mit einer Gruppe von Hapennies und ihrem Lehrmeister auf eine "Expedition" zu gehen, um Zutaten für ein Heilmittel zu suchen und bei der Gelegenheit auch Waren mit den Menschen-Städten in der Region zu tauschen. Diese Reisegruppe ist die erste, die das kleine abgeschiedene Hapenny-Dorf verlässt, seitdem vor fünfzehn Jahren Maes Vater und seine Gefährten bei einer ähnlichen Expedition spurlos verschwunden sind. Nur die Tatsachen, dass in den vergangenen zwei Jahren keine Troll-Aktivitäten mehr zu sehen waren und dass das Heilmittel wirklich dringend benötigt wird, konnten die Ältestens überhaupt dazu bewegen, eine weitere Reise zu genehmigen.

Dummerweise werden Mae und die anderen schon in ihrer ersten Nacht in eine Falle gelockt und finden sich kurz darauf in einem verzauberten Schloss wieder, wo sie der Trollkönigin und ihren Untertanen zu Diensten sein müssen. Nach und nach erfährt Mae mehr über das Schloss, über die anderen Opfer der Trolle, über die magischen Kreaturen, die ebenfalls dort gefangen gehalten werden, und über den Fluch, der jeden befällt, der sich für längere Zeit in dem Schloss aufhält. Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie alles, um den Fluch zu brechen, und sogar die Prinzessin, die vor vielen Jahren von den Trollen entführt wurde, zu befreien.

Ich liebe die Hapenny-Geschichten von Jennifer Carson einfach. Natürlich ist es vollkommen vorhersehbar, dass Mae und ihre Gefährten am Ende den Fluch brechen, natürlich weiß man von Anfang an, was es mit der Troll-Königin auf sich hat, aber das ist alles vollkommen egal, weil die Handlung so hübsch erzählt wird. Ich mag die ganzen kleinen Details, die die Autorin in ihr Buch eingebaut hat, ich mag die verschiedenen Elemente, die zu diesem verzauberten Schloss gehören, ich mag die magischen Kreaturen und ich mag die Hapennies mit all ihren kleinen Eigenarten. So habe ich trotz all der Gefahren, die auf Mae lauerten - schließlich darf man nicht vergessen, dass Hapennies die Lieblingsspeise der Trolle sind -, die Geschichte durchgehend mit einem Schmunzeln gelesen, weil ich es so sehr mochte, wie die Hapennies mit all den Herausforderungen umgingen.
"Tangled Magick" hat mir am Ende sogar noch besser gefallen als der erste Band, weil Maes Welt durch die Reise ein Stückchen größer wird und sie so viele andere Wesen kennenlernt. Und ich bin mir sicher, dass ich beide Bücher in den kommenden Jahren regelmäßig wieder aus dem Regal ziehen werde, wenn ich das Bedürfnis nach einer gemütlichen Wohlfühlgeschichte habe.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Herbstlesen im Oktober (5) - Sonntag

Nach dem letzten Update gestern habe ich noch ein bisschen mit meinem Mann geschwatzt und ein paar Seiten in "A Natural History of Dragons" von Marie Brennan gelesen. Damit werde ich auch heute in den Tag starten, außerdem liegt hier immer noch "Mörderische Metropole Berlin" von Regina Stürickow und die Bibliothek hat mir per Mail Bescheid gesagt, dass meine Vormerkung von "Tsugumi" von Banana Yoshimoto zum Download bereitsteht. Ich weiß nicht, ob ich mit "Tsugumi" heute noch anfange, aber da die Onleihe-Titel immer nur für 14 Tage ausleihbar sind, sollte ich besser die Wochenenden dafür nutzen. Auf der anderen Seite fand ich die Romane von Banana Yoshimoto bislang immer gut geeignet, um hier und da ein paar Minuten in den Arbeitspausen zu lesen, weshalb ich das Buch eigentlich auch in der Woche anfangen könnte. Ich werde einfach sehen, worauf ich im Laufe des Tages Lust habe.

Außerdem werde ich vermutlich heute Nachmittag mit meinem Mann eine Brettspielrunde einlegen, da wir ein neues Spiel haben und sehr neugierig darauf sind. Und mit "Orphan Black" wollen wir auch irgendwann weitermachen, schließlich haben wir in der zweiten Staffel nur noch zwei Folgen zu schauen ...

Wie immer werde ich die heutigen Mitleser am Ende dieses Beitrags verlinken, wenn sie sich in den Kommentaren melden. Ich wünsche euch schon mal einen schönen Start in einen gemütlichen Tag und angenehme Lesestunden! :)


Update 11:30 Uhr


Den Vormittag habe ich zum Großteil mit Isabella verbracht (und werde vermutlich dabei bleiben, bis ich "A Natural History of Dragons" ausgelesen habe) und zum Teil mit den Berichten über die gestrigen Vorfälle bei der Buchmesse. Zum Frühstück läuft die Verleihung des "Friedenspreises des Deutschen Buchhandels" im Fernsehen und ich muss mal wieder feststellen, dass ich die Masse an Reden und ihre Länge bei Preisverleihungen nicht nur anstrengend finde, sondern mich beim besten Willen nicht darauf konzentrieren kann. Wenn ich über eine interessante Aussage in solch einer Rede stolpere, dann wird der Rest der Rede zum Hintergrundrauschen, während meine Gedanken ihre eigenen Wege gehen.


Update 15:00 Uhr

Mein dritter Versuch dieses Update zu schreiben, da wir den großartigen Gedanken hatten, heute das neue Router-Modem-Teil anzuschließen. Abends haben wir für sowas keine Geduld, also bietet sich das Wochenende für solche Aktionen an, und angeblich sollte man nur das alte Teil gegen das neue austauschen und alles gut. Es hat auch nicht so lange gedauert bis wir wieder online waren (und Telefon und Kabelfernsehen hatten), aber wir bekommen es momentan nicht hin die Werkseinstellung gegen unseren Netzwerknamen und Passwort auszutauschen. Was lästig und frustrierend ist ...

Ansonsten habe ich in den 3 1/2 Stunden seit dem letzten Update "A Natural History of Dragons" ausgelesen (und den zweiten Teil gleich mal aus dem Schrank gezogen, auch wenn ich vermutlich nicht sofort damit weitermachen werde), die Katze versorgt und bin ein bisschen durch die Wohnung gewuselt. Jetzt gibt es erst einmal eine Brettspielrunde mit meinem Mann - ich wurde schon vorgewarnt, dass die Einführung in die Regeln, die Charakterauswahl und ähnliche Grundlagen schon ein gutes Stündchen dauern kann. *g*


Update 19:30 Uhr


Während Christie sich ihrem Aussehen widmete (inklusive ausgiebigem Schönheitsschlaf), haben mein Mann und ich die letzten Stunden mit "Gloomhaven" verbracht. Aufbau und Regelerklärung haben ihre Zeit gekostet und letztendlich haben wir mit unserem ersten Szenario ungefähr zwei Stunden verbracht. Noch habe ich das Gefühl, ich muss mich sehr auf die einzelnen Spielzüge konzentrieren, weil pro Runde relativ viel zu beachten ist, aber wenn ich nicht mehr so viel Kapazität auf die verschiedenen Regeln aufwenden muss, läuft das Spiel bestimmt zügiger. Schön finde ich, dass es wirklich viele Möglichkeiten gibt seinen Zug an die Gegebenheiten anzupassen, aber fast noch mehr Elemente, die sämtliche Planung zunichte machen können. Man muss auf jeden Fall jederzeit bereit sein seine Strategie anzupassen. Ich mag an dem Spiel auch, dass es koorperativ gespielt wird und dass sich die Spielfigur im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Jede Entscheidung im Spiel hat Einfluss darauf, welche Geschichte man als Spieler erlebt, so gibt es neben der jeweiligen Hauptquest auch noch Einzelziele, die während einer Quest erreicht werden können, und für jeden Charakter noch ein Lebensziel, das sich durch die gesamte Spielzeit zieht, die man mit der Figur verbringt. Oh, und man muss nicht immer mit einem festen Team spielen, sondern ist flexibel wenn es um die Anzahl der Spieler geht, obwohl die Handlung weiter voranschreitet.


Da ich immer etwas Zeit brauche, um mich mit den Regeln und Abläufen wohl zu fühlen, habe ich heute erst einmal den "Brute" gewählt. Der entspricht dem klassischen Muskelprotz ohne Hirn, was ihn relativ robust macht. (Mein Mann war sich übrigens vorher ziemlich sicher, dass ich den "Scoundrel" nehmen würde, aber der verfügt über einige Extra-Fähigkeiten, die ich erst einmal nicht auch noch mit in meine Spielzüge einplanen wollte. ;) )

Jetzt schaue ich erst einmal, wie es den anderen heute Nachmittag so ergangen ist, während mein Mann heute spontan das "Kochen" übernommen hat und deshalb gerade Tiefkühlpizza in den Ofen schiebt.


Update 23:00 Uhr


Heute gibt es kein Foto vom Abendessen, dafür ein Bild vom Nachtisch inklusive der dabei angefangenen Lektüre. ;) Der Anfang von "Tsugumi" gefällt mir schon mal gut. Die Erzählerin Maria klingt bislang lebensfroher und energischer als die bisherigen Erzählstimmen, die mir bei Banana Yoshimoto bislang untergekommen sind. Marias Cousine Tsugumi hingegen scheint eine sehr anstrengende Person zu sein, die - aufgrund der Tatsache, dass schon früh feststand, dass sie nicht lange zu leben hat - schrecklich verwöhnt wurde und sich ein Vergnügen daraus macht andere Personen zu ärgern und zu verletzen. Ich kann noch nicht so ganz nachvollziehen, warum sich die beiden Mädchen miteinander angefreundet haben - zumindest fällt es mir schwer diesen Schritt aus Marias Sicht nachzuvollziehen. Aber ich bin vermutlich auch nachtragender als es Maria ist. ;)


Außerdem habe ich meine Zeit mit "Blümchen gießen" verbracht. Es gibt immer wieder Tage, an denen ich mich darüber wundere, wie lange ich dieses Spiel nun schon täglich spiele. Aber solange es mir immer noch Spaß macht ...

Da ich in den letzten Tagen etwas wenig Schlaf bekommen habe, sollte ich bald ins Bett gehen. Ich beende also für heute den Lesetag mit einer Kommentarrunde. Schön, dass ihr dabei gewesen seid! Bis zum nächsten Mal! :)


***

Heutige Mitleser:

Neyasha
Natira
Kiya
Susanne
Elena

Samstag, 14. Oktober 2017

Herbstlesen im Oktober (4) - Samstag

Samstag und damit wieder Lesetag - ich freu mich sehr auf die entspannten Stunden, die heute und morgen vor mir liegen! Diese Woche war ziemlich anstrengend und zum (privaten) Lesen bin ich nicht besonders viel gekommen, umso mehr Zeit möchte ich heute mit meinen Büchern verbringen. Ich habe mir "Mörderische Metropole Berlin" von Regina Stürickow wieder bereit gelegt. Das Buch hatte ich im Sommer schon mal angefangen und dann hatte mich erst einmal die Lust verlassen, mich mit der kriminellen Seite Berlins zu beschäftigen. So langsam wird es jetzt also Zeit weiter darin zu lesen. Ansonsten locken mich gerade die Lady-Trent-Bücher von Marie Brennan. Seitdem ich den letzten Band habe, warte ich auf den richtigen Zeitpunkt, um die Reihe am Stück zu lesen, und im Moment gefällt mir die Vorstellung sehr gemeinsam mit Lady Trent auf die Suche nach Drachen zu gehen ...

Wie immer werde ich eventuelle Mitleser am Ende des Beitrags verlinken, sobald sie sich in den Kommentaren melden. Ich wünsche uns allen schon mal einen entspannten und gemütlichen Start ins Wochenende und melde mich später dann wieder.



Update 11:45 Uhr


Mit dem Lesen hat es bislang nicht geklappt, zumindest nicht mit dem Lesen von Büchern, dafür ist der Feedreader mal wieder von mir geleert worden. Außerdem waren mein Mann und ich heute Vormittag beide etwas verpeilt und sind wir ständig umeinander gelaufen und haben deshalb kaum etwas auf die Reihe bekommen. Da er jetzt aber unterwegs ist (wieder ein Brettspieltag mit Kollegen), das Chaos in der Küche beseitigt und die erste Wäscherunde durchgelaufen ist, wird es jetzt wirklich Zeit für mich in den gemütlichen Teil des Tages zu starten. Zum Frühstück schnappe ich mir also "A Natural History of Dragons" von Marie Brennan. Den Roman habe ich vor 2 1/2 Jahren schon mal gelesen und rezensiert, aber wenn ich schon die ganze Reihe im Haus habe, dann kann ich mir auch den ersten Band noch einmal vornehmen. :)


Update 14:30 Uhr

Hach, ich mag den Anfang von "A Natural History of Dragons" so gern. Ich finde es so schön, wie Isabella ihre beginnende Leidenschaft für Naturwissenschaften und für Drachen beschreibt. Vor allem aber liebe ich die Szenen mit ihrem Vater und dass dieser klug genug ist, um seine Tochter mit dem nötigen Hintergrundwissen für die Suche nach einem guten Ehemann (belesen und willens seine Bibliothek mit seine Frau zu teilen) auszustatten. Und dann ist da noch der Moment, in dem Isabella einen Heiratsantrag bekommt, von einem Mann, der glücklich ist, dass es eine Frau gibt, die weniger an seinem Vermögen und mehr an seiner Begeisterung für Naturwissenschaften interessiert ist. Bevor die beiden zu ihrer ersten Expedition aufbrechen, lege ich erst einmal eine kleine Pause ein, um zu schauen wie es den anderen heute so ergeht.


Ich weiß noch nicht, ob ich danach weiterlesen oder erst einmal zum Hörbuch wechsel. Es ist eine Woche her und so langsam sollte ich mal die dritte CD von "Oberst Chabert" (von Honoré Balzac) hören, damit ich nicht vergesse, an welcher Stellung der Handlung ich bin.


Update 18:00 Uhr


Seit dem letzten Update habe ich über den "Kriminalistenalltag im Ersten Weltkrieg" bzw. den Mord an einer alten Schreibwarenladen-Besitzerin gelesen ("Mörderische Metropole Berlin") und mir wirklich das letzte Dritte von "Oberst Chabert" angehört, während ich weiter an meinem Socken gestrickt habe. Ich mochte an "Oberst Chabert" die kleinen Einblicke in den Alltag der Figuren rund um das Jahr 1820, kann die Erzählweise anerkennen, fand die Geschichte selber aber sehr deprimierend und brauchte danach eine kleine Aufheiterung. Also gab es ein Stück von der für den gestrigen Besuch gebackenen Apple Tarte und ein paar weitere Seiten in "A Natural History of Dragons".


Inzwischen sind Isabella und ihr Mann an ihrem Zielort angekommen und müssen feststellen, dass dort einige Schwierigkeiten auf sie warten, wobei das Wetter für die Protagonistin eines der Hauptärgernisse darstellt. *g*


Update 21:15 Uhr

In den letzten Stunden habe ich die gewaschene Wäsche zusammengelegt und verstaut, während mir William Dufris "Murder Goes Mumming" von Charlotte MacLeod vorgelesen hat. Auch wenn wir noch Oktober haben, habe ich die Beschreibungen des gemütlichen Vorweihnachtsabends genossen, den Madoc und Janet in einer abgeschiedenen Hütte mit Bekannten seiner Familie verbracht haben. Ich bin mir zwar sicher, dass das frischverlobte Paar etwas mehr Ruhe und einen Mord weniger schön gefunden hätten, aber ich habe mich mit ihren Erlebnissen gut unterhalten gefühlt und bin gespannt wie es weitergeht. ;)


Doch erst einmal gab es Abendessen für mich: Nicht besonders dekorative Nudeln mit Ketchup und Käsewürfeln. Das ist eines der Trost-Essen aus meiner Kindheit, auf die ich alle paar Jahre regelrechten Heißhunger bekomme und da mein Mann heute Abend außer Haus isst ... ;) Zum Essen habe ich mir einen Film angemacht, der jetzt auch noch läuft.


"Tödliche Botschaft" ist zwar lange nicht so gut wie das Buch ("The Wheel Spins" von Ethel Lina White) oder die Verfilmung von Hitchcock ("Eine Dame verschwindet"), aber ich finde ihn gerade sehr entspannend (auch wenn ich mir wünschte, dass Cybill Shepherd weniger laut wäre ;) ) und solange mein Exemplar des Buches noch in einer der Kisten steckt, kann ich mich damit begnügen.


Update 22:30 Uhr

Ich vergesse jedes Mal, wie schlecht dieser Film doch ist. Ich muss wirklich mal schauen, ob es die Hitchcock-Variante auf DVD gibt ... Da mein Mann gleich nach Hause kommt und ich dann den Laptop eh erst einmal eine Weile nicht nutzen kann, ist dies mein letztes Update für heute. Ich hoffe, ihr habt alle eine gute Nacht! Wir lesen uns morgen wieder! :)


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Heutige Mitleser:

Susanne
Neyasha
Natira
Kiya
Elena

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Haruki Murakami: Von Beruf Schriftsteller

Über "Von Beruf Schriftsteller" von Haruki Murakami bin ich bei Sayuri gestolpert, die das Buch während eines Lesesonntags erwähnt hatte. Ich muss gestehen, dass ich Murakami als Person eigentlich interessanter finde als sein Werk - zumindest finde ich diejenigen Sachbücher, in denen er über seine persönlichen Erfahrungen schreibt, deutlich fesselnder als die Anfänge seiner Romane (denn beendet habe ich bislang noch keins seiner fiktiven Werke). "Von Beruf Schriftsteller" beinhaltet eine Sammlung von Essays, die Haruki Murakami im Laufe von mehreren Jahren geschrieben hat. In diesen Texten schreibt der Autor von seinem ganz persönlichen Leben als Schriftsteller, von seiner Herangehensweise, wenn er an einem Roman arbeitet, und von der Entwicklung, die seine Schreibweise im Laufe der Zeit durchgemacht hat, aber auch von einigen anderen Dingen, die sein Leben beeinflusst haben.

Stellenweise fand ich die Aussagen, die Haruki Murakami in diesem Buch macht, recht allgemein gefasst und sogar belanglos, aber da ich gleichzeitig auch das Gefühl hatte, dass das genau seine Meinung widerspiegelte, konnte ich gut mit diesen Passagen leben. Richtig interessant fand ich hingegen die Absätze, die mehr über Murakamis Leben und seine Person verrieten. So erzählt er recht locker von seiner Zeit als Jazz-Kneipenbesitzer, von dem Moment, in dem in ihm der Wunsch geweckt wurde, einen Roman zu schreiben, und von der Naivität, mit der er an dieses Projekt heranging. Ich mochte die Vorstellung, wie der 29jährige Murakami an seinem Küchentisch sitzt und geduldig Seite für Seite füllt, ohne eigentlich eine konkrete Geschichte erzählen zu wollen. Ebenso spannend fand ich die Absätze, in denen er über die diversen Themen - von seinem relativ langweiligen Alltag, über sein Bedürfnis, jeden Tag Sport zu treiben, bis zum japanischen Schulsystem - schrieb.

Auch bin ich immer wieder über Passagen gestolpert, bei denen ich mich fragte, wie weit in diesem Fall Murakamis Ansicht davon geprägt wurde, dass er Japaner ist, oder davon, dass er ein Mann ist, oder vielleicht auch davon, dass er sich von Jugend an intensiv mit englischsprachiger Literatur beschäftigt hat. Natürlich ist mir bewusst, dass all diese Faktoren (und noch viel mehr) ihn als Menschen und Schriftsteller geformt haben, aber bei manchen Punkte hatte ich eben das Gefühl, dass da eine sehr persönliche Erfahrung ihn in seiner Meinung beeinflusst hat. Immer wieder bin ich zum Beispiel über Absätze gestolpert, bei denen ich mir nicht ganz sicher war, ob er da eine allgemeine Aussage trifft oder ob er sich speziell auf Japan bezieht. So ging es mir zum Beispiel mit dem Kapitel, in dem er über den Akutagawa- und andere Literaturpreise redet. In Japan scheint es ein großes Thema (gewesen?) zu sein, dass Murakami den Akutagawa-Preis nie gewonnen hat, und - wenn man nach dem im Buch zitierten Artikel gehen kann - man scheint ihm zu unterstellen, dass dies der Grund sei, warum der Autor sich vom Literaturbetrieb fernhalten würde.

Diesen Preis und die seine Person betreffenden Vermutungen nimmt Murakami als Aufhänger, um über seine Abneigung bezüglich Literaturpreisen zu schreiben (und dazu passend andere Schriftsteller zu zitieren), was mich wiederum dazu brachte, mir Gedanken über die japanische Literaturwelt und Preise allgemein anzustellen. So ging es mir eigentlich mit allen allgemeineren Aussagen Murakamis in diesem Buch, während ich die kleinen Informationen über ihn und sein Leben gerade deshalb interessant fand, weil er so wunderbar alltäglich über sein Schreiben und seinen ungewöhnlichen Werdegang erzählte. Am Ende habe ich das Gefühl, ich habe etwas über den Menschen und den Autoren Haruki Murakami gelernt (und außerdem habe ich mal wieder einen seiner Romane in der Bibliothek vorgemerkt, um einen erneuten Versuch mit seinem fiktiven Werk zu wagen).

Dienstag, 10. Oktober 2017

Sarah Kuhn: Heroine Worship (Heroine Complex 2)

"Heroine Worship" ist der zweite Teil der Heroine-Complex-Romane von Sarah Kuhn und die Geschichte wird dieses Mal nicht von Evie Tanaka, sondern von ihrer besten Freundin und Superheldin Aveda Jupiter erzählt. Nachdem man die Figur im ersten Band aus der Perspektive ihrer Assistentin Evie kennengelernt hat, ist es auf der einen Seite zwar interessant, Aveda besser kennenzulernen, auf der anderen Seite fand ich ihre Sicht und ihre Handlungsweise aber sehr oft unglaublich anstrengend und fast schmerzhaft zu verfolgen. Um Aveda zu verstehen, muss man mit Annie Chang beginnen. Annie Chang war ein kleines chinesisches Mädchen, das nie gut genug war, um seine Mutter zufriedenzustellen oder gar stolz zu machen, das aber eines Tages feststellte, dass es zumindest in der Lage ist, seine japanische Mitschülerin Evie vor den anderen Schülern zu beschützen. Egal wie einsam sich Annie fühlte, egal wie viel Angst sie hatte und wie oft sie ausgelacht oder verletzt wurde, sie hat seit Grundschulzeiten alles getan, um Evie und andere Menschen in Not zu beschützen.

Das Ganze führte so weit, dass sie sich im Laufe der Zeit in Aveda Jupiter verwandelte. Aveda ist eine strahlende Superheldin, die jahrelang San Francisco vor Dämonen beschützt hat. Um ihre Mission erfüllen zu können, hat sie sich auf ihre Sportlichkeit und ihren unbeugsamen Willen verlassen müssen, denn mit ihren Superheldenkräften ist es nicht sehr weit her. Doch nach den Ereignissen in "Heroine Complex" fühlt Aveda sich überflüssig. Evie, die nun ihre Co-Heldin ist, verfügt nicht nur über die deutlich cooleren Superheldenfähigkeiten, sie ist auch dank ihres nachgiebigen und freundlichen Charakters deutlich beliebter als Aveda es je sein wird. Außerdem gibt es anscheinend keine weiteren Dämonen mehr zu bekämpfen, so dass San Francisco eigentlich keine Superheldinnen mehr benötigt. Dazu kommt noch, dass Aveda bewusst ist, dass sie in den letzten Jahren nicht gerade freundschaftlich mit Evie umgegangen ist, obwohl diese ihr wirklich am Herzen liegt, und nun ist sie wild entschlossen, zur besten "besten Freundin" zu werden, die es je gegeben hat. Die Gelegenheit, zu beweisen, was für eine gute Freundin sie ist, scheint sich zu ergeben, als Evie sich verlobt und Aveda bittet, ihre Trauzeugin zu sein.

Ich finde es sehr schön, davon zu lesen, wie viel sich die beiden Frauen gegenseitig bedeuten. Auf der anderen Seite war es schrecklich, Avedas Gedanken und Pläne zu verfolgen, da sie wirklich nicht sehr gut darin ist, auf andere einzugehen und die Wünsche anderer Menschen zu respektieren. Sie will immer das Beste für ihre Freunde und erreicht damit nur, dass sie sie schrecklich verletzt. Es dauert sehr lange, bis Aveda kapiert, dass ihre Freunde die Seite ihrer Persönlichkeit, die sie immer zu unterdrücken sucht, viel lieber mögen, als die unzerstörbare Superheldin, die sie versucht zu sein. Obwohl natürlich beide Seiten jeweils nur eine Facette einer komplizierten Persönlichkeit sind, kann Aveda nur ihre "Annie Chang"-Schwächen und ihre "Aveda Jupiter"-Stärken wahrnehmen. Nachdem sie sich schon seit so vielen Jahren bemüht, all ihre Annie-Chang-Eigenschaften auszumerzen, ist es kein Wunder, dass sie keinerlei Gespür mehr dafür hat, was sie eigentlich will und wie man mit anderen Menschen kommuniziert, vor allem, wenn letzteres bedeuten würde, dass sie zugeben muss, dass sie einsam ist und sich hilflos und verloren fühlt.

Avedas "Hurricane"-Persönlichkeit ist wirklich schwierig zu ertragen, vor allem, wenn man aus dieser Perspektive ein ganzes Buch liest. Ich gebe zu, dass es mir deutlich leichter gefallen ist, "Heroine Complex" zu lesen, da Evie zwar nur wenig Rückgrat besitzt, aber einen deutlich liebenswerteren Charakter hat als Aveda. Was mich bei "Heroine Worship" dann bei der Stange gehalten hat, waren zwei Dinge: Einmal hat mir Aveda unglaublich leid getan, weil sie sich so verloren fühlte und keine Ahnung hatte, wie sie nach all den Jahren, in denen sie eine wichtige Mission hatte, nun ohne diese Aufgabe leben soll. Außerdem fühlte sich Aveda zwar allein, verletzt und missverstanden, aber das hat nicht dafür gesorgt, dass sie nun ihrerseits andere verletzten wollte, sondern sie hat weiterhin alles gegeben, um sich um die Menschen in ihrer Umgebung zu kümmern. Dass sie dabei immer zu genau den falschen Mitteln gegriffen hat, hat es für mich zwar anstrengend gemacht, aber ich fand es trotzdem bewundernswert, wie sie - im Rahmen ihrer gestörten Persönlichkeit - versuchte, weiterhin ihren Idealen nachzukommen und das "Richtige" zu tun.

Am Ende kann ich sagen, dass ich den Roman gemocht habe, und das trotz der anstrengenden Protagonistin und der Tatsache, dass sich sehr viele Passagen des Buches um genau die Art von Hochzeit drehen, mit der ich überhaupt nichts anfangen kann. Ich finde es mutig, dass Sarah Kuhn für den zweiten Band der Reihe Aveda als Protagonistin gewählt hat, obwohl sie von so vielen Lesern nach dem ersten Band gehasst wurde, und ich finde es bewundernswert, wie die Autorin gezeigt hat, wieso Aveda sich zu einer so anstrengenden Persönlichkeit entwickelt hat und dass sich sehr viele Eigenschaften von "Aveda Jupiter" nur entwickelt haben, weil Annie Chang in der Vergangenheit so oft verletzt wurde und mit so vielen Ängsten zu kämpfen hatte - und auch, weil ihre Freunde mit ihren eigenen Problemen dafür gesorgt haben, dass sie ihre verletzlichere Seite nicht ausleben konnte. Angeblich wird es noch einen weiteren Band in der Reihe geben, und ich bin jetzt schon gespannt, aus welcher Sicht die Geschichte dann erzählt wird.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Herbstlesen im Oktober (3) - Sonntag

Nachdem ich den gestrigen Tag vor allem mit "Heroine Worship" von Sarah Kuhn (und Roller Derby) verbracht habe, sollte ich heute einige Zeit mit "Von Beruf Schriftsteller" von Haruki Murakami verbringen. Das Buch muss am Mittwoch wieder zur Bibliothek und ich habe bislang gerade mal die Hälfte gelesen.

Ich mag Murkamis Sicht auf sein/das Leben als Schriftsteller und finde es immer wieder lustig, wenn ich über Passagen stolpere, die ich persönlich als eine sehr eigene Ansichtsweise des Autors ansehe oder als etwas, das meinem Gefühl nach nicht verallgemeinert werden kann und eher in seiner Kultur verankert ist. Oft genug muss ich aber auch zugeben, dass ich mich zu wenig mit z. B. Preisen, die Autoren verliehen werden, auskenne, um wirklich beurteilen zu können wie stimmig die Passagen rund um solche Themen sind. Interessant ist auf jeden Fall, wie viel Murakami in diesem Buch (ebenso wie bei seinem Titel übers Laufen) über sich erzählt. Ich will "Von Beruf Schriftsteller" auf jeden Fall beenden, bevor ich es zurückgeben muss.

Die heutigen Mitleser werden wie immer am Ende des Beitrags verlinkt, sobald sie sich in den Kommentare unter diesem Post gemeldet haben (oder wenn sie schon gestern einen Post fürs gesamte Wochenende erstellt haben).


Update 10:30 Uhr


Ich finde es angenehm entspannend in "Von Beruf Schriftsteller" zu lesen, lasse mich aber auch regelmäßig ablenken, um meinen eigenen Gedanken nachzuhängen oder hier etwas rumzuwuseln. So habe ich zwischendurch die Küche aufgeräumt, die Spülmaschine angeworfen, die Wäsche für das Waschen morgen früh vorsortiert (dank des Lärms, den unsere Waschmaschine macht, will ich die am Sonntag unsere Nachbarin nicht zumuten) und mit der Katze habe ich auch einige Zeit geschmust. Seitdem es deutlich kühler geworden ist muss ich jeden Vormittag extra Zeit für Christie einplanen, damit sie es sich auf mir bequem machen (und etwas wärmen) kann. Ich bin gespannt wie das wird, wenn wir irgendwann die Wohnung heizen. Ob sie dann auch noch so aufmerksamkeitsbedürftig ist? Oh, die Heizung habe ich auch getestet, da ich am Freitag Besuch bekomme, der vermutlich doch ein etwas anderes Wärmebedürfnis hat, und wir die Heizkörper seit der großen Reparatur im März nicht einmal aufgedreht hatten. Es wäre etwas blöd gewesen, wenn ich Freitag das Wohnzimmer hätte heizen wollen und die Ventile dann festgesessen hätten, ;)

Jetzt ist es aber erst einmal Zeit fürs Frühstück ...


Update 13:30 Uhr


Beim Frühstück und danach gab es weiter Haruki Murakami für mich. Ich finde es faszinierend, dass ich mich bei manchen seiner Aussagen frage, ob er diese Ansicht hat, weil er der Mensch ist, der er ist, weil er von der japanischen Kultur geprägt ist oder weil er ein Mann ist. Auf jeden Fall bringt mich dieses Nachdenken dazu, dass ich mir Zeit mit dem Buch nehme, obwohl viele Passagen nur nette Allgemeinplätze beinhalten, die schon von vielen Personen/Autoren so niedergeschrieben wurden. Was ich nicht vorwurfsvoll meine, da ich von diesem Buch Murakamis Erfahrungen und Ansichten über sein Leben als Schriftsteller erwartet habe und keine neuartigen Gedanken oder gar einen Schreibratgeber (wie anscheinend ein paar andere Leser, die u. a. bei Amazon Bewertungen hinterlassen haben).


Christie ist inzwischen auch versorgt und während mein Mann im Nebenraum rumkruschelt, weil er versuchen will seine Brettspiele effektiver unterzubringen (und um noch Platz für seine Geburtstagsgeschenke zu schaffen), habe ich beschlossen, dass ich erst einmal die Lektüre wechsel. So ganz weiß ich noch nicht, wozu ich greifen werde, aber etwas Abwechslung wäre jetzt nett. Vorher gibt es aber erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde!


Update 17:00 Uhr

Statt zu einem anderen Buch, habe ich erst einmal zum Strickzeug gegriffen und mit meinem Mann die achte Folge der zweiten Staffel von "Orphan Black" geschaut. Ich mag die Serie sehr und finde die Schauspielerin in all ihren Rollen (und mit den verschiedenen Dialekten) wirklich beeindruckend, aber manchmal ist es schon ein bisschen lästig, dass man sich so viel Personal merken muss. Da wir in der Woche selten zum Serienschauen kommen und am vergangenen Wochenende auch ausgesetzt hatten, mussten wir heute regelmäßig Pause machen und erst einmal unsere Erinnerung auffrischen, was in welchem Handlungsstrang zuletzt mit welcher Person passiert war und wo welcher Charakter eigentlich abgeblieben ist. Trotzdem macht es Spaß und ich bin gespannt, was zum Ende der zweiten Staffel noch für Entwicklungen passieren. (Und ich bin neugierig, wie lange wir am Ende benötigen, um alle fünf Staffeln zu schauen - mal gucken, ob da die Weihnachtsferien noch herhalten müssen. *g*)


Im Moment stricke ich wieder simple Socken mit relativ dicker Wolle, die während des Umzugs in einem Karton aufgetaucht war. Die dicken Nadeln geben mir gerade das Gefühl, ich würde mit Baumstämmen stricken. Aber da ich keine 2er-Zopfnadel habe, musste ich die Wolle von letztem Sonntag erst einmal zur Seite legen, da meine Versuche, einen Zahnstocher als "Ersatznadel" zu verwenden, nicht so glücklich liefen. Entweder muss ich also noch eine sechste 2er-Nadel auftreiben (bei dem geplanten Muster wäre es ungünstig, von 4 auf 3 Nadeln zu wechseln, um eine Extra-Nadel bei der Hand zu haben), mir eine 2er-Zopfnadel anschaffen oder mich für ein anderes Muster entscheiden. Aber erst einmal habe ich ja eine Alternative und bei 2 rechts 2 links kann ich nicht mal was falsch machen, wenn die aktuelle Folge gerade mal etwas komplizierter wird. ;)


Nach "Orphan Black" habe ich zu "irgendwo zu Hause" von Fumio Obata gegriffen. So richtig weiß ich am Ende nicht, was der Mangaka mit der Geschichte sagen wollte. Er erzählt von Fumiko, die in Japan aufwuchs und später nach London ging, um dort zu studieren. Inzwischen betreibt sie in England mit Freunden eine eigene Firma und hat einen britischen Freund. Als ihr Vater bei einem Unfall stirbt, muss sie überstürzt zurück nach Japan fliegen und denkt während ihres Aufenthalts über sich, die beiden Ländern, in denen sie gelebt hat, und ihre Familie nach. Obwohl ich das Thema an sich interessant finde, hat mich die Geschichte nicht wirklich berühren können. Den Zeichenstil fand ich gefällig, aber mir fehlten Elemente, die mich dazu brachten, mich näher mit den Darstellungen auseinander zu setzen. Vielleicht ändert sich meine Ansicht mit etwas Abstand noch, aber momentan würde ich "irgendwo zu Hause" als "nett, muss man aber nicht gelesen haben" einordnen.


Nach einem leckeren Stück Kuchen, das mein Mann gestern heimlich vom Einkauf mitgebracht hatte, habe ich noch "Von Beruf Schriftsteller" ausgelesen und nun bin ich mir noch nicht sicher, was ich als nächstes tue. Ich muss mir aber wohl eine Beschäftigung suchen, bei der ich Madamchen nicht störe, denn sie besteht gerade darauf auf meiner Decke liegen zu wollen. *g* Erst einmal wird es sowieso wieder Zeit zu schauen, was die anderen in den letzten Stunden so gemacht haben. :)


Update 21:30 Uhr


Viel habe ich seit dem letzten Update nicht gemacht. Vor dem Kochen habe ich ein bisschen mit dem DS gespielt, dann gab es Essen (Brokkolisuppe mit gesalzener Sahne) und nun schauen wir gerade "Das perfekte Profi-Dinner". Ich mag, dass es bei der Sendung nicht um Bewertungen geht und man einfach nur zuschauen kann, wie Profiköche für einander kochen und dann das Essen genießen. Da die Sendung recht lange geht, werde ich wohl nichts anderes mehr machen als neben dem Fernsehen zu stricken. Bevor ich ins Bett gehe, schaue ich noch einmal bei den anderen vorbei, ansonsten lesen wir uns in den nächsten Tagen wieder! Habt einen guten Start in die Woche! Schön, dass ihr wieder dabei gewesen seid! :)

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Heutige Mitleser:

Elena
Neyasha
Susanne
Sam
Lyne

Samstag, 7. Oktober 2017

Herbstlesen im Oktober (2) - Samstag

Heute ist der zweite Tag des Herbstlesens und ich kann jetzt schon ankündigen, dass ich heute Nachmittag ein paar Stunden nicht dabei sein werde, weil wir zum Roller Derby gehen. Nach einer ziemlich langen "Sommerpause" gibt es heute endlich wieder einen Bout in der Nachbarstadt, den wir uns gemeinsam mit der ehemaligen Nachbarin ansehen werden. Ich bin schon gespannt, wie es ihr gefällt! Es ist das erste Spiel, das sie sieht.

Bis wir losfahren müssen, liegen aber noch einige (Lese-)Stunden vor mir, die ich mit "Heroine Worship" von Sarah Kuhn einläute. Der Roman ist die Fortsetzung von "Heroine Complex" und ich will die Geschichte schon eine ganze Weile lesen, fand es aber bei meinen bisherigen Anläufen etwas schwierig in die Perspektive von Aveda zu schlüpfen. Auch wenn Evie, die Protagonistin von "Heroine Worship", immer betonte, dass Aveda ihre beste Freundin sei, so fand ich die Superheldin nicht wirklich sympathisch. Ich finde sie auch zu Beginn von "Heroine Worship" nicht gerade einfach, bin aber dieses Mal wild entschlossen, ihr an diesem Wochenende eine Chance zu geben, nachdem ich den ersten Band der Reihe so gemocht habe.


Neben allem anderem Kram, der so anfiel, habe ich in der Woche weiter in "Von Beruf Schriftsteller" von Haruki Murakami gelesen, die "Finishing School"-Serie von Gail Carriger mit "Manners and Mutiny" beendet und ansonsten nur noch Zeit für eine Kurzgeschichte ("The Dragon with an Unbearable Family") von Stephanie Burgis gefunden.

Bevor wir uns heute auf den Weg mache, wird es auf jeden Fall noch (mindestens) ein Update geben. Eventuelle Mitleser werden von mir so bald es geht in die Liste am Ende des Beitrags eingetragen und wenn ich heute Nachmittag unterwegs bin, müsst ihr halt ein Auge auf die Mitmachmeldungen in den Kommentaren halten. So viele sind wir ja nicht, dass das nicht klappen würden. :)


Update 9:30 Uhr

Inzwischen habe ich die ersten 60 Seiten in "Heroine Worship" gelesen und bin immer noch nicht glücklich mit Aveda, obwohl ich sie schon etwas verstehen kann. Sie und ihre Freundin Evie haben sich in der Schule kennengelernt, wo sie die einzigen asiatischstämmigen Mädchen in der Klasse waren. Während Evie sich von den Sticheleien der Mitschüler schnell einschüchtern ließ, ernannte sich Aveda (damals noch Annie Chang) zu ihrer Beschützerin und gemeinsam überstanden die beiden Mädchen so die Schulzeit. Als dann Dämonen in San Francisco auftauchten, hat Annie die Superheldin Aveda Jupiter erschaffen, um die ganze Stadt zu beschützen (und den Ruhm für ihre Taten einzustreichen - sie steht eindeutig gern im Mittelpunkt) und obwohl Evie inzwischen nicht mehr nur ihre Superhelden-Assistentin ist, sondern ihre Co-Superheldin (mit den deutlich cooleren Fähigkeiten), kann Aveda ihre gewohnte Rolle nicht so recht abstreifen. Weshalb sie nicht nur extrem irritiert darüber ist, dass Evie so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, während sie selber von der Öffentlichkeit kaum noch beachtet wird, sondern auch darüber, dass sie selber ihren eigenen Ansprüchen an eine "beste Freundin" nicht gerecht wird.

Um Evie (und dem Rest der Welt) zu beweisen, dass Aveda wirklich eine verflixt gute beste Freundin ist, plant sie Evies Hochzeit in das perfekte Ereignis zu verwandeln - was dazu führt, dass ich Aveda beim Lesen ständig schütteln möchte, weil sie einfach keine Ahnung davon hat, was die perfekte Hochzeit für ihre Freundin wäre und wie viel sympathischer sie wäre, wenn sie mehr "Annie Chang" und weniger "Aveda Jupiter" wäre ... Wobei auch Evie ein wenig Schüttelei gut täte, weil sie in all ihrer Verliebtheit und den für sie angenehmen Veränderungen, die sie in den Superhelden-Haushalt eingeführt hat, vollkommen übersieht, dass Aveda auch Bedürfnisse hat (und nicht in der Lage ist diese zu äußern). Immerhin bin ich dieses Mal über die Heiratsantrags-Szene in der Unterwäsche-Boutique hinausgekommen und werde wohl erst mal bei dem Roman bleiben. ;)


Update 12:45 Update



Ich habe während des Frühstücks weiter in "Heroine Worship" von Sarah Kuhn gelesen und finde Aveda weiterhin anstrengend als Protagonistin. Sie ist auf der einen Seite so bedürftig und so unsicher und auf der anderen Seite überrollt sie die Menschen in ihrer Umgebung mit ihren Plänen und Ansichten (weil sie der Meinung ist, dass ein bestimmtes Auftreten zu der Person gehört, die sie sein will). Ich muss der Autorin immerhin zugute halten, dass ich Avedas Gründe für Handeln verstehe, außerdem finde ich es rührend, dass sie - obwohl sie sich ausgegrenzt und ungeliebt fühlt - mit ganzem Elan für ihre Freunde einsetzt. Ich wünschte nur, sie wäre mir sympathischer, aber ich hege die Hoffnung, dass diese Sympathie vielleicht noch aufkommt. ;)


Außerdem kam im Laufe des Vormittags die Comiclieferung für meinen Mann per Post und enthielt das zweite "Hi-Fi Fight Club"-Heft für mich. Ich mag die Geschichte (und die Zeichnungen) bislang sehr gern und freu mich schon auf diese Fortsetzung, die ich mir heute Abend vermutlich noch vornehmen werde. :) Jetzt aber wird es erst einmal Zeit das Kätzchen zu füttern, Tee zum Mitnehmen zu kochen und mich für die Fahrt zum Roller Derby fertig zu machen. Ich melde mich heute Abend dann wieder, wenn ich wieder daheim bin. Habt bis dahin viel Spaß! :)

Update 19:30 Uhr


Zurück vom Roller Derby und nun mit Tee aufs Sofa bis das Abendessen (heute mal ganz einfache Tiefkühlpizza) fertig ist. Der Bout hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, da die beiden Mannschaften fast gleichwertig waren und sich gegenseitig definitiv nichts geschenkt haben. Der Punktestand zeigte zwar am Ende einen deutlichen Unterschied, aber auf beiden Seiten gab es einige coole Aktionen zu sehen, die Jammer haben alles gegeben, die Defence war auch schön zu beobachten (auch wenn ich da das Heimteam schon besser fand als das Gastteam *g*) und die beiden Sanitäter-Einsätze waren definitiv das Ergebnis von Unfällen. Spannend fand ich, dass dieses Gastteam merkbar mehr Fans dabei hatte, als die anderen Gastteams, die ich in der Halle bislang gesehen habe. Die Menge an Fans hat sich auch bei der Lautstärke bemerkbar gemacht, die Kommentatorin des Bouts war kaum zu verstehen, so sehr dröhnten Trommeln und Gesang von der Tribüne. Schön war es auch, dass unsere ehemalige Nachbarin, die zum ersten Mal beim Roller Derby war, so viel Spaß bei dem Ganzen hatte, dass sie im November wieder mitkommen möchte. :)

Jetzt esse ich erst einmal meine Pizza und drehe eine Blogrunde und danach lese ich vermutlich erst einmal meinen Comic. :)

Update 22:45 Uhr


Meine Blogrunde hat natürlich wieder einiges an Zeit gefressen und auch Christie brauchte sehr viel Aufmerksamkeit, trotzdem habe ich inzwischen nicht nur "Hi-Fi Fight Club" (1+2) gelesen, sondern auch Blümchen gegossen. Bei "Hi-Fi Fight Club" mag ich die Figuren und die Geschichte wirklich gern, auch wenn ich es etwas überraschend finde, wie langsam die Handlung erzählt wird, wenn man bedenkt, dass es nur vier Hefte sind. Die Protagonistin Chris finde ich wirklich nett, wenn auch stellenweise etwas sehr teenagerhaft-unsicher. Die Story spielt im Jahr 1998 und Chris arbeitet seit etwa einem Monat in einem coolen Musikladen, steht auf Comics und auf ihre süße Kollegin Maggie. Allerdings verunsichert es sie etwas, dass ihre Kolleginnen regelmäßig länger bleiben, um den Laden aufzuräumen, während sie von der Chefin nach Hause geschickt wird. Wer sich den Titel angeschaut hat, hat natürlich einen Verdacht, warum das so ist, aber Chris hat erst einmal keine Ahnung was los ist - bis eines Tages die Sängerin einer Band, die im Laden einen Promo-Auftritt haben sollte, verschwindet. Ich bin nicht nur neugierig darauf, was es mit dem Verschwinden der Sängerin auf sich hat, sondern natürlich auch wie es mit Chris und Maggie noch weitergeht. ;)


Bis zum Schlafengehen werde ich weiter in "Heroine Worship" lesen, morgen gibt es dann einen neuen Herbstlesen-Beitrag und weitere Blogbesuche von mir. Ich hoffe, ihr hattet einen ebenso netten Tag wie ich heute. :)

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Heutige Mitleser:

Lyne
Sam
Elena
Susanne

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones (Wayward Children)

"Down Among Sticks and Bones" gehört zu den "Wayward Children"-Büchern von Seanan McGuire. Der Roman ist keine direkte Fortsetzung von "Every Heart A Doorway", sondern erzählt für sich stehend die (Vor-)Geschichte der Zwillinge Jack und Jill. Dabei holt Seanan McGuire erst einmal weit aus und beginnt die Handlung mit den Eltern der beiden Schwestern. Mr. und Mrs. Wolcott sind nicht gerade häusliche oder gar warmherzige Personen, und so entsteht in den beiden der Wunsch nach einem Kind vor allem aus dem Grund, dass sie dazugehören wollen. Chester Wolcott will auch einmal einer der stolzen Väter sein, die mit ihren wohlerzogenen und sportlichen Jungen angeben, während Serena Wolcott von einer kleinen Prinzessin im Rüschenkleidchen träumt, um die sie ihre Freundinnen beneiden.

Mit solchen Eltern ist es kein Wunder, dass die Kindheit von Jillian und Jaqueline vor allem von den Wünschen ihrer Eltern nach einem hübschen, ruhigen, kleinen Mädchen (Jaqueline) und einem "Tomboy" - da Chester schon keinen Jungen hatte, musste er eben das Beste aus dem machen, was vorhanden war - geprägt wurde. Glücklich war keines der beiden Mädchen damit, und so ist es wenig überraschend, dass sie eines Tages eine geheimnisvolle Treppe in ihrem Elternhaus finden, die sie ins "Moor" führt. Das Moor ist eine fantastische Welt, in der Vampire, Werwölfe, verrückte Wissenschaftler und ein unheimlicher roter Mond zu finden sind, und für Jack und Jill scheint dieses Reich anfangs ungewohnte Freiheit zu beinhalten. Doch seinen Platz im Moor muss man sich erst einmal verdienen und nicht immer ist es einfach, nach den befremdlichen Regeln einer fantastischen Welt spielen zu müssen.

Wie es Jack und Jill in dieser Welt ergeht, weiß man eigentlich schon, wenn man "Every Heart A Doorway" gelesen hat. Trotzdem enthält "Down Among the Sticks and Bones" viele Elemente, die neu und überraschend sind und die dafür sorgen, dass der Leser die beiden Schwestern in einem anderen Licht sieht. Obwohl mich auch dieser Band der "Wayward Children" nur wenig emotional gepackt hat, habe ich das Lesen sehr genossen. Ich mochte, dass Seanan McGuire für diese Geschichte eine ganz eigene Erzählweise gefunden hat. In einer Rezension auf Amazon wird dieser Stil mit Roald Dahl verglichen und das trifft es ganz gut. Regelmäßig wird der Leser direkt angesprochen, immer wieder gibt es kleine Nebenbemerkungen, die auf die Handlungen und Entscheidungen der beiden Schwestern eingehen, und dazu kommt eine wunderbare Mischung aus sachlichen Beobachtungen über das Leben im Moor und atmosphärischen Beschreibungen einzelner Elemente.

In einigen Rezensionen wird empfohlen, diesen Band vor "Every Heart A Doorway" zu lesen, weil man schließlich schon weiß, wie es mit Jack und Jill weitergeht, wenn man das erste Buch schon kennt. Ich persönlich fand es überhaupt nicht schlimm, dass ich schon wusste, dass auch Jack und Jill nicht für immer in ihrer magischen Welt bleiben können. Eigentlich fand ich es sogar besonders spannend, eine konkretere Vorstellung vom Elternhaus der beiden Schwestern zu bekommen, zu verstehen, warum ihr Verhältnis so zwiespältig ist, und wieso der Verlust ihrer Welt zu solcher Verzweiflung geführt hat, gerade weil ich schon ein paar Hinweise zur Geschichte der beiden im Hinterkopf hatte. Außerdem musste ich regelmäßig beim Lesen schmunzeln, weil ich mich regelmäßig an alte Horrorfilme erinnert fühlte, wenn eine Figur oder Szene beschrieben wurde. "Down Among the Sticks and Bones" bietet diverse Momente, die ich mir sehr gut in einer Schwarzweiß-Verfilmung mit Boris Karloff vorstellen könnte, aber auch wunderbar alltägliche oder gar süße (Liebes-)Szenen - vor allem, wenn es um Jacks Leben im Moor geht.

Auch wenn ich mich wiederhole, so kann ich es nicht oft genug sagen: Ich mag Seanan McGuires Sicht auf klassischen Film-/Romanstoff, ich mag, wie die Autorin märchenhafte Elemente auf ungewöhnliche Weise in ihre Geschichten einflicht, und ich mag, wie stimmig und komplex sie Beziehungen darstellt. Im Januar kommt ein weiterer "Wayward Children"-Roman und ich freu mich schon darauf, dass ich dann eine weitere Geschichte rund um magische Türen, Charaktere, die auf der Suche nach dem richtigen Ort für sich sind, und fantastische Welten lesen kann.

Dienstag, 3. Oktober 2017

SuB-trahiert 2017 (3)

Auch in den vergangenen drei Monaten habe ich wieder Bücher gelesen, die länger als ein Jahr auf dem SuB ruhten, bevor ich sie endlich aus dem Regal geholt habe. Viele sind es nicht geworden, aber für die Statistik gibt es trotzdem einen Post für die SuB-trahierten Titel von Juli, August und September:

1. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion (Darkbeast 2)

Auf diese Fortsetzung hatte ich mich sehr gefreut, weil ich den ersten Teil ("Darkbeast") von der Grundidee her so ungewöhnlich fand und sich das Buch gut lesen ließ. Allerdings wusste ich auch, dass ich für die Protagonistin Keara in der richtigen Stimmung sein musste, weil ich die Figur wirklich schwierig finde und beim Lesen etwas Geduld mit ihrem Wesen benötige. Letztendlich hat es zwar über ein Jahr gedauert, bis ich mich auf die zweite Geschichte mit Keara einlassen wollte, aber der Zeitpunkt war genau richtig und ich habe auch diesen zweiten Roman rund um die sperrige Protagonistin und ihr Darkbeast genossen. Mehr Details dazu gibt es HIER.

(gelesen im Juli 2017)


2. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)

Auch der zwölfte Band der Rachel-Morgan-Reihe saß ein Jahr auf meinem SuB, da ich erst darauf wartete, dass ich den dreizehnten (und abschließenden) Teil bekam. Und dann war ich so mit dem Umzug und all den darauf folgenden Dingen beschäftigt, dass ich eigentlich nur dann zu umfangreicheren Büchern gegriffen habe, wenn sie aus der Bibliothek ausgeliehen waren. Nachdem der trubelige August vorbei war und ich endlich das Gefühl hatte, dass der Rest des Jahres vielleicht mal "normal" und hoffentlich stressfreier verlaufen könnte, hatte ich endlich die nötige Ruhe, um mir die insgesamt 1450 Seiten der letzten beiden Rachel-Morgan-Romane vorzunehmen. Ich finde es spannend, dass ich diese Reihe immer noch so gern mag, während mich die neue Serie der Autorin überhaupt nicht angemacht hat. Aber ich muss auch zugeben, dass ich inzwischen große Mühe habe, mich an die Details der vorhergehenden Bände zu erinnern. Das ist mit ein Grund, warum ich die beiden Bücher hintereinander gelesen habe und gern irgendwann einmal die ganze Reihe am Stück lesen möchte.

(gelesen im September 2017)


3. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
4. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)

Erst habe ich darauf gewartet, dass ich die Reihe endlich vollständig habe, dann habe ich darauf gewartet, dass ich genügend Zeit habe, um sie am Stück zu lesen. Im September hatte ich dann keine Lust mehr, länger zu warten (und weiter den ersten Teil für einen Reread in Kartons zu suchen), also habe ich mir Band 2 bis 6 der "Codex Alera"-Reihe geschnappt und verschlungen. Da der dritte und der vierte Teil über ein Jahr auf dem SuB lagen, zählen die beiden Titel fürs SuB-trahieren. Ich mag Butchers Schreibweise sehr gern, ich mag seine Charaktere, den Humor und die Geschichten, die er erzählt, und ich mag diese römisch beeinflusste, magische Welt, in der die Codex-Alera-Romane spielen, und habe es sehr genossen. so viel davon hintereinander zu lesen. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. ;)

(gelesen im September 2017)

Sonntag, 1. Oktober 2017

Herbstlesen im Oktober (1) - Sonntag

Heute ist der 1. Oktober und damit der erste Herbstlesen-Tag! Wie immer werde ich diejenigen, die sich mir heute beim gemütlichen Lesen (Handarbeiten, Basteln, Spielen oder sonstigen erholsamen Tätigkeiten) anschließen, am Ende des Beitrags auflisten, sobald sie einen dementsprechenden Kommentar unter diesem Post hinterlassen. Außerdem gibt es von mir über den Tag verteilt Updates, in denen ich von meinen Aktivitäten erzähle.

Für mich beginnt der heutige Sonntag recht gemütlich, nachdem mein Mann gerade das Haus verlassen hat, um den heutigen Tag mit Arbeitskollegen und Brettspielen zu verbringen. Abgesehen davon, dass ich noch eine Geburtstagstorte für morgen backen will, habe ich keine konkreten Pläne für den Tag. Also kann ich mich heute vollständig dem Herbstlesen widmen. Nachdem ich in der vergangenen Woche viel um die Ohren hatte, wird es aber auch Zeit, dass ich endlich wieder zu einem meiner angefangenen Bücher greife und weiterlesen. Also starte ich mit "Waistcoats and Weaponry", dem dritten Teil der Finishing-School-Serie von Gail Carriger, in den Tag. Mal schauen, ob ich den Roman beendet bekomme, bevor es Zeit zum Frühstücken wird!


Update 09:15 Uhr


So langsam haben sich die ersten Mitleser bei mir gemeldet und ich freu mich sehr auf den gemeinsamen Tag! :) Seit dem ersten Lebenszeichen heute morgen, habe ich wirklich viel Zeit mit "Waistcoats and Weaponry" verbracht, bin aber noch nicht am Ende mit dem Buch, da ich mich ein klitzekleines Bisschen habe ablenken lassen. Auf der einen Seite habe ich die gestern Abend angefangenen Twitterkonversationen weitergeführt und auf der anderen Seite mit der Kamera am Fenster gehangen. Heute früh war der Himmel wunderschön und ich mag dieses Scherenschnitt-artige kurz vor Sonnenaufgang. Und während zwischendurch für zwei Stunden die Sonne schien, als könnte heute kein Wölkchen sie trüben, ist inzwischen gemütlicher Hochnebel aufgezogen. Ich mag das herbstliche Wetter! :) Jetzt schaue ich erst einmal wie die anderen in den Tag gestartet sind und überlege dann, ob es schon Zeit für ein frühes Frühstück ist oder ob ich doch erst meinen Roman beende.


Update 11:30 Uhr

Dieses Update ist JED, Sayuri und Neyasha gewidmet. *g* JED ist der Grund, warum ich eben zum Frühstück meine schrecklich hässliche Schaftasse aus dem Schrank geholt habe, Neyasha hat mich mit ihrem Beitrag daran erinnert, dass ich noch ein Bibliotheksbuch vor dem Abgabetermin lesen muss, und das Buch selber habe ich aufgrund von Sayuris Empfehlung beim letzten (oder vorletzten?) Lese-Sonntag ausgeliehen. ;)


Wie ihr sehen könnt, liegt "Waistcoasts and Weaponry" immer noch in Reichweite, weil mir immer noch ein paar Seiten bis zum Ende fehlen. So unterhaltsam ich die Geschichte finde (inklusive der Kabbeleien zwischen Sophronia und den beiden Herren, die Interesse an ihr haben, ihren Bemühungen das gelernte Wissen aus ihrer ungewöhnlichen "Finishing School" anzuwenden, der Zugentführung und all der anderen fantastischen Aspekte), so fällt es mir auch nicht schwer das Buch aus der Hand zu legen, um nur mal kurz einen Kommentar zu schreiben oder mit Madamchen zu schmusen.


Immerhin habe ich schon gefrühstückt und ein paar Seiten in "Von Beruf Schriftsteller" von Haruki Murakami gelesen. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich mich bislang nicht auf seine Romane einlassen konnte, aber seine Art ein Sachbuch zu schreiben sehr mag. Ich sollte mir für die Weihnachtsferien, wenn ich definitiv ein paar Tage am Stück Ruhe habe, noch einmal einen von Murakamis Romanen vornehmen.

(Ich sollte meine Updates nicht nur schreiben, sondern auch dann auch noch den Beitrag aktualisieren ... *g*)


Update 15:15 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich mich einige Zeit in der Küche rumgetrieben und parallel einen Biskuitboden gebacken, eine Paprika- und eine Paprika-Hackfleisch-Sauce fürs Abendessen gekocht und Christie gefüttert. Ich mag es ja, wenn ich den Großteil meiner Küchenarbeit in einem Rutsch erledigen kann, auch wenn ich dann vielleicht mal aufpassen muss, dass ich nicht wegen "zu viel parallel machen" mit einem Tomatenmark-verschmutzen Holzspieß in den Biskuitboden piekse. ;)


Danach habe ich erst einmal ein Hörbuch angeworfen und dabei "Blümchen gegossen". Dank eines dicken Stapels von Leihgaben von Ariana höre ich mich gerade durch diverse Klassiker. Heute habe ich mit "Oberst Chabert" von Honoré de Balzac angefangen, gesprochen wird der Text von Klaus-Dieter König. Von Balzac habe ich bislang noch nichts gehört oder gelesen und ich wusste auch absolut nichts über den Inhalt der Geschichte, bevor ich eben damit anfing. Den Sprecher mag ich recht gern, was den Text angeht, so scheine ich gerade eine deprimierende Geschichte nach der anderen aus dem Stapel zu ziehen. Ich habe erst eine von drei CDs gehört und weiß noch nicht, ob der Oberst wirklich derjenige ist, der er zu sein behauptet, und in welche Richtung die Handlung noch geht. Aber grundsätzlich finde ich es nicht gerade angenehm von den Erlebnissen eines Soldaten zu hören, der im Krieg so schwer verwundet wurde und danach so leiden musste. Interessant finde ich - wie so oft bei Klassikern - es spannend Informationen über die damalige Zeit zu hören, die zum Beispiel vom Alltag in einer Schreibstube zeugen oder anderen kleinen Elementen, die heute eben nicht mehr zum Alltag gehören.

Bevor ich eine Kommentar- und Blogrunde starte, schaue ich mal, ob der Torteboden soweit ausgekühlt ist, dass ich ihn mit Birnen und Schokosahne belegen kann. Dann hätte ich (abgesehen vom "Zutaten in Auflaufform werfen" fürs Abendessen und das Kochen des einen oder anderen Tees) für heute alle Küchenaktivitäten erledigt und könnte mich mit gutem Gewissen wieder meinen Büchern widmen. ;)


Update 18:00 Uhr


Einen Schönheitswettbewerb würde meine Torte nicht gewinnen, aber ich habe es immerhin wieder geschafft alle Birnenstückchen erfolgreich zu verstecken. Morgen muss ich nur noch Schokostreusel draufwerfen und dann kann ich das Ganze servieren.

Nach dem Tortenbasteln habe ich gut eine Stunde mit Bloglesen und Kommentieren verbracht und wie so oft frage ich mich gerade beim Kommentieren regelmäßig, ob ich auch dann Nachrichten hinterlassen soll, wenn ich nur wenig zu sagen habe. Irgendwie ist es dann schon einfacher einen Blogbeitrag nur zu lesen, aber dem Blogger, dessen Beitrag ich ja mit Interesse gelesen habe, bringt das nichts, außerdem führt schnell dazu, dass ich kaum noch kommentiere. Da stelle ich den Verfasser des gelesenen Beitrags lieber vor die Herausforderung eine Erwiderung auf einen nichtssagenden Kommentar verfassen zu dürfen. ;)


Da ich keine Lust hatte zum Tee weiter "Oberst Chabert" zu hören, habe ich zu "Heart of Straw" von Seanan McGuire gegriffen. Das ist eine Kurzgeschichte, die sie für ihre Patreon-Unterstützer veröffentlicht hat. Ich muss gestehen, dass ich es wirklich liebe, dass ich für gerade mal einen Dollar im Monat eine Kurzgeschichte bekomme, die jedes Mal wieder überraschend ist. "Heart of Straw" ist eine Geschichte über drei Kinder, die an Halloween einer Hexe und einer Vogelscheuche begegnen. (Mehr lässt sich ohne zu spoilern wirklich nicht zum Inhalt sagen. ;) ) Ich mag die Atmosphäre, die die Autorin in dieser Geschichte schafft, ich mag die Sprache und wenn es nicht idiotisch wäre bei einer so kurzen Geschichte ganze Absätze zu zitieren, würde ich hier jetzt lauter Zitate reinsetzen, die ich wunderschön fand. Natürlich wäre es keine Seanan-McGuire-Geschichte, wenn sie nicht neben all den magischen Dingen, die Halloween für Kinder bereit hält, auch von der dunklen Seite dieses Abends erzählen würde. :D

Bis ich Hunger bekomme, werde ich mich mit dem Strickzeug vor den Fernseher setzen. Wir haben vor einiger Zeit "Erinnerungen an Marnie" aufgenommen. Ich kenne den Anime noch nicht und da mein Mann von dem Grundthema eher abgeschreckt ist, bietet sich der Film heute für mich an. Ich hoffe nur, dass mein Mann heute wirklich wieder etwas später nach Hause kommt - es wäre schade, wenn ich den Film mittendrin unterbrechen müsste.


Update 20:10 Uhr

"Erinnerungen an Marnie" habe ich inzwischen gesehen und dabei versucht etwas zu stricken. Doch erst wurde es zu schnell zu dunkel und dann hatte Miss Grumpy dringenden Schmusebedarf. Immerhin habe ich es geschafft das Bündchen meines Socken fertig zu stricken und konnte schon auf die kleineren Nadeln wechseln, die ich für das Schaftmuster verwenden werde.


Der Anime selber war schon sehr vorhersehbar und stellenweise schrecklich kitschig, aber ich mochte ihn. Es wird nicht mein Lieblings-Ghibli-Film werden, aber es gab einige schöne Momente, ich mag die Zeichnungen und regelmäßig habe ich mich über all die kleinen Details gefreut, die bei den Ghibli-Filmen einen Raum so realistisch wirken lassen. Immer wieder habe ich beim Schauen gedacht, dass ich das eine oder andere Element gern nachmachen würde - und dabei habe ich definitiv keinen Bedarf für einen Wandbehang! *g*

Jetzt werfe ich erst einmal mein Essen in den Ofen und schaue dann, wie es den anderen in den letzten Stunden ergangen ist. :)

Update 23:00 Uhr

Kurz nachdem ich in die Küche gegangen war, meldete mein Mann seine baldige Rückkehr an, so dass ich doch gleich beide Aufläufe fertig gestellt und in den Ofen geschoben habe. (Sonst hätte er sich bei seiner Heimkehr selber darum kümmern müssen, dass aus Nudeln. Hackfleischsauce und Käse ein Auflauf wird. ;) )

Links vegetarisch, rechts mit Hackfleisch. *g*
Inzwischen ist die Küche wieder aufgeräumt, die Spülmaschine ist für morgen früh programmiert und ich habe eine letzte Blog- und Kommentarrunde für heute gedreht. Den Rest des Abends werde ich mit "Von Beruf Schriftsteller" verbringen. Seit dem Frühstück bin ich damit nicht weiter gekommen und ich hätte gern vor dem Wochenanfang das Gefühl, ich hatte diesem Buch schon so viel Zeit gewidmet, dass ich in der Woche auch in kleinen Stückchen weiterlesen kann.


Schön, dass heute so viele mitgelesen und gebloggt haben. Das war ein toller Auftakt fürs Herbstlesen! Danke für eure vielen Kommentare und die Einblicke in eure Erholungstage! Ich hoffe, ihr findet am kommenden Wochenende auch wieder etwas Zeit fürs Herbstlesen. :)


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Heutige Mitleser:

JED
Susanne
Natira
Neyasha
Elena
Sam
Ariana

Gelesen: Juli, August und September 2017

Frühere Statistiken sind unter "Diverses" zu finden.


Bücher:
  1. Katja Brandis: Carags Verwandlung (Woodwalkers 1)
  2. Katja Brandis: Gefährliche Freundschaft (Woodwalkers 2)
  3. Katja Brandis: Hollys Geheimnis (Woodwalkers 3)
  4. Stephanie Burgis: Snowspelled (The Harwood Spellbook 1)
  5. Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)
  6. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  7. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  8. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  9. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  10. Rachel Caine und Kerrie L. Hughes (Hrsg.): Chicks Kick Butt - The Shifters (Anthologie)
  11. Agatha Christie: The Witness for the Prosecution and Other Stories
  12. R.P. Dahlke: A Dead Red Caddilac (The Dead Red Mystery Series 1)
  13. Deborah Feldman: Unorthodox
  14. Alex Grecian: The Yard (Scotland Yard Murder Squad 1)
  15. Vinnie Hansen: Murder, Honey (A Carol Sabala Murder Mystery 1)
  16. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  17. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  18. Heather Haven: Murder is a Family Business (The Alvarez Family Murder Mysteries 1)
  19. Heather Haven: A Wedding to Die For (The Alvarez Family Murder Mystery 2)
  20. Heather Haven: Death Runs in the Family (The Alvarez Family Murder Mysteries 3)
  21. Annie Haynes: The Abbey Court Murder (Inspector Furnival 1)
  22. Annie Heynes: The House in Charlton Crescent (Inspector Furnival 2)
  23. Annie Heynes: The Crown's Inn Tragedy (Inspector Furnival 3)
  24. Tanya Huff: Fifth Quarter (Quarters 2)
  25. Tanya Huff: No Quarter (Quarters 3)
  26. Tanya Huff: The Quartered Sea (Four Quarters 4)
  27. Tanya Huff: Three Quarters (Quarters Collection)
  28. Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs
  29. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion (Darkbeast 2)
  30. Gillian Larkin: The Butterworth Mysteries - Box Set 1
  31. Claire Legrand: Some Kind of Happiness
  32. Marianne MacDonald: Das Manuskript (Dido Hoare 1)
  33. Marianne MacDonald: Die Schriftrolle (Dido Hoare 2)
  34. Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones (Wayward Children 2)

Kurzgeschichten:
  • Amber Benson: Produce 
  • Deborah Blake: Wickedly Spirited
  • G. Scott Huggins: A Doctor to Dragons
  • Seanan McGuire: Instruments of Darkness
  • Seanan McGuire: A Citizen in Childhood
  • Seanan McGuire: From A to Z in the Book of Change
  • Seanan McGuire: Target Practice (Alice Healy und Thomas Price)
  • Seanan McGuire: With Honest Trifles
  • Caroline Ratajski: And With Her Went the Spring
  • Iona Sharma: Nine Thousand Hours
  • Ursula Vernon: The Tomato Thief

Comics/Manga:
  • Mika Yamamori: Daytime Shoothing Star 1 (Manga)
  • Mika Yamamori: Daytime Shoothing Star 2 (Manga)
  • Mika Yamamori: Daytime Shoothing Star 3 (Manga)
  • Carly Usdin, Nina Vakueva: Hi-Fi Fight Club 1 (Comic)

Hörbücher:

Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

Oktober-SuB 2017

Der September war auf der einen Seite verhältnismäßig ruhig (kein Besuch, keine Außer-Haus-Termine) und auf der anderen Seite erstaunlich trubelig, denn die To-do-Liste war häufig länger, als mir lieb sein konnte. Trotzdem habe ich erschreckend viel gelesen, weil ich abends einen so großen Nachholbedarf hatte, dass ich das Schlafengehen ein paar Stunden nach hinten verschoben habe. Das war vielleicht nicht die klügste Entscheidung, wenn ich daran denke, wie müde ich morgens in der Regel war, aber das Lesen hat mir so gutgetan, dass ich lieber auf den Schlaf verzichtet habe. Insgesamt habe ich 15 Bücher, 4 Kurzgeschichten, 1 Comic und 3 Manga gelesen und 7 Hörbücher gehört.

Im Oktober findet bei mir wieder das Herbstlesen statt, was bedeutet, dass ich die Wochenenden über verblogge, mit welchen Tätigkeiten ich mich so erhole. Ich hoffe, ich komme in der Zeit viel zum Lesen, aber auch mein Strickzeug werde ich wieder rauskramen und vermutlich die eine oder andere Stunde mit einem Spiel verbringen. Ansonsten ist die To-do-Liste für den Oktober schon jetzt gut gefüllt - wie in jedem Jahr muss ich nach dem Sommer ein paar Monate lang ranklotzen, um die Dinge nachzuholen, die ich während der wärmeren Jahreszeit nicht auf die Reihe bekommen habe, und ich werde die Auszeiten an den Wochenenden bestimmt nötig haben. ;)

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes - A Memoir by Lady Trent
  6. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings - A Memoir by Lady Trent
  7. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  8. Gail Carriger: Waistcoats and Weaponry (Finishing School 3)
  9. Gail Carriger: Manners and Mutiny (Finishing School 4)
  10. Jennifer Carson: Tangled Magick
  11. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  12. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  13. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  14. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  15. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  16. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  17. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  18. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  19. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  20. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  21. Sarah Kuhn: Heroine Worship
  22. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  23. Bishop O'Connell: The Stolen
  24. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  25. Cindy Pon: Serpentine
  26. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  27. Philip Reeve: Larklight
  28. John Scalzi: Fuzzy Nation
  29. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  30. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  31. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  32. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  33. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  34. Charles den Tex: Die Zelle
  35. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  36. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  37. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  38. Xinran: Gerettete Wort
  39. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

39 Titel auf dem SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)